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Das Verhalten des Menschen zur Umwelt in Wort und Tat wenn er die Zeichen erkennt

Beobachtungen des menschlichen Verhaltens bei Einsaetzen zur Abfallverminderung und -Beseitigung bei Massenveranstaltungen und in Erholungsgebieten bis 4000 m/M. Eingliederung in Stand, Bildung, Nation. Aufgestellte Tafeln und Aufrufe durch Lautsprecher und in der Presse geben die Vororientierung.

Permanente Erhebung ueber Bildungsforschung (incl. Bibliographien und Literatursuchdienst)

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren unterhalten die Koordinationsstelle, welche Informationsaustausch und Zusammenarbeit zwischen Bildungsforschung, -praxis und -verwaltung foerdert und einen Online-Literatursuchdienst auf dem Gebiet der Bildungs- und Sozialwissenschaften betreibt (vgl. Orientierung im EVA-Bulletin, 1983). Drei Erhebungsprojekte haben einen Umweltbezug: - Die Entwicklung des Verstaendnisses fuer oekologische Regelkreise bei Jugendlichen (seit 1975). - Entwicklung und Einfuehrung eines Lehrplans fuer Naturlehre auf der Orientierungsstufe (seit 1980). - Schulversuch zur Individualisierung im Realienunterricht auf der Mittelstufe (seit 1981).

Jaehrliche Symposien der Saguf ueber aktuelle Fragen der Umweltforschung

Ausgehend vom dargestellten Stand der Kenntnisse versucht die Saguf die gegenseitige Information zu verbessern, den Kontakt zwischen Wissenschaftlern multidisziplinaer darzustellen und fuer zukuenftige Umweltforschungstaetigkeiten Folgerungen zu ziehen. Seit 1980 wurden folgende Themen behandelt: 1980: Umweltforschung in der Schweiz - wie weiter? 1981: Praxisorientierte oekologische Forschung - Eine Ergaenzung zur traditionellen Umweltforschung 1982: Cadmium in der Schweiz (Oekologische Probleme und Massnahmen) 1983: Praxisorientierte oekologische Forschung - ein neues Forschungskonzept 1984: Waldsterben - vernachlaessigte wissenschaftliche und forschungspolitische Aspekte.

Verbesserung der Bekaempfung der Nacktschnecken

Problemstellung: Zwei Arten von Nacktschnecken (Arion hortensis & Deroceras reticulatum) sind die Hauptschaedlinge in Gemuesekulturen und Hausgaerten. In den Obstanlagen mit ebenfalls wesentlichen Schaeden muessen zusaetzlich zuerst die Arten abgeklaert werden. Die Bekaempfung erfolgt zur Hauptsache mit Giftkoedern, die Metaldehyd, Mercaptodimethur oder eine Kombination enthalten. Trotz der Wirksamkeit der beiden Wirkstoffe ist die Bekaempfung dieser Schnecken problematisch. In gewissen Gemuesebetrieben ist vor allem D.reticulatum ein wichtiger Schaedling, der nur schlecht von den heute ueblichen Koedern erfasst wird. In den Hausgaerten gibt es laufend neue Zuwanderungen und ungewollte Vermehrungen. Die Schneckenbekaempfung mit Giftkoedern wird von Naturschutzkreisen kritisiert (Giftkoederschaedigungen an Haustieren & Igeln). Das Verhalten der Schnecken im Freiland und in Arenen wird mit einer Infrarotvideokamera aufgenommen und analysiert. Hauptziel ist die Charakterisierung und Identifikation von attraktiven Stoffen.

Causes de la consommation croissante de carburants en Suisse (FRA)

L'objectif de l'etude est: - de restituer la logique des mecanismes de la consommation de carburants des menages qui - contrairement a celle des combustibles liquides - a continue a augmenter malgre les diverses augmentations du prix du petrole. La comprehension de ce mecanisme ne peut se faire qu'en depassant les causes immediates souvent relevees qui, si elles s'attachent au 'comment' de la consommation de carburants n'en expliquent pas le 'pourquoi'. Des lors il convient d'englober comme parametres centraux: - la strategie de l'offre automobile - qu'il s'agisse des producteurs ou des pouvoirs publics - les fondements economiques de modes de vie - les significations sociales de la mobilite. Ces parametres explicatifs doivent en outre etre ponderes par les caracteristiques particulieres de la Suisse. A partir d'hypotheses possibles, un modele d'interpretation de la mobilite des menages sera etabli. - de determiner les mesures susceptibles d'inverser cette tendance et - d'etablir les differents effets de ces mesures sur la consommation de carburants des menages. (FRA)

Wildforschung ueber Schwarzwild (Wildschweine)

Obwohl das Wildschwein eine der aeltesten Jagdwildart des Menschen ist, muessen wir feststellen, dass es in der Schweiz noch nie Gegenstand gezielter wissenschaftlicher Forschung war. Diese Tatsache hat uns dazu bewogen, ein allgemeines Forschungsprogramm ueber dieses Wild zu erarbeiten. In einer ersten Phase moechten wir durch die Realisierung eines kurzfristigen Projektes angewandter Wildforschung (3 Jahre) unsere Kenntnisse vertiefen. Die erhaltenen Resultate koennten als Basis einer umfassenden Jagd und Hege ('Bewirtschaftung') des Schwarzwildes dienen.

