API src

Found 1366 results.

Similar terms

s/cartographie/Kartographie/gi

Sonderforschungsbereich (SFB) 1502: Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement, Teilprojekt C04: Assimilation von Schnee-Satellitendaten und ihre Auswirkungen auf den hydrologischen Kreislauf und die atmosphärischen Flüsse

Das Projekt C04 zielt darauf ab, ein Schneedaten-Assimilationsschema für das vollständig gekoppelte Erdsystemmodell zu entwickeln und zu implementieren, das Schnee-Beobachtungen optimal mit Modellsimulationen zusammenführt, um die kontinentalskaligen Schneeschätzungen zu verbessern. Außerdem werden wir die Auswirkungen der verbesserten Schneeschätzungen auf die hydrologischen Prozesse, als auch auf die Atmosphäre, durch den Schnee-Albedo-Effekt und die Bodenfeuchte-Niederschlags-Rückkopplungen untersuchen. Dieses Projekt trägt zur Entwicklung von Assimilationsstrategien auf der Basis von Fernerkundungsdaten bei, um die Schneeschätzungen in vollständig gekoppelten Modellen zu verbessern.

Preußische Urmesstischblätter 1 : 25 000

Die Herstellung der Preußischen Urmesstischblätter begann 1822 für das gesamte Staatsgebiet Preußens. Die Karten waren handgezeichnete Unikate im Maßstab 1 : 25 000. Sie wurden nicht veröffentlicht, sie sollten lediglich die Grundlage für Kartenwerke kleinerer Maßstäbe bilden. Mit der -Instruction für die topographischen Arbeiten des Königlich Preußischen Generalstabes- von 1821 und mit den -Erläuterungen zu den Musterblättern für die topographischen Arbeiten des Königlich Preußischen Generalstabes- wurden inhaltliche und gestalterische Festlegungen getroffen. Die Ur-messtischblätter markieren den Anfang der topographischen Kartographie, die sich in verschiedenen Etappen weiterentwickelt hat, aber bis heute auf diesen Wurzeln basiert. Die Karten stehen plano zur Verfügung und sind überwiegend als Druck erhältlich. Einzelne Kartenblätter wurden in der Farbgebung überarbeitet und ähneln somit noch mehr dem Original. Diese sind als hochwertiger Plot erhältlich.

Skalenübergreifende Charakterisierung von polaren Permafrost-Landschaften mittels Flugzeug- und Satellitengestützen Daten und geophysikalischen in-situ Messungen

Im Lauf der letzten Dekaden wurde für große Teile der Arktis eine signifikante Erwärmung der Erdoberfläche und des oberflächennahen Untergrunds beobachtet. Deren Folgen zeigen sich bereits heute - beispielsweise in einer Ausbreitung der Buschvegetation und einer Vertiefung der saisonalen Auftauschicht. In Anbetracht der Bedeutung von Änderungen in Permafrostregionen für Umwelt, Infrastruktur und Klimasystem besteht ein dringender Bedarf, Parameter dieses Raumes großflächig zu bestimmen und kontinuierlich zu überwachen. Durch die Weite und spärlichen Besiedelung der Arktis sind diese Umweltdaten jedoch nur unzureichend verfügbar und ihre Erhebung ist kostenintensiv. In diesem Kontext können fernerkundliche Daten einen wichtigen Beitrag leisten; Flugzeug- und Satellitengestützte Systeme ermöglichen eine effiziente und flächendeckende Aufnahme von Oberflächeneigenschaften. Ziel des Projekts ist die Identifizierung und Quantifizierung von Zusammenhängen zwischen Eigenschaften der Erdoberfläche, welche durch Fernerkundung abgeleitet werden können, und Eigenschaften des Untergrunds, die den Zustand von Permafrostgebieten charakterisieren. Basierend auf diesen Ergebnissen ist ein weiteres Ziel die Erstellung von konzeptionellen Modellen, welche die Verschränkung und Verbindung von Umwelt-Parameter zeigen. Die Arbeiten werden in einem skalenübergreifenden Multi-Sensor-Ansatz durchgeführt. Der Fokus wird dabei auf die Identifizierung der Kopplungen zwischen Oberfläche und Untergrund, sowie auf den Einfluss des Betrachtungsmaßstabs gelegt. Als fernerkundliche Daten stehen zur Verfügung: (1) grob aufgelöste optische und thermische Satellitendaten, (2) mittel-aufgelöste Radar- und Multi-Spektraldaten und (3) hoch-aufgelöste Thermal-, Hyperspektral- und Laserscanner-Daten von regionalen Befliegungen. Die Charakterisierung des Untergrunds erfolgt mittels (1) geomorphologischer Kartierung, (2) Zeitreihen-Analyse der Temperatur und Bodenfeuchte aus abgeteuften Sensoren, (3) Ground Penetrating Radar (GPR) und (4) elektrischen Widerstandsmessungen. Fernerkundliche Daten der Erdoberfläche und geophysikalische Daten zum Untergrund werden mit multivariaten statistischen Methoden analysiert - mit dem Ziel Zusammenhängen zwischen Oberflächen- und Untergrund-Parametern des periglazialen Systems zu identifizieren und zu quantifizieren. Als Untersuchungsgebiete wurden die Mackenzie Delta Region und das Peel Plateau identifiziert. Beide Regionen liegen in Nord Kanada und zeigen innerhalb geringer Distanzen verschiedenartige, durch Permafrost geprägte Ökosysteme. Zudem stehen durch Vorstudien Daten zur Verfügung; zum einen Referenzdaten von Feld-Kampagnen und zum anderen Satellitenbilder verschiedener Sensoren. Darüber hinaus wird vom Alfred Wegener Institut eine Befliegung dieser Gebiete geplant und finanziert. Das Flugzeug wird mit einer vielfältigen Instrumentenauswahl bestückt; u. a. ein flugzeuggetragenes GPR, ein Laserscanner und eine hyperspektral Kamera.

