<p> Die wichtigsten Fakten <ul> <li>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> liegt 2023 bei 80 Prozent und in der Nähe des Zielbereichs.</li> <li>Die Werte der Teilindikatoren Agrarland sowie Küsten und Meere liegen noch weit vom Zielbereich entfernt.</li> <li>Ziel der Bundesregierung ist es, dass der Indikator bis 2030 auf 100 Prozent steigen soll. Dies ist nur mit erheblichen zusätzlichen Anstrengungen zu erreichen.</li> </ul> </p><p> Welche Bedeutung hat der Indikator? <p>Eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten ist eine wesentliche Voraussetzung für einen leistungsfähigen Naturhaushalt und bildet eine wichtige Lebensgrundlage des Menschen. Die Artenvielfalt ist dabei eng verbunden mit der Vielfalt an Lebensräumen und Landschaften. Zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sind nachhaltige Formen der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/landnutzung">Landnutzung</a> in der gesamten Landschaft und ein schonender Umgang mit der Natur erforderlich.</p> <p>Um den Zustand von Natur und Landschaft in Deutschland zu bewerten, wurde der hier vorgestellte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> entwickelt. Er zeigt die Veränderungen der Bestände ausgewählter Vogelarten, welche die wichtigsten Landschafts- und Nutzungstypen in Deutschland repräsentieren. Reichhaltig gegliederte Landschaften mit intakten, nachhaltig genutzten Lebensräumen bieten nicht nur Vögeln einen Lebensraum. Indirekt bildet der Indikator daher auch die Entwicklung zahlreicher weiterer Arten in der Landschaft und die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> der Landnutzung ab.</p> </p><p> Wie ist die Entwicklung zu bewerten? <p>Der Indikatorwert für den Gesamtindikator liegt im Jahr 2023 bei 80 Prozent und damit in der Nähe des Zielbereichs. Über die letzten zehn Berichtsjahre (2013 bis 2023) ist kein statistisch signifikanter Trend feststellbar. Eine Zielerreichung bis zum Jahr 2030 ist für den Gesamtindikator nur mit erheblichen Anstrengungen möglich. Der Gesamtindikator zeigte zuletzt einen Trend weg vom Ziel. Die Gründe für die Änderung bezüglich der Trendrichtung müssen genauer untersucht werden. In Betracht kommen dabei sowohl Änderungen hinsichtlich der Nutzungspraktiken als auch Faktoren wie die Wirkung des Klimawandels.</p> <p>Laut Fachstudien sind die wichtigsten Ursachen für die bestehende Belastung der Artenvielfalt und Landschaftsqualität in der Fläche die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft, die Bodenversiegelung sowie großräumige Stoffeinträge (zum Beispiel Säurebildner oder Nährstoffe).</p> <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> wurde 2004 als Schlüsselindikator in die <a href="https://www.bfn.de/die-nationale-strategie-2007">Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt</a> übernommen. Wichtige Maßnahmen zur Erreichung eines positiven Trends sind in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 und der Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland festgelegt. Bis zum Jahr 2030 soll ein Zielwert von 100 Prozent erreicht werden.</p> </p><p> Wie wird der Indikator berechnet? <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/indikator">Indikator</a> gibt die Entwicklung der Bestände ausgewählter Vogelarten für die wichtigsten Landschafts- und Nutzungstypen Deutschlands wieder. Der im Jahr 2004 entwickelte Indikator wurde in einem Forschungsvorhaben in den Jahren 2019 - 2022 überprüft und angepasst. Für jede Vogelart legte ein Expertengremium einen Bestands-Zielwert für das Jahr 2030 fest, der erreicht werden kann, wenn Naturschutz-Regelungen und Leitlinien der nachhaltigen Entwicklung zügig umgesetzt werden. Die artspezifischen Zielwerte wurden so normiert, dass sich für das Jahr 2030 ein Zielwert von 100 Prozent ergibt. Eine ausführliche Beschreibung der Methode findet sich in <a href="https://www.researchgate.net/publication/262825264_Nachhaltigkeitsindikator_fur_die_Artenvielfalt_-_ein_Indikator_fur_den_Zustand_von_Natur_und_Landschaft_in_Deutschland">Achtziger et al. 2004</a>. Die Überarbeitung des Indikators wird in <a href="https://doi.org/10.19217/skr737">Dröschmeister et al. 2025</a> dargestellt.