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Messstelle RISCHMÜHLE UP, SAALE

Messstelle betrieben von STANDORT MAGDEBURG.

Fließgewässermessstelle Salz, Fränkische Saale

Die Messstelle Salz (Messstellen-Nr: 24403007) befindet sich im Gewässer Fränkische Saale in Bayern. Die Messstelle dient der Überwachung des Durchflusses, des Wasserstands, der Wassertemperatur.

Pegel Kaulsdorf (AP)/Saale des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz

Der Pegel Kaulsdorf (AP) befindet sich im Gewässer Saale.

Planfeststellungsverfahren Errichtung und Betrieb einer Deponie DK I/0 in Roitzsch

Die Firma GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Berliner Straße 239, 06112 Halle (Saale) hat erstmalig am 22.01.2018 einen Antrag auf Planfeststellung zur Errichtung und zum Betrieb einer Deponie der Klasse I mit einem Abschnitt der Klasse 0 am Standort Roitzsch gestellt. Die geplante Deponie umfasst eine Aufstandsfläche von insgesamt ca. 27,7 ha (DK I ca. 22,5 ha; DK 0 ca. 5,2 ha) mit einem konzeptionellen Ablagerungsvolumen von ca. 4,2 Mio. m³. Die maximale Höhe der Deponie soll ca. 124 m NHN (ca. 30 m ü. GOK) betragen. Das Vorhaben soll auf dem Grundstück der GP Günter Papenburg AG - Gemarkung Roitzsch - Flur 1, Flurstück 16/8; Flur 2, Flurstücke 1/7 und 22/3 in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer bereits betriebenen Deponie der Klasse II realisiert werden. Die Errichtung und der Betrieb der Deponie bedarf der Planfeststellung gemäß § 35 Abs. 2 des Gesetzes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG). In dem Planfeststellungsverfahren ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach den Vorschriften des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) durchzuführen. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (die untere Abfallbehörde) ist in diesem Planfeststellungsverfahren als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde zuständig. Der Antrag wurde erstmals vom 01.03. bis 01.04.2021 öffentlich ausgelegt. Nach Sichtung der eingegangenen Einwendungen fand am 13. und 14.06.2022 der Erörterungstermin statt. Aufgrund von, in der Folge erforderlichen, Änderungen an den Antragsunterlagen sowie der, durch die Änderungen (Erstaufforstung) bedingten erstmaligen Betroffenheit der Gemeinde Schkopau (LK Saalekreis) ist eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich. Die Auslegung der vollständigen (Altantrag + neu erarbeitete Unterlagen) erfolgt im Zeitraum 17.08. bis 17.09.2026.

Stufenkonzept zur Etablierung selbstaendiger Erfahrungsaustausch-Gruppen in den neuen Bundeslaendern in Kooperation mit der future Geschaeftsstelle in Halle an der Saale

