Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.
Problemstellung: Da viele Umweltchemikalien die Tendenz haben, an Sedimentpartikel zu adsorbieren und damit einen Risikofaktor für Sedimentorganismen darstellen, wurde auf internationaler Ebene die Notwendigkeit erkannt, für den Sedimentbereich eine weitere standardisierte Testmethode zur Verfügung zu haben. Für die Risikoabschätzung von Stoffen im Rahmen des Vollzugs von Stoffgesetzen (u.a. EG-AltstoffV, Biozidgesetz) ist die Bewertung des Kompartimentes Sediment von großer Wichtigkeit. Zur Zeit gibt es nur einen OECD-Test zu einem Sedimentorganismus (OECD 218, draft). Im Rahmen der Revision des Technical Guidance Documents zur Bewertung von Neuen und Alten Stoffen sowie von Bioziden ist ein neues Konzept für die Bewertung des Sediments erarbeitet worden. Es wird als Teststrategie die Durchführung eines Sedimenttests mit mindestens einem weiteren endobenthischen (im Sediment lebend) Sedimentorganismus gefordert. Deshalb wurde ein Test mit Lumbriculus entwickelt und es ist nun dringend erforderlich, diesen Test im Rahmen eines Ringtests zu validieren. Handlungsbedarf: Sedimentbewohner stellen ein wichtiges Glied im aquatischen Ökosystem dar und spielen eine entscheidende Rolle beim Stoffkreislauf. Deshalb haben Wirkungen auf Sedimentorganismen einen Einfluß auf das gesamte aquatische Ökosystem. Viele Stoffe binden oder adsorbieren an das Sediment und können dadurch für die Sedimentbewohner bioverfügbar sein. Zur adäquaten Abbildung des Risikos für Sedimentorganismen ist es deshalb erforderlich, Organismen mit unterschiedlichen Ernährungs- und Lebensweisen zu testen. Die bisher vorliegenden Testrichtlinien sind für eine Bewertung des Risikos nicht ausreichend. Ziel: Ziel des Vorhabens ist es, eine Prüfvorschrift im OECD-Test-Guideline-Format zu entwickeln, die dem Nationalen Koordinator des OECD-Prüfrichtlinenprogramms zur Verfügung gestellt wird. Der Ringtest soll mit 8-12 Labors aus unterschiedlichen OECD-Ländern durchgerührt werden. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens (FuE-Vorhaben 29967411) und einem Gutachten (FKZ 36012001) wurden bereits Vorarbeiten geleistet.
Zur Druchsetzung des Standes der Technik im Rahmen des BImSchG ist es notwendig, Emissionsdaten von Anlagen zu erheben und Planern, Betreibern und Vollzugsbehoerden zur Verfuegung zu stellen. Im Vorhaben sollen die Emissionen (Schalleistungspegel) von Anlagen, die erfahrungsgemaess erhebliche schalltechnische Probleme hervorrufen, moeglichst repraesentativ bestimmt und der Stand der Laermminderungstechnik ermittelt werden. Kosten fuer den zusaetzlichen Schallschutz sind abzuschaetzen. Weiterhin sollen die Arbeiten zur Erstellung einer Emissionsdatensammlung gefoerdert werden, auf die in der neuen TA Laerm Bezug genommen werden soll. Aufbauend auf den Erfahrungen bei der Anwendung TA Laerm sowie neueren Entwicklungen in der Messtechnik und bei Prognoseverfahren muessen Grundlagen fuer Verwaltungshilfen zur einheitlichen Durchfuehrung der TA Laerm erarbeitet werden. Hierbei handelt es sich u.a. um folgende zu untersuchende Teilaspekte: Weiterentwicklung der Beurteilungsverfahren fuer auffaellige Geraeusche und Geraeusche von mehreren Laermquellen. Fuer Geraeuschdaten von Anlagen soll ein einheitliches Beschreibungsverfahren entwickkelt werden.
