<p></p><p><p>Der Biolandhof Braun wird seit 1988 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes ökologisch bewirtschaftet. 2018 wurde eine Hofgemeinschaft, bestehend aus drei Familien, gegründet, die den Betrieb gemeinsam führt. Betriebsschwerpunkte sind Milchviehhaltung und Hofkäserei, Ackerbau und Saatguterzeugung, Legehennenhaltung, Hähnchen- und Schweinemast, Agroforst und Imkerei. Im Ackerbau setzt die Gemeinschaft auf leichte Maschinen, eine 7-gliedrige Fruchtfolge, Mischfruchtanbau und eine ganzjährige Bodenbedeckung. Sie verzichtet auf eine bodenwendende Bearbeitung. 2009 wurde im Rahmen eines Projektes auf dem Betrieb ein Agroforstsystem zur Energieholzerzeugung entwickelt und erprobt. Das Holz liefert über die eigene Holzgasanlage Wärme und Strom (BHKW). Die behornten Milchkühe stehen in einem Tretmiststall, einer gut durchdachten Altbaulösung, und erhalten ausschließlich Grundfutter. Im Sommer können sie zwischen Heu im Stall und Gras auf der Weide wählen. Das Heu wird schonend und energieeffizient getrocknet. Seit 2019 wird das System der muttergebundenen Kälberaufzucht umgesetzt. 2016 sind Legehennen in zwei neue Ställe eingezogen und ebenfalls Hähnchen in mobilen Ställen aufgestallt worden. Der Betrieb setzt auf Zweinutzungsrassen. Die Produkte werden ab Hof, im eigenen Laden in München und über regionale Wiederverkäufer vermarktet. Ein Großteil wird im eigenen Catering-Betrieb und in der Hofkäserei veredelt. </p></p><p>Kategorie: Agrosilvopastorales System (Gehölze/ Ackerkulturen und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 54</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 9,5</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 31.12.2004</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li><li>Viehhaltung</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Erle (<i>Alnus spp.</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Energieholz</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li><li>Rinder</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>Auf dieser Fläche wird Obstbau mit Geflügelhaltung kombiniert. Das System dient auch als Demonstrations- und Versuchsfläche im Rahmen des Modellvorhaben ‚Unternehmen Revier‘. Die Bewirtschaftung erfolgt nach Demeter-Richtlinien. Die Ziele sind Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Biodiversität. 21 verschiedene Obstbäume u. -sträucher wurden in Reihen gepflanzt. Die Pflanzabstände in der Reihe sind abhängig von der Obstart, zwischen den Reihen beträgt er meistens 3,7 m, wurde aber z.T. an die jeweilige Obstart angepasst. Auf der Fläche stand zuvor eine reine Apfelanlage. Um eine wirtschaftlich interessante Umstellung einer Apfelanlage auf ein Agroforstsystem zu demonstrieren, wurde ein Teil der Apfelreihen zunächst stehen gelassen. Bei der Wahl der weiteren Obstarten und -sorten wurden Vermarktbarkeit und Standort berücksichtigt. Es wurden auch einige an diesem Standort ‚experimentelle‘ Obstarten angebaut, wie z.B. eine kältetolerante Feigensorte, um zu untersuchen, ob in dieser Region, gerade auch bei den zunehmend wärmeren Wintern, weitere interessante Obstarten kultiviert werden können. Die Beweidung erfolgt mit Hühnern einer alten Zweinutzungsrasse (Mobilställe). Sowohl Hennen als auch Hähnchen werden aufgezogen. Das Feld ist von Hecken umgeben, es werden Bienenstöcke aufgestellt. Der Standort ist gekennzeichnet durch folgende Charakteristiken: sandiger Lehm; Jahresmitteltemp.: 14⁰C; USDA-Winterhärtezone: 7b (-14,9 - -12,3⁰C) bis 8a (-12,2 - -9,5⁰C); Jahresniederschlag: ca. 600mm. Die Vermarktung der Produkte ist über einen Hofladen, das Hofcafé, das Schlossrestaurant, Selbstpflücke und andere Vermarktungswege geplant. Die hohe Biodiversität der Anlage ermöglicht eine hohe Produktvielfalt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, u.a. wird die Kohlenstoffakkumulation im Boden, die Entwicklung der Nährstoffgehalte und die Wirtschaftlichkeit untersucht. