Dieser Datensatz zeigt die räumliche Verteilung der neun häufigsten ausländischen Staatsbürgerschaften in Hamburg und seinem Umland. Die Daten basieren auf dem Wohnort der befragten Personen und visualisieren den prozentualen Anteil jeder Staatsbürgerschaft an der Gesamtbevölkerung in einem 500-Meter-Hexagon-Raster. Ursprüngliche Darstellungsform im Atlas: Der Datensatz wurde im Stadt-Umland-Atlas als neun Einzelkarten für die jeweiligen Nationalitäten dargestellt. Die Staatsbürgerschaften sind in sechs Klassen unterteilt: nur wenig bewohnt, 5 bis unter 15 %, 15 bis unter 25 %, 25 bis unter 35 %, 35 bis unter 45 %, über 45 %. Datenformat: Der Datensatz enthält Vektordaten im Hexagon-Raster in einzelnen Layern nach Staatsbürgerschaften: Italien, Russland, Bulgarien, Polen, Syrien, Ukraine, Türkei, Afghanistan und Rumänien.
Die Internationale Karte der Eisenerz-Vorkommen in Europa 1 : 2 500 000 wurde 1977 fertig gestellt und von der BGR herausgegeben. Über 70 Geologen aus Europa, Nordafrika und dem Mittlerem Osten arbeiteten gemeinsam mit dem Redaktionsteam an der Kompilation der Karte und den Erläuterungen. Die Karte, die 42 Länder in 16 Kartenblättern abdeckt, zeigt mehr als 800 Eisenerz-Vorkommen. Alle bedeutenden Vorkommen (im Abbau oder stillgelegt) sind enthalten. Auch Vorkommen, die nur von genetischem oder historischem Interesse sind, wurden mit abgebildet. Detaillierte Informationen zur Internationalen Karte der Eisenerz-Vorkommen in Europa 1 : 2 500 000 - zu Struktur, Aufbau und Hintergrunddaten - sind in den Erläuterungen zur Karte zu finden.
Aktueller Begriff des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff 50 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel Am 12. Mai 2015 jährt sich zum 50. Mal die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwi- schen der Bundesrepublik Deutschland und Israel, die bis heute eng und freundschaftlich sind. Die bilaterale Zusammenarbeit muss immer auch mit Blick auf den Völkermord an den europäi- schen Juden (Shoah) durch die Nationalsozialisten gesehen werden. Hierdurch sind die Bezie- hungen von besonderer Natur. Der damalige Bundeskanzler Adenauer, dem die Beziehungen zu Israel gerade wegen dieser jüngsten Vergangenheit sehr wichtig waren, traf zum ersten Mal im März 1960 persönlich mit dem damaligen israelischen Staatspräsidenten Gurion zusammen, um die zukünftigen Beziehungen beider Länder zu eruieren. Israelische Staatspräsidenten haben mehrfach im Deutschen Bundestag gesprochen, zuletzt der damalige israelische Präsident Peres am 27. Januar 2010 im Rahmen einer Gedenkveranstaltung des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus. Bundestagspräsident Lammert betonte in seiner Rede die „beson- deren Beziehungen zwischen unseren Staaten, für die es keine Parallele gibt“. Durch die 2008 aufgenommenen jährlichen Regierungskonsultationen beider Länder wurden die Beziehungen noch intensiviert. Im Vordergrund der jüngsten Konsultationen im Februar 2014 standen u.a. die Themen internationale Entwicklungszusammenarbeit, bilaterale rechtliche Zusammenarbeit, Ver- teidigung, Wirtschaft, Energie, Umweltschutz, Landwirtschaft, Erhaltung und Restaurierung der „Weißen Stadt“ (Bauhaus-Häuser) in Tel Aviv. Ebenso wurden technologische Forschung, Ver- kehr, das Ghettorentengesetz, Gesundheit, Jugendaustausch und Freiwilligendienste, das Work- ing-Holiday-Programm, konsularischer Beistand, Cybersicherheit, Identitätssicherheit und eine bessere Rechtsetzung behandelt. Deutsch-Israelische Zusammenarbeit: Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft Wichtige Säulen der Zusammenarbeit