Zur Durchsetzung des Standes der Technik im Rahmen des BImSchG ist es notwendig, Emissionsdaten von Anlagen zu erheben und Planern, Betreibern und Vollzugsbehoerden zur Verfuegung zu stellen. Im Vorhaben sollen in Fortfuehrung frueherer Vorhaben fuer weitere Anlagen die Emissionen (Schalleistungspegel), die erfahrungsgemaess erhebliche schalltechnische Probleme hervorrufen bzw. deren technischer Laermminderungsstand sich in letzter Zeit deutlich veraendert hat, moeglichst repraesentativ bestimmt und der Stand der Laermminderungstechnik ermittelt werden. Die Daten sollen in die im Rahmen der neuen TA Laerm zu erstellenden Emissionsdatensammlung eingebracht werden und darueber hinaus bei der Erstellung von 'Bestverfuegbare Technologie (BVT)-Noten' umgesetzt werden. Aufbauend auf den Erfahrungen bei der Anwendung der TA Laerm sowie neueren Entwicklungen in der Messtechnik und bei Prognoseverfahren muessen Grundlagen fuer Verwaltungshilfen zur einheitlichen Durchfuehrung der TA Laerm erarbeitet werden. Hierbei handelt es sich u.a. um folgende zu untersuchende Teilaspekte: Weiterentwicklung der Beurteilungsverfahren bei Geraeuschen von mehreren Laermquellen. Konkretisierung der Prognoseverfahren bei Geraeuschabstrahlung von Industriefassaden.
Im Gegensatz zur beruflichen Situation liegen nur sehr wenige Informationen zu Kontaktallergien durch Chemikalien im privaten Bereich (bes. Stoffe, die in Haushalts- und Heimwerkerprodukten eingesetzt werden) vor. Dadurch ist eine Praevention, die bei Allergien immer in der individuellen Vermeidung des Stoffes liegt, nicht moeglich. Bei Patienten mit Kontaktekzemen, die in einem Grossteil der deutschen Hautkliniken vorstellig werden, sollen mit diesem Vorhaben die ursaechlichen Allergene (Stoffe bzw. Produkte) identifiziert werden. Dabei sollen bei der Aufnahme der Krankengeschichte durch Abfrage zunaechst Verdachtssubstanzen bzw. -produkte ermittelt werden. Routinemaessig werden auch die Indikatoren erfasst, die auf eine individuell erhoehte Disposition (z.B. ein familiaer gehaeuftes Auftreten von Allergien oder andere bereits bekannte Allergien bei den Patienten) schliessen lassen. Wenn bei der nachfolgenden Allergietestung eine Hautreaktion auftritt, ist der getestete Stoff oder die Stoffmischung, die das Ekzem verursacht, eindeutig identifiziert. Mit der anschliessenden statistischen Auswertung und entsprechender Qualitaetskontrolle sowie wissenschaftlicher Interpretation koennen eindeutige Aussagen zu den Stoffen oder Stoffgruppen bzw. den Produkten hinsichtlich ihrer allergenen Eigenschaften gemacht werden. Die Orientierung an den tatsaechlich auftretenden Kontaktekzemen ist aus statistischen Gruenden die zielfuehrende methodische Vorgehensweise. Eine Versuchsplanung, die epidemiologischen Studien oder dem Vorgehen beim Umweltsurvey vergleichbar waere, ist in diesem Fall nicht angemessen, da fuer diese Ansaetze die fraglichen Stoffe festgelegt sind und nach Wirkungen dieser Stoffe gesucht wird. Das vorliegende Vorhaben zielt aber auf ein 'Stoffscreening' zu allergenen Wirkungen ab. In einem zweijaehrigen Vorlaeufer-Vorhaben mit identischer Zielstellung und Vorgehensweise konnte gezeigt werden, dass das Allergieproblem kein statisches, sondern ein sich staendig aenderndes Bild abgibt. Verursacht wird dies teilweise auch durch Produktmodifikationen. Besonders deutlich wurde in der vorliegenden Untersuchung eine potentielle Gesundheitsgefaehrdung durch den Ersatz von Leimfarben (pulverfoermig zum Anruehren) durch Dispersionsfarben, der zur Bewahrung vor mikrobieller Kontamination durch den Einsatz von Topfkonservierern (Bioziden) begleitet wurde. Es wurde der dringende Verdacht geaeussert, dass diese Biozide in zu hohen, mikrobiologisch nicht notwendigen Konzentrationen eingesetzt werden und die dadurch bedingte hoehere Exposition Ursache der im Zusammenhang mit Konservierungsmitteln ermittelten Faelle sein koennte. Auch lieferte das Vorhaben deutliche Hinweise auf eine zunehmende Gefaehrdung durch Terpentinoel und die 'natuerlichen' Loesemittel Terpen und Limonen. Die Aussagen dieses Vorlaeufer-Vorhabens sind aufgrund der geringen Fallzahlen nur eingeschraenkt belastbar. Nur ....
