s/soziale-auswirkungen/Soziale Auswirkungen/gi
Die Verschlechterung des Zustands von Natur und Landschaft sowie der Verlust der biologischen Vielfalt werden maßgeblich durch menschliche Nutzungen und gesellschaftliche Lebensweisen verursacht. Um Landschaft und Natur langfristig zu schützen, ist daher eine sozial-ökologische Transformation notwendig, die tiefgreifende Veränderungen der Lebens- und Wirtschaftsweisen einschließt. Eine zentrale Rolle spielt dabei Suffizienz, eine Strategie zur absoluten Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, um innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben und gleichzeitig allen Menschen den Zugang zu den für ihr Leben notwendigen Ressourcen zu ermöglichen. Die Notwendigkeit von Suffizienz wird anhand der Energiewende und der Flächennutzung verdeutlicht: Auch die Energiewende, verstanden als Umstieg auf erneuerbare Energien, kann - ohne ihre zwingende Notwendigkeit bestreiten zu wollen - mit erheblichen negativen Umwelt- und sozialen Folgen verbunden sein, sei es durch den Bau und Betrieb von Anlagen oder die erforderliche Rohstoffgewinnung. Suffizienz, d. h. die Reduzierung des Energieverbrauchs, muss daher neben Energieeffizienz und Umstieg auf erneuerbare Energien zu einem weiteren zentralen Element der Energiewende werden. In Bezug auf Flächennutzung ist Suffizienz erforderlich, da nur so Flächenkonkurrenzen vermindert und zugleich ausreichend Flächen zur Erhaltung biologischer Vielfalt gesichert werden können. Trotz der dargelegten Relevanz wird Suffizienz im Naturschutz bislang wenig beachtet. Als mögliche Ansatzpunkte für die Integration von Suffizienz in den Naturschutz werden die Planungsinstrumente der Raumordnung und Umweltprüfungen sowie die Entwicklung von "Suffizienzkorridoren" diskutiert. Da Suffizienz und eine sozial-ökologische Transformation mit weitreichenden Veränderungen unserer Lebensweise verbunden sind, treffen sie auf erhebliche Widerstände und stellen eine kulturelle Herausforderung dar, die nur im Rahmen einer umfassenden gesellschaftlichen Diskussion bewältigt werden kann.
<p> <p>Die Klimawaage ist zurück – umfassend überarbeitet mit aktuellen Daten, zusätzlichen Handlungen, mit mehr „ökologischer Handabdruck“ sowie verbesserten Materialien für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Kartenspiel wurde aktualisiert und ist nun auch auf Englisch verfügbar. Nutzer*innen können ihre bestehende Klimawaage ohne großen Aufwand aktualisieren.</p> </p><p>Die Klimawaage ist zurück – umfassend überarbeitet mit aktuellen Daten, zusätzlichen Handlungen, mit mehr „ökologischer Handabdruck“ sowie verbesserten Materialien für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Kartenspiel wurde aktualisiert und ist nun auch auf Englisch verfügbar. Nutzer*innen können ihre bestehende Klimawaage ohne großen Aufwand aktualisieren.</p><p> <p>Die Klimawaage zeigt spielerisch, wie Alltagsentscheidungen das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> beeinflussen. Im letzten Jahr konnte man die Klimawaage bereits auf Stadtfesten, in Workshops und Schulklassen in ganz Deutschland erleben. Durch wertvolles Nutzerfeedback wurde das innovative Mitmach-Tool nun umfassend überarbeitet und kann flexibel eingesetzt werden in der Schule, als Hingucker bei Infoständen und Ausstellungen oder als interaktives Element bei Seminaren und Workshops. </p> <p><strong>Aktualisierte Daten und mehr Handlungen</strong></p> <p>Für die Version 2.0 wurden alle Berechnungen und Quellen durch Wissenschaftler*innen des Umweltbundesamtes (UBA) und des Öko-Instituts im Rahmen eines Forschungsvorhabens überprüft und aktualisiert. Die Auswahl wurde auf 49 Handlungen erweitert – darunter viele neue Vorschläge von bisherigen Nutzer*innen wie beispielsweise die Nutzung von KI-Tools, Reparatur vs. Neukauf, Einbau einer Wärmepumpe oder die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Erstmals gibt es zudem eine Empfehlung für ein kompaktes Basis‑Set mit 30 Handlungen, das je nach Zielgruppe flexibel ergänzt werden kann.