</p> <p>Der Indikator wird jährlich aktualisiert.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Im Jahr 2022 trugen organische Böden etwa 7,1 % zu den gesamten nationalen Emissionen in Deutschland bei. Paludikultur, die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moorflächen, gilt als eine der vielversprechendsten Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen (THG) aus organischen Böden. Jüngste Studien deuten auf hohe CO2-C-Sequestrierungsraten hin, mit einer durchschnittlichen Aufnahme von etwa 13,0 t CO2-Äq ha-1 a-1 in richtig bewirtschafteten Paludikulturen. Die Umwandlung entwässerter Ackerflächen in Niedermoor-Paludikulturen könnte somit ein Minderungspotenzial von bis zu 53,4 t CO2-Äq ha-1 a-1 erreichen und Paludikulturen damit zu einer der effektivsten naturbasierten Lösungen im Klimaschutz machen. Allerdings bleibt die langfristige Stabilität der gemessenen hohen CO2-Aufnahmekapazität unklar, da alle bisherigen THG-Studien an Standorten durchgeführt wurden, an denen die Pflanzen erst vor Beginn der Messungen etabliert wurden. Das begrenzte Wissen über die Langzeiteffekte von Wiedervernässung und Paludikultur auf die THG-Reduktion erschwert derzeit deren Einbeziehung in nationale Inventare und behindert so Minderungsmaßnahmen und politische Entscheidungen. Neben der Emissionsminderung muss zudem die Resilienz von Paludikulturen gegenüber den Folgen des Klimawandels, insbesondere Trockenperioden, gewährleistet sein. Daher besteht ein dringender Bedarf an Langzeituntersuchungen und an einem vertieften Verständnis des C-Kreislaufs und der Mechanismen der C-Sequestrierung für ein breites Spektrum an Paludikulturen. Das Ziel des beantragten Projekts ist es, den Verbleib von neu assimiliertem atmosphärischem CO2-C in verschiedenen C-pools zu bestimmen. Zudem soll die Stabilität und das potenzielle Risiko der Remobilisierung von kürzlich gespeichertem C unter kontinuierlich nassen Bedingungen im Vergleich zu Klimawandel bedingten Dürreperiode für drei Paludikulturarten (Carex acutiformis, Phalaris arundinacea, Typha latifolia) bewertet werden. Unter Feldbedingungen sollen die CO2-Aufnahme der Pflanzen, der C-Transfer und der C-Metabolismus im Pflanzen-Boden-Atmosphären-Kontinuum über unterschiedliche Zeiträume quantifiziert werden. In der Vegetationsperiode 2026 sollen dabei die drei Paludikulturarten ein- bis neunmal für kurze Zeiträume mit 13C-angereichertem CO2 markiert werden. Zudem wird das langfristige THG-Minderungspotenzial der drei Paludikulturarten quantifiziert und die Auswirkungen einer Klimawandel bedingten Trockenperiode untersucht. Alle Feldexperimente werden an einer vollständig eingerichteten Versuchsfläche der HSWT-PSC durchgeführt. Für hochfrequente und präzise THG- und delta13C-Messungen in CO2 und CH4 wird ein neuartiges, vollautomatisiertes, haubenbasiertes THG-Messsystem eingesetzt. Neben den THG- und Isotopenmessungen werden Proben von Pflanzen, DOC, gelöstes CO2 und CH4, SOC, Cmic sowie biochemische Fraktionen der Biomasse und des Bodens am Thünen-Institut auf delta13C-Isotopensignaturen analysiert.
Die Elementkarte stellt die räumliche Verteilung der klassifizierten Gehalte des 90. Perzentils von Niob (in mg/kg) innerhalb der 184 geochemischen Gesteinseinheiten in Bayern dar. In die Auswertung gehen dabei nur die Daten der ersten (von maximal drei) Lithologien einer geochemischen Gesteinseinheit ein. Für Informationen im Hinblick auf die Auswertung der Daten sowie auf die kartenmäßige Darstellung wird auf die Metadaten der digitalen Lithogeochemischen Karte 1:25 000 von Bayern (dLGK25) verwiesen.
