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Ingenieurausbildung

Im Rahmen der engen Kooperation mit der Universität Kassel wirkt das ISET durch vielfältige Maßnahmen an der Ingenieurausbildung mit. So werden zahlreiche Lehrveranstaltungen zur elektrischen Energietechnik der erneuerbaren Energien und der rationellen Energieverwendung von Wissenschaftlern des ISET angeboten. Studierendearbeiten im Rahmen von Diplom- und Studienarbeiten sowie als studentische Hilfskräfte an den FuE-Projekten des Instituts mit und gewinnen dadurch vertiefte Erkenntnisse und praktische Erfahrungen. Das ISET trägt so ganz wesentlich zu den Schwerpunktbereichen Erneuerbare Energien und Rationelle Energieverwendung des Diplomstudiengangs Elektrotechnik bei. Aber auch andere Studiengänge, z. B. der Aufbaustudiengang Energie und Umwelt, profitieren von diesen Aktivitäten. Auf dem Gebiet der energetischen Biomassenutzung und der energieeffizienten Wasserbehandlung konzentrieren sich die Ausbildungsaktivitäten derzeit auf die Betreuung von Studien- undDiplomarbeiten. Auch hier wird eine Erweiterung des Engagements angestrebt und spezielle Lehrveranstaltungen zu dieser Thematik sind in Vorbereitung.

