s/ransformation/Transformation/gi
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Die Städtebauförderung ist ein wichtiges Instrument zur Umsetzung von Maßnahmen zum nachhaltigen Umbau des Siedlungsbestands, um die Ziele für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz zu erreichen und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Mit der Neustrukturierung der Städtebauförderung im Jahr 2020 wurde die Förderfähigkeit von Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung, zu Bodenentsiegelung, Flächenrecycling und Revitalisierung von Brachflächen, zur Nutzung klimaschonender Baustoffe und damit zum Ressourcenschutz in allen Programmlinien gestärkt. Das Vorhaben soll dazu beitragen, diese Möglichkeiten auf kommunaler Ebene bekannter zu machen und die Anwendung und Umsetzung voranzubringen. Im Fokus stehen dabei die fachliche und konzeptionelle Unterstützung von Kommunen sowie die Bereitstellung praxisrelevanter Informationen. Das Vorhaben soll untersuchen, wie die o. g. Maßnahmen in Gebieten der Städtebauförderung verstärkt integriert werden können und welche Chancen und Hemmnisse hierbei bestehen. Zudem sollen gute Praxisbeispiele analysiert werden, wobei ein Fokus auf multifunktionalen Lösungen liegt. Dabei sollen Synergien für den Umweltschutz durch die Förderung und Nutzung digitaler Instrumente geprüft werden. Ebenso gilt es, die Rahmensetzungen auf Ebene des Bundes und der Länder zu analysieren und Vorschläge zur Weiterentwicklung zu erarbeiten. Der Fokus liegt auf der Stärkung ökologischer Belange bei der konkreten Umsetzung auf kommunaler Ebene. Im Ergebnis soll eine Handreichung für Kommunen zeigen, wie in Gebieten der Städtebauförderung Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung, zu Entsiegelung, Flächenrecycling und Revitalisierung von Brachflächen, zur Grünversorgung sowie zur Nutzung klimaschonender Baustoffe und damit zum Ressourcenschutz umgesetzt werden können. Darauf aufbauend sollen auch Empfehlungen für die weitere Ausgestaltung der Städtebauförderung und die weitere Stärkung der Umweltbelange auf Bundes- und Landesebene formuliert werden.
Ziel des Projektes ist die partizipative Entwicklung eines web-basierten Dashboards für die Wärmewende, mit dem die Auswirkungen verschiedener Transformationspfade für die Wärmewende flächenaufgelöst in nutzerfreundlicher Form dargestellt werden. Das Forschungsvorhaben unterstützt damit die Verbreitung von technischen, regulatorischen, organisatorischen und (sozio-)ökonomischen Entwicklungen im Bereich der Wärmewende, indem durch die Bereitstellung von Daten und Analysen die Auswirkungen der Entwicklungspfade für relevante Akteure der Wärmewende sichtbar gemacht werden. In engem Austausch mit Akteuren der Wärmewende wird ein Modellierungs- und Visualisierungsrahmen geschaffen, der die Auswirkungen auf die zentralen Infrastrukturen, die planerischen Notwendigkeiten sowie die sozio-ökonomischen Folgewirkungen regional und lokal differenziert betrachtet. In den Szenarien werden verschiedene Ausbaupfade der Technologien sowie verschiedene sozio-ökonomische und weitere Rahmenbedingungen betrachtet. Das Dashboard wird auf einer Webplattform mit interaktiven Karten und weiteren Grafiken zur Verfügung gestellt. Um eine breite Nutzung der Ergebnisse zu ermöglichen, werden die Szenarien sowie das Dashboard in enger Kooperation mit zentralen Akteuren der Wärmewende entwickelt. Die Zusammenarbeit erfolgt über einen Projektbeirat, in dem verschiedene Akteure vertreten sind. Die Hauptziele des Öko-Instituts sind: - Entwicklung einer interaktiven Webplattform, in der die Auswirkungen verschiedener Transformationspfade für die Wärmewende in Form von Grafiken und GIS-basierten Karten für ein breites Feld an Akteuren im Kontext der Wärmewende sichtbar gemacht werden. - Analyse und Aufbereitung von flächenaufgelösten Daten, die für die Wärmewende relevant sind. Die Daten werden als open data zur Verfügung gestellt. - Die quantitative und modellgestützte flächenaufgelöste Analyse der Entwicklung des Wärmesektors in Deutschland als Teil der Entwicklung des gesamten Energiesystems
