Zur Simulation von Fruchtfolgen - im einfachsten Fall ein Fruchtfolgeglied aus zwei aufeinanderfolgenden Nutzpflanzenbeständen - müssen mechanistische Wachstumsmodelle mit Modellen der vorfruchtabhängigen Stickstoffnachlieferung gekoppelt werden. Bisher wurden wenige derartige Modelle entwickelt und oft unzureichend validiert. Es ist jedoch aus pflanzenbaulichen und ökologischen Gründen notwendig, die fruchtfolgespezifischen N-Flüsse quantifizieren zu können. Während eines 6-monatigen Aufenthaltes am Department for Theoretical Production Ecology in Wageningen (NL) soll ein vom Antragsteller in Hohenheim entwickeltes Modell der N-Transformationsprozesse im Boden mit dort vorhandenen Wachstumsmodellen für Körnerfruchtbestände je einer Vor- und Nachfrucht verknüpft werden. Zur Kalibration und Validierung der resultierenden Modelle stehen mehrjährige Datensätze aus Feldversuchen in Hohenheim für unterschiedliche Fruchtfolgefelder zur Verfügung. Anschließend soll ein Vergleich zwischen diesen und einem in Wageningen entwickelten, weniger detaillierten Fruchtfolgemodell erfolgen. Das Wageninger Institut ist wegen der dort verfolgten originellen Wachstumsmodellierung unter Einbezug produktionstechnischer Maßnahmen für die gewählte Zielsetzung besonders geeignet.
Kirgistan ist ein seit 1991 von der Sowjetunion unabhaengig gewordener Staat, der nun Transformationsprozessen unterliegt. Das Biosphaerenreservat wird als Teilsystem der Systemtransformation gesehen. Biosphaerenreservate implizieren Veraenderungen der Landnutzung fuer die im Reservat lebenden Menschen. Untersucht werden sollen nun die Auswirkungen des Biosphaerenreservates auf die betroffene Bevoelkerung und deren Reaktionen. Dabei stellt sich die Frage, ob es Partizipationsmoeglichkeiten an der Planung und Durchfuehrung und somit Einfluss von 'unten' nach 'oben' gibt. Anhand der Bearbeitung dieser Frage sollen Rueckschluesse auf den Transformationsprozess Kirgistans gezogen werden, im Hinblick auf eine Demokratisierung von Institutionen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Dokumentation der lokalen Mensch-Umwelt-Beziehung in ihrer juengsten Entwicklung, die Nutzung oekologischer Ressourcen und die spezifischen Anpassungsmuster der Ressourcennutzung an sich veraendernde oekologische, politische und oekonomische Rahmenbedingungen.
Die zu erbringende Gesamtleistung des Dienstleistungsauftrages untergliedert sich in drei Arbeitspakete (a, b und c). a) Analyse der Potenziale der größten und dynamischsten Märkte in ausgewählten Industriestaaten (Deutschland, EU-Staaten, USA, Japan) und Schwellenländern (BRICS) für die Entwicklung hin zu einer 'Green Economy'. b) Analyse der Treiber und Hemmnisse für die Transformation der deutschen Wirtschaft zur 'Green Economy' c) Auf der Grundlage der Analyse sollen erste Kernelemente zu Handlungsbedarf und -empfehlungen für die Transformation der deutschen Wirtschaft hin zu einer 'Green Economy' entwickelt werden. Dies beinhaltet auch Vorschläge zur Ausgestaltung des geplanten Agendaprozesses 'Green Economy' (Akteure, Strukturierung und Inhalte).
Das Hauptanliegen des Forschungsprojektes ist die Analyse der Instrumente für die Umweltfolgenabschätzung und -bewältigung in der Russischen Föderation unter den Bedingungen der Transformation der Gesellschaft von einer Plan- in eine Marktwirtschaft und vor ihrem geschichtlichen Hintergrund. Es soll hauptsächlich das Thema Öffentlichkeitsbeteiligung als Indikator für die Demokratisierung der Entscheidungsprozesse näher untersucht werden. Diese Analyse dient als Grundlage für die Erarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu den Standards der Umweltfolgenabschätzung und -bewältigung in der Europäischen Union in dieser Thematik.Die Untersuchung basiert auf Fallstudien aus 3 Zeitabschnitten und 3 verschiedenen Regionen der Russischen Föderation.
