Stoerungen des Zellstoffwechsels und der Zellteilung setzen die Permeabilitaet von Zellmembranen gegen den jeweiligen Schadstoff voraus: Der Transport ueber Carrier-Systeme durch die Biomembranen ist ein moeglicher Weg. Eine Beurteilung dieser wesentlichen biologischen Prozesse kann eine fruehzeitige Erkennung umweltgefaehrdender Stoffe (hier: gegen Lebewesen) ermoeglichen. Entsprechende Untersuchungsverfahren sind zu standardisieren und mit ausgewaehlten Umweltchemikalien zu evaluieren. Das Vorhaben dient der Fortschreibung der Vorschriften ueber das Testen umweltgefaehrlicher Stoffe (Paragraph 10 Abs 1 ChemG).
Durch die TA Siedlungsabfaelle wurde ein verstaerkter Druck zur Ausbringung von Klaerschlaemmen auf landwirtschaftlich genutzte Boeden erzeugt. Es ist daher zu ueberpruefen, ob die derzeitigen Regelungen fuer einen vorsorgenden Bodenschutz ausreichen, insbesondere hinsichtlich der Ausbringung von Klaerschlaemmen als Mischduenger. Dazu sollen insbesondere die Erfahrungen der Laender und ihrer Vollzugsbehoerden wie auch der landwirtschaflichen Behoerden ausgewertet werden. Im Ergebnis ist die Frage zu beantworten, ob und ggf. wie die Klaerschlamm-Verordnung zu novellieren ist oder duengemittelrechtliche Regelungen ergaenzt werden sollten.
Die Frageboegen der EG-Kommission, betreffend Daten zu den 129 Stoffen der Liste I (Richtlinie 76/464/EWG) machen u.a. die Erhebung von Daten zur Toxikologie, Bioakkumulation und Perstistenz erforderlich. Zu ihrer Dokumentation wird die Datei INFUCHS eingesetzt, in deren Erfassungsboegen die erhobenen Daten zugleich im Rahmen des Vorhabens uebertragen werden.
Aus den Erfahrungen mit der Bewertung von Grundwasserbeschaffenheitsdaten sollen in Baden-Wuerttemberg neben den lokalen Ueberwachungsmessstellen langfristig zu betreibende Intensivuntersuchungsgebiete eingerichtet werden. Die Auswahl und der Betrieb eines solchen Testgebietes wurde in diesem Vorhaben beispielhaft erprobt. Das ausgewaehlte Gebiet bei Karlsruhe wurde ueber einen Zeitraum von ca 4 Jahren intensiv untersucht. Alle verfuegbaren Daten ueber die Beschaffenheit des Untergrundes und die verschiedenen Arten der Landnutzung (Landwirtschaft, Deponien, Strassen und Siedlungen usw) wurden zusammengestellt. Unter Verwendung einer verbesserten Probenahme- (multi-level) und Analysetechnik (ICP) wurden zahlreiche Grund- und Oberflaechenwasserproben untersucht. Der Einsatz eines neu entwickelten Stroemungsmessgeraetes ermoeglichte es, den Einfluss kleiner Vertikalstroemungen auf die Analysenergebnisse zu ermitteln. Durch entsprechende Gestaltung der Probenahme konnten diese Stoerungen weitgehend eliminiert werden. Mit Hilfe verschiedener Modellrechnungen war es moeglich, die Einzugsgebiete der einzelnen Messstellen abzugrenzen, um sinnvolle Beziehungen zwischen der Landnutzung und der Grundwasserbeschaffenheit ableiten zu koennen. Aus den Grundwasseranalysen wurden Werte fuer die Hintergrundbeschaffenheit und charakteristische Wertebereiche fuer vier Belastungstypen abgeleitet. Mit Hilfe einer Modellierung von Transport- und Reaktionsprozessen wurde der Anteil verschiedener Quellen an den Cl-, SO4- und NO3-Gehalten des Grundwassers bestimmt und der Abbau von Nitrat quantifiziert.
Marine Mollusken sollen entlang der Haefen an der Nord- und Ostseekueste gesammelt und auf Pseudohermaphroditismuserscheinungen und histopathologische Effekte in der Mitteldarmdruese, der Gonade und der Kiemen untersucht werden (TV 01). Parallel zu den histochemischen Untersuchungen sollen die Organismen auf ihre Rueckstaende an Organozinn untersucht werden (TV 02).
Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sind Untersuchungen zur potentiellen Schadwirkung anorganischer und organischer Stoffe gegen Daphnia magna insbesondere auf deren Reproduktions- und Ueberlebensrate in der Testzeit von 21 Tagen durchgefuehrt worden, um die Relevanz dieser Testergebnisse fuer die Bewertung der Umweltgefaehrlichkeit von Stoffen im aquatischen Milieu besser beurteilen zu koennen. Die Testdurchfuehrung erfolgte nach dem vorlaeufigen Testverfahrensvorschlag des Umweltbundesamtes, Stand 1.1.1984, im semistatischen Verfahren. Es wurden 73 umweltrelevante Stoffe unterschiedlicher chemischer Beschaffenheit bzw. Gruppenzugehoerigkeit ausgewaehlt: wasserloesliche, fluechtige sowie schwerloesliche Stoffe. Fuer alle zu testenden Stoffe wurden substanzspezifische Bestimmungsmethoden angewandt. Fuer jeden Stoff wurde ein Ergebnisbericht erstellt, in welchem die chemischen und biologischen Daten dieses Tests zusammenfassend beurteilt und bewertet werden. In mehreren Tabellen wurden die Ergebnisse nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnet und interpretiert.
