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Energieforschungsplan EVUPLAN, Untersuchungen zur Weiterentwicklung der Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger im Bereich erneuerbare Wärme

Die Nutzung erneuerbarer Energieträger hat umfassende Wirkungen auf Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe. Da es sich nach wie vor um eine junge Technologien handelt, sind regelmäßig Veränderungen bei den erneuerbaren Energietechniken und in den energiesystemischen Bedingungen zu berücksichtigen. Ziel des Vorhabens ist es daher, die Aktualisierung und Verbesserung der Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger durch eigenständige wissenschaftliche Analysen im Wärmesektor voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei u.a. Untersuchungen zu Art und Umfang der Substitution fossiler durch erneuerbare Energieträger, sowie zu den Nutzungsgraden und benötigten fremdbezogenen Hilfsenergieanteilen fossiler und erneuerbarer Energieträger. b)Output Ergebnis des Forschungsvorhabens ist zum einen die Analyse und Quantifizierung der Substitutionseffekte erneuerbarer Energien im Wärmesektor. Zum anderen sollen die in der Emissionsbilanz verwendeten Nutzungsgrade und die fremdbezogenen Hilfsenergieanteile, sowohl für erneuerbare als auch für konventionelle Energieträger auf Ihre Gültigkeit hin überprüft werden. Das Forschungsvorhaben soll dabei insbesondere neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Erhebung auf dem Feld der Wärmeerzeugung berücksichtigen. Für die Struktur der Ergebnisse soll die Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger maßgebliche Orientierung sein.

Rechtsgrundlagen für die Marktdurchdringung Erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmesektor im nationalen, europäischen und internationalen Recht

A) Problemstellung: Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zur Mitte des Jahrhunderts mindestens die Hälfte des Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien (EE) bereitzustellen. Um dieses Ziel erreichen zu können, sind stabile und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für die Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energien erforderlich. B) Handlungsbedarf (BNU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Aktuelle Forschungsvorhaben des BMU/UBA zeigen, dass Deutschland im Strombereich derzeit auf dem besten Weg ist, das mittelfristige Ziel, bis 2020 mindestens 20 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien bereitzustellen, zu erreichen. Im Wärmebereich dagegen fehlen bislang wirkungsvolle Instrumente. Für beide Sektoren gleichermaßen von Bedeutung ist die Vereinbarkeit des bestehenden bzw. des zu entwickelnden Instrumentariums mit höherranigem nationalem, supranationellem Recht. Im Hinblick auf das genannte Fernziel müssen insoweit entsprechende Grundlagen gelegt bzw. die grundsätzliche Kompatibilität nachgewiesen werden. C) Ziel des Vorhabens ist es, die verfassungs-, europa- und völkerrechtlichen Grundlagen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien herauszuarbeiten, die Kompatibilität der vorhandenen bzw. zu entwickelnden Instrumente mit den genannten Rechtsquellen insbesondere unter den Gesichtspunkten des Klima- und Umweltschutzes sowie der menschlichen Gesundheit nachzuweisen und Ansätze für eine Weiterentwicklung der Rechtsgrundlagen aufzuzeigen.

