Die Lebensbedingungen der Baumvegetation in industriellen Ballungsgebieten sowie an Stadt- und Fernstrassen werden zunehmend unguenstiger. Eine natuerliche und zuverlaessige Informationsquelle fuer oekologische Veraenderungen stellen die Jahresringe der Baeume dar, die die Umwelteinfluesse in Form ihrer Struktur, Breite oder chemischen Zusammensetzung jahrgenau dokumentieren. Mit Hilfe dieses Konzeptes werden die Einwirkungen von Emissionen, Streusalz, Grundwasserabsenkungen usw. auf die Vitalitaet der Baeume rekonstruiert und beurteilt.
Zielsetzung: Entwicklung eines In-vitro-Vermehrungsprotokolls für Acer pseudoplatanus anhand von Pflanzenmaterial aus selektierten Elite-Bäumen. Der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) ist in Europa weit verbreitet, da er sowohl als Park- und Alleebaum, als auch in der Forstwirtschaft eine wichtige Bedeutung hat. Wegen der großen Blätter bietet er an Straßen relativ guten Lärmschutz, wobei die Empfindlichkeit gegen Streusalz von Nachteil ist. Als waldbaulich und ökologisch wertvolle Mischbaumart dient der Berg-Ahorn aufgrund seiner aus Verzweigung entstandenen Herzwurzel der Bodenverbesserung. Das qualitativ wertvolle Holz zählt zu den Edellaubhölzern und erzielt bei hochwertigen Stämmen Preise von mehreren tausend Euro. Häufig vermehrt sich der Berg-Ahorn von allein. Er kann aber auch gezielt aus Samen oder Stecklingen herangezogen werden. Zur Erzielung einer höheren Vermehrungsrate wird an der HBLFA für Gartenbau für Acer pseudoplatanus ein In-vitro-Vermehrungsprotokoll entwickelt. Von selektierten Elite-Bäumen wird juveniles Pflanzenmaterial beprobt und in vitro etabliert. Nach erfolgreicher In-vitro-Etablierung erfolgt in weiterer Folge die Methodenentwicklung für die In-vitro-Vermehrung, In-vitro-Bewurzelung und Akklimatisierung im Gewächshaus. Bei erfolgreichem Projektabschluss sind weitere wissenschaftliche Tätigkeiten in Bezug auf Entwicklung eines In-vitro-Protokolls zur Induktion von Salztoleranz (Streusalzempfindlichkeit bei Acer pseudoplatanus sehr hoch) geplant.
Die Bestaendigkeit poroeser Baustoffe, die der Witterung und Atmosphaere sowie anderen korrosiven Einfluessen, wie z.B. bei Stahlbetonbruecken dem Einfluss von Streusalzen, ausgesetzt sind, wird massgebend von der Struktur des Stoffes und der Feuchtigkeitsaufnahme bzw. -abgabe bestimmt. Das Eindringen aggressiver Stoffe haengt nicht nur vom momentanen Feuchtigkeitsgehalt in den Poren des Baustoffs ab, sondern offenbar auch von instationaerem Wassertransport, der durch Aenderungen, vor allem der Feuchtigkeit in der Umgebung der Bauteiloberflaechen hervorgerufen wird. Bei Baustoffen, die hinsichtlich Diffusionswiderstand und thermodynamischem Verhalten aus unterschiedlichen Stoffen aufgebaut sind (Beispiel: Beton, Stahl- und Spannbeton, mit Kunststoffen beschichtete poroese Stoffe), ist eine theoretische Betrachtung dieser Vorgaenge im Mikrogefuege kaum moeglich. Mit der Mikrowellenmesstechnik sollen die Wassergehaltsaenderungen und damit der Wassertransport bei Einwirkung verschiedener Umgebungsbedingungen untersucht werden, um die Ablaeufe bei Korrosionsvorgaengen genauer verstehen bzw. Massnahmen fuer besseren Korrosionsschutz ableiten zu koennen.
jegliche interne Kommunikation (zB E-Mails, Briefe, Telefonvermerke) zum Thema Streusalz/Straßenräumung in diesem Jahr (bis einschließlich 8.2.26)
Zonierung der Vegetation am Strassenrand, Oekotypenbildung, Aenderung der Bodeneigenschaften, Holzzuwachs bei Baeumen, Jahresringchronologie von schaedlichen Umwelteinfluessen.
Die Stadtreinigung Hamburg führt den Winterdienst für den Radverkehr im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit auf einem ausgewählten Streckennetz durch, das durch die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende festgelegt wurde. Das Streckennetz besteht aus verschiedenen Radverkehrsanlagen wie z.B. baulich abgesetzte Radwege, gemeinsame Geh- und Radwege, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Protected Bike Lanes sowie Fahrradstraßen. Auf den übrigen Radverkehrsanlagen findet kein regelhafter Winterdienst durch die Stadtreinigung Hamburg statt. Die Anliegerinnen und Anlieger sind nicht zum Winterdienst auf ausschließlich dem Fahrradverkehr dienenden Flächen zuständig. Die SRH sichert bauliche Radwege gemäß den Vorgaben des Hamburgischen Wegegesetzes mit abstumpfenden Streumitteln, vorrangig feinkörniger Kies. Der Einsatz von Feuchtsalz bzw. Salz kann gemäß der gesetzlichen Regelung nur für Strecken auf Fahrbahnniveau erfolgen, wie z.B. Fahrradstraßen, Radfahr- und Schutzstreifen etc. Dies erfolgt überall dort, wo es betrieblich und logistisch möglich ist. Der Winterdienst erfolgt maschinell mit großen und kleinen Streufahrzeugen. Alle Strecken werden zweimalig und (soweit betrieblich möglich) auch durchgängig bearbeitet. Die Bearbeitung startet so frühzeitig, dass der 1. Bearbeitungsdurchgang vor Beginn des Berufsverkehrs bzw. der Hauptnutzungszeit durchgeführt wird. Neben den Radverkehrsanlagen ist die Stadtreinigung Hamburg für den Winterdienst auf Fahrbahnen verantwortlich. Es werden zunächst wichtige Hauptverkehrsstraßen, Strecken mit Buslinienverkehr bearbeitet. Danach werden die Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen gesichert.
