Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.
Fruehzeitig erkannte und vom Rat der Sachverstaendigen fuer Umweltfragen formulierte oekologietheoretische Defizite (SRU 1974), fuehrten zur Einrichtung eines Oekosystemforschungsprogrammes, in dessen Rahmen 1981 das Grossprojekt MAB 6 'OESF Berchtesgaden' und die interdiszi-plinaere Oekosystemforschung Wattenmeer (OESF) initiiert wurde. Waehrend der bisherigen Laufzeit der Oekosystemforschung wurden in bezug auf das niedersaechsische und schleswig-Holsteinische Wattenmeer sehr umfangreiche und interdisziplinaere Forschungsprojekte durchgefuehrt. Die Ergebnisse der einzelnen OESF-Teilprojekte werden in ueber 100 Abschlussberichten und 200 Fachpublikationen dargestellt und diskutiert. Im Anschluss an die fachlich abgeschlossenen Projekte solle eine Synthesphase folgen, in der die Erfordernisse, die sich aus dem Bundesinteresse ergeben, projektuebergreifend bearbeitet werden sollen. Die Gesamtsynthese wird weitere Verbundprojkete des BMBF in der Nordsee und dem Wattenmeer integrieren. Das Land Niedersachsen und der Bund, vertreten durch BMU und BMBF, haben die Notwendigkeit einer Gesamtsynthese am Ende dieses zweiten, in der Bundesrepublik durchgefuehrten OESF-Vorhabens bekraeftigt. Ziel dieser Synthese ist es, die Ergebnisse unter umweltpolitischen, wissenschaftlichen und methodischen Aspekten zusammenzufuehren, zu werten und in Vorschlaege und Konzepte umzusetzen.
Nachdem die Notwendigkeit der Feldueberwachung in entsprechendem F+E-Vorhaben bei Pkw mit Ottomotor nachgewiesen wurde, soll diese nun auch bei Diesel-Pkw durchgefuehrt werden. Die Messergebnisse sollen gleichzeitig zu der dringend erforderlichen Aktualisierung der Emissionsfaktoren fuer Diesel-Pkw dienen.
In Zusammenarbeit mit ausgewaehlten Modellkommunen, die bereits Aktivitaeten zur Agenda 21 entfaltet haben, sollen die verkehrsspezifischen Aktivitaeten mit Umweltrelevanz aufgearbeitet werden. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Umweltqualitaetszielen und Strategien fuer eine nachhaltige Entwicklung. Dabei soll insbesondere auch die Moeglichkeit einer Entkoppelung von Mobilitaet und Verkehr untersucht werden. Das Vorhaben gliedert sich in vier Arbeitsschwerpunkte (AP): AP 1 Erstellung eines Katalogs technischer und planerischer Qualitaetsziele. Solche Qualitaetsziele sind z.T. bereits vorhanden (z.B. fuer Laerm), z.T. muessen sie aus vorhandenen Forschungsergebnissen abgeleitet werden. Dabei geht es auch um mittelbar umweltrelevante Kriterien fuer Verkehr, Staedtebau und Siedlungsstruktur. Im AP 1 soll ein Instrumentarium geschaffen werden, das den Kommunen und Regionen ermoeglicht, ihre eigene Position in Relation zu den Qualitaetszielen zu ermitteln und Massnahmen zur Verringerung der Defizite zu optimieren. Das Instrumentarium soll in AP 4 praktisch erprobt werden. AP 2 Auswahl von Modellkommunen und -regionen. In den AP 2 werden zunaechst Auswahlkriterien fuer die Modellkommunen entwickelt. Es werden 2 bis 3 Modellkommunen ausgewaehlt. AP 3 Strategien fuer eine nachhaltige Mobilitaet in den Modellkommunen/-regionen. Fuer die ausgewaehlten Modellkommunen/-regionen werden aus den Qualitaetszielen (AP1) zunaechst lokal angepasste Handlungsziele abgeleitet. Auf dieser Grundlage werden Strategien und Massnahmenkomzepte fuer eine nachhaltige Mobilitaet in Stadt und Region entwickelt. Nicht nur die Ziele, auch der Planungsablauf selbst sollen beispielhaft und damit uebertragbar auf andere Kommunen und Regionen sein. Das Spektrum durchzufuehrender Massnahmen soll sowohl planerische, ordnungsrechtliche und bauliche Massnahmen als auch solche zur Foerderung des Einsatzes oekonomisch effizienter, umweltschonender und sozialvertraeglicher Technologien, Fahrzeuge und Organisationsformen ('Benutzervorteile') umfassen. Als integraler Bestandteil der Agenda 21 soll Buergerbeteiligung und Oeffentlichkeitsarbeit Konsens ueber die Formulierung von lokalen Handlungszielen schaffen, die Auswahl geeigneter Massnahmen unterstuetzen, den Zweck von Massnahmen transparent machen, die Akzeptanz erhoehen und zudem das Verkehrsverhalten der Bevoelkerung und Unternehmen im Sinne der Vorhabensziele positiv beeinflussen. Bei der Formulierung von Zielen und der Auswahl von Massnahmen im Verkehr sollen Handlungsfelder im Vordergrund stehen, die die Staedte auf Quartiersebene bzw. auf gesamtstaedtischer Ebene weitgehend in eigener Regie bearbeiten koennen. Vorrangig sind dabei die Probleme in bereits bebauten Gebieten zu betrachten. AP 4 Umsetzung der Strategien und Massnahmenkonzepte in den Modellkommunen/-Regionen. Die konkrete Umsetzung der Agenda 21, bezogen auf den Verkehr, soll die Probleme verdeutlichen und Loesungs.....
