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Löschwasserentnahmestellen im Wald im Land Brandenburg

Der Datensatz enthält die Löschwasserentnahmestellen im Wald des Landes Brandenburg mit Informationen zur Art, Status (geplant, vorhanden), Funktionsfähigkeit, Baujahr sowie weitere technische Angaben.

Waldbrandeinsatzkarte-Informationssystem

Es handelt sich um eine webbasierte Applikation zum Aufruf der Waldbrandeinsatzkarten im Bundesland Niedersachsen. Seit dem Jahr 2019 wird in Niedersachsen anstelle einer analogen Druckausgabe der Waldbrandeinsatzkarten (WBEK) eine digitale, internetbasierte Visualisierungskomponente zur Vegetations- und Waldbrandbekämpfung vorgehalten. In der als WBEK-Viewer bezeichneten Anwendung werden landesweit befahrbare Wege in bewaldeten Gebieten, sowie diverse Wasserentnahmestellen (Teich, Hydrant, Brunnen, Wasserentnahmestellen an öffentlichen Gewässern …) dargestellt. Seit Mai 2020 ist die webbasierte Applikation zum Aufruf der Waldbrandeinsatzkarten online. Sie ersetzt die seit den 2000er Jahren nicht mehr aktualisierten papiergebundenen Waldbrandeinsatzkarten. Es gibt für den berechtigten Personenkreis der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Niedersachsen (u.a. Feuerwehren, Rettungsdienst, Katastrophenschutzeinheiten, …) einen lesenden Zugriff auf die notwendigen Fachinformationen. Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte besteht zudem die Möglichkeit eines schreibenden Zugriffs auf die WBEK um die lokalen Daten zu aktualisieren.

Waldbrandvorbeugung in Deutschland – Status quo und Empfehlungen

Waldbrände haben in Deutschland in der natürlichen Waldentwicklung keine Bedeutung. Auf Grund der negativen Auswirkungen von Waldbränden auf die Umwelt gilt es, diese zu vermeiden oder schnellstmöglich zu stoppen, was gleichzeitig der naturnahen Waldentwicklung und dem Naturschutz dient. Waldentwicklung und Waldbewirtschaftung haben zusammen mit technischen Lösungen zur Waldbrandvermeidung und Waldbrandüberwachung in den letzten Jahrzehnten eine allgemeine Abnahme des Waldbrandgeschehens bewirkt. Im aktuell erreichten, niedrigen Waldbrandniveau in Deutschland gelingt es in 99 % aller Fälle, die Brände innerhalb von 10 min zu orten, 15 min nach Alarmierung die Brandbekämpfung aufzunehmen und die Brandflächen nach spätestes zwei Stunden auf eine Fläche von maximal einem Hektar zu begrenzen. Es bestehen gute Chancen, dieses Niveau auch bei Waldveränderungen infolge des Klimawandels halten zu können. Ausnahmen gibt es v. a. auf Kampfmittelverdachtsflächen und Bergbaufolgelandschaften, weil die Brandbekämpfung dort durch große Sicherheitsabstände oder Verbote eingeschränkt oder unmöglich ist. Hier gilt es, bewährte Waldbrandvorbeugung umzusetzen bzw. neue Lösungen für die Waldbrandbekämpfung zu entwickeln.

Waldschutzplan des Landes Brandenburg

Entsprechend der EU-MLUK-Forst-Richtlinie gewährt das Land Brandenburg u.a. Zuwendungen zu Maßnahmen des vorbeugenden Waldbrandschutzes. Dafür wurde der Waldschutzplan erstellt, der das gewünschte Netz der förderfähigen, erschließenden Waldwege und Löschwasserentnahmestellen umfasst. Grundsätzlich sind nur die im Waldschutzplan abgebildeten Strukturen förderfähig. Öffentlich gewidmete Wege sind von der Förderung ausgeschlossen. Die Zuständigkeit zur Führung und Aktualisierung des Waldschutzplans obliegt regional den Forstämtern des LFB.

