Im Projekt 'Planungswerkzeuge für die energetische Stadtplanung sind erste Ansätze zur energetischen Stadtplanung auf Basis des Energiemodells URBS entwickelt worden. Die Analyse erlaubt eine Einteilung der Stadt in Vorranggebiete bezüglich der Wärmeversorgung. Die Arbeit basiert auf verschiedenen Analysemodulen. Der erste Schritt besteht in der Erstellung einer Gebäudedatenbank. Alle Gebäude der Stadt sollen hinsichtlich ihrer Geometrie, des Gebäudealters, der Bauweise, des aktuellen Energieverbrauches usw. enthalten sein. Diese Informationen werden dann genutzt, um den gegenwärtigen und zukünftigen Wärmeverbrauch zu bestimmen. Der zukünftige Gebrauch wird unter der Annahme verschiedener Sanierungsmaßnahmen bestimmt. Der erste Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer Analyse der Verdichtung und Ausweitung des bestehenden Fernwärmenetzes. Mit Hilfe der Gebäudedatenbank wird analysiert wo und zu welchen Kosten die Fernwärme ausgebaut werden könnte. Die Erhebungen aus dieser Analyse werden dann im nächsten Schritt an das Optimierungsmodell IJRBS übergeben. Im nächsten Schritt werden verschiedene Wärmeversorgungsmöglichkeiten hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit untersucht. Der zweite Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Wärmepumpen. Hierfür wurde ein eigenes Bodenmodell entworfen. Mit dem Modell kann bestimmt werden, wo welche Menge an Energie aus dem Boden entzogen werden kann, ohne bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zu verletzten. All diese Informationen werden in das Energiemodell URBS-Augsburg eingepflegt. Neben der Warme- wird auch die Stromversorgung im Modell abgebildet. Anhand des Modells kann dann untersucht werden welche Technologien und Maßnahmen eingesetzt werden sollten um gesetzte Klimaschutzziele zu erreichen. Ein entscheidendes Ergebnis des Modells zeigt die starke Abhängigkeit der lokalen Entwicklung in Augsburg von der allgemeinen Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland. Wenn eine überregionale Lösung beispielsweise mit viel off-shore Wind und Ansätzen wie Desertec realisiert wird, dann wird in Augsburg durch die Optimierung wenig eigner Strom erzeugt, Kraft- Wärme-Kopplung und Fernwärme werden nicht ausgebaut. Städtische Klimaschutzziele sollten in diesem Fall durch Einsparungsmaßnahmen im Gebäude-Wärmebereich vorangetrieben werden. Ist die Entwicklung hin zu klimaneutralem Strom in Deutschland schleppend, dann muss in Augsburg viel mehr 'grüner ' Strom erzeugt werden. Hier kann dann der Kraft-Wärme-Kopplung eine zentrale Rolle zukommen. Die Ausweitung dieses Ergebnisses ist dringend notwendig, da sie für die aktuelle politische Diskussion von zentraler Bedeutung sind.
Der Sommer 2025 war in Sachsen-Anhalt zu warm und sonnenscheinreicher als im Durchschnitt. Die Niederschlagssumme blieb unterhalb des langjährigen Mittelwertes mit regional großen Unterschieden. Die kühlste Phase fiel dieses Jahr genau in die Sommerferienzeit in Sachsen-Anhalt. Ein durchwachsener Sommer brachte nur zeitweise eine gute Auslastung der Solarkraftwerke. Die Windkraftwerke waren hingegen ungewöhnlich gut ausgelastet. Der Juni 2025 begann mit wechselhaftem Wetter. Ab der Monatsmitte erreichte die Temperatur an vielen Tagen mindestens 25 °C („Sommertage“) und an etlichen weiteren sogar mindestens 30 °C („Heiße Tage“). Die meisten davon konnten in Köthen mit 17 bzw. 7 Tagen gemessen werden, aber auch an den übrigen Messpunkten wurden um die 15 Sommertage bzw. um die 5 Heiße Tage gemessen. Die höchste Temperatur im offiziellen Messnetz des Deutschen Wetterdienstes wies in diesem Monat Seehausen mit 34,5 °C am 22.06. auf. Im Landesnetz der Luftüberwachung (LÜSA) konnte an diesem Tag in Burg und Bernburg 34,9 °C bzw. 34,8 °C gemessen werden. Diese Messungen erfolgen aber nicht nach meteorologischen Standards. Im Endeffekt erreichte der Juni eine Monatsmitteltemperatur von 18,6 °C und war damit um 2,5 K wärmer als das Klimamittel von 1961 bis 1990. Im Vergleich zum 30-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 1,7 K. Im Flächenmittel Sachsen-Anhalts war dieser Juni mit insgesamt 35,8 mm Niederschlag zu trocken. Diese Menge entspricht lediglich 57 %des langjährigen Mittels von 1961 bis 1990 und im Vergleich zum 30-jährigen Klimamittel von 1991 bis 2020 64,5 % des jeweiligen Niederschlags. Viele Regionen des Landes bekamen deutlich weniger Niederschlag als üblich. Besonders trocken war es dabei mit nur 11,4 mm bzw. 20,7 % im Vergleich zum langjährigen Mittel in Sangerhausen. Sangerhausen war damit im Juni der trockenste Ort in ganz Deutschland. Gleichzeitig fielen in der Altmark durch wiederholte Gewitter enorme Regenmengen, in Stendal zum Beispiel 91,2 mm und damit 162,9 % des langjährigen Niederschlags. Mit 269,2 Sonnenstunden erreichte der Juni 2024 in Sachsen-Anhalt 131,5 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und 120,6 % zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Vor allem die zweite Monatshälfte war sehr sonnenscheinreich, insbesondere in der Südhälfte Sachsen-Anhalts. Der