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Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt

Heft Titel Broschur lieferbar? 1/2026 Artenhilfsprogramm Kreuzotter Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 60 MB) ja 1/2025 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2022 (pdf-Datei 20 MB)) nein 1/2023 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2021 (pdf-Datei 7 MB) ja 1/2022 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2020 ja 1/2021 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2019 ja 3/2020 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2018 nein 2/2020 Untersuchungen zu den Arten der Binnendünen in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 21 MB) ja 1/2020 Rote Listen Sachsen-Anhalt nein 2/2019 Untersuchungen zu den Arten der Streuobstwiesen in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 16 MB) nein 1/2019 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2015-2017 (pdf-Datei 8 MB) ja 1/2017 Bestimmung des atmosphärischen Konvektionspotenzials über Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 5,8 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2016 Hintergrundwerte organischer Schadstoffe in Oberböden des ländlichen Raumes von Sachsen-Anhalt - aktualisierte Fassung (pdf-Datei 1,8 MB, nicht barrierefrei) nein 1/2016 Klimaanalyse Sachsen-Anhalt für den Zeitraum 1951-2014 auf Basis von Beobachtungsdaten (pdf-Datei 12,6 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2015 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2014 (pdf-Datei 10,3 MB, nicht barrierefrei) nein 4/2015 Die Lurche & Kriechtiere des Landes Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Arten der Anhänge der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der kennzeichnenden Arten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (nicht barrierefrei) nein 3/2015 Frachtemission Mischwasser Sachsen-Anhalt Sonderuntersuchungen im Ablauf zweier Mischwasserentlastungsanlagen im Entwässerungssystem von Halberstadt Untersuchungszeitraum 2010 bis 2014 (pdf-Datei 2,1 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2015 Die Säugetierarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Land Sachsen-Anhalt Wildkatze (Felis silvestris silvestris Schreber, 1777) (pdf-Datei 8 MB, nicht barrierefrei) ja 1/2015 Die Säugetierarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie im Land Sachsen-Anhalt Fischotter (Lutra lutra L., 1758) (pdf-Datei 11,5 MB, nicht barrierefrei) ja 7/2014 Einfluss von Klima und Landnutzung auf die Verbreitung ausgewählter Brutvogelarten des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 17,5 MB, nicht barrierefrei) nein 6/2014 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2013 (pdf-Datei 6,9 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2014 Artenhilfsprogramm Rotmilan des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 7,7 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2014 Bewertung des Erhaltungszustandes der wirbellosen Tierarten der Anhänge IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie die der EU-Osterweiterung in Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 24 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2014 Die Schmetterlinge (Lepidoptera) im Hochharz Sachsen-Anhalts unter besonderer Berücksichtigung der kennzeichnenden Arten der Fauna-Flora-Habitat-Lebensraumtypen Bericht (pdf-Datei 4,5 MB, nicht barrierefrei) Tabelle 4 (pdf-Datei 614 KB, nicht barrierefrei) nein 1/2014 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2012 (pdf-Datei 4,5 MB, nicht barrierefrei) nein 12/2013 Die Weichtiere (Mollusca) des Landes Sachsen-Anhalt unter besonderer Berücksichtigung der Arten der Anhänge zur Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie der kennzeichnenden Arten der Flora-Fauna-Habitat-Lebensraumtypen nein 11/2013 Untersuchungen zur Emission von Luftschadstoffen aus Kleinfeuerungsanlagen bei der Verbrennung von Getreide, Stroh und ähnlichen pflanzlichen Stoffen (pdf-Datei 1,2 MB, nicht barrierefrei) nein 10/2013 Die Europäischen Vogelschutzgebiete des Landes Sachsen-Anhalt (pdf-Datei 17 MB, nicht barrierefrei) nein 