Erfahrungen mit Waldbränden aus Sicht der Praxis in unterschiedlichen Waldbesitzformen

Waldbrände stellen in vielen Regionen Deutschlands eine zunehmende Herausforderung für Waldmanagement, Naturschutz und Gefahrenabwehr dar. Der Beitrag bündelt Perspektiven aus Praxis, Waldbesitz, Naturschutzmanagement und operativem Waldbrandschutz in Form eines Interviews mit fünf Fachpersonen aus Brandenburg. Die Antworten verdeutlichen, dass Waldbrandvorsorge unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen erfolgt. In großflächigen Wildnisgebieten stehen natürliche Entwicklungsprozesse und Prozessschutz im Vordergrund. Die Eigentümer und Eigentümerinnen privat bewirtschafteter Wälder setzen dagegen stärker auf aktive Präventionsmaßnahmen wie Waldumbau, Infrastrukturmaßnahmen oder das Management von Brandlasten. Aus Sicht des operativen Waldbrandschutzes spielen zudem funktionierende Infrastruktur, klare Zuständigkeiten sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung, Feuerwehren sowie Waldbesitzerinnen und -besitzern eine zentrale Rolle. Trotz unterschiedlicher Ansätze zeigt sich eine gemeinsame Einschätzung: Waldbrände müssen künftig dauerhaft als Bestandteil des Waldmanagements berücksichtigt werden. Prävention, Anpassungsstrategien und gesellschaftliche Verantwortung gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Waldfunktionenkartierung für Mecklenburg-Vorpommern

Kartierung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes als Bestandteil der forstlichen Rahmenplanung (§ 9 Landeswaldgesetz M-V) Die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern erfüllen vielfältige Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen. Aufgabe der Waldfunktionenkartierung ist die flächenmäßige Darstellung besonderer Waldfunktionen. Sie erfasst die Funktionen der Wälder für den Umwelt- und Naturschutz, für Erholung und Kultur sowie für den Ressourcenschutz. Es werden sowohl rechtsförmlich ausgewiesene Flächen berücksichtigt als auch diejenigen Bereiche, die ohne formale Bindung besonders wichtige Funktionen erfüllen. Die Waldfunktionenkartierung informiert die Öffentlichkeit, Waldbesitzer, Verwaltungen und Planungsträger über Wälder mit hervorgehobenen Schutz- und Erholungsfunktionen. Sie stellt eine wichtige Arbeitsgrundlage der Forstbehörden dar, insbesondere: - bei forstbehördlichen Entscheidungen (z. B. bei der Genehmigung von Kahlschlägen, Waldumwandlungen und Neuaufforstungen), - bei Planungen für Waldflächen; Träger öffentlicher Vorhaben haben die Waldfunktionen angemessen zu berücksichtigen, - bei der Information aller Waldbesitzer über besondere Funktionen ihrer Wälder, damit diese bei der ordnungsgemäßen Waldbewirtschaftung berücksichtigt werden können, - als wesentlicher Bestandteil der forstlichen Rahmenplanung, - bei der Ausweisung von Schutz- und Erholungswäldern nach § 21 bzw. § 22 Landeswaldgesetz M-V, - bei der Ausrichtung forstlicher Förderprogramme (z. B. Waldumbau). In den vergangenen Jahren haben sich die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald stark gewandelt. Neue Erkenntnisse über seine Leistungen - insbesondere in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Reinhaltung von Luft, Wasser und Boden, Tourismusentwicklung, Klimaschutz - sowie Fortschritte in der GIS -Technologie und ein verbesserter Datenbestand erforderten eine Neubearbeitung der bestehenden Waldfunktionenkartierung von 1995/96.

