Angesichts des neuerlichen Eisregens in Berlin ist die Berliner Stadtreinigung (BSR) in vollem Einsatz, um die Folgen für den Verkehr in der Hauptstadt in Grenzen zu halten. Die BSR arbeitet dabei in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Seit den Nachtstunden auf den heutigen Freitag läuft die BSR eigenen Angaben zufolge „mit allen Kräften unter Volllast.“ Dank des permanenten Einsatzes ist demnach die Situation im Hauptstraßennetz gut. Seit dem frühen Vormittag werden auch die Nebenstraßen beräumt. Die Situation auf den Gehwegen bleibt indes angespannt. Handreiniger der BSR sowie die Kehrtechnik seien derzeit damit beschäftigt, Überwege und Haltestellen zu bearbeiten. Alle beauftragten Dienstleistungsunternehmen sind laut BSR unterwegs. Unterstützt werden die BSR-Fachkräfte von Kolleginnen und Kollegen der Berliner Forsten, die sich Gehwege auf Brücken vornehmen. Auch Kräfte der Berliner Wasserbetriebe sind dabei, die Bezirke Lichtenberg und Reinickendorf aktiv bei der Bewältigung der Glätte-Folgen zu unterstützen. Die BSR verteilt auch weiterhin kostenlosen Splitt. Die Abholung ist möglich an sieben Standorten ( Hilfsangebot der BSR für private Anlieger:innen mit Streumitteln ) – am heutigen Freitag von 8 bis 16 Uhr, am Samstag von 8 bis 13 Uhr, und dann am Montag wieder von 8 bis 16 Uhr – so lange der Vorrat reicht. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Einmal mehr gebührt den Mitarbeitenden der BSR größter Dank und Respekt für ihre unersetzbare Arbeit für unsere Stadt. Auch am Wochenende besteht weiter die Gefahr von überfrierendem Regen. Deshalb meine Bitte an alle Berlinerinnen und Berliner: Geben Sie auf sich Acht! Wir arbeiten weiterhin eng mit der BSR und allen weiteren Beteiligten zusammen, um die Auswirkungen dieser nach wie vor extremen Glättelage zu begrenzen.“
Das Ziel dieses Projektes ist es, die Funktion von Bodenmikroorganismen für die Mineralisierung von organischen Substanzen an der Grenzfläche zwischen Boden und Streustoffen zu ermitteln. Mikrokosmos-Experimente im Labor sollen den Zusammenhang zwischen der Sukzession von mikrobiellen Lebensgemeinschaften, der Substratverfügbarkeit an der Grenzfläche zwischen Streu und Boden und der Produktion von Bodenenzymen, die für den Abbau von organischen Verbindungen verantwortlich sind klären. Ein besonderer Schwerpunkt soll darauf gelegt werden, den Zusammenhang zwischen Lokalisation und Funktion der Bodenorganismen in ihrem Habitat zu erfassen. Die Übertragbarkeit der in den Laborexperimenten gewonnenen Daten auf die Situation im Freiland soll durch die Untersuchung der kleinräumigen Variabilität bodenmikrobiologischer Prozesse im Freiland (jeweils zwei ackerbauliche und zwei forstlich genutzte Standorte) überprüft werden.
Das Ziel dieses Projektes ist es, die Funktion von Bodenmikroorganismen für die Stabilisierung und die Mineralisierung von organischen Substanzen an der Grenzfläche zwischen Boden und Streustoffen zu ermitteln. Mit diesem Arbeitsschwerpunkt soll ein Beitrag zum Thema Nummer 1 'Stabilisierung durch strukturchemisch bedingte Eigenschaften (Rekalzitranz)' des DFG-Programmes geleistet werden. Mikrokosmosexperimente im Labor sollen den Zusammenhang zwischen der Sukzession von mikrobiellen Lebensgemeinschaften, der Substratverfügbarkeit an der Grenzfläche zwischen Streu und Boden und der Produktion von Bodenenzymen, die für den Abbau von organischen Verbindungen verantwortlich sind, klären. Ein besonderer Schwerpunkt soll darauf gelegt werden, den Zusammenhang zwischen Lokalisation und Funktion der Bodenorganismen in ihrem Habitat zu erfassen. Die Übertragbarkeit der in den Laborexperimenten gewonnen Daten auf die Situation im Freiland soll durch die Untersuchung der kleinräumigen Variabilität bodenmikrobiologischer Prozesse im Freiland (jeweils zwei ackerbauliche und zwei forstlich genutzte Standorte) überprüft werden. Ein ausgewählter Waldstandort soll zudem in allen Kompartimenten (Horizonte, Grenzschichten, Aggregatgrößenfraktionen) genauer betrachtet werden, um Aussagen über die quantitative Relevanz der einzelnen Vorgänge abzuleiten.
