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Digitaler Wandel beim Monitoring häufiger Brutvögel

Das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) ist von seinen Abläufen das komplexeste und vom Artenspektrum das umfangreichste Modul im bundesweiten Vogelmonitoring. Seit 2004 werden mit Hilfe des MhB Bestandstrends für rund 100 Vogelarten berechnet. Grundlage ist die ehrenamtliche Mitarbeit von rund 1.500 Personen, die nach vorgegebener Methode jedes Jahr und bundesweit auf mehr als 1.800 Probeflächen Brutvogelkartierungen durchführen. Seit 2020 werden Datenerfassung und -auswertung schrittweise digitalisiert. Ziel der Digitalisierung ist es, die ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierer und die Koordinatorinnen und Koordinatoren durch Vereinfachung und Automatisierung von Arbeitsabläufen zu entlasten, die Datenqualität zu erhöhen, Datenformate und Ergebnisse stärker zu standardisieren und somit eine schnellere Bereitstellung der Resultate zu ermöglichen. Dabei sollte der Übergang in das digitale Zeitalter so gestaltet werden, dass alle Ehrenamtlichen mitgenommen werden sowie dass es durch die Digitalisierung der Datenerfassung und Revierauswertung nicht zu einem Bruch mit der bestehenden Datenreihe kommt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde die Transformation mit Umfragen unter den Ehrenamtlichen und mit Methodenvergleichen eng begleitet. Im Fokus des Beitrags stehen die neuen digitalen Werkzeuge NaturaList, Digibird und Autoterri, die speziell für die Anforderungen des MhB und die Bedürfnisse der Kartiererinnen und Kartierer entwickelt wurden. Mit der neu entwickelten MhB-Kartieroberfläche der App NaturaList können Beobachtungen im Gelände direkt digital erfasst werden. Für Ehrenamtliche, die im Gelände weiterhin mit Stift und Papier arbeiten möchten, bietet Digibird die Möglichkeit, Papierkarten zu digitalisieren. Anschließend werden die digital erfassten Beobachtungsdaten gemäß den geltenden MhB-Regeln durch den Algorithmus Autoterri zu Revieren zusammengefasst. Der Artikel stellt die neuen Werkzeuge detailliert vor und evaluiert, inwieweit die angestrebten Ziele erreicht wurden.

Schiffsbasierte Rastvogelzählungen Unterelbe

Die Daten stammen aus den monatliche Zählfahrten mit einem Schiff entlang der Unterelbe zwischen Mühlenberger Loch (HH) und AKW Brokdorf (Schleswig-Holstein). Die Daten geben die Ergebnisse von 2012 bis 2017 wieder. Die Erfassung von der Wasserseite aus erfolgt nicht punktgenau, sondern bezieht sich auf definierte Zählgebiete (s.o.); die Rechts-und Hochwerte geben den Mittelpunkt der einzelnen Zählgebiete an. Die Fahrten werden durch die Integrierte Station Unterelbe (ISU) in Haseldorf organisiert. An den Zählungen sind auch ehrenamtliche Zähler/innen beteiligt.

Brutvogelmonitoring in Besonderen Schutzgebieten gem. Art. 4 EU-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG)

Brutvogelbestandsaufnahme im 5-Jahresrhythmus zur Ermittlung der Entwicklung der Avifauna in den Besonderen Schutzgebieten. Durchfuehrung nach Tierarten-Erfassungsprogramm - Voegel -.

Studie zur Eignung der Avifauna als Indikator für ein nationales Monitoring der Umwelteffekte landwirtschaftlicher Produktion

