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Wissenschaftliche Vorbereitung und Unterstuetzung der Erarbeitung der TA-Abfall

Paragr. 4 des Abfallbeseitungsgesetzes in der Fassung des Entwurfs der Bundesregierung zur 4. Novelle des Abfallbeseitigungsgesetzes sieht den Erlass von allgemeinen Verwaltungsvorschriften fuer die Abfallbeseitigung vor. Diese Verwaltungsvorschriften werden in Arbeitsgruppen erarbeitet. Das Vorhaben dient dazu, den Arbeitsgruppen die fuer die jeweilige Aufgabenstellung erforderlichen Materialien aufzubereiten und zur Verfuegung zu stellen. Hierzu sind insbesondere die Ergebnisse von F+E-Vorhaben im Hinblick auf die konkrete Aufgabenstellung heranzuziehen. BMI und UBA sind bei der Wahrnehmung der Arbeiten an der TA-Abfall fachlich zu unterstuetzen. Bei der Festlegung des Standes der Technik auftretende Erkenntnisluecken sind durch Forschungsarbeiten zu schliessen. Die Ergebnisse der Arbeit in den Arbeitsgruppen sind wissenschaftlich aufzuarbeiten, dabei auftretende Managementaufgaben sind wahrzunehmen.

Zuarbeiten zur Ausarbeitung der ISO/CD 11688-1 'Acoustics-Recommended Practice for the Design of Low-Noise Machinery and Equipment'

Fuer den internationalen Normenentwurf ISO/CD 11688-1 'Acoustics-Recommended Practice for the Design of Low-Noise Machinery and Equipment' sind Zuarbeiten erforderlich. Die Norm soll den Konstrukteur bei der Entwicklung laermarmer Produkte unterstuetzen, indem der Stand der Technik dargelegt und durch Konstruktionsregeln ergaenzt wird. Zur Erlaeuterung der Regeln sind Konstruktionsbeispiele einzuarbeiten. Die derzeit vorhandenen Beispiele sind unvollstaendig und muessen so aufgearbeitet werden, dass sie fuer eine Praesentation in internationalen Normenkreisen geeignet sind. Gegenstand des Vorhabens ist neben der Sammlung fehlender Beispiele die Aufarbeitung von Konstruktionsbeispielen zur Untermauerung der entwickelten Richtlinie zur Konstruktion laermarmer Maschinen.

Zusammenstellung und statistische Bearbeitung vorhandener Daten zur Wirkung von ausgewählten Verbindungen auf Bodenorganismen und Ableitung von Prüfwerten

A) Problemstellung: Angesichts seiner zentralen Stellung im Ökosystem erfüllt der Boden eine Vielzahl von ökologischen Funktionen. Die mit der Regelungs- und Lebensraumfunktion verknüpften pedologischen Prozesse stellen wichtige Randbedingungen für die Stoff- und Energiekreisläufe dar und sind prägend für die Struktur und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes. Die Bodenfauna und -flora übernimmt im Rahmen ihrer Transformatorfunktion bis zu 80 Prozent der stofflichen Umsatzleistungen im Boden, was wiederum bedeutet, dass der Lebensraum dieser Organismen in besonderer Weise zu schützen ist. Die Beeinträchtigung oder gar der Verlust der biologischen Aktivität hätte über die Schwächung der Regelungsfunktion eine Einschränkung der Lebensraumfunktion zur Folge. B) Der Handlungsbedarf zur Ausarbeitung von Grundlagen zur Beurteilung der Wirkung stofflicher Bodenbelastungen auf Bodenorganismen und zur Erarbeitung von Prüfwerten leitet sich aus der Bundesratsentschließung Nr. 5 zur Bundes-Bodenschutz-Verordnung (BBodSchV) zur Überprüfung der Vorsorgewerte und der BR-Entschließung Nr. 7 zur Aufnahme von Prüfwerten für den Wirkungspfad Boden-Bodenorganismen (BR-Drucksache 244/99) ab. C) Ziel des Vorhabens ist die Zusammenstellung und statistische Auswertung vorhandener Wirkungsdaten von Schadstoffen auf Bodenorganismen aus ca. 15 FuE-Vorhaben des UBA, BMBF, DBU und DFG und die Ableitung von Prüfwertevorschlägen für den Pfad Boden-Bodenorganismen gemäß Paragraph 8 BBodSchG.