Willingmann will in den kommenden Jahren weiter in den Artenschutz investieren

Die Kleine Hufeisennase, eine der seltensten Fledermausarten Europas, ist in Sachsen-Anhalt wieder auf dem Vormarsch. Noch vor wenigen Jahrzehnten stand die Art infolge von Pestizideinsatz, Lebensraumverlust und Quartierzerstörung kurz vor dem Verschwinden. Heute zeigen aktuelle Bestandszahlen, dass gezielte Schutzmaßnahmen wirken: In einem Winterquartier bei Freyburg im Burgenlandkreis wurden zuletzt mehr als 1.300 Tiere gezählt – ein Spitzenwert für Mitteleuropa. Doch so erfreulich diese Entwicklung ist, sie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Artenschutz insgesamt vor enormen Herausforderungen steht. Darauf weist Sachsen-Anhalts Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann zum „Tag des Artenschutzes“ am 3. März hin. „Erfolge wie bei der Kleinen Hufeisennase zeigen, dass konsequenter Artenschutz wirkt. Gleichzeitig bleibt das Artensterben eine der größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen unsere Anstrengungen deshalb weiter verstärken und gezielt in den Schutz von Lebensräumen investieren“, so der Minister. Nach der Roten Liste Sachsen-Anhalt gelten 7.639 der insgesamt 21.313 erfassten Arten als gefährdet. Das entspricht einem Anteil von 36,1 Prozent. Über 1.615 Arten sind sogar vom Aussterben bedroht. Hauptursachen sind neben der intensiven Landnutzung, dem Einsatz von Pestiziden sowie dem Verlust von Arthabitaten und Verbindungsstrukturen in der Landschaft auch die Folgen des Klimawandels. Steigende Temperaturen, längere Trockenperioden und veränderte Wasserstände setzen insbesondere feuchtigkeitsabhängigen Arten stark zu – etwa in den Auenlandschaften von Elbe und Saale oder in Kleingewässern, die für Amphibien lebenswichtig sind. 114 Vorhaben über Sofortförderprogramm „NaturWasserMensch“ gefördert Gleichzeitig zeigen zahlreiche Beispiele, dass gezielte Maßnahmen Wirkung entfalten. Neben dem Schutz von Fledermausquartieren – etwa durch Sicherung von Winterquartieren oder Maßnahmen gegen Fressfeinde wie Waschbären – hat das Umweltministerium in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten auf den Weg gebracht. Ein zentraler Baustein ist dabei das Sofortförderprogramm „NaturWasserMensch“, mit dem seit 2024 insgesamt 114 Vorhaben mit rund 6,3 Millionen Euro unterstützt werden. Gefördert werden unter anderem der Erhalt von Streuobstwiesen, Kopfweiden und Wasserflächen, die Schaffung von Nistplätzen für Vögel sowie der Umbau von Gebäuden zu Artenschutzhäusern für Fledermäuse und Mauersegler. „Artenschutz ist eine Daueraufgabe“, betont Willingmann. „Wir brauchen einen langen Atem, verlässliche Finanzierung und die enge Zusammenarbeit von Behörden, Wissenschaft und Ehrenamt. Nur so können wir die biologische Vielfalt in Sachsen-Anhalt dauerhaft sichern.“ Mit Blick auf den „Tag des Artenschutzes“ unterstreicht der Umweltminister: „Jeder Beitrag zählt – vom Erhalt naturnaher Flächen bis hin zu mehr Bewusstsein im Alltag. Mit konsequentem Artenschutz können wir dazu beitragen, dass unser Land auch für unsere Kinder und Kindeskinder dank reicher, vielfältiger und nicht zuletzt artenreicher Natur lebenswert bleibt.“ Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Threads , Bluesky , Mastodon und X

Sichere Entsorgung von jährlich rund 350 Millionen Tonnen Abfällen: Obere Abfallbehörden tauschen sich zu Deponien aus

Jährlich fallen in Deutschland rund 350 Millionen Tonnen Abfälle an, insbesondere aus Bau- und Industrieprozessen. In Sachsen-Anhalt fallen jährlich rund 12 Millionen Abfälle an. Diese müssen sicher, umweltgerecht und langfristig kontrolliert entsorgt oder gelagert werden, um Mensch und Umwelt zu schützen. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Abfallbehörden der Länder zu, die den ordnungsgemäßen Betrieb und die Überwachung von Deponien sicherstellen. „Deponien sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft. Sie gewährleisten, dass nicht verwertbare Abfälle dauerhaft sicher abgelagert werden. Der fachliche Austausch zwischen den Ländern ist dabei unerlässlich, um ein hohes und möglichst einheitliches Sicherheitsniveau für die Bevölkerung zu gewährleisten“, betont der Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt, Thomas Pleye. Vor diesem Hintergrund sind heute Vertreterinnen und Vertreter der oberen Abfallbehörden aus Sachsen, Thüringen, Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) zusammengekommen. Im Laufe der Tagung wurden zahlreiche aktuelle Themen intensiv diskutiert. Dazu gehörten unter anderem die Deponiesituation in Sachsen-Anhalt, konkrete Planfeststellungsverfahren sowie die zunehmende Bedeutung von Klimaschutzaspekten in Genehmigungsverfahren. Ebenso standen der Umgang mit der Ersatzbaustoffverordnung, Fragen der Deponiesicherheit und -überwachung sowie praktische Erfahrungen mit Deponiegas im Fokus. Die Tagung machte deutlich, dass sich die Deponiestrukturen und abfallrechtlichen Organisationsformen in den Ländern teils unterscheiden. Gerade deshalb wurde der Austausch von allen Beteiligten als besonders wertvoll bewertet. Er trägt dazu bei, voneinander zu lernen, bewährte Verfahren zu verbreiten und den Vollzug insgesamt weiter zu harmonisieren. Sachsen-Anhalt richtete die Veranstaltung in diesem Jahr aus und setzte damit ein wichtiges Zeichen für die enge Zusammenarbeit der Länder im Umwelt- und Ressourcenschutz. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Nach Brandereignis - Antrag auf Wiederinbetriebnahme der Brennstoffanlage in Bernburg genehmigt

