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Unwetterschadens-Datenbank der Schweiz

Unwetter richten in der Schweiz jährlich Schäden von rund 360 Millionen an (Mittel der Jahre 1972 bis 2007, teuerungsbereinigt). Diese Schäden werden von der WSL, im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU, seit 1972 aufgrund von Zeitungsmeldungen systematisch erfasst und analysiert. Berücksichtigt werden Schäden durch auf natürliche Weise ausgelöste Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und (seit 2002) Felsbewegungen. Die vorgeherrschten Witterungsbedingungen werden, wenn möglich, als Ursache ebenfalls aufgenommen. Die Datenbank wird in Bezug auf Ort, Ausmass und Ursache, aber auch im Hinblick auf die zeitliche und räumliche Verteilung der Unwetterereignisse ausgewertet und analysiert. Die Ergebnisse werden jährlich in der Zeitschrift Wasser Energie Luft publiziert. Die Schadensdaten werden öffentlichen Institutionen auf Anfrage zur Verfügung gestellt und dienen somit als breite Informationsbasis für die Gefahrenbeurteilung.

Zugvogelstudien als Grundlage fuer den gezielten Schutz gefaehrdeter wandernder Arten im Rahmen der Bonner Konvention - Modellstudie am Weissstroch mit Hilfe der Satelliten-Telemetrie - ein deutsch-israelisches Gemeinschaftsprojekt

Langzeitdynamik von Populationen und Gemeinschaften tropischer Epiphyten

Epiphyte stellen eine wichtige Komponente tropischer Wälder dar, und es wird angenommen, dass diese mehr als andere Lebensformen unter Klimaveränderungen leiden werden. Da Epiphyten viele Prozesse tropischer Wälder beeinflussen, könnte sich dies seinerseits negativ auf das ganze Ökosystem auswirken. Publizierte Langzeitstudien, die sich dieser Hypothese widmen und die Dynamik und Zusammensetzung epiphytischer Gefäßpflanzen in situ dokumentieren, gab es bis vor kurzem nicht. Deswegen wurden im Jahr 1997 in Zentralpanama verschiedene plots eingerichtet, die 1) auf Populations- und Gemeinschaftsebene durch wiederholte Zensus die Langzeitdynamik im natürlichen Lebensraum direkt dokumentieren und 2) dadurch die Grundlagen für experimentelle Analysen schaffen. Die bisherigen, teilweise bereits publizierten Ergebnisse belegen eine überraschende Dynamik, zeigen aber auch, dass als zeitlicher Horizont für aussagekräftige Ergebnisse sicher mehrere Jahrzehnte avisiert werden müssen.

Natur des Jahres

Sicher sind Sie in der Presse schon einmal über den Baum des Jahres, den Vogel des Jahres oder die Blume des Jahres gestolpert. Im Jahr 1971 hat der damalige Bund für Vogelschutz, der inzwischen Naturschutzbund (NABU) heißt, zum ersten Mal den Vogel des Jahres gekürt: den Wanderfalken. Ab 1980 kam die Blume des Jahres dazu, und inzwischen gibt es über 20 Tiere, Pflanzen und Lebensräume, die von verschiedenen Naturschutzverbänden in den Mittelpunkt eines Jahres gestellt werden. Warum macht man das überhaupt? Mit der Wahl der Pflanzen, Tiere und Lebensräume des Jahres wird auf die Gefährdung von Natur und Umwelt aufmerksam gemacht und darüber informiert, warum es lohnenswert ist, Artenvielfalt und Lebensräume zu erhalten. Meist haben die gewählten Arten und Lebensräume eine besondere ökologische Bedeutung oder sind in ihrer Existenz bedroht. Sie sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

„Nervöser Frühaufsteher“: Vogel des Jahres 2025 kehrt ab März nach Rheinland-Pfalz zurück