Unraveling the genetic architecture of winter hardiness and quality traits in durum by genome wide and canidate gene based association mapping

Durum wheat is mainly grown as a summer crop. An introduction of a winter form failed until now due to the difficulty to combine winter hardiness with required process quality. Winter hardiness is a complex trait, but in most regions the frost tolerance is decisive. Thereby a major QTL, which was found in T. monococcum, T.aestivum, H. vulgare and S.cereale on chromosome 5, seems especially important. With genotyping by sequencing it is now possible to make association mapping based on very high dense marker maps, which delivers new possibilities to detect main and epistatic effects. Furthermore, new sequencing techniques allow candidate gene based association mapping. The main aim of the project is to unravel the genetic architecture of frost tolerance and quality traits in durum. Thereby, the objectives are to (1) determine the genetic variance, heritability and correlations among frost tolerance and quality traits, (2) examine linkage disequilibrium and population structure, (3) investigate sequence polymorphism at candidate genes for frost tolerance, and (4) perform candidate gene based and genome wide association mapping.

Starkregen- und Überflutungsgefahren 2025

Die zwei Kartenthemen bestehen jeweils aus mehreren thematisch und räumlich unterschiedlichen Ebenen. Die Ebenen sind teilweise voneinander unabhängig aussagekräftig. Die Starkregenhinweiskarte basiert maßgeblich auf folgenden Produkten: Hinweiskarte Starkregen des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie topografische Senkenanalyse der BWB, starkregenbedingte Feuerwehreinsätze der Berliner Feuerwehr für das Land Berlin. Die Hinweiskarte Starkregen wurde vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) in Zusammenarbeit mit den Ländern für die gesamte Fläche Nord- und Ostdeutschlands (11 Bundesländer) im Zeitraum 2023/2025 erarbeitet. Für Berlin-Brandenburg wurde dies in einem Los durchgeführt. Die Karte zeigt die simulierten Überflutungsflächen und -tiefen sowie Fließgeschwindigkeiten /-richtungen für folgende Szenarien: außergewöhnliches Ereignis: 100-jährliches Niederschlagsereignis (T = 100a, Dauerstufe 1 Stunde) mit einem Euler-Typ II Niederschlagsverteilung. extremes Ereignis: 100 mm Niederschlagsereignis in einer Stunde (T extrem) mit einem Blockregenverteilung. Grundlage hierfür sind diverse Geodaten des Bundes und der Länder, insbesondere ein hochaufgelöstes digitales Geländemodell sowie Daten zur Flächennutzung, wie zum Beispiel zur Bebauung. Die Ergebnisse basieren auf einer Modellierung der oberflächlich abfließenden Regenmenge, ähnlich dem Modell für die Starkregengefahrenkarte Berlins (siehe unten). Allerdings wurden die Versickerungsleistung des Untergrundes und das Kanalnetz nicht in die Berechnungen einbezogen und stellen somit eine erhebliche Vereinfachung dar (weitere Informationen finden sich hier ). Die topographische Senkenanalyse ist das Ergebnis einer Analyse des Digitalen Geländemodells (ATKIS® DGM – Digitales Geländemodell, 2021) unter Berücksichtigung der Gebäudeflächen und Durchfahrten sowie Geschossinformationen (ALKIS®- Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem, 2021), welche durch die BWB im Jahr 2022 durchgeführt wurde. Es erfolgte eine GIS-Analyse zur Ermittlung der Senken, Fließwege und Abflussakkumulation basierend auf dem vorgeglätteten DGM. Die Gebäude wurden als nicht überströmbare Abflusshindernisse in das DGM integriert und Senken in umschlossenen Innenhöfen ausgeschlossen. Folgende Senkenattribute wurden basierend auf einer zonalen Statistik abgeleitet und werden in den Sachdaten dargestellt: Fläche Einzugsgebiet (DrainArea [m²]) Fläche Senke (FillArea [m²]) Maximale Tiefe der Senke (FillDepth [cm]) Geländehöhe Senkenbasis (BottomElev [m]) Geländehöhe maximaler Füllstand (FillElev [m]) Füllvolumen (FillVolume [m³]) Basierend auf folgenden Parametern wurden die relevanten Senken ermittelt: Senkentiefe mindestens 20 cm, Senkenfläche mindestens 4 m², Senkenvolumen mindestens 2 m³, Senkeneinzugsgebiet mindestens 200 m². Der Datensatz der Feuerwehreinsätze zeigt Meldungen der Berliner Feuerwehr in Bezug auf ,,Wasser”, welche anhand des Meldungstextes mit Starkregen in Verbindung zu bringen sind und an Starkregentagen aufgenommen wurden. Der Datensatz wurde durch die Berliner Feuerwehr erfasst und durch die BWB prozessiert (sogenannter Überflutungsatlas). Die BWB haben die Feuerwehreinsätze mit den Niederschlagsdaten der BWB an diesem Tag und Ort abgeglichen und ein anzunehmendes Wiederkehrintervall (T) des aufgetretenen Niederschlagsereignisses zugeordnet. Dopplungen wurden entfernt. Folgende Attribute wurden abgeleitet und werden in den Sachdaten dargestellt: Datum (angelegt) Wiederkehrintervall (T) Ortsteil Die Daten wurden räumlich über die Berliner Adressdatei geocodiert. Der Zeitraum der Meldungen umfasst einerseits den Zeitraum 2005 bis 2017 anderseits 2018 bis 2021. Diese Datensätze wurden zu einem Datensatz von 2005 bis September 2021 zusammengefasst. Zwecks Aggregierung und Darstellung wurden die Daten auf Blockteilflächen und Straßenflächen des Informationssystems Stadt und Umwelt (ISU5 2021) zusammengefasst und klassifiziert. In Berlin wird die Analyse zu Starkregengefahren auf Basis eines gekoppelten 1D-Kanalnetz und eines 2D-Oberflächenabflussmodells (1D/2D gekoppeltes Modell) durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird die Berechnung der Abflussvorgänge im Kanalnetz (1D) mit der zweidimensionalen hydrodynamischen Modellierung der Oberflächenabflüsse (2D) kombiniert, um einen bidirektionalen Austausch von Wasservolumen, d.h. einen Austausch in beide Richtungen, zwischen Oberfläche und Kanalnetz an den Schächten und Straßenabläufen zu berücksichtigen. Die Erarbeitung der Starkregengefahren erfolgt basierend auf der von den BWB und der für Wasserwirtschaft zuständigen Senatsverwaltung gemeinsam entwickelten Leistungsbeschreibung „Erstellung von Starkregengefahrenkarten für Berliner Misch- bzw. Regenwassereinzugsgebiete“. Voraussetzung sind Daten zu