Informationen der staatlichen Umweltverwaltung Mecklenburg-Vorpommern: Karten von Windenergie- und Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern
Der anaerobe Abbau von Xenobiotika bei der mesophilen und thermophilen Biomuellvergaerung wird untersucht, um die Entgiftung/Schadstoff-entfrachtung beurteilen zu koennen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt beim AOX.
Fragestellung: - Anteil des Bioabfalls am Abfallaufkommen von privaten Haushaltungen (Geschosswohnungsbau), - Massen- und Energiebilanz bei einer Vorgaerung des Bioabfalls in der Pilotanlage der BTA in Garching, - Qualitaet der In- und Outputstroeme, - Optimierung der Anlagentechnik. Ergebnis: Gesammelte Biomuellmenge 54,1 kg/E x a = 18-20 Gew.-Prozent des Hausmuells. Ermittelte Vorteile der Vergaerung gegenueber der Kompostierung: - hoeherer Abbaugrad bei deutlich verringerter Zeit, - positive Energiebilanz, - breiteres Spektrum behandelbarer Abfaelle, - hoechstens 50 Prozent des Flaechenbedarfs, - um Faktor 5 reduzierte Geruchsemissionen. Hydrolysereststoff stellt hochwertiges Bodenverbesserungsmittel dar. Aufgrund dieser Resultate empfiehlt die TU Berlin den Einsatz der Vergaerung als Verwertungsloesung fuer Bioabfall im Landkreis Muenchen. Die BTA-Anlage wurde inzwischen errichtet und geht im Maerz 1997 in Betrieb.
Aufgabe: Untersuchung der Leistungsfaehigkeit des BTA-Verfahrens bei der gemeinsamen Verarbeitung von unterschiedlichen Gewerbeabfaellen (Obst- und Gemueseabfaelle aus Grossmarkthallen, Abfaelle aus Filialen von McDonald's) mit Bioabfaellen aus Haushaltungen. Ergebnis: Das BTA-Verfahren ist sowohl zur Verarbeitung von sehr nassen Abfaellen (Grossmarktabfaelle: ueber 90 Prozent Wasser) als auch trockener und stoerstoffbelasteter Abfaelle (Abfaelle aus McDonald's Filialen: knapp 40 Prozent Wasser, ca. ein Drittel Stoerstoffe) sehr gut in der Lage. Pro Mg oTR wurden 437 m3 Biogas erzeugt. Der Anaerob-Kompost war hygienisch einwandfrei, gut pflanzenvertraeglich und wenig schadstoffbelastet. Bei der Aufbereitung der McDonald's-Abfaelle konnten die Kunststoffe im Rechengut so aufkonzentriert werden, dass eine Verwertung moeglich ist. Die Entsorgungsleistung des BTA-Verfahrens lag insgesamt bei 95 Prozent.
In Heilbronn wird eine Pilotanlage mit drei biologischen Restabfall-Behandlungsverfahren gebaut: 1. aerobe Behandlung, 2. anaerobe Behandlung 1-stufig thermophil, 3. anaerobe Behandlung 2-stufig mesophil. Nach Fertigstellung der Anlage wird die Leistungsfaehigkeit verschiedener Behandlungsstufen und -aggregate waehrend eines zweijaehrigen Dauerbetriebes ueberprueft. Nach Durchlaufen der mechanisch-biologischen Behandlung wird das ausgerottete Material in eine Versuchsdeponie eingebaut und das Langzeitverhalten in der Deponie untersucht. An der TH Darmstadt soll dabei ein Instrument zur Prozessbeobachtung und -bewertung insbesondere im Vergleich zu thermischen Verfahren entwickelt werden.
