Die E-Government-Schnittstelle Analyseschnittstelle ist ein Webservice, welcher über die E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Analyseschnittstelle gibt für ein oder mehrere Grafik-Objekte (Punkt, Linie, Polygon, Kreis als Polygon) nach einer wählbaren räumlichen Zuordnung Sachdaten zu verschiedenen, hauptsächlich flächenhafte Objektarten (z.B. Landkreise/kreisfreie Städte, Flurstücke) zurück. Der Webservice ist hinsichtlich Performance optimiert und überträgt deshalb im Gegensatz zu einem WFS keine Geometrie. Einen Überblick über die bei der Analyseschnittstelle abfragbaren Objektarten und deren Attributstruktur gibt das Dokument „GeoBAK Analyseschnittstelle – Übersicht Geodatenthemen“. Schwerpunktmäßig werden INSPIRE Themen verwendet. Als räumlichen Zuordnungen (Operatoren) sind bisher intersect, within, nearestneighbour und valuesatpoint eingerichtet. Die Operationen intersect und within sind so definiert, dass sich beide ausschließen. Intersect (Standardwert): Gibt alle Features zurück die von den übergebenen Geometrien berührt werden. Within: Gibt alle Features zurück, in dem die übergebenen Geometrien vollständig enthalten sind. Nearestneighbour: Rückgabe von Features mit der kürzest möglichen Distanz. Verwendung für die Ermittlung der nächsten Adresse (Reverse Geocoding). Valuesatpoint: Es werden die Werte am übergebenen Punkt zurückgegeben. Es erfolgt eine Verschneidung mit Rasterdaten. Als Antwort liefert die Analyseschnittstelle ein JSON-Array mit ggf. mehreren Objekten zusammengefasst für die verschiedenen Objektarten. Eine Durchnummerierung der Objekte (objectNo) erfolgt in analoger Weise, wie die Objekte übergeben worden sind. Dies ermöglicht es Anwendungen und elektronischen Fachverfahren Koordinaten und Geoobjekte zu übergeben und zahlreiche Informationen eines Objektes abzurufen.
Die E-Government-Schnittstelle ist ein Webservice, welcher über die E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Bestandteile der Schnittstelle sind: 1. Geocodierung - Ermitteln der Koordinaten zu einer Adresse bestehend aus Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Die Daten können in Form von einzelnen Datensätzen, Listen und Dateien verarbeitet werden. Die Verarbeitung von Dateien erfolgt asynchron und erfordert die Angabe einer E-Mail-Adresse zur Benachrichtigung über die Fertigstellung des Ergebnisses. 2. Koordinatentransformation - Transformieren von Punktkoordinaten in eines der im Freistaat Sachsen gängigen Koordinatenreferenzsysteme. Es können sowohl einzelne Koordinaten als auch Listen verarbeitet werden. Die Höhenangaben basieren auf dem Digitalen Geländemodell mit einer Gitterweite von 1 m (Angabe in Meter im Höhenreferenzsystem DHHN2016 - AdV-Namespace 'DE_DHHN2016_NH', EPSG-Code 7837).
Die Geosuche ist ein Webservice, welcher über die EGovernment-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Geosuche ermöglicht eine multikriterielle Recherche nach ausgewählten Geobasisdaten und Geofachdaten, Geoinformationen (Metadaten) sowie Portalinhalten (Webseiten, Dokumente). Sie ist zentraler Bestandteil des Geoportals Sachsenatlas und als Freie Suche bzw. Volltextsuche ausgelegt. Die Umsetzung der Suche im Geoportal als singuläres Suchfeld (Omnibox, Einfeldsuche) analog zu bekannten Internetsuchmaschinen, ermöglicht einen schnellen Einstieg der Nutzer. Die Geosuche ermöglicht im Gegensatz zu standardisierten OGC-Geodatendiensten wie z.B. OGC-WFS-Gazetteer eine performanceoptimierte Recherche, welche nicht nur auf Geodaten beschränkt ist. Die Geosuche ermöglicht aufgrund der Filter- und Sortiermöglichkeiten die Umsetzung von über die Einfeldsuche hinausgehenden Recherchemöglichkeiten. Im Geoportal ist dies über die erweiterte Suche mit z.B. räumlicher und zeitlicher Auswahlmöglichkeit umgesetzt. Weiterhin sind einzelne Objekte untereinander verknüpft. Damit ist beispielsweise die Recherche nach allen Hausnummern einer Straße möglich (Drilldown). Die Umsetzung von Formularen mit Auswahllisten für eine Recherche, die die Geosuche aufrufen, ist möglich.