FIRENET Open Smoke: Bürger*innen sammeln Rauchdaten für KI-gestützten Waldbrandschutz

FIRENET Open Smoke erfasst Videodaten von Rauchentwicklungen aus größerer Entfernung in deutschen Wäldern und Landschaften. Die gesammelten Daten werden veröffentlicht, um das Training von KI-Modellen zur Waldbrandfrüherkennung zu unterstützen, die gezielt auf die spezifischen Bedingungen in Deutschland abgestimmt sind. Worum geht es in diesem Projekt? In Deutschland fehlen Videodaten von Rauchentwicklung aus größerer Entfernung, die für eine zuverlässige automatisierte Waldbrandfrüherkennung benötigt werden. Bisherige Datensätze stammen überwiegend aus den USA und lassen sich nur eingeschränkt auf deutsche Wälder und Landschaften übertragen. In unserem Projekt sammeln Bürger*innen Rauchvideos aus deutschen Wäldern und Landschaften ab ca. 150 m Distanz. Diese Daten werden von Forschenden genutzt, um ein Open-Source-KI-Modell zu trainieren, das Wildland-Bildmaterial in Echtzeit analysiert und frühe Rauchentwicklung erkennt.

Warnung vor Waldbränden in Sachsen-Anhalt

Halberstadt. Aufgrund der vorherrschenden hohen Temperaturen und fehlendem Niederschlag herrscht erhöhte Waldbrandgefahr im Land. Die Wetterprognose für morgen, Donnerstag, den 30. Juli 2026, deutet auf eine erneute Verschärfung der Gefahrenlage hin, die voraussichtlich erst mit Niederschlägen am Wochenende endet. Seit heute gilt in weiten Teilen Sachsen-Anhalts die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe (Stufe 4). Welche Waldbrandgefahrenstufe jeweils in ihrem Bereich vorherrscht, kann über die App „Meine Umwelt“ oder über das WaldbrandDashboard (verlinkt in Waldbrandschutz ) in Erfahrung gebracht werden. Das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt ruft die Bevölkerung zu besonderer Wachsamkeit auf und bittet um die Mithilfe jedes Einzelnen. Sollten Sie einen Waldbrand mitbekommen, verständigen Sie bitte die Feuerwehr unter der Rufnummer 112! Mit der erhöhten Waldbrandgefahrenstufe gelten Bestimmungen zum Verhalten in der freien Landschaft nach §29 des Landeswaldgesetzes. Diesbezüglich wird gebeten, sich an das Rauchverbot in Wäldern zu halten, sowie keine offenen Feuer im Wald anzuzünden. Auch öffentliche Grillplätze oder andere öffentliche Feuerstellen dürfen im Wald bei der derzeitigen Gefahrenlage nicht genutzt werden. Eine besondere Gefahrenquelle ist die im Sommer anstehende Getreideernte. Durch den Maschineneinsatz auf den trockenen, und damit hochentzündlichen Feldern, sind die Landwirte gemäß der Waldbrandschutzverordnung LSA ab der Waldbrandgefahrenstufe 4 angehalten, präventiv zu handeln: § 7 Pflugstreifen bei der Getreideernte (1) Bei der Ernte von Getreide und Bearbeitung von abgeernteten Getreidefeldern während der Waldbrandgefahrenstufen 4 und 5 ist auf Feldern in geringerem Abstand als 30 m zu Wald unmittelbar nach Anschnitt des Getreides oder zu Beginn der Bodenbearbeitung des abgeernteten Getreidefeldes auf der dem Wald zugekehrten Seite ein 5 m breiter Wundstreifen anzulegen. Die Mitarbeiter des Landeszentrum Wald sind in höchster Alarmbereitschaft, um entstehende Waldbrände zu verhindern. In dem Zusammenhang ist das Landeszentrum Wald für den vorbeugenden Waldbrandschutz zuständig. Der vorbeugende Waldbrandschutz umfasst Maßnahmen, die die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden verhindern sollen. Dazu zählen u.a. das Anlegen von Wundstreifen, die Festlegung von Waldbrandgefahrenstufen, der ständige Austausch mit den Feuerwehren vor Ort und die Überwachung der Wälder. Bei dieser Überwachung gibt es technische Unterstützung aus der Raumfahrt mit dem Überwachungssystem „Fire Watch“®, dass von der Waldbrandzentrale in Annaburg aus betrieben wird. Im Zuge der erhöhten Waldbrandgefahrenstufen wurden die Bereitschaftszeiten der Waldbranddiensthabenden in den Forstämtern und in der Waldbrandzentrale erweitert. Hintergrund: Das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystems (AWFS) „Fire Watch“® arbeitet mit optischen Sensorsystemen (OSS), die auf mittlerweile 16 Standorten auf Feuerwachtürmen, Funkmasten und anderen hohen Objekten installiert sind. Sie beobachten jeweils eine Fläche von bis zu 700 km². Das System erkennt automatisiert Rauchentwicklungen und leitet diese an die Waldbrandzentrale in Annaburg weiter. Dort werten Operatoren das Datenmaterial aus. Bei einem Waldbrand verständigen sie umgehend die Einsatzleitstelle der Feuerwehr und können dank des Systems die geografischen Koordinaten des mutmaßlichen Brandortes genau benennen.