To systematically bring nature back to cities, the EU Biodiversity Strategy calls upon cities with over 20,000 inhabitants to develop Urban Greening Plans (UGP). Nature based solutions (NbS) are at the centre of UGPs, addressing climate resilient infrastructures and biodiversity in cities together. They should agree with existing planning instruments. This paper points towards the need for enabling governance, regulatory and financing frameworks and guidance, accompanying future UGP, leading to five recommendations. Quelle: www.umweltbundesamt.de
h bitte um Zugang zu folgenden Informationen zum IKI-Projekt „Viet Nam Nature-based Solutions for Adaptation in Agriculture through Private Sector Transformation" (VN-ADAPT), IKI-Projektnummer 22_II_195_VNM_A_Adapt, durchgeführt von SNV in Konsortium mit IUCN, UNEP und ICEM (Fördervolumen ca. 14,98 Mio. Euro, Laufzeit 06/2022–05/2028): Höhe der bislang tatsächlich ausgezahlten/verausgabten Fördermittel, aufgeschlüsselt nach Jahren. Aufschlüsselung dieser Ausgaben nach Verwendungszweck – insbesondere getrennt nach (a) Vorbereitung, Konsortialkoordination, Verwaltung, Studien, Genehmigungsverfahren und (b) direkter operativer Umsetzung vor Ort (z. B. Investitionszuschüsse an Betriebe/Kooperativen). Aktuellster Zwischen- bzw. Statusbericht zum Projekt. Ich bitte um elektronische Übersendung. Vielen Dank.
Zur Umsetzung der waldbezogenen Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie in Baden-Württemberg wurde ein Waldzielartenkonzept entwickelt, das über ausgewählte Zielarten ein effektives, an den Bedürfnissen gefährdeter Arten orientiertes Management von Waldlebensräumen ermöglichen soll. Die 122 Waldzielarten wurden aus verschiedenen Artengruppen (Moose, Gefäßpflanzen, Flechten, Großpilze, Xylobionte Käfer, Schmetterlinge, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere) systematisch ausgewählt. Sie repräsentieren mit ihren Ansprüchen wesentliche in Baden-Württemberg vorkommende Waldgesellschaften und Waldstrukturen auf unterschiedlichen räumlichen Maßstabsebenen. Das Waldzielartenkonzept beinhaltet zwei Schwerpunkte. Zum Einen werden Informationen zu Ansprüchen, Verbreitung und Maßnahmen zur Förderung ausgewählter, naturschutzrelevanter Waldarten erarbeitet und den Waldbewirtschaftenden über das Waldnaturschutz-Informationssystem (www.wnsinfo.de) zur Verfügung gestellt. Zum Anderen wird ein Monitoring konzipiert, um die langfristige Entwicklung von Waldzielarten(-gruppen) unter unterschiedlichen Bewirtschaftungsbedingungen zu beobachten.
Norden/Norddeich – Ein Termin, doch zwei unterschiedliche Perspektiven: Die Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) war einerseits eine Rückschau, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Zukunft. Denn der NLWKN-Jahresbericht, der in diesem Jahr mehr als 100 Seiten umfasst und wichtige Themen und Projekte des Landesbetriebs in 2025 präsentiert, wurde am heutigen Montag (1. Juni 2026) an einem besonderen Ort vorgestellt: In den künftigen Räumlichkeiten des NLWKN am Standort Norddeich. – Ein Termin, doch zwei unterschiedliche Perspektiven: Die Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) war einerseits eine Rückschau, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Zukunft. Denn der NLWKN-Jahresbericht, der in diesem Jahr mehr als 100 Seiten umfasst und wichtige Themen und Projekte des Landesbetriebs in 2025 präsentiert, wurde am heutigen Montag (1. Juni 2026) an einem besonderen Ort vorgestellt: In den künftigen Räumlichkeiten des NLWKN am Standort Norddeich. Mit dabei war auch Umweltminister Christian Meyer, der die Fülle an wichtigen Aufgaben des Landesbetriebs betonte. „Der Jahresbericht 2025 zeigt einmal mehr das breite Themenspektrum des NLWKN. Ich bin froh, dass wir den Landesbetrieb in den letzten Jahren mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und über 300 zusätzlichen Dauerstellen für seine wichtigen Aufgaben ausstatten konnten. Das hat neuen Schwung gegeben. Denn die Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025 zeigt: Der Schutz vor zu viel Wasser und der Schutz der Ressource Wasser gehören zusammen – beides ist eine zentrale Zukunftsaufgabe des NLWKN.