Das Vorhaben knüpft an das Projekt 'Analyse der Möglichkeiten einer besseren Beteiligung von Umweltverbänden an Debatten und transdisziplinären Forschungen am Beispiel Ressourcenpolitik' (FKZ 3718 11 109 0) an. Ziel ist es, die Arbeit des erfolgreichen Netzwerks „Ressourcenwende“ weiter auszubauen und die Erfahrungen dieser Kooperationsform zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft für andere Prozesse aufzubereiten und nutzbar zu machen. Am Beispiel des Netzwerks Ressourcenwende soll eine Roadmap zur Verstetigung der Zusammenarbeit entwickelt werden, die anderen Netzwerken als Vorlage dienen kann. Die bestehenden strategischen Allianzen sollen ausgeweitet werden, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Abbildung sozialer Perspektiven zu legen ist. Darüber hinaus sollen aus dem Netzwerk heraus transformative Projekte in Forschung und Zivilgesellschaft entwickelt und angestoßen sowie neue Methoden und Ansätze erprobt und kommuniziert werden.
<p> <p>Das Konzept der Schwammstadt ist aus einer klimaresilienten Stadtentwicklung nicht mehr wegzudenken. Doch bei der Umsetzung gibt es Hürden. Wie können Schwammstadt-Prinzipien in der Stadtentwicklung verankert werden und wie kann der Bund dies unterstützen? Ein Forschungsprojekt unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Umweltbundesamts liefert neue Ergebnisse.</p> </p><p>Das Konzept der Schwammstadt ist aus einer klimaresilienten Stadtentwicklung nicht mehr wegzudenken. Doch bei der Umsetzung gibt es Hürden. Wie können Schwammstadt-Prinzipien in der Stadtentwicklung verankert werden und wie kann der Bund dies unterstützen? Ein Forschungsprojekt unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Umweltbundesamts liefert neue Ergebnisse.</p><p> Schwammstadt: Im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> zukunftsfit werden<em> </em> <p>Der Klimawandel stellt Städte und Gemeinden vor wachsende Herausforderungen. Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> belasten die kommunale Infrastruktur, beeinträchtigen städtische Ökosysteme und wirken sich auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung aus. Das Konzept der Schwammstadt, in dessen Mittelpunkt insbesondere ein veränderter Umgang mit der Ressource Wasser steht, reagiert auf diese Herausforderungen und dient als Leitbild einer integrierten, zukunftsorientierten und klimaresilienten Stadtentwicklung. Die Schwammstadt verfolgt drei Ziele, die politisch etwa auch in der Deutschen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassungsstrategie">Anpassungsstrategie</a> an den Klimawandel und in der Nationalen Wasserstrategie verankert sind: </p> <ul> <li>die Annäherung an den natürlichen Wasserhaushalt als grundlegenden Paradigmenwechsel,</li> <li>die Klimaanpassung,</li> <li>die Entlastung der Kanalisation. </li> </ul> <p>Auf diese Weise schützt die Schwammstadt vor Starkregen- und Dürreschäden, mindert die Hitzebelastung und stabilisiert die Grundwasserreserven. Durch mehr <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/verdunstung">Verdunstung</a>, Versickerung und einen geringeren Oberflächenabfluss werden urbane Ökosysteme gestärkt und die Kanalnetze bei Starkregen entlastet. </p> <p>Die Transformation zur Schwammstadt als gesellschaftlicher Veränderungsprozess braucht geeignete politische und institutionelle Rahmenbedingungen. Die urbane Wasserbewirtschaftung kann hier als soziotechnisches System verstanden werden, das drei Elemente umfasst: </p> <ul> <li>Technologien wie blau-grüne Infrastrukturen,</li> <li>Institutionen, worunter etwa Gesetze, Normen oder Praktiken fallen, und</li> <li>Akteure wie Behörden, Planungsbüros oder Bürger*innen. </li> </ul> <p>Diese drei