Bei PAM ('Pflanzenschutzanwendungsmanager') handelt es sich um ein Entscheidungshilfesystem, das schlag- und produktspezifische Abstandsauflagen in maschinenlesbaren Applikationskarten ausweist. Damit unterstützt PAM das Einhalten von Abstandsauflagen bei Pflanzenschutzmaßnahmen und führt durch automatisches An- und Abschalten der Spritze in Randbereichen gleichzeitig zu einer Entlastung des Fahrers. Neben diesen Vorteilen für den Nutzer ergeben sich positive Umwelteffekte durch reduzierte Pflanzenschutzmittelrückstände. PAM ist das Ergebnis eines gleichnamigen Innovationsprojektes, in dessen Rahmen ein Demonstrator entwickelt wurde. Aufgrund zahlreicher positiver Rückmeldungen aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Industrie wird eine Praxiseinführung des Systems angestrebt. Daher soll im Folgeprojekt nun der bisherige Demonstrator zu einem Prototyp ausgebaut werden, der in den Punkten Robustheit und funktionaler Zuverlässigkeit den Ansprüchen des praktischen Einsatzes genügen kann und darüber hinaus bedienerfreundlich aufgebaut ist. Das Projekt beinhaltet drei Kernarbeitspakete: 1. Die Partner überarbeiten ihre Webdienste und Systemkomponenten hinsichtlich Betriebssicherheit und funktionaler Zuverlässigkeit. Hierzu gehört bspw. Monitoring und weitere Automation bestimmter Abläufe. 2. Zudem werden für die Komponenten Testroutinen erstellt und Systemtests unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt. 3. Des Weiteren wird eine Praxishandreichung zur Geodatenerfassung und -nutzung in landwirtschaftlichen Betrieben unter Berücksichtigung von PAM als Anwendungsbeispiel erstellt.
Die E-Government-Schnittstelle Messfunktion ist ein Webservice, welcher über die E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Messfunktion berechnet verschiedene Werte für Geometrieobjekte z.B. die Fläche eines Polygons, die Länge einer Linie sowie Koordinaten eines Punktes in verschiedenen Koordinatensystemen. Die Schnittstelle wird insbesondre im Kartenviewer des Geoportals verwendet. Die Koordinatenanzeige der Punkte erfolgt in geografischen Koordinaten (WGS84 GPS-Koordinaten) und kann z.B. bei abweichender Kartendarstellung genutzt werden. Die Messung von Linien kann die Länge von Teilstücken und die Gesamtlänge ermitteln.
Die E-Government-Schnittstelle Druck und Export ist ein Webservice, welcher über die E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Druck- und Exportschnittstelle ermöglicht es, Kartenzusammenstellungen in PDF-Dokumente und Grafikformate zu wandeln. Die Kartenzusammenstellungen können insbesondere Darstellungsdienste (OGC WMS) sowie Geoobjekte beinhalten. Aufgrund funktionaler Erweiterungen wird ein eigenes Format für die Kartenzusammenstellungen verwendet. Der Standard OGC Web Map Context (WMC) wird derzeit nicht unterstützt. Die Kartenzusammenstellungen werden im Geoportal und dem Kartenviewer für die Personalisierung sowie dem Link Generator eingesetzt. Die E-Government-Schnittstelle Druck und Export unterstützt die Erzeugung großformatiger Dokumente bis DIN A0. Als Ausgabeformate werden PDF, JPEG, PNG und GIF unterstützt. Die Druckfunktion stellt generell PDF-Dokumente bereit, welche im Gegensatz zum Export neben der Kartengrafik einen Rahmen mit weiteren Informationen sowie die Lgenden der WMS darstellen. Die erzeugten PDF-Dokumente sowohl vom Druck als auch vom Export sind georeferenziertes PDF, sogenanntes „Geodokument“ oder "GeoPDF. Die GeoPDF können mit einem PDF-Viewer visualisiert oder in ein entsprechendes Geoinformationssystem (z.B. Q-GIS) lagerichtig hinzugeladen werden. Der Druck und Export der Hintergrundkarte WebAtlasSN ermöglicht die Ausgabe einer topographischen Karte mit Hausnummern für größere Gebiete. Diese können als Lagekarten im Bereich BOS (Feuerwehr, Polizei,...) eingesetzt werden. Die erzeugten Dateien können auch ohne Internetanbindung offline verwendet werden. Für Geodatenhaltende Stellen können als Leistung auch eigene Druck-Templates umgesetzt werden.
