API src

Found 12 results.

Similar terms

s/vegas/Vega/gi

Other language confidence: 0.5233422431217616

Ganzheitliche Rübenderbrüssler Bekämpfung im Zuckerrübenbau mit dem entomopathogenen Pilz Metarhizium brunneum (CURCUCONT)

Zielsetzung: In Ermangelung an wirksamen, umweltfreundlichen, zugelassenen chemischen Insektiziden, soll eine ganzheitliche, direkte Bekämpfung bzw. der Populationskontrolle sowohl der Rüsselkäferlarven als auch der adulten Käfer mit dem biologischen Wirkstoff M. brunneum (GranMetTM)-Pilzgerste bzw. wasserdispergierbarem Sporenprodukt (beide Produkte von der Firma Agrifutur s.r.l.) ausgetestet werden. Mit einem mehrjährigen Monitoring soll abgesichert werden, dass die Bothynoderes - Population in den Behandlungsflächen unter der wirtschaftlichen Schadschwelle gehalten werden kann. Es soll besonders auch das Hauptaugenmerk auf i) die Austestung von neuen Pilz-Dipersionsformulierungen gerichtet sein, welche im Projekt INBIOSOIL (FP7-ENV-2011-3.1.9.-1; No. 282767) und DIACONT (BMLFUW 101111) entwickelt wurden; ii) zusätzlich sollen die Versuche zur Präventionswirkung des entomopathogenen Pilzes BIPESCO 5, formuliert auf steriler Gerste, fortgeführt und ausgedehnt werden. Dazu sollen stark befallene Zuckerrübenfelder mit dem Produkt GranMetTM behandelt werden und iii) soll auf Grundlage von Sprühversuchen mit dem entomopathogenen Pilz M. brunneum (BIPESCO 5) die oberirdische Käferbehandlung auf Praxistauglichkeit entwickelt werden (Laboraustestungen und in-situ Feldapplikationen - Applikation mit Sattelspritzgerät; Persistenzuntersuchung von Metarhizium auf Blattoberfläche zur Bestimmung optimaler Applikationszeitpunkte bzw. -Häufigkeit). Sollte sich erhärten, dass M. brunneum tatsächlich Populationsregulierend auf den Rübenderbrüssler wirkt, sollte es keine Schwierigkeit sein, auf Grundlage der EU-Verordnung (1107/2009), in naher Zukunft ein registriertes Metarhizium-Präparat auf den Markt zu bringen. Mit einem mehrjährigen Monitoring soll nun bestätigt werden, dass sich in den Behandlungsflächen die Derbrüsselkäfer-Population unter der wirtschaftlichen Schadschwelle gehalten werden kann. Einsatz von Metarhizium spp. auf Blattoberflächen: Bekanntlich kann Metarhizium, primär ein typischer Bodenpilz, auch auf Blattoberflächen und bei pflanzensaugenden Insekten als indigenes Pathogen nachgewiesen werden. Seit wenigen Jahren werden bereits Metarhizium Dispersionsformulierungen gegen Blattschädlinge (z.B. Spittlebugs, Termiten, Blattläuse, Thrips) mittels Sprühapplikation auf Kulturpflanzen geprüft bzw. angewendet (VEGA et al. 2009, STRASSER et al. 2017, MWEKE et al, 2018). Es besteht großes Interesse an der Verbesserung der Formulierungs- und Anwendungstechnologien in der Blattspritzanwendung (BUTT 2002). So wird beispielsweise der Einsatz von Additiven wie Haftmittel in Sporensuspensionen für die Sprühanwendung empfohlen, um hohe Sporenkonzentrationen auf Blattoberflächen und damit eine gute Persistenz auf den Pflanzen zu gewährleisten (INGLIS et al. 2001). Notwendige Informationen bezüglich Umwelt- und Blattpersistenz von M.spp. sollen erarbeitet werden und sind somit auch Gegenstand unserer Untersuchungen.