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, die auf der Anlage Untersuchungen durchführen, sind erwünscht</p></p><p>Kategorie: Silvopastorales System (Gehölze und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 1,5</p><p>Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %): 50</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 10.03.2021</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Viehhaltung</li><li>Obstbau</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Apfel (Kultursorte) (<i>Malus domestica</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Kirsche / Vogel-Kirsche (<i>Prunus avium</i>)</li><li>Pflaume (<i>Prunus domestica</i>)</li><li>Weide (<i>Salix spp.</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Kupfer-Felsenbirne (<i>Amelanchier lamarckii</i>)</li><li>Kornelkirsche (<i>Cornus mas</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Höhere Produktivität</li><li>Vielfältigere Produktpalette</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>
<p></p><p><p>geplant von Triebwerk | Die Agroforstfläche auf dem Antonihof, einem nach Bioland-Richtlinien arbeitendem Gemischtbetrieb in Baden-Württemberg, besteht in der Planung hauptsächlich aus Wertholzbäumen und Hecken. Von 42 ha sind bisher 26 ha Grünland mit Wertholzbäumen bepflanzt worden und zwar nicht in einem Alley-Cropping-System - wie sonst oft üblich, sondern in einem Raster mit einer Baumdichte von ca. 30 Bäumen/ha. Die Hecken sollen in Zukunft teilweise als Futterhecken dienen. Neben der Anpassung des Betriebes an den Klimawandel steht hier die Verbesserung des Tierwohls durch die schattenspendenden Bäume im Vordergrund. Die Rinderherde des Betriebes besteht aus den Zweinutzungsrassen Fleckvieh und Braunvieh, die diese Flächen mit täglichem Koppelwechsel und Holisitischem Weidemanagement beweiden. Ein Teil der Kühe wird nicht gemolken, sondern für die kuhgebundene Kälberaufzucht gehalten. Im Hofladen vertreibt der Antonihof neben hofeigener Milch, Rind- und Hähnchenfleisch, Eier sowie Produkte weiterer lokaler Hersteller.</p></p><p></p><p>Kategorie: Agrosilvopastorales System (Gehölze/ Ackerkulturen und Nutzvieh)</p><p>Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha): 26</p><p>Beginn der Flächenanlage (Datum): 01.03.2022</p><p>Betriebszweige: <ul><li>Ackerbau</li><li>Futterbau</li><li>Viehhaltung</li><li>Holzproduktion</li></ul></p><p>Baumarten: <ul><li>Ahorn (<i>Acer spp.</i>)</li><li>Birke (<i>Betula spp.</i>)</li><li>Birne (Kultursorte) (<i>Pyrus communis</i>)</li><li>Erle (<i>Alnus spp.</i>)</li><li>Kirsche / Vogel-Kirsche (<i>Prunus avium</i>)</li><li>Pappel (<i>Populus spp.</i>)</li><li>Ulme (<i>Ulmus spp.</i>)</li><li>Walnuss / Schwarznuss (<i>Juglans nigra</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Bäume: <ul><li>Stammholz</li><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li></ul></p><p>Straucharten: <ul><li>Haselnuss (<i>Corylus avellana</i>)</li><li>Hartriegel (<i>Cornus spp.</i>)</li><li>Schwarzer Holunder (<i>Sambucus nigra</i>)</li><li>Weißdorn (<i>Crataegus spp.</i>)</li></ul></p><p>(Angestrebte) Nutzung der Sträucher: <ul><li>Ökologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)</li><li>andere stoffliche Nutzung</li></ul></p><p>Nutztierarten im Agroforstsystem: <ul><li>Geflügel</li><li>Rinder</li></ul></p><p>Hauptfruchtarten im Agroforstsystem: <ul><li>Hafer</li><li>Roggen</li><li>Weizen</li></ul></p><p>Motivation / Gründe für die Anlage des Agroforstsystems: <ul><li>ökologisches Gleichgewicht herstellen</li><li>Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz</li><li>Schutzwirkung für Vieh</li></ul></p><p>Interesse an Produktabnahme / -vermarktung: Ja</p>