An der Notwendigkeit eines verstärkten Einsatzes von Wärmedämmstoffen im Hochbau zur Reduzierung der CO2 -Emissionen besteht seit dem Klimaschutzgipfel von Rio de Janeiro 1992 kein Zweifel mehr. Deutschland verpflichtete sich dort, die CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2005 um 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1987 zu verringern. Mit Einführung der Wärmeschutzverordnung WschVO 1994 wurde der Heizenergiebedarf um 30 Prozent, mit seit 2001 gültigen Energieeinsparverordnung EnEV um weitere 25-30 Prozent verringert. Die gestiegenen Anforderungen an den Wärmeschutz bewirkten ein Wachstum des deutschen Dämmstoffmarkts von 1992 bis 1997 um ca. 50 Prozent. Zeitgleich entwickelte sich bei den Verbrauchern ein Bedürfnis nach natürlichen, ökologischen und gesunden Baustoffen, das die Markteinführung einer Reihe von natürlichen, organischen Faserdämmstoffen (NOFD) zusätzlich begünstigte. Diese Dämmstoffe basieren aus der Rohstoffbasis von (Alt-) Papier, Schafwolle, Baumwolle, Holz, Kokos, Flachs, Hanf, etc. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Dämmstoffen, wie z.B. Mineralwollen und Hartschäume, sind die Emissionen bei der Herstellung, Verarbeitung und in der Nutzungsphase der natürlichen Dämmstoffe noch nicht restlos geklärt. Ziel des Forschungsvorhabens war es daher, Informationsdefizite abzubauen und für die einzelnen Dämmstoffgruppen und Einbaumethoden eine exemplarische Datenbasis über Belastungen beim Einbau und in der Nutzungsphase zu schaffen. In den Untersuchungsumfang aufgenommen wurden Produkte, die über eine Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik verfügen bzw. genormt sind. Für die gesamte Bandbreite der natürlichen, organischen Faserdämmstoffe wurden in der reellen Baupraxis die unterschiedlichen Einbringmethoden (offenes Aufblasen feucht und trocken, Sprühverfahren, Einblasen, manueller Einbau von Matten und Platten) in die verschiedenen Einbaustellen (Boden, Wand, Decke, Dach) erfasst.
Das Ziel des Vorhabens ist die Werkstoffentwicklung neuer und optimierter Stahlsorten, Wärmedämmstoffen und feuerfester Verschleißwerkstoffe, um die Lebensdauer von wärmetechnischen Anlagen zu verlängern. Ein tieferes, wissenschaftliches Verständnis bzw. eine weitere Durchdringung/Beschreibung der auftretenden Korrosionsvorgänge vor allem in der Zementindustrie, die durch den Einsatz von sekundären Brenn- und Rohstoffen hervorgerufen werden, sind weitere Schwerpunkte dieses Vorhabens. Die gewonnen wissenschaftlichen und praxisnahen Erkenntnisse sollen dazu dienen, die Spitzenstellung der deutschen Zementindustrie (Zementanlagen- und -maschinenbau) in der Welt auch zukünftig zu erhalten. Dies beinhaltet ebenfalls die Minimierung von Energieverlusten und die Reduzierung von Emissionen (CO2, etc.). Die Arbeitsplanung sieht die Erarbeitung/Entwicklung von optimierten Stahlsorten, feuerfeste Wärmedämm- und Verschleißwerkstoffen sowie die Erarbeitung eines optimierten Zustellkonzeptes, die eine Weiterentwicklung des Konstruktionsdesigns beinhaltet, angepasst an die vorhandenen Anlagenbedingungen. Die wesentlichen Aufgaben im Teilprojekt von Refratechnik Cement GmbH sind die Weiterentwicklung des Konstruktionsdesigns, Entwicklung feuerfester, geformter und ungeformter Produkte, Finiteelementberechnungen (Simulation) sowie post-mortem Analysen der entwickelten Werkstoffe und deren Bewertung hinsichtlich Eignung oder Nichteignung.