sind Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. Deutschland ist für Israel gemessen am Handelsvolumen weltweit der drittwichtigste Handelspartner – nach China und den USA. Die Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer besteht seit 1967, ebenso wie die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung. Auch durch die sehr enge wissen- schaftlich-technologische Kooperation besteht ein reger Wirtschaftsaustausch. Im Bereich der kulturellen Zusammenarbeit sind zahlreiche Stiftungen aktiv. Zudem gibt es seit 1979 ein Goethe-Institut in Tel Aviv, seit 1988 auch eines in Jerusalem. Städtische Partnerschaften, private Stiftungen und kirchliche Projekte bereichern die kulturellen Beziehungen. Es gibt zwar bis dato keine deutsche Auslandsschule in Israel, wohl aber Partnerschulen. Rund 9.000 Jugendliche und Schüler aus Deutschland und Israel nehmen jedes Jahr an Austauschprogrammen verschiedens- ter Organisationen zwischen beiden Ländern teil. Ein weiteres Beispiel ist das deutsche Internati- onale Parlaments-Stipendium (IPS). Im Stipendienjahr 2015 entfallen neun der insgesamt 120 Stipendien auf die Region „Israel, Palästinensische Gebiete, Jordanien, Libanon, Syrien und Nr. 05/15 (19. Februar 2015) © 2015 Deutscher Bundestag Ausarbeitungen und andere Informationsangebote der Wissenschaftlichen Dienste geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines seiner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasserinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Der Deutsche Bundestag behält sich die Rechte der Veröffentlichung und Verbreitung vor. Beides bedarf der Zustimmung der Leitung der Abteilung W, Platz der Republik 1, 11011 Berlin.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Aktueller Begriff Seite 2 50 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel Irak“. Wissenschaft und Forschung werden als Wegbereiter der diplomatischen Beziehungen an- gesehen und besitzen daher eine besondere Bedeutung für das Verhältnis beider Staaten. Bereits 1959 nahmen Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und des Weizmann Institute of Science (WIS) erste Kontakte auf, 1964 wurde der erste MINERVA-Vertrag zur Durchführung ge- meinsamer Forschungsvorhaben geschlossen, finanziert durch das damalige Bundesforschungs- ministerium. Die Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (BMBF) und für Umwelt (BMU) sowie die israelischen Ministerien für Wissenschaft und Technologie (MOST) und für In- dustrie, Handel und Arbeit (MOITAL) unterstützen Projekte vorrangig in den Bereichen Meeres- und Geowissenschaften, Biotechnologie, Umwelt-, Material- und Nanoforschung, Neurowissen- schaften, Krebsforschung, Wassertechnologien, erneuerbare Energien und zivile Sicherheitsfor- schung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) engagiert sich im Rahmen ihrer trilateralen Kooperationsprojekte besonders in der Förderung von Gruppenverbänden aus Palästina, Israel und Deutschland. 2008 wurde das deutsch-israelische Wissenschaftsjahr mit zahlreichen Veran- staltungen begangen. Weiterhin wurden verschiedene Preise ausgelobt und die 20 Jahre beste- hende Kooperationsarbeit der German-Israeli Foundation for Scientific Research and Develop- ment (GIF) gefeiert. Weltweit hat Israel mit mehr als vier Prozent des Bruttoinlandprodukts das höchste Investitionsniveau in der zivilen Forschung und Entwicklung und ist laut aktuellem OECD-Bildungsvergleich eines der Länder mit dem höchsten Akademikeranteil. Festlichkeiten 2015 Das Jubiläumsjahr wurde in der deutschen Botschaft in Israel in Anwesenheit von Staatspräsi- dent Reuven Rivlin eröffnet. In Berlin hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am 15. Januar 2015 eine deutsch-israelische Lesereihe eingeleitet. Im Rahmen eines Konzerts zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Shoah spielten die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Sir Simon Rattle am 27. Januar 2015 Werke israelischer und deutscher Kompo- nisten auf Instrumenten, die in Auschwitz KZ-Häftlinge in den Tod begleitet hatten und vom is- raelischen Geigenbauer Amnon Weinstein restauriert worden sind. Aufgrund der vorgezogenen Neuwahl zur Knesset im März 2015 ist die Planung einzelner Feierlichkeiten noch nicht abge- schlossen. Im Auswärtigen Amt wurde ein Planungsstab eingerichtet, an der israelischen Bot- schaft in Berlin ein Koordinationsbüro. Von diesen beiden Stellen wurde eine offizielle Informa- tionsseite (https://www.de50il.org/) eingestellt, auf der aktuelle Planungen bekannt gegeben wer- den. In der israelischen Knesset ist ein „German Day“ geplant, der Termin ist noch offen. Im Juni wird es ein Treffen der deutschen und israelischen Parlamentspräsidien geben. Die Deutsch-Isra- elische Parlamentariergruppe plant eine Reise nach Israel. Die Parlamentariergruppe existiert seit 1971 und hat derzeit 57 Mitglieder. Im Bereich von Kultur und Sport sind bereits verschiedene Projekte bekannt: Das Tel Aviv Museum of Art präsentiert sich vom 27. März bis 21. Juni 2015 im Berliner Martin-Gropius-Bau mit rund 70 Werken. Rund um das Bauhaus-Erbe in Tel Aviv sind Veranstaltungen und Projekte vorgesehen. Im Sommer 2015 werden mehr als 2.000 jüdische Ath- leten aus rund 30 Ländern zu den Europäischen Makkabi-Spielen in Berlin zusammenkommen. Im Rahmen dessen wird auch ein „Israel Center“ eröffnet, in dem sich The Jewish Agency for Is- rael und die Zionistische Weltorganisation präsentieren. Im Wissenschaftlichen Bereich sind ver- schiedene Veranstaltungen geplant, beispielsweise im März zu Krebsforschung und personali- sierter Medizin in Heidelberg. Bundesministerin Wanka reiste am 5. Februar 2015 nach Tel Aviv, wo sie an verschiedenen Veranstaltungen der Wissenschaftskooperation beteiligt war. Zum Ab- schluss des Jubiläumjahres sind im Dezember Konzerte des Leipziger Gewandhausorchesters und des Thomanerchors in Israel vorgesehen. Verfasserin: Dr. Christine Steinhoff – Fachbereich WD 2, Auswärtiges, Völkerrecht, wirtschaftliche Zusammenar- beit und Entwicklung, Verteidigung, Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Russische Forscher haben auf den Golanhöhen in Israel eine neue Schmetterlingsart entdeckt. Der Falter mit orangefarbenen, schwarz gepunkteten Flügeln wurde in einem Skigebiet auf dem Berg Hermon gefunden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Comparative Cytogenetics" am 5. Mai 2017. Die Melitaea acentria genannte Spezies ist die erste neu entdeckte Schmetterlingsart seit mehr als einem Jahrhundert auf israelischem Gebiet. Sie ist vermutlich vor 1 bis 1,6 Millionen Jahren entstanden und wahrscheinlich im Norden Israels und in den Nachbarländern Syrien und Libanon heimisch. Der russische Insektenkundler und Evolutionsbiologe Wladimir Luchtanow vom Zoologischen Institut in St. Petersburg zeigte sich überrascht, dass die neue Art nicht schon früher entdeckt wurde. Das Tier sei tausendfach fotografiert worden, nur habe dabei niemand erkannt, dass es sich dabei um eine eigene Art handele. Ursache dafür sei, dass die Art der weit verbreiteten Spezies Melitaea persea ähnele. Niemand hatte bisher die innere Anatomie und Genetik untersucht. Luchtanow hatte 2012 eine umfassende Untersuchung israelischer Schmetterlinge begonnen. Eine seiner damaligen Studentinnen fand den Falter.