Oekologische Auswirkungen der Grundwasseranreicherungsmassnahmen von Wasserwerken am Beispiel des Feuchtgebietes im Spandauer Forst

Die Berliner Wasserwerke planen im Bereich eines Wasserwerkes im Spandauer Forst die Versickerung von vorgereinigtem Oberflaechenwasser, um das Grundwasserdargebot zu erhoehen. Mit diesem Forschungsvorhaben soll diese wasserwirtschaftliche Massnahme wissenschaftlich begleitet werden, um die Beziehungen zwischen der Standortflora und den Bodenwasserverhaeltnissen zu untersuchen und Steuerungskriterien zu entwickeln, mit denen die Infiltration zur Vermeidung von Pflanzenschaeden bei Grundwasserentnahme bzw zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer bestimmten Flora (im vorliegenden Fall zur moeglichen Renaturierung eines Moores) optimal betrieben werden kann.

Konzept zur technischen Konkretisierung und Weiterentwicklung der Abwasserteilstromanforderungen im Rahmen des Anhangs 22

In dem Vorhaben sollen die technischen Konzepte herausgearbeitet und systematisiert werden, die besonders geeignet sind, die allgemeinen Teilstromanforderungen des Anhang 22 zur Allgemeinen Rahmen-Abwasserverwaltungsvorschrift umzusetzen. Dabei ist die Sonderbehandlung von Abwasserteilstroemen, die Schwermetalle, Organoverbindungen oder andere schwer abbaubare oder bakterientoxische Stoffe enthalten, besonders zu beruecksichtigen. Abwasserteilstroeme, die durch ihren 'harten' CSB die ueberwiegende CSB-Restfracht an der KA verursachen, sind zu untersuchen und geeignete Loesungsvorschlaege zur Minimierung aufzuzeigen.

Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit - Teilvorhaben: Rückstände von Flammschutzmitteln in Frauenmilch aus Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von polybromierten Diphenylethern (PBDE)

PBDE sind lipophil, reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und gehen in die Muttermilch über. Dies führt dazu, dass der gestillte Säugling gleich nach der Geburt gegenüber solchen Substanzen exponiert wird. Bei Plazentagängigkeit kommt es zuvor zusätzlich zu einer intrauterinen Exposition. Aus einer schwedischen Studie geht hervor, dass Frauenmilchproben aus dem Zeitraum 1972-1997 mit PBDE in zunehmendem Maße belastet sind. In den nachfolgenden Jahren zeichnet sich dann ein leicht rückläufiger Trend ab. In einer deutschen Studie, in welcher Frauenmilchproben aus dem Zeitraum 1984-1999 (Auswahlkriterium: Erstgebärende, unabhängig vom Zeitpunkt der Stillperiode) untersucht wurden, ist demgegenüber ein kontinuierlicher Anstieg von PBDE zu erkennen. Die Ergebnisse haben orientierenden Charakter, da analytische Probleme insbesondere beim Nachweis des Kongeners BDE Nr. 47 (4-BDE) auftraten. Frauenmilch ist nicht nur Lebensmittel für den Säugling, sondern zugleich ein guter Bioindikator für die Charakterisierung der internen Belastung der Allgemeinbevölkerung. Vor diesem Hintergrund sollen in einer Pilotstudie aktuelle Frauenmilchproben aus Deutschland in erweitertem Studiendesign auf PBDE analysiert werden: l. zeitlicher Verlauf der PBDE-Gehalte innerhalb der Stillperiode (ca. 25 Probandinnen), 2. Einfluss der Ernährung auf die PBDE-Gehalte (10 Veganerinnen) und 3. intraindividueller Vergleich der PBDE-Gehalte in Blut und Frauenmilch (10 Probandinnen). In das Kongenerenspektrum sollen neben den bisher in deutschen Humanproben quantifizierten 3-, 4-, 5- und 6-BDE (Nr. 28, 47, 66, 85, 99, 100, 153, 154) auch die 8- und 10-BDE (Nr. 183 und 209) einbezogen werden. Anhand der Analysenwerte sollen die Exposition für den gestillten Säugling abgeschätzt, Rückschlüsse auf die Belastung der Bevölkerung gezogen und in Verbindung mit der oben erwähnten deutschen retrospektiven Studie der zeitliche Trend verfolgt werden.

