Ueber die Anbauwuerdigkeit von Miscanthus sinensis liegen in West-Europa nur vereinzelt Versuchsergebnisse vor. Ziel des Vorhabens ist zum einen im Rahmen eines groesseren Projektes der VEBA an mehreren Orten die generelle Leistungstaehigkeit von M. sinensis und den Einfluss ptlanzenbaulicher Massnahmen auf eine energetische Verwertung (Produktion von Hz) zu pruefen. Zum anderen soll eine oekologische Bewertung am Standort Berlin vorgenommen werden, die die Abhaengigkeit der Ertragsbildung vom Wasserhaushalt und die N-Dynamik des Bodens im Jahresverlauf, insbesondere den Nitrataustrag ins Grundwasser beinhaltet.
Naturnähe ist ein weltweit eingesetztes Kriterium zur Beschreibung des Erhaltungszustandes von Ökosystemen. Die Grundlage dieser Erhaltungszustandsbeschreibung ist die Intensität des menschlichen Einflusses auf ein Ökosystem in Vergangenheit und Gegenwart und die daraus resultierende Zustandsveränderung von Vegetation und Standort. Der Erhalt naturnaher Ökosysteme ist eine zentrale Voraussetzung für die Bewahrung der globalen Biodiversität.Trotz seiner weiten Verbreitung und Anwendung in der nationalen wie internationalen Naturschutzpolitik, in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und im praktischen Naturschutz gibt es bis heute sehr unterschiedliche Auffassungen von der inhaltlichen Ausformung und den Operationalisierungsmöglichkeiten des Kriteriums Naturnähe. Zudem wird der Erhalt möglichst naturnaher Ökosysteme häufig als vorrangiges Naturschutzziel formuliert, was z. T. anderen Naturschutzzielen wie dem Erhalt wertvoller Kulturlandschaften oder ökonomischen Interessen zuwider läuft.Die Arbeit möchte in diesem Spannungsfeld von Befürwortern und Kritikern des Kriteriums und des Naturschutzziels Naturnähe einen Beitrag zu dessen inhaltlicher Konkretisierung leisten und durch einen Überblick über die europäische Naturnähediskussion Vertretern aus Wissenschaft und Praxis den Zugang zu dem Thema Naturnähe erleichtern.Aufbauend auf Expertenbefragungen in 25 europäischen Ländern sowie einer intensiven Literaturrecherche werden im Kernteil der Arbeit zunächst die in Nord-, Ost-, West- und Mitteleuropa für die Erfassung des Naturnähegrades von Wäldern verwendeten und vorgeschlagenen Kriterien und Indikatoren identifiziert und beschrieben. Anschließend wird anhand ausgewählter Beispiele deren Anwendung im Rahmen von naturschutzorientierten Wald- und Biotopinventuren erläutert. Als Bezugspunkt für die Definition von Naturnähegraden und als Grundlage für die Entwicklung von Naturnäheleitbildern für Naturschutz und naturnahe Waldwirtschaft kommt den Erkenntnissen der europäischen Naturwaldforschung eine besondere Bedeutung zu, weshalb diesen in der Arbeit ein eigenes Kapitel gewidmet sein wird. Abschließend soll diskutiert werden, welchen Einfluß der globale Klimawandel in Zukunft auf die Bezugspunkte von Naturnähe und somit auf das gesamte Konzept der Naturnähe haben könnte.
Ueberlegungen anhand rechtsvergleichend gewonnenen Materials zur zweckmaessigsten Ausgestaltung der normativen Regelung und ihrer verwaltungsmaessigen und gerichtlichen Handhabung unter dem Gesichtspunkt des effektivsten Umweltschutzes.
Wirbellose Tiere im Boden sind schwer zu identifizieren, dabei stellen Collembola - Springschwänze - keine Ausnahme dar. Folglich ist bisher nur wenig über die grundlegende Ökologie und Naturgeschichte der Collembola bekannt, insbesondere auf der Organisationsebene von Arten und Gemeinschaften. DNA-basierten Identifikation (Barcoding und Metabarcoding) erleichtert die Identifizierung, bringt jedoch einige Schwierigkeiten mit sich: 1) Barcode-Datenbanken für Bodenorganismen sind unvollständig, insbesondere in Deutschland, 2) die Wahl des Barcodes und der PCR Primer beeinflusst die Vergleichbarkeit zwischen Studien und 3) Metabarcoding kann keine Aussage über den Umfang der Biomasse treffen. Wir adressieren diese Problematik zunächst mit der Erstellung einer spezialisierten Datenbank ('Springtail Genome Reference Database', SGRD) mit Fokus auf der Collembola-Fauna von Grasflächen. Diese Datenbank wird nicht nur alle gängigen Barcodes enthalten, sondern zusätzlich umfangreiche neue Genominformationen beinhalten. Des Weiteren implementieren wir eine shotgun-metagenomische Methodik, um die Probleme bezüglich der Primerauswahl und Biomasseschätzung beim Metabarcoding zu umgehen. Wir verwenden dann die SGRD Datenbank und Metagenomik zusammen, um die Strukturen und Funktionen der Collembola-Gemeinschaften auf allen 150 Wiesen der Biodiversitäts-Exploratorien zu bewerten. Im Einzelnen werden wir bewerten 1) wie die Intensität der Bodennutzung die Artenvielfalt, den Reichtum und 2) die Verbreitung von funktionellen Merkmalen ('Traits') beeinflusst, und 3) wie die Collembola-Gemeinschaften mit anderen Organismengruppen, insbesondere mit Pilze und Pflanzen des Graslandökosystems in Verbindung stehen. Diese Arbeit wird eine unschätzbare Ressource für die zukünftige Erforschung der Bodenfauna-Gemeinschaften in Westeuropa darstellen und neue Einblicke in die grundlegende Ökologie einer bisher wenig verstandenen Gruppe ermöglichen.
