Fuer ca. 32 mutagenverdaechtige Stoffe wurde eine sehr hohe Umweltrelevanz ermittelt, fuer 15-20 dieser Stoffe ist die erbgutveraendernde Wirkung jedoch nicht ausreichend belegt. Durch die Pruefung dieser Stoffe in den entsprechenden Tests soll die Grundlage fuer eine umfassende Beurteilung der erbgutveraendernden Wirkung geschaffen werden.
Im Zusammenhang mit dem UN ECE-Uebereinkommen zum weitraeumigen grenzueberschreitenden Transport von Luftverunreinigungen von 13.11.1979 und dem bundesdeutschen Gesetz zu dem Stickstoff-Protokoll vom Oktober 1988 (Bekaempfung der Emission von Stickoxiden und ihres grenzueberschreitenden Flusses) hat die Bundesrepublik Deutschland besondere Verpflichtungen uebernommen. Dazu gehoert u.a. die Quantifizierung der Auswirkungen von Emmissionen auf Boeden und Gewaesser (Art. 6 a) des genannten Gesetzes) sowie die Ermittlung und kartographische Darstellung der Verteilung empfindlicher Gebiete (Art. 6 b) in der Bundesrepublik Deutschland und die Aufarbeitung der Ergebnisse zur Erstellung gesamteuropaeischer Karten. Das geplante Vorhaben soll die hierzu notwendigen Vorarbeiten leisten. In Fortsetzung und Ergaenzung des derzeit gefoerderten Vorhabens F+E 108 02 080/0 (Laufzeit bis Juli 1992) sollen ueber die Kartierung der Depositionen fuer Schwefel und Aziditaet hinaus die weiteren Verpflichtungen im Rahmen des genannten Abkommens zukuenftig erfuellt werden. Insbesondere die Erarbeitung und kartographische Darstellung von kritischen Belastungsraten (Critical Loads) fuer Stickstoff und kritischer Belastungskonzentrationen (Critical Levels) fuer Ozon stehen an. In diesem Zusammenhang sind z.B. internationale Workshops zu den Themen 'Stickstoff' und 'Ozon' fuer Anfang 1992 in Schweden und Grossbritannien geplant, deren Ergebnisse durch das neue Vorhaben direkt umgesetzt werden sollen.
PKW werden in der Bundesrepublik Deutschland in der Typ- und Serienpruefung auf Einhaltung der Abgasgrenzwerte getestet. Diese Pruefverfahren liefern nur bedingt Aussagen ueber die Schadstoffemission dieser Fahrzeuge im Verkehr. Um jedoch eine wirksame Kontrolle der Umweltbelastung durch den PKW-Verkehr zu erzielen, ist es notwendig, das Emissionsverhalten der Fahrzeuge im Verkehr zu ermitteln. Das Instrumentarium fuer diese Ueberwachung soll entwickelt werden und in der praktischen Durchfuehrung erprobt werden. Es sollen dadurch auch Erkenntnisse ueber die Dauerhaltbarkeit von Bauteilen erhalten werden.
Bedingt durch die Konstruktion dieses Strassenbelages erfolgt eine Einspuelung von Strassenverunreinigungen in die Deckschicht (Abriebe, Oel- und Tropfverluste u.a.). Es ergibt sich daraus eine laengere Kontaktzeit mit dem Regenwasser. Fuer den Zeitraum des Winterdienstes auch eine laengere Kontaktzeit mit einer erheblich hoeheren Salzkonzentration. Das hat zur Folge, dass Mineraloele, Schwermetalle, polycyclische Aromate, Schwefelverbindungen u.a. geloest werden und ins Gewaesser gelangen. Diese Belastungen sind zu ermitteln, dabei muessen die aus dem Lufttransport stammenden Verunreinigungen gesondert erfasst werden.
Mit dem Einigungsvertrag wurden Geltung und Anwendung der bundesdeutschen Immissionsschutzregelungen im Gebiet der neuen Laender abschliessend geregelt. Fuer den Bereich der genehmigungsbeduerftigen Anlagen bedeutet dies, dass die 13. BImSchV und die TA Luft umzusetzen sind, bei den nicht genehmigungsbeduerftigen Anlagen stehen die 1. und 2. BImSchV im Vordergrund der Untersuchung. Ziel des Vorhabens ist insbesondere die Erfassung des gegenwaertigen Bestandes an genehmigungsbeduerftigen Anlagen einschliesslich der Umsetzung der Sanierungsprogramme von TA Luft und 13. BImSchV, die voraussichtliche Entwicklung des Anlagenbestandes sowie eine Abschaetzung der Emissionsminderung.