Entwicklung und Validierung einer Methode zur Bestimmung von polyfluorierten organischen Substanzen in Meerwasser, Sediment und Biota - Untersuchungen zum Vorkommen dieser Schadstoffe in der Nord- und Ostsee

Im vergangenen Jahr hat die 3M Corporation, einer der Hauptproduzenten von Fluorchemikalien, die Einstellung der auf Perfluorooctanylverbindungen basierenden Produktlinie beschlossen. Darunter fallen Verbindungen wie Perfluorooctylsulfonat (PFOS), Perfluorooctylsulfonamid (PFOSA) und Perfluorooctansäure (POAA). Als Grund wurde ein mögliches Risiko für Mensch und Umwelt durch diese Verbindungen angegeben. PFOS ist in relativ hohen Konzentrationen in der Umwelt nachgewiesen worden. Analysen von Seeadlerblut ergaben z.B. mittlere PFOS-Konzentrationen, die viermal höher als DDT-Werte und zweimal höher als PCB-Werte waren. Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung und Validierung einer Methode zur Bestimmung von polyfluorierten organischen Substanzen in Meerwasser, Sedimenten und Biota. Mit dem entwickelten Verfahren sollen des weiteren Untersuchungen zum Vorkommen dieser Schadstoffe in der Nord- und Ostsee durchgeführt werden. Dies umfasst folgende Aufgaben: 1. Entwicklung einer LC/MS-Methode (NCI-Detektion) zur Bestimmung dieser Verbindungen in verschiedenen Matrizes der marinen Umwelt (Wasser, Sediment, Biota) - 2.. Validierung der Methode durch experimentelle Ermittlung ausgewählter analytischer Kenndaten - 3. Untersuchungen zum Vorkommen dieser Verbindungen in der Nord- und Ostsee.

Politikinstrumente zum Klimaschutz durch Effizienzsteigerung von Elektrogeräten und -anlagen in den Privathaushalten, Büros und im Kleinverbrauch

A) Problem: Die Privathaushalte und der Kleinverbrauch haben durch ihren Anteil am Stromverbrauch auch einen wesentlichen Anteil an dem C02-Ausstoß in Deutschland. B) Handlungsbedarf: In dem UFOPLAN-2000-Vorhaben 'Klimaschutz durch Effizienzsteigerung von Geräten und Anlagen - Potentiale', FKZ 29897346, wurden bedeutende Einsparpotentiale bei der Stromnutzung durch Elektrogeräte und -anlagen in den Privathaushalten, dem Kleinverbrauch und in den sonstigen Büros ermittelt. Die Maßnahmen, die geeignete sind, diese Potentiale auszuschöpfen, sollen identifiziert werden. C) Ziel des Vorhabens: Mit Blick auf die Minderung von Treibhausgasemissionen, vor allem C02, durch eine Verringerung des Strombedarfes von Elektrogeräten und -anlagen in dem genannten Bereich sollen verschiedene hierfür geeignete Instrumente untersucht werden. Dafür sind folgende Schritte vorgesehen: 1. Untersuchungen der bisherigen und laufenden Aktivität zur Steigerung der Energieeffizienz in dem genannten Bereich, die in der EU, anderen europäischen Staaten sowie im internationalen Rahmen (Klimakonvention, IEA/OECD, ECE, ISO, WTO usw.) erfolgt. 2. Untersuchung geeigneter Instrumente, insbesondere Selbstverpflichtung/Vereinbarungen mit Herstellern/Händlern/Importeuren, Ordnungsrecht sowie anderer Maßnahmen (Umweltzeichen, Kennzeichnung, Beratung, Information usw.). 3. Schätzung des durch Umsetzung der untersuchten Instrumente ausschöpfbaren Potentials.

Evaluation der hygienischen Qualität des Wassers in mit fäkalbelastetem Flusswasser gefluteten Tagebaurestseen