Erneuerbare Stromerzeugung mit verhaltenem Wachstum

<p>Vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien im Wärme- und Verkehrssektor </p><p>Die deutsche Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird 2025 mit voraussichtlich 292 Terawattstunden (TWh) etwa 2 Prozent über der Erzeugung des Vorjahres liegen. Das teilte die Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am Umweltbundesamt (UBA) heute mit. Der Anteil erneuerbarer Energien am wieder anziehenden Bruttostromverbrauch steigt damit leicht auf rund 55 Prozent. In den letzten Jahren lag der Anteil bei 54,1 Prozent (2024) und 52,5 Prozent (2023).</p><p>„Grundsätzlich sind wir auf dem richtigen Weg. Die erneuerbare Stromerzeugung zeigt ein kontinuierliches Wachstum“, sagt Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. „Doch für das Ziel, 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs im Jahr 2030 aus erneuerbaren Quellen zu decken, muss der Ausbau weiter beschleunigt werden. Es bleibt entscheidend, das Ausbautempo durch verlässliche und geeignete Rahmenbedingungen hoch zu halten.“</p><p>Die Windenergie bleibt auch 2025 der mit Abstand wichtigste Energieträger im Strommix. Die Stromerzeugung aus <strong>Windenergie</strong> lag allerdings wegen historisch windschwacher Monate im ersten Halbjahr 2025 mit ca. 136 ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/t?tag=TWh#alphabar">TWh</a>⁠ etwa zwei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Mit einem Netto-Zubau von etwa 4,4 Gigawatt (GW) wurde zugleich deutlich mehr Windenergieleistung zugebaut als noch im Vorjahr (2,6 GW). Die insgesamt installierte Leistung der Windenergie stieg damit um sechs Prozent auf über 77 GW. Hohe Genehmigungszahlen für den Zubau von Windanlagen an Land lassen hier für die kommenden Jahre ein weiteres Wachstum erwarten. &nbsp;</p><p>Aufgrund des insgesamt sonnigen Wetters und eines weiterhin hohen Anlagenzubaus stieg die Stromerzeugung aus <strong>Photovoltaik-Anlagen</strong> im Vergleich zum Vorjahr um voraussichtlich 19 Prozent auf über 89 TWh. Die Bruttoleistung des Anlagenbestands erhöhte sich gleichzeitig um etwa 15,9 GW auf nunmehr insgesamt 118 GW. Neben Sonne und Wind lieferten auch ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Biomasse#alphabar">Biomasse</a>⁠-, Wasserkraft- und in geringem Maße auch Geothermieanlagen erneuerbaren Strom. Die Stromerzeugung aus Biomasse lag dabei leicht unter Vorjahresniveau (minus zwei Prozent). Bemerkenswert war der mit 21 Prozent ungewöhnlich starke Rückgang bei der Wasserkraft, der auf lange Trockenphasen im Frühjahr und Sommer zurückzuführen ist.</p><p>Um den ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimaschutz#alphabar">Klimaschutz</a>⁠ nachhaltig voranzubringen, müssen neben dem Stromsektor auch die Wärmeversorgung und Verkehr effizienter werden und auf erneuerbare Quellen umgestellt werden. Die Herausforderungen in diesen Sektoren sind nach wie vor groß: Nach derzeitigem Datenstand stieg der Einsatz erneuerbarer Energien im <strong>Wärmebereich</strong> zwar merklich an (etwa acht Prozent), allerdings vor allem bedingt durch deutlich kälteres ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=Wetter#alphabar">Wetter</a>⁠. Die aus Geothermie und Umweltwärme mittels Wärmepumpen nutzbar gemachte Wärmemenge stieg sogar um 17 Prozent und bleibt damit der dynamischste Treiber der Wärmewende. Da wegen der kühleren ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=Witterung#alphabar">Witterung</a>⁠ auch mehr fossile Energieträger verbraucht wurden, ist in 2025 nur mit einer leichten Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger im Wärmesektor insgesamt zu rechnen.</p><p>Nachdem im Vorjahr deutlich weniger <strong>Biokraftstoffe</strong> im Verkehrssektor eingesetzt wurden als in den Jahren davor, stieg die Nutzung von Biodiesel, Bioethanol und weiteren erneuerbaren Kraftstoffen im aktuellen Jahr 2025 wieder deutlich an. Insgesamt deuten die Zahlen auf einen Anstieg um fünf Prozent hin.</p><p>Übertroffen wurde dieses Plus allerdings noch von der Dynamik beim Einsatz erneuerbaren Stroms im <strong>Verkehr</strong>: Im Schienen- und Straßenverkehr wurde rechnerisch eine erneuerbare Strommenge von etwa 10,8 TWh eingesetzt – dies sind etwa 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Die im Verkehr genutzte erneuerbare Strommenge entspricht gleichwohl lediglich vier Prozent der erneuerbaren Stromerzeugung.</p><p><strong>Weitere Informationen:</strong></p><p>Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) die Nutzung der erneuerbaren Energien. Sie hat auf der Grundlage aktuell verfügbarer Daten eine erste Schätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor in 2025 erstellt. In den Bereichen Wärme und Verkehr sind die bisher vorliegenden Daten noch mit Unsicherheiten behaftet. Im März 2026 wird das jährliche AGEE-Stat-Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2025“ erscheinen. Mit dem Hintergrundpapier werden konsolidierte Daten für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr veröffentlicht und vertiefende Einschätzungen zur Entwicklung gegeben.</p>

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