Waldbrände

<p> <p>2024 war ein deutlich unterdurchschnittliches Waldbrandjahr: sowohl die Anzahl als auch die betroffene Fläche ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Schaden je Hektar Waldbrandfläche ist aber deutlich gestiegen. Neben finanziellen Schäden sind mit den Waldbränden aber auch ökologische Auswirkungen wie die Freisetzung von Treibhausgasen, Schadstoffen sowie Nährstoffverluste verbunden.</p> </p><p>2024 war ein deutlich unterdurchschnittliches Waldbrandjahr: sowohl die Anzahl als auch die betroffene Fläche ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Schaden je Hektar Waldbrandfläche ist aber deutlich gestiegen. Neben finanziellen Schäden sind mit den Waldbränden aber auch ökologische Auswirkungen wie die Freisetzung von Treibhausgasen, Schadstoffen sowie Nährstoffverluste verbunden.</p><p> Waldbrände in Deutschland <p>Mit deutschlandweit 563 Waldbränden ist 2024 die Anzahl der Waldbrände im Vergleich zu 2023 um die Hälfte gesunken. Die Waldbrandfläche ist im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel gesunken und betrug 2024 rund 334 Hektar. Damit ist das Jahr 2024 ein unterdurchschnittliches Waldbrandjahr im Vergleich zum mehrjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2023 (1.157 Waldbrände und 859 Hektar Waldbrandfläche) (siehe Abb. „Anzahl Waldbrände und Schadensfläche“).&nbsp;Während der finanzielle Schaden mit 0,68 Mio. Euro im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gesunken ist, liegt der finanzielle Schaden je ha Waldbrandfläche mit 2.036 Euro pro Hektar (Euro/ha) deutlich höher. Dennoch ist das Waldbrandjahr 2024 auch hinsichtlich des Schadenswert ein unterdurchschnittliches Jahr gewesen (langjähriges Mittel von 2.568 Euro/ha im Zeitraum 1991 bis 2023) (siehe Abb. „Durchschnittliche Schadensfläche und Schadenssumme“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Waldbraende-Schadensfl_2026-05-20.png"> </a> <strong> Anzahl Waldbrände und Schadensfläche </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Waldbraende-Schadensfl_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (315,17 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Abb_Durch-Schadensfl-Schadensum_2026-05-20.png"> </a> <strong> Durchschnittliche Schadensfläche und Schadenssumme </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Abb_Durch-Schadensfl-Schadensum_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (318,77 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_0.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Risikountersuchungen sagen für die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko für Deutschland voraus. Dies liegt im Wesentlichen an erhöhten Temperaturen und rückläufigen Niederschlägen in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten. Die Forstverwaltungen, aber auch die kommunalen und privaten Waldbesitzer haben hierauf auch unter dem Eindruck der Trockenjahre ab 2018 reagiert und die Aufwendungen zur Waldbrandvorbeugung und Kontrolle in den letzten Jahren deutlich erhöht (siehe Abb. „Ausgaben für Waldbrandvorbeugung und Kontrolle“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/4_Abb_Ausgaben-Waldbrandvorbeugung_2026-05-20.png"> </a> <strong> Ausgaben für Waldbrandvorbeugung und Kontrolle </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Ausgaben-Waldbrandvorbeugung_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (359,37 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_5.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Das Auftreten von Waldbränden ist in Deutschland aufgrund der klimatischen und hydrologischen Gegebenheiten und der vorherrschenden Waldbestockung regional unterschiedlich. Im Ergebnis sind weite Teile Nordostdeutschlands, das östliche Nordwestdeutschland und das Oberrheinische Tiefland häufiger von Waldbränden betroffen als andere Regionen Deutschlands. Im Jahr 2024 gab es die meisten Waldbrände in den Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Dabei wurden, wie bereits in den Vorjahren, in Brandenburg vor allem aufgrund der sandigen Böden, den vorherrschenden Kiefernwäldern und der Munitionsbelastung auf