Zur toxikologischen Bewertung von PCDD/PCDF-Gemischen wurden 4 Ansaetze verfolgt: (1) P450-Induktion in Zellkulturen von Ratten und Menschen: Die induzierende Potenz definierter PCDD-Gemische und deren reiner Bestandteile wurde verglichen, um TCDD-Aequivalente in vitro zu bestimmen und zu pruefen, ob sich die Wirkungen additiv, ueberadditiv oder antagonistisch verhalten. (2) Tumorpromotion von TCDD-Gemischen in einem Hepatokarzinogese-Modell: Der TCDD-Wirkung aequipotente Dosen (nach den unter 1 bestimmten TCDD-Aequivalenten) wurden appliziert und geprueft, inwieweit sie in vivo aequivalente Tumorpromotor-Wirkungen besitzen. (3) P450-Induktion als Biomonitor bei freilebenden Maeusen in belasteten Gebieten. (4) P450-Induktion als Biomonitor beim Menschen mit Koffein als Testsubstanz fuer die Induktion Dioxin-aehnlich wirkender Induktoren.
Mechanismen der Tumorpromotion durch 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-Dioxin (TCDD) und Kongeneren: In-Vitro-Untersuchungen zur Zelldifferenzierung und Wachstumsregulation. Die geplanten Untersuchungen mit TCDD und verwandten Verbindungen sollen dazu dienen, das onkogene und tumorpromovierende Potential sowie die Wirkmechanismen dieser Substanzen auf die zellulaere Signaltransduktion genauer zu charakterisieren. In verschiedenen In-Vitro-Modellen sollen die Zelltransformation (Maeusefibroblasten) und Wachstumsregulation (Rattenhepatozyten) analysiert werden. Die Befunde dieser Untersuchungen sollen hinsichtlich des kanzerogenen Potentials der Substanzen ausgewertet werden und somit Grundlage fuer die Risikobewertung von Dioxinen und verwandten Verbindungen in der Umwelt sein.