Gesundheitsschaedigende Auswirkungen von Loesungsmitteln im Malergewerbe

Mittels Literaturstudium und Kontakten zu auslaendischen Forschergruppen, v.a. in Skandinavien soll als erstes die potentielle Gesundheitsgefaehrdung durch Loesungsmittel im Malergewerbe abgeschaetzt werden. Auf dieser Grundlage soll ein groesseres Projekt formuliert werden, bei dem die gesundheitliche Situation im Malergewerbe in der Schweiz mittels medizinischer und psychologischer Untersuchungen erfasst werden soll. Spezifische Massnahmen zum Arbeitsschutz und zur medizinischen Vorsorge sollen daraus abgeleitet werden.

Eiablageverhinderndes Pheromon der Kirschenfliege

Die Kirschenfliege, Rhagoletis cerasi, markiert wie ihre verwandten Rhagoletis Arten in Nordamerika, der wichtigen Mittelmeerfruchtfliege Ceratitis capitata und andere Gross-Schaedlinge, die Eiablagestelle mit einem Markierungs-Stoff (ODP = oviposition deterring pheromone) um nachfolgende Weibchen an mehrfacher Eiablage zu hindern. Dieser natuerliche Eiablagehemmer koennte bei Identifikation der chemischen Natur des Stoffes als neues, umweltfreundliches Mittel zum Schutz der heiklen Kirschen vor Fruchtfliegenbefall eingesetzt werden. Dabei dient die in Europa heimische Fruchtfliegenart mit grosser Bedeutung in der Schweiz gleichzeitig als Modell-Tier fuer internationale Gross-Schaedlinge (wie die Mittelmeerfruchtfliege). Als interdisziplinaere Arbeitsgruppe, bestehend aus Biologen (Verhaltensforschung / Biologie), Chemiker und Sinnesphysiologen (Elektrophysiologie) arbeiten wir an der chemischen Identifikation des Naturstoffes und seiner Wirkung im praktischen Feldversuch. Da die Markierungspheromone artspezifisch sind, muss der Chemismus fuer jeden Zielorganismus getrennt erarbeitet werden.

Uebergang von fixen zu variablen Kosten im Motorfahrzeugverkehr: Analyse der Auswirkungen und Ansaetze zur Ausgestaltung

Ausganspunkt ist die Hypothese, dass der bis heute ausgebliebene energiebewusstere Einsatz des Individualverkehrs durch eine erhoehte Transparenz und Wahrnehmbarkeit der wegabhaengigen Kosten ausgeloest werden koennte (verstaerkte Anwendung des Verursacherprinzips). Methode: Literaturauswertung und Fachgespraeche. Massnahme: Erhoehung der variablen Kosten durch Umwandlung der Steuer und ev. der Haftpflichtversicherung in distanzabhaengige Kostenelemente. Ergebnisse: Sehr geringe Reduktion der Verkehrsleistung kann erwartet werden, hingegen ist die politische Durchsetzbarkeit der Massnahmen aufgrund der verhaerteten Strukturen hoechst problematisch. Deshalb soll auch in einer Anschlussstudie diesem Punkt eine vermehrte Beachtung geschenkt werden.

Verhaltensstoerung bei Schulkindern im Zusammenhang mit Erziehungsstil-, oekologischen und sozialstrukturellen Variablen

Es wurden Hypothesen ueberprueft ueber den Einfluss makro- und mikrooekologischer sowie sozialstruktureller Variablen auf das Erziehungsverhalten von Eltern und auf Verhaltensstoerungen bei Schulkindern (7-10 jaehrige Knaben). Als makrooekologische Variable wurden entlegene Berg- versus staedtische Agglomerationsgemeinden im Tal (Oberwallis) ausgewaehlt; als mikrooekologische Variable die Belegungsdichte der Wohnungen (Anzahl Personen pro Raum). 181 sieben bis zehnjaehrige Knaben und deren Eltern aus Berg- und Talgemeinden bildeten die Stichprobe. Die Erziehungsstil-, sozialstrukturellen und Kindverhaltensvariablen werden ueber Interview und Fragebogen erfasst. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich die untersuchten unterschiedlichen Umwelten weder auf das Erziehungsverhalten noch auf die Verhaltensstoerungen statistisch signifikant auswirken. Die Kulturhomogenitaet in einem Kanton scheint wichtiger zu sein als die oekologische Heterogenitaet fuer die Erklaerung der untersuchten Verhaltensklassen. Zwischen Erziehungsstil und Verhaltensstoerungen existieren dagegen hohe korrelative Zusammenhaenge.

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