||||||||||||||||||||| Berichte 4.3.11 des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Heft 4/2015: 269 – 290 Wechselkröte – Bufotes viridis (Laurenti, 1768) Wolf-Rüdiger Grosse und Marcel Seyring 1 ||||||||||||| Artsteckbrief Kennzeichen: Große einheimische Krötenart mit deutlich warziger Haut, Warzen der Oberseite haben meist bräunlichen dornenartigen Höcker in der Mitte; Oberseite dunkelgrünes bis bräunliches Fleckenmus- ter auf weißlich cremefarbenem Untergrund, selte- ner graugrüner Grundton mit verwaschenen Flecken, orange bis rötlich gefärbte Warzen an den Körperflan- ken; hellgraue bis weißlich-gelbe Unterseite, häufig mit dunkelgrauen Flecken (zur Individualerkennung geeignet), breiter wuchtiger Kopf, waagerecht ellip- tische Pupille, zitronengelbe bis grünliche Iris mit schwarzen Sprenkeln; flache, parallel zueinander ver- laufende Ohrdrüsenwülste, unpaare Gelenkhöcker- chen auf der Zehenunterseite. Größe: Kopf-Rumpflänge der ♂♂ 45 – 90 mm und der ♀♀ 55 – 100 mm. Geschlechtsunterschiede/Trachten: ♂♂ kleiner, Oberseite dunkler, Fleckung nicht deutlich kontras- tiert, kräftigere Oberarme, Paarungsschwielen an der Innen- und Oberseite des Daumens und der Fin- ger 2 und 3, Kehlhaut dünn und violett gefärbt, kleine kehlständige Schallblase drei Ruftypen, Ruf der ♂♂ ein kontinuierlich an Lautstärke zunehmendes melo- disches Trillern; ♀♀ deutlich größer und schwerer, haben einen weißlich hellen Grundton der Oberseite mit deutlichem Kontrast zu der grünen Fleckung, rötli- che Warzen an den Flanken. Abb. 1: Wechselkröten im Paarungs- und Laichgewäs- ser (Montage); [Fotos: A. Westermann, K. Kürbis (links oben)]. FFH Habitat: Sandige Flussauen und steppenartige Bör- delandschaften, Pionierart und Kulturfolger, in Rest- wassertümpeln im Umfeld größerer Flüsse, flache Steinbruchgewässer, Fahrspurrinnen sowie Flachwas- serzonen von mittelgroßen Gewässern, Landlebens- raum sonnige Habitate wie Sand- und Kiesgruben, vegetationsarme Brach- und Ruderalflächen, Bahn- dämme und Äcker. Aktivität: Winterruhe (Mitteleuropa) witterungsabhän- gig von Oktober bis Ende März, Fortpflanzungszeit von April bis Juli, entsprechend lange Sommerphase der Adulti, Larven von April bis Juli. Wanderungen/Reviere: Altersabhängig, 1 – 2 km Ausbreitungswanderungen der Juvenes, Wechsel von 0,2 – 1 km im Laichgebiet, Sommerlebensraum Adulte zwischen 1 – 2 km, zwischen den Jahren mehrere Kilo- meter, Aktionsradius Populationen bis 10 km. Fortpflanzung/Entwicklung: ♀ legt je Saison 5.000 – 10.000 (15.000) Eier in zwei Schnüren mit 2 – 4 Reihen nebeneinander liegender Eier von 1,0 – 1,6 mm Durchmesser, mit Gallerthülle 4 – 6 mm, schwarz, unter Wasser am Boden 5 – 10 cm, in war- men Flachwasserbereichen oder im Uferbereich. Embryonalentwicklung kurz, stark temperaturabhän- gig, 2 – 4 Tage (25 °C), Larven beim Schlupf etwa 3 – 5 mm; Länge 30 – 45 mm, Riesenlarven bis 80 mm; Metamorphose nach 8 – 10 Wochen (Ausnahme 4 bis 6 Wochen bei ephemeren Flachgewässern), Metamor- phoslinge 10 – 16 mm, seltener bis 30 mm, an Land ab Juni bis Ende August; Jungtiere zur Überwinterung bis 45 mm lang, Geschlechtsreife mit zwei Jahren, ♂♂ selten bereits mit einem Jahr. Nahrung: Nahrungssuche in der Dämmerung, krab- belnde Insekten, vorwiegend Käfer, Ameisen, Spring- schwänze, auch Schnecken, Regenwürmer, Spinnen, Milben, Asseln. Alter: Bis 12 Jahre (18 Jahre im Terrarium). 