Juli startete mit zwei sehr heißen Tagen, der 02.07. war dabei der heißeste Tag des Jahres. Mit Ausnahme des Harzes wurden an allen Stationen mehr als 35 °C gemessen. Die höchste gemessene Temperatur des Sommers wurde mit 39,2 °C in Demker (Landkreis Stendal) registriert. In den Innenstädten wurde es durch die dichte Bebauung und viele versiegelte Flächen teilweise noch heißer. An der LÜSA-Messstation in der Halberstädter Innenstadt konnte eine Temperatur von 40,7 °C gemessen werden. Diese Messung erfolgte nicht nach meteorologischen Standards, denn lokale Faktoren wie die dichte Bebauung und die versiegelten Flächen werden durch die Messrichtlinien ausgeschlossen. Danach verlief der Juli sehr wechselhaft und im Vergleich zu den Vorjahren relativ kühl. Somit erreichte der Monat eine Mitteltemperatur im Flächenmittel Sachsen-Anhalts von 19,0 °C. Damit war er aber immer noch um 1,5 K wärmer als die Referenzperiode von 1961 bis 1990, das 30-jährige Mittel von 1991 bis 2020 wurde hingegen exakt getroffen (0,0 K). Mit im Landesdurchschnitt insgesamt 84,7 mm bzw. 162,3 % Niederschlag war der Juli 2024 deutlich feuchter als die Referenzperiode 1961 bis 1990. Vergleicht man mit dem 30-Jahreszeitraum von 1991 bis 2020 wurden 118,6 % des Solls erreicht. Deutlich trockener blieb es dabei im äußersten Süden Sachsen-Anhalts. Dort wurde, insbesondere im Burgenlandkreis, das langjährige Niederschlagssoll nicht erreicht. Weißenfels-Wengelsdorf war mit 38,6 mm Niederschlag (71,1 %) der trockenste Ort im Land. In allen anderen Landesteilen war es zum Teil deutlich feuchter als im langjährigen Mittel, besonders im Harzumfeld und in der Altmark. Dort war erneut der feuchteste Ort zu finden, denn mit 131,9 mm Niederschlag fielen in Schollene 230,2 % des langjährigen Mittelwerts. Der Juli war ein sehr wolkenreicher Monat und brachte daher nur 178,4 Sonnenstunden. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 lediglich 86,2 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 nur 79,3 % erreicht. Damit war dieser Juli der sonnenscheinärmste seit 2011. Das kühle und wechselhafte Wetter der letzten Julitage setzte sich in den ersten Augusttagen zunächst fort. Doch schon vor Ende des ersten Monatsdrittels setzte sich vorübergehend hochsommerliches Wetter durch, das erst im Laufe der dritten Dekade kühlem Sommerwetter wich. Vom 12. bis 15. August wurden Temperaturen von deutlich über 30 °C gemessen. Am wärmsten war es dabei in Huy-Pabstorf (Landkreis Harz) mit 37,0 °C, aber auch andernorts wurden häufig Temperaturen von um die 35 °C gemessen. Zum Monatsende hin kühlte es in den Nächten bei klarem Himmel schon deutlich ab und es wurden verbreitet Tiefsttemperaturen von unter 10 °C registriert. Vor allem im Harz sanken die Temperaturen schon auf unter 5 °C ab, aber auch beispielsweise in Genthin mit 3,8 °C am 25. August. Insgesamt erreichte der Monat eine Mitteltemperatur von 18,6 °C. Er lag damit um 1,4 K über der Referenzperiode von 1961 bis 1990 und erreichte genau (Abweichung 0,0 K) das 30-jährige Mittel von 1991 bis 2020. Die Niederschlagsmenge im Flächenmittel Sachsen-Anhalts betrug im August lediglich 30,9 mm. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 nur 52,4 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 lediglich 53,5 % erreicht. Nach den ersten wechselhaften Tagen folgte eine lange trockene Phase. Erst ab dem 27. August gab es wieder Regenfälle, die aber nur den Süden und den Osten von Sachsen-Anhalt erreichten. Somit verlief der August vom Harz bis in die Altmark ungewöhnlich trocken, lokal fielen nicht einmal 15 mm Niederschlag, wie beispielsweise in Gardelegen-Lindstedterhorst mit 11,2 mm bzw. 17,6 % vom langjährigen Mittel. Im Kontrast dazu war es besonders im Süden Sachsen-Anhalts deutlich zu feucht, wie beispielsweise in Finne-Lossa mit 74,6 mm bzw. 134,9 % des Klimamittels von 1961 bis 1990. Die lange trockene Phase ging auch mit viel Sonnenschein einher, sodass der August im Flächenmittel Sachsen-Anhalts 256,3 Sonnenstunden erreicht. Dies entspricht 129,3 % im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 121,1 % im Vergleich zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Betrachtet man den gesamten Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August, dann ergibt sich ein Temperaturmittel für die Fläche Sachsen-Anhalts von 18,7 °C. Dieses liegt 1,8 K über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 0,6 K über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Dies ist vor allem dem warmen, sehr hochsommerlichen, Juni geschuldet. In Summe konnten im Süden und Osten an mehreren Wetterstationen zwischen 12 und 17 heiße Tage erreicht werden, während es andernorts meist nur zwischen 4 und 12 waren. Sommertage verteilten sich recht gleichmäßig über das Land. Entsprechende Tage mit mindestens 25 °C kamen 40- bis 52-mal vor. Tropennächte, also Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 °C fallen, traten fast gar nicht auf. Ausnahme bildete der Brocken, auf dem drei Tropennächte registriert werden konnten. Über den