Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.
Die Wirtschaftsstruktur der Kuestenregion Mecklenburg-Vorpommerns wird durch die maritime Wirtschaft, Schiffbau, Landwirtschaft, Fischerei und Fremdenverkehr gepraegt. Aufgrund dieses Zuschnitts sollen fuer ein Sanierungs- und Entwicklungskonzept die Grundlagen fuer eine umweltvertraegliche Raum-, Verkehrs-, Agrar-, Naherholungs- und Tourismusplanung erstellt werden. In Verbindung damit wird fuer den deutschen Beitrag zur internationalen Vereinbarung ueber den Schutz der Ostsee die Machbarkeit der notwendigen Massnahmen untersucht. Die zu erarbeitende Problembeschreibung mit Datenbewertung bildet die Grundlage fuer die in der Phase II zu entwickelnden Massnahmenvorschlaege fuer ausgewaehlte Problembereiche.
Der Paragraph 40 (2) BImSchG kann ein wichtiges Mittel zur Verringerung der verkehrsbedingten Luftbelastung in Ballungsraeumen werden. Voraussetzung ist die schnelle Loesung der offenen rechtlichen und praktischen Probleme. Beispielsweise ist zu klaeren, ob eine Anpassung des StVG, der StVO (Beschilderung) und der STVZO (Kennzeichnung) an die BImSchG-Regelung notwendig ist. Erforderlich ist auch die Zusammenstellung moeglicher verkehrsbeschraenkender Massnahmen und die Abschaetzung der Auswirkungen auf die Luftbelastung. Das Vorhaben dient der wirksamen Umsetzung von Paragraph 40 (2) BImSchG. Zusaetzlich liefert es Datengrundlagen fuer die Umsetzung von Paragraph 47 BImSchG (Luftreinhalteplaene).
Entscheidungen und Massnahmen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans sind mit erheblichen Wirkungen auf die Umwelt verbunden. Ueber Einzeluntersuchungen hinaus bedarf es einer systematischen Evaluierung dieses Instrumentes. Ziel des F+E-Vorhabens ist es, anhand von Fallstudien (durchgefuehrten Verkehrsprojekten) u.a. aufzuzeigen, - welchen Beitrag die Ziele und Vorgaben des BVWP zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbeeintraechtigungen lieferten, - im welchem Masse die umweltorientierten Ziele des BVWP umgesetzt wurden, - inwieweit die vorausgesagten Umweltvertraeglichkeiten und -risiken mit der Realitaet uebereinstimmen. Die Untersuchung soll sowohl Projekte des Strassen- als auch des Eisenbahnverkehrs umfassen. Neben direkten oekologischen Wirkungen sollen raumstrukturelle Umweltwirkungen Beruecksichtigung finden. Aus den Ergebnissen des Vorhabens sollen Hinweise zur Weiterentwicklung von Methoden und Verfahren der BVWP gewonnen werden.
