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Daten und Moeglichkeiten zur CKW-Entsorgung an Land

In Konkretisierung der Vereinbarungen der zweiten JNK wird im 10-Punkte-Programm des BMU zum Schutz der Nord- und Ostsee ausgefuehrt, dass die Seeverbrennung von Abfaellen bereits 1989 auf 20 000 bis 25 000 Tonnen verringert (60 Prozent) und Ende 1994 voellig eingestellt werden soll. Der Bund wird zur Erreichung dieser Ziele unverzueglich in einem Arbeitskreis fuer alle Beteiligten einen konkreten Handlungsrahmen und gezielte Massnahmen zur termingerechten Umsetzung festlegen. Hierzu wird eine aktuelle Stoffsammlung ueber Art und Herkunft der Abfaelle, das Recyclingpotential und die Substitutionsmoeglichkeiten von CKW-Losemitteln benoetigt, um daraus Entsorgungsszenarien abzuleiten. Die Ergebnisse des Vorhabens dienen auch zur Vorbereitung rechtlicher Massnahmen, beispielsweis eim Vollzug des HSEG (UBA-Zustaendigkeit) und im AbfG (RVO nach Paragraph 14).

Erstellung des Handbuchs: 'Stoffdaten zur Stoerfall-Verordnung 1988' Untertitel: Erweiterung und Ergaenzung des Handbuchs 'Stoffdaten zur Stoerfall-Verordnung' nach Inkrafttreten der novellierten 12. BImSchV

Die 1983 erschienene 1. Auflage des Handbuchs 'Stoffdaten zur Stoerfall-Verordnung' hat bei dem vorgesehenen Benutzerkreis guten Anklang gefunden. Die Novellierung der Stoerfall-Verordnung - mit Wirkung vom 01.09.88 - macht eine 2. Auflage dieses Handbuchs erforderlich. So soll das Handbuch 'Stoffdaten zur Stoerfall-Verordnung 1988' 1. erweitert werden durch Aufnahme derjenigen Stoffe, die in Anhang II der Verordnung neu aufgenommen wurden (319 statt 145 Stoffnennungen), einschliesslich der Kriterien, die zur Aufnahme in die Stoffliste gefuehrt haben; 2. ergaenzt werden durch Ueberarbeitung der bisherigen Leerfelder und Register durch Aufnahme neuer Verordnungen und Vorschriften; 3. eingegeben werden in die Datenbank INFUCHS in der Weise, dass alle gespeicherten Informationen zu einem Stoff einzeln abrufbar sind und auf Anfrage als Ausdruck verschickt werden koennen.

Repraesentative weltweite Umfrage zum Umweltbewusstsein durch UNEP; hier: nationaler Beitrag

Der 14. UNEP-Verwaltungsrat hat beschlossen, 1988 einen Umweltbericht zum Thema 'The Public and the Environment' zu erstellen. Zum Stand des Umweltbewusstseins fehlt es weltweit an praezisen, international vergleichbaren Daten und Informationen. Die erforderlichen Daten sollen in einer repraesentativen Meinungsumfrage, die in 21 Staaten durchgefuehrt wird, gesammelt werden. Die Gesamtkosten werden sich auf ca. 1 Mio. US-Dollar belaufen. Zu den ausgesuchten Staaten gehoert D. Der BMZ gewaehrt finanzielle Unterstuetzung fuer die Umfrage in Entwicklungslaendern. Herr Minister hat das Projekt gebilligt und die Uebernahme der Kosten fuer die nationale Umfrage zugesagt. Die Umfrage in der Bundesrepublik Deutschland wird bewertet und fliesst in den von UNEP zu erarbeitenden Umweltbericht ein. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes hat der BMU ein besonderes Interesse an dieser Erhebung und dem Umweltbericht. Dieser Bericht wird Anhaltspunkte geben, wo Schwerpunkte in den laufenden Bemuehungen um die Verbesserung des Umweltbewussseins gesetzt werden muessen. Dies betrifft sowohl Zusammenarbeit innerhalb der EG, OECD, NATO als auch insbesondere mit den Entwicklungslaendern. Nachhaltige Erfolge, wie z.B. im Schutz der Atmosphaere, der Meere, der Ressoucen etc. werden ohne eine erhebliche Verbesserung des Umweltbewusstseins weltweit kaum moeglich sein.

Marktanalysen fuer ausgewaehlte Sekundaerrohstoffe unter Beruecksichtigung abfallrechtlicher Regelungen

Die Rohstoffmaerkte fuer Tief- und Strassenbauprodukte, Gips, Metalle und Kunststoffe muessen, durch abfallrechtliche Regelungen bedingt, ggf. zusaetzlich Sekundaerrohstoffe aufnehmen. Primaer- und Sekundaerangebot wurden nach Quellen untersucht; dem Gesamtangebot wurde eine Verbrauchsanalyse gegenuebergestellt. Vor dem Hintergrund des insgesamt verfuegbaren Recyclingpotentials auf den einzelnen Maerkten wurden oekonomische Aspekte der Verwertung einschliesslich der Kostenentwicklung analysiert. Die grossen regionalen Unterschiede in der Struktur des einzelnen Maerkte wurden herausgearbeitet. Abschliessend wurden die diesbezuegliche Entwicklung in der DDR sowie Recyclingaktivitaeten im Ausland dargestellt.