Problemstellung: Im Licht neuer Erkenntnisse muss die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch den gewaltsamen Eingriff Unbefugter in gefährliche Industriebetriebe einer Neubewertung unterzogen werden. Während die Handlungsmöglichkeiten gegen die Abwehr gefährlicher Eingriffe von außen bereits durch den ad hoc-AK 'Eingriffe Ungefugter' der Störfallkommission und des Technischen Ausschusses Anlagensicherheit bearbeitet wurden, ist dies bzgl. der Problematik der Innentäterschaft noch zu leisten. Hier besteht Untersuchungsbedarf hinsichtlich der Realisierbarkeit technischer und organisatorischer Sicherungsmaßnahmen gegen Innentäter, wie z.B. einer zur Sicherung beitragenden 'Corporate Identity', der Verbesserung der Akzeptanz von 'übergestülpten' Unternehmensphilosophien und der Partizipation der Mitarbeiter in Fragen der Anlagensicherheit usw. Eine derartige Untersuchung würde nicht nur zum Schutz gegen Eingriffe Unbefugter beitragen, sondern ließe sich auch zur Vermeidung von menschlichem Fehlverhalten (Human Factors) nutzen. Weiter ist nach den Ergebnissen des ad hoc-AK 'Eingriffe Unbefugter' eine Untersuchung der Grundlagen und Reichweite der Vertraulichkeit bzw. des Geheimnisschutzes von Angaben im Sicherheitsbericht, in Genehmigungsanträgen und behördlichen Unterlagen durchzuführen und anhand von Beispielen praxisgerecht auszuarbeiten. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Nach den Anschlägen vom 11.09.2001 ist ein Überdenken des Umgangs mit potentiellen Sicherheitslücken, insbesondere im Bereich der menschlichen Ressourcen, erforderlich. Hinweisen auf bewusste Fehler bei der Bedienung von Anlagen ist nachzugehen und die Bedingungen für eine Vermeidung derartiger Situationen sind offen zu legen. C) Ziel des Vorhabens ist die Schaffung günstiger Bedingungen in sicherheitsrelevanten Anlagen für den Umgang mit der 'Sicherheitsressource Mensch' und damit die Verbesserung der Sicherheit.
In dem Vorhaben sollen Regelungen und Verfahren zur Ausgestaltung der internationalen Berichtspflichten des Umweltbundesamtes gemaess Antarktis-Umweltschutzprotokoll-Ausfuehrungsgesetz (AUG) am Beispiel der Erstellung des Verzeichnisses der Orte frueherer Taetigkeiten in der Antarktis dargestellt werden. Ziel des Vorhabens ist es, mit der Erarbeitung des 'Verzeichnisses der Orte frueherer Taetigkeiten' in der Antarktis gemaess Paragraph 28 Abs. 4 AUG den gesetzlichen Anforderungen durch das AUG nachzukommen und gemaess den internationalen Berichtspflichten auf den jaehrlich stattfindenden internationalen Konsultativtagungen der Antarktisvertragsstaaten (ATCM) einzureichen. Neben den spezifischen Berichtspflichten zu diesem Punkt sollen die Ergebnisse des Vorhabens das Umweltbundesamt bei seiner Vollzugsarbeit unterstuetzen (Genehmigungsverfahren, Monitoringprogramm). In dem Vorhaben sind Informationen zu einem Verzeichnis der Orte frueherer Taetigkeiten, das Durchquerungswege, Brennstoffdepots, Feldbasen, Luftfahrzeugtruemmer und aehnliches enthaelt, zu sammeln sowie diese Informationen in ein fuer das Umweltbundesamt beim Vollzug des AUG verwendbaren, praktikablen Form aufzubereiten. Beruecksichtigt werden sollten dabei sowohl Fortbewegungsarten zu Lande, zu Wasser als auch durch die Luft.