Sommer hinweg fielen im Gebietsmittel 151,3 mm Niederschlag in Sachsen-Anhalt. Dies entspricht 87,0 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 81,9 %. Der Niederschlag war aber räumlich sehr ungleichmäßig verteilt. So war Weißenfels-Wengelsdorf mit 94,5 mm bzw. 53,9 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 die trockenste Station in Sachsen-Anhalt, während Schollene in der Altmark mit 232,3 mm 132,0 % der von 1961 bis 1990 üblichen Niederschlagssumme gefallen sind. Über den gesamten Sommer von Juni bis August schien die Sonne in Sachsen-Anhalt 704,0 Stunden. Dies entspricht im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 115,4 % und zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 106,7 %. Dabei konnte der sehr sonnige Juni den trüben Juli gut ausgleichen. In dieser Analyse erfolgt eine ausschließliche Betrachtung der erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung, die durch meteorologische Bedingungen beeinflusst sind, also Windenergie und Photovoltaik. Als Berechnungsgrundlage der folgenden Auswertung dient die produzierte elektrische Arbeit im Tagesmittel im Gebiet Ostdeutschlands und Hamburgs (Gebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz). Die produzierte Arbeit wurde ins Verhältnis zur installierten Leistung gesetzt und so die Auslastung berechnet. Diese Auslastung wurde für die Jahreszeit gemittelt. Darüber hinaus wurde ein 10-jähriges Mittel über den Zeitraum von 2010 bis 2019 gebildet. Die Auslastung der betrachteten Jahreszeit des aktuellen Jahres wird ins Verhältnis zur Auslastung im 10-jährigen Mittel für diese Jahreszeit gesetzt. Dieses Verhältnis wird im Folgenden als Ertrag bezeichnet. Im Sommer haben Solarenergieanlagen aufgrund des Sonnenstandes und der Tageslänge in der Regel eine größere Auslastung als Windenergieanlagen. Im Winter tritt der gegenteilige Effekt auf, sodass Windenergieanlagen eine größere Auslastung haben. Somit ergänzen sich Windenergie und Photovoltaik im Jahresgang. Der Herbst sowie der Frühling markieren dabei den Übergang zwischen den vorherrschenden Erzeugungsarten Die ersten Junitage gestalteten sich tiefdruckgeprägt und wolkenreich. Entsprechend blieb die Ausbeute der Photovoltaikanlagen deutlich hinter dem Mittelwert von 2010 bis 2019 zurück, gleichzeitig sorgten die Tiefdruckgebiete für reichlich Wind, sodass die Ausbeute aus der Windkraft etwa 200 % der üblichen Menge entsprach. Danach schloss sich eine sehr sonnige, hochdruckdominierte Phase an, sodass die Ausbeuten der Solaranlagen oft über dem langjährigen Mittelwert lagen. Vom 17.06. bis 23.06. kam es zu einer Phase mit wenig Wind, die aber durch viel Sonnenschein aus Sicht der Stromerzeugung ausgeglichen werden konnte. Zum Ende des Monats hin nahm die Bewölkung unter stärkerem Tiefdruckeinfluss vorübergehend zu, gleichzeitig aber auch der Wind. So konnte trotz unterdurchschnittlicher Ausbeute bei der Photovoltaik der Wind das Defizit in der Erzeugung mehr als ausgleichen. Die Ausbeute stieg erneut auf ca. 200 %. Die Ausbeute der Windkraft lag damit die meiste Zeit über dem Mittelwert der Jahre 2010 bis 2019: Der Juni war ein sehr windenergiefreundlicher Monat. Die Ausbeute der Solaranlagen dagegen war nur an einigen Tagen überdurchschnittlich. Im Endeffekt ergänzten sich die beiden erneuerbaren Quellen sehr gut. Der Monatswechsel gestaltete sich sehr sonnig, sodass mehrere Tage über 100 % Ausbeute bei der Photovoltaik erzielt werden konnte. Der Rest des Monats war sehr wechselhaft und wolkenreich, sodass die Ausbeute bei Solaranlagen meistens unterhalb des langjährigen Mittels (unter 100 % Ausbeute) verblieb. Gleichzeitig herrschte durch Tiefdruckeinfluss häufiger windiges Wetter, sodass die Windkraft wiederholt mehr als 100 % Ausbeute erreichte. Erwähnenswert ist vor allem die windige Phase Ende Juli und zum Monatswechsel in den August. Für die Solarenergiegewinnung war der Juli ein unterdurchschnittlicher Monat, bedingt durch die rege Tiefdrucktätigkeit. Beim Wind konnte zumindest an vielen Tagen eine Ausbeute von über 100 % erreicht werden, sodass sich die Erzeuger beider erneuerbarer Energien zeitweise gut ergänzen konnten. Der August startete mit einer sehr windigen Phase und mehreren Tagen über 150 % der üblichen Ausbeute, danach war der August ein sehr windschwacher Monat. In der Folge gab es nur noch einzelne Tage, die mehr als 100 % der Ausbeute der Jahre 2010 bis 2019 erreichen konnten. Im Zeitraum vom 07. bis 21.08. war der August außerordentlich sonnig, und es konnte mehrere Tage in Folge eine Ausbeute von über 100 % der Solarenergie erzielt werden, sodass in diesem Zeitraum die windschwache Phase durch ein Plus in der Photovoltaik ausgeglichen werden konnte. Dies gelang in den letzten Tagen des Monats nur noch selten. Der Sommer 2025 war aus Sicht der erneuerbaren Energien sehr zwiegespalten: er war überaus windreich, sodass die Ausbeute über den gesamten Zeitraum gerechnet beim Wind bei über 110 % lag, während bei der Photovoltaik das Mittel der Jahre von 2010 bis 2019 mit 80 % deutlich verfehlt wurde.
