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Eine sozial-ökologische Analyse der Co-Produktion von Terrassen-Landschaften im Mittelmeerraum

Zu verstehen, wie die Koproduktion von Mensch und Natur die Strukturen und Leistungen von Ökosystemen bestimmt, ist eine zentrale Herausforderung der Nachhaltigkeitsforschung. Dieses Projekt untersucht einen herausragenden Landschaftstyp, der von lokalen Gemeinschaften über Jahrhunderte hinweg koproduziert und erhalten wurde: Kultivierte Terrassen, ein an Biodiversität und Ökosystemleistungen reicher Landschaftstyp, der im gesamten Mittelmeerraum zu finden ist. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie ein sozial-ökologischer Systemansatz die Transformation bedrohter Terrassenlandschaften hin zur Nachhaltigkeit unterstützen kann, wobei das Konzept der Koproduktion im Mittelpunkt steht und weiterentwickelt wird. Das Projekt wird ein „Mensch und Natur“-Forschungsparadigma fördern, indem es Konzepte von Koproduktion und die empirischen Realitäten mediterraner Terrassenlandschaften in einen Dialog bringt. Es wird das Verständnis von Koproduktion entlang vier Hauptdimensionen fördern: a) Landschaftliche Strukturen, b) Hinterlassenschaften der Landnutzung, c) Werte-Regeln-Wissen,d) Landschafts-Stewardship. Diese vier konzeptionellen Eckpfeiler spiegeln sich in vier spezifischen Zielen und Arbeitspaketen innerhalb des Projekts wider: 1. Klassifizierung der Vielfalt der natürlichen und menschlichen Koproduktion in kultivierten Terrassen; 2. Analyse der taxonomischen Vielfalt, der Vegetationszusammensetzung und des Naturschutz-Zustands traditioneller Nutzpflanzen über einen Gradienten der Koproduktion; 3. Ermittlung des Zusammenspiels von lokalem ökologischem Wissen, Werten und Regeln in Terrassen, die von unterschiedlichen Koproduktionstypen geprägt sind; 4. Identifizierung von Visionen für die zukünftige Entwicklung von Terrassenlandschaften. Das vorgeschlagene Projekt ist interdisziplinär und stützt sich auf Konzepte und Methoden aus den Landnutzungswissenschaften, der Ökologie und den Sozialwissenschaften, um eine Reihe von sozial-ökologischen Hypothesen empirisch zu testen. Die Analysen werden an einem archetypischen Fall einer mediterranen Terrassenlandschaft, dem Jerte-Tal in Spanien, durchgeführt. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören: eine empirisch fundierte Typologie der Koproduktion in kultivierten Terrassen; ein Inventar traditioneller Nutzpflanzen als Vermächtnis vergangener und gegenwärtiger Landnutzungen; eine Kategorisierung verschiedener Bündel von Werten, Regeln und Wissenstypen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Terrassen; und ein Ansatz zur Wissens-Koproduktion, um wünschenswerte Zukünfte für Terrassenlandschaften zu entwerfen.

"Lesen" alter Landschaften: bäuerliche Entscheidungsfindung und terrassenförmig angelegte Landwirtschaft in Zentralpalästina über la Longue Durée