In enger Zusammenarbeit mit dem BMVBW und den Autobahnämtern der jeweiligen Bundesländer sollen alle wichtigen Daten bezüglich Herstellung und der dabei verwendeten Baustoffe von ein- und zweischichtigen Betonfahrbahndecken, bei denen RC-Betonzuschlag verwendet wurde, zusammengetragen und systematisch ausgewertet werden. Anschließend sollen die Betonfahrbahndecken augenscheinlich (Zustand der Oberflächen, Abwitterung bzw. Frost-Tausalz-Widerstand einschichtiger Decken, Dokumentation von Rissen, Fugenöffnungen und Unregelmäßigkeiten) in regelmäßigen Abständen untersucht werden. Um die in der Praxis auftretenden Verformungen (Aufwölben, Aufschüsseln) der Betonfahrbahndecken erfassen und mit Labormessungen vergleichen zu können, sollen orientierend Messungen mit einem am Baustoffinstitut entwickelten Lasermessgerät durchgeführt werden. In Laboruntersuchungen sollen darüber hinaus an Bohrkernen Materialkenndaten wie Feuchtigkeitsgehalt, Luftporengehalt und Verbundfestigkeit bestimmt werden.
Die Auswirkung von Kaliumkarbonat in verschiedenen Aufwandmengen, verglichen mit Natriumchlorid, auf das Wachstum von Tilia cordata-Baeumen wird in einem mehrjaehrigen Freiland-Gefaessversuch getestet. Es werden Biomasse-Produktion, Blattflaeche und Wurzelwachstum der Baeume gemessen und das Topfsubstrat analysiert. In einer weiteren Monitoring-Studie werden Blattflaeche und Schaedigungsgrad der Blaetter von Baeumen einer Monitoringsflaeche, die mit verschiedenen Streukonzentrationen behandelt wurden, untersucht.
Senatorin Bonde dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BSR und der Berliner Wasserbetriebe sowie den Beschäftigten der Bezirke und der SenMVKU Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Ich bin dankbar, dass die Bezirke durch meine Initiative am Freitag in die Lage versetzt wurden, koordiniert und gesamthaft Bedarfe und Ressourcen mit meinem Haus und vor allem der Berliner Stadtreinigung (BSR) abzustimmen.“ Die Lage stellt sich momentan wie folgt dar: Bereits am Wochenende wurde umfangreich mit den Maßnahmen zur Bekämpfung des Glatteises begonnen. Nun gilt es, gemeinsam mit der BSR die gemeldeten Prioritäten der Bezirke konzentriert abzuarbeiten und eine ausreichende Menge an Streugut sicherzustellen. Einzelnen Bezirken, die am gestrigen Tag noch Bedarf an Streugut gemeldet hatten, wurde dies heute durch die BSR zur Verfügung gestellt. Nach derzeitigem Stand und den derzeitigen Wetterprognosen, ist davon auszugehen, dass die BSR auch weiterhin den Bedarf an Streugut decken kann, sofern keine veritablen Mengen an Neuschnee oder Glatteis eintreten. Zugleich wird bereits in die Zukunft geblickt. Eine gewonnene Erkenntnis der aktuellen Lage wird sein, die Koordinierungsrunde beizubehalten, wenn es darum geht, unsere Bäume fit für Frühling und Sommer zu machen. Geplant ist, die aktuelle Koordinierungsrunde zur Bekämpfung der Glätte, die Senatorin Bonde initiiert hat, auch dazu zu nutzen, mögliche Folgen der Bekämpfung der aktuellen Situation zu koordinieren. Dieser enge Schulterschluss aus Hauptverwaltung, Bezirken und Landeseigenen dient auch mit Blick auf das Klimaanpassungsgesetz. Um Schäden an Stadtbäumen gering zu halten, besteht die Möglichkeit, durch intensives Wässern noch vor dem Laubaustrieb Auftaumittel in tiefere Bodenschichten zu verlagern. In Modellversuchen mit den typischen Stadtbaumgattungen Linde, Ahorn, Eiche und Ulme konnten negative Auswirkungen mittels kalibetonten Volldüngergaben abgemildert werden. Wichtig für die Erzielung des gewünschten abmildernden Effektes ist eine ausreichende Wasserversorgung der Straßenbäume während der Frühjahrsmonate. Mit Blick auf kommende Winter arbeitet die Senatsumweltverwaltung bereits an konkreten Strategien.
