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Tempolimit

<p> <p>Das UBA untersucht, inwieweit die Umweltbelastungen des Straßenverkehrs in Zusammenhang mit den gefahrenen Geschwindigkeiten stehen und welchen Beitrag Geschwindigkeitsbeschränkungen zu einer Verminderung der Umweltbelastungen leisten können.</p> </p><p>Das UBA untersucht, inwieweit die Umweltbelastungen des Straßenverkehrs in Zusammenhang mit den gefahrenen Geschwindigkeiten stehen und welchen Beitrag Geschwindigkeitsbeschränkungen zu einer Verminderung der Umweltbelastungen leisten können.</p><p> Tempolimit auf Autobahnen und Außerortsstraßen <p>Ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen in Verbindung mit einer niedrigeren Höchstgeschwindigkeit auf Außerortsstraßen zählt zu den wirksamsten, kostengünstigsten und am schnellsten realisierbaren Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor. Ein Tempolimit leistet zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit, reduziert Lärm- und Schadstoffemissionen sowie den Energieverbrauch und trägt erheblich zur Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität entlang stark belasteter Verkehrswege bei.</p> <p>Im Rahmen der Studie&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/modellierung-der-umweltwirkung-von-tempolimit">„Modellierung der Umweltwirkung von Tempolimit-Maßnahmen auf Autobahnen und außerorts“</a> (Friedrich et al. 2024) wurde untersucht, welche Auswirkungen unterschiedliche Tempolimits in Deutschland auf die&nbsp;⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fahrleistung">Fahrleistung</a>⁠ sowie auf die verursachten Emissionen an Treibhausgasen (THG) und Luftschadstoffen (Stickoxide (NOx) und Feinstaub (PM)) haben. Die Studie umfasst fünf Szenarien für ein Tempolimit in Deutschland:&nbsp;</p> <ul> <li><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/szenario">Szenario</a> T130/100</strong>: Ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen unter Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf allen anderen Außerortsstraßen.</li> <li><strong>Szenario T130/80</strong>: Ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen mit zusätzlicher Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h auf allen übrigen Außerortsstraßen.</li> <li><strong>Szenario T120/100</strong>: Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen unter Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf allen anderen Außerortsstraßen.</li> <li><strong>Szenario T120/80</strong>: Ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen mit zusätzlicher Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h auf allen übrigen Außerortsstraßen.</li> <li><strong>Szenario T100/80</strong>: Ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen mit zusätzlicher Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h auf allen übrigen Außerortsstraßen.</li> </ul> <p>Die Studie baut auf der Methodik des Forschungsprojektes&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/fluessiger-verkehr-fuer-klimaschutz-luftreinhaltung">„Flüssiger Verkehr für Klimaschutz und Luftreinhaltung“</a> (Schmaus et al. 2023) auf. Sie berücksichtigt als Wirkmechanismus nicht nur direkte Geschwindigkeits- und Verbrauchseffekte durch langsameres Fahren, sondern auch Veränderungen in der Routenwahl und Verkehrsnachfrage, die durch ein Tempolimit ausgelöst werden. Die Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs können durch ein Tempolimit um 2,2 % bis 8,1 % gesenkt werden, wobei der Geschwindigkeitseffekt stets die größte Teilwirkung hat, siehe Abbildung.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abbildung%20THG-%C3%84nderung%20Tempolimit.png"> </a> <strong> Änderung der Treibhausgasemissionen des gesamten Straßenverkehrs in Deutschland durch ein Tempolimit </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> <p>Bezogen auf das Jahr 2024 können in Deutschland durch ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts insgesamt 6,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und rund 2,8 Milliarden Liter Kraftstoff eingespart werden. Allein durch den direkten Geschwindigkeitseffekt – also ohne Routenwahl- und Nachfrage-Effekte – können davon sofort 4,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und gut 2 Milliarden Liter Kraftstoff eingespart werden, siehe Tabelle. Folgende weitere Umweltwirkungen konnten für die verschiedenen Tempolimits ermittelt werden:</p> <ul> <li>Rückgang Stickoxid-Emissionen (NOX) zwischen 5,1 % (T130/100) und 16,1 % (T100/80)</li> <li>Rückgang Feinstaub-Emissionen (PM) zwischen 3,6 % (T130/100) und 11,4 % (T100/80)</li> </ul> <p>Eine 2025 von der&nbsp;<a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Publikationen/StV/studie-tempolimit-auswirkungen.pdf?__blob=publicationFile">Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) veröffentlichte Studie</a> bestätigt, dass ein Tempolimit die Emissionen senkt. Die Studie analysiert die CO₂-Minderungswirkung eines generellen Tempolimits von 130 km/h auf Autobahnen. Die Berechnungen basieren auf Geschwindigkeits- und Verkehrsdaten aus Dauerzählstellen, aus denen die Fahrleistungsverteilung nach Geschwindigkeitsklassen abgeleitet wird. Die Emissionswirkungen ergeben sich ausschließlich aus der veränderten Fahrweise infolge der Geschwindigkeitsbegrenzung. Effekte der Routenwahl oder Veränderungen der Verkehrsnachfrage werden nicht abgebildet. Betrachtet wird ein einzelnes <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/szenario">Szenario</a>, das sich auf Autobahnen beschränkt; daraus resultiert ein jährliches Einsparpotenzial von etwa 1,3 bis 2,0 Millionen Tonnen CO₂.