</p> <p><strong>Neue Kategorie: Der Handabdruck</strong></p> <p>Neben der Reduktion des eigenen CO₂‑Fußabdrucks rückt die Klimawaage 2.0 stärker die gesellschaftliche Wirkung des Handelns in den Mittelpunkt. Die neue Kategorie „Handabdruck“ umfasst Aktivitäten, die gemeinschaftliches Engagement fördern – etwa die Einführung von Recyclingpapier an Schulen, das Mitwirken an einer lokalen Naturschutzinitiative oder andere Menschen für Klimaschutzmaßnahmen zu begeistern. Da viele dieser Wirkungen nicht exakt berechnet werden können, setzt die Klimawaage auf kreative Lösungen: Einige Dosen enthalten akustische Überraschungen oder bleiben leer und laden Nutzer*innen dazu ein, selbst Gewicht zuzuordnen und ins Gespräch zu kommen.</p> <p><strong>Neue Materialien und Kommunikationshilfen</strong></p> <p>Auf Basis zahlreicher Rückmeldungen wurden viele Materialien überarbeitet. Dazu gehören:</p> <ul> <li>Handreichung mit Tipps und Tricks für den Praxiseinsatz und Gespräche am Infostand</li> <li>überarbeitete Dosen-Etiketten mit visuell ansprechenden Kategorien und aktualisierten Daten</li> <li>eine nutzerfreundliche DIY-Bastelanleitung</li> <li>eine verbesserte Unterrichtseinheit nach BNE-Standards</li> </ul> <p>Weitere Materialien – darunter eine Take‑Home‑Postkarte, Flipchart‑Vorlage und Spezial-Versionen für weitere Zielgruppen – sind für zukünftige Versionen der Klimawaage bereits in Planung.</p> <p><strong>Klimawaage Kartenspiel 2.0: Mehr Varianten und neue Impulse</strong></p> <p>Auch das beliebte Klimawaage‑Kartenspiel wurde umfassend aktualisiert. Es enthält nun zusätzliche Handlungen, neue Spielvarianten und neun Impulskarten, die Diskussionen in Gruppen oder Workshops anregen. Das Kartenspiel ist außerdem erstmals in englischer Sprache verfügbar – hervorragend geeignet, um beispielsweise die Sustainable Development Goals (SDGs) der United Nations im Englischunterricht zu thematisieren. Das Spiel kann <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimawaage-kartenspiel">kostenfrei über die UBA‑Website bestellt</a> werden, solange der Vorrat reicht. Zudem wird es auf der UBA-Website auch weiterhin eine PDF-Version für den Selbstdruck geben. </p> <p><strong>Verbesserter Webauftritt </strong></p> <p>Die neue Website <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/klimawaage">www.klimawaage.de</a><a> </a>bietet eine übersichtliche Struktur, zielgruppenspezifische Unterseiten und digital aufbereitete Hintergrundinformationen. Alle Berechnungen, FAQ und Interpretationshilfen sind künftig per QR‑Code direkt am Infostand abrufbar. Ein neuer Bereich unterstützt Multiplikator*innen, die die Klimawaage nutzen, verleihen oder selbst bauen möchten.</p> <p><strong>Für bestehende Nutzer*innen: Einfach aktualisieren</strong></p> <p>Wer bereits eine Klimawaage oder das Kartenspiel besitzt, kann diese problemlos weiterverwenden. Ein Update ist nicht verpflichtend. Für alle, die ihre Materialien aktualisieren möchten, stehen neue Etiketten und verständliche Bastelhinweise online zur Verfügung. Die Gewichte lassen sich durch Öffnen der Schraubdeckel leicht anpassen. Registrierte Verleihstationen erhalten auf Wunsch neue Dosen, Etiketten und weitere Materialien kostenfrei zugeschickt.