Elemente stehen in ständiger Wechselwirkung: Institutionen können treiben oder bremsen, Akteure beeinflussen Gesetzgebung und Technologieeinsatz, neue Technologien erzeugen Anpassungsdruck auf bestehende Regelungen. Das Projekt „<a href="https://www.ioew.de/projekt/schwammstadt_blau_gruene_infrastrukturen_umsetzen">Schwammstadt: Blau-grüne Infrastrukturen umsetzen</a>“ unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hat dieses System im Auftrag des Umweltbundesamts analysiert. Die Ergebnisse zeigen die Wechselwirkungen sowie hemmende und fördernde Einflussfaktoren einer Umsetzung der Schwammstadt auf und ermöglichen, wirksame Politikinstrumente und abgestimmte Instrumentenmixe abzuleiten. Folgendes Schema zeigt den Transformationspfad zur klimaresilienten Schwammstadt. </p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Abbildung%20Auf%20dem%20Weg%20zur%20Schwammstadt.JPG"> </a> <strong> Auf dem Weg zur klimaresilienten Schwammstadt </strong> Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) </p><p> Welcher Policy-Mix unterstützt die Transformation zur Schwammstadt? <p>Die Analyse des soziotechnischen Systems zeigte folgende Umsetzungshemmnisse auf dem Weg zur Schwammstadt: </p> <ul> <li>Unzureichende finanzielle und personelle Kapazitäten (vor allem bei Kommunen),</li> <li>politische und regulative Hemmnisse,</li> <li>begrenzte institutionelle Zusammenarbeit,</li> <li>Flächennutzungskonflikte,</li> <li>geringes privates Engagement,</li> <li>fehlende Kooperation mit der Zivilgesellschaft sowie</li> <li>mangelndes Bewusstsein und fehlendes Wissen (unter anderem Datengrundlagen).</li> </ul> <p>Diese Hemmnisse treten selten isoliert auf: Eine Gründachpflicht scheitert etwa nicht nur am fehlenden Recht, sondern auch an mangelnder Akzeptanz, fehlenden Fachkräften und unklaren Zuständigkeiten. </p> <p>Daher ist ein abgestimmter Instrumentenmix aus finanziellen, regulativen und informatorischen Instrumenten erforderlich, der an mehreren Systemelementen ansetzt und regulative Rahmenbedingungen erneuert, Akteure mobilisiert, normative Wertvorstellungen reflektiert und Technologien weiterentwickelt. Ein solcher Mix sollte in eine langfristige Strategie eingebettet sein, wie sie die Nationale Wasserstrategie und die Deutsche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassungsstrategie">Anpassungsstrategie</a> bieten, und regelmäßig evaluiert werden. </p> <p>Aus der Bewertung lassen sich fünf Empfehlungen für einen Instrumentenmix ableiten. Im Zusammenspiel können die Maßnahmen die notwendigen strukturellen Veränderungen anstoßen und die Umsetzung der klimaresilienten Schwammstadt auf kommunaler Ebene wirksam unterstützen: </p> <ol> <li>Die finanzielle Förderung für Konzeptentwicklung und Maßnahmenumsetzung (z. B. über ANK, Städtebauförderung, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kfw">KfW</a>-Programme) sollte fortgeführt und für kleinere, strukturschwächere Kommunen zugänglicher gestaltet werden.</li> <li>Es braucht Anreizinstrumente für die Maßnahmenumsetzung, die private Akteure zur Umsetzung auf eigenen Flächen motivieren, etwa durch die gesplittete Abwassergebühr, steuerliche Anreize oder vereinfachte Förderstrukturen.</li> <li>Transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsprojekte sollten gefördert werden, um Wissens- und Datenlücken zu schließen, neue Technologien (z. B. digitale Zwillinge) zu entwickeln und Leuchtturmprojekte zu schaffen, deren Erkenntnisse evaluiert und übertragen werden können.</li> <li>Rechtliche Standards und Vorgaben – etwa zur Grünflächensicherung im Baugesetzbuch oder zur Reform des Wasserhaushaltsgesetzes – sind notwendig, um verbindliche Rahmenbedingungen für Regenwassermanagement und Flächennutzung zu schaffen.</li> <li>Es braucht Instrumente des Wissens- und Wirkungstransfers, etwa Austauschformate, Weiterbildungen und Netzwerke, die die Sichtbarkeit und Wirksamkeit der übrigen Instrumente erhöhen.