AGEE-Stat aktuell - Nr.: 3/2025

Liebe Leser*innen, anbei erhalten Sie den neuen Newsletter der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik. Dieser präsentiert ihnen eine Kurzzusammenfassung der aktuellen Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres 2025 und den Link zu den vollständigen Daten. Darüber hinaus möchten wir auf aktuelle Arbeitsergebnisse hinweisen, wie die kürzlich erschienen aktualisierten Zeitreihen der Jahre 1990 bis 2024 sowie veröffentlichte Forschungsberichte und Publikationen mit Bezug zur Erneuerbaren Energien-Statistik. Eine interessante Lektüre wünscht das Team der Geschäftsstelle der AGEE-Stat am Umweltbundesamt Monatsbericht Plus: „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2025“ veröffentlicht Bei der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien zeigen die ersten drei Quartale 2025 unterschiedliche Entwicklungen in den Sektoren: Während die erneuerbare Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1 Prozent zurückging, stieg die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien nach vorläufigem Kenntnisstand um etwa 8 Prozent und der Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Energien im Verkehr um circa 6 Prozent an. Schwache Stromerzeugung aus Windenergie und Wasserkraft lässt erneuerbare Stromerzeugung sinken. Insgesamt wurde in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 mit knapp 217 Terawattstunden (TWh) etwa 1 Prozent weniger erneuerbarer Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum (knapp 220 TWh). Bei der Photovoltaik (plus 19 Prozent) machte sich der starke Zubau der letzten Monate sowie die teilweise sehr sonnige Witterung in der ersten Jahreshälfte bemerkbar. So wurde erstmals in den ersten drei Quartalen eines Jahres mehr Strom durch Photovoltaikanlagen produziert als durch Windenergieanlagen an Land. Bei der Stromerzeugung aus Windenergie sorgte ein sehr windarmes Frühjahr für einen kräftigen Rückgang (an Land und auf See insgesamt minus 11 Prozent). Photovoltaik und Windkraft stellten zusammen mehr als drei Viertel des erneuerbaren Stroms bereit. Die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen war wegen der sehr trockenen Witterung im Frühjahr und Sommer stark rückläufig (minus 25 Prozent). Die Stromerzeugung aus Biomasse ging um 3 Prozent zurück. Kältere Witterung und mehr Wärmepumpen lassen Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien steigen. Hingegen stieg die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien nach vorläufigem Kenntnisstand um etwa 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Insgesamt wurden knapp 138 Terawattstunden (TWh) Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien bereitgestellt. Eine Ursache für das Wachstum war die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und der damit verbundene höhere Heizwärmebedarf. In Folge wurden etwa 14 Prozent mehr Biomasse in Haushalten und im Sektor „Gewerbe, Handel, Dienstleistungen“ (GHD) zu Heizzwecken eingesetzt. Gleichzeitig stieg auch die Nutzung von Wärme aus Solarthermieanlagen aufgrund der sonnigen Witterung um 4 Prozent. Die nutzbar gemachte Wärme aus tiefer Geothermie sowie aus oberflächennaher Geothermie und Umweltwärme (Wärmepumpen) nahm darüber hinaus um rund 17 Prozent zu. Maßgeblicher Treiber waren weitere Neuinstallationen von Wärmepumpen in Deutschland. Steigender Einsatz von Biokraftstoffen sowie zunehmende E-Mobilität sorgen für Wachstum des Endenergieverbrauchs erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich. Im Verkehrsbereich ergibt eine Schätzung für die ersten drei Quartale einen leicht gestiegenen Einsatz von Biodiesel, Bioethanol und insbesondere auch von Biomethan. In Summe stieg der Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 2 Prozent an. Beim Einsatz von erneuerbarem Strom im Verkehr ergänzen sich zwei Entwicklungen. So wuchs der Bestand an E-Autos und damit der Stromverbrauch im Verkehr weiter deutlich, gleichzeitig blieb der Anteil an „grünem Strom“ im Strommix im Jahresverlauf in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die rechnerisch ermittelte im Verkehr eingesetzte erneuerbare Strommenge stieg damit um über 20 Prozent auf 8,5 Terawattstunden (TWh). Ausführliche Informationen, Grafiken und Tabellen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland für das erste bis dritte Quartal des Jahres 2025 finden Sie in unserem kürzlich veröffentlichten „Monatsbericht-PLUS+“. Aktualisierte Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien veröffentlicht Die aktualisierten Zeitreihen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland mit Datenstand September 2025 sind veröffentlicht. Sie bilden die Entwicklung der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr in den Jahren 1990 bis einschließlich 2024 ab und basieren unter anderem auf den aktuell vorliegenden, teilweise vorläufigen amtlichen Daten. Innerhalb der Zeitreihen findet sich ab dieser Berichtsrunde das neu ergänzte Tabellenblatt 4.1 mit einer Zusatzdifferenzierung der installierten Brutto- und Nettoleistung nach Leistungsklassen zum Energieträger Photovoltaik. Darüber hinaus wurde ein Tabellenblatt zu den Anteilswerten erneuerbarer Energien nach europäischer Berichterstattung (Blatt 2.1) ergänzt sowie das Datenblatt zum Endenergieverbrauch im Verkehr weiterentwickelt (Blatt 6). Die aktualisierten Zeitreihendokumente sind auf der UBA-Themenseite „Erneuerbare Energien in Zahlen“ veröffentlicht. Die Zeitreihendokumente sind dabei in Deutsch ( Excel | PDF ) und Englisch ( Excel | PDF ) verfügbar. Die zugehörigen Abbildungen zum Stand der erneuerbaren Energien sind ebenfalls auf der Themenseite zu finden. Tagungsband veröffentlicht: UBA-AGEE-Stat Fachtagung „Erneuerbare Energien in Gebäuden – Herausforderungen für Statistik und Berichterstattung“ am 24. Juni 2025 Die AGEE-Stat und das Umweltbundesamt veranstalteten am 24. Juni 2025 eine Fachtagung zum Thema „ Erneuerbare Energien in Gebäuden – Herausforderungen für Statistik und Berichterstattung “. In Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und energiestatistischen Akteuren wurden aktuelle Arbeitsergebnisse vorgestellt und mit Stakeholdern und Nutzer*innen dieser Daten zu aktuellen Herausforderungen in Statistik und Berichterstattung diskutiert. Der Tagungsband, der die Vorträge und die wesentlichen Diskussionsstränge während der Tagung festhält, ist nun zusätzlich zu den präsentierten Vorträgen veröffentlicht. Kurzgutachten veröffentlicht: Steckersolargeräte: Statistische Untersuchungen zu Anzahl, installierter Leistung und Selbstverbrauch Wissenschaftliche Analysen zu ausgewählten Aspekten der Statistik und zur Unterstützung der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik Zwischen 2018 und 2025 hat ein Konsortium namhafter wissenschaftlicher Institute unter Leitung des Leipziger Instituts für Energie GmbH ausgewählte Aspekte der Statistik erneuerbarer Energien analysiert und die AGEE-Stat bei der kontinuierlichen Validierung, methodischen Weiterentwicklung sowie Ergänzung und Fortschreibung unterstützt. Anknüpfend an die methodischen Ansätze und Zeitreihen der AGEE-Stat greifen die resultierenden Fachberichte energiestatistische Besonderheiten der einzelnen erneuerbaren Energieträger auf und entwickeln neue fortschreibbare Statistikansätze (z.B. zum eigenerzeugten Selbstverbrauch): Fachbericht Biomasse (DBFZ) Fachbericht Biomethan (dena) Fachbericht Erneuerbare Kälte (IE Leipzig) Fachbericht Geothermie (IE Leipzig) Fachbericht Photovoltaik (Fraunhofer-ISE) Fachbericht Solarthermie (Hamburg-Institut) Fachbericht Wärmepumpen (Fraunhofer-ISE) Fachbericht Wasserkraft (FWT) Fachbericht Windkraft (UL International) Neue Datenplattform für Zeitreihen zu erneuerbaren Energien: AGEE-Stat-Daten jetzt im DataCube des Umweltbundesamtes verfügbar Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) stellt ihre regelmäßig veröffentlichten Zeitreihen und Kennzahlen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland ab sofort über den DataCube des Umweltbundesamtes (UBA) bereit. Damit sind zentrale Daten erstmals maschinenlesbar über eine API-Schnittstelle abrufbar. Zum Start stehen die wichtigsten Zeitreihen zur Stromerzeugung, zur Nutzung im Wärme- und Verkehrssektor und zum Ausbau erneuerbarer Energien zur Verfügung. Das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden, um Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit einen noch einfacheren und aktuelleren Zugang zu Energiedaten zu ermöglichen.