Die durch die sektoralen Beobachtungsprogramme von Bund und Laendern erhobenen Datenbestaende sind vor dem Hintergrund einer medienuebergreifenden Betrachtung der Belastung unserer Umwelt mit Dioxinen/Furanen/PCB zu bewerten, um Ursache-Wirkungsbeziehungen, insbesondere sensibler Kompartimente und Zielorganismen zu untersuchen und auf ihre oekosystemaren Zusammenhaenge hin auszuwerten. Dabei stehen insbesondere Pfadbetrachtungen zur Verlagerung von Dioxinen und Furanen (Pfad: Luft - Staub - Mensch, insbesondere Muttermilch, Pfad: Luft - Futtermittel - Lebensmittel, Pfad: Luft - Lebensmittel, Pfad: Boden - Nahrungsmittel, Pfad: Boden- Futtermittel - Tier- Mensch) der verschiedenen Kompartimente im Vordergrund. Die Moeglichkeit der Ableitung von Transferfaktoren unter Beruecksichtigung des Mobilitaetsverhaltens der Stoffe in den verschiedenen Kompartimenten ist zu untersuchen. Fuer diese Arbeiten sind Auswertestrategien fuer die Daten zu entwerfen, die den zeitlichen, raeumlichen und fachlichen Bezug beruecksichtigen. Dazu sind Aggregationsalgorrithmen zu entwickeln, die wiederum Grundlage fuer die Abteilung von Richt- und Grenzwerten sind. Die Dokumentation der Auswertungsstrategien ist in einer Methodensammlung zusammenzufassen.
Das BMU plant als Ressortbeitrag zur Weltausstellung EXPO 2000 den Aufbau des Umweltpraesentationssystems 'Umwelt 2000'. Um auf Bundesebene verfuegbare Informations- und Datenbestaende in geeigneter Form bereitzustellen, wurde auf Wunsch des BMU die im UBA entwickelte Datenbank 'Grundbestand an Berichtsdaten' herangezogen. Mit dem FuE-Vorhaben 20101151/02 wurde eine entsprechende Sicherstellung der Datengrundlage der Datenbank und der Fortschreibung ausgewaehlter Datenbestaende fuer das Jahr 2000 auf der Grundlage qualifizierter Abschaetzungen in die Wege geleitet. Zusaetzlich ist beabsichtigt, die Datenbank in das Umweltinformationsnetz GEIN einzubeziehen, einem weiteren Baustein von Umwelt 2000 im Rahmen der EXPO. Mit Hilfe des nun geplanten Vorhabens soll eine attraktive und moderne Oberflaeche der Datenbank Grunddaten entwickelt werden, die in Anlehnung an vergleichbare Angebote und Beispiele aus dem Internet einen einfachen und intuitiven Zugang zu der Datenbank mit ihren Informationsbestaenden gewaehrleistet. Eine Einbeziehung der Datenbank in das Umweltinformamtionsnetz GEIN soll moeglich sein.
Bisher durchgefuehrte, aufwendige Untersuchungen mit dem dreidimensionalen Zirkulationsmodell ECHAM haben anhand von Fallstudien ergeben, dass Flugstrecken unter dem Aspekt der Klimawirksamkeit und des Treibstoffverbrauchs so optimiert werden koennen, dass bereits bei sehr geringen Umwegen ein Transport der emittierten Verbindungen in die Stratosphaere verhindert werden kann. Diese prinzipielle Erkenntnis soll im Rahmen des Vorhabens so ausgebaut werden, dass ein praktisch einsetzbares Modellsystem resultiert. Dazu soll ein im Vergleich zu ECHAM vereinfachtes dreidimensionales Modell mit hoeherer raeumlicher Aufloesung einschliesslich der Routine zur Flugstreckenoptimierung auf einem PC installiert werden. Damit werden dann routinemaessig ueber einen laengeren Zeitraum optimale Flugstrecken unter dem Aspekt der Klimawirksamkeit ermittelt und den unter dem Gesichtspunkt des Treibstoffverbrauchs und der Flugzeit optimierten Strecken, wie das gegenwaertig praktiziert wird, gegenuebergestellt. Ergebnis des Vorhabens ist ein getestetes und fuer den praktischen Einsatz aufbereitetes Simulationssystem zur Ermittlung optimaler Flugstrecken unter den Aspekten minimale Klimawirksamkeit und geringer Treibstoffverbrauch.