In den zumeist kontinentalen Ablagerungen des europäischen Spätpaläozoikum (Rotliegend i.w.S.) gehört die Knochenfischfamilie der Aeduellidae, zusammen mit den nahe verwandten Paramblypteridae, zu den häufigsten Fossilgruppen. Die Aeduelliden dominierten im westeuropäischen Raum, wanderten aber zu bestimmten Zeiten auch in den mitteleuropäischen Raum ein, wo sie in Konkurrenz zu den Paramblypteriden traten. Zusammen mit letzteren sind sie für ökostratigraphische Korrelationen zwischen den diversen mitteleuropäischen und westeuropäischen Becken von entscheidender Bedeutung. Dazu müssen noch ihre mitteleuropäischen Arten detailliert anatomisch bearbeitet und rekonstruiert sowie die westeuropäischen Arten entsprechend nachbearbeitet werden. Darauf bauen dann funktionsmorphologische, paläoökologische, phylogenetische und paläobiogeographische Auswertungen auf.
Eine vermutlich aus Südosteuropa und Vorderasien nach Westeuropa eingeschleppte Art, die 2004 im Saarland erstmals nachgewiesen wurde und sich in Westdeutschland mittlerweile etabliert hat.
Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider beim länderübergreifenden Maifischbesatz mit Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg in Wiesbaden-Biebrich. Gemeinsam mit zwei Wiesbadener Schulklassen haben die rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider, Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung, Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Ministerialdirektorin Isabel Kling aus Baden-Württemberg am Freitag 50.000 Maifischlarven im Rhein bei Wiesbaden-Biebrich ausgesetzt. Insgesamt werden rund um den offiziellen Termin zum Maifischbesatz sogar etwa 700.000 Larven in den Rhein entlassen. Der Maifischbesatz findet traditionell wechselnd in den Ländern statt und fördert die Wiederansiedlung des Maifischs im Rhein. Christine Schneider, Landwirtschafts- und Umweltministerin in Rheinland-Pfalz, betont: „Der Erhalt der Artenvielfalt sichert den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Denn vielfältige Ökosysteme können sich besser anpassen. Der Maifisch zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, unsere Gewässer sauberer zu halten und vielfältige Lebensräume im und am Wasser zu schaffen. Denn pünktlich zum Welt-Wanderfischtag wurden in der Mosel einige erwachsene Maifische gesichtet. Sie sind von der Nordsee über den Rhein dorthin zum Ablaichen gewandert. Das ist eine echte Sensation - denn es zeigt, dass der Besatz mit Jungfischen Erfolg hat. Deshalb freue ich mich sehr, wenn wir hier länderübergreifend handeln, um unsere heimische Natur zu bewahren." „Hessen ist von Beginn an bei dem erfolgreichen Vorhaben dabei, den Maifisch wieder in unsere heimischen Gewässer zu bringen. Unser erneutes Zusammenkommen zeigt: Länderübergreifende Projekte funktionieren, wenn man sie möglichst unbürokratisch ausgestaltet. Mit dem Projekt machen wir auch Natur- und Umweltschutz für Schülerinnen und Schüler greifbar und vermitteln auf ganz praktische Weise, wie wichtig der Schutz unserer Gewässer und der Erhalt von Lebensräumen darin ist“, erklärt Hessens Staatsminister Jung. „Der Maifisch ist ein Symbol für die Rückkehr der biologischen Vielfalt in unsere Kulturlandschaften: Es ist erfreulich, dass diese Art nun wieder regelmäßig den Rhein hinaufwandert und sich dort erfolgreich reproduziert. Diese positive Entwicklung verdanken wir der langjährigen Arbeit im europäischen Artenschutzprojekt entlang des Rheins, in das sich Nordrhein-Westfalen von Beginn an mit großem Einsatz einbringt. Die Wiederansiedlung solcher Wanderfische ist eine generationenübergreifende Aufgabe. Daher ist es mir auch eine besondere Freude, dass Schülerinnen und Schüler tatkräftig mithelfen, für eine neue Generation von Maifischen zu sorgen“, ergänzt die Staatsministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalens, Silke Gorißen. „Baden-Württemberg unterstützt seit zehn Jahren das Maifischprojekt sowohl finanziell mit 20.000 Euro pro Jahr aus als auch mit tatkräftiger Unterstützung durch die Mitglieder des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg und der Fischereiverwaltung des Landes. Denn der Erhalt und die Erhöhung der natürlichen Flora und Fauna und der heimischen Biodiversität muss auch weiterhin eines unserer zentralen Ziele über alle Ländergrenzen hinweg sein und bleiben. Gerade