</p> <p><strong>Für neue Nutzer*innen: Kostenfrei ausleihen oder selbst bauen</strong></p> <p>Die Klimawaage kann bereits bundesweit an rund 30 Orten kostenfrei ausgeliehen werden. Eine Liste der Verleihorte <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/media/1625">finden Sie hier</a>. Dank ihres einfachen Aufbaus lässt sich die Klimawaage zudem mit geringem Kosten- und Zeitaufwand selbst herstellen (ca. 70 € Materialkosten, etwa 2 Stunden Arbeitszeit). Eine detaillierte Bastelanleitung sowie Druckdateien für alle Etiketten stehen zum Download bereit. Wenn Sie selbst als Verleihstation aktiv werden möchten, unterstützen wir Sie gern: Materialien können auf Wunsch bereitgestellt werden. Melden Sie sich einfach bei uns für weitere Informationen. Der Kauf eines fertigen Sets ist derzeit nicht möglich.</p> <p><strong>Das Klimawaage-Webseminar für alle bestehenden und zukünftigen Nutzer*innen: Jetzt anmelden! </strong></p> <p>Lernen Sie die Klimawaage als vielseitiges Werkzeug für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit rund um <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> im Alltag kennen. Neben theoretischen Grundlagen stehen in den Klimawaage-Webseminaren praktische Anleitungen im Fokus – etwa zum einfachen Selbstbasteln des Dosen-Sets und des begleitenden Kartenspiels für den Einsatz an Infoständen, in Workshops oder im Unterricht.</p> <p>Alle Termine und Informationen zur Anmeldung gibt es <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/klimawaage-webseminar-2026">hier</a>.</p> <p> </p> <p>Bei Fragen oder Feedback können Sie das KNK unter <a href="mailto:mail@nachhaltigerkonsum.info">mail@nachhaltigerkonsum.info</a> erreichen. <br> </p> </p><p>Informationen für...</p>
Das Scope-Projekt 'Carbon Cycle' umfasst folgende Stufen: 1. Durchfuehrung eines Workshops in Ratzeburg, 21.-26.2.1977; 2. Herausgabe der Workshop-Arbeitspapiere als Scope-Report Nr. 13 (Bolin, Degens, Kempe, Ketner, eds.); 3. Schaffung eines 'Kohlenstoffzentrums' zum Sammeln und Verarbeiten aller mit dem Kohlenstoffkreislauf zusammenhaengenden Daten, zur Durchfuehrung interdisziplinaerer Workshops, zur Aufarbeitung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse fuer Politik, Wirtschaft und internationale Organisationen wie UNEP, UNESCO, ICSU u.a. - das Kohlenstoffzentrum soll eine Zentraleinheit am geologisch-palaeontologischen Institut in Hamburg bilden zusammen mit Satelliteneinheiten in Stockholm (Modell des Kohlenstoffkreislaufs), Bruessel (terrestrische Biomasse) und Essen (soziale Implikationen).
<p> <p>Am 29.11.2025 ist „Kauf-Nix-Tag“. Eine gute Gelegenheit, gerade mitten in den vorweihnachtlichen Rabattaktionen, wie dem „Black Friday“ oder „Cyber Monday“, kritisch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Ob online oder im Shoppingcenter – wer auf Qualität, Langlebigkeit und Nutzen achtet und nachhaltige Alternativen im Blick hat, schont Ressourcen, Umwelt, Klima und den Geldbeutel.</p> </p><p>Am 29.11.2025 ist „Kauf-Nix-Tag“. Eine gute Gelegenheit, gerade mitten in den vorweihnachtlichen Rabattaktionen, wie dem „Black Friday“ oder „Cyber Monday“, kritisch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Ob online oder im Shoppingcenter – wer auf Qualität, Langlebigkeit und Nutzen achtet und nachhaltige Alternativen im Blick hat, schont Ressourcen, Umwelt, Klima und den Geldbeutel.