Aktuell herrscht am Himmel wieder Hochbetrieb: Tausende Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück ins nördliche Rheinland-Pfalz. Unter ihnen ist auch der Hausrotschwanz, der jüngst zum Vogel des Jahres 2025 gekürt worden ist. Woran der kleine Piepmatz zu erkennen ist und was ihn besonders macht – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten. Müsste der Hausrotschwanz zur Schule gehen, er hätte wohl so seine Probleme. Denn ruhig Sitzen zählt nun wirklich nicht zu seinen Stärken. Wer den mausgrau bis graubraun gefärbten Vogel mit dem auffälligen orangefarbenen Schwanz beobachtet, sieht ihn ständig zucken, zittern und wackeln. Was der Grund für dieses – von außen betrachtet – nervöse Verhalten ist, konnte die Wissenschaft noch nicht abschließend klären. Doch es nicht die einzige Besonderheit, die den zarten Luftakrobaten auszeichnet. Der Hausrotschwanz, der ab März aus seinem Winterquartier zurückkehrt, ist auch ein echter Felsbewohner. So nisten einige Brutpaare beispielsweise in natürlichen Felsformationen an der Ahr, der Mosel, der Nahe und am Mittelrhein. Hier profitieren sie von den Vogelschutzgebieten für Felsbrüter, die von der SGD Nord in ihrer Funktion als Obere Naturschutzbehörde betreut und gepflegt werden. In diesem natürlichen Habitat, wo er kleine Spalten und Höhlen bezieht, ist der Hausrotschwanz jedoch vergleichsweise selten anzutreffen. Mitbewohner des Menschen Denn die meisten der circa 90.000 Brutpaare in Rheinland-Pfalz sind inzwischen Kulturfolger geworden, und damit Mitbewohner des Menschen. Von Hochhäusern in Innenstädten über Industriegebiete bis hin zu Dörfern und Gärten: Überall dort, wo der Hausrotschwanz kleine Nischen und Höhlen findet, fühlt er sich zuhause. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt: Rollladenkästen, Zeitungsrohre, Lüftungsschächte, Mauerlöcher und Dachvorsprünge – der Hausrotschwanz findet beinahe überall ein geeignetes Plätzchen. Wer den Tieren bei der „Wohnungssuche“ helfen möchte, kann sogenannte Halbhöhlen-Nistkästen aufstellen, die es auch im Baumarkt zu kaufen gibt. Frühe und schrille Sänger Eine weitere Besonderheit des Hausrotschwanzes ist sein Gesang. Dieser ist sehr markant und kommt kratzig, klirrend und beinahe schrill daher. Wer ihm lauschen will, muss jedoch früh aufstehen, denn Hausrotschwänze gehören zu den ersten Sängern am Morgen. Die männlichen Tiere nutzen exponierte Stellen als Bühne, wie etwa Dachfirste, Schornsteine und Fernsehantennen. Hier starten sie ihre Konzerte oft schon vor Sonnenaufgang. Der Auszeichnung „Vogel des Jahres“ wird vom Naturschutzbund Deutschland und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern verliehen. In der öffentlichen Abstimmung votierten mehr als 30 Prozent der Vogelfreunde für den Hausrotschwanz, der damit den Kiebitz als Preisträger des Vorjahres ablöst. Weitere Informationen zu den Aufgaben der SGD Nord im Bereich des Naturschutzes sind unter folgendem Link zu finden: www.sgdnord.rlp.de/themen/naturschutz .

Vogel des Jahres 2014 ist der Grünspecht

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum Vogel des Jahres 2014 gekürt. Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen "Lachvogel". Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