Abteilung 4: Naturschutz Aufgaben

Erfassung der Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten sowie von Lebensräumen Erstellung bzw. Fortschreibung Roter Listen Erarbeitung von Grundsätzen und fachlichen Konzeptionen zur Schaffung, Pflege und Entwicklung eines repräsentativen Schutzgebietssystems Erstellung von Managementplänen und Durchführung des Monitorings für Natura 2000-Gebiete sowie Erfüllung von Berichtspflichten dazu Erarbeitung von Grundsätzen zum Biotopschutz Erarbeitung von Arten- und Biotopschutzprogrammen sowie von Artenhilfsprogrammen Schutz heimischer wildlebender Vogelarten Erfüllung grundlegender Fachaufgaben zur Umsetzung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) - Internationaler Artenschutz / CITES Mitwirkung bei der Fortschreibung des Landschaftsprogrammes Sachsen-Anhalts Erarbeitung fachlicher Grundsätze für die Fortschreibung der Landschaftsplanung und Weiterentwicklung des ökologischen Verbundsystems des Landes Sachsen-Anhalt Erarbeitung fachlicher Regelwerke zum Vollzug der Eingriffsregelung sowie von naturschutzfachlichen Stellungnahmen zu Eingriffen in Natur und Landschaft bzw. zu UVP-pflichtigen Vorhaben Erarbeitung fachlich-methodischer Grundlagen für die Anwendung der UVS, der SUP sowie der FFH-Verträglichkeitsprüfungen Schaffung eines leistungsstarken Fachinformationssystems Naturschutz Regelmäßige Anfertigung von Luftbildern sowie deren Auswertung nach Biotop- und Nutzungstypen Dokumentation aller zum Schutz der Natur ausgewiesenen Flächen und Objekte Herausgabe von Fachkarten der für den Naturschutz besonders wertvollen Bereiche Information und Beratung zu Fragen des Arten- und Gebietsschutzes Enge Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Naturschutzmitarbeitern Unterrichtung der Öffentlichkeit über Naturschutz und Landschaftspflege in Sachsen-Anhalt, insbesondere durch die Herausgabe der Zeitschrift „Naturschutz im Land Sachsen-Anhalt“ Führung eines Verzeichnisses zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie zu Ökokonto-Flächen Letzte Aktualisierung: 11.01.2024

Brutvogel-Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten S-H 2007-2012

Brutvorkommen der Vogelarten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie und der gefährdeten Vogelarten gem. Roter Liste Schleswig-Holstein (1995, 2010) in EU-Vogelschutzgebieten (+ einzelne weitere Arten (diese unvollständig)) EU-Vogelschutzgebiete / Bearbeitungsjahr: - 0916-491 Ramsar-Gebiet S-H Wattenmeer....(Teilgebiet Eider von Nordfeld bis Tönning) / 2008 - 1119-401 Gottekoog-Gebiet / 2011 - 1121-391 NSG Fröslev-Jardelunder Moor / 2011 - 1123-491 Flensburger Förde / 2008 - 1326-301 Schwansener See / 2010 - 1423-491 Schlei / 2008 - 1530-491 Östliche Kieler Bucht / 2008 - 1618-404 Eiderstedt / 2011, 2012 - 1622-493 Eider-Treene-Sorge-Niederung Teilgebiet Lundener Niederung / 2008 Teilgebiet Ostermoor/Seeth / 2008 Teilgebiet Börmer Koog / 2009 Teilgebiet Dellstedter Birkwildmoor Nordermoor u. Ostermoor / 2009 Teilgebiet Dörplinger Moor / 2009 Teilgebiet Südermoor Bergenhusen / 2009 Teilgebiet Süderstapeler Westerkoog / 2009 Teilgebiet Bargstaller Au / 2010 Teilgebiet Hartshoper Moor / 2010 Teilgebiet Hohner See / 2010 Teilgebiet Königsmoor / 2010 Teilgebiet Tielener Moor / 2011 Teilgebiet Alte Sorge Schleife / 2011 Teilgebiet Dacksee-Schlote / 2011 Teilgebiet Kleiner Sorgebogen-Reppelmoor / 2011 Teilgebiet Meggerkoog / 2011 - 1623-401 Binnendünen und Moorlandschaft im Sorgetal / 2009 - 1628-491 Selenter See-Gebiet / 2009 - 1633-491 Ostsee östlich Wagrien / 2008 - 1725-401 NSG Ahrensee und nordöstl. Westensee / 2012 - 1727-401 Lanker See / 2009 - 1728-401 Teiche zwischen Selent und Plön / 2007 - 1729-401 NSG Kossautal / 2007 - 1731-401 Oldenburger Graben / 2008 - 1823-401 Staatsforsten Barlohe / 2009 - 1823-402 Haaler Au-Niederung / 2011 - 1828-491 Großer Plöner See-Gebiet / 2007 - 1830-301 Neustädter Binnenwasser / 2010 - 1923-401 Schierenwald / 2010 - 1924-401 Wälder im Aukrug / 2008 - 1929-401 Heidmoor-Niederung / 2010 - 1029-402 Wahlsdorfer Holz / 2011 - 2021-401 NSG Kudensee / 2010 - 2026-401 Barker und Wittenborner Heide / 2008 - 2028-401 Wardersee / 2011 - 2030-303 NSG Aalbekniederung / 2010 - 2031-401 Traveförde / 2010 - 2121-402 Vorland St. Margarethen / 2010 - 2126-401 Kisdorfer Wohld / 2009 - 2130-491 Grönauer Heide / 2009 - 2226-401 Alsterniederung / 2011 - 2227-401 Hansdorfer Brook / 2012 - 2323-401 Unterelbe bis Wedel / 2008 und 2010 (Neufelder Koog) - 2328-401 NSG Hahnheide / 2008 - 2328-491 Waldgebiete in Lauenburg / 2009 - 2330-353 NSG Oldenburger See u.U. / 2011 - 2331-491 Schaalsee-Gebiet / 2012 - 2428-492 Sachsenwald-Gebiet / 2011 - 2527-421 NSG Besenhorster Sandberge / 2012 - 2530-421 Langenlehsten / 2010