</li> </ol> Voneinander lernen: Schwammstadt-Fachleute im Austausch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/Schwammstadt%20%28Foto%20Anne%20Schmalenbach%29%201.jpg"> </a> <strong> In der Fishbowl-Diskussion des Fachsymposiums kamen die Teilnehmenden in einen intensiven Austausch. </strong> Quelle: Anne Schmalenbach / IÖW </p><p> <p>Auf einem Fachsymposium im Umweltbundesamt diskutierten im Juni 2026 über 60 Teilnehmende aus Kommunen, Wissenschaft, Verbänden und Wirtschaft über politische, strategische und kommunikative Rahmenbedingungen für die Transformation zur Schwammstadt. Hier folgt ein Überblick über die Diskussionen:</p> Schwammstadt erfolgreich umsetzen: Ämter müssen übergreifend zusammenarbeiten <p>Das vorgestellte Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt, wie dem Problem knapper Ressourcen erfolgreich begegnet werden kann. Eine strukturell verankerte kontinuierliche und intersektorale Zusammenarbeit des Grünflächen- und Tiefbauamtes ist dabei zentral. Planungs- und Abstimmungsprozesse werden so vereinfacht und dem Silodenken wird entgegengewirkt. Durch Kooperationen mit nicht-behördlichen Akteuren – z. B. mit Universitäten bei der Entwicklung von Entsiegelungsmaßnahmen – können zusätzliche Ressourcen erschlossen werden. In der Diskussion wurde eine Reform des aktuellen Regelwerks als weitere Gelingensbedingung hervorgehoben, um Bauvorhaben klimaangepasst zu planen und Innovationen zu ermöglichen. Wichtig ist es auch, Akteure durch Wissensvermittlung und Kompetenzaufbau zu einer wassersensiblen Stadtentwicklung zu befähigen.</p> Wie kann eine gesunde und gerechte Schwammstadt aussehen? <p>Blau-grüne Infrastrukturen stellen eine wichtige Gesundheitsressource dar. Sie wirken sich auf die physische und mentale Gesundheit aus, indem sie Hitze, Lärm und Luftschadstoffbelastung reduzieren sowie Räume für Entspannung, körperliche Bewegung und soziale Interaktion bereitstellen. Damit die positiven Gesundheitseffekte der Schwammstadt möglichst alle Menschen erreichen, müssen unterschiedliche Gerechtigkeitsdimensionen bei der Planung und Umsetzung mitgedacht werden. Hierfür brauchen Kommunen Daten über die Verteilung bestehender Umweltbelastungen, städtischer Vulnerabilitäten und bereits existierender blau-grüner Infrastrukturen. Nur so kann sichergestellt werden, dass insbesondere diejenigen Quartiere von zusätzlichen Maßnahmen profitieren, in denen der Bedarf am größten ist. </p> <p>Wessen Bedürfnisse werden berücksichtigt und welche Akteure in welchem Umfang in die Planung und Umsetzung einbezogen? Antworten auf diese Fragen sind wichtig, sonst besteht das Risiko, dass Maßnahmen ihre Wirkung nicht entfalten oder gar nicht erst akzeptiert werden. Eine gesunde und gerechte Schwammstadt braucht eine langfristige Perspektive, die über die Planung und Umsetzung hinausgeht und auch andere Politikfelder mitdenkt. Etwa sollte vermieden werden, dass blau-grüne Infrastrukturen zur Verdrängung von Bewohnenden führen. Unterschiedliche Ansätze können diesen Effekten entgegenwirken, etwa Instrumente des Mietrechts, <a href="https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2014.01.017">Just-Green-Enough-Ansätze</a> oder <a href="https://publications.rifs-potsdam.de/rest/items/item_6002606_3/component/file_6002607/content">Public-Common Partnerships</a>.