Die Fa. WindStrom Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG plant für die Errichtung von drei Windenergieanlagen den Neubau eines Weges bzw. einer Straße zur Erschließung der Anlagen. Das Vorhaben befindet sich südöstlich der Ortschaft Halenhorst in der Gemeinde Großenkneten. Das Plangebiet wurde im Rahmen der 98. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Großenkneten als „Sonderbaufläche Windenergie“ aufgenommen. Die Erschließung der Anlagenstandorte erfolgt von Süden (Paulsweg) und vom Brandsweg ausgehend über neue Zuwegungen.
<p> <p>Der Gesamtanteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Strom, Wärme und Verkehr) ist in Deutschland im Jahr 2023 auf insgesamt 22 Prozent gestiegen. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 20,8 Prozent. Grund für diese positive Entwicklung waren insbesondere die Zuwächse der Erneuerbaren in den Sektoren Strom und Wärme bei gleichzeitig insgesamt sinkender Nachfrage nach Energie in allen Sektoren.</p> </p><p>Der Gesamtanteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (Strom, Wärme und Verkehr) ist in Deutschland im Jahr 2023 auf insgesamt 22 Prozent gestiegen. Im Vorjahr betrug der Anteil noch 20,8 Prozent. Grund für diese positive Entwicklung waren insbesondere die Zuwächse der Erneuerbaren in den Sektoren Strom und Wärme bei gleichzeitig insgesamt sinkender Nachfrage nach Energie in allen Sektoren.</p><p> <p><strong>Ein Jahr mit starkem Zubau für den erneuerbaren Strom </strong></p> <p>Nach aktuellen Auswertungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) wurde im Jahr 2023 mit 272,4 Terawattstunden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/twh">TWh</a>) so viel erneuerbarer Strom erzeugt wie noch nie (+ 7 Prozent gegenüber 2022 mit 254,6 TWh). Bei gleichzeitig wirtschaftlich bedingt abnehmendem Stromverbrauch insgesamt (- 5 Prozent gegenüber 2022) stieg damit der Anteil der erneuerbaren Energien am <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bruttostromverbrauch">Bruttostromverbrauch</a> auf einen neuen Rekordwert von 51,8 Prozent.</p> <p>Maßgeblich für die Entwicklung war die Stromproduktion aus Windenergie und Photovoltaik, die drei Viertel des erneuerbaren Stroms bereitstellten. Bei der <strong>Windenergie</strong> trugen gute Witterungsverhältnisse und ein Zubau von 3.028 Megawatt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/mw">MW</a>) zu einem Anstieg der Stromerzeugung von 14 Prozent auf insgesamt 142,1 TWh bei (2022: 124,8 TWh). Damit baute die Windenergie ihre Position als wichtigster Energieträger im deutschen Strommix weiter aus. Erstmals erzeugten Windenergieanlagen im Jahr 2023 mehr Strom als Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen.</p> <p>Bei der <strong>Photovoltaik</strong> (PV) wurde eine im Vergleich zum extrem sonnigen Vorjahr durchschnittliche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> durch einen starken Zubau an neuen Anlagen ausgeglichen. Insgesamt stieg die Leistung des PV-Anlagenparks um 22 Prozent gegenüber 2022 (+14.595 MW). Im Ergebnis nahm die Solarstromerzeugung damit leicht auf insgesamt 61,2 TWh zu (2022: 60,3 TWh).</p> <p>Des Weiteren führte ein überdurchschnittlich niederschlagsreiches Jahr zu einer Steigerung von 11 Prozent bei der Stromerzeugung aus <strong>Wasserkraft</strong> (2023: 19,6 TWh; 2022: 17,6 TWh). Die Stromerzeugung aus <strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biomasse">Biomasse</a></strong> sank hingegen gegenüber dem Vorjahr um circa 5 Prozent (2023: 49,3 TWh, 2022: 51,7 TWh). Die <strong>geothermal </strong>erzeugte Strommenge lag auch im Jahr 2023 bei niedrigen 0,2 TWh.</p> <p>Um die nationalen <strong>Ziele</strong> des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) und die auf europäischer Ebene durch die Renewable Energy Directive (RED) festgelegten Ziele zu erreichen, liegt zwar der Ausbau der Photovoltaik auf Kurs, deutlich gesteigert werden muss aber der Zubau neuer Windenergieanlagen an Land und auf See.</p> <p><strong>Erneuerbare Wärme weiterhin durch Biomasse dominiert </strong></p> <p>Mit einem Anteil von 83 Prozent (170,6 TWh) war <strong>Biomasse</strong> auch im Jahr 2023 weiterhin die wichtigste erneuerbare Wärmequelle, gefolgt von 25,7 TWh aus oberflächennaher (sowie tiefer) <strong>Geothermie und Umweltwärme</strong> (insbesondere Wärmepumpen) mit 12,5 Prozent. Während die Biomasse auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr lag (2022: 171,9 TWh), stieg die durch Wärmepumpen nutzbar gemachte Wärme (Geothermie und Umweltwärme) um deutliche 18,3 Prozent an. Hier machte sich der stark gestiegene Absatz von Wärmepumpen bemerkbar. Der Anteil der <strong>Solarthermie</strong> lag mit 9,1 TWh bei circa 4,4 Prozent und damit knapp unter dem Wert des Vorjahres (2022: 4,8 Prozent).