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Einsatzmoeglichkeiten von Kompensations- und Lizenzloesungen fuer ausgewaehlte Bereiche der Umweltpolitik

Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.

Qualität von Messdaten atmosphärischer POP-Einträge - Teilvorhaben 01: Vorbereitung der Studie

A) Problemstellung: Die Messung der POP-Einträge aus der Luft bedürfen der internationalen Qualitätssicherung. Mit dem Forschungsvorhaben sollen die in USA, Kanada und Europa erhobenen Stoffeintragsdaten auf ihre Datenqualität und Vergleichbarkeit geprüft werden. Für Stoffeintragsabschätzungen im Rahmen des geplanten Monitoringprogrammes des ECE-POP-Protokolls sowie zur Bestimmung der Beiträge aus dem weiträumigen Schadstofftransport in das OSPAR-Konventionsgebiet - Nordost Atlantik und Nordsee ist die Vergleichbarkeit der Daten Voraussetzung. Zudem dienen diese Messdaten als Eingangsdaten für Modellrechnungen zum atmosphärischen Transport und der Deposition auf regionaler und globaler Ebene (EMEP, UNEP). Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Fachdiskussion unter Einbeziehung des Meteorologischen Synthesezentrums Ost von EMEP (verantwortlich für die Modellierung von POPs) ausgewertet und Bewertung der Vergleichbarkeit der Daten vorgenommen. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Die Abkommen POP-Protokoll der ECE und OSPAR führen zu Verpflichtungen der Vertragsparteien zu Emissionsminderungen, welche aus qualitätsgespeicherten Befunden der Immissionsbelastung begründet werden. Deutschland hat in diesen Gremien die Durchführung vergleichender Untersuchungen zugesagt. C) Ziel des Vorhabens ist der Beitrag Deutschlands zur international harmonisierten Qualitätssicherung von POP-Immissionsdaten. D) TV 01: In diesem Teilvorhaben wird die Pilotstudie mit einem deutschen Labor vorbereitet. Die Übergabe der Sammeltechnik für die Messkampagne in Kanada wird vorbereitet, Materialien für eine harmonisierte Probenahme werden erstellt. Während der Messkampagne werden übersandte Proben vom Referenzlabor parallel analysiert um zudem die Vergleichbarkeit und Qualitätssicherung der erhobenen Daten zu gewährleisten.

Altlastensanierung als Grundlage fuer die Erschliessung von Freiflaechen? - Gegenueberstellung und Bewertung von Erschliessungsvarianten - Erstellung einer englischsprachigen Kurzfassung

Das F+E Vorhaben zum Thema Gruene Wiese wurde mit grossem Erfolg abgeschlossen. Da die Ergebnisse auch im internationalen Bereich verbreitet werden sollen, ist die Aufbereitung zu einer fuer diese Zwecke geeigneten Kurzfassung und die Uebersetzung in die englische Sprache erforderlich. Dies soll im Zuge des Aufstockungsvorhabens erfolgen. Aufgrund der noetigen inhaltlichen Nachbearbeitung soll der Forschungsnehmer damit beauftragt werden.

EU-Klimaschutzmassnahmen (Deutschland-Input fuer die EU-Klimaschutzstrategie); Teilvorhaben: Massnahmen zur Daempfung der klimarelevanten Emissionen von H-FKW, FKW und SF6

Die Emission klimarelevanter Treibhausgase wird im Rahmen von EU-Regelung einmal gezielt und direkt beeinflusst durch Programme und Aktivitaeten, welche die Steigerung der Energieeffizienz, die Foerderung nachwachsender Rohstoffe und regenerativer Energiequellen, die Begrenzung von Kraftstoffverbrauch etc. zum Ziel haben. Indirekt wirken aber auch viele der sonstigen zahlreichen Regelungen, die nicht auf das Klima selbst zielen, aber z.B. Verkehr erzeugen oder daempfen, Eigenschaften und Normen von Produkten vorgeben, Anforderungen an Verfahren vorschreiben etc. Gleichwohl koennen bestehende bzw. in Umsetzung und Planung begriffene Regelungen einen foerdernden oder aber auch hemmenden Einfluss auf Adaptionen an eine Klimaaenderung haben, wie z.B. beguenstigende oder aber auch behindernde Wirkungen auf Verfuegbarkeit und Bedarf an Suesswasser. Im Rahmen des Vorhabens sollen ausgehend von einer Zusammenstellung der bestehenden und in Erarbeitung befindlichen direkt und indirekt auf das Klima wirkenden Regelungen und bei Auswertung vorhandener Studien, Ausarbeitungen etc. weitere kosteneffiziente Moeglichkeiten zur Emissionsminderung und optimalen Anpassung an eine moegliche Klimaaenderung auf Gemeinschaftsebene durch Regelungen im EU-Rahmen untersucht werden, auf dieser Basis sollen Vorschlaege fuer moeglichst effiziente Massnahmen zum Klimaschutz auf Gemeinschaftsbasis erarbeitet werden.