</p><p> <p>Den weltweiten „Kauf-Nix-Tag“ gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2000. Seitdem hat sich kaum etwas an den Umweltauswirkungen durch Konsum verändert. Unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/85702">Ressourcen-Inanspruchnahme</a>, die CO2-Emissionen aus privatem Konsum, die Ausgaben für Produkte sowie die Abfallmengen sind annähernd gleich hoch geblieben. Insbesondere zur Weihnachtszeit werden Verbraucher*innen mit Werbung und Angeboten zum Kauf von Produkten angeregt, wobei sich diese Produkte dann nicht immer als sinnvolle Anschaffungen oder Geschenke herausstellen. Die große <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen">Mehrheit der Menschen in Deutschland</a> befürwortet weiterhin mehr Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Dennoch spiegelt sich dieses Bewusstsein im Alltag oft noch zu wenig in konkreten Konsumentscheidungen wider.</p> Mehr als Kaufen: Kurzfristiges Konsumdenken hinter sich lassen <p>Der „Kauf-Nix-Tag“ setzt ein Zeichen gegen den anhaltenden Trend des kurzfristigen Konsumdenkens. Dieses verdeckt häufig den Blick für die langfristigen ökologischen und sozialen Folgen unserer Kauf- und Konsumentscheidungen.</p> <p>Dabei geht es in der persönlichen Umweltbilanz nicht nur um das Kaufen von Produkten. Vielmehr umfasst Konsum eine Reihe von Aspekten, an die nicht immer direkt gedacht wird. Zum Beispiel finden sich unter den besonders klimawirksamen <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/service/bigpoints">„Big Points“ eines zukunftsfähigen Lebensstils</a> eher alltagsbezogene Hebel, wie weniger Autofahren, Ökostrom beziehen oder eine pflanzenbetonte Ernährung.</p> <p>Dennoch gibt es auch bei Fragen nach konkreten Produkten und Geschenkideen umweltfreundlichere Möglichkeiten, die auch finanziell interessant sein können.</p> Auch nach den Festtagen: Nachhaltige Geschenke und Konsumalternativen <p>Gerade in der Zeit vor und während der Feiertage wird besonders viel eingekauft. An einem Tag innezuhalten und die Notwendigkeit mancher Geschenkidee oder eines Wunsches zu hinterfragen, dafür steht der „Kauf-Nix-Tag“. Unter den zahlreichen Optionen einmal gar nichts zu kaufen, auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> zu achten und dennoch Freude zu verbreiten, finden sich zum Beispiel:</p> <ul> <li><strong>Zeit statt Zeug:</strong> Schenken Sie gemeinsame Erlebnisse statt materieller Dinge. Ein vegetarischer Kochabend, ein Ausflug in die Region oder ein (nachhaltiges) Erlebnisgeschenk können oft mehr Freude bereiten als Produkte, die schnell im Regal einstauben.</li> <li><strong>Spenden statt Schenken:</strong> Anstatt Geschenke zu kaufen, können Sie im Namen Ihrer Liebsten an Umwelt- und Klimaschutzorganisationen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112619">spenden</a>. Das ist eine gute und wirkungsvolle Chance, ihre gesellschaftliche Wirkung in Sachen Umweltschutz effektiv voranzubringen.</li> <li><strong>Bewusst konsumieren:</strong> Wenn Sie ein neues Produkt wirklich brauchen oder verschenken wollen, sollte vor Allem auf langlebige, reparierbare und fair sowie ökologisch produzierte Produkte geachtet werden. Hilfreich sind hier verschiedene <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96200">Umweltsiegel</a>.</li> </ul> <p>In unserem Umwelttipp für ein nachhaltiges <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112483">Weihnachtsfest</a> sind einige Punkte nochmal zusammengefasst und weitere Informationen zu Weihnachtsbaum & Co zu finden.