Plötzkau - BDF 23 Basisdaten Bodeninformationen

Die Boden-Dauerbeobachtungsfläche 23 befindet sich im Osten des Ortes Plötzkau im Salzlandkreis in der Saaleaue. Eingerichtet wurde die Fläche 1996 und wird durch die LLG, das LAGB und das LAU jeweils innerhalb eines festgelegten Turnus beprobt. Die Fläche wurde zur Zeit ihrer Einrichtung als Grünland, kurze Zeit später jedoch bereits als Ackerland bewirtschaftet. Nutzung: Ackerland Einrichtung: 1996 mittl. Temperatur 1 : 10,1 °C Niederschlag/Jahr 1 : 554 mm Bodengroßlandschaft: Auen Höhe über NN: 63 m Relief/Exposition: Aue/keine Bodentyp: Vega Bodenart: Schluffe 1 Daten des Regionalen Klimainformationssystems ReKIS, Zeitraum 1990 bis 2019, Standort: Bernburg-Nord Der Boden der BDF 23 ist eine stark vergleyte, kalkhaltige Normvega aus Auenschluff. Die ackerbauliche Nutzung dieses nährstoffreichen Standorts ist gut möglich, jedoch sollte eine an den Wasserhaushalt angepasste Bewirtschaftung (s. Befahrung bei Nässe, Kulturauswahl) erfolgen. Im Bereich des Oberbodens ist die Trockenrohdichte mittel (1,5 Vol.-%), das Gesamtporenvolumen mittel (43 Vol.-%) und die nutzbare Feldkapazität als geringen einzuordnen (11 bis 15 Vol.-%). Letzte Aktualisierung: 29.01.2026

LSG Wipperniederung Gebietsbeschreibung Landschafts- und Nutzungsgeschichte Geologische Entstehung, Boden, Hydrographie, Klima Pflanzen- und Tierwelt Entwicklungsziele

Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt die Niederung am Unterlauf der Wipper kurz vor der Einmündung in die Saale und erstreckt sich westwärts südlich der B185 und des Ortes Ilberstedt bis zur Gemeinde Osmarsleben. Die Wippermündung selbst liegt im LSG „Saale“. Es liegt in der Landschaftseinheit Nordöstliches Harzvorland an der Grenze zum Unteren Saaletal. Die Wipper hat sich hier flach in die Landschaft gegraben, so daß größtenteils nur sanft geneigte Hänge die Niederung begrenzen. An wenigen Stellen, zum Beispiel östlich von Ilberstedt, bilden steilere Hänge markante Geländestufen und beleben die umliegende strukturarme Agrarlandschaft. Die Talhänge sind stellenweise bewaldet. Das Tal selber wird durch die Wipper geprägt, die im Gebiet außerhalb der Ortslagen einen naturnäheren Verlauf mit Überschwemmungsbereichen hat. Ihre unmittelbare Aue wird eingenommen von Grünland unterschiedlichen Feuchtegrades, Waldreste werden von Baumarten der Hartholzaue bestimmt. An den im Gebiet vorhandenen Wegen stehen Obstgehölze unterschiedlichen Alters. Wie die gesamte angrenzende Landschaft wurde auch die Niederung im Mittelalter stark entwaldet. Die landwirtschaftliche Nutzung zog sich soweit wie möglich in die Wipperniederung, wo auch ursprüngliche Auenwaldungen gerodet wurden. Die Wipper wurde hier im Unterlauf, zum Beispiel in Osmarsleben, aufgestaut und zum Antrieb von Mühlen genutzt. Das mesozoische Tafelstockwerk, das den geologischen Untergrund des Landschaftsschutzgebietes aufbaut, wurde durch die saxonische Gebirgsbildung sattel- und muldenförmig verformt und von pleistozänen Sedimenten überlagert. Nördlich des Tales ist Mittlerer Buntsandstein verbreitet, südlich der Wipper Unterer Buntsandstein. Die saalekaltzeitlichen Moränenablagerungen sind vom Löß der Weichselkaltzeit überdeckt. In der Wipperniederung dominiert als Boden eine Vega aus Auenlehm. Untergeordnet kommen Kolluviallöß-Tschernoseme, Tschernosem-Kolluvisole, vor. Das Ausgangsmaterial für diese Böden stammt von den Talhängen und Hochflächen zu beiden Seiten der Wipper. An den Hängen finden sich Rendzinen aus Löß über Buntsandstein und auf den Hochflächen Tschernoseme aus Löß. Durch Abtragung ist dieses Material in die Wipperniederung gelangt, und aus ihnen ist ein dunkler, tiefhumoser, grundfrischer bis grundwasserbeeinflußter, sehr ertragreicher Boden entstanden. Als Oberflächengewässer prägt der Unterlauf der im Harz entspringenden Wipper das LSG. Die klimatischen Verhältnisse entsprechen den trocken-warmen Bedingungen des Nordöstlichen Harzvorlandes mit Jahresmitteltemperaturen um 8,6°C und etwa 493 mm Jahresniederschlag. Als potentiell natürliche Vegetation der Talaue der Wipper ist der Stieleichen-Ulmen-Auenwald anzusehen, der noch in Resten vorhanden ist. Mehrere Wald-Teilflächen sind jedoch durch die Anpflanzung von Pappel-Hybriden anthropogen überformt. Auf den ansteigenden Hängen der Talrandlagen würde von Natur aus ein Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald wachsen. Die steilen Randhänge nimmt ein Hainbuchen-Ulmen-Hangwald ein, der aktuell auch durch Gebüschgesellschaften ersetzt sein kann. Das Grünland der Aue ist nutzungsbedingt artenarm, könnte sich aber zu typischem Auengrünland entwickeln, wenn eine extensive Wiesennutzung durch Mahd erfolgen würde. An einigen Stellen sind Niedriges Fingerkraut, Sumpf-Gänsedistel und Erdbeerklee zu finden. Das Aufrechte Glaskraut deutet auf Sonderstandorte im Umfeld alter Befestigungen oder Herrensitze im Gebiet hin. Von der Tierwelt fallen insbesondere die Vertreter der Vogelwelt auf, von der besonders Rot- und Schwarzmilan, Mäusebussard und viele Singvogelarten, unter anderem Nachtigall, hier leben. Im Unterlaufbereich des Flusses ist die Fischfauna artenarm. Es kommen nur ubiquitäre Arten wie Plötze, Flußbarsch, Gründling regelmäßig vor. Hasel, Ukelei und Aal werden gelegentlich nachgewiesen. Maßnahmen zur Entwicklung des LSG sind auf die Erhaltung der naturnahen und die Renaturierung naturferner Gewässerabschnitte einschließlich der Sicherung der uferbegleitenden Vegetation zu konzentrieren. Gegebenenfalls sind zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit Staueinrichtungen zurückzubauen und hohe Abstürze in Sohlrampen umzuwandeln. Gleichzeitig sollten die Überschwemmungsbereiche gesichert werden, und gegenwärtig in ihnen noch enthaltene Ackerflächen wären in extensiv genutztes Grünland umzuwandeln. Die feuchten Wiesen im Tal und die trockenen auf den Hängen sollen durch extensive Nutzung erhalten werden. Standortfremde Gehölzpflanzungen werden zu naturnahen, der potentiell natürlichen Vegetation entsprechenden Waldbeständen entwickelt. Durch die Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen gelänge es, die Hänge stärker zu gliedern und das Landschaftsbild zu beleben. Insgesamt ist dieses Gebiet als ein Element eines regionalen und landesweiten Biotopverbundsystems zu entwickeln. Für die Erholung sollte die Wipperniederung für naturkundliche Exkursionen noch besser erschlossen werden. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025