Erarbeitung von Grundlagen fuer die Umsetzung von Paragraph 40 (2) des BImSchG

Der Paragraph 40 (2) BImSchG kann ein wichtiges Mittel zur Verringerung der verkehrsbedingten Luftbelastung in Ballungsraeumen werden. Voraussetzung ist die schnelle Loesung der offenen rechtlichen und praktischen Probleme. Beispielsweise ist zu klaeren, ob eine Anpassung des StVG, der StVO (Beschilderung) und der STVZO (Kennzeichnung) an die BImSchG-Regelung notwendig ist. Erforderlich ist auch die Zusammenstellung moeglicher verkehrsbeschraenkender Massnahmen und die Abschaetzung der Auswirkungen auf die Luftbelastung. Das Vorhaben dient der wirksamen Umsetzung von Paragraph 40 (2) BImSchG. Zusaetzlich liefert es Datengrundlagen fuer die Umsetzung von Paragraph 47 BImSchG (Luftreinhalteplaene).

Ergaenzende Untersuchungen zur Absicherung der Messungen nach der 1. BImSchV

Durch die Novellierung der 1. BImSchV sind weitere Massnahmen zur Emissionsminderung nach dem Stand der Technik und zur Senkung des Energieverbrauches vorgesehen. Hierzu sollen die zulaessigen Abgasverluste fuer atmosphaerische Gasfeuerungsanlagen gesenkt werden. Aufbauend auf den Ergebnissen des F+E-Vorhabens 104 02 172 'Qualitaetssicherung der Messungen nach der 1. BImSchV...' soll in ergaenzenden Untersuchungen die Staubmessung an Feststoffeuerungen, die CO-Messung an Holzfeuerungen und besonders die Abgasverlustbestimmung an atmosphaerischen Gasfeuerungsanlagen ueberprueft werden. Durch eine integrierende Probenahme incl. Netzmessungen soll die Repraesentativitaet und Aussagensicherheit dieser Messungen erhoeht werden, damit die strengeren Anforderungen an die Abgasverluste hinreichend sicher kontrolliert werden koennen.

Intensivuntersuchungen an repraesentativen Bodendauerbeobachtungsflaechen

Um gesicherte Aussagen zum bundesweiten Bodenzustand zu treffen, mit denen auch Anforderungen von europaeischer Seite entsprochen werden kann, ist es notwendig, die Bodenzustandsdaten in den Zusammenhang mit Ein- und Austragsdaten und weiteren den Standort charakterisierenden Informationen zu stellen. Dazu sollen die als flaechenrepraesentativ eingestuften Bodendauerbeobachtungsflaechen (BDF) hinsichtlich der Moeglichkeit solch integrierender Beobachtung betrachtet werden. Aufbauend auf den Ergebnissen zur Repraesentanzabschaetzung an Dauerbeobachtungsflaechen sollen die bereits bestehenden Aktivitaeten zu Intensivuntersuchungen sowie bestehende Defizite ueberprueft werden. Ziel soll es sein, auch fuer Nichtwaldflaechen eine Aussage aehnlich der dem Level II-Programme der BZE (Intensivuntersuchungen an Standorten der Bodenzustandserhebungen im Waldprogramm von Bundesanstalt fuer Holzwirtschaft -BML) vorliegen zu haben und in der Verknuepfung beider Programme zu einer flaechendeckenden Aussage fuer das Bundesgebiet zu gelangen. Anhand der aktualisierten Fassung des 'SAG-Papiers' sind Standorte fuer bundesweit nutzbare BDF festzulegen und entsprechende Parameter und Messintervalle zu dokumentieren. Es ist zu klaeren, was eine eventuelle Intensivierung von Untersuchungen an BDF-Flaechen kostet und wie Kosten und Betrieb zu verteilen waeren. Letzteres ist auch vor dem Hintergrund geplanter EU-Aktivitaeten zu betrachten.

Konzept zur technischen Konkretisierung und Weiterentwicklung der Abwasserteilstromanforderungen im Rahmen des Anhangs 22

In dem Vorhaben sollen die technischen Konzepte herausgearbeitet und systematisiert werden, die besonders geeignet sind, die allgemeinen Teilstromanforderungen des Anhang 22 zur Allgemeinen Rahmen-Abwasserverwaltungsvorschrift umzusetzen. Dabei ist die Sonderbehandlung von Abwasserteilstroemen, die Schwermetalle, Organoverbindungen oder andere schwer abbaubare oder bakterientoxische Stoffe enthalten, besonders zu beruecksichtigen. Abwasserteilstroeme, die durch ihren 'harten' CSB die ueberwiegende CSB-Restfracht an der KA verursachen, sind zu untersuchen und geeignete Loesungsvorschlaege zur Minimierung aufzuzeigen.