Erste Maßnahmen angelaufen, weitere Koordinierungsrunde vereinbart Senatorin Ute Bonde hat gemeinsam mit Staatssekretär Arne Herz und den Fachleuten aus der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in der am Freitag stattgefundenen Auftaktrunde mit den Straßen- und Grünflächenämtern der Bezirke, der BSR, den Wasserbetrieben und den Berliner Forsten konkrete Maßnahmen zur effektiven und möglichst zeitnahen Beräumung und Eisbekämpfung vereinbart. So unterstützt die BSR die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Straßen- und Grünflächenämtern mit Streugut und stellt, wo notwendig und soweit vorhanden, entsprechendes Räumwerkzeug zur Verfügung. Ein weiterer Schritt ist die Schaffung personalrechtlicher Voraussetzungen, indem Mitarbeiter aus den Straßen- und Grünflächenämtern, die sonst für andere Tätigkeiten zuständig sind, in diesen Tagen ihre jeweiligen Bezirke bei der von der Eisglätte ausgehenden Gefahr für Leib und Leben unterstützen können. Hierbei ist dankbar und anerkennenswert zu betonen, dass sehr viele Mitarbeitende schon jetzt freiwillig unterstützend tätig sind. Weiterhin haben die Senatsverwaltung und die BSR den Bezirksämtern angeboten, dass an prioritär bewerteten öffentlichen Orten die BSR beauftragt wird, die Ordnungsämter bei der Beseitigung von Eisglätte aktiv zu unterstützen. Der Fokus wird hier auf die für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt essentiellen Standorte gelegt. Dazu gehören z.B.: Hiervon unbenommen gilt weiterhin die gesetzliche Räumpflicht für die jeweils verantwortlichen Eigentümer. Eine weitere Abstimmungsrunde zum gemeinsamen Vorgehen zur Bewältigung der extremen Glätte ist für den morgigen 2. Februar vereinbart. Senatorin Ute Bonde: „Ich bedanke mich bei den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die in der aktuellen Situation Verantwortung übernehmen und sich mit Tatkraft einsetzen, damit die Berlinerinnen und Berliner im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt sicher durch unsere Stadt kommen.