“ Meyer wies darauf hin, dass Niedersachsen sich den wachsenden Herausforderungen der Klimakrise konsequent stellt: „Daher freue ich mich, dass der NLWKN mit der Steuerungseinheit Moorentwicklung und der Umsetzung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz neue wichtige Aufgaben zur Wiederherstellung von Natur und zum Erreichen der Klimaziele bekommt. Dazu gehört auch, den Folgen des gravierenden Klimawandels vorzubeugen, durch Küsten- und Hochwasserschutz, aber auch durch die Renaturierung von Gewässern, dem Wasserrückhalt und die Umsetzung des Masterplans Wasser. Dafür bedanke ich mich herzlich und ich werde diese Aufgaben im NLWKN auch weiterhin stärken, mit neuen Gebäuden, Investitionen und politischer Rückendeckung.“ Steuerungseinheit Moorentwicklung Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz Deutlich mehr Stellen und erheblich mehr Mittel für den Natur-, Moor-, Küsten- und Hochwasserschutz Deutlich mehr Stellen und erheblich mehr Mittel für den Natur-, Moor-, Küsten- und Hochwasserschutz Seit 2023 ist die Personalausstattung im NLWKN, sowohl für den Küsten- und Hochwasserschutz als auch in den Bereichen Naturschutz, natürlicher Klimaschutz und Moorschutz, stark verbessert worden, so gab es für die Daueraufgaben des Landesamtes insgesamt rund 300 neue Stellen, inklusive der Entfristungen. Personalausstattung Gleichzeitig wurden die finanziellen Mittel für den Küsten- und Hochwasserschutz seit dem Jahr 2020 erheblich aufgestockt. Während in 2020 noch 61,6 Millionen Euro für den Küstenschutz bereitgestellt wurden und 24,85 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland, zusammen also 86,45 Millionen, sind es im laufenden Jahr allein rund 88 Millionen Euro für den Küstenschutz (ca. 160 Maßnahmen) und 53,7 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Binnenland (120 Vorhaben) (jeweils inkl. EU-Mittel). Diese deutliche Mittelerhöhung auf insgesamt also ca. 141,7 Millionen Euro macht klar: Der Küstenschutz hat für Niedersachsen eine herausragende Bedeutung. 86,45 Millionen, 141,7 Millionen Euro Auch im Moor- und Naturschutz wurden die Mittel erheblich aufgestockt und erfolgreich Projekte von Bund und EU eingeworben. Im Januar 2026 begann etwa der Startschuss für das Großprojekt „REPEAT“ – der Wiederherstellung von drei Moorkomplexen in der Region Hannover, das aus EU-LIFE-Programm mit insgesamt 34 Millionen Euro finanziert wird. Neuer Standort in Norden-Norddeich Neuer Standort in Norden-Norddeich Anne Rickmeyer stellte die Planungen des NLWKN für den neuen Standort in Norddeich, der sich aktuell noch im Bau befindet, vor. Die NLWKN-Direktorin erläuterte, dass der Landesbetrieb in dem Gebäude, das den passenden Namen „Inselsicht“ trägt, rund 1.400 Quadratmeter anmieten wird – verteilt auf 35 Büros mit 62 Arbeitsplätzen, Labor-, Lager- und zwei Besprechungsräumen. Von hier aus werden künftig unter anderem die Fachkolleginnen und Fachkollegen der Forschungsstelle Küste sowie der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg tätig sein. „Wir sind froh über den neuen Standort, an dem wir insbesondere auch die Vernetzung mit der Wissenschaft sowie mit den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Bereiche des NLWKN voranbringen wollen. Hierfür stehen unter anderem auch Wechselarbeitsplätze zur Verfügung. Dadurch bieten wir unseren Mitarbeitenden modernste Rahmenbedingungen in einer attraktiven und lebenswerten Lage mit Bahnanschluss. Und mit einer noch schnelleren Anbindung zu unseren Schiffen“, betonte die NLWKN-Direktorin. Rickmeyer blickte aber auch nochmal auf einige wichtige Aufgaben und Projekte im Jahr 2025 zurück. Folgende Themen spielten dabei unter anderem eine zentrale Rolle: Steuerungseinheit Moorschutz und ANK-Regionalbüro Steuerungseinheit Moorschutz und ANK-Regionalbüro Nicht nur an der Küste sind die Herausforderungen durch die Klimakrise groß. Niedersachsen ist Moorland Nr. 1 in Deutschland, daher hat der Moorschutz im Land höchste Priorität für den Klimaschutz. Aus diesem Grund hat das niedersächsische Umweltministerium die Steuerungseinheit Moorschutz im NLWKN etabliert und damit Moorschutz-Kompetenzen im Land gebündelt. Minister Meyer: „Die Steuerungseinheit hat eine koordinierende, steuernde und vernetzende Funktion und soll insbesondere die Umsetzung von Maßnahmen voranbringen. Die Mitarbeitenden entwickeln auch eine strategische Gesamtplanung für den Moor- und Klimaschutz. Denn die Moore sind unsere Superhelden. Sie speichern große Mengen von CO2 und sind ein wichtiger Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.