</p> Online oder vor Ort: Überkonsum hinterfragen – Chancen nutzen <p>Viele Produkte werden heute <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96289">online gekauft</a>. Der Einkaufsort ist zwar in den meisten Fällen nicht besonders wichtig für die Umweltauswirkungen eines Einkaufs – allerdings fördert der Onlinehandel Nutzungs- und Attraktivitätsverluste von Innenstädten. Es verschwinden Orte des Austausches und der Begegnung.</p> <p>Eine aktuelle UBA-Studie zeigt zudem, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/kaum-nachhaltigkeit-im-onlinehandel">nachhaltige Optionen im Onlinehandel bislang kaum sichtbar</a> sind. Preis, Komfort und schnelle Verfügbarkeit bestimmen häufig das Kaufverhalten, während Informationen zu Reparierbarkeit, Lebensdauer oder Herkunft oft fehlen. Das UBA fordert daher, dass Plattformen Nachhaltigkeitsaspekte systematischer in ihre Strukturen integrieren und Verbraucher*innen diese leichter finden können.</p> <p>Diese Veränderungen in den Stadtzentren bieten aber auch Chancen, zum Beispiel für Angebote des nachhaltigen Konsums. Das zeigen einige Initiativen, die aktuell in den Projekten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/105450">SONa</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108680">NiCE</a> vom Umweltbundesamt (UBA) unterstützt werden. Hier wird in mehreren deutschen und europäischen Städten untersucht, wie sich Innenstädte als Orte für gemeinschaftliche Erlebnisse und nachhaltige Konsumstrukturen entwickeln können, anstatt reine Konsumzentren zu sein.</p> <p>Der „Kauf-Nix-Tag“ kann als eine Einladung begriffen werden, Konsum in einem größeren Kontext zu reflektieren und auch langfristig auf bewusste, klimafreundliche Entscheidungen zu setzen. Praktische Informationen darüber, wie sich Umweltschutz einfacher in den Alltag integrieren lässt, bieten die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12311">UBA-Umwelttipps</a> auf knapp 100 Themenseiten mit konkreten Handlungsempfehlungen und Tipps zu Kauf, Nutzung und Entsorgung von Produkten und Dienstleistungen.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Erholung in Wäldern ist als Common Pool Ressource (CPR) mit den Problematiken der Übernutzung und der Nutzungskonflikte konfrontiert. Die Forschung zu CPRs zeigt, dass erfolgreiche Lösungen auf kollektiver Verantwortungsübernahme, Selbstverpflichtung und Gruppenbeziehungen basieren, die selbst wiederum Ergebnis deliberativer Kommunikationsprozesse sind. Das vorliegende Projekt stellt deliberative Kommunikation zwischen den Akteurinnen und Akteuren im Konfliktfeld 'Erholungsnutzung Waldes' in den Mittelpunkt. Das Projekt leistet über einen Mix an quantitativen sowie qualitativen Methoden a) die Identifikation von Konflikttypen, b) die Analyse der biophysischen, sozioökonomischen und institutionellen Voraussetzungen dieser Konflikte, c) die Identifikation der kommunikativen 'Konfliktarena' im Sinne von konfliktbezogenen Diskursen, und d) die Identifikation von Ansprüchen und Wertehaltungen von Erholungsnutzenden im Wald sowie von Konfliktwahrnehmung und bisherigen Lösungsansätzen. Auf Basis dieser Informationen wird das Projekt über vier Kommunikationskampagnen e) deliberative Kommunikationslösungen entwickeln und die Akteurinnen und Akteure im Konfliktfeld 'Erholungsnutzung Wald' befähigen, deliberative Kommunikationsprozesse zu initiieren und durchzuhalten. Alle Arbeitsschritte dieses Projektes werden medial begleitet. Das Projekt erreicht auf diese Weise bereits während der Laufzeit gesellschaftliche Wirkung über die multimediale Einbindung der Öffentlichkeit, fachlicher Akteure und Studierender.