Endverbrauchspreise der Energieträger für die Treibhausgas-Projektionen 2025

Die Publikation dokumentiert die methodischen Grundlagen und Annahmen zur Ermittlung der Endverbrauchspreise der Energieträger für die ⁠ Treibhausgas ⁠-Projektionen 2025. Ausgangspunkt sind die in den Rahmendaten definierten Brennstoff- und CO₂-Bepreisungspfade. Über Annahmen zu den jeweiligen weiteren Preisbestandteilen werden die entsprechenden Endverbrauchspreise ermittelt und dargestellt. Die Analyse umfasst die Preisbildung von Erdölprodukten, Erdgas, Strom, Fernwärme, ⁠ Biomasse ⁠ und Wasserstoff unter Berücksichtigung von Beschaffungs- und Vertriebskosten, Steuern, Abgaben sowie Netzentgelten. Veröffentlicht in Treibhausgas-Projektionen für Deutschland.

Vorbereitung und Begleitung bei der Erstellung eines Erfahrungsberichtes gemäß § 99 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) zum spartenspezifischen Vorhaben 'Stromerzeugung aus Biomasse, Gülle, Biomethan sowie Klär-, Deponie- und Grubengas'

Strom aus Biomasse - Installierte Leistung (Plan.-Reg.)

Die Karte zeigt die Summe der installierten Leistungen der Biomasseanlagen für die Planungsregionen (Plan.-Reg.) in Bayern.