ehemaligen Truppenübungsplätzen erneut die meisten Brände (211) registriert. Auch die größte Brandfläche im Jahr 2024 mit insgesamt 225,7 Hektar war in Brandenburg zu verzeichnen, dies entspricht in etwa der Hälfte der Waldbrandfläche Deutschlands. Wie im letzten Jahr lag die größte Waldbrandfläche in der Region Jüterbog mit rund 179 ha Waldbrandfläche. In dieser Region befindet sich ein munitionsbelasteter ehemaliger Truppenübungsplatz, was die bodengebundenen Löscharbeiten stark beeinträchtigt. Mit gut 39,3 Hektar Waldbrandfläche folgt Sachsen-Anhalt (siehe Abb. „Waldbrandgeschehen in den Bundesländern“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/5_Abb_Headmap-Waldbrandgeschehen-L%C3%A4nder_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandgeschehen in den Bundesländern </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Headmap-Waldbrandgeschehen-L%C3%A4nder_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (145,19 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_1.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,28 kB)</a></li> </ul> </p><p> Waldbrände und ihre Auswirkungen <p>Waldbrände beeinflussen, wie diverse andere Faktoren auch, die Stabilität und die Vitalität der Waldökosysteme. Das Ausmaß der Beeinflussung hängt unter anderem von der Dauer, der Intensität, dem Umfang und der <a href="http://www.wald.de/waldbrand/">Art des Waldbrands</a> ab.</p> <p>Sogenannte Erdfeuer oder Schwelbrände im Boden sind aufgrund der häufigen Zerstörung oder Beeinträchtigung von Wurzeln und Samen von hoher Bedeutung für die Vitalität der Waldbestände.&nbsp;</p> <p>Boden- oder Lauffeuer führen häufig zur Verbrennung der bodennahen Vegetation und der Streuauflage. Bäume werden dabei abhängig von der Baumart (Rindenstärke) geschädigt oder verbrennen. Durch diese Feuer wird außerdem der Mineralisierungsprozess der Streuauflage beschleunigt, wodurch es verstärkt zur Auswaschung von Nährstoffen kommt. Die Nährstoffaufnahme ist durch die Reduzierung der Vegetation sowie durch die Zerstörung von Pflanzenwurzeln und nährstoffbindenden Ton-Humus-Komplexen ebenfalls stark beeinträchtigt. Kurz- bis mittelfristig kann hierdurch die Vitalität und die Stabilität der Waldbestände aufgrund von Nährstoffmangel weiter herabgesetzt werden.</p> <p>Kronenfeuer und Vollfeuer entstehen, wenn die Bodenfeuer auf den Kronenbereich überschlagen. Diese haben häufig den Verlust des gesamten Bestandes zur Folge, da hierbei sowohl die Assimilationsorgane (Blätter und Nadeln) wie auch die Knospen der Bäume verbrennen, wodurch eine Regeneration deutlich erschwert ist.</p> <p>Unmittelbar während des Waldbrands kommt es wie bei jedem Verbrennungsprozess zu Emissionen, die auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Hierbei werden vor allem Feinstaub, aber teilweise auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/dioxine">Dioxine</a> und andere Schadstoffe freigesetzt. Daneben werden auch Treibhausgase emittiert. So haben die überdurchschnittlichen Waldbrände in 2023 knapp 0,11 Mio. t CO2-Äquivalente an <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/16429">Treibhausgasen</a> freigesetzt. Zusätzlich wird die Senkenfunktion der Waldbestände für Kohlenstoff beeinträchtigt.</p> <p>Auf die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a> können Waldbrände hingegen positiven Einfluss haben, da hierdurch ökologische Nischen entstehen, die von besonders angepassten Arten genutzt werden.</p> </p><p> Ursachen für Waldbrände <p>Bei der Mehrzahl der Waldbrände, rund 43 %, konnte 2024 keine Ursache ermittelt werden. In Fällen, in denen eine Ursache bestimmt werden kann, sind im Wesentlichen zwei Faktorenkomplexe von besonderer Bedeutung für das Waldbrandgeschehen: Zum einen das menschliche Handeln (Brandstiftung und Fahrlässigkeit) und zum anderen das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>- bzw. Witterungsgeschehen. Als Hauptursache für das Waldbrandgeschehen kann gemäß den Daten der&nbsp;<a href="https://www.ble.de/DE/BZL/Daten-Berichte/Wald/wald.html">Waldbrandstatistik</a> menschliches Handeln identifiziert werden (sofern eine Ursache ermittelbar