Spätestens seit der Verkündung der nationalen Wasserstoffstrategie im Jahr 2020 spielt die Produktion und Verwendung von Grünem Wasserstoff in der deutschen und auch in der europäischen Energiewende eine bedeutende Rolle. Durch Grünen Wasserstoff wird die Sektorenkopplung ermöglicht und Grüner Strom kann für lange Zeiträume gespeichert werden. Die notwendigen Komponenten der Technologie, von der Erzeugung von Grünem Wasserstoff über den Transport bis hin zur Rückumwandlung in andere Energieformen, sind am Markt erprobt und werden aktuell skaliert. Somit können die Mengen an Wasserstoff, die für die kommenden Jahre benötigt werden (je nach Studie 4 TWh bei 1 GW installierter Elektrolyseleistung bis zu 20 TWh bei 5 GW installierter Elektrolyseleistung bis 2030) zumindest in Teilen in Deutschland selbst produziert werden. Bei der Skalierung der Anlagen kommen zwei Ansätze in Frage: Einerseits werden einzelne Anlagen größer, andererseits wird die Anzahl kleiner und mittelgroßer Anlagen erhöht. Grundsätzlich wird die Skalierung in beiden Dimensionen benötigt werden, um die enorme Nachfrage nach Grünem Wasserstoff bedienen zu können. Dieses Vorhaben fokussiert hierbei auf die skalierbare Auslegung und Produktion kleiner bis mittelgroßer Anlagen. So ist es das Ziel des Vorhabens, ein Konzept zu entwickeln, anhand dessen Elektrolyseure im Leistungsbereich von 500 kW bis 5 MW in eine regionale Energieversorgung eingebracht werden können. Hierbei gilt es, die entstehenden Stoffströme integriert zu betrachten, um so dezentrale und nachhaltige Wasserstoffkonzepte in die Realität zu überführen. Um dieses Konzept skalierbar zu entwickeln und an weiteren Standorten ausrollen zu können, muss ein grundsätzliches Vorgehen entwickelt werden, anhand dessen eine modularisierbare Anlage auf den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt werden kann.
Zielsetzung: Die Art, wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf die planetaren Grenzen. In Deutschland verursacht die Ernährung etwa 17 % der pro-Kopf-Treibhausgasemissionen. Auch der Verlust an Biodiversität oder die Störung der Nährstoffkreisläufe - insbesondere durch die industrielle Tierhaltung - sind eng mit unserem Ernährungssystem verknüpft. Tierische Lebensmittel belasten die Umwelt deutlich stärker als pflanzliche. Eine Umstellung auf die Planetary-Health-Diet bietet ein großes Potenzial, diese ökologischen Belastungen deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig zeigen sich auch auf gesundheitlicher und sozialer Ebene gravierende Probleme. In Deutschland sind 15,4 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, 5,9 % leiden an Adipositas. Besonders betroffen sind Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. Sie tragen nicht nur ein höheres Risiko für Übergewicht, sondern sind auch häufiger unzureichend mit essenziellen Nährstoffen versorgt. Hier setzt das Projekt Food Empowerment an. Ziel ist es, mittel- und langfristig negative ökologische, gesundheitliche und soziale Wirkungen des Ernährungssystems zu verringern. Im Reallabor-Setting des Quartiers Schotthock in Rheine werden exemplarisch Konzepte entwickelt und erprobt, die sowohl den individuellen Kompetenzerwerb fördern als auch gemeinschaftliche Veränderungen im Ernährungsverhalten ermöglichen. Dabei knüpft das Projekt an das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept „Unser Schotthock - auf gute Nachbarschaft“ an, das den sozialen Zusammenhalt stärkt und Klimaschutz sowie infrastrukturelle Transformationen in den Blick nimmt. Um Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem zu erreichen, braucht es einen Wandel sozialer Praktiken. Gerade ein geringes Einkommen und wenig Zugang zu Bildung sind dabei große Herausforderungen. In schulformübergreifender Zusammenarbeit mit den Schulen im Quartier entstehen im Rahmen eines Co-Creation-Prozesses innovative Bildungsformate. Diese orientieren sich an der Diversität der Schüler*innen, binden sie aktiv ein und stärken ihre Selbstwirksamkeit. So wird Ernährung zum Lernfeld für Gesundheitsförderung, soziale Teilhabe und ökologische Verantwortung. Zentrales Ziel ist es gemeinsam mit der Stadt, den Akteuren aus den Schulen und den Netzwerken des Stadtteils gute Ernährungsumgebungen zu schaffen, um es Schüler*innen zu ermöglichen sich gesund und nachhaltig zu ernähren.