</p> <p>Die insgesamt erzeugte erneuerbare Wärmemenge stieg im Vergleich zum Vorjahr nur wenig (2023: 205,5 TWh, 2022: 203,3 TWh). Da jedoch gleichzeitig auf Grund der milden Witterung und der schwachen Konjunktur der gesamte Wärmebedarf rückläufig war (-6 Prozent gegenüber 2022), stieg der Anteil der erneuerbaren Energieträger auf 18,8 Prozent (2022: 17,5 Prozent).</p> <p><strong>Elektrifizierung sorgt für steigenden Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor</strong></p> <p>Im Jahr 2023 wurden mit insgesamt 35,2 TWh etwa 2 Prozent mehr<strong> Biokraftstoffe</strong> als im Vorjahr eingesetzt (Biodiesel weniger als +1 Prozent, Bioethanol +3 Prozent und Biomethan +19 Prozent). Sie stellen damit einen Anteil von knapp 82 Prozent am Verbrauch erneuerbarer Energien im Verkehrssektor. Ein höherer Stromverbrauch – insbesondere durch deutliche Steigerung im Straßenverkehr von 2,5 TWh auf 3,7 TWh – bei gleichzeitig höherem, erneuerbaren Anteil am Strommix, ließ auch den rechnerisch ermittelten Verbrauch an <strong>erneuerbarem Strom</strong> im Verkehr deutlich steigen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verbrauch erneuerbaren Stroms im Verkehr um 21 Prozent auf insgesamt rund 7,9 TWh. Im Jahr 2023 betrug der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> im Verkehrssektor insgesamt 587,8 TWh, ein Minus von etwa einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erneuerbare Energieträger stellten davon circa 43,2 TWh. Dies entsprach einem Anteil von 7,3 Prozent (2022: 6,9 Prozent).</p> <p><strong>Erneuerbare Energien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland </strong></p> <p>Die <strong>Investitionen</strong> in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sind 2023 erneut kräftig gestiegen und lagen bei 36,6 Milliarden (Mrd.) Euro (2022: 22,3 Mrd. Euro). Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr waren bei Photovoltaik und Geothermie/Umweltwärme mit einem Schwerpunkt bei den Wärmepumpen zu verzeichnen. Die <strong>wirtschaftlichen Impulse</strong> aus dem Betrieb der Anlagen lagen mit 23,1 Mrd. Euro (2022: 23,9 Mrd. Euro) knapp unter den Werten des Vorjahres. Wirtschaftliche Impulse aus dem Anlagenbetrieb umfassen die Aufwendungen für Wartung, Betrieb und Pflege der Anlagen sowie auch Umsätze aus dem Absatz von Biokraftstoffen.</p> <p><strong>Wichtig für den <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>: 250</strong> <strong>Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermiedene Emissionen durch erneuerbare Energien im Jahr 2023</strong></p> <p>Indem fossile durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden, sinken die fossilen Treibhausgasemissionen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist somit eine wichtige Maßnahme für den Klimaschutz. Insgesamt wurden nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2023 250 Millionen Tonnen (Mio. t) CO2-Äquivalente durch den Einsatz erneuerbarer Energien vermieden. Davon entfielen rund 195 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Stromsektor, 44 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Wärmesektor und etwa 11 Mio. t CO2-Äquivalente auf den Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr.</p> <p><strong>Weitere Informationen</strong></p> <p>Die vorgenannten Zahlen stammen von der <strong>Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)</strong>, deren Geschäftsstelle im Umweltbundesamt angesiedelt ist. Die AGEE-Stat bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmwk">BMWK</a>) die Nutzung der erneuerbaren Energien. Sie hat auf der Grundlage aktuell verfügbarer Daten das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108564">Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2023“</a> erstellt. Die Daten werden im Laufe des Jahres nach Vorliegen weiterer belastbarer Informationen durch die AGEE-Stat aktualisiert.