Im Rahmen des Vorhabens sollen Umweltauswirkungen (Abfall- und Luftbelastung, Abwasserbelastung, Rohstoff- und Energiebedarf, Frischwasserbedarf) fuer Prozesse zu Lebenswegen und Lebenswege von Verpackungen aus den Packstoffen wie Papier, Kunststoffe, Glas, Metall, Holz und eingefuehrte Packmittel wie z.B. Flasche, Dose, Kartonverpackung, Becher sowie beispielhaft fuer andere Verpackungen ermittelt werden. Neben der Datenermittlung ist auch die Erarbeitung einer allgemein anerkannten Methode zur Aufstellung von Oekobilanzen bei Verpackungen Gegenstand des Vorhabens.
Bei den vom Umweltbundesamt gefoerderten Pyrolyseuntersuchungen bei flammgeschuetzten Kunststoffen wurden vor allem bei Proben, die mit polybromierten Diphenylethern ausgeruestet waren, hohe Furan- und Dioxinmengen gemessen. Ziel des weiterfuehrenden Vorhabens ist es, die Entstehung von bromierten Furanen und Dioxinen beim Brand von Elektrogeraeten, z.B. Fernseher, Monitoren, Druckern, die mit diesen Kunststoffen flammengeschuetzt sind, zu ermitteln. Darueber hinaus werden flammengeschuetzte Kunststoffproben analysiert, um festzustellen, ob darin bereits bromierte Furane und Dioxine z.B. durch die thermische Belastung bei der Herstellung enthalten sind, die z.B. waehrend der thermischen Belastung der Kunststoffe bei der Herstellung entstanden sein koennen.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines auf Staubimmissionsmessungen basierenden Verfahrens, das Aussagen ueber die Beitraege sowohl von bestimmten Quellgruppen als auch von Quellregionen zur Staubbelastung in einem Untersuchungsgebiet ermoeglicht. Dabei sind differenzierte Untersuchungen hinsichtlich der Staubinhaltsstoffe bei einer hohen zeitlichen Aufloesung erforderlich. Von den Analyseergebnissen ausgehend soll unter Beruecksichtigung der meteorogischen Bedingungen mit Hilfe von Rezeptormodellen auf die Beitraege von Quellgruppen und -regionen geschlossen werden.
Ziel des Vorhabens ist der Einsatz von Lackkoagulaten bei der Herstellung von bitumenstaemmigen Dicht- und Daemmaterialien. Dazu wird geeignetes Lackkoagulat nach entsprechender Konditionierung und Entwaesserung in bitumenstaemmigen Dichtmassen eingearbeitet, wobei es 10-30 Prozent des Bindemittels Bitumen ersetzen soll. Die auf diese Art gewonnenen Dicht- und Daemmaterialien werden anschliessend auf ihre Verwertbarkeit im Fahrzeugbau und in der Bauindustrie getestet. Es wird versucht, moeglichst hochwertige Verwertungsfelder zB als Antidroehnmasse im Automobilbau zu finden.
Mit dem Vorhaben sollen die in der Literatur vertretenen Erkenntnisse ueber Ablauf und das Ausmass der Degradierung von Boden durch Saeureeintrag (Bodenversauerung) ueber die verschiedenen Puffersysteme dargestellt und im Hinblick auf ihre raeumliche Ausdehnung und das Fortschreiten in der Zeit dargestellt werden. Aus der Auswertung sollen Angaben darueber hergeleitet werden, aufgrund welcher Eintraege fuer Boeden der BRD mit der Erschoepfung der verschiedenen Puffersysteme zu rechnen ist und welche Beeintraechtigungen der Bodenfunktionen sich daraus jeweils ergeben. Insbesondere ist das Auftreten irreversibler Bodendegradierung wie z.B. Zerstoerung von Tonmineralien quantifiziert zu behandeln. Es sind Folgerungen abzuleiten wie irreversiblen Schaeden vorzubeugen ist.
| Organisation | Count |
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| Bund | 409 |
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| Förderprogramm | 409 |
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