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Einsatzmoeglichkeiten von Kompensations- und Lizenzloesungen fuer ausgewaehlte Bereiche der Umweltpolitik

Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.

Optimierung einer EDV-gestuetzten Berichterstattung zum Vollzug der Richtlinie 76/464/EWG und Aufbereitung der Daten zur Erarbeitung stoffbezogener Emissionsinventare

In dem geplanten Vorhaben sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die Daten, die von den Laendern im Rahmen der Berichtspflichten zur Richtlinie 76/464/EWG und der Kommissionsentscheidung zu den Wasserfrageboegen 92/446/EWG an das UBA als zentrale Anlaufstelle uebermittelt werden, auf EDV-Basis zu uebermitteln, auf Plausibilitaet zu ueberpruefen, anschliessend in das vorhandene Auswertungssystem wasserrechtlicher Vollzugsdaten UDIS zu uebernehmen sowie damit die entsprechenden zusammenfassenden Berichte zu erstellen. Hierzu sind auch die notwendigen Programmodule zur Automatisierung dieser Aufgaben fuer das System UDIS zu entwickeln. Weiterhin sollen die Daten im Hinblick auf die Einarbeitung von stoffbezogenen Emissionsinventaren aufgearbeitet werden. Auch hier sind die notwendigen Programmergaenzungen zu erarbeiten und an den uebermittelten Daten zu validieren.

Untersuchung des atmosphaerischen Schadstoffeintrags in Nord- und Ostsee Teil II

Wirksame Massnahmen zur Reduktion der Schadstoffbelastung von Nord- und Ostsee setzen u.a. genaue Kenntnis der Eintragspfade voraus. Hinsichtlich des atmosphaerischen Eintrags besteht noch erhebliche Unsicherheit. Ziel des Forschungsvorhabens ist daher die umfassende Ueberwachung des atmosphaerischen Schadstoffeintrags in die Nord- und Ostsee. Die hierfuer erforderlichen Messmethoden sollen weiter entwickelt werden und fuer die Routinebestimmung adaptiert werden. Forschungsschwerpunkte: 1. Untersuchungen im Rahmen der internationalen Meeresschutzkonventionen der Paris- sowie Helsinki-Kommission. 2. Untersuchung an bisher nicht identifizierten organischen Stoffen im nassen Niederschlag (z.B. Pestizide, PCBs).

Quantifizierung von insbesondere ueber den Luftpfad in Boeden eingetragene Stoffen und Ueberpruefung von vorliegenden Massenbilanzgleichungen zur Abschaetzung von kritischen Eintragsraten

Bodengefaehrdende Stoffe werden ueber verschiedene Wege, insbesondere auch ueber den Luftpfad in Boeden eingetragen. Der E-BBodSchG sieht vor, Anforderungen zur Vermeidung und Verminderung von Stoffeintraegen in einer Rechtsverordnung zu konkretisieren, auch unter Beruecksichtigung einer zulaessigen Zusatzbelastung. Fuer die fachliche Ausfuellung dieser Vergabe sollen die Eintragsmengen fuer die relevanten Stoffe auch unter Heranziehung von aktuellen Methoden zur Depositionsmeinung bestimmt werden.

Umweltpolitische Anforderungen an den Beitritt zur EU der Staaten Mittel- und Osteuropas

Die geplante Osterweiterung der EU um die assoziierten mittel- und osteuropaeischen Staaten (MOE-Staaten) stellt die europaeische Umweltpolitik vor grosse Herausforderungen. Die tiefgreifenden oekonomischen und politischen Transformationsprozesse in den MOE-Staaten eroeffnen einerseits die einmalige Chance, die Umweltqualitaet in Gesamteuropa durch die Annaeherung der rechtlichen, institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern. Andererseits stellen sowohl der oekologische Problemdruck als auch die mangelhaften administrativen Kapazitaeten in den MOE-Staaten eine Herausforderung fuer die europaeische Umweltpolitik dar. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Beitrittsverhandlungen untersucht die Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die umweltpolitischen Beitrittsstrategien ausgewaehlter Beitrittskandidaten und der EU. Dabei baut die Studie auf eine detaillierte Analyse der Heranfuehrungsstrategie der Gemeinschaft mit ihren technischen und finanziellen Instrumenten (TAIEX, DISAE, IMPEL-AC, Twinning, Screening/PHARE, ISPA, SAPARD, LIFE) auf. Die derzeitige Umweltsituation in Mittel- und Osteuropa wird nicht nur querschnittsartig nach verschiedenen Bereichen/Umweltmedien untersucht, sondern die Studie beschaeftigt sich auch exemplarisch mit ausgewaehlten Umweltproblemen der einzelnen Beitrittslaender. Aufbauend auf diese Untersuchungen und eine ausfuehrliche Darstellung des europaeischen Umweltrechts (umweltrechtlicher Acquis Communautaire) soll die Studie schliesslich Informationen und Anregungen fuer die Definition einer umweltpolitisch plausiblen deutschen Verhandlungsposition waehrend der Beitrittsverhandlungen bereitstellen. Bisher liegt der fachliche Zwischenbericht der Studie vor.

Ueberpruefung und Validierung der terrestrischen Oekotoxizitaet

Auf der Basis des vorgelegten Abschlussberichtes des FVorhabens 'Untersuchung der in die Wassergefaehrdungsklassen 0 und 1 eingestuften Stoffe hinsichtlich ihrer Bodengefaehrdung' sind fuer 16 Substanzen aus der Liste der wassergefaehrdenden Stoffe (LTWS-Veroeff. Nr. 12) hinsichtlich ihrer terrestrischen Oekotoxizitaet ausgewaehlte biologische Testverfahren (Produzenten, Konsumenten, Destruenten) durchzufuehren. Ziel ist es, die Ergebnisse des abgeschlossenen Vorhabens durch die Durchfuehrung von Tests zu bestaetigen und geeignete Testverfahren fuer die Abschaetzung der terrestrischen Oekotoxizitaet zu validieren.