Die Überwachung von freien Badegewässern nach hygienisch-mikrobiologischen Gesichtspunkten findet anhand von mikrobiellen Indikatoren (Indikatorbakterien und -viren) statt. Bei der Überschreitung von bestimmten vorgegebenen Konzentrationen dieser Indikatoren wird davon ausgegangen, dass Krankheitserreger auch in Konzentrationen präsent sind, die die Gesundheit der Badebenutzer gefährden. Dabei sind die Indikatoren selbst keine Krankheitserreger, sondern in der Regel harmlose Bewohner des menschlichen Darmes. Indikatoren überleben im Oberflächenwasser länger als Krankheitserreger. Daraus folgt, dass wenn das Zeitintervall (Karenzzeit) seit der letzten fäkalen Einleitung lang genug ist und die Indikatorkonzentrationen unter die Grenzwerte zu liegen kommen, die Anzahl der Krankheitserreger im Wasser als unbedenklich gelten kann. Wird das Gleichgewicht eines Gewässers durch eine intermittierende Flutungsweise gestört, dann treffen diese Voraussetzungen nicht mehr zu. In intermittierend gefluteten Tagesbaurestlöchern kommt es bei jeder Flutung zu einer Verdünnung des eingeleiteten Wassers durch das bereits im Restloch vorhandene Wasser. Dabei wird die Verdünnung der Indikatoren und der Krankheitserreger gleich sein. Das ist ein beunruhigender Aspekt der Hygiene, weil sonst die Krankheitserreger durch die Karenzzeit überproportional eliminiert werden. Das FV soll die Frage der Absterberate ausgewählter Krankheitserreger in Tagebaurestlöchern mit ihren besonderen wasserökologischen Eingenschaften untersuchen. Die Fragen, die in einmaliger Weise hinterfragt werden sollen sind, wie Fäkalbakteriophagen, die mit dem Abwasser in die Gewässer gelangen, im Vergleich zu humanpathogenen Viren inaktiviert werden, ferner wie sich E.coli-Bakterien und interstinale Enterokokken hinsichtlich humanpathogenen Viren verhalten.

Machbarkeitsstudien für neue Umweltzeichen nach ISO 14024 zu ausgewählten Produktgruppen hier: Biozidfreie Antifouling-Produkte für Sportboote - Teilvorhaben 03

Antifoulingmittel enthalten in der Regel biozide Wirkstoffe und geben diese bestimmungsgemäß ins Gewässer ab. Sie töten dabei nicht nur Aufwuchsorganismen, sondern schädigen auch 'Nichtzielorganismen'. Es sind Anreicherungen dieser Wirkstoffe in Fischen, Krebs- und Muscheltieren nachgewiesen. Da die bioziden Wirkstoffe der Antifoulingmittel in der Regel schwer oder gar nicht abbaubar sind, stören sie das Ökosystem der Gewässer in erheblichem Maße. Auf dem Markt sind derzeit einige biozidfreie Antifoulingprodukte verfügbar. Die biozidfreien Produkte werden nur zögerlich von den Kunden angenommen, weil eine große Unsicherheit über deren Gebrauchstauglichkeit/Wirkung besteht. Es ist jedoch erforderlich, die Gebrauchstauglichkeit/Wirksamkeit im Rahmen eines Umweltzeichens für biozidfreie Antifoulingprodukte zu fordern. Da es für den Nachweis der Wirksamkeit von Antifoulingprodukten noch kein allgemeingültiges Verfahren gibt, soll dies über dieses FuE-Vorhaben entwickelt werden. In der Biozidrichtlinie sind derzeitig noch keine Wirksamkeitsprüfungen für die einzelnen Produktgruppen festgeschrieben. Bis solche Wirksamkeitskriterien für die einzelnen Produktgruppen erarbeitet sind, hat der Antragsteller im Rahmen der Biozidrichtlinie die Wirksamkeit glaubhaft nachzuweisen. Ziel des Vorhabens ist es in Abhängigkeit der verschiedenen Antifoulingtypen wie z.B. Siliconbeschichtungen, selbstpolierende Beschichtungen, Beschichtungen mit Microfaserstruktur sowie der Anwendung in unterschiedlichen Gewässern (Süß-, Salzwasser) und auf unterschiedlichen Bootstypen (schnell/langsamfahrende Boote) unter Berücksichtigung der verschiedenen Liegezeiten, die Wirksamkeit der biozidfreien Antifoulingprodukte nachzuweisen. Die entwickelte Methodik zur Wirksamkeitsprüfung soll in der Branche (z.B. Farbhersteller, Anwender, Seglerverbände, Wissenschaftler) diskutiert werden, um ein abgestimmtes Nachweisverfahren für ein neues Umweltzeichen für biozidfreie Antifoulingprodukte zu erhalten. Des weiteren soll untersucht werden, ob in den biozidfreien Antifoulingprodukten umweltbelastende Stoffe enthalten sind, die ggf. in einem Umweltzeichen berücksichtigt werden sollten.

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