Jüngste Studien über landwirtschaftliche Terrassen legen nahe, dass der Bau und die Pflege von Terrassen eine Entscheidung von Bauern und Grundbesitzern ist, die auf einer Reihe von Überlegungen beruht. Der Entscheidungsprozess und die Mechanismen der Intensivierung und Reduzierung von landwirtschaftlichen Flächen im Allgemeinen und Terrassen im Besonderen wurden jedoch bisher nicht systematisch adressiert. Während wir viel über die idealen Umweltbedingungen des Terrassenbaus und die Rolle von Terrassen in größeren landwirtschaftlichen Systemen lernen, wissen wir wenig über die soziale Dimension: zu verstehen, welche Rolle landwirtschaftliche Terrassen in der Gesellschaft spielten und wie soziale und wirtschaftliche Systeme zusammengehalten wurden hinter der Entscheidung die Terrassen zu bauen, zu erhalten und zu restaurieren. Um diese Lücken zu schließen, konzentriert sich das vorliegende Projekt auf den sozialen Hintergrund bäuerlicher Entscheidungsfindung in einer Tiefenperspektive im historischen Palästina, indem es einen "bottom-up"-Ansatz verfolgt, diesen Prozess in ländlichen Gesellschaften in ihrem unmittelbaren Kontext untersucht. Wir gehen davon aus, dass landwirtschaftliche Terrassen, wenn sie mit Zuversicht datiert werden, als Fenster zu den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Systemen der Vergangenheit dienen können. Wir werden die Gründe für den Terrassenbau und die Nutzung auf verschiedenen Analyseskalen untersuchen, indem wir die Methoden kombinieren, die für Feldarchäologie, Geologie, Botanik, Lebensmittelsystemstudien, Geschichte und Geschichtsschreibung und Ethnographie geeignet sind. Es geht über die bestehenden Terrassenforschung hinaus, indem es sich auf den sozioökonomischen Kontext von Terrassenbau und -pflege konzentriert; multidisziplinäre Methoden; und Integration von hochauflösenden Datensätzen in ein agentenbasiertes Modell, um Hypothesen zum menschlichen Verhalten und zur Entscheidungsfindung zu testen.Dieses Projekt erwächst aus der Konvergenz zweier zuvor unabhängiger, langfristig angelegter Initiativen. Die erste unter der Leitung des PI war das Ergebnis von zwei Jahrzehnten archäologischer Feldforschung und Textanalyse in Jordanien und Israel. Die zweite ist die anhaltende Erforschung von Reliktterrassen im Jerusalemer Hochland und deren Datierung durch OSL (Optisch stimulierte Lumineszenz) durch einen Kooperationspartner in Israel. Zusammengenommen legen die Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen Landbesitz und Terrassenbau nahe, was auf starke wirtschaftliche Anreize für diese arbeitsintensive Arbeit hindeutet. In dem hier vorgeschlagenen Projekt wollen wir testen, ob diese Dynamiken auch in anderen Regionen Zentralpalästinas und in anderen Perioden vorhanden waren, um die Zusammenhänge zwischen den Faktoren zu identifizieren, die die Entscheidung zum Bau von Terrassen in der Vergangenheit beeinflusst haben.

ALPTER Terrassierte Landschaften im Alpenbogen

Die Aufgabe von Nutzungen in terrassierten Landschaften wie auch die Zerstörung dieser führt zu einer Vielzahl an Problemen. Neben dem Landverlust in landwirtschaftlicher und auch ökonomischer Hinsicht kommt es zu einem Verlust der historischen und kulturellen Identität der Region. Ziel dieses Projektes ist es daher, diesem Verlust mit Strategien für eine nachhaltige Entwicklung der terrassierten Landschaften im Alpenraum entgegenzuwirken. Als Grundlage wird ein Monitoring der Untersuchungsgebiete durchgeführt. Neben einer Analyse der Terrassen werden die Gebiete in Hinsicht auf ihre landwirtschaftliche Nutzung, naturschutzfachliche Aspekte sowie Aspekte der Landschaftsästhetik und Landschaftswahrnehmung sowie Erholung und Tourismus untersucht. Es wird ein Netzwerk gegründet, das eine Grundlage für künftige Strategien der Erhaltung, Wiederherstellung und Revitalisierung bilden soll. Im Rahmen von Pilotaktionen werden praktische Wiederherstellungsmaßnahmen durchgeführt und die lokale Bevölkerung wird durch Bewusstseins bildende Informationsmaßnahmen in das Projekt eingebunden. Weitere Informationen unter www.alpter.net.