269 2Verbreitung und Ökologie 2.1Allgemeine Verbreitung 2.1.1 Areal Das Gesamtverbreitungsgebiet dieser mehr kontinen- tal verbreiteten Steppenart reicht von Deutschland und Italien über Mitteleuropa inklusive größerer Mittel- meerinseln über das gesamte östliche und südöstliche Europa bis zum Ural. Sie ist auch auf Teilen der Ara- bischen Halbinsel verbreitet. Die nördlichsten Vorkom- men finden sich in Schweden und im Baltikum (Gün- ther & Podloucky 1996). Nach der Revision des Bufo viridis-Komplexes durch Stöck et al. (2006, 2009) ist die Wechselkröte (Bufotes viridis) in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas verbrei- tet. Die westliche Arealgrenze verläuft entlang einer Linie vom westlichen Nordrhein-Westfalen bis in den Nordosten Lothringens in Frankreich. Östlich reicht das Areal bis nach Kasachstan, südlich über Nordost italien bis nach Kreta. Dagegen werden die Wech- selkröten-Vorkommen in Süd-Schweden, Dänemark und Nordostdeutschland (westlicher Ostseeraum mit Ostholstein) möglicherweise einer eigenen Art Bufotes variabilis zugeordnet. Über eine mögliche Mischzone in dieser Region mit Bufotes viridis ist derzeit nichts bekannt. Weit entfernt von diesen Vorkommen ist das Taxon Bufotes variabilis von Griechenland über die Türkei, Zypern bis nach Syrien und in den Libanon verbreitet. Darüber hinaus ist B. variabilis im Irak und im Iran sowie im Kaukasus, Russland und Kasachstan verbreitet. Die auffällig große Verbreitungslücke zwi- schen den nördlichen Vorkommen in Südschweden, Dänemark und Norddeutschland und dem Hauptareal des Taxons könnte auch auf Defiziten im Bereich der Probenahme der wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen. 2.1.2 Verbreitung in Deutschland In Deutschland besitzt die Wechselkröte zwei deut- lich getrennte Großverbreitungsgebiete im Osten bzw. Nordosten sowie im Südwesten bzw. Süden. Vor allem der Osten ist lebensraumabhängig noch flächendeckend mit stabilen und großen Vorkommen besiedelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Südwes- ten Deutschlands im Einzugsgebiet des Rheins. Er erstreckt sich von Rastatt entlang des Pfälzer Waldes und des Saar-Nahe-Berglandes bis zur Kölner Bucht. In Baden-Württemberg sind weiterhin Kraichgau, Obere Gäue und Neckargebiet besiedelt. Das dritte Schwerpunktvorkommen im Süden befindet sich in Bayern in der Münchner Schotterebene sowie im Isar- Inn-Gebiet. Im Nordwesten Deutschlands und am Alpenrand fehlt die Wechselkröte völlig. Dazwischen sind mehrere vereinzelte und stark isolierte Standorte bekannt. In Mitteleuropa bilden das östliche Schles- wig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen, das Saar- land sowie im weiteren Verlauf das Rheintal die westli- che Verbreitungsgrenze der Wechselkröte. 2.1.3 An Sachsen-Anhalt grenzende Vorkommen Nord- und Nordwestbrandenburg hat nur ganz verein- zelt Vorkommen der Wechselkröte, die keinen Kon- takt zu den auch in Nordost-Sachsen-Anhalt nur ganz vereinzelt auftretenden Populationen haben. Anders dagegen die Vorkommen im Südosten des Landes. Hier finden sich im Bereich des Elbtales und der Mul- deaue direkte Verbindungen zu dem Verbreitungs- schwerpunkt der Wechselkröte in Nordwestsachsen (Zöphel & Steffens 2002). Hauptverbreitungsge- biete sind hier die Dübener und Dahlener Heide, das Leipziger Land (einschließlich der Bergbaufolgeland- schaften rund um Leipzig) und südlich davon die Alten- burg-Zeitzer Lösshügellandschaft. Hier findet sich auch im äußersten östlichen Bereich die größte Dichte der Vorkommen in Thüringen. Sie reichen im Saale- einzugsgebiet bis an den Nordrand des Ostthüringer Schiefergebirges. Wärmegetönte Hanglagen des Kyff- häusers haben in Sachsen-Anhalt und in Thüringen Wechselkrötenvorkommen. Nur wenige Vorkommen zwischen Salzgitter und Helmstedt (Nördliches Harz- vorland) finden sich noch in Niedersachsen (NLWKN 2011) und bilden den Westrand des geschlossenen Areals der Art. Ein Anschluss an die Vorkommen in Sachsen-Anhalt, die allerdings bereits in der kontinen- talen Region liegen, ist gegeben. 