Gegenwaertig gibt es kein allgemein zugaengliches Erfassungssystem fuer die verbrauchten Kraftstoffmengen von Flugzeugen, die eine individuelle Zuordnung zu den Flugbefoerderungsleistungen gestattet. Um einen staatlichen Einfluss auf eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauches und der CO2-Emissionen bezogen auf die Befoerderungsleistung nehmen zu koennen, ist es erforderlich, eine Moeglichkeit zur konkreten Erfassung der Daten fuer jeden Flug zu schaffen. Die Kenntnis des Kraftstoffverbrauches gestattet es, die damit verbundenen CO2-Emissionen und die Emissionen der uebrigen Schadstoffe z.B. NOx abzuschaetzen und als Grundlage fuer eine moegliche Abgabenregelung als Alternative zu einer Kerosinbesteuerung zu verwenden. Deshalb sind Moeglichkeiten zu untersuchen und es ist eine Methode zu entwickeln, mit der aus den allgemein zugaenglichen Daten oder aus Daten der Fluggesellschaften fuer einen konkreten Flug der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen ermittelbar sind. Bisher werden lediglich die Schadstoffemissionen der Triebwerke unter sogenannten LTO-Bedingungen gemessen und hinsichtlich der Einhaltung der ICAO-Grenzwerte betrachtet. Der LTO (Landing Take off Cycle)-Zyklus erfasst die Phasen der Flugzeugbewegungen auf dem Rollfeld, die Start- und Steigphase bis zu einer Flughoehe von ca. 1000 m sowie den Landeanflug ab einer Hoehe von ca. 1000 m. Emissionen im Reiseflug (Flug nach Erreichen der vorgeschriebenen Reiseflughoehe) werden also von den Emissionsmessungen im LTO-Zyklus nicht erfasst und bewertet. Da Triebwerke unabhaengig von ihrem spaeteren Einsatzfall geprueft werden, koennen diese Triebwerke bei unterschiedlichen Flugzeugmustern zu unterschiedlichen Schadstoffemissionen pro erbrachter bzw. angebotener Befoerderungsleistung fuehren. Aus diesem Grunde soll im Rahmen einer Studie eine Methode entwickelt werden, die einen Nachweis der spezifischen Kraftstoffverbraeuche und Schadstoffemissionen ueber den gesamten individuellen Flug gestattet. Dabei sind typische Flugzeuge und Einsatzfaelle (Kurzstecke; Mittelstrecke; Langstrecke) unter Beruecksichtigung des Standes der Technik zu erfassen. Gleichzeitig ist das Minderungspotential beim Kraftstoffverbrauch und bei den Schadstoffemissionen, insbesondere NOx, durch technische und nichttechnische Massnahmen einzuschaetzen. Im Rahmen einer Studie sind dazu auch die vorliegenden Erkenntnisse und Materialien zur Minderung der Schadstoffemissionen von Triebwerken auszuwerten. Der Forschungsnehmer soll erforderlichenfalls die Ergebnisse der Studie in internationalen Sitzungen vertreten koennen.
Das F+E Vorhaben zum Thema Gruene Wiese wurde mit grossem Erfolg abgeschlossen. Da die Ergebnisse auch im internationalen Bereich verbreitet werden sollen, ist die Aufbereitung zu einer fuer diese Zwecke geeigneten Kurzfassung und die Uebersetzung in die englische Sprache erforderlich. Dies soll im Zuge des Aufstockungsvorhabens erfolgen. Aufgrund der noetigen inhaltlichen Nachbearbeitung soll der Forschungsnehmer damit beauftragt werden.
Zur Minderung des Motorradlaerms wurden administrative Massnahmen getroffen (herabgesetzte Geraeuschgrenzwerte sowie EG-Richtlinie fuer Ersatzschalldaempfer fuer Motorraeder, Antimanipulationskatalog fuer Mofas, Mopeds und Leichtkraftraeder), deren Auswirkung auf Geraeuschsituation zu untersuchen ist. Darueber hinaus ist ein projektbegleitender Ausschuss zu bilden, um ein langfristiges Programm zur weiteren Minderung der Geraeuschemission zu erarbeiten. Das Vorhaben dient zur Ausfuellung des Paragraphen 38 BImSchG.
