Accurate estimation of the disease burden attributable to ambient particulate matter (PM2.5) requires reliable exposure data with an adequate spatial resolution. While coarse-resolution models are commonly used for national assessments, the impact of spatial resolution on environmental burden of disease (EBD) estimates remains understudied. We compared two modelling approaches for PM2.5 exposure in Germany: a chemical transport model (REM-CALGRID [RCG], 2 × 2 km² resolution) and a high-resolution hybrid geostatistical land-use regression model (PMR, 100 × 100 m² resolution). EBD estimates were calculated for five health outcomes using established concentration-response functions. Across all outcomes, the PMR model consistently produced slightly higher EBD estimates—approximately 2%–3% higher disability-adjusted life years (DALYs) than the coarser RCG model. The difference is due to improved detection of local pollution hotspots and more accurate exposure assignments in the high-resolution model. A larger share of the population was classified into higher exposure categories under the PMR model. Although the added value of high-resolution modelling is limited at national level, it offers clear benefits for small-area analyses and applications in environmental justice and health equity. Our findings support the integration of fine-scale exposure data into public health surveillance and burden of disease (BoD) assessments where feasible. © The Author(s) 2026
Beteiligung des BfS am "Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit ( APUG )" Menschen brauchen eine Umwelt, in der sie gesund leben können. Um dieses Ziel zu unterstützen, kooperieren mehrere Ministerien und Bundesoberbehörden im Rahmen des "Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit" – kurz APUG . Die beteiligten Bundesoberbehörden sind das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS) , das Bundesinstitut für Risikobewertung ( BfR ), das Robert Koch-Institut ( RKI ) und das Umweltbundesamt ( UBA ). Mit dem Aktionsprogramm werden Forschungsprojekte und Informationskampagnen in den Bereichen Umwelt-, Gesundheits- sowie Verbraucherschutz gefördert. Schwerpunkt des Programms sind Kinder und Jugendliche. Unter anderem erschien in diesem Zusammenhang der Ratgeber Umwelt und Kindergesundheit . Im Rahmen des Aktionsprogramms wird die Zeitschrift "UMID: Umwelt und Mensch – Informationsdienst" (vormals "Umweltmedizinischer Informationsdienst – Informationen zu Umwelt Gesundheit Verbraucherschutz") herausgegeben. UMID aktuell: Ausgabe 2/2025 APUG Ziele Aktivitäten UMID UMID aktuell: Ausgabe 2/2025 Aktuelle Ausgabe des UMID (Um die aktuelle Ausgabe als PDF herunterzuladen, bitte auf das Bild klicken. Sie werden zum Internetangebot des Umweltbundesamtes weitergeleitet.) Elektromobilität ist ein Schlüssel für eine klimafreundliche Mobilität, da sie einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen des Verkehrssektors leistet. In ihrem Beitrag „ Magnetische Felder bei der Elektromobilität “ befassen sich Dirk Geschwentner und Martin Zang vom Bundesamt für Strahlenschutz mit der Magnetfeldexposition der Allgemeinbevölkerung durch Fahrzeuge mit elektrischen Antriebssystemen sowie durch die Ladeinfrastruktur. Weitere Themen in UMID 2/2025: Kommunikation wissenschaftlicher Unsicherheit – am Beispiel von Aluminium in Antitranspirantien Der überarbeitete Luftqualitätsindex (LQI) des Umweltbundesamtes 2025 Wie belastet sind wir? Die PARC Aligned Studies untersuchen die chemische Exposition der europäischen Bevölkerung Die Zeitschrift UMID : Umwelt und Mensch – Informationsdienst erscheint zweimal im Jahr und informiert über aktuelle Themen aus Umwelt & Gesundheit, Umweltmedizin und Verbraucherschutz. Die Onlineversion des UMID 2/2025 erhalten Sie kostenfrei zum Download. Zeitschrift "UMID: Umwelt und Mensch – Informationsdienst" APUG Das APUG wurde der Öffentlichkeit 1999 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ( BMU ) und vom Bundesministerium für Gesundheit ( BMG ) vorgestellt. Seit 2002 wirkt auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit. Die beteiligten Bundesoberbehörden sind das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ), das Bundesinstitut für Risikobewertung ( BfR ) , das Robert Koch-Institut ( RKI ) und das Umweltbundesamt ( UBA ) . Die Geschäftsstelle ist im Umweltbundesamt angesiedelt. Das Aktionsprogramm vernetzt die Politikbereiche Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz auf Ebene der beteiligten Ministerien und Bundesoberbehörden. Die APUG -Botschaft lautet "Umwelt und Gesundheit gehören zusammen - Umweltschutz ist nachhaltige Gesundheitsvorsorge!". APUG enthält Strategien, Maßnahmen und Ziele für die umfassende Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Folgen von Umwelteinwirkungen auf den Menschen. Das Ziel Im Mittelpunkt des Aktionsprogramms stehen Aufklärung: Die Bevölkerung soll über umweltbedingte Gesundheitsrisiken und gesunde Ernährungsweisen verstärkt informiert werden. Forschung: Forschungsprojekte, zum Beispiel zur Schadstoffbelastung und –empfindlichkeit von Kindern und Jugendlichen oder zur chemischen und biologischen Belastung von Innenräumen sowie zu Lärm, Strahlung , Umweltmedizin, beschäftigen sich mit umweltbedingten Gesundheitsrisiken, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch besser vor Gesundheitsrisiken durch Umwelteinflüsse zu schützen. Kinder und Jugendliche: Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen soll vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt und der Einfluss vor Schadstoffen auf den kindlichen Organismus untersucht werden. Denn Maßnahmen, die Kinder schützen, kommen gleichzeitig dem Schutz der gesamten Bevölkerung zu Gute. Damit unterstützt das Aktionsprogramm eine Politik der nachhaltigen Entwicklung. Ziele Der Staat will die Bevölkerung vor Gesundheitsrisiken schützen. Dafür braucht er gesicherte Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie über die Wirkung von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit. Er muss Risiken erkennen, Standards festsetzen und die Bevölkerung über Gesundheitsgefahren informieren. Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) fördert Strategien und Maßnahmen, um Gesundheitsrisiken, deren Ursache Umwelteinflüsse sind, erfassen, bewerten und vermitteln zu können. Ziel ist, die Datenlage für die Einschätzung der Belastungssituation zu verbessern und repräsentative Daten über die bestehende Schadstoffbelastung der Bevölkerung sowie deren häuslicher Umgebung (Referenzwerte) zu ermitteln. Erfassen – Gesundheitsbeobachtung und –berichterstattung Die gegenwärtig vorliegenden Umweltdaten und Daten zur Gesundheit sind meist nicht zusammen auswertbar. Dies erschwert eine angemessene Beurteilung der Umwelteinflüsse auf die Gesundheit, also eine Beurteilung, bei der Zusammenhänge weder unter- noch überschätzt werden. Forschungsprojekte im Rahmen des APUG sollen diese Lücke schließen: Diese sollen Wege aufzeigen, wie Verfahren und Methoden zur Abschätzung umweltbezogener Gesundheitsrisiken verbessert werden können. Bewerten – Umgang mit Risiken Die wissenschaftliche Bewertung und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Gesundheitsrisiken durch