Katrin Eder: „16 Millionen Euro für Artenvielfalt und Artenschutz“

Bilanz: 140 Projekte zur Förderung der Biodiversität im Rahmen der Aktion Grün des Umweltministeriums abgeschlossen – 40 weitere in der Umsetzung „Die Biodiversitätskrise ist neben der Klimakrise eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch hier in Rheinland-Pfalz sind bedrohte Arten heimisch. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir uns für ihren Schutz einsetzen. Das tun wir mit der Aktion Grün. Den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Deshalb zeichnen wir Kommunen, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen, als ‚Aktion Grün Kommune‘ aus. Zu den fünf bisherigen ‚Aktion Grün Kommunen‘ kam 2024 Wallmerod als sechste hinzu. Darüber hinaus erhielten Aktion Grün Projekte besondere Aufmerksamkeit. Ich bin stolz, dass das vom Umweltministerium geförderte Projekt ‚Blühendes Rheinhessen: Wein – Weizen – Wildbienen‘ 2019 als Vorbildprojekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde“, betonte Umweltministerin Katrin Eder die Bedeutung der Artenvielfalt. Die Aktion Grün dient als Aktionsprogramm, Förderprogramm und Aktionsbündnis zugleich. Gemeinsam mit Partnern aus Naturschutz und Landwirtschaft, Gesellschaft und Kommunen wurden und werden Projekte gefördert und umgesetzt. Neben landeseigenen Projekten sind häufige Fördermittelempfänger Kommunen und Verbände. Das Spektrum der Vielzahl an Projekten reicht vom Artenschutz, Naturschutz und Biotopvernetzung über Moorschutz, Grünlandschutz und Beweidungsprojekten bis hin zu Umweltbildungsmaßnahmen. Im Rahmen der Aktion Grün hat sich das Umweltministerium 2024 beispielsweise für den Vogel des Jahres, den Kiebitz, eingesetzt. Katrin Eder weihte im Mai eine Kiebitz-Aufzuchtstation im Zoo Landau ein. Bis dahin konnten schon 83 Eier, die in der Natur keine oder kaum eine Chance haben ausgebrütet zu werden, aufgenommen werden. Die Pullis, wie die flauschigen Küken in der Fachsprache heißen, werden dort bis zur Auswilderung aufgezogen. Das soll helfen, die Wildbestände der stark vom Aussterben bedrohten Art zu stützen. Die Aufzuchtstation ist Teil des landesweiten Kiebitz-Projektes, das jährlich seit 2019 mit Mitteln der Aktion Grün des Klimaschutzministeriums gefördert wird. Die Förderung der Jahre 2022 bis 2024 beträgt insgesamt 406.114 Euro. Ein Naturschutzgroßprojekt, das dieses Jahr begonnen wurde, schafft neue Hirtenwege im Pfälzer Wald. Ein zentraler Baustein ist die Förderung der Wanderschäferei. Die Kulturlandschaft für die Weidetiere ist Lebensraum für zahlreiche Arten. 90 Prozent aller Insekten sind auf Offenlandstandorte wie Weiden angewiesen. Katrin Eder überreichte im Juni eine Förderurkunde über 1,8 Millionen Euro im Rahmen der Aktion Grün. Das Bundesumweltministerium beteiligt sich ebenfalls an der Förderung des Projektes. 2024 hat das Umweltministerium zudem ein „Rettungspaket Feldhamster“ auf den Weg gebracht. Feldhamster sind wichtig für die Böden, da sie durch ihre Grabungen die Erde bis zu einer Tiefe von zwei Metern auflockern. Zum Schutz des Feldhamsters lassen Landwirte und Landwirtinnen beispielsweise höhere Getreidestoppeln stehen oder legen Blühstreifen an. Von solchen Maßnahmen profitieren auch andere Tierarten, wie der Feldhase, das Rebhuhn und viele Insekten. Das „Rettungspaket Feldhamster“ fördert das Umweltministerium über die Aktion Grün bis 2025 mit einer Million Euro. „Feldhamster und Kiebitze – auf den ersten Blick haben die knuffigen Nager und die eleganten Vögel nicht viel gemein, aber sie sind beide in ihrem Lebensraum bedroht und übernehmen beide wichtige Funktionen für das Ökosystem. Ich freue mich, dass wir sie und viele weitere Tier- und Pflanzenarten im Jahr 2024 mit der Aktion Grün schützen konnten. Deshalb haben wir seit 2017 rund 16 Millionen Euro für Aktion Grün Projekte ausgegeben. 2025 werden wir in unserem Einsatz für den Artenschutz nicht nachlassen. So tragen wir nicht zuletzt zur Sicherung unserer eigenen Lebensgrundlage bei“, fasste Eder die aktuellen Entwicklungen der Aktion Grün zusammen.

Vogel des Jahres 1979 ist die Rauchschwalbe

Vogel des Jahres 1979 ist die Rauchschwalbe (Hirundo rustica).

Vogel des Jahres 1974 ist die Mehlschwalbe

Vogel des Jahres 1974 ist die Mehlschwalbe (Delichon urbica) .

Vogel des Jahres 1997 ist der Buntspecht

Vogel des Jahres 1997 ist der Buntspecht (Dendrocopos major).

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