Bei der derzeitigen Pflanzenverwendung im öffentlichen Grün wie auch im Hausgarten wird unter Bäumen und in sonstigen schattigen, trockenen Lagen sehr oft mit flächendeckenden Gehölzen wie Efeu oder Stauden gearbeitet. Diese Flächen wirken häufig sehr monoton. Mit der Idee von Staudenmischpflanzungen lassen sich heute attraktive Pflanzungen mit geringem Aufwand an Planung und Pflege realisieren. Die Versuchsreihe soll Aufschluss geben über die Staudenverwendung in den Lebensbereichen Gehölz und Gehölzrand für ausgeprägte trockene Schattenpartien. Ergänzend zum Exaktversuch L060-09 werden acht weitere Staudenmischungen bei einer Mulchart getestet.
Das Prinzip der pflanzplanlosen Staudenverwendung stellt für den Anwender sowohl im Privatgarten als auch im öffentlichen Grün eine wesentliche Vereinfachung dar, um vielgestaltige und dynamische, naturnahe Staudengemeinschaften ohne weiteres 'Expertenwissen' erfolgreich zu etablieren. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt dieser Arbeit eindeutig in der Erprobung von Staudenmischungen für den Lebensbereich Freifläche und sonnigen Gehölzrand. Welche Stauden bzw. Staudenkombinationen eignen sich für die Unterpflanzung von Gehölzen für ausgeprägte trockene Schattenpartien? Die Mischungen sollen hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten für halbschattige bis schattige, unbewässerte Standorte im Hausgarten und öffentlichen Grün (reife Parkanlagen, Baumscheiben eingewachsener Bäume, etc.) unter Verwendung verschiedener Mulchstoffe erprobt werden.
Aufgrund geringer Mittel für öffentliche Bereiche sind Ansaatmischungen mit dauerhaften Arten zunehmend gefragt, um kostengünstig attraktive Flächen zu etablieren. Die meisten Blumenwiesen verlieren im Laufe der Jahre an Attraktivität und entwickeln sich optisch überwiegend zu Grasbeständen. Mit Sommerblumenansaaten ist es bereits möglich, mit geringem Mittelaufwand über einen längeren Zeitraum blütenreiche Bestände zu erzeugen. Allerdings müssen diese jährlich neu angelegt werden. Eine Alternative hierzu können Ansaatmischungen mit Ein-, Zwei- und Mehrjährigen bieten. Im Versuch soll auf der Grundlage des Versuches L076-11 die Leistungsfähigkeit derartiger Ansaatmischungen in Bezug auf Optik, Dauerhaftigkeit und Kostenaufwand für den öffentlichen Bereich getestet werden.
Im Zuge der Globalisierung und der Rationalisierung in der Landwirtschaft ist das Interesse am Streuobstbau stark zurückgegangen. Viele Bäume werden nicht mehr gepflegt, andere wurden gerodet. Damit verbunden ist nicht nur die Gefährdung eines äußerst artenreichen Lebensraumes, sondern auch der Verlust an Sorten und Sortenkenntnissen. Gerade die in den letzten Jahren aufgekommene Bakterienkrankheit Feuerbrand zwingt zur Rückbesinnung auf den züchterischen und kulturellen Wert alter Sorten. Ziel ist die Erfassung des Sortenspektrums von Apfel, Birne und Quitte in den Streuobstbeständen des Landkreises Würzburg anhand flächendeckender Kartierungen, welche die hiesigen Naturräume repräsentieren, ergänzt durch öffentliche Sortenbestimmungstermine, außerdem die Charakterisierung der Eigenschaften der Sorten für Anbau und Verwertung, um anbauwürdige Sorten für die Region herauszufinden und zu vermehren.