</p> <p>Über die klima- und luftqualitätsbezogenen Effekte hinaus, zeigt die Forschung zur Verkehrssicherheit, dass ein Tempolimit sowohl die Zahl schwerer Unfälle als auch die Schwere der Verletzungen reduzieren kann. Besonders ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen wirkt sich hier positiv aus. Ambitionierte Geschwindigkeitsbegrenzungen stellen damit ein schnell umsetzbares Instrument dar, das gleichzeitig Emissionen senkt, die Umweltqualität verbessert und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht.&nbsp;</p> <p>Besonders bedeutsam ist dabei, dass die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Modellierungen reale Mobilitätsprozesse – wie veränderte Routenwahl und Nachfrage – einbeziehen und damit ein vollständigeres Wirkungsspektrum abbilden. Ein flächendeckendes Tempolimit ist damit sowohl ökologisch als auch gesundheitlich sinnvoll.</p> <p>Auch&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaschutz-durch-tempolimit">ältere Untersuchungen des Umweltbundesamts</a> zeigten, dass ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf außerörtlichen Straßen die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor reduzieren könnten. Die Berechnungen basierten auf mittleren Geschwindigkeiten und den tatsächlichen Geschwindigkeitsverteilungen, berücksichtigten jedoch keine Anpassungen bei Routenwahl oder Verkehrsnachfrage.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Tabelle%20Einsparm%C3%B6glichkeiten%20Tempolimit_0.PNG"> </a> <strong> Einsparmöglichkeiten eines Tempolimits auf Autobahnen und Außerortsstraßen in Deutschland </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Tempolimit auf Innerortsstraßen <p>1957 wurde in der Bundesrepublik Deutschland eine innerorts zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h eingeführt. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass dieses Tempolimit für einen großen Teil des Straßennetzes nicht stadtverträglich ist. Dies ist am Unfallgeschehen, an der Lärm- und Luftschadstoffbelastung, den schwierigen Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sowie an unzureichenden Aufenthaltsqualitäten gut zu erkennen.</p> <p>In den 1980er Jahren wurden deshalb die „Tempo-30-Zone“ und der „Verkehrsberuhigte Bereich“ als flächenhafte Regelungen für das untergeordnete Straßennetz eingeführt. Inzwischen gilt innerorts im überwiegenden Teil der Nebenstraßen Tempo 30 oder weniger. Auf den meisten Hauptverkehrsstraßen bestehen die Probleme durch Tempo 50 aber fort. Verkehrssicherheit, Lärmschutz, Luftreinhaltung, Förderung von Fuß- und Radverkehr sowie die Erhöhung der Aufenthaltsqualität sind Gründe für Bürger*innen, Tempo 30 verstärkt auch an innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen einzufordern. Das Straßenverkehrsrecht bietet den Kommunen dafür mittlerweile mehr Handlungsspielraum.</p> Wirkungen von 30 km/h als innerörtliche Regelgeschwindigkeit <p>Das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> hat die Wirkungen von Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit erforschen lassen. Grundlage waren Simulationen in sechs Beispielstädten. In Halle/Saale, Göttingen und Ravensburg wurden die Wirkungen auf Lärm, Luftschadstoffe und CO2 untersucht. Hier wurde davon ausgegangen, dass nur in diesen Städten Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit gilt. Die Untersuchung der Stadtregionen Stuttgart, Magdeburg und Dresden bezog die jeweiligen Umlandgemeinden in die Tempo-30-Regelung mit ein, beschränkte sich aber auf die Betrachtung der Luftschadstoffe und CO2.</p> <p>Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/102837">Forschungsprojekt „Umweltwirkungen einer innerörtlichen Regelgeschwindigkeit von 30 km/h“</a>&nbsp; zeigen die Simulationen in Halle/Saale, Göttingen und Ravensburg enorme Lärmentlastungen besonders an Hauptverkehrsstraßen. Aber auch stadtweit sinkt die Lärmbetroffenheit deutlich. Methodik und Ergebnis der Simulationen stellt dieses <a href="https://youtu.be/xGG5I-V-Ic8">Online-Seminar</a> dar.</p> <p>Für die Luftschadstoffe und CO2 ergibt sich zusammen mit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/100913">Untersuchung „Klimaschutz- und Luftreinhalteeffekte einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts in den Stadtregionen Dresden, Magdeburg und Stuttgart“</a>: Die straßenverkehrsbedingten Luftschadstoffemissionen sinken in den meisten untersuchten Städten durch Tempo 30, teilweise sogar deutlich. Die Größenordnung hängt dabei unter anderem von der Stadtstruktur und dem bestehenden Verkehrsangebot ab. In Magdeburg und Ravensburg hat die Simulation aber auch leichte Anstiege des ein oder anderen Luftschadstoffs ergeben.</p> <p>Ein zeigt, dass es besonders in Bezug auf den Klimaschutz offenbar wirkungsvoller ist, die innerörtliche Regelgeschwindigkeit bundesweit einheitlich zu senken, als den Kommunen lediglich das Recht einzuräumen, dies auf Wunsch jeweils selbst zu tun.</p> <p>Aufgrund der positiven Wirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Verkehrssicherheit empfiehlt das Umweltbundesamt, deutschlandweit Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit einzuführen. An geeigneten Hauptverkehrsstraßen sollten höhere Geschwindigkeiten in begründeten Ausnahmen zulässig sein. Die Kommunen können mögliche lokale Verkehrsverlagerungen in die Nebenstraßen vorab prüfen und mit punktuellen Begleitmaßnahmen entgegenwirken.</p> Quelle: Umweltbundesamt 28.11.2022 UBA-Erklärfilm zu Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Jahresbericht 2017 Gewerbeaufsicht