Topographie, Gebäuden, Straßen, Versiegelung und bodenkundlichen Kennwerten sowie Kanalnetzdaten . Für die 1D-Modellierung des Kanalnetzes wird das aktuelle Kanalnetz (Misch- oder Trennkanalisation) der BWB verwendet. Die Entwässerungsinfrastruktur wird durch ein Kanalnetzmodell abgebildet, wobei dieses u.a. Schächte, Straßenabläufe, Haltungen und Haltungsflächen berücksichtigt. Auf Grundlage des digitalen Geländemodells wird ein detailliertes, lückenloses und überlappungsfreies 2D-Oberflächenmodell erstellt und um standardisierte Dachformen der Gebäudedaten ergänzt. Mauern oder Bordsteine werden durch Bruchkanten berücksichtigt. Die Oberflächenbeschaffenheit des Untersuchungsgebietes beeinflusst die Abflussbildung und -konzentration, daher wird basierend auf den entsprechenden Datengrundlagen (siehe Kapitel Datengrundlage) zwischen Gebäudeflächen, Straßen und Wegen, Gewässer und Grünflächen unterschieden. Mauern, Bordsteine oder ähnliche linienhafte Elemente können Abflusshindernisse darstellen, werden aufgrund der Auflösung jedoch nicht durch das DGM abgebildet und werden – falls sie abflussrelevant sind – nachträglich über Bruchkanten berücksichtigt. Maßgebliche Datensätze für Gebäudeflächen sind die ALKIS-Gebäude und der Datensatz der Gründächer (im Bereich der Kleingärten). Bei der Abflussbildung von Dachflächen wird zwischen einleitenden und nicht einleitenden Dächern basierend auf den Daten der Erfassung des Niederschlagsentgelts unterschieden. Einleitende Dächer werden in der Modellierung als direkt an den Kanal angeschlossen betrachtet (1D-Abflussbildung). Bei nicht einleitenden Dächern erfolgt die Abflussbildung über das Oberflächenabflussmodell. In diesem Fall wird der effektive Niederschlag auf die umliegende Oberfläche verteilt, indem das Prinzip der Randverteilung angewendet wird. Straßen und Wege umfassen alle befestigten Flächen, wie Straßen, Wege, Plätze und private versiegelte Flächen. Die Abflussbildung dieser Flächen erfolgt über das 2D-Oberflächenabflussmodell und es wird nicht zwischen einleitend und nicht einleitend unterschieden. Als Gewässerflächen werden alle stehenden Gewässer und Fließgewässer aus dem ALKIS-Datensatz angenommen. Alle restlichen Flächen werden als Grünflächen angesetzt. Für diese Flächen werden im Modell entsprechende Abflussparameter, wie Benetzungs- und Muldenverluste sowie Anfangs- und Endabflussbeiwerte, basierend auf Literaturwerten, angesetzt. Das Modell bildet den Rückhalt der Vegetation (Interzeption), die Versickerungsfähigkeit des Bodens und die Oberflächenrauheiten ab. Für Hochwasserrisikogebiete (SenMVKU, 2024) wurden in Berlin im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie bereits Hochwassergefahrenkarten erarbeitet und Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. Um keine Überschneidungen mit den Starkregengefahrenkarten zu erzielen, werden diese Gewässer als hydraulisch voll leistungsfähig angenommen. Außerdem wird für bestimmte Gewässer (z.B. Gewässer 1. Ordnung, Nordgraben) angenommen, dass diese bei kurzen Starkregenereignissen ausreichend hydraulisch leistungsfähig sind. Ein „Anspringen“ ist erst bei länger anhaltenden, räumlich ausgeprägteren Niederschlagsereignissen zu erwarten. Das Modell geht davon aus, dass ein Austritt von Wasser und somit eine Überflutung von diesen Gewässern methodisch nicht möglich ist. Außerdem werden diese Gewässer mit einem einheitlichen Vorflutwasserstand für ein mittleres Hochwasser (für das seltene und außergewöhnliche Ereignis) sowie für ein 100-jährliches Hochwasser (für das extreme Ereignis) angenommen. Im Modell werden für das seltene und außergewöhnliche Ereignis die tatsächlichen Gewässerverrohrungen bzw. -durchlässe angesetzt. Für das Szenario Extremereignis gilt, dass Durchlässe teilverklaust (Durchmesser > 0,5 m (> DN 500)) oder vollständig verklaust (Durchmesser ≤ 0,5 m (≤ DN 500)) angenommen werden, es sei denn, ein Raumrechen verhindert eine Verklausung. Mit dem aufgestellten Modell werden die Überflutungen von Niederschlagsszenarien mit unterschiedlicher Jährlichkeit berechnet, wobei für die Niederschlagshöhen die koordinierte Starkniederschlagsregionalisierung und -auswertung (KOSTRA) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zugrunde gelegt werden. Es kommt die Revision des Datensatzes KOSTRA-DWD-2020 zum Einsatz. Folgende Szenarien werden im Rahmen des Starkregenrisikomanagements in Berlin betrachtet: seltenes Ereignis : 30 bzw. 50-jährliches Niederschlagsereignis (T = 30a bzw. T = 50a, Dauerstufe 180 Min.) mit einer Euler-Typ II Niederschlagsverteilung außergewöhnliches Ereignis : 100-jährliches Niederschlagsereignis (T = 100a, Dauerstufe 180 Min.) mit einer Euler-Typ II Niederschlagsverteilung extremes Ereignis : 100 mm Niederschlagsereignis in einer Stunde (T extrem) mit einer Blockregenverteilung. Basierend auf einer Sensitivitätsanalyse wurde die maßgebliche Dauerstufe mit 180 Minuten für Berlin ermittelt, wobei hier der höchste Wasserstand als maßgeblich betrachtet wird. Für die Intensität und für den zeitlichen Niederschlagsverlauf wird die Euler-Typ II Verteilung (seltenes und außergewöhnliches Ereignis) oder ein Blockregen mit einer Regendauer von 60 Minuten (extremes Ereignis) angenommen. Neben der Beregnungszeit, die der Dauerstufe der betrachteten Szenarien entspricht, wird in der Modellierung jeweils eine einstündige Nachlaufzeit berücksichtigt. Die Plausibilitätsprüfung erfolgt aufgrund der Ergebnisse des außergewöhnlichen Ereignisses. Es werden unplausible Abflusspfade und Wasseransammlungen ggf. durch Ortsbegehungen geprüft, und nicht berücksichtigte, hydraulisch relevante Strukturen nachgepflegt. Die Methode ist sehr daten- und rechenintensiv, so dass sie nicht berlinweit, sondern nur für ausgewählte Bereiche sukzessive angewandt werden kann. Dafür bietet sie relativ genaue und belastbare Ergebnisse und mit der Methode lassen sich die Abflussbildung und Abflusskonzentration nachvollziehen. Es werden kontinuierlich weitere Gebiete mit der gekoppelten 1D/2D Simulation gerechnet und anschließend online verfügbar gemacht. Die nachfolgende Tabelle zeigt, für welche Gebiete bisher Starkregengefahrenkarten erarbeitet wurden.