Umwelteinflüsse können auseinanderliegen. Dies kann zu Verunsicherung in der Bevölkerung und zu Vertrauensverlust gegenüber Behörden führen. Wichtig ist deswegen, die Prozesse der Risikobewertung transparenter, effektiver und effizienter zu gestalten. Die im Rahmen des Aktionsprogramms eingerichtete "Risikokommission" hat hierzu Vorschläge erarbeitet, die im Abschlussbericht vorgestellt werden. Immer mehr Menschen leiden an Gesundheitsstörungen, deren Ursache sie selbst in der Umwelt sehen. Der zunehmende Bedarf an umweltmedizinisch ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten veranlasste die Ärztekammern, die Zusatzbezeichnung "Umweltmedizin" zu schaffen. Das Aktionsprogramm unterstützt umweltmedizinische Forschungsprojekte und Aktivitäten, die zur Qualitätssicherung in der Umweltmedizin beitragen, um die medizinische Versorgung und Betreuung betroffener Personen zu verbessern. Vermitteln – Information und Kommunikation Informationen zu umweltrelevanten Gesundheitsgefahren werden immer wichtiger. Um dem Bedarf nach allgemein verständlicher Information über die Wirkung von Umwelteinflüssen und Produkten auf die Gesundheit nachzukommen und das Vorsorgeverhalten der Bevölkerung zu unterstützen, verstärken die am APUG beteiligten Ministerien und Bundesoberbehörden ihre Öffentlichkeitsarbeit zu umweltbedingten Gesundheitsrisiken. Aktivitäten Die Forschungsprojekte sowie Informations- und Aufklärungsaktivitäten des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit befassen sich insbesondere mit den Themen Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor schadstoffbedingten Gesundheitsrisiken, Durchführung von umfangreichen Surveys zur Ermittlung der umweltbedingten Belastungen von Kindern und Jugendlichen, Förderung einer gesundheits- und umweltbewussten Lebensweise durch die Ermittlung und Darstellung von Risiken, zum Beispiel im Wohnbereich, sowie von Produkten, Ernährung oder Strahlung , Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen, Handlungsempfehlungen und Aufklärungsmaterialien zum Schutz vor umweltbedingten Gesundheitsrisiken sowie zur Information der Öffentlichkeit, Verbesserung der Risikobewertung und der Risikokommunikation , Erforschung umweltmedizinischer Zusammenhänge, Durchführung von Modellprojekten zu Umwelt und Gesundheit auf der lokalen Ebene. Die Finanzierung der Aktivitäten erfolgt aus Mitteln der beteiligten Bundesministerien und Bundesoberbehörden. Die internationale Einbindung Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit ist eingebunden in den europäischen Prozess für Umwelt und Gesundheit. „Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Umwelt, die ein höchstmögliches Maß an Gesundheit und Wohlbefinden ermöglicht“, so haben es die europäischen Staaten in der „Europäischen Charta Umwelt und Gesundheit“ formuliert. Die Charta wurde 1989 auf der von der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) initiierten Ersten Europäischen Konferenz Umwelt und Gesundheit in Frankfurt am Main verabschiedet. Fünf Jahre später wurde auf der Zweiten Europäischen Ministerkonferenz für Umwelt und Gesundheit in Helsinki beschlossen, dass jedes Land einen nationalen Aktionsplan für Umwelt und Gesundheit entwickeln soll. Diesen hat Deutschland auf der Dritten Konferenz für Umwelt und Gesundheit in London 1999 vorgelegt. Im Juni 2004 beschlossen auf der vierten Konferenz zu Umwelt und Gesundheit in Budapest die Gesundheits- und Umweltminister aus ganz Europa einen „Aktionsplan zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der europäischen Region". UMID Im " UMID : Umwelt und Mensch – Informationsdienst" (vormals "Umweltmedizinischer Informationsdienst – Informationen zu Umwelt Gesundheit Verbraucherschutz") werden Kurzfassungen neuer Forschungsresultate und Erfahrungsberichte zu umweltbedingten Risikofaktoren und Gesundheitsstörungen, Übersichtsreferate, Kommentare, Empfehlungen, Merkblätter, Pressemitteilungen, Ergebnisse von Umfragen, Kasuistiken, Hinweise auf Publikationen und Veranstaltungen sowie Rezensionen veröffentlicht. Jährlich erscheinen zwei Ausgaben, die sich an Behörden und Institutionen, die im Bereich Umwelt und Gesundheit arbeiten, sowie an Ärzte und andere auf dem Gebiet der Umweltmedizin tätige Fachkräfte richten. Von 1992 bis 1999 wurde der UMID vom "Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene" im Umweltbundesamt ( UBA ) betreut und herausgegeben. Seit Anfang 2000 übernimmt diese Aufgabe ein Redaktionsteam, das sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der am Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) beteiligten Bundesoberbehörden (Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ), Bundesinstitut für Risikobewertung ( BfR ) , Robert Koch Institut ( RKI ) und Umweltbundesamt ( UBA ) ) zusammensetzt. Stand: 10.03.2026
This dataset presents the burden of disease from air pollution due to exposure to three main pollutants (PM2.5, NO2 and O3) at country, different NUTS and city levels. The calculations are made from year 2005 and are updated every year (YY) adding the results for year YY-2. The concentrations data are taken from the ETC/HE interpolated maps (EEA geospatial data catalogue: https://sdi.eea.europa.eu/catalogue/srv/eng/catalog.search#/metadata/82700fbd-2953-467b-be0a-78a520c3a7ef). The methodology is as described in several ETC and EEA Reports, available at "ETC HE Reports on the environmental burden of disease attributable to air pollution in Europe - Eionet Portal" (https://www.eionet.europa.eu/etcs/etc-he/products/etc-he-reports-on-the-environmental-burden-of-disease-attributable-to-air-pollution-in-europe)
Nach vorsichtigen Annahmen der WHO zur Krankheitslast durch Umweltlärm gehen in West-Europa jährlich über eine Million an gesunden Lebensjahren durch Umweltlärm verloren. Lärm ist heute nach der Luftbelastung die schwerwiegendste Umwelteinwirkung in Europa. Nach fundierten Schätzungen schultern der einzelne Lärmbetroffene und die Gesundheitssysteme allein in Deutschland zusammen jährlich Gesundheitskosten von etwa 10 Mrd. € wegen unzureichendem Lärmschutz.
Im Rahmen der an der Universitaet Bielefeld mit dem WS 96/97 beginnenden Gesundheitsberatung fuer Studierende wird vom Gesundheitslabor eine umweltorientierte Gesundheitsberatung angeboten. Die Beratung wird in Bezug auf umweltrelevante Erkrankungen mit dem Schwerpunkt indoor-Gifte evaluiert werden. In Hinsicht auf den durch indoor-Gifte vermutlich ausgeloesten Formenkreis von Erkrankungen, zu denen das Sick-building-Syndrom und das Multiple-chemical-sensitivity-Syndrom gerechnet werden, soll eine Population von betroffenen Studenten biomedizinisch (Spirometrie, Biomass-Index) und immunologisch-physiologisch (weisses Blutbild, Leukozytensubpopulation, Cotininbestimmung, Monooxidase-Aktivitaet, Stressfaktoren) sowie mit Hilfe des Biomonitorings im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersucht werden. Das Spektrum der moeglichen Ausloeserfaktoren dieser Erkrankungen soll auf sozio-oekonomische und psychische Faktoren unter Verwendung eines Fragebogens erweitert werden. Ziel des Projektes ist es, weitere Erkenntnisse ueber die Ursachen des Formenkreises Sick-building-Syndrom/Multiple-chemical-sensitivity-Syndrom zu gewinnen.