Ressortforschungsplan 2024, Empfehlungen zur Umsetzung der Anforderungen gemäß Richtlinie (EU) 2023/2413 Artikel 29 -31 a, Anhang V und VI sowie der Durchführungsverordnungen (EU) 2022/996 und (EU) 2022/2448

Mit Inkrafttreten der überarbeiteten Richtlinie (EU) 2023/2413 für erneuerbare Energien (RED) am 20. November 2023 wurden unter anderem neue Anforderungen an die Nachhaltigkeitskriterien und die Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung bei der Förderung von Stromerzeugung und der Herstellung von Kraftstoffen aus Biomasse aufgestellt. Zur nationalen Umsetzung müssen die Biostrom-Nachhaltigkeits-VO (BioSt-NachV) und die Biokraftstoff-Nachhaltigkeits-VO (Biokraft-NachV) angepasst werden. Dazu sollen EU-rechtlich unbedingt erforderlichen Anpassungserfordernisse, sowie der Handlungsspielraum für national darüberhinausgehende Regelungen ermittelt werden. Es sind die jeweiligen Auswirkungen der Regelungsoptionen auf die Nutzung relevanter Biomasseströme sowie auf Biodiversität, Luft- und Bodenqualität abzuschätzen. Darüber hinaus sollen vor dem Hintergrund des Biodieselskandals und der vermuteten Betrugsfälle bei der Biokraftstoffdeklaration in 2023 Möglichkeiten geprüft werden, das nationale Zertifizierungs- und Nachhaltigkeitsnachweisverfahren im Hinblick auf eine verbesserte Betrugsprävention auszugestalten.Unter enger Einbindung der Branche sollen konkrete Umsetzungsempfehlungen anhand von Praxisbeispielen erarbeitet werden.Im Sinne einer Optimierung des bestehenden Systems soll darüber hinaus das bestehende Verfahren zur Aufnahme eines Rohstoffes in Codeliste das nachhaltigen Biomassesystems NABISY (Nabisy-Biomasse-Codeliste) qualitativ verbessert und damit nachvollziehbarer und nachhaltiger gestaltet werden. Darüber hinaus sollen Vorschläge für Inhalt und Format einer regelmäßigen Evaluierung der Nachhaltigkeitsverordnungen erarbeitet werden. Dies schließt auch Vorschläge zur Revision der bisherigen Fortschrittsberichte der BLE ein.

en: "Greenhouse gas projections 2025 for Germany - final consumer prices of energy sources",de: "Treibhausgas-Projektionen 2025 für Deutschland - Endverbrauchspreise der Energieträger"

en: "The data basis for the final consumer prices of the energy carriers are the fuel and CO2 pricing pathways of the framework data for the greenhouse gas projections 2025. The authors have made further assumptions regarding the individual price components (procurement and distribution costs, taxes, levies and network charges) in order to calculate the final consumer prices. The dataset includes final consumer prices of petroleum products, natural gas, electricity, district heating, biomass and hydrogen (Translated with eTranslation - The European Commission's Machine Translation System, https://commission.europa.eu/resources-partners/etranslation_en).",de: "Die Datengrundlage für die Endverbrauchspreise der Energieträger sind die Brennstoff- und CO2-Bepreisungspfade der Rahmendaten für die Treibhausgas-Projektionen 2025. Die Autoren haben weitere Annahmen in Bezug auf die einzelnen Preisbestandteile (Beschaffungs- und Vertriebskosten, Steuern, Abgaben und Netzentgelte) getroffen, um die Endverbrauchspreise zu berechnen. Der Datensatz umfasst die Endverbrauchspreise von Erdölprodukten, Erdgas, Strom, Fernwärme, Biomasse und Wasserstoff."

Monitoring 'Nachwachsende Rohstoffe'