9/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Anpassungsmaßnahmen (pdf-Datei 3,2 MB, nicht barrierefrei) nein 8/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Forstwirtschaft (pdf-Datei 10,7 MB, nicht barrierefrei) nein 7/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Landwirtschaft (pdf-Datei 5,8 MB, nicht barrierefrei) nein 6/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Naturschutz (pdf-Datei 27 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Wasser (Band 2) (pdf-Datei 42 MB, nicht barrierefrei) nein 5/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Wasser (Band 1) (pdf-Datei 17,6 MB, nicht barrierefrei) nein 4/2013 Klimafolgenstudie 2012 - Klimadiagnose und Klimaprojektion, Extremereignisse (pdf-Datei 18,2 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2013 Vulnerabilitätsstudie 2009 Band 2 - Anhang (pdf-Datei 17 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2013 Vulnerabilitätsstudie 2009 Band 1 - Bericht (pdf-Datei 24 MB, nicht barrierefrei) nein 2/2013 Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt Kurzfassungen der Studien von 2009 und 2012 (pdf-Datei 3,8 MB, nicht barrierefrei) nein 1/2013 Die Armleuchteralgen (Characeae) Sachsen-Anhalts (pdf-Datei 6,5 MB, nicht barrierefrei) nein 3/2012 Untersuchung von Abfällen aus der thermischen AbfallbehandlungEinschätzung der Gefährlichkeit der Abfälle an Hand der gefahrenrelevanten Eigenschaften (H-Kriterien) und Bewertung der Entsorgungswege, Kurzbericht (pdf-Datei 751 KB, nicht barrierefrei) nein 1/2012 Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2011 (pdf-Datei 4 MB, nicht barrierefrei) nein 39/2004 Rote Listen Sachsen-Anhalt 2004 (nicht barrierefrei) ja Immissionsschutzberichte des Landes Sachsen-Anhalt 2004 bis 2020 (nicht barrierefrei) 38/2002 Immissionsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt 2001 (pdf-Datei 3,6 MB, nicht barrierefrei) nein 37/2002 OFULSA - Operationalisierung von Fernerkundungsdaten für die Umweltverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt ja 36/2002 Schadstoffemissionskataster - Straßenverkehr Sachsen-Anhalt ja 35/2000 Bodendauerbeobachtung im Land Sachsen-Anhalt ja 34/2000 Immissionsschutzbericht 1999 ja 33/2000 FCKW und FCKW-Ersatzstoffe - Verwendung und Entsorgung ja 32/1999 Digitalisierung von Altdaten der Bodenschätzung ja 31/1999 Immissionsschutzbericht 1998 ja 30/1998 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 4 ja 29/1998 Bodenschutz in der räumlichen Planung nein 28/1998 Leitfaden zum Altlastenprogramm - Fortschreibung ja 27/1998 Immissionsschutzbericht 1997 ja 26/1998 Leitfaden für die Erstellung von betrieblichen Abfallwirtschaftskonzepten und betrieblichen Abfallbilanzen ja 25/1997 Handlungsempfehlung zur Messung von Deponiegas und Bodenluft ja 24/1997 Luftreinhaltung in Sachsen-Anhalt ja 23/1997 Bodenbeobachtung im Land Sachsen-Anhalt nein 22/1997 Immissionsschutzbericht 1996 ja 21/1996 Rote Listen Sachsen-Anhalt - Eine Bilanz ja 20/1996 Leitfaden zum Altlastenprogramm ja 19/1996 Immissionsschutzbericht 1995 ja 18/1995 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 3 ja 17/1995 Immissionsschutzbericht 1994 ja 16/1995 Stand Kompostierung in Sachsen-Anhalt ja 15/1994 Das Frühjahrshochwasser vom April 1994 nein 14/1994 Biologie und Ökologie der Kreuzkröte ja 13/1994 Biotopkartierung im besiedelten Bereich ja 12/1994 Immissionsschutzbericht 1993 ja 11/1993 Richtlinie für naturnahe Unterhaltung und Ausbau der Fließgewässer im Land Sachsen-Anhalt nein 10/1993 Recycling von Kunststoffen ja 9/1993 Rote Listen Sachsen-Anhalt, Teil 2 ja 8/1993 Immissionsschutzbericht 1992 ja 7/1993 Klärschlammverwertung im Landschaftsbau ja 6/1992 Schutz, Pflege und Entwicklung der Karstlandschaft im Südharz Tagung am 24.04.1992 in Uftrungen nein 5/1992 Naturschutz im Elbegebiet Fachtagung am 10.04.1992 in Dessau ja 4/1992 Katalog der Biotoptypen und Nutzungstypen für die CIR -luftbildgestützte Biotoptypen- und Nutzungstypenkartierung im Land Sachsen-Anhalt, Stand 14.08.1992 (pdf-Datei 2 MB, nicht barrierefrei) nein 3/1992 Landschaftsrahmenplanung Seminar am 27.02./28.02.1992 in Magdeburg ja 2/1992 Immissionsbericht 1991 ja 1/1992 Rote Liste Sachsen-Anhalt nein Letzte Aktualisierung: 21.12.2022