Im Institut fuer Medizin (IME) erfolgt die Untersuchung des Verhaltens von Spurenelementkonzentrationen in menschlichen Koerperfluessigkeiten in Antwort auf unterschiedliche Belastungen (koerperliche Arbeit, Ernaehrung, Medikamente) unter besonderer Beruecksichtigung spezieller Organleistungen wie z.B. Bauchspeicheldruese, zur Verbesserung der klinischen Diagnostik. - Messung der genetisch bedingten und umweltbedingten Spurenelementkonzentrationsaenderungen in Saeugetierorganen und Korrelation zu verschiedenen Erkrankungen.
Introduction: Children and adolescents play an exceptional role in our society especially when it comes to safeguarding their health and given their higher susceptibility to environmental risk factors and ongoing physical development. Method: We used data from the population-representative cross-sectional German Environmental Survey for Children and Adolescents (GerES V) and assessed the feasibility of applying the environmental burden of disease method for estimating the burden of environmental risks for children and adolescents in Germany. In this context, we highlight the challenges and discuss potential strategies how to deal with them. Results: In a four steps approach encompassing exposure assessment, systematic literature search, input data search and environmental burden of disease quantification, we aimed to estimate the impact of 17 risk factors on the health of children and adolescents. Following exposure assessment, eight risk factors were excluded. For the remaining risk factors systematic literature searches were conducted, which yielded exposure-response functions for five risk factors. The subsequent burden of disease estimations for benzene, bisphenol A, particulate matter, secondhand smoke and traffic noise were not fully standardized, allowing only limited comparability. Discussion: In the end, the burden of disease calculations performed varied widely for each risk factor. This variance can be attributed to diverse factors along the calculation processes, including, e.g., the absence of exposure-response functions tailored to children, insufficient exposure data, and gaps in other input data. © 2026 Tobollik, Kienzler, Wintermeyer and Plass.
<p> <p>Der Artikel beschreibt drei wichtige Indikatoren, welche die Bedeutung der Feinstaubbelastung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aufzeigen. 2023 konnten insgesamt etwa 269.100 verlorene gesunde Lebensjahre (Disability-Adjusted Life Years; DALYs) auf Feinstaub (PM2,5) zurückgeführt werden. Im Vergleich zu 2010 sind die DALYs um etwa 62 % zurückgegangen.</p> </p><p>Der Artikel beschreibt drei wichtige Indikatoren, welche die Bedeutung der Feinstaubbelastung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aufzeigen. 2023 konnten insgesamt etwa 269.100 verlorene gesunde Lebensjahre (Disability-Adjusted Life Years; DALYs) auf Feinstaub (PM2,5) zurückgeführt werden. Im Vergleich zu 2010 sind die DALYs um etwa 62 % zurückgegangen.</p><p> <p>Der Mensch ist im Verlauf seines Lebens unterschiedlichen Risikofaktoren ausgesetzt, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Einige dieser Faktoren kann der Mensch unmittelbar durch sein Verhalten beeinflussen, indem sie oder er zum Beispiel nicht raucht, sich regelmäßig bewegt und gesund ernährt. Andere Faktoren, wie zum Beispiel die Belastung der Außenluft mit Schadstoffen, sind durch Verhaltensänderungen einzelner Menschen jedoch nur sehr eingeschränkt beeinflussbar. Eine Reduktion der Belastung ist dort vorrangig durch politische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Beschränkung des Schadstoffausstoßes in der Industrie oder im Verkehr, erreichbar.</p> <p>Ein weltweit und auch in Deutschland besonders relevanter Luftschadstoff ist <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe-im-ueberblick/feinstaub">Feinstaub</a> (engl. Particulate Matter; PM). Grundsätzlich ist in den letzten Jahren die Feinstaubbelastung in Deutschland deutlich zurückgegangen. Für Feinstaub mit einem Partikeldurchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>) empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a>), Konzentrationen von 5 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel nicht zu überschreiten. Neue europäische Studien zeigen jedoch, dass es grundsätzlich keine Feinstaubkonzentration gibt, unterhalb der gesundheitsschädigende Wirkungen sicher ausgeschlossen werden können.</p> <p>Um neben der Belastung mit Feinstaub auch die potentielle Wirkung dieses Schadstoffs auf die Gesundheit der gesamten Bevölkerung möglichst umfassend und vergleichbar mit der Wirkung anderer Risikofaktoren abbilden zu können, wird national wie international das Konzept der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/umweltbedingte-krankheitslasten/faq-umweltbedingte-krankheitslasten">umweltbedingten Krankheitslast</a> (engl. Environmental Burden of Disease; EBD) eingesetzt. Dieses Konzept gehört zu den sogenannten vergleichenden Risikobewertungen (engl. Comparative Risk Assessments, CRA), in denen eine Vielzahl von Risikofaktoren in einem standardisierten Konzept berücksichtigt werden können. Untereinander vergleichbar werden die verschiedenen Risikofaktoren vor allem durch den Einsatz der Maßzahl <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/umweltbedingte-krankheitslasten/faq-umweltbedingte-krankheitslasten#was-sind-disability-adjusted-life-years-dalys">Disability-Adjusted Life Year</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/daly">DALY</a>) – im Deutschen als verlorenes gesundes Lebensjahr bezeichnet – einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> für die Bevölkerungsgesundheit.</p> <p>Im Folgenden werden drei Indikatoren präsentiert, um die Relevanz des Feinstaubs (PM2,5) für die Bevölkerung in Deutschland einzuordnen:</p> <ul> <li>der Anteil der Bevölkerung, der von einer Feinstaubbelastung oberhalb des WHO-Richtwertes betroffen ist</li> <li>die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung im Jahresmittel</li> <li>die Krankheitslast durch Feinstaub</li> </ul> <p>Für alle Indikatoren werden Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer (µm) betrachtet (PM2,5). Dies gilt auch für die Analysen zu den gesundheitlichen Auswirkungen, weil für diese Partikelfraktion viele hochwertige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/epidemiologie">epidemiologische Studien</a> vorliegen. Dies sind Bevölkerungsstudien, die den Zusammenhang zwischen der PM2,5-Konzentration in der Außenluft und dem Risiko für bestimmte gesundheitliche Auswirkungen untersuchen.</p> <p>Neuerungen auf einen Blick:</p> <ul> <li>Die feinstaubbedingte Krankheitslast von Demenzerkrankungen bei Erwachsenen ab einem Alter von 60 Jahren wurde erstmalig berechnet.</li> <li>Die Bevölkerungszahlen aus dem Zensus 2022 wurden ab dem Untersuchungsjahr 2022 entsprechend der jährlichen Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes angepasst.</li> </ul> </p><p> Ermittlung der Belastungssituation durch Feinstaub <p>Um die Belastungssituation, auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/exposition">Exposition</a> genannt, und mögliche Gesundheitsrisiken durch Feinstaub (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>) in Deutschland zu ermitteln, sind Informationen zur räumlichen Verteilung der Feinstaubbelastung in der Außenluft und der Bevölkerung erforderlich. Dafür werden flächendeckend modellierte Jahresmittelwerte der PM2,5-Konzentrationen in der Außenluft für Deutschland verwendet. Diese Werte sind repräsentativ für PM2,5-Konzentrationen in Gebieten des städtischen und ländlichen Hintergrunds in Deutschland. Das heißt, dass die Modelldaten hierbei weder PM2,5-Konzentrationen von höher belasteten Verkehrsmessstationen noch Messstationen in der Nähe von Industrieanlagen berücksichtigen. Im Verlauf der letzten Jahre haben sich die PM2,5-Belastungen an verkehrsnahen Stationen dem Belastungsniveau im städtischen Hintergrund deutlich angenähert (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> 2025), so dass der Ausschluss dieser Messstationen nur noch einen geringen Einfluss auf die darauf basierenden weiteren Berechnungen hat. Die modellierten Jahresmittelwerte der PM2,5-Konzentrationen werden dann mit räumlichen Informationen zur Bevölkerungsverteilung aus dem Zensus 2011 bzw. Zensus 2022 kombiniert. Die Bevölkerungsgröße wird entsprechend der Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes jährlich angepasst.