Der Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop und die Ruhr-Universität Bochum haben auf dem Grundstück eines Bottroper Unternehmens eine Regenwasserverdunstungsanlage errichtet, die als Pilotprojekt zur Klimawandelanpassung gilt.
Ziel des Vorhabens ist es, neben den etablierten Methoden zur Abkopplung von Niederschlagswässern (wie beispielsweise Versickerung), die Möglichkeit zur Verdunstung als eigenständigen und innovativen Ansatz einer ortsnahen Regenwasserbewirtschaftung zu erproben. Neben der Schaffung einer Dimensionierungsgrundlage für Verdunstungsanlagen soll innerhalb des Projektes die Frage beantwortet werden, inwieweit eine derartige Anlage der Erwärmung des Stadtklimas entgegen wirken kann.
Im Rahmen des Vorhabens wird das anfallende Niederschlagswasser in einem stillgelegten Feuerlöschbecken gesammelt und über mit Schilf bestückte Beete zur Verdunstung gebracht. Durch eine optimale Wasserversorgung und die verdunstungsstarke Bepflanzung soll die Verdunstung deutlich erhöht werden. Die Beschickung der Beete erfolgt über Pumpen, Verteiler und Steuerungen, welche über Solaranlagen mit Strom versorgt werden. Die berechnete Dimensionierung der Verdunstungsanlage wird durch Messwerte überprüft und optimiert. Des Weiteren werden die kleinklimatischen Auswirkungen der erhöhten Verdunstung auf dem Grundstück mit Vergleichsmessungen auf benachbarten Grundstücken verglichen und bewertet.
In diesem Projekt soll anhand Labor- und Freilanduntersuchungen die Passierbarkeit von Schlitzpässen untersucht werden. Hierbei werden sowohl der Einfluss des Unterwasserstandes und Dotationswasser als auch von unterschiedlichen Beckengeometrien, Wendebecken und Anlagegesamtlänge analysiert. Das Projekt wird sowohl in einem Modellfischpass an der Bundesanstalt für Wasserbau als auch an ausgewählten Fischaufstiegsanlagen an BWaStr durchgeführt. Zur Bewertung der Passierbarkeit sollen unter anderem optische Fischerfassungssysteme zum Einsatz kommen. Um genaue Aussagen über die Bewegungsmuster von unterschiedlichen Fischarten in Fischaufstiegsanlagen treffen zu können, wird zudem die passive Transponder Technik (HDX) verwendet
Die Ultrafiltration (UF) ist ein Membranverfahren (0,01 - 0,1 my m Porenweite) das sich zunehmend in der Trink- und Abwasseraufbereitung durchsetzt. In Schwimmbädern wurde die Ultrafiltration anfangs zur Spülabwasseraufbereitung erfolgreich eingesetzt. Durch einjährige Pilotversuche der Fa. VA TECH WABAG Kulmbach, heute Krüger WABAG Bayreuth, konnte gezeigt werden, dass die UF auch zur Kreislaufwasseraufbereitung grundsätzlich geeignet ist. Der großtechnische Nachweis wurde nun in der Therme Obernsees zunächst von 08/2003 - 09/2004 in einem Rutschenbecken-Kreislauf und ab 09/2004 im Kreislauf des Meditationsbeckens erbracht. Wichtige Erkenntnisse aus den Forschungsvorhaben waren: - auf Grund der besseren Aufbereitungsleistung (Partikelrückhalt u. a.) reicht die halbe Aufbereitungsmenge aus im Vergleich zum konventionellen Sandfilter - die Dosierung von Pulveraktivkohle (PAK) unterstützt die Aufbereitung - eine Dosierung von ca. 1 g PAK/m3 ist ausreichend und sollte die gesamte Zeit (24 h/d) erfolgen - nachts ist eine Reduzierung der Aufbereitungsleistung (z.B. 50 Prozent) möglich, um so Energie zu sparen - als Flockungsmittel (FM) sind Al-haltige FM, Mischprodukte aus Fe- und Al-haltigem FM sowie reine Fe-Produkte geeignet - reine Fe-haltige FM zeichnen sich durch niedrigere Druckverluste an der Membrane sowie sehr geringe P-Gehalte im Becken aus - durch Optimierung der FM-Menge lassen sich die Trihalogenmethan-(THM)-Gehalte im Becken reduzieren - die Einhaltung einer Säurekapazität bis pH 4,3 (KS 4,3) auf grösser als 0,7 mmol/l ist wichtig für den Betrieb der Aufbereitung - die Zahl der Faserbrüche der Module war gering und reparabel - die Beckenwasserwerte waren zu jeder Zeit sowohl hinsichtlich der Hygienehilfsparameter (freies Chlor, gebundenes Chlor, Redoxpotential, pH-Wert) als auch der Mikrobiologie in Ordnung.
Diesem Projekt liegen die adsorbierenden bzw. desorbierenden Eigenschaften spezieller Stoffe, wie z.B. Aktivkohle, in Verbindung mit diversen Gasen, für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte zugrunde. (Patente wurden bereits erteilt). Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass Aktivkohlen mit diversen Gasen, nach Evakuierung in einem Absolutdruckbereich bis 800 mbar sehr gut dotierbar sind. So sind z.B. Dotiermengen bis zu 50 Gewichtsprozent bei Butan, größer 40 Prozent bei Kältemittel R 134 a, größer 30 Prozent bei Chlorgas und größer 10 Prozent bei CO2 (Kohledioxyd) möglich. Durch simple Zugabe von Wasser wird das entsprechende Gas wieder freigesetzt. Chlor und Kohlensäure gehen zwar zum Teil in Lösung, es liegt aber immer noch großes Druckpotential vor. Damit ergeben sich diverse Anwendungsmöglichkeiten für z.B. Druckspeicher (Schwimmwesten), Speicher für brennbare Gase oder für Desinfektionsmittel. Letzteres wäre speziell für die USA interessant, weil dort Chlorgas vielerorts aus sicherheitstechnischer Sicht verboten ist und nur Vorort zum sofortigen Gebrauch hergestellt werden darf. Oder auch für den Klein-Pool-Betreiber (Privat, Hotels...), wo Chlorgas auch aufgrund der teuren Sicherheitstechnik nicht in Frage kommt. Es gibt darüber hinaus diverse andere Anwendungsbeispiele (auch Wärmetechnisch), die zu diskutieren wären. Aufgrund dieser Fülle an Möglichkeiten und in Ermangelung kompetenter Entwicklungstools sieht sich ETC nicht alleine in der Lage, die Ideen umzusetzen.
Die Hochwasserentlastung (HWE) der Talsperre Stollberg, erbaut 1954, wurde auf der Grundlage einer Ist-Zustandsanalyse des Institutes für Wasserbau und THM umgeplant. Ziel dieser Untersuchungen war die Überprüfung der neuen Variante des Tosbeckens der Hochwasserentlastung mit Hilfe eines dreidimensionalen Simulationsprogrammes.