Fachkonferenz Naturschutz und Gesundheit

In verschiedenen Studien konnte dargelegt werden, dass sich dem Naturschutz im Kontext der Gesundheitsförderung und -vorsorge vielfältige Anknüpfungspunkte bieten und dass diese z.T. auch bereits genutzt werden. Teilaspekte des Themenfeldes Naturschutz und Gesundheit wurden inzwischen auf verschiedenen Fachtagungen thematisiert. Bisher beschränken sich die Tagungen jedoch auf die Zielgruppe der Akteure aus dem Naturschutz, der Stadtplanung und der Regionalentwicklung. Im Gesundheitssektor wurden die positiven Synergien zwischen Naturschutz und Gesundheit trotz der zahlreich hergestellten Bezüge noch unzureichend vermittelt. Um dieses Kommunikationsdefizit zu mindern und eine sinnvolle Kooperation zwischen dem Naturschutz- und dem Gesundheitssektor zu fördern, soll im Frühjahr 2009 eine Fachkonferenz durchgeführt werden. Die beantragte Fachkonferenz soll die Zusammenhänge zwischen 'Natur, Landschaft und Gesundheit' unter verschiedenen Perspektiven beleuchten und einem Fachpublikum, vor allem aus dem Gesundheitssektor, darlegen. Für dieses Anliegen liefert das beantragte Vorhaben einen wichtigen Beitrag. Das beantragte Vorhaben ist geeignet die deutschen Akteure zum Themenbereich Naturschutz, Gesundheit, Sport und Tourismus zusammenzuführen und die genannten Projektziele zu erreichen. Vor dem Hintergrund der bisher geringen Auseinandersetzung des Gesundheitssektors mit dem Thema Natur, Landschaft und Gesundheit stellt die beantragte Fachkonferenz einen wichtigen Schritt zur aus fachlicher Sicht notwendigen Wahrnehmung und Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Naturschutz und Gesundheit dar. Eine Überschneidung mit anderen UFOPLAN-Vorhaben besteht nicht.

Simulation/Optimisation Modelling for Integrated Land and Water Resources Management in the Canal Commands of the Hirakud Irrigation Project, Orissa (INDIA)

The Hirakud irrigation project provides irrigation for 157.018 ha during Kharif (monsoon) and for 108.385 ha during Rabi (winter) seasons in the districts of Sambalpur, Bargarh, Subarnapur, and Bolangir and provides flood protection to about 9,500 km2 of Mahanadi delta in the Cuttack and Puri districts of Orissa. Topography of the area is undulating and comprises mostly terrace lands with slopes between 1 to 6 procent. Physiographically the study area can be divided into high, middle and low lands covering 55, 20 and 25 procent, respectively. The elevation of land surface varies from 120 to 180 m above the MSL. The canal command area has been divided into four sectors with ridge canals and major rivers, viz., Mahanadi and Ong as boundaries of the sectors in order to determine and represent the different components of the study into smaller units. Major land and water resource problems of the study area are: traditional farming (paddy after paddy), undulating topography, low agricultural productivity due to majority of area (66 procent) under Inceptisoils (red and yellow soils) and inequitable distribution of water i.e. excessive supply of surface water in the head and middle reaches and the shortage of water in the tail reaches. The major objectives of the proposed study are to develop an integrated model to generate various land and water resources management scenarios of the study area under flood, drought, and normal situations. The developed model will be solved by simulation linked optimisation technique in a GIS framework. The individual components of the joint project are: Development of the simulation/optimisation model, Model input data collection/generation by GIS, Model calibration, validation and sensitivity analysis, Development of various land and water resources management scenarios under uncertainty of hydrological events.

Kartierung, Datierung und geoökologische Bedeutung der Innterrassen im Bereich des bayerisch-oberösterreichischen Tertiärhügellandes

Zwischen seinem Austritt aus der Grundmoränenlandschaft und seinem Eintritt in den Bereich der Böhmischen Masse durchschneidet der Inn das bayerisch-oberösterreichische Tertiärhügelland. Im Pleistozän und im Übergang zum Holozän hat er dabei durch einen mehrfachen Wechsel seiner Abflussdynamik und Sedimentbelastung (braided river bei hohem Materialtransport in Kaltphasen, Mäanderfluss bei geringem Materialtransport in Warmphasen) eine reich gegliederte Terrassenlandschaft geschaffen. Diese Terrassen sind bisher nur in zwei begrenzten Ausschnitten genauer beschrieben und für die Terrassen selbst liegen lediglich Relativdatierungen vor, die auf Korrelationen von Höhenniveaus und Bodenvergleichen beruhen. Im Rahmen des Projekts soll die Terrassenlandschaft am unteren Inn durch Verknüpfung der Ergebnisse der vorliegenden Detailkartierungen mit eigenen Geländestudien zunächst lückenlos kartiert werden. Genetisch stellt sich die Frage, ob es sich bei den Terrassen aus der Übergangszeit Würmglazial - Holozän um eine bloße Staffelung von Erosionsterrassen handelt, die aus dem Niederterrassenkörper herausmodelliert wurden oder ob die spätglazial-frühholozänen Terrassen jeweils als eigenständige Akkumulationskörper sedimentiert wurden. Desweiteren sollen Absolutalter der (würm-)hoch- und spätglazialen sowie der holozänen Terrassen gewonnen und so deren zeitliche Einordnung in die spätpleistozän-frühholozäne Klimaentwicklung ermöglicht werden. Die Kenntnis vom Aufbau und von der stratigraphischen Stellung der Terrassen bilden wesentliche Voraussetzungen zur Abschätzung der Bedeutung dieser natürlichen Reliefeinheiten bei der mittelholozänen Erstbesiedlung des östlichen bayerischen Alpenvorlands.