</p> <p>Auf Basis der Kombination der oben genannten Feinstaub- und Bevölkerungsdaten lässt sich ermitteln, wie viele Menschen welchen PM2,5-Konzentrationen im Jahresdurchschnitt ausgesetzt sind. Diese Ergebnisse bilden nicht nur die Grundlage für die Ableitung der Indikatoren zur Belastungssituation durch Feinstaub, sondern auch für die Berechnung der resultierenden Krankheitslast in Deutschland. Genauere Beschreibungen zu den Eingangsdaten und insbesondere zur Methodik der Ableitung der Indikatoren sind im UMID-Artikel von Kienzler und Kollegen zu finden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/4031/publikationen/artikel_5_dnk.pdf">Kienzler et al. 2024</a>).</p> </p><p> Indikator „Bevölkerungsanteil oberhalb des WHO-Richtwertes für Feinstaub“ <p>Für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> „Bevölkerungsanteil oberhalb des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a>-Richtwertes für Feinstaub“ werden die modellierten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>-Jahresmittelkonzentrationen in Klassen eingeteilt. Durch die räumliche Verknüpfung mit der Bevölkerungsverteilung kann die Anzahl der Personen in den einzelnen Klassen bestimmt und für gleiche Klassen aufsummiert werden. Die Abb. „Bevölkerungsanteile je Feinstaubbelastungsklasse (PM2,5)“ zeigt die Feinstaubbelastung bei Einteilung in Klassen mit je 5 µg/m³ Klassenbreite für die einzelnen Untersuchungsjahre. Die Tabelle „Bevölkerungsanteile je Feinstaubbelastungsklasse (PM2,5)“ zeigt die Bevölkerungsanteile (in Prozent), differenziert in Feinstaubklassen mit 1 µg/m³ Klassenbreite. Aus diesen Informationen kann abgeleitet werden, welcher Anteil der Bevölkerung Feinstaubkonzentrationen oberhalb bestimmter gesundheitlicher Bewertungsmaßstäbe ausgesetzt ist. Als Referenz dienen unter anderem der WHO-Richtwert für PM2,5 von 5 µg/m³ im Jahresmittel, der derzeit geltende EU-Grenzwert von 25 µg/m³ sowie der ab dem Jahr 2030 verbindlich einzuhaltende EU-Grenzwert von 10 µg/m³ im Jahresmittel.</p> <p>Test</p> <strong> Bevölkerungsanteile je Feinstaubbelastungsklasse (PM 2,5) </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Bev-anteile-je-Feinstaubklasse_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF (131,15 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Bev-anteile-je-Feinstaubklasse_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (29,89 kB)</a></li> </ul> </p><p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_Bev-anteile-je-Feinstaubklasse_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Bevölkerungsanteile je Feinstaubbelastungsklasse (PM 2,5) </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_Bev-anteile-je-Feinstaubklasse_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (52,74 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_Bev-anteile-je-Feinstaubklasse_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (233,08 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Die Daten in der Tabelle und der Abbildung zeigen, dass die Feinstaubbelastung in Deutschland in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Zwischen 2010 und 2023 ist eine klare Verschiebung der Bevölkerungsanteile hin zu niedrigeren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>-Konzentrationen zu erkennen. Im gesamten betrachteten Zeitraum war keine Person in Deutschland einer PM2,5-Belastung oberhalb des derzeitigen EU-Grenzwerts von 25 µg/m³ im Jahresmittel ausgesetzt. Darüber hinaus ist der Anteil der Bevölkerung, der einer Feinstaubbelastung oberhalb des ab 2030 einzuhaltenden EU-Grenzwerts von 10 µg/m³ ausgesetzt ist, bis 2023 auf etwa 0,1 % gesunken - mit der Einschränkung, dass dieser Auswertung nur Daten von Messstationen aus dem ländlichen und städtischen Hintergrund zugrunde liegen.</p> <p>Legt man als Bewertungsmaßstab jedoch den aktuellen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a>-Richtwert für PM2,5 zu Grunde (WHO 2021), ergibt sich ein anderes Bild. Demnach wurde der empfohlene Jahresmittelwert von 5 µg/m³ im gesamten Untersuchungszeitraum für 100 % oder nahezu 100 % der Bevölkerung in Deutschland überschritten (siehe Abb. „Anteil der Bevölkerung oberhalb des WHO-Richtwerts/EU-Grenzwerts für Feinstaub (PM2,5)“). Dies bedeutet aus Sicht des Gesundheitsschutzes, dass im Untersuchungszeitraum nahezu die gesamte Bevölkerung Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt war, die laut WHO mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden sind.</p> <p>Ein Diagramm zeigt für den Zeitraum 2010 bis 2023 die Anteile der von Überschreitung des Richtwerts der Weltgesundheitsorganisation sowie des ab 2030 verbindlich geltenden EU Grenzwerts für Feinstaub (PM2,5) betroffenen Menschen in Deutschland – mit absteigender Tendenz bezogen auf den ab 2030 verbindlich geltenden EU-Grenzwert.</p> <strong> Bevölkerungsanteil mit Feinstaubbelastung (PM2,5) oberhalb des WHO-Richtwerts/EU-Grenzwerts </strong> <p>* <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a> Luftqualitätsrichtwert 2021: 5 µg/m³ im Jahresmittel; EU-Grenzwert verbindlich einzuhalten ab 2030: 10 µg/m³ im Jahresmittel; Berechnung auf Grundlage der Bevölkerungsdichteverteilung (Zensus 2011, Zensus 2022), skaliert für das jeweilige Jahr.</p> Quelle: <p>Umweltbundesamt 2025</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/de_indikator_gesu-03_pm25-belast-bev-feinstaub_2025-09-25.pdf">Diagramm als PDF (109,29 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/de-en_indikator_gesu-03_pm25-belast-bev-feinstaub_2025-09-25.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (43,08 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Der generell beobachtete Rückgang der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>-Belastung ist überwiegend auf die Minderungsmaßnahmen bei Emissionen aus stationären Quellen (mit fossilen Brennstoffen betriebene Kraftwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Haushalte / Kleinverbraucher und diverse Industrieprozesse) und im Verkehrsbereich zurückzuführen (nähere Informationen zu Quellenanteilen an den Feinstaubemissionen finden Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/emission-von-feinstaub-der-partikelgroesse-pm25#emissionsentwicklung">hier</a>). Ein weiterer Rückgang der Belastung bis 2030 ist durch die Emissionsreduktionsverpflichtungen der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32016L2284">NEC-Richtlinie</a> zu erwarten. Bei Umsetzung der Maßnahmen aus den nationalen Luftreinhalteprogrammen (in <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/78895#die-emissionshochstmengen-der-alten-nec-richtlinie">Deutschland</a> u. a. der „Kohleausstieg“, die Verringerung der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft und die Verkehrswende (E-Mobilität)) können die Emissionen von Feinstaub und seinen Vorläufergasen bis 2030 weiter reduziert werden. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt abzuwarten, wie stark sich dieser Trend in den Folgejahren fortsetzen wird, weil bereits ein deutlich niedrigeres Belastungsniveau erreicht wurde und die weitreichenden Maßnahmen zur Emissionsreduktion auch auf europäischer Ebene nochmals verstärkt werden müssen, um die Belastung weiter in Richtung der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/who">WHO</a>-Empfehlungen zu senken.