Landesministerien und zuständige SPNV-Aufgabenträger veröffentlichen Absichtserklärung zur ausgebauten Eifelstrecke Die verkehrlichen Verflechtungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und den Grenzregionen in der Bundesrepublik Deutschland haben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Um den Anteil der Reisenden im Schienenverkehr deutlich zu erhöhen, wollen die Vertragspartner das Angebot im grenzüberschreitenden Verkehr quantitativ und qualitativ verbessern. Deswegen haben die für Infrastruktur zuständigen Landesministerien Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz (MKUEM) und Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) sich zur weiteren Kapazitätssteigerung der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier bekannt. „Die Eifelstrecke zwischen Trier und Köln ist eine der wichtigsten Schienenverbindungen im Westen von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus zentral für die grenzüberschreitende Mobilität in der Region. Mit der gemeinsamen Absichtserklärung unterstreichen wir das Interesse aller Beteiligten, die Strecke perspektivisch weiterzuentwickeln und ihre Leistungsfähigkeit im Sinne des Deutschlandtakt zu stärken“, sagte Mobilitätsministerin Katrin Eder anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) am 2. März 2026 über die länderüberschreitende verkehrliche Nutzung der Eifelstrecke Köln-Trier. Mitunterzeichner sind außerdem der Zweckverband go.Rheinland, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), das Mobilitätsministerium des Großherzogtums Luxemburg und das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes (MUKMAV) in ihrer jeweiligen Rolle als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Eifelstrecke fitmachen für den Deutschland-Takt Die tragische Unwetterkatastrophe vom 14. Juli 2021 hat die 160 km lange Eifelstrecke von Köln nach Trier in weiten Teilen zerstört. In der Krise haben der Bund, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die Chancen des Wiederaufbaus genutzt und neben neuen Hochwasser-resilienten Ingenieurbauwerken und einer modernen digitalen Signaltechnik auch vorausschauend beschlossen, die 160 km lange Strecke im Zuge des Wiederaufbaus zu elektrifizieren. Die Arbeiten zur Elektrifizierung sollen nach aktuellem Planungsstand bis 12/2028 fertiggestellt sein. Mit diesen Ausbauten wird die Eifelstrecke für den Deutschlandtakt (D-Takt) immer wichtiger. In der Absichtserklärung dokumentieren die Unterzeichner ihr gemeinsames Interesse, durch einen bedarfsgerechten zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke sowie weiterer flankierender Maßnahmen die Städte Köln, Trier, Luxemburg und Saarbrücken mit einem neuen Deutschlandtakt-konformen SPNV miteinander zu verbinden. Den Unterzeichnern ist bewusst, dass die Erreichung des Zieles nur in Etappen möglich sein wird. Die zahlreichen Tunnelbauwerke der Strecke in Rheinland-Pfalz bleiben von den zweigleisigen Ausbauabschnitten ausgenommen. Es wird angestrebt, die Maßnahmen bis zum Zielhorizont 2035 umzusetzen. „Mit der Elektrifizierung der rund 160 Kilometer langen Eifelstrecke Köln-Trier wird derzeit bereits ein wichtiger Schritt für eine moderne und leistungsfähige Schienenverbindung in der Eifel umgesetzt. Perspektivisch soll die Strecke durch zusätzliche zweigleisige Abschnitte weiter gestärkt werden, um mehr Kapazität und bessere Verbindungen zu ermöglichen. Damit setzen wir ein wichtiges Signal für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Mobilität in der Eifel und im gesamten Grenzraum. Für diese nächsten Entwicklungsschritte ist die Unterstützung des Bundes unerlässlich“, führte Katrin Eder aus. Geplante Verkehrsleistungen Der Zielfahrplan sieht vor, dass zwischen den Städten Köln und Trier ein stündlicher schneller Regionalexpress mit einer Reisezeit von unter 2:20 Stunden verkehrt, der in Köln und Trier in die jeweiligen Taktknoten eingebunden ist. In Trier sollen die Züge dann sinnvoll mit den Relationen von/nach Luxemburg und Saarbrücken verknüpft werden. Durch den erst dann vorhandenen Taktknoten Trier wäre Luxemburg direkt oder mit einmaligem Umsteigen stündlich schnell mit Köln über die Schiene verbunden. Die Einwohnerinnen und Einwohner an der Unteren Saar von Konz bis Saarbrücken würden stündlich eine attraktive Verbindung nach Köln erhalten. Von einer schnellen stündliche Verbindung Richtung Köln, Saarbrücken und Luxemburg würden auch die Einwohnerinnen und Einwohner im Westen von Rheinland-Pfalz um Trier und in der Vulkaneifel um Bitburg und Gerolstein profitieren. In zahlreichen Gesprächen hat auch die regionale Wirtschaft gute Verbindungen für die Stärkung der eigenen Standorte gefordert.