2.2 Vorkommen in Sachsen-Anhalt 2.2.1 Verbreitung und Häufigkeit Datengrundlagen In Sachsen-Anhalt liegen von der Wechselkröte 1.701 Datensätze zwischen 1965 und 2014 vor. Seit 2001 wurde sie in 89 MTB nachgewiesen, womit sie mit einer Rasterfrequenz von 43 % zu den durchschnitt- lich verbreiteten Arten zählt (entspricht 192 MTBQ und 26 % Frequenz). Im Vergleich zu den letzten Erhebun- gen (Meyer et al. 2004) ist ein allgemeiner Rückgang Tab. 1: Datengrundlagen zur Wechselkröte in Sachsen-Anhalt. Karte 1: Aktuelle Verbreitung (1990 – 2014) der Wechselkröte in Deutschland (modifiziert nach DGHT e. V. 2014). 270 Abb. 2: Altes Weibchen im Sommerlebensraum innerhalb dörflicher Strukturen (Foto: B. Simon). zu verzeichnen. Der Rückgang wiegt umso schwerer, wenn man die gestiegene Bearbeitungsintensität im Rahmen der Grunddatenerfassung berücksichtigt. Historische Verbreitung Das Vorkommen der Wechselkröte im heutigen Sach- sen-Anhalt hat durchaus deutschlandweite Bedeu- tung in der Geschichte der Herpetologie. Die Art fin- det bereits bei Wolterstoff (1888, 1893), Schulze (1891) und Dürigen (1897) ausführliche Würdigung. Bei Letzterem genannt werden die Vorkommen im Nördlichen Harzvorland von Braunschweig, Wolfen- büttel, Schönigen sowie im Ost- und Unterharz im „Badeteich und in einem Graben unterm Regenstein bei Blankenburg“, Ballenstedt (auch Hoffmann 1899), Quenstedt, Quedlinburg sowie an vielen Stellen im öst- lichen Harzvorland. Interessant ist das Vorkommen am alten Kloster in Roßleben, „in dessen Nähe, wie wir aus Rösel’s „Historia ranarum“ ersehen, vor fast andert- halb Jahrhunderten der Hallenser Zoologe Schreber in einem Steinbruch die grüne Kröte für Deutschland entdeckte“ (Roesel 1758 in Dürigen 1897). Die weni- gen anschließend erschienenen Einzelveröffentlichun- gen lieferten Informationen mit mehr lokalem oder regionalem Bezug. So führt Rimrod (1840) die Art in seiner Heimatkunde der Grafschaft Mansfeld und des Oberherzogtums Anhalt-Bernburg und bemerkt ihr Vorkommen bei Hettstedt. Ein weiteres Beispiel dafür ist die ausführliche Beschreibung der Vorkom- men der Art im Hallenser Saaletal auf den Kröllwitzer Höhen, am Trothaer Felsen, am Kröllwitzer Vorwerk in der sandigen Dölauer Heide, bei Seeben, auf dem Petersberg, am Salzigen See bei Teutschenthal und Erdeborn, Seeburg, und selbst in Gärten der Stadt Halle (Wolterstorff 1888). Taschenberg (1909) und Schortmann et al. 1941 bestätigen diese Fund- orte. Wolterstorff (1928) kannte die Art aus der Altmark in Stendal und bei Goldbeck. Buschendorf (1984) und Gassmann (1984) erwähnen noch Vor- kommen bei Zeitz und südlich von Bitterfeld. Auffällig war das damals noch geschlossene Verbreitungsband vom Nordrand des Harzes, dem Nördlichen Harzvor- land, Teilen der Magdeburger Börde bis zur Elbenie- derung bzw. den Kreis Haldensleben. Für den damals zum Bezirk Cottbus gehörigen Kreis Jessen sind nur sehr wenige Vorkommen dokumentiert (Krüger & Jorga 1990). Diese Daten erscheinen dann auch bei Schiemenz & Günther (1994). Aus Nordwest-Sach- sen zwischen Radefeld, Lindenthal und Schkeuditz waren bis in die 1970er Jahre etliche syntope Vorkom- men von Wechsel- und Kreuzkröte bekannt (Grosse 1976, 1977). Die Vorkommen erreichten im Bereich des Schkeuditzer Kreuzes auch das heutige Sachsen-An- halt. In diesen Vorkommen am Rande von Truppen- übungsplätzen, Kiesgruben, Flugplatz Schkeuditz und den Bahnanlagen der Strecke Leipzig-Halle kam