</p> <p>Des Weiteren haben besondere und zeitlich befristete Einflussfaktoren, wie z.B. Witterungsbedingungen oder die Folgen der Corona-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten, in den jeweiligen Jahren einen nennenswerten Einfluss auf die Höhe der jährlichen Feinstaubbelastung in Deutschland. Welchen Einfluss die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> auf die Luftqualität nehmen kann, wird beispielsweise bei Betrachtung des Verlaufs der jährlichen PM2,5-Konzentration deutlich: obwohl die Feinstaub-Emissionen in Deutschland kontinuierlich abnahmen, fallen die Jahre 2012 oder auch 2023 mit einer witterungsbedingt vergleichsweise niedrigen Feinstaubbelastung deutlich aus dem Rahmen.</p> </p><p> Indikator „Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung im Jahresdurchschnitt“ <p>Aus der Verknüpfung der räumlichen Verteilung der Feinstaubkonzentrationen und Informationen zur Bevölkerungsverteilung lässt sich für die betrachteten Jahre zudem eine durchschnittliche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/47333">bevölkerungsgewichtete Feinstaubexposition</a> für nahezu die gesamte Bevölkerung in Deutschland ermitteln. Feinstaubkonzentrationen, denen ein großer Bevölkerungsanteil ausgesetzt ist, haben somit einen größeren Einfluss auf das Gesamtergebnis als solche, von denen nur ein kleiner Teil der Bevölkerung betroffen ist.</p> <p>Die durchschnittliche jährliche bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung in Deutschland ist in der Abbildung „Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>) im Jahresdurchschnitt“ dargestellt. Hier wird deutlich, dass die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung trotz zwischenzeitlicher Schwankungen der PM2,5-Konzentrationen über den gesamten Zeitraum hinweg deutlich gesunken ist: im Jahr 2010 betrug die bevölkerungsgewichtete PM2,5-Belastung der deutschen Bevölkerung 15,9 µg/m³, im Jahr 2023 nur noch 7,3 µg/m³, was einer Reduktion von rund 54 % entspricht.</p> <p>Ein Balkendiagramm zeigt in zeitlicher Abfolge von 2010 bis 2023 die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5) im Jahresdurschnitt für Deutschland. Die Belastung ging von 2010 bis 2023 um 54 % deutlich zurück.</p> <strong> Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5) im Jahresdurchschnitt </strong> <p>* Bevölkerungsgewichtete <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>-<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/exposition">Exposition</a> abgeleitet aus der Kombination von Mess- und Modelldaten, welche die ländliche und städtische Hintergrundbelastung durch Feinstaub repräsentieren</p> Quelle: <p>Umweltbundesamt 2025</p> Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/de_indikator_gesu-04_pm25-bev-gewicht-feinstaubbelast_2025-09-25.pdf">Diagramm als PDF (371,99 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/de-en_indikator_gesu-04_pm25-bev-gewicht-feinstaubbelast_2025-09-25.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (45,59 kB)</a></li> </ul> </p><p> Indikator: „Krankheitslast durch Feinstaub“ <p>Um das Gesundheitsrisiko, das mit der zuvor ermittelten Feinstaubbelastung für die Bevölkerung einhergeht, schätzen zu können, wird das Konzept der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/umweltbedingte-krankheitslasten/faq-umweltbedingte-krankheitslasten">Umweltbedingten Krankheitslast</a> (engl. Environmental Burden of Disease, EBD) verwendet. Es verfolgt das Ziel, die den umweltassoziierten Risikofaktoren, wie Feinstaub oder Umweltlärm, zuzuschreibende Krankheitslast einer Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppe zu ermitteln und sie in einer einheitlichen Maßzahl (engl. Disability-Adjusted Life Year; <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/daly">DALY</a>) darzustellen. Dadurch können Krankheitslasten, die auf unterschiedliche Umweltrisikofaktoren oder andere Risikofaktoren zurückgeführt werden können, miteinander verglichen werden. Ein DALY entspricht dabei einem verlorenen gesunden Lebensjahr. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a> vereinen die durch das Versterben verlorenen Lebensjahre (engl. Years of Life Lost due to premature death; YLLs) und die mit gesundheitlichen Einschränkungen gelebten Jahre (engl. Years Lived with Disability; YLDs) in einer Maßzahl.</p> <p>Die Methoden zur Berechnung der Krankheitslast können dem <a href="https://www.mdpi.com/1660-4601/19/20/13197">Fachartikel</a> entnommen und Antworten auf häufig auftretende Fragen in den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/umweltbedingte-krankheitslasten/faq-umweltbedingte-krankheitslasten">FAQs</a> nachgelesen werden. Die Quellen für die in den Modellen eingesetzten Daten sind als Übersicht in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Im Folgenden werden ausschließlich die berechneten Ergebnisse zur Krankheitslast präsentiert.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Tab_Datenquellen_BoD_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Quellen der Eingangsdaten für die Berechnung der Krankheitslast </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Tab_Datenquellen_BoD_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (41,35 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Tab_Datenquellen_BoD_2026-04-14.docx">Tabelle als Word (15,68 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Die Krankheitslast wurde für die folgenden Erkrankungen (sogenannte Gesundheitsendpunkte) für die Bevölkerung ab einem Alter von 25 Jahren bzw. ab 60 Jahren (Demenz), ermittelt: </p> <ul> <li>Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD)</li> <li>Lungenkrebs</li> <li>Schlaganfall</li> <li>Ischämische Herzerkrankungen</li> <li>Diabetes mellitus Typ 2</li> <li>Demenz</li> </ul> <p>Für jeden der genannten Gesundheitsendpunkte wurde die Krankheitslast berechnet, welche auf die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/exposition">Exposition</a> gegenüber Feinstaub zurückzuführen ist, ausgedrückt in YLLs, YLDs, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>, DALYs pro 100.000 Personen und als Anzahl attributabler Todesfälle. Darüber hinaus wurde die Krankheitslast über alle betrachteten Erkrankungen hinweg zusammengefasst. Zunächst werden die Gesamtergebnisse dargestellt, anschließend die Ergebnisse für die einzelnen Erkrankungen beschrieben (siehe nachfolgende Tabellen sowie die Diagramme am Ende des Abschnitts). </p> <p>Alle Ergebnisse werden als Mittelwert und dem dazugehörigen 95 %-Unsicherheitsintervall aufgeführt. Dies soll verdeutlichen, dass es sich bei den Berechnungen um Modellergebnisse handelt, welche durch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/unsicherheit">Unsicherheit</a>, Variabilität und Varianz der Eingangsdaten eine entsprechende Schwankungsbreite um die zentralen Schätzwerte aufweisen.</p> </p><p> Zusammenfassende Betrachtung <p>Um die Entwicklung der gesamten feinstaubbedingten Krankheitslast in Deutschland über den gesamten Untersuchungszeitraum zu veranschaulichen, zeigen die folgenden Diagramme die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a> auf zwei Arten: einmal als Gesamtsumme über alle betrachteten Erkrankungen (inklusive des Verlaufs der Feinstaubbelastung) und einmal aufgeschlüsselt nach einzelnen Erkrankungen für jedes Jahr. Zudem ist in der Tabelle „Feinstaubbedingte Krankheitslast (als Summe aller Erkrankungen)“ die Summe der YLLs, YLDs, DALYs und der attributablen Todesfälle über alle spezifischen gesundheitlichen Endpunkte für die jeweiligen Jahre dargestellt. </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/7_Tab_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erkr_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaubbedingte Krankheitslast (als Summe aller Erkrankungen) </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_Tab_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erkr_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (39,02 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_Tab_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erkr_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (242,15 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Betrachtet