FFH-Berichtspflichten FFH-Landesbewertung 2025

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) verpflichtet alle EU-Mitgliedsstaaten zur Herstellung und Sicherung eines günstigen Erhaltungszustands aller durch sie umfassten Schutzgüter. Gemeint sind hierbei Lebensraumtypen (LRT) gemäß Anhang I und Arten gemäß der Anhänge II, IV und V der FFH-Richtlinie. Über den Stand der Erreichung dieser Zielsetzung ist der EU-Kommission im sechsjährlichen Turnus zu berichten. 2025 hat Deutschland den nunmehr fünften nationalen Bericht vorgelegt, der einer durch die EU vorgegebenen Methodik folgt und auf einer umfangreichen und bundesweit einheitlich erhobenen Datengrundlage beruht. Link zur Website des BfN: https://www.bfn.de/ffh-bericht-2025 Die Ergebnisse für die in Sachsen-Anhalt vorkommenden Schutzgüter werden darüber hinaus regelmäßig in Form einer Landesbewertung veröffentlicht. Hierbei werden, analog zum nationalen Bericht, im Falle der LRT das Verbreitungsgebiet, die Fläche, die Strukturen und Funktionen sowie die Zukunftsaussichten und im Falle der Arten das Verbreitungsgebiet, die Population, das Habitat sowie die Zukunftsaussichten bewertet, zu jedem der genannten Parameter wird ein Kurzzeittrend ermittelt und schließlich ein Gesamterhaltungszustand und ein Gesamttrend für jedes Schutzgut abgeleitet. Der Bezugsraum für die Bewertung ist die biogeografische Region, was für Sachsen-Anhalt aufgrund seiner Anteile an der atlantischen und der kontinentalen Region zwei separate und gegebenenfalls auch unterschiedliche Bewertung einzelner Schutzgüter zur Folge hat. Innerhalb der atlantischen Region wurden in Sachsen-Anhalt 35 LRT und 66 Arten bewertet. Ein LRT (3 %) und zehn Arten (15 %) befanden sich in einem günstigen Erhaltungszustand, neun LRT (26 %) und 32 Arten (48 %) in einem ungünstig-unzureichenden Erhaltungszustand und 19 LRT (54 %) und 19 Arten (29 %) in einem ungünstig-schlechten Erhaltungszustand. Sechs LRT (17 %) und fünf Arten (8 %) mussten aufgrund defizitärer Daten als unbekannt bewertet werden. Verglichen mit der letzten Landesbewertung aus dem Jahr 2019 wurden somit bei den LRT eine, bei den Arten drei Verbesserungen des Erhaltungszustands festgestellt. Diesen stehen bei den LRT vier und bei den Arten neun Verschlechterungen gegenüber. Innerhalb der kontinentalen Region wurden in Sachsen-Anhalt 51 LRT und 97 Arten bewertet. Vier LRT (8 %) und 16 Arten (17 %) befanden sich in einem günstigen Erhaltungszustand, 21 LRT (41 %) und 41 Arten (42 %) in einem ungünstig-unzureichenden Erhaltungszustand und 24 LRT (47 %) und 30 Arten (31 %) in einem ungünstig-schlechten Erhaltungszustand. Zwei LRT (4 %) und zehn Arten (10 %) mussten aufgrund defizitärer Daten als unbekannt bewertet werden. Verglichen mit der letzten Landesbewertung aus dem Jahr 2019 wurden somit bei den LRT zwei, bei den Arten zehn Verbesserungen des Erhaltungszustands festgestellt. Diesen stehen bei den LRT zehn und bei den Arten 16 Verschlechterungen gegenüber. Ein Großteil der FFH-Lebensraumtypen und die Habitate der betreffenden Arten in Sachsen-Anhalt sind bewirtschaftungs- bzw. pflegeabhängig. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass wie schon in der Landesbewertung 2019 auch 2025 die häufigsten Gefährdungen und Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Land- und Fortwirtschaft stehen. Gründe sind hierbei im Offenland vor allem eine zu hohe Nutzungsintensität oder aber die Folgen von Nutzungsauflassung, Verschmutzungen oder Eutrophierung sowie im Wald fehlende Alt- und Totholzbestände, aber auch ungünstige hydrologische Verhältnisse, hohe Schalenwilddichten und die Ausbreitung gebietsfremder oder problematischer heimischer Arten. Darüber hinaus gehen weitere Beeinträchtigungen aus der Flächennutzung zu gewerblichen Zwecken oder für Sport und Freizeitaktivitäten wie z. B. Betreten, Klettern oder Motocross hervor. In Verbindung mit Infrastruktur ist die hohe Verkehrsmortalität einiger Arten zu nennen. Was bei der Landesbewertung 2025 in besonderem Maße an Bedeutung gewonnen hat, sind Auswirkungen des Klimawandels, allem voran Temperaturveränderungen und massive Niederschlagsdefizite. Die meisten Verschlechterungen des Erhaltungszustands sind bei Grünland-, Gewässer- und Wald-LRT festzustellen, bei den Arten sind vor allem die Gruppen der Amphibien, Insekten (außer Libellen) und anderen Wirbellosen sowie Gefäßpflanzen betroffen. Neben den genannten besorgniserregenden Ergebnissen, sind jedoch auch einige positive Entwicklungen zu beobachten. So konnte z. B. in den letzten Jahren eine Ausbreitung von Arten wie Wildkatze, Fischotter, Helm- und Vogel-Azurjungfer festgestellt werden. Durch gezielte Pflegemaßnahmen konnten Lebensräume des Goldenen Scheckenfalters im Harz erhalten und verbessert, der Habitatverbund gefördert und die Population wirksam stabilisiert werden. Arten in Sachsen-Anhalt 2007, 2013, 2019 und 2025 Atlantische Region (PDF) Arten in Sachsen-Anhalt 2007, 2013, 2019 und 2025 Kontinentale Region (PDF) Lebensraumtypen in Sachsen-Anhalt 2007, 2013, 2019 und 2025, Atlantische Region 2007 (PDF) Lebensraumtypen in Sachsen-Anhalt 2007, 2013, 2019 und 2025, Kontinentale Region (PDF) Bemerkungen zu den Tabellen: Die vorliegenden Tabellen enthalten die Ergebnisse der FFH-Landesbewertung Sachsen-Anhalts aufgeteilt in LRT und Arten je biogeografische Region. Zum Vergleich sind neben 2025 auch die vorausgegangenen Berichtsjahre aufgeführt. Die Darstellung der Bewertung der einzelnen Parameter sowie des Gesamterhaltungszustands erfolgt analog zum nationalen Bericht in Ampelfarben: grün = FV (favourable, günstig), gelb = U1 (unfavourable-inadequate, ungünstig-unzureichend), rot = U2 (unfavourable-bad, ungünstig-schlecht), grau = XX (unknown, unbekannt). Für die in Sachsen-Anhalt vorkommenden Arten Luchs und Wolf wurde keine Landesbewertung angefertigt, stattdessen wird auf die Ergebnisse des Nationalen Berichts verwiesen, die durch die Expertengruppe Großrautiere erarbeitet wurden. Letzte Aktualisierung: 08.06.2026

