Induktion und Charakterisierung von Stressproteinen der hsp 70-Gruppe mittels Fluorographie in Asseln, Tausendfuessern und Landlungenschnecken nach unterschiedlichen Stressfaktoren (Hitze, Schwermetalle, Pestizide). Untersuchungen ueber die Persistenz dieser Proteine im Tierkoerper nach unterschiedlicher Vorbelastung und Stressentzug mit proteinchemischen und immunologischen Methoden. Quantifizierung der Schwermetallkonzentration als Stressfaktor. Nachweis von hsp 70 in schwermetallkontaminierten Gebieten unter Freilandbedingungen. Ermittlung geeigneter Indikatoren. Immunhistochemische Untersuchungen zur Lokalisation der Proteine im Gewebe.
Mit Hilfe der Fluoreszenzmethode soll versucht werden, Schadwirkungen verschiedener Umweltschadstoffe (SO2, O3, NOx) auf die Photosynthese aufzuklaeren. Besondere Beruecksichtigung sollen dabei eine Belichtung mit UV-Anteil und zusaetzliche Belastung mit natuerlichen Stressfaktoren, insbesondere Temperatur und Licht, finden. Ergaenzend soll die Detoxifizierung der Schadgase in den Blaettern untersucht werden.
Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, mit verschiedenen biologischen Versuchssystemen die kombinierte Wirkung von Stressoren und EMF auf die Vitalitaet und Differenzierung von Zellen zu studieren. Hierzu werden in diesem Projekt Anordnungen zur Exposition niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder simuliert und bemessen. Diese werden den Kultivierungs- und Beobachtungsanordnungen fuer Zellstrukturen beigefuegt bzw in diese integriert. In die Simulation werden die Stoereinfluesse der Beobachtungsgeraete einbezogen. Die beaufschlagten Feldstaerkebelastungen werden mit Belastungen an realen technischen Anlagen verglichen. Die Versuchseinrichtungen werden betreut, elektromagnetisch vertraeglich gestaltet und die Versuchsraeume auf Fremdfeldeinfluesse (einschliesslich Erdmagnetfeld) untersucht und dokumentiert. Mit der Ausarbeitung von Testbeispielen fuer die Berechnung elektrischer und magnetischer Felder werden internationale Vergleichsrechnungen initiiert.