man die allgemeine Entwicklung im Untersuchungszeitraum, so zeigt sich, dass die feinstaubbedingte Krankheitslast (Summe über alle Erkrankungen) deutlich zurückgegangen ist. Während sie im Jahr 2010 noch bei 700.100 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a> lag, betrug sie im Jahr 2023 nur noch rund 269.100 DALYs. Das entspricht einer Verringerung um etwa 62 % und damit um mehr als die Hälfte innerhalb von 13 Jahren. Auch die Anzahl der attributablen Todesfälle ist in diesem Zeitraum deutlich gesunken, von ca. 44.700 auf ca. 19.500. </p> <p>Dieser Rückgang hängt eng mit der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/exposition">Exposition</a> gegenüber Feinstaub zusammen, die ein wichtiger Parameter für die Berechnung der Krankheitslast ist. Die Höhe der Krankheitslast folgt daher weitgehend dem Verlauf der Feinstaubexposition. Schwankungen von Jahr zu Jahr können dabei unter anderem durch unterschiedliche Witterungsbedingungen verursacht werden. So ist etwa der besonders starke Rückgang der Krankheitslast von 2011 auf 2012 sowie von 2022 auf 2023 vor allem auf niedrigere Feinstaubkonzentrationen in diesen Jahren zurückzuführen, die durch besondere Wetterverhältnisse begünstigt wurden.</p> <p>Die Berechnungen zeigen weiterhin, dass im Jahr 2023 mit ca. 185.900 YLLs ein großer Teil der attributablen Krankheitslast aufgrund von Feinstaub (rund 69 %) auf die Mortalität entfällt. Gleichzeitig gingen jedoch auch ca. 83.100 gesunde Lebensjahre (YLD) verloren, weil Menschen durch die jeweiligen Erkrankungen in einem Zustand eingeschränkter Gesundheit lebten. Dies zeigt, wie wichtig das Summenmaß DALYs ist, das sowohl durch Tod als auch durch krankheitsbedingte Einschränkungen verlorene Lebensjahre berücksichtigt. Würde man sich nur auf Todesfälle konzentrieren, würde die tatsächliche Krankheitslast durch Feinstaub deutlich unterschätzt werden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/8_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-ausgew-PM2.5_2026-04-14.png"> </a> <strong> Feinstaubbedingte Krankheitslast für ausgewählte Erkrankungen in Deutschland 2010-2023 </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/8_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-ausgew-PM2.5_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (387,40 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-ausgew-PM2.5_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (128,18 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-ausgew-PM2.5_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (45,66 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/9_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erk_2026-04-14.png"> </a> <strong> Feinstaubbedingte Krankheitslast als Summe aller Erkrankungen in Deutschland 2010-2023 </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/9_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erk_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (748,65 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/9_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erk_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (709,58 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/9_Abb_Feinstaub-Krankheitslast-Summe-Erk_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (60,21 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> COPD <p>Insgesamt ist die feinstaubbedingte COPD-Krankheitslast im Untersuchungszeitraum 2010-2023 um etwa 62 % (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>) gesunken. Im Jahr 2023 konnten rund 4 % der gesamten COPD-Krankheitslast in Deutschland auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt werden. In absoluten Zahlen sind dies etwa 24.900 DALYs. Die YLLs haben mit ca. 17.700 verlorenen Lebensjahren dabei einen größeren Anteil an den DALYs als die YLDs. Das heißt, dass bei COPD die Mortalität im Vergleich zur Morbidität einen stärkeren Einfluss auf die Gesamtkrankheitslast hat. Im zeitlichen Verlauf sind jedoch die YLLs weniger stark zurückgegangen als die YLDs (59 % vs. 68 %). Sonstige Schwankungen innerhalb der Zeitreihe lassen sich überwiegend durch Veränderungen der Feinstaubbelastung erklären.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/10_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-COPD-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) bei Erwachsenen </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/10_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-COPD-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (42,73 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/10_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-COPD-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (244,86 kB)</a></li> </ul> </p><p> Lungenkrebs <p>Insgesamt ist die feinstaubbedingte Lungenkrebs-Krankheitslast im Untersuchungszeitraum 2010-2023 um etwa 72 % (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>) gesunken. Im Jahr 2023 konnten rund 3 % der Lungenkrebs-Krankheitslast in Deutschland auf die Feinstaubelastung zurückgeführt werden. In absoluten Zahlen sind dies etwa 26.000 DALYs. Die YLLs machten mit ca. 24.900 verlorenen Lebensjahren den weitaus größten Teil an den DALYs aus. Auffällig ist, dass im Vergleich von 2010 bis 2023 die YLLs mit etwa 73 % deutlich stärker zurückgegangen sind als die YLDs (ca. 41 %). Dies kann beispielsweise auf Fortschritte in der Behandlung und eine verbesserte Überlebensrate von Lungenkrebspatient*Innen zurückgeführt werden. Dennoch liegt der Schwerpunkt der Krankheitslast bei Lungenkrebs weiterhin eindeutig bei der Mortalität. Sonstige Schwankungen innerhalb der Zeitreihe lassen sich überwiegend durch Veränderungen der Feinstaubbelastung erklären.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/11_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Lungenkrebs-%C3%BC-25_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Lungenkrebs bei Erwachsenen > 25 Jahre </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/11_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Lungenkrebs-%C3%BC-25_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (41,69 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/11_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Lungenkrebs-%C3%BC-25_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (243,49 kB)</a></li> </ul> </p><p> Schlaganfall <p>Insgesamt ist die feinstaubbedingte Schlaganfall-Krankheitslast im Untersuchungszeitraum 2010-2023 um etwa 66 % (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>) gesunken. Im Jahr 2023 konnten rund 4 % der Schlaganfall-Krankheitslast in Deutschland auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt werden. In absoluten Zahlen sind dies etwa 23.000 DALYs. Die YLLs machten hier mit ca. 14.300 verlorenen Lebensjahren den größeren Teil an den DALYs aus, wobei mit ca. 8.700 YLDs auch ein erheblicher Verlust an Lebensjahren auf die gesundheitlichen Einschränkungen infolge eines Schlaganfalls zurückzuführen ist (Morbidität). Im zeitlichen Verlauf sind die YLLs etwas stärker zurückgegangen als die YLDs (69 % vs. 58 %). Sonstige Schwankungen innerhalb der Zeitreihe lassen sich überwiegend durch Veränderungen der Feinstaubbelastung erklären.