Im Rahmen des Projektes werden die folgenden Teilvorhaben bearbeitet: a) Energetische Nutzung biogener Reststoffe und Abfaelle: Deponierung, Kompostierung, Vergaerung und Verbrennung in Muellverbrennungsanlagen (MVA) sind gegenwaertig die wesentlichen Alternativen der Behandlung biogener Abfaelle. Sowohl bei der Biogas liefernden Vergaerung als auch in MVA erfolgt eine gewisse energetische Nutzung. Untersucht werden soll die Frage, inwieweit eine bessere energetische Nutzung von nicht oder nur schwach mit Schad- und Problemstoffen belasteten biogenen Abfaellen unter oekologisch und oekonomisch akzeptablen Bedingungen moeglich ist. Dabei kommen technische Anlagenarten in Frage, die in erster Linie auf die energetische Nutzung ausgerichtet sind und weniger Aufwand zum Emissionsschutz und zur Extraktion von Wertstoffen erfordern als die MVA. Zu diesem Thema wird in 1998 eine Studie begonnen, die auf etwa 2 Jahre angelegt ist. b) Begleitende systemanalytische Untersuchungen zu technischen FuE-Arbeiten zur Vergasung von Biomasse im FZK: Die Arbeiten hierzu schliessen an die Beitraege von ITAS im Rahmen einer institutsuebergreifenden Arbeitsgemeinschaft des FZK an, welche 1997 zu einem Abschlussbericht unter dem Titel 'Marktstudie zur Strohvergasung' fuehrte. Auf der Basis dieses Berichtes entstanden in den FZK-Instituten ITC und IATF FuE-Vorhaben zum Thema, zu denen ITAS systemanalytische Beitraege ausarbeiten wird. c) Moegliche Beitraege nachwachsender Rohstoffe zu einer zukunftsfaehigen Entwicklung: Ueber Fragen der energetischen Nutzung hinausgehend werden in diesem Teilprojekt zusaetzlich die aussichtsreichsten Produktlinien der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe thematisch einbezogen. Das Thema 'Zukunftsfaehigkeit' erfordert einen groesseren Zeithorizont und den noch staerkeren Einbezug globaler Entwicklungen als bei a) und b). 1998 werden zunaechst konzeptionelle Fragen bearbeitet. Aktuelle Information zu dem Projekt finden Sie unter http://www.itas.fzk.de/deu/projekt/wintz-98.htm.
Eine energetisch sinnvolle Beseitigung und Verwertung von Bioabfällen und anderen Biomassen ist allgemein erforderlich. Einzig durch den klimaneutralen Prozess der Vergärung ist eine nennenswerte Energieproduktion in diesem Zusammenhang möglich. Da dieser Prozess mikrobiologisch sehr sensibel ist, benötigt er ständig optimale Bedingungen (pH-Wert, Redoxwert, Temperatur, Nährstoffangebot). Um solch optimale Bedingungen betriebssicher zu gewährleisten, sollte im Rahmen des Projektes eine neu-artige online-Prozessregelung entwickelt werden. Ein Bedarf dafür ergibt sich auch durch das stark gestiegene Aufkommen von Vergärungsanlagen, andererseits aus dem bei Betreibern und Anlagenbauern zu beobachtenden Trend zu 'Quereinsteigern', die eigentlich nicht den notwendigen Erfahrungshorizont besitzen. Dies hat in der Vergangenheit immer wieder zu Ausfällen von Biogasanlagen geführt. Insbesondere kleinere Biogasanlagen können zu problematischen Situationen führen, die wirtschaftlich nur durch ein Experten-Regelsystem gelöst werden können, das es derzeit noch nicht auf dem Markt gibt.
Innerhalb dieser Studie wurden Methan- und Lachgas-Vermeidungspotentiale aufgezeigt. Methan kann durch die energetische Nutzung in Anaerobanlagen umweltfreundlich genutzt werden. Im Bereich Landwirtschaft - tierische Exkremente - hat die Lagerungsart erheblichen Einfluss auf das Methanemissionspotential. Fluessigmistlagerung und anaerobe Lagunen, wie sie am haeufigsten in Osteuropa anzutreffen sind, haben die groessten Methanemissionen. In der Agroindustrie sind es vor allem fleisch- und zuckerverarbeitende Industrien. Im Jahr 2000 werden 50 Prozent der Menschen in Staedten leben und dort ihre Abwaesser zu hohen Methanemissionen fuehren.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 35 |
| Land | 7 |
| Wissenschaft | 12 |
| Zivilgesellschaft | 9 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 35 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 36 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 36 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Keine | 35 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 14 |
| Lebewesen und Lebensräume | 30 |
| Luft | 12 |
| Mensch und Umwelt | 36 |
| Wasser | 17 |
| Weitere | 36 |