Broschüre "Jahresbericht der Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz für das Jahr 2017": Sonnenexponiertes Arbeiten im Baugewerbe, Erweiterung des Softwareprogramms ISGA um ein Gentechnikmodul, neues Mutterschutzgesetz, nationale Umsetzung der Seveso III-Richtlinie, Grenzwert für Uran im Trinkwasser, Flüssigkeitsaustritte bei Behälterrestentleerung, Sicherheit von Kinderzimmer- und Steckdosenleuchten, Benzol in Werkstätten, Chromat in zementhaltigen Produkten, Isolation von Netzanschlussleitungen, Gefahrstoffexposition beim Öffnen von begasten Containern, Vermietung, Arbeitssicherheit auf Baustellen, GDA-Arbeitsprogramm Psyche, Jugendarbeitsschutz, Arbeitszeitgesetz, technischer Umweltschutz, Sozialvorschriften im Straßenverkehr; Anhänge: statistische Angaben für das Jahr 2017

Verkehr_WFS - Streckenbeeinflussungsanlage - OGC WFS Interface

Der Kartendienst (WFS-Gruppe) stellt ausgewählte Geodaten aus dem Bereich Verkehr dar.:Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage auf der Bundesautobahn BAB A 620. Hier liegen auf jeden Fall Zusatzinformationen vor. Der Name der Standorte ist in dem Feld „BEZ_“ enthalten.

