<p>Gibt es umweltfreundliche Waschmittel?</p><p> Nein, denn jedes Waschmittel kann Stoffe enthalten, die</p><p>biologisch nicht leicht oder nicht vollständig abbaubar sind oder</p><p>Gewässerorganismen schädigen oder</p><p>sich in der Umwelt oder den Organismen anreichern.</p><p>Diese Stoffe können über das Abwasser bis in die Gewässer gelangen.</p><p>Gemäß den Ergebnissen einer Studie der Universität Bonn (Kruschwitz, A., Augsburg, A., Stamminger, R., 2013. How Effective are Alternative Ways of Laundry Washing?, Tenside Surfactants Detergents - Journal. 2013, 263-269.) sind alternative Waschverfahren, z. B. die Verwendung spezieller Waschbälle, derzeit nicht dazu geeignet, die superkompakten Waschmittel zu ersetzen.</p><p><strong>Wer wäscht, nimmt also in jedem Fall eine gewisse Umweltbelastung in Kauf. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Umwelt durch das eigene Waschverhalten weniger zu belasten.</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen/sparsam-umweltbewusst-waschen">Und dabei tut man nicht nur etwas für die Umwelt, sondern spart auch noch Geld!</a></p><p>Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen dazu sind:</p><p>Waschmaschine voll beladen</p><p>Dosierung entsprechend dem Verschmutzungsgrad</p><p>Wird auf der Packung zwischen „leicht”, „normal” und „stark verschmutzter” Wäsche unterschieden, genügt für Wäsche im Haushalt meist die Dosierung für leicht bzw. normal verschmutzt. Überdosierung bringt kein besseres Waschergebnis, sondern nur höhere Kosten und Umweltbelastung.</p><p>Dosierung entsprechend der Wasserhärte (diese bitte bei Ihrem Wasserversorgungsunternehmen erfragen)</p><p>Der Wasserhärtebereich "weich" erfordert die geringste Waschmittelmenge. Liegt Ihr Wasser im Härtebereich "mittel" bis "hart" ist etwas mehr Waschmittel erforderlich. Die Dosierung für die verschiedenen Wasserhärtebereiche und Verschmutzungsgrade muss nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz auf der Verpackung erkennbar sein.</p><p>Sie erreichen damit gute Waschergebnisse und ersparen der Umwelt überflüssige Chemikalien. Flüssigwaschmittel belasten Kläranlagen und Gewässer wegen ihres höheren Tensidgehaltes stärker als kompakte Pulver.</p><p>Nutzung des 30°C- bzw. 40°C-Waschprogramms anstelle von 60°C.</p><p>Für leicht und normal verschmutzte Wäsche reichen bei Buntwäsche meist 20 bis 30 °C und bei Weißwäsche in aller Regel 40 °C. Das bringt beim 40 °C-Programm etwa 35 bis 40 Prozent Energieeinsparung gegenüber dem Waschprogramm mit 60 °C. Zur Vermeidung von Keimwachstum in der Waschmaschine sollte jedoch einmal monatlich bei 60 °C mit pulverförmigem Vollwaschmittel gewaschen werden. Kochwäsche sollte im Haushalt die Ausnahme sein, z. B. bei ansteckenden Krankheiten. Damit entlasten Sie die Umwelt durch Einsparung von Energie.</p><p>Verzicht auf Vorwäsche: Die Vorwäsche ist bei den heutigen Waschmitteln entbehrlich.</p><p>Minimieren Sie den Einsatz von <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen/weichspueler">Weichspülern</a>.</p><p>Angemessene Waschhäufigkeit</p><p>Überdenken Sie Ihre Reinigungsansprüche. Nicht jedes Wäschestück muss nach einmaliger Benutzung gewaschen werden.</p><p>Möglichst Verzicht auf separaten Wäschetrockner.</p><p>Etwa <strong>630.000 Tonnen Waschmittel</strong> werden jährlich in Deutschland verbraucht. Umgerechnet verbraucht jeder Einwohner <strong>fast 8 Kilogramm</strong> Waschmittel im Jahr. Hinzu kommen Weichspüler und weitere Waschhilfsmittel und Wäschepflegemittel, insgesamt sind das etwa 220.000 Tonnen pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass Verbraucher beim Einkauf und beim Gebrauch von Waschmitteln den Waschmittelmarkt entscheidend beeinflussen und zugleich etwas für den Schutz der Umwelt tun können. So haben sich seit 1986 phosphatfreie Waschmittel auf dem deutschen Markt durchgesetzt. Heute werden dadurch in den Haushalten nur noch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltbewusst-waschen-reinigen/phosphatfreie-textilwaschmittel">phosphatfreie Textilwaschmittel</a> benutzt.