Durch die Novellierung der 1. BImSchV sind weitere Massnahmen zur Emissionsminderung nach dem Stand der Technik und zur Senkung des Energieverbrauches vorgesehen. Hierzu sollen die zulaessigen Abgasverluste fuer atmosphaerische Gasfeuerungsanlagen gesenkt werden. Aufbauend auf den Ergebnissen des F+E-Vorhabens 104 02 172 'Qualitaetssicherung der Messungen nach der 1. BImSchV...' soll in ergaenzenden Untersuchungen die Staubmessung an Feststoffeuerungen, die CO-Messung an Holzfeuerungen und besonders die Abgasverlustbestimmung an atmosphaerischen Gasfeuerungsanlagen ueberprueft werden. Durch eine integrierende Probenahme incl. Netzmessungen soll die Repraesentativitaet und Aussagensicherheit dieser Messungen erhoeht werden, damit die strengeren Anforderungen an die Abgasverluste hinreichend sicher kontrolliert werden koennen.
Das im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelte Standardleistungsbuch 898 'Schutz gegen Baulaerm' wird immer haeufiger bei der Vergabe von Bauleistungen angewandt. Es bildet eine Ergaenzung der den Baulaerm betreffenden rechtlichen Regelungen im Bereich der Planung und der Vergabe von Bauleistungen. Eine Uebernahme der Texte der StLB 898 in das offiziell gueltige Standardleistungsbuch 000 'Baustelleneinrichtung' wird inzwischen von den Herausgebern (GAEB, Gemeinsamer Ausschuss fuer Elektronik im Bauwesen) befuerwortet. Die teilweise vollzogenen (15. BImSchV), teilweise vorgesehenen (TA Baulaerm, BMU-Arbeitsprogramm IV.3) Aenderungen der rechtlichen Regelungen zum Baulaerm machen eine Fortschreibung und Anpassung des Standardleistungsbuches notwendig. Dabei muessen auch die Erfahrungen der Anwender abgefragt und ihre eventuellen Anregungen beruecksichtigt werden. Nur wenn das Standardleistungsbuch stets auf dem neuesten Stand ist, kann es seine Aufgabe bei der praeventiven Baulaermbekaempfung erfuellen.
Der BMU beabsichtigt, den Bodenschutz unter anderem dadurch zu verstaerken, dass die erforderlichen Massnahmen bezueglich der hochbelasteten Boeden an noch festzulegende Schwellenwerte fuer Bodenqualitaet und -funktionen orientiert werden. Mit dem Vorhaben werden die fachlichen Grundlagen zur Ableitung der Werte zusammengefuehrt sowie die Werte selbst unter fachlichen Gesichtspunkten und den Erfordernissen der Praxis formuliert, um die Voraussetzung fuer die Umsetzung in das Regelwerk Bodenschutz zu schaffen. Das Vorhaben wird mit Literaturstudien, Durchfuehrung und Auswertung von Expertengespraechen sowie der Erstellung von Einzel-Studien die fuer die hochbelasteten Boeden massgeblichen Groessen (Wirkung, Stoffkonzentration, Mobilitaet etc) erheben und sie differenziert nach der Empfindlichkeit der Bodenfunktionen und der Nutzungen sowie sonstiger bodenrelevanter Prozesse auswerten.
Das Vorhaben dient dazu, fuer die Reststoff-/Abfallgruppen - Anorganische Abfallsaeuren (mit Ausnahme von Beizsaeuren) und - Gipse mit produktionsspezifischen Beimengungen, die Grundlagen zur Bestimmung der Kriterien 'Stand der Technik' und 'Oekologische Zumutbarkeit' zu ermitteln. Im einzelnen werden folgende Problembereiche untersucht: - Datenerhebung ueber Art, Menge und Verbleib der Rueckstaende - Untersuchung der Produktionsprozesse hinsichtlich des Rueckstandsanfalls - Ermittlung des Standes der Technik der Vermeidung und Verwertung in den beschriebenen Bereichen - vergleichende Betrachtung hinsichtlich der oekologischen Zumutbarkeit der ermittelten Vermeidungs- und Verwertungsverfahren. Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen des FE-Vorhabens 'Untersuchung der Vermeidungs- und Verwertungsmoeglichkeiten von schwefelhaltigen Rueckstaenden der anorganischen und organischen Zwischenproduktenchemie (Nr. 10301343)' auf, das 1985 abgeschlossen wurde. Die Aktualisierung erfolgt unter Einbeziehung der neuen Bundeslaender.
Ziel der Studie ist es, eine genaue Erfassung der Lackabfaelle nach Art, Zustand, Menge und Verteilung durchzufuehren. Nur eine solche Istzustand-Erfassung erlaubt eine effektive Planung und Entwicklung von Verwertungstechniken, welche die Vielfalt der Lackabfaelle beruecksichtigen muessen. Ferner wird durch eine solche Erfassung des Rohstoffpotentials der Lackabfaelle die Entscheidungssicherheit fuer Foerderungen von Verwertungstechniken verbessert. Bei der Planung und Durchfuehrung solcher Entwicklungen ist diese Erfassung eine wichtige Orientierungs- und Koordinierungshilfe.