Nachbarschaft ist ein wertvolles Gut, und Lärm ist erfahrungsgemäß häufig die Ursache für Nachbarschaftsstreitigkeiten. Wenn Sie als Bauherr/in beabsichtigen, z. B. ein Mini-Blockheizkraftwerk, eine Klimaanlage, eine Luft-Wärmepumpe oder eine andere haustechnische Anlage, die eine Lärmbelästigung verursachen kann zu installieren, fordern Sie von der beauftragten Firma einen Nachweis der Einhaltung des Schallschutzes gemäß dem Leitfaden für die Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) . Der Leitfaden liegt in zwei Fassungen vor: Die in beiden Versionen des Leitfadens beschriebene Beurteilung kann mit dem Schallrechner für Luftwärmepumpen (interaktiver Assistent des Landes Sachsen-Anhalt) durchgeführt werden. Das Internetportal des Umweltbundesamtes So geht’s mit Wärmepumpen! stellt “Lösungen für typische Herausforderungen in Bestandsgebäuden” vor. Im Herbst sind große Mengen Laub von öffentlichen Wegen und Plätzen, aber auch von Privatgrundstücken zu beseitigen. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt bittet die Berlinerinnen und Berliner, auf den Einsatz von Laubbläsern und Laubsammlern zu verzichten und dem Herbstlaub mit Harke und Besen zu Leibe zu rücken. Mit Verbrennungsmotoren betriebene Laubbläser und Laubsammler bringen erhebliche Lärmbelästigungen mit sich. Die Schallleistungspegel der Geräte mit Verbrennungsmotoren liegen in einem Bereich zwischen 106 bis 112 dB(A). Das bedeutet, dass am Ohr des Benutzers noch Pegel um 100 dB(A) und im Abstand von 10 Metern noch Pegel um 80 dB(A) zu erwarten sind. Diese hohen Pegel belästigen nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner erheblich, sie können bei den Benutzerinnen und Benutzern selbst Gehörschäden verursachen. Mit Verbrennungsmotoren betriebene Laubbläser und Laubsammler stoßen auch Abgase aus. Hierbei werden Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid freigesetzt. Inzwischen gibt es leistungsstarke batteriebetriebene Laubbläser und Laubsammler, die deutlich geringere Geräuschemissionen und keine Abgase verursachen. Wenn es ein Laubbläser sein muss, empfehlen wir die batteriebetriebene Version. Der Einsatz von Laubbläsern führt zu einer Verwirbelung von Bodenpartikeln und damit auch von Bakterien, Pilzen und Sporen. Der entstehende Staub kann Krankheitserreger und Allergene enthalten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Unrat und Fäkalien (wie zum Beispiel Hundekot) enthalten sind. Auch der Einsatz von Laubsammlern kann solche Effekte hervorgerufen. Auf unbefestigten Flächen können solche Geräte die Bodenfunktion empfindlich stören, da die ökologisch wichtige Streuschicht reduziert beziehungsweise beseitigt wird. Sollte sich der Einsatz von Laubbläsern und Laubsammlern nicht vermeiden lassen, so sind die Vorschriften der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) sowie des Landes-Immissionsschutzgesetzes Berlin (LImSchG Bln) zu beachten. Danach ist die Einsatz von Laubbläsern in Berlin nur zu bestimmten Zeiten zulässig. Eine Übersicht über zeitliche Regelungen der 32. BImSchV und des LImSchG Bln bietet ein von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt erarbeitetes Schaubild: Das Umweltamt des zuständigen Bezirksamtes kann von diesen Regelungen im Einzelfall Ausnahmen zulassen. Beim Einsatz der betreffenden Geräte sollte eine Schutzausrüstung getragen werden. Hierzu gehören insbesondere ein Gehörschutz , eine Schutzbrille und ein Staubschutz . Laubbläser und Laubsammler sind darüber hinaus auch nicht für zweckfremde Reinigungsarbeiten, wie zum Beispiel die Beseitigung von Kleinabfällen, Schnee oder Streugut, zu verwenden.