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/12_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Schlaganfall-%C3%BC-25_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Schlaganfall bei Erwachsenen > 25 Jahre </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/12_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Schlaganfall-%C3%BC-25_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (41,64 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/12_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Schlaganfall-%C3%BC-25_2026-04-14.xlsx">Tabelle als PDF (243,75 kB)</a></li> </ul> </p><p> Ischämische Herzerkrankungen <p>Insgesamt ist die feinstaubbedingte Krankheitslast aufgrund von ischämischen Herzerkrankungen im Untersuchungszeitraum 2010-2023 um etwa 72 % (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>) gesunken. Im Jahr 2023 konnten rund 5 % der Krankheitslast ausgelöst durch ischämische Herzerkrankungen in Deutschland auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt werden. In absoluten Zahlen sind dies etwa 69.600 DALYs. Die YLLs machten mit ca. 60.800 verlorenen Lebensjahren den weitaus größeren Teil an den DALYs aus, wobei mit ca. 8.700 YLDs auch ein nicht zu vernachlässigender Verlust an Lebensjahren auf die gesundheitlichen Einschränkungen zurückzuführen ist, die mit ischämischen Herzerkrankungen verbunden sind (Morbidität). Im zeitlichen Verlauf sind die YLLs stärker zurückgegangen als die YLDs (73 % vs. 59 %). Sonstige Schwankungen innerhalb der Zeitreihe lassen sich überwiegend durch Veränderungen der Feinstaubbelastung erklären.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/13_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-IHE-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Ischämische Herzerkrankungen bei Erwachsenen > 25 Jahre </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/13_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-IHE-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (42,75 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/13_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-IHE-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (244,98 kB)</a></li> </ul> </p><p> Diabetes mellitus Typ 2 <p>Insgesamt ist die feinstaubbedingte Diabetes mellitus Typ 2-Krankheitslast im Untersuchungszeitraum 2010-2023 um etwa 72 % (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a>) gesunken. Im Jahr 2023 konnten rund 6 % der gesamten durch Diabetes mellitus Typ 2 verursachten Krankheitslast in Deutschland auf die Feinstaubelastung zurückgeführt werden. In absoluten Zahlen sind dies etwa 40.700 DALYs. Beim Diabetes kehrt sich das Verhältnis von YLLs zu YLDs im Vergleich zu den anderen gesundheitlichen Endpunkten um. Die YLDs machten mit einem Verlust von etwa 27.000 Lebensjahren auf Grund der gesundheitlichen Einschränkungen, die mit einer Diabetes mellitus Typ 2-Erkrankung verbunden sind, einen weitaus größeren Anteil an den DALYs aus als die YLLs. Im zeitlichen Verlauf sind die YLLs nur etwas stärker zurückgegangen als die YLDs (63 % vs. 55 %). Sonstige Schwankungen innerhalb der Zeitreihe lassen sich überwiegend durch Veränderungen der Feinstaubbelastung erklären.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/14_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-DMT2-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen > 25 Jahre </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/14_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-DMT2-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (41,79 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/14_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-DMT2-Erw-%C3%BC-25_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (243,59 kB)</a></li> </ul> </p><p> Demenz <p>Die feinstaubbedingte Demenz-Krankheitslast wird, anders als bei den übrigen Erkrankungen, nur für die Bevölkerung ab 60 Jahren berechnet. Im Untersuchungszeitraum 2010-2023 ist sie insgesamt um rund 35 % gesunken. Im Jahr 2023 konnten etwa 11 % der gesamten Demenz-Krankheitslast in Deutschland auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt werden, was rund 84.900 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dalys">DALYs</a> entspricht. Im zeitlichen Verlauf zeigt sich eine Besonderheit: Während bis 2015 die YLDs überwogen, entfällt seither ein größerer Anteil der Krankheitslast auf die YLLs. Die YLDs nahmen über den Zeitraum deutlich ab (61 %), während die YLLs im Vergleich zu 2010 leicht zunahmen (4 %). Dies ist vor allem auf die alternde Bevölkerung zurückzuführen, da Demenz stark altersabhängig ist und dieser demografische Effekt dem allgemeinen Abnahmetrend entgegenwirkt. Schwankungen der Feinstaubbelastung schlagen sich daher weniger deutlich im zeitlichen Verlauf nieder. Zudem ist zu beachten, dass die Ergebnisse für Demenz mit einer größeren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/unsicherheit">Unsicherheit</a> behaftet sind, da die wissenschaftliche Evidenz für einen Zusammenhang mit Feinstaub schwächer ist als bei anderen Erkrankungen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/15_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Demenz-Erw-%C3%BC-60_2026-04-14.png"> </a> <strong> Tab: Feinstaub Langzeitexposition: Demenz bei Erwachsenen > 60 Jahre </strong> Quelle: Umweltbundesamt Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/15_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Demenz-Erw-%C3%BC-60_2026-04-14.pdf">Tabelle als PDF (41,99 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/15_Tab_Feinstaub-Langzeitexp-Demenz-Erw-%C3%BC-60_2026-04-14.xlsx">Tabelle als Excel (243,85 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Ergänzend zu den Tabellen zeigen die folgenden Diagramme die zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für die einzelnen Erkrankungen. Die Skalen der y-Achsen unterscheiden sich zwischen den Diagrammen, deshalb spiegeln die Höhen der Balken nicht zwingend die gleiche absolute Krankheitslast wider.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/16_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-COPD-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für COPD </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/16_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-COPD-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (503,81 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/16_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-COPD-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (677,03 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/16_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-COPD-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (42,25 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/17_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Lungenkrebs-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für Lungenkrebs </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/17_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Lungenkrebs-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (517,51 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/17_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Lungenkrebs-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (627,64 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/17_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Lungenkrebs-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (42,17 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/18_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Schlaganfall-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für Schlaganfall </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/18_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Schlaganfall-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (508,20 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/18_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Schlaganfall-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (574,69 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/18_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Schlaganfall-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (42,23 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/19_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-IHE-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für ischämische Herzerkrankungen </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/19_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-IHE-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (625,07 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/19_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-IHE-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (791 