Die Studie soll die Bereiche, d.h. die Geraete, Anwendungsfaelle usw. bestimmen, die bedeutende Minderungspotentiale aufweisen. Die dabei erfolgenden Schaetzungen und Berechnungen sollen nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Aussagen erbringen, die belastbare Daten liefern (d.h. Daten, deren Ermittlung nachvollziehbar ist). Es sollen Grundlagen geschaffen werden fuer die Identifizierung von Massnahmen, die fuer die Ausschoepfung des hier ermittelten Minderungspotentials geeignet sind. Das Vorhaben soll die folgenden Bereiche umfassen: - Haushalte und Kleinverbrauch sowie Bueros (nicht nur Bueros im Kleinverbrauch), - alle elektrischen Geraete und Anlagen (ausser Heizungsanlagen) sowie Beleuchtung, - alle Betriebszustaende dieser Geraete und Anlagen (Normalbetrieb und Leerlauf). Sachstand: 1. Zusammenfassung bisheriger Untersuchungen. 2. Erfassung der in bisherigen Untersuchungen nicht betrachteten Geraetegruppen und Anlagentypen und Ermittlung ihrer Energieverbraeuche. 3. Erstellung eines Ueberblickes, Bewertung der Geraete- und Anlagentypen (der Punkte 1 und 2) auf ihre Bedeutung bzgl. Energieverbrauch. Projektionen: 4. Darstellung der Dynamik der derzeitigen Entwicklung (z.B. Zunahme des Ausstattungsgrades) und des dadurch zu erwartenden Anstiegs des Stromverbrauches und damit des CO2-Ausstosses. CO2-Minderungspotentiale: 5. Darstellung der technischen Moeglichkeiten und Berechnung des Potentials der Minderung von Stromverbrauch und CO2-Ausstoss.
Bei derzeit weiterhin steigendem Verkehrsaufkommen sowie einer enormen Zunahme von technischen Laermquellen in Wohngebieten nimmt die Belaestigung der Bevoelkerung durch Laerm - insbesondere in dem zur Rekreation wichtigen Wohnbereich - zu. Um den Buerger wenigstens in den eigenen vier Waenden vor schaedlichen Umwelteinwirkungen durch Laerm zu schuetzen, ist der bauliche Schallschutz zu verbessern, ohne damit die Baukosten wesentlich zu erhoehen. Anhand konkreter Beispiele aus der Wohnungsbaupraxis sollen die durch den Schallschutz bedingten Kosten und der Anteil dieser Kosten an den Gesamtbaukosten von Wohnungsbauten verschiedener Qualitaetsstandards zusammengestellt werden.
Umweltchemikalien mit hormonaehnlicher Wirkung (endokrine Disruptoren) koennen die Fortpflanzung von Lebewesen gefaehrden und bedrohen damit den Fortbestand von Wildtieren. Das Vorhaben soll dazu beitragen, den Einfluss von oestrogen wirkenden Umweltchemikalien auf Entwicklung und Differenzierung von Amphibien zu klaeren. Da die Populationen von Amphibien auch in Deutschland stark zurueckgegangen sind, geht es hauptsaechlich um die Frage, ob Umweltoestrogene einen Beitrag zur Verarmung dieser Populationen leisten koennen. Im einzelnen sollen am Beispiel eines belasteten Gewaessers in Sueddeutschland in vivo die moeglichen Auswirkungen auf das Geschlechtshormonsystem und die gonadale Geschlechtsdetermination in der Embryonal- und Larvalentwicklung von verschiedenen einheimischen Froscharten untersucht, mit gleichfoermigen Laboruntersuchungen an dem Testorganismus Xenopus laevis verglichen und mit den bisher zur Verfuegung stehenden in vitro Tests gezielt nach quantitativen Beziehungen zwischen den stofflichen Belastungsdaten und biologischen Effekten gesucht werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 1496 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 11 |
| Wissenschaft | 208 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 1496 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 1496 |
| Language | Count |
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| Englisch | 31 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 1121 |
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|---|---|
| Boden | 982 |
| Lebewesen und Lebensräume | 1256 |
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