Bei den vom Umweltbundesamt gefoerderten Pyrolyseuntersuchungen bei flammgeschuetzten Kunststoffen wurden vor allem bei Proben, die mit polybromierten Diphenylethern ausgeruestet waren, hohe Furan- und Dioxinmengen gemessen. Ziel des weiterfuehrenden Vorhabens ist es, die Entstehung von bromierten Furanen und Dioxinen beim Brand von Elektrogeraeten, z.B. Fernseher, Monitoren, Druckern, die mit diesen Kunststoffen flammengeschuetzt sind, zu ermitteln. Darueber hinaus werden flammengeschuetzte Kunststoffproben analysiert, um festzustellen, ob darin bereits bromierte Furane und Dioxine z.B. durch die thermische Belastung bei der Herstellung enthalten sind, die z.B. waehrend der thermischen Belastung der Kunststoffe bei der Herstellung entstanden sein koennen.
Das Vorhaben hat das Ziel, den Kenntnisstand ueber die industrielle Verwendung von Schwermetallen (insbesondere: Cadmium, Blei, Quecksilber) zu verbessern. Durch die Fortschreibung bestehender Bilanzen sollen Veraenderungen innerhalb der einzelnen Verwendungsgebiete aufgezeigt werden. Es ergibt sich damit die Moeglichkeit, umwelt- und gesundheitspolitisch unerwuenschte Entwicklungen zu erkennen und vorbeugende Massnahmen einzuleiten. Die Kenntnis der Umweltrelevanz der einzelnen Einsatzgebiete macht eine differenzierte Kontrolle moeglich, wenn die Verarbeitungsmengen und die spezifischen Bedingungen dieses Verwendungsgebietes bekannt sind.
Im Rahmen des Vorhabens sollen fuer die Getraenke Wein, Bier, Mineralwasser und Erfrischungsgetraenke, getrennt nach Verpackungsart, Abfuellmengen, Verbrauchsmengen, Recyclingmengen und Verpackungskosten fuer die Jahre 1989 und 1990 ermittelt werden. Auf der Grundlage dieser Daten soll der Getraenkebericht fortgeschrieben und vollstaendig ueberarbeitet werden. Zusaetzlich sollen Panelberichte zu insgesamt 79 Fuellguetern fuer das Jahr 1990 geliefert werden
Das Vorhaben dient der Unterstuetzung der Arbeiten der AG 7 TA-Abfall, die das Ziel haben, die im Abfallgesetz und im Bundes-Immissionsschutzgesetz genannten Kriterien fuer die Vermeidung und Verwertung von Reststoffen und Abfaellen auszufuellen. Hierbei is neben rein technischen Verfahrensbeschreibungen u.a. auch die Konkretisierung des Kriteriums 'wirtschaftliche Zumutbarkeit' erforderlich. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung einer Methodik, die 'wirtschaftliche Zumutbarkeit' differenziert nach Abfall-/Reststoffgruppen zu ermitteln, um damit die Arbeiten der AG 7 zu vereinheitlichen und die Pruefung im Einzelfall zu ermoeglichen. Das Vorhaben geht von den Produktionsverfahren der metallverarbeitenden Industrie aus, da dieser Bereich stark zum Sonderabfallaufkommen beitraegt. Typische Sonderabfaelle dieses Bereichs sind verbrauchte Oel- und Schleifemulsionen, CKW-haltige Loesemittelabfaelle, Galvanikschlaemme, Lackschlaemme, Giessereialtsande. Entwicklung und Erprobung der Methodik sollen durch empirische Befragungen von Industriebetrieben dieser Bereiche erfolgen, wobei vorzugsweise auf Betriebe in Niedersachsen zurueckgegriffen wird. Eine Ausweitung der Befragung auf Betriebe der ehemaligen DDR ist beabsichtigt.
Mehr als 70 Prozent der Bevoelkerung fuehlen sich durch den Laerm belaestigt. Vielfach werden die Betroffenen durch mehrere Quellen (Strassen-, Schienen-, Flugverkehr, Gewerbe) gleichzeitig belastet. Beurteilungsverfahren, die von der Gesamtbelastung durch unterschiedliche Geraeuschquellen ausgehen, liegen bislang nicht vor. Sie sollen entwickelt werden, um eine Gesamtbewertung der Geraeuschsituation vornehmen zu koennen. In dieses Vorhaben sollen die physischen Auswirkungen des Laerms speziell in Hinblick auf Kombinatsbelastungen untersucht werden und zwar anhand einer Literaturstudie.
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| Bund | 409 |
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| Förderprogramm | 409 |
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