Für die Wiederinbetriebnahme der Brennstoffanlage in Bernburg gab es jetzt Grünes Licht vom zuständigen Landesverwaltungsamt. Die Anlagenbau Umweltprojekt GmbH bereitet die Wiederinbetriebnahme ihrer Anlage zur Brennstoffproduktion am Standort Bernburg vor. Das Unternehmen hatte dazu am 12. März 2026 einen entsprechenden Antrag beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt eingereicht. Nach Auswertung der Unterlagen sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten. Die Anforderungen des BImSchG werden weiterhin erfüllt. Die Anlage dient der mechanischen Behandlung nicht gefährlicher, heizwertreicher Abfälle zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen und ist für eine Jahresdurchsatzleistung von bis zu 66.000 Tonnen genehmigt. Die angezeigten Maßnahmen führen zu keiner Änderung von Kapazität, Lagermengen oder Durchsatz. Einzelne technische Anpassungen betreffen unter anderem die Anlagentechnik, etwa die Integration emissionsarmer Verladeprozesse für separierte Stoffströme. Zusätzliche Umweltbelastungen sind dadurch nicht zu erwarten. Brandereignis im April 2025 Am 8. April 2025 war es gegen 3:50 Uhr im Inputbereich der Produktionshalle zu einem Brand gekommen. Rund 200 Tonnen Mischkunststoffe waren betroffen. Große Teile der Halle sowie die Anlagentechnik und Förderbänder wurden beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg stellte das Ermittlungsverfahren zur Brandursache im Juli 2025 ein. Wiederaufbau im genehmigten Bestand Nach dem Brand wurden umfassende Prüfungs-, Reinigungs- und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Auf Grundlage einer Standsicherheitsprüfung sind bauliche Maßnahmen erforderlich, darunter der Austausch einzelner Tragteile und Schraubverbindungen sowie eine großflächige Erneuerung der Hallenfassade. Nach Abschluss dieser Arbeiten steht das Gebäude wieder für den Einbau der Anlagentechnik zur Verfügung. Der Wiederaufbau erfolgt weitgehend im bestehenden, genehmigten Anlagenkonzept. Verbesserter Brandschutz und neue Infrastruktur Ein besonderer Fokus liegt auf der Weiterentwicklung des Brandschutzes. Geplant sind unter anderem Damit sollen die Sicherheitsstandards über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus verbessert werden. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Beseitigung von Umweltschaeden am Turm der St. Wenzelkirche in Naumburg: Fialen, Fassaden und Gesims (Abschluss des Sofortprogramms neuer Laender)

Parnassius apollo (Linnaeus, 1758) Apollofalter Tagfalter und Widderchen Stark gefährdet

P. apollo kommt in Deutschland in drei Unterarten vor, die sich hinsichtlich ihrer Gefährdungssituation voneinander unterscheiden. P. apollo bartholomaeus besiedelt den Alpenraum. P. apollo melliculus kommt auf der Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg) und der Fränkischen Alb (Bayern) vor. Frühere Autoren zählen auch die erloschenen Vorkommen an der Saale in Thüringen und weiterer Mittelgebirgsregionen zu dieser Unterart (Bergmann 1952, Reinhardt & Kames 1982). P. apollo vinningensis ist ein auf Deutschland beschränkter Endemit, der südexponierte Felshänge und Trockenmauern in den Weinbergen des unteren Moseltals besiedelt. Es sei darauf hingewiesen, dass der Status vieler aus Europa beschriebener Unterarten Gegenstand anhaltender Diskussionen ist (Todisco et al. 2010, Takáts et al. 2024). Spezifische Gefährdungsursachen werden in den Kommentaren zu den betreffenden Unterarten genannt. Aus anderen Teilen Europas gibt es Hinweise dafür, dass P. apollo auch durch den Klimawandel gefährdet ist. Höhenverschiebungen werden aus dem französischen Zentralmassiv (Boitier et al. 2008) und der spanischen Sierra de Guadarrama (Wilson et al. 2015) berichtet. Auch der starke Rückgang der Tieflandpopulationen in Finnland wird mit sich ändernden klimatischen Bedingungen in Verbindung gebracht (Kukkonen et al. 2022). Phänologische Veränderungen wurden in Deutschland bei P. apollo vinningensis beobachtet (Müller & Griebeler 2021).

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