</p> Welche Gründächer braucht die Schwammstadt? <p>Gründächer gelten als zentrales Element einer Schwammstadt. Im Projekt wurde die Umweltfreundlichkeit verschiedener Gründachaufbauten analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass auch umweltschonende Materialien teilweise mit Schadstoffen belastet sein können. Es ist daher wichtig, dass Hersteller ihre Produkte prüfen und mit Labeln versehen, um Schadstofffreiheit zu gewährleisten. </p> <p>Wie effektiv Gründächer sind, hängt von ihrem Wasserspeicherpotenzial und ihrer Verdunstungsleistung ab: je höher, desto besser. Gründächer sind darüber hinaus multifunktional und können, wenn sie gut durchdacht sind, noch mehr: Sie tragen zur Aufenthaltsqualität bei, erhöhen die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/biodiversitaet">Biodiversität</a> und können mit einer Solaranlage zur Stromproduktion kombiniert werden. Auf dem Symposium wurden darüber hinaus wünschenswerte Gründach-Tools für die kommunale Praxis diskutiert, die etwa das Wirkungspotenzial transparent abbilden, um den Nutzen von Gründächern für die politische Kommunikation sichtbar zu machen – vergleichbar etwa mit dem Stadtgrün-Bewertungstool <a href="https://www.stadtgruen-wertschaetzen.de/">www.stadtgruen-wertschaetzen.de</a>. </p> Fazit <p>Damit mehr Schwammstädte entstehen, müssen finanzielle, regulative und informatorische Politikinstrumente über alle Elemente des soziotechnischen Systems – Technologien, Institutionen und Akteure – hinweg integrativ zusammenwirken. Sektorenübergreifende Zusammenarbeit und politische Beschlüsse, die die Handlungsmotivation politischer Entscheidungsträger*innen in die Verwaltungsebene überführen, sind zentral. Damit alle Bewohnenden von der Schwammstadt der Zukunft profitieren, ist es elementar, Fragen der sozialen Gerechtigkeit früh und umfassend in allen Planungsprozessen zu berücksichtigen. Eine detailliertere Darstellung zu möglichen Politikinstrumenten auf dem Weg zur Schwammstadt findet sich im Fact Sheet <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/der-weg-zur-klimaresilienten-schwammstadt">"Der Weg zur klimaresilienten Schwammstadt"</a>.</p> <p>Autorin: Alexandra Dehnhardt (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung)</p> <p> </p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a> und Anpassung Nr. 103 veröffentlicht. </em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter"><em><strong>Hier</strong></em></a><em> können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Bodenkühlleistungskarte Stand 2021 Die Karte zeigt die Kühlleistung des Bodens in den Sommermonaten, unterteilt in drei Klassen. Die Bodenkühlleistungskarte ist ein Baustein für die Hitzevorsorge im Transformationspfad Klimaanpassung des Hamburger Klimaplans. Maßstab 1 : 25 000
Bisherige Bemühungen zum Schutz der biologischen Vielfalt waren nur teilweise erfolgreich. Der Weltbiodiversitätsrat forderte daher bereits 2019 einen transformativen Wandel, dessen Realisierung und Umsetzbarkeit aber weiterhin offenbleiben. In der Wissenschaft wird die Ansicht geteilt, dass dieser Wandel im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation ausgestaltet werden soll, in der Natur und Gesellschaft gleichermaßen berücksichtigt werden. Aus der Perspektive der Sozialen Ökologie wird der Rückgang der biologischen Vielfalt als globale Krise der gesellschaftlichen Naturverhältnisse verstanden. Sozial-ökologische Transformationen, die eine Trendwende zur Erhaltung der Biodiversität ermöglichen, sehen daher einen grundlegenden Wandel der gesellschaftlichen Naturverhältnisse hin zur Nachhaltigkeit vor, der die Bereiche Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft umfasst. Ein solcher Prozess erfordert die Auseinandersetzung mit den drei Dimensionen des Gegenstands (Welche Natur wollen wir schützen?), der Ziele (In welcher Natur wollen wir leben?) sowie des Prozesses (Wie können verantwortungsvolle Akteurskooperationen gestaltet werden?). Die Forderungen nach einem transformativen Wandel bieten auch die Chance für den Naturschutz, sich auf die bestehenden gesellschaftspolitischen Dynamiken einzustellen und diese proaktiv mitzugestalten. Ein Paradigmenwechsel im Naturschutz erscheint dabei notwendig: Naturschutz sollte nicht länger als das Gegenteil von Naturnutzung verstanden werden. Somit schließt eine sozial-ökologische Transformation für und durch den Naturschutz ebenso eine Transformation des Naturschutzes selbst ein.