Es ist das Gefaehrdungspotential, das durch undichte Kanaele bei industriellen und gewerblichen Grundstueckentwaesserungsleitungen besteht, zu ermitteln. Dazu sollen Untersuchungen an bestehenden Entwaesserungsleitungen durchgefuehrt werden. Neben der baulichen Zustandserfassung durch Kanal-TV-Befahrungen ist bei starken Schaeden durch Standortuntersuchungen festzustellen, in welchem Ausmass Belastungen der Umwelt, insbesondere der Schutzgueter Boden und Grundwaesser eingetreten sind. Vorrangig sollen Kanalbetreiber in den neuen Bundeslaendern in die Untersuchungen aufgenommen werden, da dort in der Regel noch alte Kanalnetze betrieben werden, die in einem sehr schlechten baulichen Zustand sind. Im Rahmen von Gefaehrdungsabschaetzungen fuer Altstandorte fehlen Angaben ueber die Auswirkungen undichter Kanalnetze auf die Umwelt. Ausgehend von potentiellen Hauptemittenten (Bereich chemischer Industrie, Umgang mit wassergefaehrdenden Stoffen) wird eine Schadensanalyse des Kanalsystems durchgefuehrt. Die Teilnahme von Betreibern an dem F+E Vorhaben soll in den neuen Laendern ueber die Vermittlung der BVS (ehemals Treuhandanstalt) erfolgen. Ueber die Angaben der BVS ist geplant, die Betreiber auszuwaehlen, fuer die umfangreiche Sanierungen zum Erhalt von Arbeitsplaetzen vorgesehen sind und die Notwendigkeit zur Ueberpruefung des betriebseigenen Kanalsystems besteht. Vergleichbare Untersuchungen sind bei potentiellen Hauptemittenten im Rhein-Main-Gebiet mit Unterstuetzung des RP Darmstadt vorgesehen. Vorhaben ist Beitrag fuer Schwerpunktaufgaben, I, II (VI).
Die Erfuellung von Umweltzielen und wachsende finanzielle Engpaesse machen es erforderlich, Umweltcontrollingsysteme - aehnlich wie im gewerblichen Bereich - auch in Bundes-, Laender- und Kommunalbehoerden zur Erschliessung oekologischer und oekonomischer Einsparpotentiale zu nutzen. Die Ergebnisse der Vorstudie belegen ueberzeugend, dass erhebliche Einsparpotentiale vorhanden sind. Im Rahmen der Hauptstudie soll deshalb ein Handbuch zum Aufbau eines Umweltcontrollings erarbeitet werden, das Behoerden und weiteren potentiellen Nutzern als Hilfe und Handlungsanleitung bei der Implementierung eines solchen Systems dienen kann. Struktur und Feingliederung des Handbuches bauen auf dem Gliederungsvorschlag der Vorstudie auf und werden von den einzelnen Autoren umgesetzt. Beruecksichtigung finden dabei vor allem die Ansaetze der Verwaltungsreform. Der Entwurf des Buches wird im Fruehjahr 2000 auf einer Fachtagung Experten und Praktikern praesentiert.
Neben der Verkehrsverlagerung und der vertraeglichen Abwicklung des Verkehrs rueckt das Thema ' Verkehrsvermeidung durch Raumplanung' in den Mittelpunkt der Diskussion. So beschaeftigt sich inzwischen auch die UMK und die BT-Enquete-Kommission ' Schutz der Erdatmosphaere' schwerpunktmaessig mit dem Thema. Ziel des Vorhabens soll es sein, anhand von Fallbeispielen die Auswirkungen verschiedener verkehrsreduzierender Siedlungskonzepte auf die Umweltfaktoren in ihrer Gesamtheit zu erfassen und zu bewerten. Dabei sind nicht nur die Emissionen/Immissionen zu betrachten, sondern vor allem auch die Auswirkungen auf 'Flaechenverbrauch', 'Landzerschneidung', 'Naturraumpotentiale' und 'Landschaftsbild'. Moegliche Beeintraechtigungen staedtischer Umweltqualitaet durch zu starke Verdichtung und Nutzungsmischung sind zu beruecksichtigen. Die Fallbeispiele koennen sich sowohl auf bereits vollzogene Planungen als auch in der Diskussion befindliche Konzepte beziehen. Defizite bei der Anwendung und Umsetzung des vorhandenen Planungsinstrumentariums in der Planungspraxis sind aufzuzeigen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 1135 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 20 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 209 |
| Zivilgesellschaft | 19 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 1135 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 1135 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 1135 |
| Englisch | 21 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 858 |
| Webseite | 277 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 749 |
| Lebewesen und Lebensräume | 949 |
| Luft | 720 |
| Mensch und Umwelt | 1128 |
| Wasser | 729 |
| Weitere | 1135 |