Brutvogel-Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten S-H 2013-2018

Brutvorkommen der Vogelarten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie und der gefährdeten Vogelarten gem. Roter Liste Schleswig-Holstein (1995) in EU-Vogelschutzgebieten

Brutvogel-Monitoring in EU-Vogelschutzgebieten S-H 2001-2006

Brutvorkommen der Vogelarten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie und der gefährdeten Vogelarten gem. Roter Liste Schleswig-Holstein (1995) in EU-Vogelschutzgebieten Gebiete / Bearbeitungsjahr: - 1119-401 Gotteskoog-Gebiet / 2005 - 1121-391 NSG Fröslev-Jardelunder Moor / 2005 - 1123-491 Flensburger Förde / 2003 - 1326-301 NSG Schwansener See / 2004 - 1530-491 Östliche Kieler Bucht Westfehmarn / 2001 Hohwachter Bucht / 2003 - 1623-401 Binnendünen- und Moorlandschaft im Sorgetal / 2003 - 1725-401 NSG Ahrensee und nordöstlicher Westensee / 2006 - 1727-401 Lanker See und Umgebung / 2004 - 1729-401 NSG Kossautal / 2003 - 1823-401 Staatsforsten Barlohe / 2004 - 1823-402 Haaler Au-Niederung / 2006 - 1830-301 NSG Neustädter Binnenwasser / 2004 - 1923-401 Schierenwald / 2005 - 2028-401 Wardersee / 2006 - 2030-303 NSG Aalbek-Niederung / 2004 - 2031-401 Traveförde Lauerholz / 2004 NSG Dummersdorfer Ufer, NSG Schellbruch, NSG Dassower See / 2005 - 2126-401 Kisdorfer Wohld / 2001 - 2226-401 Alsterniederung / 2006 - 2227-401 NSG Hansdorfer Brook / 2006 - 2328-491 Waldgebiete in Lauenburg / 2001 - 2003 - 2330-353 NSG Oldenburger See und Umgebung / 2006 - 2331-491 Schaalsee-Gebiet NSG Culpiner See und Umgebung, NSG Westufer Lankower See, Grammsee und Umgebung, Forst Baalen / 2003 Mechower Holz / 2004 NSG Mechower Seeufer / 2004 und 2005 NSG Salemer Moor, NSG Schwarze Kuhle und Plötscher See, Wälder Eichhorst, Garrenseeholz, Bornberg, Strücken, Mustiner See, Kittlitzer Hofsee / 2005 NSG Ostufer Ratzeburger See mit Seebruch und Steinort, NSG Schaalsee sowie übrige Schaalseelandschaft / 2006 - 2428-492 Sachsenwald-Gebiet / 2005 - 2527-421 NSG Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen / 2004 - 2530-421 Langenlehsten / 2006