Jury wählt Siegerentwurf für Ersatzneubau der Neuen Gertraudenbrücke aus

Der Wettbewerb für den Ersatzbau der Neuen Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte ist entschieden: Am Donnerstagabend kürte das Preisgericht aus neun Preisrichter*innen, darunter Architekten, Ingenieur*innen und Vertreter*innen aus den Fachverwaltungen in Land und Bezirk, mit großer Mehrheit den Vorschlag des Berliner Ingenieurbüros „sbp – schlaich bergermann partner“ zum Siegerentwurf. Das Bearbeitungsteam des Berliner Büros wird ergänzt durch das Ingenieurbüro OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. aus Dresden, die SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH aus Berlin sowie ENGUITA & LASSO DE LA VEGA aus Madrid, die jeweils Zuarbeiten für die komplexe Aufgabe der Spreequerung am Spittelmarkt geliefert haben. Senatorin Bettina Jarasch: „Der Siegerentwurf für die Neue Gertraudenbrücke wertet den gesamten Stadtraum an diesem bisher so unwirtlichen Ort entscheidend auf: Die neue Konstruktion wirkt leicht und schlank, sie schafft eine Zugänglichkeit und Barrierefreiheit, die es an diesem Spreeübergang jahrzehntelang nicht gab. Und es ist eine echte Verkehrswendebrücke, denn sie wird die Straßenbahn vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz aufnehmen, attraktive Rad- und Fußwege bieten und den Autoverkehr reduzieren helfen. Was mich besonders freut: Der Siegerentwurf kommt aus Berlin – also von dort, wo er auch realisiert wird.“ Die Auswahl des Siegerentwurfes erfolgte durch die Jury aus insgesamt sieben Vorschlägen in einem europaweiten, nichtoffenen Wettbewerbsverfahren und wurde wie folgt begründet: „Das ausgewählte Konzept schlägt vor, den Spittelmarkt von allen trennenden Böschungen zu befreien, die beim autogerechten Ausbau geschaffen wurden. So kann dieser zentrale Platz sehr viel schöner, grüner und alltagstauglicher werden. Es war richtig, nicht nur eine neue Brücke, sondern den Platz insgesamt zur Planungsaufgabe zu machen. Das Konzept besticht durch die Verbesserung der Verkehrsbeziehungen und berücksichtigt die denkmalgeschützte Gertraudenbrücke in besonderem Maße. Die zurückgenommene Brückenkonstruktion des Ersatzneubaus zeichnet sich durch ihre Schlankheit verbunden mit einer reduzierten Stützweite aus.“ Grund für den Realisierungswettbewerb mit gesondertem Ideenteil ist der bauliche Zustand der bisherigen Brücke aus dem Jahr 1978, die konstruktive Mängel und Defizite in der Tragfähigkeit aufweist – und damit einen zügigen Ersatzneubau erforderlich macht. Von den Wettbewerbsteilnehmern erwartet wurden Lösungen für komplexe Anforderungen der Bauabwicklung, Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Nachhaltigkeit, verbunden mit der Zielsetzung, dass sich der Brückenneubau städtebaulich-architektonisch ins Umfeld der historischen Mitte am Spittelmarkt und der denkmalgeschützten Gertraudenbrücke einfügt und den Stadtraum deutlich aufwertet. Mit einem interdisziplinären Ansatz sollten auch eine schlüssige Neuordnung der Verkehrsanbindungen für den Fuß- und Radverkehr sowie qualitätsvolle attraktive Freiräume mit guten Einbindungen aller Wegebeziehungen geschaffen werden. Der Siegerentwurf und die weiteren Ergebnisse werden am 03. Mai 2023 um 18 Uhr im Lichthof der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Standort Brunnenstraße 110d-111, 13355 Berlin, feierlich präsentiert. Interessierte können die Ausstellung im Zeitraum vom 04. Mai bis zum 11. Mai 2023 montags bis freitags zwischen 14 Uhr und 18:30 Uhr besuchen. Eine Downloadmöglichkeit für die Visualisierung des Siegerentwurfs (Copyright: @ sbp – schlaich bergermann partner) und mehr zum Ersatzneubau:

Forschungssatellit Venμs erfolgreich ins All geschickt

Am 1. August 2017 wurde der Umweltbeobachtungs-Satelliten VENµS mit der Trägerrakete „VEGA“ vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyanaaus ins All geschickt. Der Name ist die Abkürzung für „Vegetations- und Umweltbeobachtung mit einem Neuen Mikro-Satelliten“. Bei dem Projekt der Israelischen Raumfahrtbehörde (ISA) und der französischen Raumfahrtagentur CNES handelt es sich um den ersten wissenschaftlichen Satelliten für die Beobachtung landwirtschaftlicher und ökologischer Vorgänge. Der Satellit wird landwirtschaftliche Flächen und andere Naturräume beobachten. Dabei soll er Daten über den Zustand dieser Flächen, ihrer Belaubung, Aufforstung, Landwirtschaft, der Qualität von Wasserquellen und vieles mehr aufzeichnen. Der Satellit wird alle zwei Tage Bilder der ausgesuchten weltweiten Untersuchungsstandorte übermitteln.

Boden des Jahres 2011 ist der Braune Auenboden

Die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) und der Bundesverband Boden (BVB) haben den „Braunen Auenboden“ zum Boden des Jahres 2011 gekürt.Der Braune Auenboden wird auch als Vega bezeichnet. Braune Auenböden sind typische Böden in den Auen der Flusstäler. Sie sind durch die wiederholte Ablagerung von Bodenmaterial bei Hochwasser entstanden. Der Braune Auenboden kommt in allen Auen vor und ist daher ein weit verbreiteter Bodentyp. Vor allem in den Unterläufen der Flüsse und im Tiefland nimmt er große Flächen ein.

10 Jahre Boden des Jahres

Das Plakat zeigt die 10 Böden des Jahres: Schwarzerde, Fahlerde, Podsol, Braunerde, Kalkmarsch, Stadtboden, Vega, Niedermoor, Plaggenesch, Weinbergsboden.

Entwicklung eines Datenmanagementsystem zur Sicherstellung der Erfassung, Verfuegbarkeit und Vergleichbarkeit von Messungen in kontaminierten Grundwasserleitern, Datenmangementsystem zur Sicherstellung der Erfassung, Verfuegbarkeit und Vergleichbarkeit von Messungen in kontaminierten Grundwasserleitern

Die in der Versuchseinrichtung VEGAS an der Universitaet Stuttgart durchzufuehrenden Untersuchungen von kontaminierten Grundwasserleitern und Altlasten sollen durch ein Datenmanagementprojekt wissenschaftlich begleitet werden. Damit soll die Erfassung, Verfuegbarkeit und Vergleichbarkeit der dabei gewonnenen Erkenntnisse durch moderne Verfahren der Datenverarbeitung gewaehrleistet werden. Durch den Einsatz einer Datenbank und Anbindung der Messwerterfassungstools soll durch eine interaktive, intuitiv zu bedienende graphische Oberflaeche die Auswertung speziell fuer die in den Grossversuchsbehaeltern anfallenden Messwerte erfolgen. Ausserdem soll die Uebertragbarkeit der Daten zwischen den verschiedenen Untersuchungsskalen (klein-, mittel- und grossskalig), auf Felduntersuchungen und die Bereitstellung der Messwerte fuer numerische Simulationsmodelle ermoeglicht werden. Durch das Datenmanagementprojekt soll der zukuenftige Zugriff auf die Messungen sichergestellt werden, womit die Grundlage fuer ein hydrogeologisches Informationssystem gelegt wird.