Digitale Übersichtskarte Niedersachsen 1 : 1 000 000 (DÜKN1000)

Auf der Digitalen Übersichtskarte Niedersachsen im Maßstab 1 : 1 000 000 wird der Nordwestdeutsche Raum bis zu den Niederlanden abgebildet. Die Eckpunkte bilden die Städte Heide (Schleswig-Holstein), Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern), Naumburg (Sachsen-Anhalt), Neuss (Nordrhein-Westfalen), Groningen (Niederlande). Das Bundesland Niedersachsen aber auch Hamburg und Bremen werden damit vollständig dargestellt. Auch Teile der Nachbarländer mit den Städten Lübeck, Schwerin, Magdeburg, Kassel und dem Ruhrgebiet liegen innerhalb des dargestellten Gebietes. Siedlungs-, Gewässer- und Verkehrsstrukturen werden deutlich hervorgehoben. Die naturräumliche Gliederung ist zu erkennen. Damit eignet sich die Karte für überregionale Orientierung, Planung und Forschung. Größere Naturräume, Siedlungsflächen, Flüsse, Gewässerflächen und Kanäle sind mit Namen versehen. Sämtliche niedersächsischen Städte und Gemeinden sind in der Karte dargestellt. Bei Samtgemeinden ist die Gemeinde mit dem Verwaltungssitz verzeichnet. Die Größe der Ortsbeschriftung weist auf die Einwohnerzahl hin. Im Aufbau sind die Inhaltselemente in Ebenen (Layer) gegliedert, diese Einzellayer werden auch einzeln angeboten.Weitere Informationen: http://www.lgn.niedersachsen.de/live/live.php?&navigation_id=11011&article_id=51657&_psmand=35

Digitale Übersichtskarte 1 : 2 500 000 (DÜKN2500)

Auf der Digitalen Übersichtskarte im Maßstab 1 : 2 500 000 wird der Nordwestdeutsche Raum bis zu den Niederlanden abgebildet. Das Bundesland Niedersachsen aber auch Hamburg und Bremen werden damit vollständig dargestellt Auch Teile der Nachbarländer mit den Städten Lübeck, Schwerin, Magdeburg, Kassel und dem Ruhrgebiet liegen innerhalb des dargestellten Gebietes. Siedlungs-, Gewässer- und Verkehrsstrukturen werden hervorgehoben. Die naturräumliche Gliederung ist zu erkennen. Damit eignet sich die Karte für überregionale Orientierung, Planung und Forschung.