“ Auch das Regionalbüro des Aktionsprogramms natürlicher Klimaschutz (ANK) wurde 2025 im NLWKN angesiedelt. Dieses soll Projekte voranbringen, Wissenstransfer organisieren, Akteure vernetzen und nicht zuletzt den Zugang zu Fördermitteln erleichtern. „Das Regionalbüro ANK unterstützt Kommunen, Naturschutzverbände, Flächeneigentümer und landwirtschaftliche Betriebe bei der Finanzierung und Umsetzung von Projekten, die den Klimaschutz vor Ort voranbringen“, so Meyer. „Der Bund hat 3,5 Milliarden Euro für den natürlichen Klimaschutz – durch Moore, Wälder, Auen oder Salzwiesen – bereitgestellt. Davon wollen wir große Teile in Niedersachsen insbesondere für den Moorschutz einsetzen. Für diese Mooroffensive hat der Landtag 200 Millionen Euro zur Kofinanzierung bereitgestellt. Das wird das bisher größte Moorwiederherstellungsprogramm in Niedersachsen, und wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaziele“, freute sich der Minister. Naturnahe Wege und neue Generalpläne für den Küstenschutz Naturnahe Wege und neue Generalpläne für den Küstenschutz Neben den Aktivitäten im Küstenschutz – wie Deichverstärkungen oder Strandaufspülungen – beschreitet der NLWKN auch zunehmend neue Wege. In zwei Forschungsprojekten widmet sich der Landesbetrieb den Themen „Salzwiesen“ und „Deichvorländer als ökosystembasierte Küstenschutzelemente“. Projektstandorte sind Vorlandflächen und Sommerpolder im Norderland sowie im Dollartraum. Dabei steht die synergetische Verknüpfung von Klima-, Küsten- und Naturschutz im Fokus. Beide Projekte werden im Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung umgesetzt. Zudem realisiert der NLWKN in der Krummhörn derzeit eine zukunftsweisende Maßnahme zur naturbasierten Transformation des Deichvorlands. „Auf rund 23 Hektar Gesamtfläche wird dort die Entwicklung einer von Menschen geschaffenen Fläche hin zu einer naturnahen Salzwiese als Küstenschutzelement initiiert“, erklärte Angela Eden, Leiterin des Aufgabenbereichs „Landschaftspflege, Seevogelschutz, Nationalparkwacht, Ingenieurbiologie“ im Geschäftsbereich „Planung und Bau“ in der Betriebsstelle Norden. „Salzwiesen“ und „Deichvorländer als ökosystembasierte Küstenschutzelemente“. Der NLWKN schreibt zudem die zentralen Strategiepapiere für die Klimafolgenanpassung im niedersächsischen Küstenschutz fort. „Aktuell überarbeiten wir den Generalplan Küstenschutz Festland. Darin stellen wir die Strategie dar, erfassen den aktuellen Zustand der Küstenschutzanlagen und benennen die erforderlichen Anpassungsbedarfe und Kosten. Küstenschutz der Zukunft ist eine Generationenaufgabe, die durch eine Kombination aus technischen und naturbasierten Maßnahmen ein hohes Maß an Resilienz aufweist“, so der NLWKN-Küstenschutzexperte Prof. Frank Thorenz, Leiter der Betriebsstelle Norden und des dortigen Geschäftsbereichs „Planung und Bau“. Strategiepapiere für die Klimafolgenanpassung Wegweisende Nachschlagewerke für den Naturschutz in Niedersachsen Wegweisende Nachschlagewerke für den Naturschutz in Niedersachsen Um ein funktionales Netz ökologischer Wechselbeziehungen zu schaffen, hat der NLWKN 2025 den neuen Förderratgeber Biotopverbund veröffentlicht. Ziel ist, dass Lebensräume für Tiere und Pflanzen von isolierten Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft zu verbundenen Lebensräumen zusammenwachsen können. Der Ratgeber bündelt die Informationen, stellt die zahlreichen Finanzierungsmöglichkeiten vor und dient als praktisches Handwerkszeug für die Umsetzung von Vernetzungsmaßnahmen. „Damit unterstützt er die Akteure vor Ort – Naturschutzbehörden, Landschaftspflegeverbände, Naturschutzstationen und Flächenbewirtschafter“, erläuterte Berthold