Durch Niederschläge und Abwässer aus privaten Haushalten, öffentlichen Einrichtungen, Industrie und Gewerbe und Abflüssen von öffentlichem Straßenland fallen in Berlin große Mengen Regen- und Abwasser an, die abgeleitet und ggf. gereinigt werden müssen. In den Klärwerken wurden 2017 pro Tag rund 717.000 m 3 Abwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industrie, öffentlichen Einrichtungen sowie Regenwasser aus Berlin und dem Umland behandelt. Diese Menge entspricht gut 8 m 3 /s und damit etwa 15 % des Abflusses der Unterhavel unterhalb Berlins bei mittlerer Wasserführung. Mit dem in Berlin anfallenden Abwasser könnte der Große Wannsee in drei Wochen gefüllt werden. Zur Abwasserableitung steht ein von den Berliner Wasserbetrieben (BWB) unterhaltenes Kanalnetz von insgesamt 9.725 km Länge zur Verfügung. Es wurde nach zwei verschiedenen Systemen, dem Misch- und dem Trennsystem , angelegt und besteht aus 4.403 km Schmutzwasser-, 1.928 km Mischwasser-, und 3.324 km Regenwasserkanälen sowie zahlreichen Sonderkanälen und Sonderbauwerken wie Regenüberläufen, Regenbecken und Dükeranlagen. Das dort gesammelte Abwasser wird mit Hilfe von 163 Pumpwerken über ein 1.183 km langes Abwasserdruckrohrnetz den Klärwerken zugeführt (Abgeordnetenhaus Berlin 2015). Die Mischwasserkanalisation entstand 1873 nach einem Entwurf von James Hobrecht und entwässerte das gesamte Stadtgebiet des damaligen Berlins. Die bis 1920 selbständigen Städte und Gemeinden um Berlin legten ihre Kanalisation dagegen hauptsächlich nach dem Trennsystem an. Nach der Eingemeindung wurden die Anlagen zum heutigen System zusammengefasst. Die Entwässerungsgebiete sind nach Flussläufen und Schifffahrtskanälen ausgerichtet und folgen den unterschiedlichen Höhenverhältnissen. Die Grenzen der Entwässerungsgebiete verlaufen unabhängig von den Stadtbezirksgrenzen. Etwa vier Fünftel der kanalisierten Gebiete in Berlin werden nach dem Trennsystem und ein Fünftel nach dem Mischsystem entwässert. Trennsystem Im Trennsystem werden Schmutzwasser und Regenwasser in zwei voneinander getrennten Kanalisationsnetzen abgeleitet. In den Schmutzwasserkanälen gelangt das häusliche, gewerbliche und industrielle Abwasser zu den Pumpwerken. Von hier wird es über Druckrohrleitungen zu den Klärwerken Ruhleben, Münchehofe, Schönerlinde, Waßmannsdorf, Wansdorf und Stahnsdorf geleitet. Das gereinigte Abwasser der Klärwerke wird in die Gewässer eingeleitet. An den Pumpwerken existieren zumeist Notauslässe , über die bei technischen Defekten das Abwasser in die Vorfluter abgeleitet wird. Von den 72 Notauslässen führen 26 zur Spree, 2 zur Dahme, 19 zur Havel und 18 zum Teltowkanal; 5 führen zu stehenden Oberflächengewässern und 2 Notauslässe führen über Schmutzwasserkanäle zu anderen Pumpwerken. Die Notauslasstätigkeit ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. Die Regenwasserkanäle nehmen Niederschläge von versiegelten Flächen sowie Kühlwasser aus Betrieben und Wasser aus Entwässerungsgräben auf und leiten dieses direkt in kleinere oder größere Oberflächengewässer. Sehr große Stadtflächen entwässern in zum Teil sehr kleine Aufnahmegewässer. Insgesamt werden durch das Trennentwässerungssystem rund 48 Mio. m 3 Regenwasser pro Jahr in die Gewässer eingeleitet (SenStadtUm 2013). Das Regenwasser aus der Trennkanalisation ist durch Staub, Luftschadstoffe, Abrieb der Straßendecke und der Autoreifen, Ölverluste, Laub, Exkremente von Tieren, Streugut im Winter usw. stark verunreinigt . Besonders in kleinen stehenden Gewässern und Kanälen mit relativ geringem Wasservolumen kommt es nach stärkeren Regenfällen immer wieder zu Fischsterben. Verantwortlich hierfür sind Zehrungsprozesse durch den sofort einsetzenden Abbau der eingeschwemmten organischen Stoffe und dem damit verbundenen Sauerstoffverbrauch. Um die Belastung der Gewässer zu reduzieren, werden an den Haupteinleitungsstellen Regenbecken und Retentionsbodenfilter zur Reinigung des Regenwassers errichtet. Bis 2018 konnten 24 Anlagen zur Regenwasserreinigung von den Wasserbetrieben in Betrieb genommen werden, außerdem wurden mehr als 10 weitere Anlagen an den Autobahnen errichtet. Weiterhin existieren am Innenstadtrand einige Gebiete, die, ursprünglich mit Mischkanalisation ausgestattet, nachträglich mit einer Regenwasserkanalisation versehen wurden (modifiziertes Mischsystem). Das Regenwasser wird dort in die Regenüberlaufkanäle der Mischkanalisation eingeleitet. Mischsystem Dieses