Digitale Übersichtskarte Niedersachsen 1 : 500 000 (DÜKN500)

Die Digitale Übersichtskarte Niedersachsen 1:500 000 (DÜKN500) bildet das Land Niedersachsen flächendeckend ab und ist geeignet für eine Gesamtbetrachtung des Landes. Sie wird in den Varianten Normalausgabe und Verwaltungsausgabe angeboten. Auf der Normalausgabe ( Ausgabejahr 2017) werden Siedlungs- und Verkehrsstrukturen deutlich hervorgehoben. Sie bietet einen ausgezeichneten Überblick für den Fernverkehr und eine schnelle Orientierung für Ortssuchende. Zusätzlich werden die Geländeformen durch Höhenpunkte verdeutlicht. Eine zeitgemäße GPS-Orientierung ist durch das aufgedruckte UTM-Koordinatengitter möglich. Die Verwaltungsausgabe (Ausgabejahr 2013) liefert auf einer farbreduzierten Kartengrundlage eine Übersicht der politischen Gliederung Niedersachsens bis hinunter zur Darstellung einer Samtgemeinde. Dabei werden die Verwaltungseinheiten durch Zahlenkürzel oder Buchstaben-/Zahlen- Kürzel bezeichnet. Die dazugehörigen Namen finden sich übersichtlich im systematischen Verzeichnis der Verwaltungseinheiten auf der Kartenrückseite. Außerdem enthält die Karte ein TK25-Blattgitter. Damit kann schnell die passende Topographische Karte zu jeder Region gefunden werden

Hessen H 1000 V

In der topographischen Gebietskarte im Maßstab 1:1.000.000 wird das gesamte Land Hessen auf einem Kartenblatt der Größe 21 cm x 30 cm abgebildet. In der schwarz-weißen Verwaltungsausgabe H 1000 V werden nur Städte sowie Regierungsbezirks-, Kreis- und Gemeindegrenzen dargestellt.