Umwelt- und Gesundheitsanforderungen an Bauprodukte - Emittlung der Emissionen von Bauprodukten durch Prüfkammermessungen und Entwicklungen produktspezifischer Prüfbedingungen für emissionsarme Bauprodukte

Emissionen aus Bauprodukten können wesentlich zur Belastung der Innenraumluft beitragen. Diese kontinuierliche, unter Umständen langfristige Eintragsquelle zu verringern, stellt eine wichtige Aufgabe dar. Das gilt auch vor dem Hintergrund der nach wie vor starken Bestrebungen einer weiteren Einsparung von Primärenergie, die gemeinsam mit einer Vielzahl von wärmedämmenden und abdichtenden Maßnahmen zu einem reduzierten Luftwechsel in Gebäuden rühren. Der Ausschuss für die gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten (AgBB) hat ein Bewertungsschema erarbeitet, das kürzlich auch durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) veröffentlicht worden ist. Das Bewertungsschema ist ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Anforderungen von EG-Bauprodukten-Richtlinie und Bauproduktengesetz bezüglich der an Bauprodukte zu stellenden Anforderungen Gesundheit, Hygiene und Umweltschutz . Wichtige produktbezogene und prüftechnische Fragen sind jedoch noch ungeklärt, wie auch bei der durch AgBB beim DIBt durchgeführten Anhörung festgestellt wurde. Material- und Produktemissionen sind mit Hilfe von Emissionsprüfkammern in Verbindung mit geeigneten Probenahme- und Analysenverfahren zu bestimmen. Für die Untersuchungen ist eine ausreichende Anzahl geeigneter, qualifizierter Prüfinstitute notwendig, welche die einzusetzenden Verfahren beherrschen. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Durchführung von Untersuchungen und Vergleichsmessungen, die dazu führen, dass am Ende des Vorhabens für ausgewählte Produktgruppen akzeptierte Prüfmethoden verfügbar sind, die von den ausreichend befähigten Prüfinstituten erfolgreich eingesetzt werden können. Eine Anerkennung von Prüfinstituten im Rahmen des Vorhabens (u.a. auf der Grundlage von Ringversuchen) ist vorgesehen.

Nationaler Umwelt-Survey für Kinder und Jugendliche - Hauptphase: Feldarbeit und deren Auswertung, Probenahme

A) Problemstellung: Kinder und Jugendliche sind als Risikogruppe für umweltbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen anzusehen. Für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren in Deutschland liegen bisher keine repräsentativen Daten zur korporalen Belastung und zur Belastung des häuslichen Bereichs vor. Für Kinder/Jugendliche im Alter von 6-14 ist eine Fortschreibung der Datenerhebung aus den Jahren 1990/92 zur Aktualisierung und Trendbeobachtung erforderlich. Dabei geht es insbesondere um die Schadstoffe, von denen bekannt ist oder vermutetet wird, dass sie bei höherer Belastung zu gesundheitlichen Schäden führen. Auch die Bereiche Hörfähigkeit und Lärm sowie Innenraumluft (Schimmelpilzsporen, Carbonyle etc.) sind zu berücksichtigen. Handlungsbedarf (BMU; ggf. UBA): Zur frühzeitigen Erkennung umweltbedingter Gesundheitsrisiken und zu deren fundierten wissenschaftlichen Bewertung ist es notwendig, die Forschung auch auf dem Gebiet, Kinder, Umwelt und Gesundheit auf hohem Niveau zu erhalten und zu fördern. C) Ziel des Vorhabens: Im Sinne eines Surveillance-Systems Umwelt und Gesundheit wurde gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut eine Pilotphase zum Umwelt- und Gesundheitssurvey für Kinder durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit der Instrumente und die Akzeptanz der Untersuchung bei der Bevölkerung zu testen. Die Pilotphase wurde erfolgreich abgeschlossen und ausgewertet. Hauptphase des Surveysläuft bis Mai 2006. Das Vorhaben umfasst die Feldarbeit, die Fragebogenerhebung und deren Auswertungen sowie die Messungen des Schallpegels und der Hörfähigkeit, die Ermittlung der Gauß-Krüger-Koordinaten der Wohnadresse der Probanden und die Probenahmen für die chemischen Analysen, die im Rahmen eines weiteren UFOPLAN-Vorhabens durchgeführt werden. D) Das Teilvorhaben 01 umfasst somit die Feldarbeit und deren Auswertung sowie die Probnahme für die nachfolgende chemische Analytik (vgl. Punkt C).

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