Die E-Government-Schnittstelle Vektordatenexport ist ein Webservice, welcher über die E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK) bereitgestellt wird. Die Vektordatenexportschnittstelle ermöglicht es, Geometrieobjekte in unterschiedliche Geodatenformate zu wandeln, welche teilweise auch integrierte Symbolisierungen unterstützen. Aufgrund vielfältiger, funktionaler Erweiterungen wird ein eigenes Format für die Geometrieobjekte im Geoportal verwendet. Die Geometrieobjekte werden im Geoportal und dem Kartenviewer für die Darstellung von Suchergebnissen, den Vektordatenimport, den Druck und Export sowie die Zeichen- und Editierwerkzeuge eingesetzt wodurch grundlegende Web-GIS Funktionalitäten zur Verfügung stehen. Ein Zugriff auf die Geometrieobjekte besteht über die Funktion Link Generator (mapID's) sowie bei Nutzung der E-Government-Schnittstellen des Kartenviewers. In Kombination mit der E-Government-Schnittstelle Vektordatenimport steht eine Funktion zur Verfügung Formatwandlungen zwischen den gängigsten Geodatenformaten durchzuführen. Eine Weiterentwicklung der Schnittstelle um weitere Formate ist vorgesehen.
Die Entwicklungen der vergangenen Jahre in der Web-Technologie und dem Einsatz von Web-Services haben zu der technischen Harmonisierung von Fach-, Meta- und Geoinformationssystemen geführt. Vorrangiges Ziel dabei ist die Aufbereitung dieser Daten zu fachspezifischen Informationen, die durch standardisierte Beschreibungen (Metadaten), Visualisierungen (GIS, Web Mapping) und Analysen (Zeitreihendarstellung) miteinander vergleichbar und auswertbar werden- somit wird eine integrierte, fachübergreifende Sicht der Daten möglich. In der WSV bestehen mit den Systemen WaGIS (eingeführtes IT-Verfahren) und NOKIS (FuE-Projekt der BAW Dienststelle Hamburg) zwei Informationssysteme, die diese Zielrichtung verfolgen. Die Projektarbeiten im Forschungs-MMGIS.WEB widmen sich vorwiegend der methodischen Aufwertung des Verfahrens WaGIS innerhalb der WSV und der Unterstützung des FuE-Projektes NOKIS im Rahmen des Folgeprojektes NOKIS++. Forschungsschwerpunkte dieses Projektes sind: a) Die standardisierte Beschreibung von Fachdaten gemäß aktuell verwendeter ISO Normen (ISO 19115:1, lS019115:2), b) Entwicklung von standardisierten Services gemäß aktuell verwendeter ISO und OGC Normen (ISO 19119, ISO 19139, AP CSW 2.0) und c) Weiterentwicklung von Methodenwerkzeugen und ihre Integration in die definierten Web-Dienste. Die bisherigen Ergebnisse im Bereich der Verbreitung von Informationen über Web-Techniken mittels standardisierten Datenkatalogen sind viel versprechend (siehe Tätigkeitsberichte der BAW 2000 und 2001 sowie Projekt NOKIS). Gleiches gilt für die Java-basierten Methodenwerkzeuge zur Visualisierung der Fachinformationen der Peildatenbanken Binnen und Küste. Im Jahr 2002 wurden Datenbestände der WSV prototypisch an das Metainformationssystem GeoMIS.Bund für dezentral verwaltete Geobasisdaten und Geofachdaten der Bundesverwaltung angeschlossen. Im Jahr 2003 lag der Schwerpunk in der Entwicklung von Werkzeugen zur Metadatengenerierung aus den Fachdatenbanken in den Bereichen Peilwesen und Gewässerkunde sowie der Weiterentwicklung der Web-basierten Methodenwerkzeuge. Schwerpunkte im Jahr 2004 bildeten Konzeptarbeiten zum Aufbau einer Metadaten-Infrastruktur (MDI) für die WSV. Ziel dabei ist die Etablierung von Arbeitsabläufen (workflows) zur Erstellung, Verwaltung, Verarbeitung und Veröffentlichung von Metadaten. Ein technischer Baustein hierfür ist die Software DB2XML, ein Werkzeug zur Extraktion von standardisierten Metadaten aus relationalen Datenbanken.