ist). Klima und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> hingegen beeinflussen zusammen mit den lokalen Gegebenheiten (wie dem Vorhandensein von brennbarem Material) die Disposition einer Waldfläche für die Entzündung und in Folge das weitere Brandgeschehen (Feuerausbreitung). Fahrlässigkeit und Vorsatz (das heißt Brandstiftung) waren im Jahr 2024 für rund 45 % der Waldbrände ursächlich. Bei den 152 im Jahr 2024 durch Fahrlässigkeit verursachten Bränden waren zu rund 58 % das unvorsichtige Verhalten von Waldbesuchern, Campern oder Kindern die Auslöser. In 24 % der Fälle von Fahrlässigkeit sind wirtschaftliche Aktivitäten (Landwirtschaft, Holzernte etc.) ursächlich. Natürliche Ursachen, wie zum Beispiel Blitzschlag, waren hingegen für nur 3 % der Waldbrände der Auslöser (siehe Abb. „Waldbrandursachen 2024“).&nbsp;</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Abb_Waldbrandursachen_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandursachen 2024 </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Waldbrandursachen_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (272,55 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_2.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,26 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Das Auftreten und die Ausbreitung von Waldbränden sind maßgeblich von der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> abhängig. Selbst im Winter kann es bei fehlender Schneedecke zu Waldbränden kommen. Ein jahreszeitlicher Schwerpunkt der Waldbrandgefährdung lag bisher zumeist im Spätfrühjahr und im Frühsommer. Im Jahr 2024 wurden die meisten Waldbrände in den Monaten Mai und August verzeichnet. Somit folgt das Waldbrandjahr eher dem seit einigen Jahren zu erkennendem Trend der Verlängerung und Verschiebung der sogenannten Waldbrandsaison in den Spätsommer und Herbst hinein (siehe Abb. „Waldbrände in einzelnen Monaten“).&nbsp;&nbsp;</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/7_Abb_Headmap_Waldbr%C3%A4nde-Monate_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrände in einzelnen Monaten </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_Abb_Headmap-Waldbr%C3%A4nde-Monate_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (98,02 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_4.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Neben der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> ist auch der Waldbestand von Bedeutung. Besonders jüngere und lichte Nadelwälder mit dichtem Unterwuchs und üppiger Bodenvegetation sind stark waldbrandgefährdet. Zudem spielen die Holzeigenschaften, wie beispielsweise das Vorhandensein von Harzen oder ätherischen Ölen, eine gewisse Rolle bei der Gefährdung. Dies zeigt sich auch in der Betrachtung der Waldbrände der Jahre 2014 bis 2024. Hier waren Nadelholzbestände (rechnerisch rund 54 % der Waldfläche), mit Ausnahme der Jahre 2017,2023 und 2024, deutlich häufiger und überproportional zum Anteil an der Waldfläche von Waldbränden betroffen als von Laubholzarten dominierte Waldbestände (siehe Abb. „Waldbrandfläche nach Bestandsart“). Der hohe Anteil an Laubholz ist in 2024 zu einem großen Anteil auf das Waldbrandereignis auf de Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterborg zurückzuführen, welches aufgrund der Munitionsbelastung sowohl hinsichtlich der Waldbrandgefahr als auch der Waldbrandbekämpfung einen Sonderfall darstellt. Der Umbau von Nadelbaummonokulturen in mehrschichtige Mischwälder mit hohem Laubholzanteil ist somit weiterhin auch ein wesentlicher Ansatz zum vorbeugenden Schutz vor Waldbränden.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/8_Abb_Waldbrandflaeche-Bestandsart_2026-05-20.png"> </a> <strong> Waldbrandfläche nach Bestandsart </strong> Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/8_Abb_Waldbrandflaeche-Bestandsart_2026-05-20.pdf">Diagramm als PDF (104,54 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-8_Abb_Waldbraende_2026-05-20_3.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (100,25 kB)</a></li> </ul> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Waldschutz