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die städtebauliche Entwicklung Berlins mit ihren Auswirkungen sowohl auf die Siedlungsstruktur als auch auf die Verteilung und Nutzung der unbebauten Flächen wird im Umweltatlas in verschiedenen Themen differenziert beschrieben: den Karten zur Realnutzungskartierung sowie den Karten zur Stadtstruktur / Stadtstruktur – Flächentypen differenziert . Die Karten zur Städtebaulichen Dichte ergänzen diese Informationen mit Bewertungen zum Maß der baulichen Nutzung. Aus all diesen Einzelinformationen lassen sich jedoch nur indirekt Aussagen zur vertikalen Erstreckung der natürlichen bzw. künstlichen Strukturen in der Stadt ableiten. Daher bildet der Umweltatlas in zwei Kartenthemen die Höhenentwicklung der Gebäude (Karte „Gebäudehöhen“ (06.10.1)) und diejenige der Vegetation (Karte „Vegetationshöhen“ (06.10.2)) ab. Genaue und kleinräumige Aussagen zur Höhe und Struktur von Gebäuden und Vegetationsflächen können für verschiedene Anwendungszwecke von großer Bedeutung sein. Nutzanwendungen für diese Datenbestände existieren vielfach, für den bebauten Bereich zum Beispiel in der Bereitstellung von Informationen für fachliche Auswertungen wie Solar- und Gründachpotenzialkataster bzw. Wärmekataster, stadtklimatische Modellierungen im mikroklimatischen Bereich, detailliertere Beurteilungen von Luftschadstoff- und Lärmausbreitungen im Wohnumfeld sowie Visualisierungen für verschiedene planerische Vorhaben. Die Aussagegenauigkeit jeder Modellierung hängt stark von der Qualität der Eingangsdaten ab. Um beispielsweise eine detaillierte Berechnung des Verlaufs von Luftleitbahnen und Durchlüftungsbedingungen zu ermöglichen, muss die aerodynamische Oberflächenrauigkeit mit ihren geometrischen Abmessungen möglichst genau bekannt sein. Erhöhte Objekte, wie Gebäude oder ganze Gebäudeblöcke, aber auch hohe und dichte Baumstrukturen stellen Hindernisse dar, die sich bremsend bis hin zur Windstille oder aber kanalisierend und damit beschleunigend auf die Windströme auswirken können. Während 2009/2010 die erste Erarbeitung der zu diesem Zeitpunkt noch gemeinsamen Karte „Gebäude- und Vegetationshöhen“ (06.10) in einem Projekt mit dem Institut für Optische Sensorsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) realisiert wurde, liegt für den Gebäudebestand Berlins nunmehr ein amtliches, regelmäßig aktualisiertes 3D-Gebäudemodell in der Ausprägung LoD2 vor. Diese Grundlage wurde zur Erstellung des zweidimensionalen Geodatenbestandes „Gebäudehöhen“ (06.10.1) für den Umweltatlas genutzt. Die ergänzende Karte „Vegetationshöhen“ (06.10.2) basiert dagegen weiterhin auf einer umweltatlas-eigenen Auswertung von Luftbilddaten der jeweils aktuellen Sommerbefliegungen.
<p> <p>Mehr Strom aus Solar- und Windenergielangen lassen im Jahr 2023 den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland erstmals auf über 50 Prozent steigen. Auch bei Wärme und Verkehr zeigt das Jahr 2023 einige positive Entwicklungen.</p> </p><p>Mehr Strom aus Solar- und Windenergielangen lassen im Jahr 2023 den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland erstmals auf über 50 Prozent steigen. Auch bei Wärme und Verkehr zeigt das Jahr 2023 einige positive Entwicklungen.</p><p> Neuer Rekord beim Anteil des erneuerbaren Stroms, vor allem dank starkem Zubau <p>Nach ersten Daten der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am Umweltbundesamt werden im Jahr 2023 etwa <strong>fünf Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Quellen</strong> erzeugt als im Vorjahr. Weil der gesamte Strombedarf im Jahr 2023 nochmals zurückging, wird der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch deutlich steigen und <strong>erstmals die 50-Prozent-Marke übertreffen</strong>. In den letzten Jahren lag der Anteil bei 46 Prozent (2022) und 41 Prozent (2021).</p> <p>Haupttreiber der erneuerbaren Stromproduktion waren auch im Jahr 2023 die Photovoltaik und die Windenergie: Die <strong>Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen stieg</strong> wegen des im Vergleich zum Vorjahr deutlich sonnenärmeren Wetters trotz des guten Anlagenzuwachses jedoch nur leicht auf 61 Terawattstunden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/twh">TWh</a>). Die <strong>Stromerzeugung aus Windenergie</strong> lag im Jahr 2023 mit knapp 138 TWh (davon ca. 114 TWh aus Windenergieanlagen an Land und ca. 24 TWh aus Windenergieanlagen auf See) <strong>10 Prozent höher</strong> als im windärmeren Vorjahr. Zusammen steuern Solar- und Windenergie etwa 75 Prozent des gesamten erneuerbaren Stroms bei. Das restliche Viertel der Stromerzeugung kommt aus Biomassekraftwerken und Wasserkraftanlagen, sowie zu einem sehr geringen Teil aus Geothermieanlagen. Insgesamt lag die erneuerbare Strommenge im Jahr 2023 bei etwa 268 TWh.</p> <p>Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben die Herausforderungen groß: <strong>Um die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung zu erfüllen</strong>, sollen bis zum Jahr 2030 80 Prozent unseres Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Dafür muss nach derzeitigen Abschätzungen die <strong>erneuerbare Stromerzeugung </strong>auf etwa 600 Terawattstunden (600 Milliarden Kilowattstunden) steigen und sich damit <strong>mehr als verdoppeln</strong>, um auch die steigenden Bedarfe der Elektrifizierung des Wärmesektors und des Verkehrs zu decken.