Strassenverkehr - Streckenbeeinflussungsanlage

Der Kartendienst (WMS-Dienst) stellt Daten des Landesbetriebes für Straßenbau – Saarland dar.:Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage auf der Bundesautobahn BAB A 620. Hier liegen auf jeden Fall Zusatzinformationen vor. Der Name der Standorte ist in dem Feld „BEZ_“ enthalten.

INSPIRE-WMS Gesundheit und Sicherheit Lärm 2022 Land Bremen

Dieser Darstellungsdienst (WMS) stellt für das INSPIRE-Thema Gesundheit und Sicherheit Inhalte zu den Lärmkartierungen 2022 von Straßenverkehr, Schienenverkehr, Straßenbahnverkehr, Flugverkehr und Gewerbe bei Tag oder Nacht des Landes Bremen im INSPIRE-Datenmodell bereit.

INSPIRE Atom Feed Gesundheit und Sicherheit Lärm 2022 Land Bremen

Dieser Downloaddienst (Atom Feed) stellt für das INSPIRE-Thema Gesundheit und Sicherheit Inhalte zu den Lärmkartierungen 2022 von Straßenverkehr, Schienenverkehr, Straßenbahnverkehr, Flugverkehr und Gewerbe bei Tag oder Nacht des Landes Bremen im INSPIRE-Datenmodell bereit.

Verkehr_WFS - Streckenbeeinflussungsanlage - OGC API Features

Der Kartendienst (WFS-Gruppe) stellt ausgewählte Geodaten aus dem Bereich Verkehr dar.:Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage auf der Bundesautobahn BAB A 620. Hier liegen auf jeden Fall Zusatzinformationen vor. Der Name der Standorte ist in dem Feld „BEZ_“ enthalten.

INSPIRE Download Service (predefined ATOM) für Datensatz Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage

Beschreibung des INSPIRE Download Service (predefined Atom): Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage Standorte der Anzeigen der Streckenbeeinflussungsanlage auf der Bundesautobahn BAB A 620. Hier liegen auf jeden Fall Zusatzinformationen vor. Der Name der Standorte ist in dem Feld „BEZ_“ enthalten. - Der/die Link(s) für das Herunterladen der Datensätze wird/werden dynamisch aus GetFeature Anfragen an einen WFS 1.1.0+ generiert

„Sichtbar mobil zur Schule” – Verkehrssicherheits-Aktionstag zum Schulanfang in der STATION Berlin