Berlin, 03 December 2024: The need to restore ecosystems and the importance of natural climate protection are firmly anchored in the public consciousness. This is shown by the nationwide representative Nature Awareness Study 2023, which has now been published by the Federal Environment Ministry and the Federal Agency for Nature Conservation. The current publication is the eighth survey in the series, which has been conducted every two years since 2009, and presents a direct comparison of data on the awareness of adults and young people. 2,411 adults aged 18 and over and 1,003 young people aged 14 to 17 were surveyed. The surveys were conducted from the end of October to mid-December 2023. The results presented are representative of the population in Germany and, in addition to observing changes in awareness through repeat questions, new topics of current relevance to nature conservation policy are addressed. This study focuses on natural climate protection and the restoration of ecosystems. The study is also dedicated to the topics of wilderness and water, as well as the willingness of the population to support a transformative change towards sustainable and nature-compatible ways of living and doing business, the general commitment to nature conservation, the personal relationship between people and nature, the topics of the energy transition and genetic engineering, as well as the updating of the social indicator ‘Awareness of biological diversity’.
Berlin, 03. Dezember 2024: Die Notwendigkeit der Wiederherstellung von Ökosystemen und die Bedeutung des natürlichen Klimaschutzes sind fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Dies zeigt die bundesweit repräsentative Naturbewusstseinsstudie 2023, die das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz jetzt publiziert haben. Die aktuelle Veröffentlichung ist seit 2009 die achte Umfrage der Studienreihe im zweijährigen Rhythmus und präsentiert Daten zum Bewusstsein von Erwachsenen und Jugendlichen im direkten Vergleich. Befragt wurden 2.411 Erwachsene ab 18 Jahren sowie 1.003 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Erhebungen wurden von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2023 durchgeführt. Die dargestellten Ergebnisse sind für die Bevölkerung in Deutschland repräsentativ.Neben der Beobachtung von Veränderungen des Bewusstseins durch Wiederholungsfragen werden neue Themen von aktueller naturschutzpolitischer Relevanz aufgegriffen. Inhaltlicher Schwerpunkt der vorliegenden Studie bilden der natürliche Klimaschutz sowie die Wiederherstellung von Ökosystemen. Die Studie widmet sich weiterhin den Themen Wildnis und Wasser, sowie der Bereitschaft der Bevölkerung, einen transformativen Wandel hin zu nachhaltigen und naturverträglichen Lebens- und Wirtschaftsweisen mitzutragen, dem allgemeinen Engagement für Naturschutz, der persönlichen Mensch-Natur-Beziehung, den Themenfeldern Energiewende und Gentechnik sowie der Fortschreibung des Gesellschaftsindikators „Bewusstsein für biologische Vielfalt“.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 407 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 6 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 60 |
| Zivilgesellschaft | 15 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 213 |
| Hochwertiger Datensatz | 1 |
| Text | 174 |
| unbekannt | 20 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 184 |
| Offen | 223 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 376 |
| Englisch | 74 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 4 |
| Bild | 13 |
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| Dokument | 81 |
| Keine | 271 |
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| Webseite | 115 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 199 |
| Lebewesen und Lebensräume | 299 |
| Luft | 193 |
| Mensch und Umwelt | 404 |
| Wasser | 136 |
| Weitere | 409 |