Das Vorhaben fügt sich in den Rahmen des Verbundprojekts HAPLUS ein, das auf die Realisierung und Validierung eines hierarchischen Frühwarn- und Alarmierungssystems für Sturzfluten nach Starkregenereignissen abzielt. Das Teilvorhaben von Kühn Geoconsulting widmet sich dabei der Bereitstellung und Interpretation hochgenau erfasster Geodaten und der Anbindung an lokale Klimastationen und die Radardaten des DWD. Die so erfassten Wetterdaten bilden die Grundlage für die Erkennung möglicher Unwettergefahrenlagen und die Aktivierung des Frühwarnsystems. Weitere Projektschwerpunkte beschäftigen sich mit der Etablierung eines Maßnahmen- und Alarmplanes und der Erforschung und Validierung des Ansatzes am Beispiel der assoziierten Partnergemeinden.
Basierend auf den Ergebnissen des Klimzugverbundprojektes 'Klimawandel und Gesundheit: Anpassungsmaßnahmen der Bevölkerung und der Infrastrukturen der Gesundheitsvorsorge' wird die Implementierung eines Freiwilligen-vor-Ort-Systems als Versorgungsstruktur in klimawandelbedingten Krisensituationen für vulnerable Personen durch den Einsatz eines Managementsystems gewährleistet (FvOS). Mit der vertiefenden Verstetigung wird ein wertvolles Modul für eine zukünftig notwendige Freiwilligen- bzw. Ehrenamtsstruktur in der Daseinsvorsorge geschaffen. Amtliche Einrichtungen und zivile Organisationen beteiligen sich freiwillig und gemeinsam und werden durch die Methodik in die Lage versetzt, ein effektives FvOS zu implementieren. In Erweiterung der Thematik Pflegeversorgung soll mit der Etablierung eines FvOS die Realisierung haltbarer Strukturen als Entlastung und Unterstützung für organisierte Hilfeleistungssysteme erreicht werden. Dies erfolgt durch eine kontinuierliche Aufklärung über und Sensibilisierung für die Herausforderungen des Klimawandels als Grundlage für die Akzeptanz einer effizienten Umsetzung des Vorhabens sowie für die Notwendigkeit von Maßnahmen in klimawandelbedingten Krisensituationen unter Berücksichtigung der Kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Die Verstetigung und Exploration des Netzwerks über die Projektlaufzeit hinaus wird mit der Anwendung des Managementsystems gewährleistet. Ein Qualifizierungskonzept zu klimasensiblen Handlungsbereichen (Klimaanpassung) wird konzipiert und erprobt. Sowohl durch gezielte Befähigung zum Selbstschutz/zur Selbstvorsorge als auch durch Informationen zu Klimaanpassung wird die Anwendung des Managementsystems von Experten unterstützt und fachlich begleitet. Die Kommunen und Akteure vor Ort werden angeleitet, das Managementsystem umzusetzen.
Among the weather-related disasters, drought affects the most people worldwide. In view of an increasing frequency and intensity of drought episodes in many regions of the world including Europe coupled with rising vulnerability, a shift from ad hoc strategies towards mitigation based approaches to drought management is inevitable. The necessary underpinning for these actions is a consistent multivariate spatio-temporal framework for defining, characterizing, backcasting and monitoring drought. The aim of this project is to develop and apply recent approaches to joint modeling of meteorological variables to enhance the temporal and spatial characterization of drought events, and to validate the impacts of past events on the biosphere. A stepwise modeling approach will be used to model spatial dependency of primary meteorological variables via Gaussian Markow random fields and the multivariate dependency structures of residuals via a new spatial extension of vine copulas to allow for non-symmetric dependence. Novel multiscalar descriptors of drought conditions based on the spatio-temporal dependency structures of primary climatic variables will then be derived from the models. These drought indices are supposed to supersede existing approaches to drought characterization. The validation of these indices will be facilitated using the response of different systems of the biosphere to identified drought events. Predominantly using proxy data for vegetation response, but also data on atmospheric isotopic composition and archived impact data from various sources, this validation step will be carried out in the temporal and spatial domain alike.