Schätzungsweise bis zu 25 % der neu zugelassenen Pkw in Deutschland sind Dienstwagen, die auch privat genutzt werden. Exakte Daten liegen derzeit nicht vor. Grund für die Attraktivität des Pkw als Gehaltsbestandteil ist die niedrige Besteuerung: Für Arbeitnehmende ist der zu versteuernde geldwerte Vorteil deutlich günstiger als die entsprechenden Kosten für einen privat angeschafften Pkw. In der Folge entgehen dem deutschen Staat Steuereinnahmen. Der individuelle Vorteil aufseiten der Dienstwagennutzenden hängt stark von der Kombination aus Dienstwagen (Listenpreis, tatsächlicher Kaufpreis), Nutzungsmuster (insbesondere dem Umfang der privaten Fahrleistung) und Grenzsteuersatz (inkl. SV-Beitragssatz), sowie der spezifischen Verhandlungslösung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (einschl. Tankkostenübernahme) ab. Derzeit fehlt für einen neutralen, pauschalisierten Besteuerungssatz, die sich an der durchschnittlichen Nutzung des Dienstwagens orientiert, die Datenbasis. Im Rahmen des Vorhabens sollen empirische Daten zu Dienstwagenflotten und den Fahrprofilen der Dienstwagennutzenden erhoben werden. Dabei soll die tatsächliche Nutzung untersucht (Einkommen und Grenzsteuersatz, privater/geschäftlicher Fahranteil, Fahrzeug- und Antriebstyp, Emissionen, Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber) und daraus ein Steuersatz abgeleitet werden, die aufkommensneutral gegenüber eines allein durch Privatfahrzeuge dominierten Pkw-Marktes wäre.
Im Vorhaben wird eine 'Toolbox' erstellt, die BMUV und UBA bei der Analyse und Entwicklung umweltpolitischer Maßnahmen in Bezug auf ihre Sozialverträglichkeit unterstützen soll. Unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus Vorläufervorhaben und bestehenden Tools wie 'eNAP' und dem SFA-Tool des UBAs wird zunächst eine Handreichung entwickelt, wie unterschiedliche soziale Wirkungen von Maßnahmen identifiziert und bewertet werden können. Dabei geht es primär um qualitative Wirkungsabschätzungen, aber auch das Aufbereiten möglicher Ansätze für vereinfachte, im Behördenalltag nutzbare quantitative Methoden. In einem zweiten AP werden Stellschrauben für eine sozialverträgliche Gestaltung und Flankierung unterschiedlicher Typen von umweltpolitischen Maßnahmen identifiziert (v.a. bei ordnungsrechtlichen und Anreizinstrumenten, ggf. auch informativen und prozeduralen Instrumenten). Hierauf aufbauend wird ein Katalog von generischen Optionen entwickelt, mit dem die unterschiedlichen Maßnahmentypen sozialverträglich ausgestaltet werden. Die Optionen werden auf Vor- und Nachteile bzw. ihr 'Leistungsprofil' hin ausgewertet. In einem dritten AP sollen weitere, auch übergreifende (fiskalische, makroökonomische, sozialpolitische/SGB-bezogene etc.) Ansatzpunkte für die faire Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation exploriert werden. Die Arbeitspakete basieren im Wesentlichen auf einer Sichtung bestehender Literatur und Studien. Ergänzend werden ressortinterne Workshops durchgeführt, um (Zwischen-)Ergebnisse in BMUV und UBA zu diskutieren und Anwendbarkeit sowie Nutzen der Toolbox zu testen. Für das Testen der Toolbox werden geplante oder in Entwicklung befindliche Maßnahmen aus der Zuständigkeit des BMUV herangezogen, die Fachreferate entsprechend eingebunden. Mögliche Politikbereiche könnten Wasser und Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft, Chemikalienpolitik etc. sein. Teil der Toolbox kann ein graphisch aufbereiteter Leitfaden sein, ggf. digitale Tools.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 286 |
| Europa | 38 |
| Global | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 17 |
| Weitere | 9 |
| Wissenschaft | 86 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 223 |
| Text | 54 |
| unbekannt | 27 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 78 |
| Offen | 227 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 256 |
| Englisch | 92 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 13 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 35 |
| Keine | 179 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 107 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 223 |
| Lebewesen und Lebensräume | 271 |
| Luft | 167 |
| Mensch und Umwelt | 304 |
| Wasser | 157 |
| Weitere | 302 |