Newsletter Klimafolgen und Anpassung - Nr.: 95

Liebe Leser*innen, der Frühling hat sich in den vergangenen Wochen von seiner besonders angenehmen Seite gezeigt. Doch bei aller Freude über sonnige Tage fällt der geringe Niederschlag deutlich ins Gewicht – die daraus resultierende Trockenheit zeigt bereits Auswirkungen auf die Natur und birgt Risiken. Um solchen Herausforderungen zu begegnen, braucht es gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen – und dafür qualifizierte Fachkräfte mit passenden Kompetenzen. Doch welche Berufe sind besonders gefragt? Und wie verändern sich die Anforderungen? Ein Projekt des Umweltbundesamtes ist diesen Fragen nachgegangen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Schwerpunktartikel . Außerdem in diesem Newsletter: neue Fördermöglichkeiten, zahlreiche Mitmachaktionen, praxisnahe Handlungsempfehlungen für Bürger*innen und Kommunen – und vieles mehr. Herzliche Grüße Ihr KomPass-Team im Umweltbundesamt Klimaanpassung: Diese Berufe und Kompetenzen sind gefragt Waldbrände werden auch in Deutschland häufiger Quelle: Tino Hemmann / Fotolia Um Klimaanpassungsmaßnahmen effektiv durchführen zu können braucht es entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Welche veränderten Kompetenzen in wichtigen Berufsgruppen für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen nötig sind, hat ein Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht. Für drei Ausbildungsberufe haben das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die beruflichen Kompetenzanforderungen für Klimaanpassung genauer unter die Lupe genommen. Im Bericht „Kompetenzen für Klimaanpassung“ geben sie zudem Handlungsempfehlungen für einen effektiven Beitrag der beruflichen Bildung zur Klimaanpassung. Handbuch für mehr Stadtgrün im öffentlichen Raum Urbane Gebiete mit viel Versiegelung können mit naturbasierten Lösungen wie Pflanzkübeln, Baumscheibenbegrünung oder Regenwassersammlung Klimaanpassung im öffentlichen Raum fördern. Das neue „Handbuch für mehr Stadtgrün im öffentlichen Raum“ richtet sich an Menschen, die in ihrer eigenen Nachbarschaft aktiv werden möchten. Es gibt Empfehlungen für die Planung, Umsetzung und Pflege von Stadtgrün, stellt Praxisbeispiele vor und gibt Tipps zum Weiterlesen. Es wurde vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) im Projekt „Klimaanpassung selbstgemacht“ im Auftrag des Umweltbundesamtes erarbeitet. Bis 22. Mai bewerben: Städtecoaching zu blaugrünen Infrastrukturen Im Rahmen des Projektes Blue Green City Coaching, werden kleinere deutsche Großstädte mit 100.000 bis 300.000 Einwohner*innen bei der Umsetzung von blaugrünen Infrastrukturen unterstützt. Interessierte Kommunen können sich bis 22. Mai 2025 für ein individuell zugeschnittenes Coaching über einen Online-Fragebogen bewerben. Die zehn ausgewählten Kommunen werden ab Herbst 2025 für anderhalb Jahre intensiv begleitet. Kontakt: bluegreencitycoaching@ufz.de BMUV: Neue Förderung von Entsiegelung in Kommunen für natürlichen Klimaschutz ++ Start Regionalbüros Das Bundesumweltministerium (BMUV) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) setzen die stark nachgefragte Fördermaßnahme „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ fort. Neu hinzugekommen ist die Förderung von Entsiegelungsmaßnahmen und -konzepten. Zum natürlichen Klimaschutz gibt es neue Anlaufstellen auf Landesebene: Neue Regionalbüros in bislang 13 Bundesländern beraten Kommunen, Verbände, Flächeneigentümer*innen sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe. BMUV: Förderung neuer Konzepte für nachhaltige Klimaanpassung und natürlichen Klimaschutz in Kommunen – bis 15. August 2025 bewerben Kommunen können sich ab dem 15. Mai 2025 um eine Förderung für Klimaanpassungskonzepte bewerben. Unterstützt werden insbesondere Synergien zwischen Klimaanpassung, natürlichem Klimaschutz und der Stärkung der Biodiversität sowie Maßnahmen unter Einsatz naturbasierter Lösungen. Hamburg: Klimaanpassungsstrategie zur Vorbereitung auf Extremwetter vorgestellt Der Hamburger Senat hat eine neue Strategie beschlossen, um die Metropole an die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Ziel ist es, sich auf Risiken durch zunehmende Extremwetter wie Sturmfluten, Starkregen, Hitze und Dürre vorzubereiten. Auf diese Weise will der Senat Menschen schützen, Infrastruktur ertüchtigen und Lebensqualität bewahren. Alle Hamburger Behörden und Bezirksämter sowie einige öffentliche Unternehmen und Landesbetriebe haben sich in die Strategie eingebracht. Die Strategie blickt vorausschauend bis ins nächste Jahrhundert, etwa um den Schutz vor Sturmfluten zu gewährleisten. Niedersachsen investiert in den Hochwasserschutz Das Land Niedersachsen hat mit dem Haushalt 2025 den Hochwasserschutz finanziell, personell und organisatorisch dauerhaft gestärkt. Bis 2048 werden die Landesmittel für den Hochwasserschutz um 10,6 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Das betrifft den Neubau und die Verstärkung von Hochwasserschutzanlagen ebenso wie die Instandsetzung von Schöpfwerken. Im März hat der Umweltminister den offiziellen Start für eine wichtige Deicherhöhung an der Elbe im Landkreis Lüchow-Dannenberg gegeben. Berlin und Brandenburg: Starkregenvorsorgekarte veröffentlicht Bezirke, Behörden sowie Privatpersonen können sich auf einer flächendeckenden Karte der Länder Berlin und Brandenburg über potenzielle Gefahrenbereiche aufgrund von Überflutungen bei Starkregenereignissen informieren. Die Karte gibt Hinweise zu Wassertiefen, Fließgeschwindigkeiten und Fließrichtungen und stellt zwei Szenarien von „außergewöhnlichen“ und „extremen“ Starkregenereignissen dar. Die Karte wurde gemeinsam mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) erarbeitet. Berlin: Blau-grüne Allianz für Schwammstadt-Projekte Das Land Berlin möchte den schwammstadtgerechten Umbau des Berliner Bestands vorantreiben. Dafür sollen auf landeseigenen Arealen und grundstücksübergreifend beispielgebende Vorhaben umgesetzt werden. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat zu diesem Zweck gemeinsam mit Grün Berlin GmbH, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und der Berliner Wasserbetriebe eine „Blau-grüne Allianz“ gebildet. Berliner Schulen setzen Klimaschutz mit Fassadenbegrünungen und Bildung um Bei diesem Klimaschutzprojekt der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) waren Schüler*innen von Beginn an aktiv eingebunden: Das Pilotprojekt „Fassadenbegrünung und Biomasseverwertung für Klimaschutz an Schulen“ (FaBiKli) hat Begrünungssysteme an drei Berliner Schulen installiert und in den Schulalltag integriert. Über 700 Schüler*innen konnten erreicht werden und ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltiges Handeln entwickeln. Leuphana: Studierende entwickeln Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen Zwei Semester lang beschäftigten sich Studierende aus dem Masterstudiengang „Nachhaltigkeitswissenschaften“ der Leuphana Universität mit lokalen Herausforderungen im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung. Ziel des Projekts „StudiKommKlima“ ist es, Studierende für den Beruf als kommunale Klimamanager*innen zu qualifizieren. Die Studierenden entwickelten konkrete Maßnahmen, die sie dem Ausschuss für Klimaneutralität 2030 des Landkreises Lüneburg vorstellten. „Netzwerk Klimaanpassung lokal“ vernetzt fünf NRW-Pilotkommunen Das Projekt „Netzwerk Klimaanpassung lokal“ verfolgt das Ziel, ein starkes, selbständig agierendes Netzwerk für Klimaanpassung vor Ort zu schaffen. In fünf ausgewählten Pilotkommunen – Emsdetten, Herford, Kamp-Lintfort, Siegen und Wesseling – bringt das Projekt Akteure aus Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung, Politik sowie Wirtschaft und Industrie zusammen. Bis Ende 2026 soll so ein tragfähiges Netzwerk für kommunale Klimaanpassung entstehen. Bremen-Kattenturm: Potenzialstudie und Maßnahmenkatalog Die Potenzialstudie zur Klimaanpassung im Bremer Stadtteil Kattenturm zeigt, wie den Veränderungen aufgrund des Klimawandels begegnet werden kann. Erstmals wurden Erfahrungen mit Extremwetter von Menschen aus dem Stadtteil aufgenommen. In Beteiligungsformaten wie Stadtspaziergängen und Social Design/Prototyping entwickelten Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonal Anpassungsmaßnahmen an Extremwetterereignisse für den Alltag. Die Studie enthält weiterhin einen Maßnahmenkatalog aus sieben Projektvorschlägen, die ressortübergreifend erarbeitet wurden. Handreichung für Kommunen: Klimaanpassung über Wasserrückhalt und Kühlung durch Verdunstung Damit Kommunen Klimaanpassungsmaßnahmen umsetzen können, ist es notwendig, diese in die planerischen Prozesse einzuordnen. Das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Projekt „Informationsgestützte antizipative wasserhaushaltsbasierte Anpassung an den Klimawandel Elbe-Elster“ hat mögliche formelle und informelle Planungsinstrumente erarbeitet, um damit den Wasserrückhalt in der Fläche und die Landschaftskühlung zu stärken. Eine nun veröffentlichte Handreichung soll Kommunen befähigen, Klimaanpassung in ihre Planungen zu integrieren oder informell umzusetzen. Der Handlungsleitfaden beruht auf der Landesgesetzgebung in Brandenburg. 15.-19. September 2025: Woche der Klimaanpassung Zum vierten Mal findet in diesem Jahr vom 15. bis zum 19. September die Woche der Klimaanpassung statt. Ziel der Aktion ist es, der Klimaanpassung in Deutschland eine hohe Sichtbarkeit zu verleihen und Maßnahmen zu präsentieren, die zur Nachahmung animieren. Die Woche steht unter dem Motto #GemeinsamFürKlimaanpassung. Auf Initiative des Bundesumweltministeriums (BMUV) wird die Aktionswoche vom Zentrum Klimaanpassung durchgeführt. Ab sofort können Events in den Online-Kalender eingetragen werden. DWD: Naturgefahrenportal für bessere Vorsorge in der Bevölkerung Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am 11. April 2025 das neue Naturgefahrenportal gestartet. Es bietet aktuelle Warnungen, ortsbezogene Gefahrenanalysen und praktische Tipps zur Vorsorge bei Naturereignissen wie Hochwasser oder Sturmflut. Ziel ist es, die Bevölkerung besser auf extreme Wetterlagen vorzubereiten. Das Portal bündelt erstmals zentral Frühwarnungen und Informationen zu wetterbedingten Naturgefahren in Deutschland. 4. Juni 2025: Hitzeaktionstag Ein breites Bündnis von Akteuren aus dem Gesundheitsschutz und aus dem Klimaschutz ruft zum dritten Hitzeaktionstag auf. Am 4. Juni 2025 organisieren zahlreiche Akteure im gesamten Bundesgebiet Aktionen und Veranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung des Bewusstseins für die Gefahren von Hitze und Schutzmaßnahmen sowie der Vernetzungsgedanke. Beteiligen auch Sie sich als Institution, Verband oder Einzelperson. „Nach der Flutkatastrophe“: Difu-Praxisleitfaden zeigt Strategien und Beispiele für Kommunen Mit einem Praxisleitfaden unterstützt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) von Hochwasser betroffene Kommunen beim Wiederaufbau. In verschiedenen Handlungsfeldern gibt die Handreichung Hinweise auf geeignete Maßnahmen und zeigt Praxisbeispiele für eine klimaresiliente Siedlungsentwicklung im Wiederaufbauprozess. Der Leitfaden richtet sich an alle Kommunen, die rechtzeitig in die Resilienz ihrer Siedlungs- und Infrastrukturen investieren wollen, damit die Schadensbilanz bei einem künftigen Hochwasserereignis möglichst gering ausfällt. „Abpflastern“: Studierende