In der Diskussion über die Veränderung unseres Verständnisses von internationaler Sicherheit spielt die Versicherheitlichung der Umwelt, d.h. die Darstellung von Gefahren für die Umwelt als existentielle Bedrohungen, eine zentrale Rolle. Innerhalb dieser Debatte nimmt der Klimawandel breiten Raum ein. Dabei wird oftmals postuliert, dass es durch den Klimawandel zu Wasserverknappung und Unwetterkatastrophen kommt, die direkt (als Verteilungskonflikte) oder indirekt (z.B. über Migrationsströme) zu Konflikten führen. Dieser Zusammenhang ist jedoch umstritten. So unterscheiden sich die Versicherheitlichungen des Klimawandels zentral hinsichtlich der Frage, wen sie als Referenzobjekt (wer wird bedroht?) annehmen, welche logischen Verknüpfungen (was führt warum zu was?) sie vornehmen und welche Maßnahmen (was tun?) sie einfordern. Über die damit verbundenen politischen Prozesse gibt es bislang nur wenige detaillierte Erkenntnisse. Wir verbinden in diesem Projekt die Theorie der Versicherheitlichung, wie sie in der sogenannten Kopenhagener Schule entwickelt wurde, mit einem Diskurs-Ansatz, um so zu untersuchen, welche Akteure warum welche Formen von Versicherheitlichung vornehmen, wer sich wie durchsetzt, und welche politischen Folgen dies hat. Dabei leisten wir auch einen Beitrag zur Debatte um internationale Sicherheitsanalysen, in der die Frage des Zusammenhangs zwischen Politisierung und Versicherheitlichung bislang ungeklärt geblieben ist.
Disturbances are considered as a main factor structuring natural plant communities, since they may play a key role in determining plant species diversity. However, despite decades of research on the effects of disturbances on species coexistence, there is still a need for a generally applicable inclusive paradigm. In the proposed study, we address what we consider some of the most prominent obstacles to a generalized theory about the links between disturbance and plant species coexistence. Namely, we will investigate how the life history of plant species interacts with disturbances of different size and frequency, and how different disturbance types interact in altering competitive relationships between plants. In particular, we will - address the peculiarities of small-scale disturbances as opposed to larger ones in order to understand fundamental principles relating disturbance regime to vegetation dynamics across various scales; - test the hypothesis that co-occuiTing disturbances which act an different spatial and temporal scales show interactive and not just additive effects; - search for the key life history traits that determine the response of a species to a disturbance, - explicitly consider the species interactions under different disturbance regimes; - and test for the use of a plant functional type approach in scaling up from a species to a community response to disturbance. Our approach will be a combination of an extensive observational and experimental setup in the field and the greenhouse, and a computer-based simulation model of vegetation dynamics under differential disturbance. Our case study will be species-rich, wet meadows, where regular, large-scale disturbances occur as winter floods, and irregular, small-scale disturbances occur due to high mole activity. While moles constitute a very frequent disturbance agent in the Central European landscape, their role in determining plant species coexistence has not been studied in detail. Our overall results will greatly increase our understanding about how different disturbances interact in altering competitive hierarchies of plant species, and how specific life-history traits determines the plant's response to different disturbance types. Therefore, this study contributes largely to developing a generalized theory about the mechanisms linking disturbance and plant species coexistence.