</p> <p>Um die benötigten erneuerbaren Strommengen bereitstellen zu können, hat die <strong>Bundesregierung ambitionierte Ausbauziele</strong> festgelegt: Im Jahr 2030 soll sich die installierte <strong>Photovoltaikleistung auf 215 Gigawatt (GW) verdreifachen</strong> und die Leistung der <strong>Windenergieanlagen an Land auf 115 GW verdoppeln</strong>. Im Jahr 2023 wurde der hierfür notwenige Leistungszubau bei der Photovoltaik mit einem Wert von über 13.000 Megawatt zwar übertroffen, bei der Windenergie reicht der aktuelle Zuwachs von 3.000 Megawatt allerdings nicht aus, um das Ausbauziel zu erreichen.</p> Rolle der erneuerbaren Energien nimmt auch bei Wärme und Verkehr zu <p>Nach ersten vorläufigen Einschätzungen gab es im Wärmesektor im Jahr 2023 wegen der ähnlich milden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> wie im Vorjahr keine ausgeprägten Änderungen des Heizwärmebedarfs. So wurde voraussichtlich ähnlich viel erneuerbare Wärme wie im Vorjahr genutzt. Nach ersten Schätzungen dürfte sich der <strong>Anteil der erneuerbaren Wärme am Gesamtwärmebedarf </strong>trotzdem <strong>weiter erhöht</strong> haben, weil derzeit von einem weiter gesunkenen Einsatz fossiler Energieträger besonders in der Industrie ausgegangen werden kann. Auf Basis erster vorliegender Daten ist insbesondere die <strong>sehr deutliche Steigerung bei der Nutzung von Wärme aus Wärmepumpen (plus 20 Prozent)</strong> im Jahr 2023 hervorzuheben.</p> <p>Im <strong>Verkehr</strong> wurden ersten Daten zufolge sowohl <strong>mehr Biokraftstoffe</strong> als auch <strong>mehr erneuerbarer Strom</strong> eingesetzt als im Vorjahr: Vorläufige Daten zeigen, dass der Absatz von Biodiesel um vier Prozent anstieg und der Einsatz von Bioethanol um zwei Prozent wuchs. Außerdem wurden 16 Prozent mehr erneuerbarer Strom im Verkehr eingesetzt als im Vorjahr. Die im Verkehr eingesetzte erneuerbare Strommenge von gut 7 TWh entspricht dabei aber noch immer nur knapp drei Prozent des gesamten erneuerbaren Stroms.</p> Weitere Informationen <p>Die <strong>Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat)</strong> bilanziert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmwk">BMWK</a>) die Nutzung der erneuerbaren Energien. Sie hat auf der Grundlage aktuell verfügbarer Daten eine <strong>erste Schätzung</strong> zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor im Jahr 2023 erstellt. Besonders in den Bereichen Wärme und Verkehr sind die bisher vorliegenden Daten aber noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Im <strong>März 2024</strong> wird das jährliche AGEE-Stat-Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2023“ erscheinen. Mit dem Hintergrundpapier werden <strong>konsolidierte Daten</strong> für die Bereiche Strom, Wärme und Verkehr veröffentlicht und vertiefende Einschätzungen zur Entwicklung gegeben.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Mit Hilfe dieser Daten wird die Luftzirkulation und somit die Durchlüftung der Stadteile sichtbar. Wo kann Wind als natürliche Kühlung bei Sommerhitze wirken? Für das menschliche Wohlbefinden in der Stadt spielen neben den thermischen Bedingungen auch die Windgeschwindigkeiten eine entscheidende Rolle (VDI, 2020). Diese haben einen direkten Einfluss auf die PET-Werte. Winde sorgen für eine Durchlüftung der Stadt und tragen somit zur Abkühlung bei. Ein entscheidender Faktor für die Windzirkulation in städtischen Gebieten ist die Bebauung, da Gebäude die freie Strömung der Luft behindern und die Winde ablenken. Während eine gezielte Lenkung von Windströmen die natürliche Belüftung und Kühlung fördern kann, können ungünstige Windverhältnisse die Nutzung öffentlicher Räume beeinträchtigen. Bei höheren Windgeschwindigkeiten dominiert eine vorwiegende Windrichtung aus Südwest (ca. 235°) in Krefeld. Aus diesem Grund wird in der Kartenanwendung die Anströmgeschwindigkeit mit 10 km/h und einer Hauptwindrichtung von 240° abgebildet. Die Auflösung beträgt 20 m. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2024.
Flächenhafte Darstellung der Vorranggebiete für Windenergie im Rahmen des Landesentwicklungsplans Umwelt. Vorranggebiete für Windenergie (VE) sind raumordnerisch abgesicherte Planungsgebiete für die Errichtung von Windkraftanlagen, die Strom in das öffentliche Netz einspeisen.