Ziel des Vorhabens ist zum einen die Pruefung und gegebenenfalls Adaptation bereits bestehender standardisierter Bodentestsysteme (aktuelle und potentielle mikrobielle Atmung, aktuelle und potentielle Ammonium- und Nitritoxidationsaktivitaet, potentielle Nitrifikation, Regenwurmtest mit Eisenia fetida) an die Erfordernisse bei der biologischen Untersuchung belasteter Standorte. Zum anderen soll an einem modellhaft kontaminierten Boden ein Vergleich dieser terrestrischen Testsysteme mit einigen ausgewaehlten, derzeit gebraeuchlichen oekotoxikologischen Testsystemen in waessrigem Milieu (Leuchtbakterientest, Algentest, Daphnientest) durchgefuehrt werden. Als Kontamination werden die zur Zeit stark diskutierten polyaromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) herangezogen.
Pentachlorphenol (PCP) wirkt als ein aeusserst wirksames Fungizid und wurde deshalb in grossen Mengen weltweit als Materialschutz- und Konservierungsmittel eingesetzt, ist aber aufgrund seiner Persistenz, seiner toxikologischen und oekotoxikologischen Wirkungen sowie moeglicher Verunreinigungen mit Dioxinen als umweltgefaehrlich einzustufen. Zudem koennen aus PCP in unsachgemaess gefuehrten Verbrennungsprozessen polychlorierte Dioxine und Furane entstehen. In Deutschland duefen PCP sowie seine Salze und Verbindungen deshalb bereits seit 1989 nicht mehr hergestellt und verwendet (Gefahrstoff-VO, Anhang IV Nr. 12) und auch nicht in den Verkehr gebracht werden (Chemikalienverbots-VO, Anhang Abschnitt 15). Diese Verbote gelten auch fuer Erzeugnisse, die mit PCP und seinen Verbindungen behandelt worden sind und 'deren von einer Behandlung erfassten Teile mehr als 5 mg/kg (ppm) der Stoffe..' enthalten. Trotzt dieser nunmehr langjaehrig bestehenden Regelungen existieren bislang keine allgemein anerkannten und validierten Verfahren zur analytischen Bestimmung des PCP's in damit behandelten Materialien. Zwar haben sich in verschiedenen Forschungsinstitutionen und im industriellen Bereich verschiedene Bestimmungsverfahren etabliert, doch wurden diese bislang hinsichtlich ihrer Aussagefaehigkeit und Vergleichbarkeit nicht untersucht. Im Rahmen einer in Vorbereitung befindlichen 'Altholz-VO' nach KrW-/AbG erscheint es nunmehr zwingend, eine verbindliche Verfahrensbeschreibung fuer die Analyse von PCP aus Holz vorzugeben, da dieser Schadstoff bei einer stofflichen oder energetischen Verwertung von Altholz besonderer Kontrolle bedarf. Ziel des Vorhabens ist, eine validierte Vorschrift fuer Probenaufbereitung, Extraktion und Analyse von PCP aus Altholz zu erstellen. Durch sachkundige Auswertung vorhandener Methodenvorschriften ist zunaechst eine optimierte Verfahrensbeschreibung zu geben, die dann im Rahmen eines Ringversuchs als Grundlage fuer einen Labor- und Methodenvergleich dient. Am Ringversuch sind etwa 30 Laboratorien der Industrie, der Forschung sowie privater und oeffentlicher Untersuchungsanstalten, denen in bekanntem Ausmass kontaminierte Holzproben zur Verfuegung gestellt werden, zu beteiligen. Probenaufbereitung, Extraktion und Analyse sollen nach vorgegebener und frei gewaehlter Methode erfolgen und die Analysenergebnisse anschliessend statistisch ausgewertet und in einem Fachgespraech im Hinblick auf moegliche Verfahrensverbesserungen diskutiert werden. Als Ergebnis des Vorhabens ist eine allgemein anerkannte Verfahrensvorschrift zu praesentieren.
Im Vorhaben sollen Gewaesserausbaumassnahmen, Staustufenbau, Bodenversiegelung, usw. auf ihren Beitrag zur Aenderung des Hochwasserverlaufs bei einzelnen Episoden der Vergangenheit in ausgewaehlten Flussgebieten untersucht werden. Bestandteil des Vorhabens ist ausserdem die Untersuchung der Wirksamkeit von Gegenmassnahmen wie Renaturierung flussnaher Gebiete, Anlage und Steuerung von Poldern. Ziel ist die Gewinnung von Aussagen ueber den relativen Einfluss von Gewaesserschutzmassnahmen auf den Verlauf von Hochwasserepisoden.
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