HUMBOLDT leistet einen Beitrag zur Implementierung einer Europäischen Geodateninfrastruktur (EGDI), welche die Vielfalt von Geodaten, die von einer Großzahl europäischer Organisationen zur Verfügung stehen, integrieren wird. Das Ziel dieses Projektes ist es, den Implementierungsprozess dieser EGDI zu unterstützen und zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen und um die Vorteile, die durch Integration gewonnen werden, zu maximieren, werden Anforderungen von INSPIRE, GMES, von Umweltbehörden und weiteren involvierten Initiativen und Aktivitäten der EU erfüllt. Ausgehend von einer Ist-Analyse, mit welcher HUMBOLDT begonnen hat, wurde es während des Projektes ermöglicht, auf existierende Konzepte, Prozesse, Implementierungen und Erfahrungen zurückzugreifen. Dies beinhaltete auch die Analyse von Harmonisierungsprozessen aus anderen Anwendungsgebieten, so dass HUMBOLDT Bestehendes je nach Anforderung erweitern konnte. Als ein Eckpfeiler für zukünftige Aufgaben der inneren Sicherheit, des Notfall- und Katastrophenmanagements und weiterer denkbarer Aufgabenstellungen muss die EGDI auch weiterhin eine ständig fortdauernde Entwicklung sein, die auf neue Herausforderungen der fortschreitenden Globalisierung reagiert. Um dies zu ermöglichen, beinhaltet HUMBOLDT einen optimierten, auf gemeinschaftlich zentrierten Implementierungsprozess. Aus möglichen Kombinationen existierender, aber bisher verstreuter und unterschiedlicher Daten werden neues Wissen und Prozesse entwickelt. Das technologieorientierte Software-Framework, das in HUMBOLDT entwickelt wurde besteht aus mehreren open source Software-Komponenten und ist ein zentrales Ergebnis des Projektes. Alle Komponenten sowie die dazugehörigen detaillierten technischen Spezifikationen sind auf der HUMBOLDT Community Webseite unter http://community.esdi-humboldt.eu/ verfügbar. Das HUMBOLDT Projekt umfasst zudem mehrere praxis-orientierte Anwendungsszenarien deren Ziel einerseits die Aufdeckung und Integration von kunden- und anwendungsspezifischen Anforderungen ist, die andererseits aber auch als Testumgebung für die Anwendung der entwickelten HUMBOLDT Software-Komponenten unter realistischen Bedingungen dienen. Die Szenarien zeigen beispielsweise Anwendungen zur effektiven Grenzkontrolle und Sicherheit in ländlichen Gebieten, zum Risikomanagement für Wetterkatastrophen, zum Schutz grenzüberschreitender Waldgebiete oder zum Management von Naturschutzgebieten. Die entwickelten Szenario-Anwendungen werden außerdem als Promoter für die angestrebten Anwender-Zielgruppen des Projektes genutzt. Verschiedene Anwendergruppen wie Industrie, öffentliche Verwaltung, Politik und Forschung sind anvisiert. Daher wurden Schulungs- und Marketing- bzw. Kommunikationsinstrumente so früh wie möglich entwickelt und genutzt.
Objective: Observational records show that the global climate is changing and ongoing changes are also visible in Central Eastern Europe. About 64Prozent of all catastrophic events in Europe since 1980 can directly be attributed to weather and climate extremes. Climate change projections show even an increasing likelihood of extremes. Certainly negative impacts of climate change will involve significant economic looses in several regions of Europe, while others may bring health or welfare problems somewhere else. Within CLAVIER three representative Central and Eastern European Countries (CEEC) will be studied in detail: Hungary, Romania, and Bulgaria. Researches from 6 countries and different disciplines will identify linkages between climate change and its impact on weather patterns with consequences on air pollution, extremes events, and on water resources. Furthermore, an evaluation of the economic impact on agriculture, tourism, energy supply and the public sector will be conducted. This is of increasing importance for CEEC, which are currently facing a rapid economic development, but also for the European Union as e.g. Romania's and Bulgaria's high vulnerability from extreme events such as floods will impact not only the respective economic goals for joining the EU but also the EU solidarity fund. CLAVIER will focus on ongoing and future climate changes in Central and Eastern European Countries using measurements and existing regional scenarios to determine possible developments of the climate and to address related uncertainty. In addition, climate projections with very high detail will be carried out for CEEC to fulfil the need for a large amount of detail in time and space, which is inherent in local and regional impact assessment.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 11 |
| Land | 8 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 5 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 11 |
| Text | 1 |
| Umweltprüfung | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 9 |
| Offen | 11 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 17 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 9 |
| Webseite | 11 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 17 |
| Lebewesen und Lebensräume | 19 |
| Luft | 17 |
| Mensch und Umwelt | 20 |
| Wasser | 17 |
| Weitere | 20 |