Katrin Eder: „Ehrenamtliche leisten wichtigen Beitrag zum Artenschutz“

Klimaschutzministerin Katrin Eder übergibt Förderbescheid in Höhe von 900.000 Euro für die Kartierung der Brutvögel in Rheinland-Pfalz als Beitrag zum bundesweiten Brutvogelatlas und besichtigt Brutgebiet von Bienenfresser und Uferschwalbe in einem Sandwerk „Der Beitrag von ehrenamtlich Kartierenden für den Naturschutz ist von immens großem Wert. Nur durch ihr Wissen und ihr Engagement ist es möglich, auf umfangreiche Daten aus Beobachtungen zurückzugreifen, um so ableiten zu können, wie viele Vogelarten es in Rheinland-Pfalz gibt, wo sie brüten und ob ihr Lebensraum stärker geschützt werden muss. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für den Artenschutz“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Montag in Eisenberg in der Pfalz. Dort überreichte sie in einer Sandgrube der Sandwerk Klausing GmbH einen Förderbescheid in Höhe von 900.000 Euro an die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR). Diese koordiniert gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden, dem NABU Rheinland-Pfalz und der Pollichia, in den nächsten fünf Jahren die rheinland-pfälzischen Kartierungen für die Neuauflage des bundesweiten Atlas Deutscher Brutvogelarten, „ADEBAR 2“. Der Brutvogelatlas trägt Daten aus allen Bundesländern zusammen und wird vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) herausgegeben. Er stellt die Bestandssituation der knapp 300 in Deutschland brütenden Vogelarten detailliert dar und ist damit ein unverzichtbares Standardwerk im ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutz sowie eine wichtige Grundlage in der Vogelforschung. Die Daten werden benötigt für die Erstellung von Roten Listen, von Artenschutzprogrammen, bei der Ausweisung von Natur- und Vogelschutzgebieten und um den Ausbau der erneuerbaren Energien naturschutzverträglich zu erreichen sowie die Artenvielfalt zu erhalten. „Damit stellt sich auch in Rheinland-Pfalz die Mammutaufgabe, die Vogel-Brutbestände in unserem Bundesland möglichst flächendeckend zu erfassen. Das ist zum einen nur möglich durch den Einsatz des bereits unter anderem durch das Vogelmonitoring seitens der GNOR etablierten Netzwerks von ehrenamtlich Kartierenden, das mehr als 300 Personen umfasst, zum anderen kann das nur mittels einer hauptamtlichen Koordinierungsstelle und mit finanzieller Unterstützung umgesetzt werden. Denn neben der Gesamtkoordination sind zusätzliche Kartiererinnen und Kartierer durch Werbung und Öffentlichkeitarbeit hinzuzugewinnen, die Mitarbeitenden sind fachlich und technisch zu unterstützen und zu schulen und die Zusammenstellung und Auswertung der Daten am Ende des Kartierungszeitraumes 2025-2029 sind zu bewältigen“, so Thomas Dolich, Vizepräsident der GNOR. Daten müssen nach 20 Jahren aktualisiert werden Aufgrund der erheblichen landnutzungs- und klimabedingten Änderungen bei Beständen und Verbreitung vieler Vogelarten bilden die Daten der vor 20 Jahren durchgeführten ersten ADEBAR-Kartierungen die aktuelle Situation der Vogelwelt nicht mehr realistisch ab. Daher ist ein neuer Atlas notwendig, ADEBAR 2. Fast hundert ehrenamtliche Kartierende unterstützen die Zählungen in Rheinland-Pfalz bereits. Sie haben in diesem Jahr ungefähr 60.000 ADEBAR-Beobachtungen zusammengetragen und dabei Brutnachweise von 84 Vogelarten erbracht. Bislang wurden so 30 Zählgebiete von insgesamt 622, die in Rheinland-Pfalz liegen, erfasst. Bienenfresser breitet sich weiter aus Ein Beispiel für eine Vogelart, deren Vorkommen sich in den letzten 20 Jahren verändert hat, ist der Bienenfresser. Der farbenprächtige Vogel mag es gerne warm und breitet sich nun bedingt durch klimatische Veränderungen immer weiter von Südeuropa Richtung Norden aus. In Rheinland-Pfalz hat er sein Schwerpunktvorkommen in der Pfalz, kommt aber auch bei Mainz sowie im Mittelrheinischen Becken vor. Er braucht offene und strukturreiche Landschaften sowie Steilwände, wie Abbruchkanten in Lössgebieten oder Steilufer an Gewässern. Zudem müssen genügend Sitz- und Ruhewarten sowie ein ausreichendes Nahrungsangebot an Insekten in unmittelbarer Umgebung vorhanden sein. Genau das findet er im Sandwerk Klausing. „Neben den haupt- und ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und -schützer sind aber auch Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen wichtige Partnerinnen und Partner für den Artenschutz. Die Firma Klausing zeigt beispielhaft, wie man Rohstoff-abbau mit Artenschutz in Einklang bringen kann. Die Sandgrube ist heute mit ihrem Habitatreichtum und ihrer Dynamik ein Hotspot der Artenvielfalt und ein Brutgebiet für den bunten Bienenfresser und die seltene Uferschwalbe. Auch die Wechselkröte, die Zauneidechse und die seltene Kreiselwespe leben hier“, so Katrin Eder. Projekt wird fast ausschließlich von Ehrenamtlichen umgesetzt Anders als beim landesweiten Vogelmonitoring in den Vogelschutzgebieten in Rheinland-Pfalz, das von der staatlichen Vogelschutzwarte des Landes koordiniert wird, sind bei ADEBAR vorrangig ehrenamtliche naturbegeisterte Fachleute tätig. Beim Monitoring der hauptamtlichen Vogelkundlerinnen und Vogelkundler geht es vorrangig darum, den Effekt von Schutzmaßnahmen abzuleiten und gegebenenfalls nachzusteuern, falls sich abzeichnet, dass eine Vogelart weniger häufig vorkommt. Beim ADEBAR-Projekt dagegen wird flächig kartiert, so dass man belastbare Informationen erhält, wie häufig einzelne Vogelarten in einem bestimmten Gebiet sind. Was aber immer wichtig ist, sind einheitliche Kriterien: Etwa, dass man in einem bestimmten Zeitraum kartiert – und nicht, wenn die Vögel gerade in ihrem Winterquartier außerhalb Deutschlands sind oder abends, wenn eine Vogelart gar nicht mehr rufen würde. Ehrenamtliche Kartiererinnen und Kartierer gesucht Wer Erfahrung in der Bestimmung von Vögeln hat und an den ADEBAR-Kartierungen teilnehmen möchte, kann sich bei der Mitmachbörse des DDA für ein bestimmtes Gebiet anmelden: https://adebar.dda-web.de/mitmachen/jetzt-mitmachen Für weitere Informationen, Fragen oder Anregungen steht die Koordinatorin für ADEBAR 2 in Rheinland-Pfalz, Ulrike Klöcker, gerne zur Verfügung ( Ulrike.Kloecker(at)gnor.de )