In der ersten Woche des neuen Schuljahres setzt Berlin ein deutliches Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und erhöhte Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Dieser Appell richtet sich an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer – insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer: Kritische Situationen für die Schülerinnen und Schüler entstehen häufig beim Überqueren der Fahrbahn und mit dem Kfz-Verkehr. Vor allem die bald eingeschulten Erstklässlerinnen und Erstklässler sind noch unerfahren auf ihren neuen Wegen zur Schule und somit verstärkt auf sichere Verhaltensweisen aller Verkehrsteilnehmenden angewiesen. Hierfür wurde heute von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Franziska Becker, Staatssekretärin für Sport, sowie Falko ​Liecke, Staatssekretär für Jugend und Familie, ​die Aktionsveranstaltung „Sichtbar mobil zur Schule“ eröffnet, die in diesem Jahr in der STATION Berlin, in der Nähe vom Park am Gleisdreieck, stattfand. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Für uns hat der Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer oberste Priorität. Gerade Erstklässlerinnen und Erstklässler haben auf ihrem Schulweg noch keine Routine, sie schätzen Geschwindigkeiten und Entfernungen anders ein als Erwachsene. Deshalb appelliere ich gerade in den ersten Schulwochen an alle Verkehrsteilnehmer: Bitte seien Sie umsichtig, halten Sie Tempo und Abstand ein und nehmen Rücksicht – vor allem auf die Kleinsten.“ Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Kinder erhalten durch aktive und selbstständige Schulwege wertvolle Lerngelegenheiten: Sie beobachten, orientieren sich und knüpfen soziale Kontakte. Diese Veranstaltung soll die Schülerinnen und Schüler auf die eigenständige Teilnahme im Straßenverkehr vorbereiten. An verschiedenen Stationen üben sie, sich sicher, sichtbar und selbständig im Verkehr zu bewegen.“ Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport: „Auch in diesem Jahr bieten wir wieder den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, durch Mitmachangebote in einem geschützten Umfeld das Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren. Dieses Angebot ist eine gute Tradition zum Schulstart. Dafür danke ich der veranstaltenden Bürgerstiftung Berlin, der Polizei Berlin und allen Partnern sehr. Unsere Polizei wird auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Angeboten die Kinder auf den Straßenverkehr vorbereiten. Vor allem wird sie auch Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zur besonderen Rücksichtnahme auf Schulkinder hinweisen, sowohl in Informationsgesprächen als auch bei Verkehrskontrollen vor den Schulen.“ Dr. Andrea Grebe, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Berlin: „Verkehrssicherheit beginnt nicht erst auf dem Schulweg, sondern mit der Verantwortung, die wir als Gesellschaft füreinander übernehmen. Seit vielen Jahren bringen wir mit Sichtbar mobil zur Schule Menschen und Institutionen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verbindet: Kinder auf ihrem Schulweg besser zu schützen. Verkehrssicherheit gelingt dann am besten, wenn Prävention, praktische Erfahrungen und gegenseitige Rücksicht Hand in Hand gehen. Jeder sichere Schulweg ist ein Gewinn für die Kinder, ihre Familien und unsere Stadt.“ Roman Seifert, Leiter der Landespolizeidirektion: „Kinder gehören zu den besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmenden. Gerade in ihren ersten Wochen nach Einschulung sind viele mit ihrem neuen Schulweg noch nicht ausreichend vertraut. Sie können Verkehrssituationen und mögliche Gefahrenstellen nicht so sicher einschätzen wie Erwachsene. Deshalb sind alle Verkehrsteilnehmenden besonders gefordert, im Umfeld von Schulen aufmerksam, vorausschauend und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. Angepasste Geschwindigkeit und regelkonformes Parken sind dabei besonders wichtig. Die Polizei Berlin setzt sich das gesamte Jahr für sichere Schulwege ein. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die ersten beiden Schulwochen. In diesem Zeitraum finden stadtweit ca. 1.200 Verkehrseinsätze und Präventionsveranstaltungen im Nahbereich von Schulen statt.“ Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG: „Der Weg zur Schule ohne „Elterntaxi“ ist für Kinder am Anfang ein spannendes Abenteuer. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass dieser wichtige Schritt in die Selbstständigkeit nicht wirklich abenteuerlich wird. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Berlin engagiert sich die BVG deshalb dafür, dass die Berliner Schulwege sicher sind. Dass unsere jüngsten Fahrgäste ohne Angst und Gefahren mit Bus und Bahn an ihr Ziel kommen, hat für uns höchste Priorität.“ Die Veranstaltung ist ein etablierter Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit in Berlin zum Schulanfang und findet nunmehr zum fünften Mal statt – dieses Jahr unter dem Motto „Mit Bus und Bahn unterwegs“. Die Organisation übernimmt die Bürgerstiftung Berlin, im Schulterschluss mit zahlreichen Akteuren, Ehrenamtlichen und Partnern. Die über 200 eingeladenen Zweitklässlerinnen und Zweitklässler aus verschiedenen Berliner Schulen erwartete vor Ort ein spannender und zugleich lehrreicher Aktionstag. In den Angeboten haben die Schulkinder gestaunt, was es im Straßenverkehr alles zu beachten gibt, konnten Fahrzeuge fahren, haben Gefahren gesehen und Wissenswertes gehört, und auch an ihrer eigenen Sicherheit gebastelt (reflektierende Sticker und Buttons). Ricarda Graf-Neißner, Projektleitung STATION Berlin Event GmbH : „Wir freuen uns, den Aktionstag „Sichtbar mobil zur Schule“ erstmals in der STATION Berlin zu begrüßen. Die Sensibilisierung von Kindern für die Gefahren im Straßenverkehr halten wir als Eventlocation im Herzen Berlins – zwischen Potsdamer Platz und Mehringdamm – für einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Auftrag, den wir tatkräftig unterstützen möchten. Zu diesem Zweck bieten wir am 26.08.2026 auf unserem Gelände einen geschützten Raum mit viel Platz zum Erleben, Ausprobieren und Lernen!“ Ein wichtiger Teil der Veranstaltung ist die Pressekonferenz für Schulredaktionen, bei der ältere Kinder zu Wort kommen und die Chef-Etagen der beteiligten Senatsverwaltungen, Polizei und BVG Rede und Antwort stehen. Die teilnehmenden Schulredaktionen konnten ihre Fragen sogar in einem Workshop an der Axel Springer Academy vorbereiten. Mit der jährlichen Verteilung von rund 38.000 Reflektoren an Berliner Schulen, initiiert durch die Bürgerstiftung Berlin, können zudem die Schulanfängerinnen und Schulanfänger sowie ihre Eltern erreicht werden. Die Reflektoren wurden von REFLECTIVE Berlin gestaltet und von der Berliner Sparkasse, S-Versicherungspartner GmbH, der BSK Immobilien GmbH und der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG gesponsert. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Partnern, die zahlreich mit ihren Aktionsangeboten vertreten waren, sowie weitere Informationen zum Thema Verkehrssicherheit für Schulkinder: www.berlin-sicher-mobil.de .