In dem Monitoring-Vorhaben soll untersucht werden, wie sich seit der Vorlage des Berichts 'Nachwachsende Rohstoffe' der Enquete-Kommission 'Technikfolgenabschaetzung und -bewertung' der Kenntnisstand zu nachwachsenden Rohstoffen (NR) entwickelt hat und welche weiteren Fortschritte zu erwarten sind. Das bestehende Informationsangebot soll ergaenzt werden durch eine Abfolge von Berichten, die nicht auf spezialwissenschaftliche Interessen, sondern auf den politischen Entscheidungsbedarf ausgerichtet sind, und die nicht das sehr breite Gesamtspektrum der NR behandeln, sondern ausgewaehlte Bereiche (Produktlinien). Fuer die jeweils in den Mittelpunkt gerueckte Gruppe von Produktlinien wird dabei auf wichtige Entwicklungen in den letzten fuenf Jahren eingegangen, die den Stand von Wissenschaft und Technik, die agraroekonomischen Rahmenbedingungen, die Perspektiven der Verwendung und Vermarktung, die Bewertung und die Foerderung veraendert haben und den aktuellen Stand praegen. Dies entspricht der Frage: Welche wesentlichen Veraenderungen haben sich in den letzten fuenf Jahren ergeben, und wo stehen wir gegenwaertig? Die ueber diese Uebersichtsdarstellung hinaus zu behandelnden Fragen sind dann: Welche moeglichen Fortschritte erscheinen in den naechsten 5-10 Jahren sowie langfristig erreichbar? Welche wesentlichen Innovationshemmnisse bestehen? Welche Massnahmen und Rahmenbedingungen bei Forschung, Entwicklung, Demonstration, Foerderung, Markteinfuehrung waeren Voraussetzung zur Realisierung der moeglichen Fortschritte? Welche der moeglichen Fortschritte erscheinen angesichts des Spektrums an Vor- und Nachteilen als erstrebenswert? Als erstes Thema wurde aufgrund des grossen Einsatzpotentials, der klimapolitischen Bedeutung und des politischen Entscheidungsbedarfs 'Verbrennung von Biomasse zur Waerme- und Stromerzeugung' behandelt Der zweite Sachstandsbericht beschaeftigt sich mit der Vergasung und Pyrolyse von Biomasse. Der dritte Sachstandsbericht ueber 'Pflanzliche Oele und andere Wertstoffe aus Pflanzen' ist im November 1997 erschienen.

Reallabor zur Herstellung von FT-Treibstoffen und SNG aus Biomasse und biogenen Reststoffen für die Land- und Forstwirtschaft (FT/SNG-Reallabor)

Bedeutung des Projekts für die Praxis: Der fortschreitende Klimawandel macht es unabdingbar, möglichst rasch konkrete und wirk-same Maßnahmen einzuleiten, um weitergehende Folgen für Mensch und Natur zu verhin-dern. Dabei sind alle Branchen gefordert, entsprechende Konzepte zu erarbeiten und auch rasch umzusetzen. Für die Land- und Forstwirtschaft heißt das kompakt zusammengefasst 'Raus aus dem Öl'. Der Energieverbrauch der Landwirtschaft ist mit 22 PJ vergleichsweise gering und entspricht auch nur etwa 10 % der derzeit bereits eingesetzten Bioenergie. Umso mehr stellt sich die Frage, warum sich nicht die Land- und Forstwirtschaft selbst die nötigen Treibstoffe und synthetisches Erdgas aus Holz bzw. aus biogenen Reststoffen und Abfällen produziert? Wesentliche Kernkomponenten der dafür erforderlichen Technologien wurden in Österreich entwickelt und sind nun - auch weitgehend industriell erprobt - großtechnisch verfügbar. Die erforderlichen Ressourcen in Bezug auf Holz und biogene Rest- und Abfallstoffe sollten vorhanden sein, wenn man davon ausgeht, dass die Wärme- und Stromerzeugung aus Biomasse künftig keine großen Wachstumsmärkte darstellen. Einerseits, da der Wärmebedarf in künftigen Gebäuden abnehmen und andererseits Strom aus anderen erneuerbaren Quellen kostengünstiger herstellbar sein wird. Für die Umstellung der kompletten Landwirtschaft auf Bioenergie wären etwa 1-2 Millionen Tonnen Biomasse bzw. biogenen Reststoffe und Abfälle erforderlich. Der dadurch von der Land- und Forstwirtschaft erzielbare Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses wäre beispielgebend für andere Branchen und auch die damit verbundene Reduktion des CO2 Footprints der Produkte könnte mittelfristig auch Wettbewerbsvorteile ergeben. Die Land- und Forstwirtschaft könnte damit ein erster Wirtschaftszweig mit voll-ständiger Energieversorgung aus erneuerbarer Energie sein. Mit einer derartigen Umstellung wird weiters die Abhängigkeit von zugekauften Treibstoffen (fossil als auch erneuerbar) minimiert und damit die Krisensicherheit erhöht. Aktuelle Ausgaben für den Diesel in der Land- und Forstwirtschaft liegen bei ca. 300 Millionen Euro bei Gesamtausgaben für die Energie in diesem Sektor von 500 Millionen Euro. Würde die Produktion der Treibstoffe und des Erdgases unter Einhaltung bestimmter Mindestgrößen für die Produktionsanlagen regional verteilt in Österreich erfolgen, würde zusätzlich eine maxi-male Wertschöpfung in den Regionen erzielt werden.