Ziel dieses Projektes ist es, die mikrobielle Biotransformation und Mineralisierung von geloestem organischen Stickstoff (DON) und die damit assoziierte Mikroflora in einem Laub- und einem Fichtenwaldoekosystem zu charakterisieren und die Effekte von Umweltfaktoren auf diese Prozesse und mikrobiellen Populationen zu bestimmen und zu vergleichen. In diesem Projekt werden insbesondere Faktoren untersucht, die beim Waldumbau starken Veraenderungen unterliegen. In enger Kooperation mit dem Projekt A11 werden auf den Intensivmessflaechen des BITOEK im Fichtelgebirge und im Steigerwald Auflage- und Bodenloesungen aus experimentellen Plots mit gezielter Manipulation des Streu- und Wasserinputs sowie von einer Waldumbauflaeche im Fichtelgebirge gewonnen. In Inkubationsexperimenten werden die mikrobiellen Transformations- und Mineralisierungspotentiale fuer DON in den Loesungen bestimmt. Dabei sollen DON-Fraktionen identifiziert und charakterisiert werden und das Mineralisierungs- und Biotransformationspotentials hinsichtlich dieser Fraktionen differenziert werden. In Kooperation mit dem Projekt B2 wird der Effekt von Honigtau, der eine leicht verfuegbare C-Quelle unter aphidenbefallenen Waldbaeumen darstellt, auf diese Potentiale untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Bestimmung des Effektes von Streu- und Wasserinput auf die allgemeine und die an der DON-Transformation und -Mineralisierung beteiligte Mikroflora. Dabei wird anhand der molekularoekologischen Methoden FISH (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) und 'Genetic fingerprinting' die Zusammensetzung und phylogenetische Diversitaet der allgemeinen Mikroflora der Auflage- und Bodenloesungen charakterisiert und verglichen. Die mit der DON-Mineralisierung assoziierte Mikroflora wird quantifiziert und es wird das Mineralisierungspotential von Isolaten hinsichtlich der verschiedenen DON-Fraktionen bestimmt. Weiterhin wird die phylogenetische Diversitaet und die In-situ-Abundanz der erhaltenen DON-verwertenden Isolate bestimmt.
Das Projekt erforscht Effekte von Umweltprotest in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitverlauf. Dazu werden Häufigkeit und Charakteristika von Umweltprotesten mit Bereichen gegenübergestellt, die von diesen Protesten beeinflusst sein könnten: Medienberichterstattung zur Umweltproblematik, Bevölkerungseinstellungen, umweltrelevantes Handeln der Bevölkerung, politische Initiativen im Deutschen Bundestag, Umweltaktivitäten der Wirtschaft sowie die Situation der Umwelt. Ausgangspunkt dieses Projektes sind vorliegende Protestereignisanalysen, die am Wissenschaftszentrum Berlin durchgeführt wurden, einerseits in dem Projekt 'Transformation of Environmental Activism' und andererseits in dem PRODAT-Projekt (Dokumentation und Analyse von Protestereignissen in der Bundesrepublik Deutschland). Parallel zu diesen Protestzeitreihen werden bestehende Daten zu Dimensionen zusammengestellt werden, auf die Proteste möglicherweise einen Effekt haben. In dieser Längsschnittperspektive müssten sich, auch jenseits der vielfältigen und oft sehr zufälligen lokalen Konfliktkonstellationen, wie sie in Fallstudien betrachtet werden, im Aggregat Effekte zeigen. Genutzt werden wiederholt durchgeführte Bevölkerungsbefragungen (Politbarometer, Eurobarometer, 'Umweltbewusstsein in Deutschland' des Umweltbundesamtes) zur Erfassung von Bevölkerungseinstellungen und -handeln, Bundestagsdrucksachen zu Aktivitäten im Bundestag, elektronische Versionen von Tageszeitungen zur Analyse der Medienberichterstattung, amtliche Statistik für Aktivitäten der Wirtschaft und der Bevölkerung sowie für den Zustand der Umwelt, sowie weitere Quellen, die für eine Sekundäranalyse verfügbar sind.
Ziel des Promotionsvorhabens 'Technik und Alltagskultur in Nachhaltigkeitsmilieus' ist es, ausgehend von sozialkonstruktivistischen und kultursoziologischen Überlegungen qualitativ-empirisch zu untersuchen, welche Rolle Technik in der Alltagskultur von Nachhaltigkeitsmilieus spielt. Nachhaltigkeitsmilieus werden dabei als Milieus definiert, deren Lebensstil sich - ganz oder teilweise - an Grundelementen des Gedankens der Nachhaltigkeit festmacht. Es wird davon ausgegangen, dass die in derartigen Milieus entwickelte Alltagskultur relevant für gesamtgesellschaftliche Lebensstilveränderungen (Schlagwort der 'Entwicklung des Nordens') bei der Transformation hin zu einer an Nachhaltigkeit orientierten Lebensweise sein kann. Insbesondere geht es bei dieser Arbeit darum, das Spannungsverhältnis zwischen dem lebensstilprägenden Bezug auf Nachhaltigkeit und der Verwendung und Handhabung von Technik aufzuklären. Dazu dienen Befragungen und Beobachtungen in unterschiedlichen Nachhaltigkeitsmilieus, mit deren Hilfe die Einbettung von Technik in die Alltagskultur rekonstruiert werden soll. Die vorgefundenen Technikeinstellungen und Prozesse der Technikverwendung sollen daraufhin überprüft werden, ob sie Pioniercharakter für einen an Nachhaltigkeit orientierten Einsatz von Technik in der Gesamtgesellschaft haben können, und welche Hindernisse einer Übertragung in die Gesamtgesellschaft entgegenstehen.
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| Förderprogramm | 16 |
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