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Sortenzentrale: in situ-Erhaltung alter Kulturpflanzenarten und -sorten

Der rasche strukturelle Wandel in der Landwirtschaft der letzten Jahrzehnte, die veraenderten Konsumgewohnheiten und die breite Anwendung moderner Zuechtungstechnologien sind Hauptursachen fuer die Generosion bei den Kulturpflanzen. Das Projekt Sortenzentrale beinhaltet die gezielte Suche, Katalogisierung, Charakterisierung und dezentrale in situ-Erhaltung alter Kulturpflanzen (Gemuese, Getreide, Obst, Reben). Als wichtiges Instrument wird eine Computerdatenbank ('Sortenbuch', Analogon eines Herdenbuches) aufgebaut, die ein effizientes Management des Projektes 'Sortenzentrale' ermoeglicht sowie Interessierten aus Forschung, Landwirtschaft, Umweltschutz und Privatleuten Auskunft geben kann. Es besteht eine Zusammenarbeit mit verschiedenen oeffentlichen und privaten Institutionen.

Erhaltung des genetischen und kulturgeschichtlichen Erbes bei Tieren und Pflanzen in Europa

Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten, die unter heutigen Bedingungen keine Hochleistungen erbringen, werden zuechterisch fallengelassen und sterben aus. So geht meist eine Fuelle kostbarer Erbanlagen verloren, die unter veraenderten Lebens- und Wirtschaftsbedingungen dereinst wieder von Bedeutung sein koennten (hohe Fruchtbarkeit, Resistenzen gegen Kaelte, Krankheiten usw.). Die Stiftung Pro Specie Rara bemueht sich, das untergehende Erbgut alter Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten im Sinne einer Genreserve in-situ zu erhalten, indem sie letzte Exemplare aufspuert, Erhaltungsstrategien und Zuchtprogramme ausarbeitet und wenn noetig auch selbst durchfuehrt. Sie ist im ganzen Alpenraum (Schweiz und Ausland) sowie in einigen osteuropaeischen Laendern taetig, wo die wirtschaftlichen Umstrukturierung traditionelle Rassen und Sorten akut bedroht (Eko-Team-Praha-Koordinationsstelle seit Jan. 1991).

Makromycetenflora von Alnus (Erle) in der Schweiz

Langzeitprojekt zur Erfassung der Biodiversitaet und Oekologie der an Erlen (Alnus incana, Alnus viridis) gebundenen Makromycetes (Symbionten, Parasiten, Saprobe). Untersuchungsgebiet in Graubuenden und Tessin. Parameter: Biomonitoring, Evaluation bezueglich Einsatz als Bioindikatoren (Grundwassersenkung, Biotopveraenderungen durch forstwirtschaftliche Eingriffe). Artenliste, Fluktuation und Produktivitaet pro Saison und ueber mehrere Jahre. Erlenwald: Refugium fuer zahlreiche, in der Roten Liste der Makromycetes gefuehrten Pilzarten.

Analyse des risques d'extinction de populations naturelles (FRA)

Ce programme vise a approfondir les connaissances biologiques fondamentales indispensables a l'analyse des risques d'extinction de populations d'especes menacees ou vulnerables, et d'en tirer des previsions par le biais de modeles de dynamique des populations ou de modeles statistiques. L'accent est mis sur l'etude de cas, en effectuant des analyses portant sur les facteurs biogeographiques, biologiques et eco-ethnologiques des processus d'extinction et notamment les facteurs demographiques et genetiques. (FRA)

Erhaltung seltener Baumarten

Die Erhaltung gefaehrdeter Baumarten bzw. die Sicherung einer genuegenden genetischen Vielfalt von seltenen Baumarten wird durch verschiedene Teilprojekte angestrebt: Nachzuchten von Einzelbaumsaaten auf Versuchsflaechen (Speierling); Gewinnung von Pfropfreisern und Abpfropfen in Erhaltungs-Samenplantagen. Langfristiges Projekt - im Aufbau begriffen.