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/19_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-IHE-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (40,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/20_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-DM2-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für Diabetes mellitus Typ 2 </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/20_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-DM2-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (510,44 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/20_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-DM2-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (603,56 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/20_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-DM2-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (40,62 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/21_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Demenz-DALYs_2026-04-14.png"> </a> <strong> Zeitliche Entwicklung der feinstaubbedingten Krankheitslast für Demenz </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/21_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Demenz-DALYs_2026-04-14.png">Bild herunterladen</a> (486,84 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/21_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Demenz-DALYs_2026-04-14.pdf">Diagramm als PDF</a> (480,57 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/21_Abb_Zeitl-Entw-Krankheitslast-Demenz-DALYs_2026-04-14.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (40,68 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Tipps zum Weiterlesen <p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024L2881"><em>EU [Europäische Union] (2024) Richtlinie (EU) 2024/2881 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23 Oktober 2024 über Luftqualität und saubere Luft für Europa (Neufassung)</em></a><em>. ABl. L, 2024/2881. Letzter Zugriff: 11.03.2026</em></p> <p><em>Kienzler S, Plaß D, Wintermeyer D (2024): Die Gesundheitsbelastung durch Feinstaub (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pm25">PM2,5</a>) in Deutschland 2010–2021. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/4031/publikationen/artikel_5_dnk.pdf"><em>UMID: Umwelt und Mensch – Informationsdienst (1/2024</em></a><em>). S. 50-61. </em></p> <p><em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> (2025): Luftqualität 2024 - Vorläufige Auswertung. Hintergrund 03/2023. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/479/publikationen/2025_uba_hgp_luftqualitaet_2024_dt.pdf"><em>Hintergrund Februar 2025: Luftqualität 2024 (vorläufige Auswertung) (umweltbundesamt.de)</em></a></p> <p><a href="https://www.who.int/publications/i/item/9789240034228"><em>World Health Organization (2021): WHO global air quality guidelines. Particulate matter (PM2.5 and PM10), ozone, nitrogen dioxide, sulfur dioxide and carbon monoxide</em></a><em>. Geneva: World Health Organization; 2021.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Umweltbedingungen ändern sich derzeit in hohem Maße, insbesondere bedingt durch den Klimawandel, mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Bei der Anpassung an den Klimawandel sind interdisziplinäre Ansätze gefragt. Denn eine auf den ersten Blick gute Idee, um negative Einflüsse des Klimawandels zu verringern, kann sich an anderer Stelle nachteilig auswirken. Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen – darunter Medizin, Meteorologie und Atmosphärenchemie – haben im VDI e.V. gemeinsam Zielkonflikte im Zusammenspiel von Klimawandel, Luftqualität und Pollenallergien identifiziert und Vorschläge zum Umgang damit herausgearbeitet, die in der VDI-Handlungsempfehlung „Klimawandel – Luftqualität – Pollenallergie“ zur Verfügung gestellt werden. Allergische Erkrankungen sind mit einer hohen individuellen Krankheitslast sowie mit direkten und indirekten Kosten für die Gesundheitssysteme verbunden. Ihr Auftreten ist abhängig von individuellen Einflussgrößen, aber auch von Umwelteinflüssen, wie die Luftverschmutzung und das Klima, das seinerseits Wetter und Witterung beeinflusst. In der Folge verändern sich die Pollenproduktion der Pflanzen, die Ausbreitungsbedingungen für die Pollen sowie ihr zeitliches Auftreten im Jahresverlauf. Luftschadstoffe wirken nicht nur auf die Zusammensetzung von Pollen, sondern machen den menschlichen Körper auch anfälliger für allergische Reaktionen. Gleichzeitig beeinflusst das Klima direkt und indirekt die Luftqualität – etwa durch Hitzewellen oder Veränderungen bei der Verteilung von Schadstoffen. Die VDI-Handlungsempfehlung „Klimawandel – Luftqualität – Pollenallergie“ bündelt die Erkenntnisse des interdisziplinären Austauschs und zeigt neben dem aktuellen Forschungsbedarf vor allem Maßnahmen in den Bereichen der Stadt- und Regionalplanung, der Verminderung der Luftschadstoffbelastung und der besseren Aufklärung der Öffentlichkeit auf. Zielgruppe Adressiert werden politisch handelnde Personen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, Planungsbüros, Gartenbaubetriebe, die Wissenschaft, aber auch alle im Gesundheitssektor Tätige, Institutionen aus den Bereichen Gesundheit, Klimaschutz und Luftreinhaltung sowie Bürgerinnen und Bürger. Wissenschaftlicher Hintergrund Die „VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft“ (KRdL) erstellt im interdisziplinär besetzten Gemeinschaftsausschuss „Bioaerosole und biologische Agenzien“ Richtlinien, die sich mit der Entstehung, Ausbreitung, Erfassung, gesundheitlichen Bewertung sowie mit den jeweiligen Minderungsmaßnahmen von Bioaerosolen befassen, darunter auch allergierelevante Pollen. Die beteiligten Expertinnen und Experten bringen Fachkenntnisse aus ihren jeweiligen, sehr unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft und Praxis ein. Ihnen bietet die KRdL eine Plattform für den Austausch und die Verknüpfung der Disziplinen. Die wissenschaftlichen Hintergründe zur VDI-Handlungsempfehlung „Klimawandel – Luftqualität – Pollenallergie“ werden im Artikel „Climate Change, Air Quality, and Pollen Allergies ‐ state of the art and recommendations for research and public health“ in der Fachzeitschrift „Allergy“ dargelegt.
Im Rahmen des Projekts „Untersuchung der Krankheitslast in Deutschland durch Kohlekraftwerke“ (offizieller Titel „Erfassung potentiell gesundheitsförderlicher Effekte durch die Reduktion der Kohlefeuerung zur Energiegewinnung“) (Laufzeit 2018-2022) wurde für das Jahr 2015 die Krankheitslast in der deutschen Bevölkerung quantifiziert, welche auf die Luftschadstoffemissionen von Kohlekraftwerken in Deutschland zurückgeführt werden kann. Neben der Betrachtung von deutschen Kohlekraftwerken insgesamt wurden auch nach Stein- und Braunkohlekraftwerken differenzierte Analysen durchgeführt. Es zeigte sich, dass Braunkohlekraftwerke, im Vergleich mit Steinkohlekraftwerken, zu einer höheren Krankheitslast in der deutschen Bevölkerung beigetragen haben. Ein Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe kann durch den Wegfall entsprechender Schadstoffemissionen zur Verbesserung der Gesundheit beitragen und unterstützt Deutschland bei die Zielerreichung auf dem Pfad der europäischen Zero Pollution Ambition. Veröffentlicht in Texte | 83/2024.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 122 |
| Europa | 1 |
| Land | 5 |
| Weitere | 7 |
| Wissenschaft | 10 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 49 |
| Text | 77 |
| unbekannt | 7 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 81 |
| Offen | 53 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 112 |
| Englisch | 31 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 7 |
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| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 100 |
| Lebewesen und Lebensräume | 127 |
| Luft | 101 |
| Mensch und Umwelt | 134 |
| Wasser | 100 |
| Weitere | 127 |