Terrassenlandschaften der Schweiz - Grundsätze und Wege zur nachhaltigen Entwicklung eines bedeutsamen landschaftlichen Kulturgutes

Die Terrassenlandschaften können als eine der herausragensten anthropogenen agrarmorphologischen Landschaftsgestaltungen bezeichnet werden. Sie sind weltumspannend, in der Regel sehr alt und finden sich auch in der Schweiz. Diese Landschaften sind heute mannigfachen Veränderungen unterworfen. Neben einer Intensivierung der Nutzung, besonders im Rebbau oder auch zum Zwecke der Überbauung ist besonders die Nutzungsaufgabe, verbunden mit einem fortschreitenden Zerfall und mit Verbuschung zu erwähnen. Da und dort entstehen aufgrund lokaler Initiativen konkrete Umsetzungsprojekte, die eine Pflege und den Wiederaufbau der Terrassenstrukturen zum Ziel haben. Es fehlen derzeit allerdings sowohl eine landesweite Übersicht über die herausragenden Terrassenlandschaften als auch Grundsätze und Wege zur Pflege dieser Kulturlandschaften. Das Forschungsprojekt bezweckt die Erarbeitung einserseits einer ersten Übersicht der Terrassenlandschaften der Schweiz, gestützt auf eine Typologisierung, anderseits die Erarbeitung von Grundsätzen und Wegen zur Pflege dieser Landschaften. Hierfür dienen insbesondere die Erkenntnisse über die Bedeutung instutioneller Trägerschaften und der entsprechenden Akteurkonstellationen und -rechte als Grundlage. Für alle Nutzungs- und Terrassenlandschaftstypen werden 5 Fallbeispiele untersucht und die daraus entstehenden Beurteilungen in einer Synthese zusammengetragen.

Rekonstruktion der pleistozaenen und holozaenen Vergletscherung im Annapurna Himal (Nepal) unter besonderer Beruecksichtigung der Boeden glazialer und fluvioglazialer Ablagerungen als Indikatoren fuer Klimaschwankungen

Anhand geomorphologischer Merkmale und anhand relativer und absoluter Datierung von Boeden aus eiszeitlichen Ablagerungen wie Moraenen und Terrassen soll die eiszeitliche Landschaftsgeschichte des Annapurna Himal (Nepal) rekonstruiert werden.

Energiebilanzierung landwirtschaftlicher Kulturen im Projekt: Marchfeldkanal - Ergaenzende Fachgutachten zur Erstellung eines wuenschenswerten Langfristenszenarios als Beurteilungsgrundlage fuer die Bewaesserung der Hochterrasse

Parameterstudie zur Schutzwaldsanierung als Grundlage zur Erstellung von Planungsunterlagen am Beispiel des forstwirtschaftlichen Projektes EGGA

Im GIS wurde die Wahrscheinlichkeit gravitativer Prozesse wie Rutsch- und Steinschlagprozesse mit dynamischen Verknüpfungsoperationen (fuzzy logic) abgeschätzt. Der Zusammenhang der abflussbestimmenden Bodenfeuchteverhältnisse wurde mit Zeigerwertauswertungen pflanzen-soziologisch definierter Vegetationseinheiten untersucht. Das Niederschlagsabflussmodell GEOHEC-1 diente u.a. als Grundlage für die geplanten Hochwasserschutz-Maßnahmen der durch anthropogene Veränderungen stark modifizierten Einzugsgebiete der Staudenbäche.

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