Sowohl die Trinkwasserverordnung (TVO) als auch das Bundesseuchengesetz bieten zur Zeit keine hinreichende Rechtsgrundlage fuer Anordnungen zum Auswechseln der Bleileitungen. Beide Rechtsgrundlagen eignen sich nicht zur Durchsetzung von 'reinen Vorsorgewerten'. Eine geeignete Rechtsgrundlage bietet allein Paragraph 9 Abs. 1 Ziff. 3 LMBG. Allerdings ist die Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Hinblick auf Art. 74 Ziff. 19 und 20 GG zweifelhaft (gilt auch fuer die jetzige TVO). Zivilrechtlich stellt die Ueberschreitung des Grenzwerts der TVO allein noch keinen Mangel dar, den der Vermieter zu beseitigen haette. Ein Auswechseln der Rohre waere daher keine Erhaltungs-, sondern eine Verbesserungsmassnahme. Folge: Umlegung auf die Miete; Haftung des Vermieters nur, wenn im Einzelfall Fehler der Mietsache vorliegt oder Verletzung von Aufklaerungspflichten.
Auf der Basis von Pruefkammeremissionsmessungen ist ein Pruefverfahren fuer die Bestimmung des Emissionsverhaltens von beschichteten Holzwerkstoffen und Moebeln zu entwickeln. Schwerpunkt der Untersuchungen sind Vergleichsmessungen zwischen unterschiedlichen speziellen Emissions-Messkammern und die Entwicklung eines leistungsfaehigen Probenahme- und Analysenverfahrens. Nach den vorliegenden Ergebnissen ist die Probenahme mittels Tenax bei anschliessender Thermodesorption, kapillargaschromatographischer Trennung und massenspektrometrischer Detektion eine geeignete leistungsfaehige Methode. Nach dem bisherigen Kenntnisstand scheinen die einbezogenen Emissionsmesskammern mit Volumina von 35 ml - 20 m3 grundsaetzlich vergleichbare Ergebnisse zu liefern. Dieser Zusammenhang geht jedoch bei komplexen Proben und unterschiedlichen kammerbedingten Probengroessen teilweise verloren.
Drainasphalt, der ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt der Wasserableitung zur Aquaplaningverhinderung entwickelt wurde, besitzt deutlich akustische Vorteile. Versuchsstrecken existieren vor allem im westeuropaeischen Ausland. Es werden zT enorme Pegelabsenkungen (bis 9 dB) angegeben. Zur Beurteilung der Laermminderung muessen sowohl die Messbedingungen als auch die Beschaffenheit der Vergleichsstrecken genau angegeben sein, was in der Regel nicht geschehen ist. Um aussagefaehige und vergleichbare Pegel der unterschiedlichen Drainasphaltstrassendecken zu erhalten, werden mehrere Strecken mit gleichen Fahrzeugen vermessen. Die Ergebnisse werden bei dem jetzt von der BAST und dem BMV veranlassten Bau von Versuchsstrecken mit Drainasphalt in der Bundesrepublik beruecksichtigt. Die hierbei errichteten Stadtstrassen sind in das Messprogramm einbezogen.
Aus Standardwerken der chemischen Literatur sollen fuer 500 vom Umweltbundesamt vorgegebene Stoffe folgende Daten erfasst und in die Datenbank Sysiphus uebertragen werden: Beschreibung der Verfahren, Verwendung der Produkte, Angabe aller eingesetzten Stoffe (wie Nebenprodukte, Zwischenprodukte usw.), wirtschaftliche Kenndaten und Hauptverfahrensstufen.
In diesem Vorhaben sollen die Auswirkungen geaenderten Freizeitverhaltens und erhoehter Freizeit auf die Wirtschaftssituation und die Umwelt abgeschaetzt werden.
Das Feinwurzelsystem von gesunden und geschaedigten Buchen soll vor allem im Mykorrhizabereich mit cytologischen und chemischen Methoden untersucht werden. Es ist geplant, Mykorrhizapilze verschiedener Standorte zu isolieren und schadstoffresistente Staemme zu selektionieren. Es stellt sich die Frage, inwieweit durch Beimpfung mit optimalen Mykorrhizastaemmen die Schadstoffresistenz der Baeume erhoeht, die Naehrstoffversorgung verbessert werden kann.