Die Berliner Wälder sind ein Schutzraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen sowie Erholungsort für Millionen Menschen. Gleichzeitig brauchen sie selbst Schutz. Die Berliner Forsten tragen dafür Sorge, dass die Berliner Wälder für kommende Generationen erhalten bleiben und ihre Funktion als Daseinsvorsorge für die Stadt auf vielschichtige Weise erfüllen können. Dabei gehen sie entschlossen, planvoll und behutsam vor. Bild: Berliner Forsten Waldnaturschutz Waldnaturschutz ist ein integraler Bestandteil der täglichen Arbeit der Berliner Forsten. Denn die Berliner Wälder sind Schutzwälder, und so werden sie auch gepflegt: als Räume, in denen Tiere und Pflanzen ein Refugium finden. Weitere Informationen Bild: Rainer Keuenhof Waldzustandsberichte Die Waldzustandsberichte werden jährlich von den Ländern Berlin und Brandenburg herausgegeben. Sie enthalten die aktuellen Ergebnisse der Waldschadenserhebung sowie eine Diskussion der Ursachen wie z.B. Wirkungen von Luftschadstoffen und Klimawandel auf den Wald. Weitere Informationen Bild: Berliner Forsten Walderhaltung In Berlin sind wie in anderen Ballungsräumen Wälder immer wieder auch Gegenstand planerischer Abwägungsprozesse und müssen im Zusammenhang mit baulichen oder infrastrukturellen Nutzungsinteressen berücksichtigt werden. Weitere Informationen Bild: Bill Gabbert - Fotolia.com Waldbrandprävention Das Waldbrandrisiko in Berlin steigt durch im Zuge der Klimakrise ausbleibende Niederschläge und anhaltende Trockenheit. Um die Berliner Wälder vor Waldbränden zu schützen, ergreifen die Berliner Forsten unterschiedliche vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen. Weitere Informationen

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