Stickstoffempfindliche Lebensraumtypen sind Lebensraumtypen / Biotoptypen, welche sensibel auf atmosphärische Stickstoffeinträge reagieren. Die Daten stammen aus der Landschaftsinformationssammlung (LINFOS) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) und werden direkt über den LINFOS-WFS bezogen: https://www.wfs.nrw.de/umwelt/linfos Die WFS-Layer „stickstoffempfindliche_lrt_point“, „stickstoffempfindliche_lrt_polyline“ und „stickstoffempfindliche_lrt_polygon“ werden dabei zu einem Polygonlayer zusammengeführt; Punkt- und Linienobjekte werden dabei mit einem 5-m-Puffer in Flächen umgewandelt. Ab einem Maßstab von 1:25000 werden die Daten geometrisch leicht vereinfacht dargestellt.
Im August 2007 sind bedingt durch außergewöhnliche Niederschläge im Einzugsgebiet der Ruhr sehr hohe Wasserstände beobachtet worden, die in dieser Größenordnung und insbesondere im Sommerhalbjahr in den letzten vier Jahrzehnten nicht aufgetreten sind. Während die Wasserstände unmittelbar gemessen werden können, müssen die Abflüsse aus den beobachteten Wasserständen an den Pegeln berechnet werden. Die dabei verwendete Abflusskurve (Beziehung zwischen Abfluss und Wasserstand) basiert über das gesamte Abflussspektrum auf durchgeführten Kalibriermessungen von Abfluss und Wasserstand. Für größere Abflüsse bzw. größere Wasserstände als die bisher beobachteten, wird die Beziehung zwischen Abfluss und Wasserstand in der Abflusskurve durch Extrapolation der Abflusskurve bestimmt. Hierfür werden unterschiedliche Extrapolationsmethoden verwendet. In besonderen Fällen werden zusätzlich zu den statistischen Verfahren auch numerisch-hydraulische Berechnungen durchgeführt. Eine solche Extrapolation hat der Ruhrverband im Rahmen einer wissenschaftlichen Überprüfung von der Bergischen Universität 2002 / 2007 für den Pegel Neuhaus mit Erfolg durchführen lassen. Wegen der herausragenden wasserwirtschaftlichen Bedeutung wurden nun auch die Pegel Wetter (Ruhr) und Hattingen (Ruhr) durch eine numerisch-hydraulische Simulation überprüft und die Extrapolation wurde an die veränderte Situation angepasst. Hierbei wurden sowohl Veränderungen im Bewuchs als auch bei der Flussmorphologie berücksichtigt.