Entscheidungen und Massnahmen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans sind mit erheblichen Wirkungen auf die Umwelt verbunden. Ueber Einzeluntersuchungen hinaus bedarf es einer systematischen Evaluierung dieses Instrumentes. Ziel des F+E-Vorhabens ist es, anhand von Fallstudien (durchgefuehrten Verkehrsprojekten) u.a. aufzuzeigen, - welchen Beitrag die Ziele und Vorgaben des BVWP zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbeeintraechtigungen lieferten, - im welchem Masse die umweltorientierten Ziele des BVWP umgesetzt wurden, - inwieweit die vorausgesagten Umweltvertraeglichkeiten und -risiken mit der Realitaet uebereinstimmen. Die Untersuchung soll sowohl Projekte des Strassen- als auch des Eisenbahnverkehrs umfassen. Neben direkten oekologischen Wirkungen sollen raumstrukturelle Umweltwirkungen Beruecksichtigung finden. Aus den Ergebnissen des Vorhabens sollen Hinweise zur Weiterentwicklung von Methoden und Verfahren der BVWP gewonnen werden.
Aufgrund der Bewertung des krebserzeugenden Potentials vieler anorganischer Faserstaeube insbesondere aus kuenstlichen Mineralfasern muessen von den Bundesoberbehoerden UBA, BGA und BAU gemeinsam Sachverstaendigenanhoerungen zu KMF und zu moeglichen Alternativen veranstaltet werden. Diese Anhoerungen sollen beginnend im Dezember 1993 mit der Anhoerung zur krebserzeugenden Wirkung und Gesundheitsrisiken von KMF sowie Anfang 1994 zu technischen Massnahmen und zu alternativen Stoffen und Produkten durchgefuehrt werden. Ziel des Vorhabens ist es, auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse eine umfassende Bewertung der Problematik von kuenstlichen Mineralfasern zu erarbeiten. Auch sind alternative Stoffe und Produkte in Abhaengigkeit vom Einsatzbereich unter toxikologischen und oekologischen Gesichtspunkten zu untersuchen. Ferner sollen Vorschlaege fuer den Einsatz von Alternativwerkstoffen gemacht werden.
Die in der Gentechnik-Sicherheitsverordnung Anhang I, Teil B in Risikogruppen eingeordneten Organismen sollen unter Umweltgesichtspunkten, d.h. ihrer Pathogenitaet/Schaedlichkeit fuer Tiere und Pflanzen begutachtet werden. Da die Einstufung der Organismen in die Risikogruppen hauptsaechlich in bezug auf ihre Humanpathogenitaet geschah, koennte eine Einordnung nach Risikogruppen in bezug auf Tiere und Pflanzen voellig neue Gesichtspunkte erbringen. Es koennte u.U. festgestellt werden, dass das Risiko fuer Pflanzen und Tiere nur ungenuegend beruecksichtigt wurde.
Ziel des Projektes ist, das im Rahmen des Projektes 'Methodenstudie zur Emittentenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland' entwickelte Computermodell so auszubauen, dass es auch von Personen ohne Vorkenntnisse zur Untersuchung der Auswirkungen von oekonomischer Aktivitaeten auf unterschiedliche Arten von Emissionen eingesetzt werden kann. Eine weitere Aufgabe besteht in der Aktualisierung und Erweiterung der Datenbasis. Ausserdem soll geprueft werden, inwieweit die neuen Bundeslaender mit in das Modell aufgenommen werden koennen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 521 |
| Europa | 5 |
| Kommune | 8 |
| Land | 16 |
| Wissenschaft | 119 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 521 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 521 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 521 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 514 |
| Webseite | 7 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 307 |
| Lebewesen und Lebensräume | 398 |
| Luft | 314 |
| Mensch und Umwelt | 517 |
| Wasser | 317 |
| Weitere | 521 |