Rueckgang bedrohter Arten in den Waeldern der Region Bern

Fuer einige Arten werden moeglichst viele aus der Literatur, aus persoenlicher Kenntnis oder von Herbarbelegen her bekannte Fundstellen aufgesucht und auf das noch Vorhandensein der Art genau ueberprueft. Falls die Art noch vorkommt, wird eine genaue pflanzensoziologische Aufnahme gemacht und werden oekologische Parameter untersucht, vor allem zum Licht und zum Boden. Wenn die Art nicht mehr auffindbar ist, erfolgen die gleichen Untersuchungen, um aus den Unterschieden auf die Ursachen des Verschwindens schliessen zu koennen. Aus den Resultaten sollte hervorgehen, welche Pflegemassnahmen noetig sind, um die Arten zu erhalten.

Vermehrung und Wiederansiedlung bedrohter Bluetenpflanzenarten im Kanton Zuerich und in angrenzenden Gebieten

Vermehrungskultur bedrohter Bluetenpflanzenarten im Botanischen Garten Zuerich mit Samen von Wildstandorten aus dem Kanton Zuerich und angrenzenden Gebieten (max. 30 Arten), (Wieder-) Ansiedlung an den urspruenglichen und an Ersatzstandorten (renaturiert). Zusammenarbeit mit der Naturschutzfachstelle des Kantons Zuerich (A. Keel, U. Wiedmer) und der CH-Kommission fuer die Erhaltung von Wildpflanzen (Praesident E. Landolt). Wissenschaftliche Begleitung (z.B. Optimierung der Kulturbedingungen, Abschaetzen der innerartlichen Variabilitaet, Abklaeren der Moeglichkeiten und Grenzen der Wiederansiedlung in der Natur).

Ecologie et demographie du chevreuil en fonction de la qualite et de la fragmentation de son habitat (FRA)

L'objectif de cette etude est d'examiner les consequences des modifications de l'habitat et de l'environnement sur la biologie du chevreuil (Capreolus capreolus) en mettant l'accent sur la structure demographique des populations et le comportement territorial des individus en fonction de la qualite et l'etat de fragmentation de l'habitat. (FRA)

Artenschutz-Konzept fuer die Moose der Schweiz (als Fortsetzung des Naturraeumlichen Inventars der Schweizer Moosflora NISM)

Das genannte Artenschutz-Konzept ist ein Sonderprojekt im Rahmen des 'Naturraeumlichen Inventars der Schweizer Moosflora'. Ca. 200 ausgewaehlte Moos-Populationen wurden im Feld untersucht. Es handelt sich dabei um Populationen der am staerksten gefaehrdeten und der seltensten Moos-Arten der Schweiz (nach der Roten Liste). Viele dieser Populationen konnten nicht wieder gefunden werden. Die uebrigen wurden nach ihrem Zustand und ihrer Schutzbeduerftigkeit beurteilt. Die Ergebnisse sind in einem Gesamtbericht zusammengestellt. Die zugehoerige Dokumentation umfasst Teilberichte zuhanden der einzelnen Kantone und je ein Blatt fuer die schutzbeduerftigen Populationen mit Angaben zur Gesamtsituation der betreffenden Art, zum Zustand der Population und mit Vorschlaegen fuer konkrete Schutzmassnahmen.

Foerderungsmassnahmen fuer Tagfalter im Schaffhauser Randen

Das Projekt basiert auf einem vom Nationalfonds finanzierten Langzeitvergleich ueber 60 Jahre. Den eingetretenen Landschaftsveraenderungen, Veraenderungen in der Landwirtschaft und Verlusten in der Schmetterlingsfauna Rechnung tragend, wird gemeinsam mit Bauern, Foerstern, Naturschutzamt und -organisationen versucht, in bestimmten Gebieten mit gezielten Pflegemassnahmen das Gebiet fuer Tagfalter wieder aufzuwerten. Der Erfolg der Massnahmen wird ueberprueft.

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