Ermittlung der gewaesserseitigen Eintraege von Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in die Nordsee auf der Basis einer harmonisierten Methodik - internationales Pilotprojekt

Das Ziel des Vorhabens besteht darin, im Rahmen der OSPAR-Kommission im Jahr 2000 ein Pilotprojekt unter Beteiligung aller Anliegerstaaten des Nordostatlantiks zur Bestimmung der gewaesserseitigen Eintraege von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen in den Nordostatlantik, insbesondere aber in die Nordsee durchzufuehren. Diese Aufgabe ist unter Federfuehrung Deutschlands innerhalb der OSPAR-Arbeitsgruppe 'INPUT' auszufuehren. In diesem internationalen Pilotprojekt sollen die im Rahmen des FuE-Vorhabens 202 04 529 'Pilotstudie zur Erarbeitung einer harmonisierten Methodik zur Bestimmung der gewaesserseitigen Eintraege von Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK's) in die Nordsee' (Kurztitel: 'PAK-Pilotstudie'; Az: II 2.6 - 25 105/ 306) erarbeiteten Richtlinien fuer den internationalen Gebrauch weiterentwickelt werden. Das bedeutet, dass von deutscher Seite einerseits die Probenahme und Analytik im eigenen Land abzusichern ist, und andererseits Deutschland als 'lead country' fuer die Auswertung der Ergebnisse des Pilotprojekts fuer die OSPAR-Vertragsstaaten verantwortlich ist. Im Ergebnis sollen international vereinbarte Richtlinien fuer die Probenahme, Analyse und Bestimmung der PAK-Frachten erstellt werden, die als Grundlage zur Messung polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe als Parameter im OSPAR-Monitoringprogramm (RID) zur Erfassung der gewaesserseitigen Eintraege in die Nordsee und den Nordostatlantik dienen.

Analyse der Emissionsberichterstattung hinsichtlich Sektorstruktur in Berichtsanforderungen, UBA-Datenhaltung und statistischer Datenbasis zur Synthese in integrierter Matrix

Der Umfang der Berichterstattung hat in den letzten Jahren im Hinblick auf Inhalt und Struktur stark zugenommen. Der Forderung nach kurzfristigen und staerker detaillierten Angaben zu Emissionen einer staendig wachsenden Palette von Schadstoffen stehen begrenzte Moeglichkeiten durch die vorgegebenen Strukturen der erforderlichen Eingangstatistiken sowie durch das dezentrale Instrumentarium des UBA zur Emissionsberichterstattung gegenueber. Um den Anforderungen gerecht zu werden, muss die bisher praktizierte Datenhaltung auf ein zentrales System umgestellt werden. Hierfuer ist in das IT-Programm 1998 ein entsprechendes Vorhaben eingebracht worden. Vorausgehend soll im Vorhaben 'Integrierte Matrix zur Emissionsberichterstattung' die Aufschluesselung und Verknuepfung der Strukturen erfolgen: Durch Harmonisierung der definitorischen Unterschiede in den Eingangs-, Speicher- und Ausgabeformaten ist eine integrierte Emittentenstruktur zu erarbeiten, die saemtlichen Aspekten Rechnung traegt. Als Arbeitsgrundlage ist die Dokumentation der derzeitigen Datenbestaende zu Energie und Emissionen heranzuziehen, die im Rahmen des Teilvorhabens 04 des FuE-Vorhabens DAEDALUS (FKZ: 109 05 005) erarbeitet wurde. Als Ergebnis wird eine Emittenten-Feinstruktur vorliegen, wie sie als inhaltliche Grundlage fuer das IT-Vorhaben benoetigt wird.

Bundesweite Erhebung von Daten zur Einweg- und Mehrwegabfuellung von pasteurisierter Konsummilch fuer das Jahr 1997 (Verpflichtung nach Paragraph 9 (3) VerpackV)

Entsprechend den Vorgaben von Paragraph 9 Abs. 3 Verpackungsverordnung werden bundesweite Daten ueber Einweg- und Mehrwegabfuellungen bei pasteurisierter Konsummilch ermittelt. Schlauchbeutelanteil ist bereits in Daten ueber EW-Abfuellmengen enthalten.

Prognose ferntransportierten Smogs mit Hilfe der Prognosedaten des Europa Modells des Deutschen Wetterdienstes

Am 31.10.1991 ist das Vorhaben 'Prognose der Immissionskonzentrationen zur Nutzung fuer ein Fruehwarnsystem bei ferntransportiertem Smog' ausgelaufen, in dessen Verlauf das Trajektorienmodell MESOS soweit entwickelt wurde, dass es unter Rueckgriff auf die BKN-Daten des DWD fuer einen 24 stuendigen Prognosezeitraum Trajektorien fuer 12 ausgewaehlte Aufpunkte und die Konzentrationen fuer 3 Stunden-Mittel und eine Flaeche von ca. 50 x 70 km fuer einen Prognosezeitraum von 48 Stunden berechnet. Ein komplexes luftchemisches Ausbreitungsmodell soll das o.g. Modell spaeter ersetzen. Bis zu dessen routinemaessigem Einsatz muss das o.g. Prognoseinstrumentarium erhalten, fortgeschrieben, an die sich aendernden meteor. Inputdaten angepasst und zum Vergleich mit komplexeren Modellen bereitgehalten werden, um den UMK Beschluss vom 05. Novmeber 1986 weiterhin erfuellen zu koennen.

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