System entwässert nahezu vollständig die alten Stadtkerne von Berlin und Spandau sowie das Gebiet des Inneren S-Bahnringes. In der Mischwasserkanalisation werden häusliches, gewerbliches und industrielles Schmutzwasser sowie Regenwasser gemeinsam in einem Kanal gesammelt und zur nächsten Pumpstation geleitet. Von hier aus nimmt das Mischwasser in der Regel den gleichen Weg wie das Schmutzwasser der Trennkanalisation. Im Mischsystem befinden sich neben Regenentlastungsanlagen auch Stauraumkanäle und Regenüberlaufbecken, die bei Niederschlägen das Mischwasser speichern und zeitverzögert dem Klärwerk zuleiten. 2017 waren 18 solcher Anlagen in Betrieb. Bei kurzen Starkregenfällen sind sie in der Lage, das übergelaufene Mischwasser vollständig aufzufangen. Ausnahmen gibt es bei länger anhaltenden, intensiven Regenereignissen. Wenn das Wasser dann eine bestimmte Höhe in der Kanalisation erreicht, oder wenn die Pumpwerke das anfallende Wasser nicht mehr bewältigen können, fließt das Mischwasser, das bei Starkregen überwiegend aus Regenwasser besteht (Verhältnis Schmutz- zu Regenwasser ca. 1:9), über die Regenüberlaufkanäle ungereinigt in die Gewässer. Mischwasserüberläufe sind witterungsabhängig. Die Jahresauswertungen zeigen, wie stark Mischwasserüberläufe schwanken. In dem Zeitraum 2007 bis 2017 schwankte die Anzahl der Tage mit registriertem Mischwasserüberlauf zwischen 33 und 60 Tagen pro Jahr und die Überlaufmenge zwischen 2,1 und 7,5 Mio. m 3 pro Jahr. Bei der Bewertung der Tage mit registriertem Mischwasserüberlauf ist zu beachten, dass Regenereignisse häufig lokal auftreten und daher Mischwasserüberläufe räumlich und zeitlich begrenzt sind. Um die Umweltziele nach Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen sowie die Auflagen der wasserbehördlichen Erlaubnis für die Einleitung von Mischwasser in die Berliner Gewässer zu erfüllen, besteht ein Bauprogramm der BWB und des Senates zur Schaffung von insgesamt 300.000 m 3 Stauraumkapazität (bisher gibt es etwa 235.000 m 3 Speichervolumen) bis zum Jahr 2024 in der innerstädtischen Mischkanalisation. Dies wird Überlaufhäufigkeiten und –mengen von Mischwasser in das Berliner Gewässernetz deutlich verringern. Gebiete ohne Regenwasserkanalisation In den Außenbereichen der Stadt existieren Gebiete mit Schmutzwasserkanalisation, die aber nicht regenwasserkanalisiert sind. Das Regenwasser versickert in diesen Gebieten in den Untergrund. Gebiete ohne Schmutzwasserkanalisation Trotz erheblicher Anstrengungen der Berliner Wasserbetriebe sind noch nicht alle Siedlungsgebiete an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen. In den bebauten, aber nicht kanalisierten Siedlungsbebieten Berlins wird das Schmutzwasser in abflusslosen Sammelbehältern gesammelt und durch zugelassene Abfuhrunternehmen über die Klärwerke entsorgt. Zur Dokumentation der Entwässerungssituation hinsichtlich der Ableitung von Regenwasser in die Gewässer wurde eine getrennte Karte erarbeitet, die die Einzugsgebiete der Regenwasserkanalisation zeigt (02.09.2). In dieser Karte ist jeder baulich genutzten und an die Regenwasserkanalisation angeschlossenen Fläche das Gewässer zugeordnet, in das das Regenwasser abgeleitet wird.
Monatsflyer Januar2018 "Streumittel - ohne Salz geht's auch"
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 36 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 15 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 10 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 30 |
| Text | 17 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 9 |
| Offen | 37 |
| Unbekannt | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 48 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
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| Archiv | 1 |
| Bild | 2 |
| Dokument | 6 |
| Keine | 30 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 14 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 34 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 36 |
| Mensch und Umwelt | 49 |
| Wasser | 30 |
| Weitere | 47 |