Aufbau eines dauerhaften Wildmonitoringnetzwerkes durch die Jäger im Freistaat Sachsen - Netzwerk: Wildtierbeauftragte in Sachsen

Jäger sind durch ihre fachlichen Kenntnisse, ihre gleichmäßige, räumliche Verteilung und ihren regelmäßigen Aufenthalt im Revier prädestiniert, eine wichtige Rolle im Monitoring von Wildtieren zu übernehmen. Für ein geeignetes, effektives Wildtiermonitoring durch die Jäger im Freistaat Sachsen ist es nötig, dass ehrenamtliche Monitoringverantwortliche ('Wildtierbeauftragte') gefunden und geschult werden, um als Zentral-/Anlaufstelle zur Verfügung zu stehen. Es werden ähnliche Strukturen, wie sie bereits im sächsischen Luchsmonitoring (www.luchs-sachsen.de) existieren, entstehen. Der Aufbau dieses Netzwerkes erfolgt durch die Arbeitsgruppe 'Wildtierforschung' an der Professur für Forstzoologie der TU Dresden. Hierfür wird im Frühjahr 2013 eine zweitägige Schulung durchgeführt, in der wichtige Dinge zum Monitoring der Schwerpunktarten (Wolf, Luchs, Wildkatze, Fischotter, Baummarder, Iltis, Marderhund, Waschbär und Mink) sowie Monitoringgrundlagen (z.B. Dokumentation von Nachweisen, Fotofallen- und Lockstockeinsatz) vermittelt werden.