suchen Deutschland Entsiegelungs-Meister Studierende der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung haben den Wettbewerb „Abpflastern“ ins Leben gerufen. Die Idee: Städte und Gemeinden treten in einen freundschaftlichen Wettbewerb zum Thema Entsiegelung, um auf diese Weise etwas für das Wassermanagement, den Hitzeschutz und den Naturschutz zu tun. Teilnehmen können Einzelpersonen, Nachbarschaftsgruppen, Schulen, Kirchen, Unternehmen oder die kommunale Verwaltung. Der Wettbewerb läuft bis zum 31. Oktober 2025. BlueGreenStreets: Planungshilfen für wassersensible Entwicklung in Toolbox 2.0 Mit einem Set von Planungshilfen unterstützt das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Projekt BlueGreenStreets Kommunen bei der Planung rund um das Thema Schwammstadt im Straßenraum. Die „Toolbox 2.0“ des Projektes enthält etwa Dokumente zur wassersensiblen Planung als Beitrag zur Hitze- und Starkregenvorsorge, zur verwaltungsinternen Zusammenarbeit oder eine Definition von Typologien von Baumstandorten mit Regenwasserbewirtschaftung. Die Tools wurden in Berlin, Hamburg und Neuenhagen bei Berlin gemeinsam mit Stadtakteuren erprobt. DIN ruft zur Mitarbeit im Arbeitsausschuss Klimawandel auf Der DIN-Arbeitsausschuss „Klimawandel“ erarbeitet auf internationaler Ebene Normen, die Unternehmen und Organisationen zur Berichterstattung über Treibhausgasemissionen dienen und Hilfestellungen zur Bewältigung von Klimafolgen geben. Für seine drei Arbeitskreise „Minderung des Klimawandels“, „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ und „Klimaneutralität“ ruft der DIN Expert*innen zur Mitarbeit auf. DGP-Positionspapier: Gesundheitsschutz im Klimawandel stärken Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) warnt in ihrem aktuellen Positionspapier vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Insbesondere Menschen mit Lungenerkrankungen sind durch steigende Temperaturen, Luftverschmutzung und verlängerte Pollenflugzeiten gefährdet. Die DGP fordert gezielte Maßnahmen zum Schutz dieser Risikogruppen und zur Stärkung des Gesundheitssystems. Das Positionspapier bietet konkrete Empfehlungen für Politik und Gesellschaft. ​ EU-LIFE-Programm: neue Ausschreibung und Infotage am 20. und 22. Mai 2025 Am 24. April 2025 veröffentlicht die EU neue Ausschreibungen für das europäische Förderprogramm LIFE. Im Schwerpunktbereich Anpassung an den Klimawandel werden Anpassungsstrategien in den Themenfeldern Politik und Planungsinstrumente, Stadtentwicklung, grün-blaue Infrastruktur, nachhaltige Wasserbewirtschaftung in dürregefährdeten Gebieten sowie Hochwasser- und Küstenmanagement gefördert. Die LIFE-Beratungsstelle führt am 20. und 22. Mai 2025 deutschsprachige digitale Infotage zu den Ausschreibungen durch. Klimaneutrales Wien: Förderung von Jungunternehmer*innen Zehn Start-ups werden in der Stadt Wien für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Unternehmensideen gefördert. Auf diese Weise will die Stadt die „drei Ks“ voranbringen: Klimaschutz, Klimaanpassung und Kreislaufwirtschaft. Unter den Start-ups ist etwa das Vorhaben „Khoch3KlimaKarten“: Dabei handelt es sich um präzise, datengestützte Karten zur Exposition, Sensitivität und Klimawirkung in Kommunen. Damit werden Kommunen bei der gezielten Analyse sowie bei notwendigen Prozessen der Anpassung an den Klimawandel technisch unterstützt. BBSR: Stadtklimaindikatoren und Raumverträglichkeit Für die Klimaanpassungsstrategie 2024 hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Indikatoren für eine klimaresiliente Stadtentwicklung erarbeitet – etwa zur Hitzevorsorge durch Stadtgrün und zum naturnahen Wasserhaushalt. Ziel: Klimaanpassung bundesweit messbar und lokal wirksam umsetzen. Raumordnung ist zentral für die Bewältigung des Klimawandels. Erstmals wurden über 900 Planungsdokumente aus dem Raumordnungsplan-Monitor des BBSR systematisch zu Klima- und Energiethemen ausgewertet. Der Bericht „Klimawandel und Energiewende gestalten“ zeigt Fortschritte und Handlungsbedarf. 70 Studien ausgewertet: Systematische Untersuchung von Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem Klimawandel Forschende der University of Queensland, Australien, haben 70 empirische Studien ausgewertet, die die soziale Gleichheit beim Zugang zu Initiativen zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz untersuchen. Die im Journal „Environmental Science & Policy“ vorgestellten Ergebnisse zeigen: Die meisten Studien konzentrieren sich auf wirtschaftliche Ungleichheiten bei der Anpassung an den Klimawandel auf globaler Ebene, nur wenige auf Ungleichheiten innerhalb eines Landes. Die Autor*innen schlagen vor, dass mehr Studien mit gemischten Methoden nachhaltige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel entwickeln sollten, die für alle Menschen zugänglich und im lokalen Kontext angemessen sind. Anpassung an den Klimawandel: Das Handwerk (re-)agiert 130 verschiedene Handwerksbranchen gibt es in Deutschland: Von verschiedenen Baugewerken wie Straßenbauenden, Maurer*innen, Techniker*innen für Sanitär und Elektronik über Bäcker*innen und Friseur*innen bis zum KFZ-Gewerbe. Vielen ist die eigene Vulnerabilität hinsichtlich möglicher Klimafolgen noch nicht bewusst. Die Tatenbank des Umweltbundesamtes zeigt, wie zwei unterschiedliche Regionen damit umgehen: Das Vorhaben „Handwerkswandel“ hat in Süd-West-Niedersachsen Trainingsmaterialien erstellt etwa zu sommerlichem Wärmeschutz und klimarobustem Bauen. In Ostbrandenburg hat die Handwerkskammer im Projekt „HandwerkGoesGreen“ Checklisten, Bildungsmodule und einen Handlungsleitfaden zu Hitzestress, Gesundheit, Extremwetterereignissen sowie Wasser- und Ressourcenmanagement entwickelt.

1 2 3 4 5135 136 137