Entwicklung eines Datenmanagementsystem zur Sicherstellung der Erfassung, Verfuegbarkeit und Vergleichbarkeit von Messungen in kontaminierten Grundwasserleitern

Ziel ist es, ein Datenmanagementsystem zu erstellen, das den zukuenftigen Zugriff auf die, in den VEGAS-Projekten anfallenden Untersuchungsergebnissen ermoeglicht. Durch den Einsatz geeigneter Benutzerschnittstellen, sowie einer intuitiven Benutzerfuehrung soll letztlich ein hardwareunabhaengiges wissenschaftliches Informationssystem zur Grundwasser- und Altlastensanierung geschaffen werden.

VEGAS: Versuchseinrichtung fuer Grundwasser- und Altlastensanierung - Planung und Bau

Die Planung und der Bau wird zu je 50 Prozent vom Bundesministerium fuer Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) und von PWAB gefoerdert. Das Konzept 'VEGAS' (Versuchs-Einrichtung zur Grundwasser- und Altlasten-Sanierung) hat die Optimierung existierender und die Entwicklung neuer, verbesserter in-situ Verfahren zum Ziel. In einer Versuchshalle mit mehreren grossdimensionalen Versuchsstaenden sollen Ausbreitung- und Sanierungsexperimente mit KW, CKW und anderen umweltrelevanten Kontaminationen unter kontrollierten Bedingungen durchgefuehrt werden. VEGAS als Einrichtung der begleitenden Forschung zur Altlastensanierung ermoeglicht es, parallel zu Feldversuchen mikrobiologische und chemisch-physikalische Verfahren unter naturnahen Bedingungen (natuerliche Verweilzeiten, Untergrundheterogenitaet) wissenschaftlich zu untersuchen, Sanierungserfolge mit begrenztem Aufwand vorherzusagen und neue Behandlungsverfahren ohne Risiko einer Kontaminationsverlagerung praxisnah zu erproben. VEGAS liefert damit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung einer qualifizierten Umwelttechnologie und -industrie. Die Forschungsplanung sowie die Koordinierung der wissenschaftlichen und technischen Fragen wurde fortgefuehrt. Schwerpunkt der Arbeiten war die Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauausfuehrung des Bauwerks und der Edelstahl-Versuchsbehaelter. Spezielle Korrosionsversuche an der FMPA Baden-Wuerttemberg ergaben eine erforderliche Stahlqualitaet 14539 (Chrom-Nickel-Molybdaen-Stahl) oder hoeher. Die Bauarbeiten verliefen planmaessig. Richtfest: 8.3.94, anschliessend Ausbaugewerke, Beginn Stahlhallenbau: 31.1.94, Fertigstellung Hallenkonstruktion mit Dach und Fassade Ende Juni, Fertigstellung (Aufnahme Abwasseraufbereitungsanlage) in KW 49. Offizielle Hausuebergabe der Vegas-Versuchshalle an die Universitaet Stuttgart: 2.12.94. Versuchsbehaelter sind seit September 94 im Bau, Abnahme des Traggeruests 'Grosser Versuchsbehaelter': 15.12.94. Der Behaelterbau soll Ende April 1995 abgeschlossen sein. Es wurde eine Broschuere ueber VEGAS erstellt und bundesweit an moegliche Interessenten am Forschungsprogramm verschickt. In einem Workshop am 19.10.92 in KfK wurden ca 40 Projektskizzen von Forschungseinrichtungen und gewerblichen Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet vorgestellt. Gegenwaertig werden Frageboegen zu technischen Einzelheiten ausgewertet, Forschungsverbuende einzelner Interessenten zu gemeinsamen Vorhaben initiiert und ein Forschungsprogramm ausgearbeitet. Ein Beirat zu VEGAS wurde am 20.10.92 konstituiert. Es wurden nordamerikanische Forschungseinrichtungen besucht, um den aktuellen Stand der dortigen Aktivitaeten einzuholen. Inernationale Kooperationen bestehen mit Kanada (University of Waterloo) und Frankreich (IFARE Strassburg).

1 2