Der Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop und die Ruhr-Universität Bochum haben auf dem Grundstück eines Bottroper Unternehmens eine Regenwasserverdunstungsanlage errichtet, die als Pilotprojekt zur Klimawandelanpassung gilt.
Ziel des Vorhabens ist es, neben den etablierten Methoden zur Abkopplung von Niederschlagswässern (wie beispielsweise Versickerung), die Möglichkeit zur Verdunstung als eigenständigen und innovativen Ansatz einer ortsnahen Regenwasserbewirtschaftung zu erproben. Neben der Schaffung einer Dimensionierungsgrundlage für Verdunstungsanlagen soll innerhalb des Projektes die Frage beantwortet werden, inwieweit eine derartige Anlage der Erwärmung des Stadtklimas entgegen wirken kann.
Im Rahmen des Vorhabens wird das anfallende Niederschlagswasser in einem stillgelegten Feuerlöschbecken gesammelt und über mit Schilf bestückte Beete zur Verdunstung gebracht. Durch eine optimale Wasserversorgung und die verdunstungsstarke Bepflanzung soll die Verdunstung deutlich erhöht werden. Die Beschickung der Beete erfolgt über Pumpen, Verteiler und Steuerungen, welche über Solaranlagen mit Strom versorgt werden. Die berechnete Dimensionierung der Verdunstungsanlage wird durch Messwerte überprüft und optimiert. Des Weiteren werden die kleinklimatischen Auswirkungen der erhöhten Verdunstung auf dem Grundstück mit Vergleichsmessungen auf benachbarten Grundstücken verglichen und bewertet.
In der Neuausgabe der DIN 19643-1 sind erhoehte Anforderungen an die Qualitaet von Schwimm- und Badebeckenwasser vorgegeben; von besonderer Bedeutung ist dabei eine maximal zulaessige Beckenwasserkonzentration fuer Trihalogenmethane, die auf 20 myg/l festgelegt wurde (DIN 19643-1, 1997). Viele Schwimmbadbetreiber sind nicht in der Lage, diesen Grenzwert mit den herkoemmlichen Aufbereitungsmethoden einzuhalten. Aus diesem Grund wird oftmals eine Nachruestung der bestehenden Aufbereitungsanlage mit einer Pulverkohledosierung vorgenommen. Dieses Verfahren ist zwar von den reinen Investitionskosten her gesehen relativ guenstig, es treten aber Probleme bei der Entsorgung des pulverkohlehaltigen Rueckspuelwassers auf. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll ein neuartiges Adsorptionsverfahren speziell auf seine Eignung zur Entfernung von THM und vor allem zur Entfernung von Precursoren zur THM-Bildung bei der Schwimmbadwasseraufbereitung untersucht werden. Bei diesem Verfahren handelt es sich um einen sogenannten Pulverkohleadsorber; Pulverkohle wird in einem Konditionierungsschritt in eine aus einem speziellen Traegermaterial bestehende Schuettung eingelagert und dann wie ein Kornkohlefilter betrieben. Mit diesem Verfahren wurden im Labormassstab Untersuchungen zur Stoerstoffentfernung bei der Trinkwasseraufbereitung durchgefuehrt; dabei wurden deutlich bessere Ergebnisse als mit einem Kornkohlefilter erzielt. In diesem Zusammenhang ist es auch notwendig, die bei der Schwimmbadwasseraufbereitung in einer Aktivkohleschuettung ablaufenden Vorgaenge zu untersuchen, da es Hinweise gibt, dass nicht nur adsorptive Vorgaenge stattfinden. Ein weiterer Schwerpunkt des Forschungsvorhabens ist der Einsatz von Ultrafiltrationsmembranen zur Schwimmbadwasseraufbereitung. Das Verfahren wird primaer zur Entfernung von Truebstoffen eingesetzt, wobei auch die Rueckhaltung mikrobiologisch relevanter Parameter weitgehend vollstaendig ist. Der DOC wird zwar auch je nach Molekuelgroesse bis zu einem bestimmten Ausmass zurueckgehalten, THM werden von Ultrafiltrationsmembranen aber nicht entfernt. Aus diesem Grund soll eine Kombination von Ultrafiltration mit einem nachgeschalteten Pulverkohleadsorber untersucht werden. Der Einsatz der beschriebenen Verfahren soll folgende Zielsetzung haben: - Verbesserung der Schwimmbadwasserqualitaet. - Gesicherte Einhaltung der Anforderungen nach DIN 19643-1. - Minimierung des Verbrauches von Pulverkohle. - Verringerung des Spuelwasserverbrauches. - Verringerung der Spuelwasserbelastung. - Verringerung der Aufbereitungskosten.
In diesem Projekt soll anhand Labor- und Freilanduntersuchungen die Passierbarkeit von Schlitzpässen untersucht werden. Hierbei werden sowohl der Einfluss des Unterwasserstandes und Dotationswasser als auch von unterschiedlichen Beckengeometrien, Wendebecken und Anlagegesamtlänge analysiert. Das Projekt wird sowohl in einem Modellfischpass an der Bundesanstalt für Wasserbau als auch an ausgewählten Fischaufstiegsanlagen an BWaStr durchgeführt. Zur Bewertung der Passierbarkeit sollen unter anderem optische Fischerfassungssysteme zum Einsatz kommen. Um genaue Aussagen über die Bewegungsmuster von unterschiedlichen Fischarten in Fischaufstiegsanlagen treffen zu können, wird zudem die passive Transponder Technik (HDX) verwendet