die gefährdeten Wanderfische in unseren großen Strömen und ihren Nebengewässern, wie dem Rheinsystem benötigen weiterhin unsere Unterstützung, damit sie wieder nachhaltig und dauerhaft bei uns heimisch werden können. Unsere bisherigen gemeinsamen länderübergreifenden Bemühungen im Rahmen des Maifischprojekts haben bereits zu ersten Erfolgen geführt, das möchten wir weiter vorantreiben“, sagte Ministerialdirektorin Isabel Kling. Projekt zur Wiederansiedlung seit 2007 Ursprünglich war der Maifisch sehr weit in Westeuropa verbreitet und galt auch als Brotfisch der Fischerei. Aufgrund von Gewässerverschmutzung, der Errichtung von Wanderhindernissen, der Beseitigung bedeutender Laichgebiete und der Überfischung starb der Maifisch Mitte des 20. Jahrhunderts in unseren Gewässern aus. Das Projekt zur Wiederansiedlung der Wanderfischart im Rhein wurde 2007 ins Leben gerufen und bereits in mehreren Phasen durchgeführt. Das Land Hessen ist von Beginn an Projektpartner und hat die aktuelle Phase von 2022 bis 2026 mit insgesamt 125.000 Euro bezuschusst. Das Gesamtbudget für die derzeitige Phase liegt bei ca. 930.000 Euro. Im Rahmen des Maifischprojektes wurden und werden verschiedene Maßnahmen zur Wiederansiedlung des Maifischs im Rhein durchgeführt. Hierzu zählen neben dem Aussetzen von Maifischlarven unterschiedliche wissenschaftliche Begleituntersuchungen die zur Messung der Bestandsentwicklung durchgeführt werden, sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Die am Freitag ausgesetzten Maifischlarven stammen aus der französischen Region Nouvelle-Aquitaine, einer Partnerregion des Landes Hessen. Nach dem Aussetzen der Maifischlarven im Rhein wandern diese im Laufe des Jahres zurück ins Meer. Im Alter von drei bis fünf Jahren wandern die adulten Maifische dann wieder vom Meer aus in die Flüsse zum Laichen hinauf. Der Fortpflanzungskreislauf beginnt von Neuem. Erste Erfolge konnten bei der Wiederansiedlung des Maifischs bereits erreicht werden. So zeigten die Monitoringuntersuchungen, dass sich die Maifische wieder natürlich im Rhein und einigen seiner Zuflüsse vermehren. Die Etablierung einer sich ausschließlich eigenständig erhaltenden Maifischpopulation im Rheinsystem ist jedoch noch nicht erreicht. Damit dies gelingt, müssen die einzelnen Projektmaßnahmen mittelfristig fortgeführt werden. Innerhalb der verschiedenen Projektphasen gab es verschiedene Projektpartner und Projektunterstützer. In der derzeitigen Phase sind am Maifischprojekt folgende Organisationen beteiligt: die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Landesfischereiverband Baden-Württemberg, Verband Hessischer Fischer, Sportvisserii Nederland (NL), Association MIGADO (F), Alosa-Stiftung, Rheinfischereigenossenschaft NRW und Hochschule Trier/ Umweltcampus Birkenfeld. Das Maifischprojekt wird vom Rheinischen Fischereiverband von 1880 e. V. geleitet und koordiniert. Hintergrund Der Maifisch gehört zur Familie der Heringe und erreicht Größen bis zu 70 Zentimetern bei einem Gewicht von drei bis vier Kilo. Er ernährt sich hauptsächlich von Zooplankton. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien bis Marokko. Auch der Rhein mit seinen Zuflüssen, wie beispielsweise Mosel, Main und Neckar, liegt innerhalb dieses Gebietes. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Maifischbestände Europas drastisch zurückgegangen. Neben einigen kleineren Populationen in Portugal findet man die letzten bedeutenden Populationen vorwiegend in den Flüssen an der Westküste Frankreichs.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 302 |
| Europa | 23 |
| Kommune | 2 |
| Land | 48 |
| Weitere | 23 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 65 |
| Zivilgesellschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 113 |
| Taxon | 8 |
| Text | 236 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 7 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 82 |
| Offen | 118 |
| Unbekannt | 168 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 346 |
| Englisch | 41 |
| andere | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 167 |
| Bild | 26 |
| Datei | 156 |
| Dokument | 193 |
| Keine | 107 |
| Webseite | 64 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 311 |
| Lebewesen und Lebensräume | 368 |
| Luft | 224 |
| Mensch und Umwelt | 364 |
| Wasser | 272 |
| Weitere | 357 |