Monitoring von Wildtierarten

Die FVA ist vom Land Baden-Württemberg mit dem Monitoring seltener, waldgebundener Tierarten wie Auerhuhn, Luchs, Wildkatze, Wolf u.a. beauftragt. Fortlaufend werden Hinweise über diese Tierarten über das Netzwerk der Wildtierbeauftragten in den Landkreisen an die FVA gemeldet und dokumentiert. Über dieses vorwiegend passive Monitoring-System ist es bei aktuellem Vorkommen dieser Tiere möglich, erneute Auftreten, Wanderbewegungen, Nutztierübergriffe, Wildunfallschwerpunkte und weitere Ereignisse zu erfassen. Das Monitoring gilt als wissenschaftliche Basis und Voraussetzung um Fragen rund um das Management von JWMG - Tierarten, sowie als Grundlage für die FFH- Berichtserstellung.

Wildtiergenetik

Das Projekt Wildtiergenetik ist gedacht als Basisprojekt für populationsgenetische Untersuchungen an Wildtieren in Baden-Württemberg. Es hat eine Laufzeit von 2008 bis 2013. Es soll dazu dienen Fragestellungen rund um Wildtiere zu beantworten, die nicht oder nur sehr aufwendig mit herkömmlichen Methoden gelöst werden können. Zum Beispiel kann man mit Hilfe von Merkmalen der DNA Populationszugehörigkeiten berechnen. Aus diesen Informationen kann man dann Rückschlüsse auf Wanderbewegungen, Ausbreitungen, Barrieren zwischen Populationen oder Vermischungen zwischen Arten ziehen. Aktuell werden über das Projekt Fragen zur Ausbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg bearbeitet. Im Rahmen der Wildtiergenetik sind weiterhin populationsgenetische Untersuchungen zum Auerhuhn geplant. Ziel ist es mit genetischen Methoden die Verbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg zu erfassen. Darüber hinaus soll die Wildkatzenpopulation in den Rheinauen und am Kaiserstuhl genetisch charakterisiert werden. Es sollen Fragestellungen wie der Grad an Hybridisierung mit Hauskatzen, die Vernetzung mit benachbarten größeren Vorkommen und ihre Isolation untersucht werden. Grundlage für das Projekt ist das Wildkatzenmonitoring. Im Monitoring werden in ausgewählten Gebieten Wildkatzennachweise durch die Lockstockmethode gewonnen. Mit Baldrian besprühte Stöcke locken die Katzen an, beim Reiben an den Stöcken verlieren sie Haare, die dann im Labor genetisch auf als Wild- oder Hauskatze bestimmt werden. Für die genetischen Untersuchungen verwenden wir zwei verschiedene Ansätze. Das ist zum einen eine Sequenzierung von mitochondrialer DNA, zum anderen eine Längenfragmentanalyse mittels Mikrosatelliten. Inzwischen gilt in Baden-Württemberg die Wildkatze in der gesamten Oberrheinebene zwischen Karlsruhe und Lörrach, am Stromberg und mit vereinzelten Nachweisen im Osten Baden-Württembergs als sicher nachgewiesen. Seit 2006 konnten an 1022 aufgestellten Lockstöcken bisher insgesamt 633 Haarfunde und zusätzlich 54 Totfunde gesammelt und untersucht werden. Von den so insgesamt 687 Proben konnten 49% Wildkatzen, 27% Hauskatzen und 24% nicht zugeordnet werden. Bereits abgeschlossener Projektteil: In diesem ersten Teil wurde die genetische Struktur des Rotwildes in Baden-Württemberg untersucht. Die Fragestellung lautete, ob, ausgelöst durch die Beschränkung des Rotwildes auf sogenannte Rotwildgebiete und den Abschuss wandernden Rotwildes außerhalb dieser Gebiete, der genetische Austausch von Rotwild beeinträchtigt ist. Zur Beantwortung dieser Frage wurde die genetische Diversität der einzelnen Rotwildpopulationen Baden-Württembergs anhand von Mikrosatelliten analysiert. Dabei konnte gezeigt werden, dass die aktuellen Rotwildpopulationen nicht vollständig voneinander isoliert sind. (Text gekürzt)