es in manchen Jahren, wenn beide Arten gleichzeitig in Paa- rungsstimmung waren und die Wechselkröten entlang der Wanderwege auf die in den Spurrinnen sitzenden Kreuzkröten trafen, zu Fehlverpaarungen, aus denen lebensfähige Bastarde entstanden (meist Wechselkrö- ten ♀ x Kreuzkröten ♂). Mit Krötenbastarden aus dem Freiland und Labor wurde in den 1950er Jahren an der Universität Halle geforscht (Weiss & Ziemann 1959). Schiemenz & Günther (1994) erwähnten das Fehlen der Art in großen Teilen der Altmark und in den Acker- baugebieten rund um Magdeburg. Dicht besiedelt waren das Hallesche Ackerland und weiter in Richtung Nordwestsachsen die Gebiete bis zur Mulde. Allgemein fehlte die Art in den Mittelgebirgen. Für Sachsen-Anhalt wurde eine MTB-Frequenz von 48,8 % (MTBQ-Fre- quenz 23,3 %) ermittelt. Verbreitungsschwerpunkte der Wechselkröte lagen im Mittelteil Sachsen-Anhalts in den dortigen Börden und den Flussauen der mitt- leren Elbe, Mulde und Elster-Luppe-Aue. Weitlückig war das südliche Harzvorland besiedelt, was deutli- che Parallelen zur Verbreitung der Knoblauchkröte im Süden und Osten des Landes ergab. 271
Syria is one of the Mediterranean Arab Countries with quite limited water resources but large areas good for crops. In Syria, the irrigated area does not exceed forty per cent of the total area good for crops. This is due to scarcity of water and following the old-fashioned irrigation methods like irrigation by flooding. In such methods, the percentage of wasted water reaches up to fifty percent of the water provided for irrigation. Be-sides, there are many mud canals in governmental and private irrigation projects. These methods of irrigation do not take into consideration the economical water demands for the different crops and do not organize well the proper relationship between soil and water. Consequently, studying irrigation efficiency, developing irrigation techniques and economizing in the use of water have become urgent necessities for the develop-ment of irrigated crops and improving agricultural productivity. Water is considered the major constraint to any policy for increasing agricultural productivity at the time water demand is augmenting to face the incessant increase in population. Hence it is necessary to control and manage the available water supply through changing the present cropping pattern. Indeed, water is the limiting factor of agricultural production in arid and semi-arid regions where irrigation is required either contrastively or extensively. The aim of irrigation scheduling is to guarantee high water use efficiency. The purpose of the different methods of irrigation scheduling is either to eliminate a climatic water deficit to maintain the efficiency of irrigation methods or to control the plant water status. Efficient use of irrigation water and fertilizer is important due to increased competition for water resources. Therefore, proper scheduling of irrigation is essential to increase the efficiency of water and fertilizer use.The aim ofthe research is to study the following topics:1. Evaluating the climatic, soil and water resources data of the study area.2.Estimating the water requirements for the different crops.3. Determining irrigation efficiency according to the different irrigation methods by field studies. 4. The impact of irrigation methods on productivity developing water-yield-relationships.5.Hydraulic accounting for the different water nets.6.Irrigation system management for the farm level and developing an irrigation scheduling and optimization program for crops and trees.
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