Die Beseitigung von Schlaemmen aus Klaeranlagen gestaltet sich zunehmend problematisch. Zur Be- und Verarbeitung ist Klaerschlamm unmittelbar nach der Gewinnung in einer Anlage kaum geeignet, da der Trockensubstanzgehalt nur etwa zwischen 4 und 8 Prozent liegt. Transport und Ausbringung koennen insofern nur in Tankwagen erfolgen. Die Absetzbecken sind meist flaechenmaessig relativ klein, so dass die Reduktion des Wassergehaltes auf natuerlichem Wege meist nicht moeglich ist. Durch Kalkausfaellung und Absaugen des Ueberschusswassers bzw. durch mechanische Trocknung wird haeufig versucht, diesen Zustand zu verbessern. Bei dem geplanten Vorhaben soll durch das Einbringen einer mineralischen Filterschicht in die Absetzbecken dafuer gesorgt werden, dass Ueberschusswasser aus dem Klaerschlamm nach unten versickert und ueber eine Ableitung wieder der Klaeranlage zugefuehrt wird. In den mineralischen Filter werden Schilfpflanzen eingebracht, die regelmaessig mit dem anfallenden Klaerschlamm ueberflutet werden. Durch biologische Umsetzung und Belueftung durch Pflanzensprosse und Rhizome soll erreicht werden, dass auf vegetationstechnischem Wege der Wassergehalt des Klaerschlammes vermindert wird. Die kostenaufwendige mechanische Trocknung kann entfallen. Die Schilfpflanzen werden nach Verfuellung der Absetzbecken mit dem Klaerschlamm entnommen und einschliesslich des Klaerschlammes nachkompostiert.
Klimawandel, Schadstoffbelastung und zunehmende soziale Heterogenität setzen die österreichischen Städte wachsenden Belastungen aus. Insbesondere die Anpassung der Infrastruktur verursachen enorme Kosten. Auch wirtschaftliche und soziale Kosten aufgrund immer zahlreicherer Hitzetage, hoher Feinstoffbelastung und sozialen Spannungen nehmen zu. Welche Lösungen gibt es? 'Biotope City' ist ein Leitbild, das diese Zielsetzungen verfolgt. In Wien ist mit der Planung eines Wohnquartiers auf dem CocaCola-Areal (CCA) mit ca. 950 WE ein Projekt gestartet, das erstmals in seinem Masterplan dieses Leitbild der 'Biotope City' zur Grundlage nimmt. Alle Akteure von Planung, Realisierung und (späterer) Nutzung dieses Projekts sind dahin übereingekommen, dieses Leitbild in einem differenzierten, koordinierten Einsatz von Maßnahmen der Begrünung zu realisieren. Diese Zielsetzung gibt dem Projekt einen modellhaften Charakter, dessen Bedeutung weit über Wien hinausreichen kann. Dabei geht es um die Umsetzung eines Bündels von Begrünungsmaßnahmen, die zwar hier und da als einzelne bereits praktiziert worden sind, jedoch nie als Teil eines systematischen und aufeinander abgestimmten Vorgehens: mit innovativen Methoden zur Abschätzung von Effekten und Kosten von Grünbewuchs, integralen, kooperativen Planungsverfahren, Anpassung des Regelsystems von Stadt- und Bauplanung auf 'lebendige' Baukomponenten, neuen Verfahren der Pflege von Begrünung unter Einbezug von BewohnerInnen. Die Sondierung untersucht die Hemmnisse, die sich dem Leitbild 'Biotope City' in den Weg stellen, und arbeitet Vorschläge aus, wie sie strukturell beseitigt werden können. Es wird untersucht, inwieweit Streichungen von Begrünungsmaßnahmen vermieden werden können, auch durch den Einsatz neuer numerischer Berechnungsmethoden zur Abschätzung klimatischer Effekte und Kosten von Begrünung bereits im Entwurfsstadium.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 51 |
| Kommune | 5 |
| Land | 2 |
| Wissenschaft | 5 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 51 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 51 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 49 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 41 |
| Webseite | 10 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 39 |
| Lebewesen und Lebensräume | 49 |
| Luft | 19 |
| Mensch und Umwelt | 51 |
| Wasser | 19 |
| Weitere | 51 |