NATURa verbunden

NATUR a verbunden: Orchideen in Sachsen-Anhalt | 2014 NATUR a verbunden: Die Tier- und Pflanzenarten nach Anhang II der FFH-Richtlinie | 2012 NATUR a verbunden: Die Tier- und Pflanzenarten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie | 2012 NATUR a verbunden: Einfluss von Neobiota auf geschützte Arten und Lebensräume | 2013 NATUR a verbunden: Die Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie | 2013 NATUR a verbunden: Das Wildtier Wolf | 2013 NATUR a verbunden: Die Vogelschutzrichtlinie | 2012 NATUR a verbunden: Die Wildkatze in Sachsen-Anhalt | 2012

Ressortforschungsplan 2020, Teilvorhaben: Wildkatzenwälder für Nordrhein-Westfalen

Ressortforschungsplan 2020, Teilvorhaben: Wildkatzenwälder für Sachsen

Nds. Landschaftsprogramm (Karte 4b): Kernflächen naturnahe Wälder

Der Datensatz aus Karte 4b des Niedersächsischen Landschaftsprogramms enthält die Kernflächen Wald Naturnah aus dem Verbund der naturnahen Waldlebensräume. Die Kernflächen der naturnahen Wälder bestehen ausschließlich aus Waldtypen mit einer hohen Bedeutung für den Biotopschutz sowie damit einhergehend für den Artenschutz, während die sonstigen Wälder im Biotopverbund (s. Datensatz „Sonstiger Wald) eine Funktion für den Artenschutz, speziell für hochmobile Großsäuger (Wildkatze, Luchs, Rothirsch), besitzen. Karte 4b „Landesweiter Biotopverbund“ stellt die landesweite Biotopverbundplanung dar, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt. Ausgewählte qualifizierte Biotopflächen des Offenlandes, der Wälder, der Fließgewässer mit ihren Auen gemäß Aktionsprogramm Niedersächsische Gewässerlandschaften bilden als Kernflächen der jeweiligen Biotopobergruppen die Basis der einzelnen Verbundsysteme, ergänzt um die länderübergreifenden Biotopverbundachsen des BfN sowie ausgewählte Haupt- und Nebenachsen des Wildkatzenwegeplans BUND. Quellennachweis: © 2021, daten@nlwkn.niedersachsen.de

Nds. Landschaftsprogramm (Karte 4b): Sonstige Wälder

Der Datensatz aus Karte 4b des Niedersächsischen Landschaftsprogramms enthält die Sonstigen Wälder aus dem Verbund der Waldlebensräume für Arten mit großem Raumanspruch, die eine Funktion für den Artenschutz, speziell für hochmobile Großsäuger (Wildkatze, Luchs, Rothirsch), besitzen, während die Kernflächen Wald Naturnah aus dem Verbund der naturnahen Waldlebensräume eine hohe Bedeutung für den Biotopschutz sowie damit einhergehend für den Artenschutz haben (s. Datensatz „Wald Kernflächen“). Karte 4b „Landesweiter Biotopverbund“ stellt die landesweite Biotopverbundplanung dar, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt. Ausgewählte qualifizierte Biotopflächen des Offenlandes, der Wälder, der Fließgewässer mit ihren Auen gemäß Aktionsprogramm Niedersächsische Gewässerlandschaften bilden als Kernflächen der jeweiligen Biotopobergruppen die Basis der einzelnen Verbundsysteme, ergänzt um die länderübergreifenden Biotopverbundachsen des BfN sowie ausgewählte Haupt- und Nebenachsen des Wildkatzenwegeplans BUND. Quellennachweis: © GeoBasis-DE/LGLN 2021, © 2021, daten@nlwkn.niedersachsen.de

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