Sowohl die Trinkwasserverordnung (TVO) als auch das Bundesseuchengesetz bieten zur Zeit keine hinreichende Rechtsgrundlage fuer Anordnungen zum Auswechseln der Bleileitungen. Beide Rechtsgrundlagen eignen sich nicht zur Durchsetzung von 'reinen Vorsorgewerten'. Eine geeignete Rechtsgrundlage bietet allein Paragraph 9 Abs. 1 Ziff. 3 LMBG. Allerdings ist die Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Hinblick auf Art. 74 Ziff. 19 und 20 GG zweifelhaft (gilt auch fuer die jetzige TVO). Zivilrechtlich stellt die Ueberschreitung des Grenzwerts der TVO allein noch keinen Mangel dar, den der Vermieter zu beseitigen haette. Ein Auswechseln der Rohre waere daher keine Erhaltungs-, sondern eine Verbesserungsmassnahme. Folge: Umlegung auf die Miete; Haftung des Vermieters nur, wenn im Einzelfall Fehler der Mietsache vorliegt oder Verletzung von Aufklaerungspflichten.
Zur Untersuchung des Schadstoffeintrages in die Nord- und Ostsee soll eine Messstelle in Daen. Nienhof (20 km noerdl. Kiel) aufgebaut und die UBA-Messstelle Westerland ausgebaut werden. Untersucht werden soll der Eintrag mit dem Niederschlag; als Komponenten sind vorgesehen die Hauptionenbestandteile H+, NH+4, Na+, K+, Mg2+, Ca2+, SO2-4, NO-3, Cl-, die Schwermetalle Pb, Cd, Cu, Zn, As, Cr, Ni (graue Liste der Parcom), organische Mikrovereinigungen wie PCB, Pestzide und Quecksilber in seinen verschiedenen Bindungsformen. Die Arbeiten an der Analysetechnik fuer organische Verbindungen sollen an der Universitaet Kiel, die an der Hg-Analytik an der Messstelle Westerland durchgefuehrt werden.
Drainasphalt, der ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt der Wasserableitung zur Aquaplaningverhinderung entwickelt wurde, besitzt deutlich akustische Vorteile. Versuchsstrecken existieren vor allem im westeuropaeischen Ausland. Es werden zT enorme Pegelabsenkungen (bis 9 dB) angegeben. Zur Beurteilung der Laermminderung muessen sowohl die Messbedingungen als auch die Beschaffenheit der Vergleichsstrecken genau angegeben sein, was in der Regel nicht geschehen ist. Um aussagefaehige und vergleichbare Pegel der unterschiedlichen Drainasphaltstrassendecken zu erhalten, werden mehrere Strecken mit gleichen Fahrzeugen vermessen. Die Ergebnisse werden bei dem jetzt von der BAST und dem BMV veranlassten Bau von Versuchsstrecken mit Drainasphalt in der Bundesrepublik beruecksichtigt. Die hierbei errichteten Stadtstrassen sind in das Messprogramm einbezogen.
Neben der Verkehrsverlagerung und der vertraeglichen Abwicklung des Verkehrs rueckt das Thema ' Verkehrsvermeidung durch Raumplanung' in den Mittelpunkt der Diskussion. So beschaeftigt sich inzwischen auch die UMK und die BT-Enquete-Kommission ' Schutz der Erdatmosphaere' schwerpunktmaessig mit dem Thema. Ziel des Vorhabens soll es sein, anhand von Fallbeispielen die Auswirkungen verschiedener verkehrsreduzierender Siedlungskonzepte auf die Umweltfaktoren in ihrer Gesamtheit zu erfassen und zu bewerten. Dabei sind nicht nur die Emissionen/Immissionen zu betrachten, sondern vor allem auch die Auswirkungen auf 'Flaechenverbrauch', 'Landzerschneidung', 'Naturraumpotentiale' und 'Landschaftsbild'. Moegliche Beeintraechtigungen staedtischer Umweltqualitaet durch zu starke Verdichtung und Nutzungsmischung sind zu beruecksichtigen. Die Fallbeispiele koennen sich sowohl auf bereits vollzogene Planungen als auch in der Diskussion befindliche Konzepte beziehen. Defizite bei der Anwendung und Umsetzung des vorhandenen Planungsinstrumentariums in der Planungspraxis sind aufzuzeigen.
| Organisation | Count |
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| Bund | 521 |
| Europa | 4 |
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| Wissenschaft | 89 |
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| Förderprogramm | 521 |
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| Boden | 307 |
| Lebewesen und Lebensräume | 398 |
| Luft | 314 |
| Mensch und Umwelt | 517 |
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