</p><p>Als Orientierungshilfe für den umweltbewussten Einkauf von Waschmitteln sollten Sie sich die Angaben zur Ergiebigkeit ansehen, die auf der Verpackung aufgedruckt sind. Produkte mit hoher Ergiebigkeit erfordern nur eine geringe Dosierung pro Waschgang. So gelangen durch den Einsatz hoch konzentrierter und damit sehr ergiebiger Waschmittel entsprechend weniger Waschmittelchemikalien in die Abwässer und Gewässer als bei der Verwendung herkömmlicher Waschmittel. Gleichzeitig benötigen hochkonzentrierte Waschmittel kleinere Pakete und sparen Verpackungsmaterial. Wundern Sie sich nicht über den relativ hohen Preis der kleinen Kompakten! Vergleichen Sie die Preise an Hand der aufgedruckten Angaben zur Ergiebigkeit: Die Ergiebigkeit unterschiedlicher Waschmittel lässt sich heute leicht vergleichen: Auf den Verpackungen ist die Zahl der normalen Waschmaschinenfüllungen angegeben, die mit dem Packungsinhalt bei mittlerem Wasserhärtegrad gewaschen werden können.</p><p>Wer die Waschprogramme und das Waschmittel optimal einsetzt, spart Energie. Dies entlastet die Umwelt und auch die Haushaltskasse, denn die Ausgaben für Strom lassen sich merklich senken. Häufig wird wärmer gewaschen als erforderlich. Der Stromverbrauch pro Waschgang sinkt bereits durch Verringerung der Waschtemperatur vom 40° C auf 30°C um über 35 Prozent. Nachhaltiges Handeln im Haushalt zahlt sich somit direkt aus.</p>
Mit der Verabschiedung des dritten Teils der EN 13795 wurde eine Reihe von Qualitätskriterien für OP-Textilien und Reinraumtextilien festgelegt, wobei der Partikelreinheit eine besondere Bedeutung zukommt. Es besteht deshalb Bedarf, Verfahren zur sicheren Partikeldekontamination zu entwickeln ohne die Einhaltung der übrigen Qualitätsnormen zu beeinträchtigen. Ziel des Projekts war die Entwicklung von Waschverfahren, die wirtschaftlich die Einhaltung sachgerechter Partikelgehalte ermöglichen. Das Projekt wurde von einem Verbund von 4 Industriepartnern und dem wfk-Forschungsinstitut bearbeitet. Ausgehend vom Stand der Technik wurden neue wirtschaftliche Aufbereitungsverfahren mit optimiertem Bedarfsmitteleinsatz zur Erreichung sachgerechter Partikelgehalte für OPTextilien bei gleichzeitiger Umweltentlastung entwickelt, auf ihre Realisierbarkeit überprüft und direkt in neue Produkte umgesetzt. Nach Minimierung der Partikelabgabe von OP-Textilien sowohl im Neuzustand als auch nach einer Vielzahl von Aufbereitungszyklen wurden als neue Produkte sachgerechte Waschmaschinen und Trockner sowie eine Schnellmethode zur On-Line-Qualitätskontrolle entwickelt. Desweiteren erfolgte eine Optimierung von Wasch- und Waschhilfsmitteln und die Erarbeitung von Verfahrensempfehlungen für ökologisch und ökonomisch günstige Aufbereitungsverfahren zur sicheren Einhaltung der Partikelgrenzwerte für OP-Textilien. Die Produkte konnten erfolgreich umgesetzt werden und deren Eignung sowohl in Technikumsmaßstab als auch unter Praxisbedingungen in Wäschereibetrieben, wie nach EN 14 065 festgelegt, unter Einhaltung der Qualitätskriterien einschließlich der Partikelgrenzwerte nach EN 13 795 nachgewiesen werden. Je nach entwickeltem Produkt sind Wasser-, Energie- und Waschmitteleinsparungen bis zu 50 % möglich, wobei die Lebensdauer der Textilien erhöht wird.
Aufgabe: Systematische Laboruntersuchungen zum Einsatz biologisch gut abbaubarer Waschhilfsmittel in massgeschneiderten Formulierungen fuer in-situ und ex-situ Anwendungen (verschiedene Verunreinigungen - MKW, Teere, PAK - und Bodenarten). Mittels eines einfachen Auswahlverfahrens koennen fuer unterschiedliche Problemfaelle (dieseloelkontaminierte Boeden, schluffige Schwelereiboeden) effektive Tensidkombinationen fuer hydraulische in-situ Anwendungen ausgewaehlt werden. Bei der Bodenwaesche (ex-situ) kann durch Zusaetze geringer Mengen spezieller Dispergierhilfsmittel die Restbelastung von PAK-kontaminierten Boeden, insbesondere fuer teerverklebte Boeden, erheblich reduziert werden. Es wurden verschiedene Tensidkombinationen mit hoher Extraktionswirkung fuer MKW und PAK entwickelt.