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Untersuchungen der Belueftung von Strassentunnels

Es wurde eine Methode entwickelt, um den Luftdurchsatz in Strassentunneln zu messen. Diese Methode kann im Gegensatz zu konventionellen Methoden auch bei fliessendem Verkehr angewendet werden. Als Tracer wurde das inerte Gas SF 6 verwendet. Die Methode wurde an mehreren Tunneln in Oesterreich mit Erfolg erprobt.

Einsatz der Tritiummethode zur Bestimmung der Aufenthaltsdauer von Abfaellen in Bioreaktoren und der Herkunft von Deponiesickerwaessern

In Ozeanographie und Limnologie ist die 'Tritiummethode' wohletabliert. Ueber die Bestimmung der Tritiumkonzentration in verschiedenen Wasserschichten kann man hierbei das Stroemungmuster eines Gewaessers untersuchen. Ziel dieses Projektes ist es, das 'Heidelberger Tritiummessverfahren' soweit zu modifizieren, dass eine sichere Bestimmung der Aufenthaltsdauer der Abfaelle im Hochtemperaturbereich moeglich ist. Damit koennte die Hygienisierung garantiert werden, was wegen der Bestimmungen der Seuchenhygiene zwingende Voraussetzung fuer eine Aufbringung der Endprodukte auf landwirtschaftlich genutzte Flaechen ist. Bislang kann das Speicherverhalten von Deponiekoerpern nur aus Bilanzgleichungen errechnet werden. Direkte in-situ-Messmethoden zur Bestimmung der Speicherkapazitaet und des Austauschverhaltens gibt es nicht. Fuer Gefaehrdungsabschaetzungen ist aber die Menge des gespeicherten Wassers sowie sein Alter von eminenter Bedeutung. Der Einsatz der Tritiummethode wuerde auch hier neue Perspektiven der Messtechnik eroeffnen.

Berechnung von Transportprozessen in Gewaessern mit Hilfe einer Tracermethode

Hydrodynamisch-numerische Modelle (HN-Modelle) zur Berechnung von Stroemung, Waerme- und Stofftransport in natuerlichen Gewaessern sind in den letzten Jahren erfolgreich zur Simulation gemessener Ereignisse und zur Prognose der Auswirkung von Ingenieurmassnahmen eingesetzt worden. Am haeufigsten werden dabei sogenannte explizite Rechenverfahren mit ortsfesten Gitternetzen verwendet. Allerdings weisen diese Loesungsmethoden einen verfahrensbedingten Effekt auf, der die gleiche Wirkung hat wie der physikalische Vorgang der (turbulenten) Diffusion. Gerade bei Kuestengewaessern (instationaere Stroemung, starke Gradienten geloester Stoffe z.B. im Bereich der Brackwasserzone oder einer Kuehlwasserfahne) kann der Effekt der numerischen Diffusion die Aussagefaehigkeit eines HN-Modells besonders beim Einsatz als Prognosemodell in Frage stellen. Im beantragten Forschungsvorhaben sollen Methoden untersucht bzw. weiterentwickelt werden, die es in Verbindung mit vorhandenen HN-Modellen ermoeglichen, numerische Diffusionseffekte zu quantifizieren und soweit wie moeglich auszuschalten. Hinsichtlich der Simulation von Transportvorgaengen geloester oder suspendierter Stoffe soll dabei der Schwerpunkt auf sogenannte Tracermethoden gelegt werden. Die Leistungsfaehigkeit der entwickelten Methode soll an Hand verfuegbarer Datensaetze von Ems, Weser, Elbe und Trave kritisch geprueft werden.

Ermittlung der Beitraege einer Deponie zu den Geruchsimmissionen der Umgebung

Emissionen von Deponiegasen koennen in der Umgebung zu Geruchsbelaestigungen fuehren. Die klassische Methode zur Beurteilung von Geruchsimmissionen ist die Olfaktometrie. Bei Vorliegen mehrerer Quellen von Geruechen genuegt es aber nicht, nur die gesamte Geruchsintensitaet zu bestimmen, vielmehr muessen zusaetzlich auch die Beitraege der einzelnen Quellen quantifiziert werden. Da eine solche Bestimmung mit der Olfaktometrie nicht moeglich ist, wird zur Bestimmung der Anteile einzelner Emittenten an Geruchsimmissionen die SF6-Tracermethode in Ergaenzung zu olfaktometrischen Messungen eingesetzt. Mit Hilfe der Tracermethode koennen anlagenspezifische Immissionswerte der Geruchsstoffe ermittelt werden. Unter Zuhilfenahme von Grenzwerten fuer die Riechbarkeit von Stoffen koennen diese Werte mit olfatometrischen Messungen verglichen werden, um festzustellen, ob zur Verursachung bestimmter Geruchswahrnehmungen ausser der betreffenden Anlage noch weitere Emittenten beitragen. Fuer die Messungen wird das Tracergas an einer groesseren Anzahl von repraesentativ ueber die Deponieoberflaeche verteilten Punkten freigesetzt. In der Umgebung der Deponie werden 15 automatische, programmierbare Luftprobensammler positioniert. Die Tracerkonzentrationen in den Luftproben werden mittels Gaschromatographie gemessen. An der Abfallbehandlungsanlage Gasseldorf, die als Deponie fuer den Bezirk Judenberg dient, wird die Tracermethode eingesetzt, um zu ueberpruefen, ob die erteilten Auflagen hinsichtlich der Geruchsimmissionen in der Umgebung eingehalten werden.

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