Die Auswirkung von Kaliumkarbonat in verschiedenen Aufwandmengen, verglichen mit Natriumchlorid, auf das Wachstum von Tilia cordata-Baeumen wird in einem mehrjaehrigen Freiland-Gefaessversuch getestet. Es werden Biomasse-Produktion, Blattflaeche und Wurzelwachstum der Baeume gemessen und das Topfsubstrat analysiert. In einer weiteren Monitoring-Studie werden Blattflaeche und Schaedigungsgrad der Blaetter von Baeumen einer Monitoringsflaeche, die mit verschiedenen Streukonzentrationen behandelt wurden, untersucht.
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt schafft die rechtliche Voraussetzung zum Einsatz von Auftaumitteln, beispielsweise Tausalz, und übernimmt zentral die Steuerung zur Bekämpfung der extremen und anhaltenden Glatteis-Situation. Zudem wird sie verschiedene Handlungsfelder koordinieren. Grundlage für den Einsatz von Auftaumitteln ist eine Allgemeinverfügung, die Senatorin Bonde nun in Anbetracht der extremen, anhaltenden Glätte auf den Gehwegen erlässt, nachdem das Abgeordnetenhaus die Initiative zu einer Gesetzesanpassung des Berliner Straßenreinigungsgesetzes bislang nicht aufgegriffen hat. Bereits am 12. Januar 2026 hat Verkehrs- und Umweltsenatorin Ute Bonde das Parlament gebeten, schnellstmöglich die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass in Fällen von extremer Glätte ausnahmsweise die Verwendung von Auftaumitteln ermöglicht werden kann. Ein vorgeschlagener Dringlichkeitsantrag wurde bislang nicht aufgegriffen, sodass Senatorin Bonde nun entschieden hat, die exekutiven Möglichkeiten vollumfänglich auszuschöpfen, um die Sicherheit auf Berlins Gehwegen wiederherzustellen. Zudem wird heute in einem Auftakttreffen mit den Bezirken und landeseigenen Unternehmen, hier insbesondere BSR und BWB, verabredet, sämtliche verfügbaren Ressourcen für die Glättebekämpfung einzusetzen. Ziel ist ein abgestimmtes Vorgehen der öffentlichen Hand und der gleichzeitige Appell an die Berlinerinnen und Berliner, gemeinsam gegen die Glätte anzugehen. Unbenommen dessen ist die Verantwortlichkeit für den Winterdienst von Gehwegen im Straßenreinigungsgesetz klar geregelt und liegt in der Verantwortung der jeweiligen Grundstückseigentümer.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr Klimaschutz und Umwelt: „Die Sicherheit aller Berlinerinnen und Berliner liegt mir stets am Herzen, gerade auch in der Winterzeit bei Schnee und Eis. Deswegen nehme ich die aktuelle Situation, insbesondere auf unseren Gehwegen, zum Anlass, das Parlament zu bitten, schnellstmöglich die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass wir in Fällen von extremer Glätte ausnahmsweise die Verwendung von Tausalz ermöglichen können.“ Diese für derartige Ausnahmesituationen angedachte Ermächtigungsgrundlage der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt soll es Hauseigentümern im Rahmen ihrer nach wie vor bestehenden Winterdienstpflicht zukünftig ermöglichen, der Glätte auch durch Tausalz zeitlich begrenzt zu begegnen. Damit soll sichergestellt werden, dass gerade auch Ältere und Menschen mit eingeschränkter Mobilität auch bei Winterglätte sicher durch die Stadt kommen. Bei einer Entscheidung über einen möglichen Einsatz von Tausalz muss gründlich abgewogen werden: Der Schutz und die Sicherheit aller Berlinerinnen und Berliner im öffentlichen Raum muss gewährleistet sein. Gleichzeitig gilt es, die Auswirkungen von Tausalz auf die Umwelt, insbesondere die Straßenbäume, die Vegetation im Allgemeinen und der Reinhaltung des Grundwassers im Blick zu halten.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 97 |
| Kommune | 2 |
| Land | 35 |
| Weitere | 2 |
| Wissenschaft | 31 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 84 |
| Kartendienst | 1 |
| Taxon | 1 |
| Text | 33 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 32 |
| Offen | 89 |
| Unbekannt | 4 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 124 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 4 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 16 |
| Keine | 92 |
| Multimedia | 1 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 23 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 98 |
| Lebewesen und Lebensräume | 116 |
| Luft | 94 |
| Mensch und Umwelt | 125 |
| Wasser | 90 |
| Weitere | 125 |