<p> <p>Im Jahr 2022 wurden in Deutschland deutlich mehr erneuerbare Energien genutzt als in den Vorjahren. Sowohl bei der Stromerzeugung als auch beim Heizen trugen erneuerbare Energien in erheblichem Umfang dazu bei, den Einsatz fossiler Energieträger, insbesondere von Erdgas, zu ersetzen. Das zeigen erste Daten der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).</p> </p><p>Im Jahr 2022 wurden in Deutschland deutlich mehr erneuerbare Energien genutzt als in den Vorjahren. Sowohl bei der Stromerzeugung als auch beim Heizen trugen erneuerbare Energien in erheblichem Umfang dazu bei, den Einsatz fossiler Energieträger, insbesondere von Erdgas, zu ersetzen. Das zeigen erste Daten der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).</p><p> <p>Die AGEE-Stat ermittelt kontinuierlich Daten zur aktuellen Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Mit dem nun erschienenen Hintergrundpapier zur Entwicklung im Jahr 2022 stehen erste amtliche Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr für das Vorjahr zur Verfügung. Dabei wird klar: Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, in den Bereichen Strom und Wärme steigt der Anteil der erneuerbaren Energieversorgung. Allein im Verkehr stagniert der Einsatz klimafreundlicher Energieträger auf niedrigem Niveau.</p> <p>In einem Jahr mit krisen- und witterungsbedingt rückläufigem Verbrauch fossiler Energieträger nahm der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> aus erneuerbaren Energien insgesamt deutlich zu. Erneuerbare Energien deckten in Deutschland nach den Berechnungsregeln der EU-weit gültigen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED) mit 20,4 Prozent erstmals über ein Fünftel des gesamten Bruttoendenergieverbrauchs. Im Jahr 2021 lag der Anteil noch bei 19,2 Prozent.</p> <p>Maßgeblich für den Anstieg war insbesondere das starke Wachstum der erneuerbaren Energien im <strong>Stromsektor</strong>: Insgesamt wuchs die Menge an erneuerbarem Strom um knapp 9 Prozent und deckt nun bereits 46,2 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs (2021 waren es noch 41,2 Prozent). Vor allem die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen stieg im Jahr 2022 (plus 23 Prozent) deutlich an. Hier machte sich sowohl der starke Zuwachs im Anlagenpark als auch die sonnige <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/witterung">Witterung</a> mit einem historischen Höchstwert der Globalstrahlung bemerkbar. Windenergieanlagen auf Land und auf See erzeugten gegenüber dem sehr windschwachen Jahr 2021 ebenfalls wieder deutlich mehr Strom im Jahr 2022 (plus 9 Prozent). Allerdings wurde die Windstromerzeugung der windstärkeren Jahre 2019 und 2020 nicht erreicht. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass der Ausbau der Erzeugungskapazitäten mit 2,1 Gigawatt Netto-Zubau im Jahr 2022 nur langsam wieder anzieht (nach 1,6 Gigawatt im Jahr 2021).</p> <p>Auch zur <strong>Wärmeerzeugung</strong> haben die erneuerbaren Energien im Jahr 2022 verstärkt beigetragen. So stieg die absolute Menge an Bioenergieträgern, Solarthermie und mittels Wärmepumpen nutzbar gemachter Umweltwärme im Vergleich zum Vorjahr leicht an (plus 1 Prozent). Aufgrund des milden Wetters war gleichzeitig der Wärmebedarf auch deutlich geringer als in den Vorjahren. Dies schlägt sich in einem deutlichen Anstieg des Anteils erneuerbarer Wärme am gesamten Wärmebedarf nieder: Er stieg von 15,8 auf 17,4 Prozent. Der Wärme- und Kältebereich steht für etwa die Hälfte des gesamten deutschen Energieverbrauchs – die Steigerung der Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger ist deshalb für Energiewende und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a> von zentraler Bedeutung.</p> <p>Im <strong>Verkehrssektor</strong> blieb der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Zwar stieg die Nutzung von erneuerbarem Strom im Verkehr durch verstärkte Nutzung von E-Mobilität deutlich an (plus 16 Prozent), gleichzeitig stagnierte der Absatz von Biokraftstoffen. Hinzu kommt, dass insgesamt der fossile Kraftstoffverbrauch nach Ende der Pandemie wieder anstieg.</p> <p>Diese und viele weitere aktuelle und qualitätsgesicherte Daten sind im heute erschienenen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/102601">Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland – Daten zur Entwicklung im Jahr 2022“</a> der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) erschienen. Ergänzt werden die ersten verfügbaren Daten zum Einsatz der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr um Berechnungen zu den damit verbundenen vermiedenen Treibhausgasemissionen und wirtschaftlichen Effekten.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Studie zur Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffproduktion, Erzeugung von Strom aus Windkraft zur Netzeinspeisung und zur Erzeugung von Wasserstoff, Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hinsichtlich Vergütung der Erzeugung, Anlagen in Rheinland-Pfalz, Größe der Anlagen, Förderung, Wirtschaftlichkeit nach Abbau der EEG-Förderung; Berichterstattung der Landesregierung im Ausschuss für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 146 |
| Kommune | 2 |
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| Weitere | 13 |
| Wirtschaft | 1 |
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| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 4 |
| Förderprogramm | 74 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
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| unbekannt | 27 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 102 |
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| Language | Count |
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|---|---|
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|---|---|
| Boden | 117 |
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