Paterak, Leiter des Geschäftsbereichs „Naturschutz“ in der NLWKN-Direktion. Förderratgeber Biotopverbund Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat der NLWKN 2025 auch einen Leitfaden zur insektengerechten Unterhaltung von Hecken, Gräben und anderen Landschaftselementen in der niedersächsischen Agrarlandschaft herausgebracht. Die Vermittlung von praxisnahen Tipps zum Schutz der Insekten ist Teil des Aktionsprogramms Insektenvielfalt des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Hintergrund ist der 2020 gegründete Niedersächsische Weg, bei dem sich verschiedenste Akteure auf größere Anstrengungen im Natur- und Artenschutz verständigt haben. „Dabei wird schnell deutlich: Weniger ist mehr. Aber ganz ohne Pflege funktioniert die Unterhaltung und Pflege von Hecken, Gräben und Co. auch nicht“, so Paterak. Es brauche einen fachkundigen und flexiblen Ansatz, um die Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft effektiv zu fördern und dem Verlust der Biodiversität entgegenzutreten. „Mit dem Leitfaden haben wir dazu eine fachlich fundierte Grundlage geschaffen.“ Leitfaden zur insektengerechten Unterhaltung von Hecken, Gräben und anderen Landschaftselementen in der niedersächsischen Agrarlandschaft Niedersächsische Weg, NLWKN erhält Auszeichnung als attraktiver Arbeitgeber NLWKN erhält Auszeichnung als attraktiver Arbeitgeber NLWKN-Direktorin Rickmeyer verwies zudem auf weitere Themen und Projekte im Jahresbericht 2025, die einen Ausschnitt der vielfältigen Aufgaben des Landesbetriebs wiedergeben – dazu gehört etwa auch der Strahlen- und Hochwasserschutz und der Masterplan Ems . Besondere Bedeutung hatte für sie der Beitrag zum Zertifikat „audit berufundfamilie“, das den NLWKN 2025 als attraktiven Arbeitgeber mit Prädikat auszeichnete. „Das ist auf den ersten Blick keine große Sache, aber für uns von großer Bedeutung, denn um die zahlreichen zunehmenden Aufgaben erfüllen zu können, brauchen wir vor allem: gute Leute!“ Mit flexiblen Arbeitszeiten und zahlreichen Lösungen für ortsunabhängiges, mobiles Arbeiten bietet der Landesbetrieb ein umfangreiches Paket, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Strahlen- und Hochwasserschutz Masterplan Ems Hinweis: Details zu den vorgestellten Themen können den jeweiligen detaillierten Pressemitteilungen entnommen werden. Den Jahresbericht mit einem Überblick über wichtige, 2025 vorangetriebene Projekte und Vorhaben des NLWKN finden Sie online: www.nlwkn.niedersachsen.de/jb25 Bildmotive und Grafiken zu den vorgestellten Themen stehen über nachfolgendem Link als Download zur Verfügung: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/WsBoKwwJXeBHXZQ Passwort: NLWKNJB25 Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben. Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben. Bildzeile: Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer bei der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des NLWKN-Jahresberichts 2025 auf der Baustelle des neuen NLWKN-Standorts „Inselsicht“ in Norddeich. (Foto: NLWKN) Bildzeile:
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 633 |
| Europa | 1 |
| Global | 1 |
| Kommune | 3 |
| Land | 68 |
| Schutzgebiete | 2 |
| Weitere | 20 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 57 |
| Zivilgesellschaft | 11 |
| Type | Count |
|---|---|
| Bildmaterial | 1 |
| Chemische Verbindung | 1 |
| Daten und Messstellen | 234 |
| Ereignis | 12 |
| Förderprogramm | 252 |
| Gesetzestext | 2 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
| Mitmachportal | 1 |
| Text | 142 |
| unbekannt | 38 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 156 |
| Offen | 528 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 650 |
| Englisch | 303 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 241 |
| Bild | 34 |
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| Dokument | 81 |
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| Webseite | 392 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 474 |
| Lebewesen und Lebensräume | 625 |
| Luft | 409 |
| Mensch und Umwelt | 685 |
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| Weitere | 662 |