ERA-NET SUMFOREST: Untersuchung von nachhaltigem und multifunktionalem Waldmanagement unter Berücksichtigung europäischer Forst- und Bionenergiepolitiken (FutureBioEcon)

Ziel dieses Projektes ist es, nachhaltige Wege zur Verwirklichung der Bioökonomie durch europäische und nationale Politikmaßnahmen zu schaffen. Europäische und nationale Bioökonomie-politiken zielen auf eine beträchtliche Zunahme des Einschlags in Nutzwäldern ab. Dieses Projekt analysiert, wie die Waldbewirtschaftung modifiziert werden sollte, wenn alternative Holzqualitäten und Holzprodukte in zunehmenden Mengen angestrebt werden. Klimaschutz ist ein Hauptmotiv zur Steigerung der Nutzung von Biomaterialien. In diesem Projekt untersuchen wir zwei alternativen Strategien zur Maximierung des Beitrages zum Klimaschutz aus Wäldern. Wir untersuchen (i) die optimale Zuteilung der Biomasse für verschiedene Holzproduktkategorien und (ii) optimale Managementpläne (d. H. Kombination von Managementsystemen), um den Klimaschutz innerhalb der Einschränkung des gewünschten Stroms von Biomasse aus den Wäldern zu maximieren. Ziel ist es, Erkenntnisse für die Schaffung von im Wesentlichen kohlenstoffneutralen Flächengebrauchs- und Managementstrategien zu liefern. Dies wird durch die Lebenszyklusanalyse von Alternativszenarien erreicht, die sowohl Kohlenstoff-Speicherung in Wäldern und in Holzprodukten, und energetischen Biomassenutzung einschließlich der Substitutionseffekte im Vergleich zu fossilen Ressourcen analysieren. Eine umfassende Nachhaltigkeitsanalyse wird durchgeführt, um zu testen, ob und wie die steigende Nachfrage nach Waldbiomasse und Waldprodukten umweltverträglich und sozialverträglich gestaltet werden kann. Dazu kombinieren wir Ökosystemdienstleistungen (Ecosystem Services - ESS) und Biodiversitätskennzahlen mit der Lebenszyklusanalyse. Wir analysieren, wie die Bereitstellung von Waldbiomasse und Kohlenstoff-Sequestrierung mit der Erhaltung sozial wichtiger ESS Indikatoren und Biodiversität in Einklang gebracht werden kann. Unser Projekt basiert auf einer Top-down-Strategie, in der wir zuerst auf europäischer Ebene Bioenergie-Szenarien entwickeln, ihre Konsequenzen auf nationaler Ebene abschätzen und in einem zweiten Schritt auf nationaler Ebene politische Szenarien für eine detaillierte Analyse erstellen. Fallstudien beinhalten die Analyse der Verringerung des Waldbrandrisikos in Spanien (Katalonien), Quantifizierung optimaler Anteile an verschiedenen Holzproduktarten in Finnland und Schweden die einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz leisten unter Berücksichtigung des Bioenergie Sektors, der Bauindustrie und der Forstindustrie, und eine Nachhaltigkeitsanalyse des Forstsektors in drei Ländern (Finnland, Spanien und Schweden).

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