Nachhaltige Erzeugung und Verwertung von Rohrkolben auf Niedermoorstandorten in Niedersachsen, Teilvorhaben 2: Biodiversitätsuntersuchungen

Ziel des Vorhabens ist die Transformation der Bewirtschaftung von entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Niedermoorböden hin zu einer klimaschonenden, moorbodenkonservierenden Nassbewirtschaftung durch den Anbau von Rohrkolben. Hierzu soll in zwei Modellregionen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Struktur (Emsland/ Cuxhaven) die großflächige, qualitätsoptimierte Erzeugung von Rohrkolben (T. angustifolia/T. latifolia) und die Verwertung der Biomasse als Baustoff und als Gartenbausubstrat (Torfersatz) entwickelt, demonstriert und für die Vermarktung vorbereitet werden. Die Biodiversität der Typha-Produktionsflächen wird durch ein Monitoring mehrerer Organismengruppen (Gefäßpflanzen, Libellen sowie gegebenenfalls bei Verfügbarkeit von Hilfskräften ergänzend Vögel, Heuschrecken und Amphibien) erfasst und bewertet. Zudem werden dieselben Organismengruppen in naturnahen Rohrkolben-Röhrichten untersucht. Darüber hinaus wird die Vegetationsentwicklung innerhalb der Produktionsflächen untersucht, um Wachstum und Vitalität der Thypha-Bestände im Zusammenspiel mit anderen Röhrichten zu beobachten. Aus der vergleichenden Analyse der Biodiversität der Typha-Produktionsflächen mit naturnahen Rohrkolben-Röhrichten und der detaillierten Analyse der Vegetationsentwicklung, werden Vorschläge zur Pflege und Entwicklung der Paludikultur erarbeitet, die eine hohe Produktivität bei gleichzeig hoher Biodiversität ermöglichen sollen.

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