Die Wirkung von Pestiziden auf die Mesofauna und den CO2-Gasaustausch eines terrestrischen Modelloekosystems

In Weiterentwicklung und unter Zusammenfuehrung der Forschungsansaetze aus den FE 10603051/01 und 10603069 sollen mit dem entwickelten Modelloekosystem des Auftragnehmers zusaetzliche biotische (Encytraeen-Entwicklung) und abiotische (Gasaustausch) Parameter erfasst werden. Die Ergebnisse werden Toxizitaetstests mit Encytraeen (Borstenwuermer) im Labor gegenuebergestellt. Ziel ist die Integration unterschiedlicher, fuer eine Bewertung von Stoffen geeigneter Testparameter, um eine bessere Einschaetzung oekosystemarer Prozesse unter Schadstoffeinwirkung zu erhalten.

Mengen, Verwertung und Entsorgung von Altreifen in der Bundesrepublik Deutschland

Ermittlung der Qualitaeten und Quantitaeten von Altreifen, aufgeteilt nach Fahrzeugtypen. Darstellung der Mengenstroeme in unterschiedliche Verwertungswege, in Runderneuerung, Export und Abfallentsorgung. Erarbeitung von Loesungsvorschlaegen zur Stabilisierung bzw Steigerung des Verwertungsanteils.

Substanzerhaltung historischer Mauerwerksbauten. Entwicklung von Methoden zur Beschreibung und Charakterisierung von Umweltschaeden an Ziegelmauerwerk

Als Grundlage fuer die Entwicklung passiver Immissionsschutzmassnahmen an historichen Gebaeuden in Sichtmauerwerksbauweise sind Methoden auszuarbeiten, deren Ziel es ist, die in den letzten Jahren in zunehmendem Masse auftretenden Schaeden zu charakterisieren, ihre Ursache zu analysieren und Verfahren auszuarbeiten, um ihnen entgegenwirken zu koennen. Das Vorhaben dient zur Erarbeitung von Grundlagen fuer die Erhaltung historischer Bausubstanz und bildet damit einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag. Es wird gleichzeitig (gemeinsam mit dem F+E-Vorhaben 108 07 013/02) als Beitrag der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen internationaler Verpflichtungen in die NATO-CCMS-Pilotstudie 'Conservation of Brick Monuments' eingebracht.

Analyse des Marktes von Mineraloel-Additiven, die zur Anwendung durch Endverbraucher bestimmt sind

Fuer Mineraloel-Additive, die vom Endverbraucher den Mineraloelprodukten (Kraftstoffe, Heizoele, Schmieroele) zugesetzt werden, gibt es bisher keinerlei Kontroll- oder Zulassungsverfahren. Es liegen Hinweise vor, wonach erhebliche Mengen von Schwermetallen, Phosphor- und Halogenverbindungen auf diesem Wege in die Umwelt gelangen. Der Additiv-Markt (sogen. After-Market) soll nach abgesetzten Mengen und deren Inhaltssstoffen untersucht werden.

Entwicklung und Anpassung des TAPAP-Modells im Hinblick auf eine operationelle Anwendung mit dem Ziel einer Kurzfristprognose von Schadstoffbelastungen

Um sichere und fruehzeitige Hinweise auf drohende ferntransportierte Smogsituationen zu erhalten, wurde von der Umweltkonferenz 1986 ueber den BMU der Auftrag zur Weiterentwicklung geeigneter Prognosemodelle gestellt. Da auf diesem Gebiet teilweise wissenschaftliches Neuland zu betreten ist, ist es notwendig, den nationalen und internationalen Kenntnisstand heranzuziehen. Es gibt bis heute kein Modell, das fuer die spezielle Frage der Smogfruehprognose entwickelt wurde. Alle zur Zeit im Rahmen von Voruntersuchungen eingesetzten Modelle sind nur als Unterstuetzung und zur Interpretation von Messungen zu verstehen. Weiterhin sind bis heute die Schnittstellen zwischen den meteorologischen Prognosemodellen und den Ausbreitungsmodellen nicht konkretisiert. Fuer die Entwicklung eines praktikablen, wissenschaftlich geprueften und international akzeptierten Prognosemodellsystems besteht erhebliches Bundesinteresse.

Entwicklung eines einfachen Algentests als statischer Schnelltest im Sinne des Paragraphen 7a WHG und AbwAG

Mit dem Vorhaben soll ein einfacher Algentest als Schnelltest mit der Mikroplatten-Technik entwickelt und im praktischen Einsatz mit kommunalen und industriellen Abwaessern sowie Oberflaechenwasser erprobt und optimiert werden. Dabei soll die Schadwirkung auf die Algen ueber eine Verduennungsreihe auf der Mikroplatte visuell ablesbar oder die Fluoreszenz im Vertikalphotometer messbar sein. Ziel der Arbeiten ist die Entwicklung eines einfachen standardisierten Pruefverfahrens zur qualitativen und quantitativen Erfassung von 'gefaehrlichen Stoffen' im Sinne des Paragraph 7a WHG, welches dann mit dem leichtdurchzufuehrenden Algentest der Abwasserueberwachung zur Verfuegung stehen wird.

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