Mobilität

Schon der tägliche Weg zur Schule kann klimafreundlich gestaltet werden. Aber auch die Anreise bei Ausflügen und Klassenfahrten lässt sich umweltfreundlich planen. Schülerinnen und Schüler sollten von Lehrkräften und Eltern animiert werden, den Schulweg ohne Auto, beziehungsweise ohne Fahrdienst durch die Eltern zurückzulegen. Zusammen macht der Schulweg mehr Spaß, das Bilden von Laufgemeinschaften ist eine gute Sache. Um Sicherheit bei der Bewältigung des Schulwegs zu erlangen, können Lehrerinnen und Lehrer das richtige Verhalten auf dem Weg und im Straßenverkehr trainieren. Dort, wo eine Fahrt zur Schule mit dem Auto die beste oder einzige Option ist, sorgt eine Etablierung von Fahrgemeinschaften für weniger klimaschädliche Abgase und damit für eine bessere Umweltbilanz der Schule bzw. der Beteiligten. Auch das Fahrrad ist eine umweltfreundliche Möglichkeit den Schulweg zurückzulegen. Um Schülerinnen und Schüler dazu zu motivieren, für den täglichen Weg zur Arbeit das Fahrrad zu nutzen, sollten auf dem Schulgelände ausreichende Abstellmöglichkeiten vorhanden sein. Überdachte und gesicherte Fahrradständer garantieren trockene Fahrräder nach Schulschluss und können dazu beitragen, dass häufiger auf das Fahrrad umgestiegen wird. Auch bei Ausflügen und Klassenfahrten bieten sich Spielräume für eine klimafreundliche Planung. So sollten regionale Ausflüge und Reisen mit dem Zug Flugreisen vorgezogen werden. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist, je nach Entfernung, immer eine umweltfreundlichere Alternative zum privaten Auto oder gemieteten Reisebus. Bild: davit85/Depositphotos.com Grüner Campus Malchow Der Grüne Campus Malchow, eine Gemeinschaftsschule in Lichtenberg, trägt sein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz bereits im Namen – zu Recht! Weitere Informationen Bild: Goethe-Gymnasium Lichterfelde Goethe-Gymnasium Lichterfelde Das Gymnasium in Lichterfelde engagiert sich seit Jahren mit steigender Intensität im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Weitere Informationen Bild: wckiw/Depositphotos.com Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium In Sachen Umwelt- und Klimaschutz verfolgt das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in Spandau einen ganzheitlichen Ansatz. Weitere Informationen Bild: Grün macht Schule Reinhardswald-Grundschule An der Kreuzberger Grundschule erhalten die Kinder einen spielerischen und inklusiven Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten des Klimaschutzes. Weitere Informationen Bild: anatoliy_gleb / Depositphotos.com Hein-Moeller-Schule Seit über 15 Jahren engagiert sich die Lichtenberger Hein-Moeller-Schule aktiv im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen

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