Am Südwestrand des Harzes wurde zwischen 1930 und 1933 bei Bad Lauterberg (Niedersachsen) die Odertalsperre errichtet, die dem Hochwasserschutz, der Energieerzeugung und der Niedrigwasseraufhöhung des Unterlaufes der Oder in Trockenzeiten dient. Die Gesamtanlage besteht neben der 56 m hohen Hauptsperre (Erddamm mit Betonkern) aus einem unterhalb gelegenen Ausgleichsbecken (ca. 200 m x 700 m), das wiederum durch einen 7,5 m hohen Erddamm mit integrierter Wehranlage begrenzt wird. Das Reservoir der Hauptsperre und das Ausgleichsbecken wurden bis Anfang der 1990er Jahre als Pumpspeicherkraftwerk betrieben. Zur sicheren Ableitung extremer Hochwasser existiert am linken Hang der Hauptsperre eine Hochwasserentlastungsanlage (HWE) aus Beton, die nach fast 80 Jahren Schäden aufweist, die einer Sanierung bedürfen. Aus Sicherheitserwägungen soll außerdem die Wehranlage des Ausgleichsbeckens umgebaut werden. Für den Betreiber, die Harzwasserwerke GmbH aus Hildesheim, wurden deshalb von Dezember 2008 bis September 2009 zur Vorbereitung der geplanten Sanierungen hydraulische Modellversuche zur HWE, zur Wehranlage am Abschlussdamm des Ausgleichsbeckens und zum Ausgleichsbecken selbst durchgeführt. Unter Leitung von Prof. Jürgen Stamm erfolgten im Hubert-Engels-Labor des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik (IWD) der TU Dresden durch Dipl.-Ing. Holger Haufe und Dipl.-Ing. Thomas Kopp die Untersuchungen an drei Teilmodellen, zwei davon physikalisch im Maßstab M 1:25 für die HWE und M 1:20 für die Wehranlage. Bei dem dritten Teilmodell handelte es sich um ein tiefengemitteltes 2D-hydronumerisches Modell zur Ermittlung der Strömungsverhältnisse im Ausgleichsbecken. Am Teilmodell der HWE wurde im Rahmen mehrerer Versuchsreihen die hydraulische Leistungsfähigkeit und Funktionstüchtigkeit für verschiedene Zustände (vor, während und nach der Sanierung) überprüft und nachgewiesen. Durch Maßstabseffekte bedingte hydraulische Unterschiede zwischen Natur und Modell (Wasser-Luft-Gemischabfluss), die im 'verkleinerten' Modell nicht auftraten, wurden analytische Berechnungen durchgeführt, mit denen nachgewiesen werden konnte, dass die Seitenwände der HWE auch beim vermutlich größten Hochwasser (PMF) nicht überströmt werden. Die Harzwasserwerke GmbH wird voraussichtlich 2010/11 auf Grundlage der Versuchsergebnisse mit den Sanierungsarbeiten beginnen. Die am IWD untersuchten und hydraulisch optimierten Einzelmaßnahmen werden dann zu einer effizienten Bauausführung beitragen und anschließend die Hochwassersicherheit der Odertalsperre für die nächsten Generationen gewährleisten. (Text gekürzt)
Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes Nr. 5 (Verbesserung des Hochwasserschutzniveaus im Müglitztal) beabsichtigt der Betrieb Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen die Errichtung eines ökologisch durchgängigen Hochwasserrückhaltebeckens (HRB). Im Osterzgebirge, ungefähr 5,0 km südlich der Ortslage Glashütte, wird dazu ein begrünter Steinschüttdamm mit Asphaltkerndichtung geplant, welcher die Biela im Hochwasserfall noch oberhalb der Mündung in die Müglitz stauen soll. Im Modellversuch sollen zwei Anlagenteile auf ihre hydraulische Leistungs- und Funktionsfähigkeit getestet werden, der Gewässerdurchlass sowie die Hochwasserentlastungsanlage (HWE). Zur Durchleitung der Biela dient ein (b x h) 4,0 x 4,5 m, mit natürlichem Sohlsubstrat versehener Durchlass, der im Hochwasserfall verschlossen werden kann. Während eines Hochwasserereignisses wird stattdessen das Wasser über eine Bypassleitung mit integrierter Gegenstromtoskammer in Dammmitte abgeführt und über ein Wehr wieder in den Gewässerdurchlass eingeleitet. Der Abfluss der Bypassleitung wird über zwei parallel angeordnete Betriebsschützen geregelt. Im Modellversuch (Teilmodell 1) wird die im Damminneren angeordnete Gegenstromtoskammer im Maßstab 1:12 nachgebildet, untersucht und optimiert. Das Teilmodell 2 ist eine im Maßstab 1:20 verkleinerte Nachbildung der geplanten HWE, einer einseitig angeströmten Hangseitenentlastung, bestehend aus dem Einlaufbauwerk, der Sammel-, Übergangs- und Schussrinne, dem räumlichen Tosbecken sowie dem Unterwasserbereich.
Ziel des zu beantragenden Forschungsvorhabens ist die Ermittlung des Einflusses von Krümmungen in der Deichlängsachse auf Wellenauf- und -überlauf an Ästuar- und Seedeichen auf Grundlage experimenteller und numerische Untersuchungen. Hierfür soll im neuen Wellenbecken des Franzius-Instituts für Wasserbau und Küsteningenieurwesen ein 1:6 geneigter Deich mit flexibler Krümmung aufgebaut werden, um sowohl den Einfluss konkaver wie konvexer Krümmungen durch multidirektionale Seegangsbelastungen zu untersuchen. Zudem werden die nichtlinearen Transformationsprozesse zwischen Deichfuß und Wellenauflauf erfasst und weitergehend untersucht, um ein grundlegendes Prozessverständnis der Wechselwirkungen zwischen dieser speziellen Bauwerkskonfiguration und dem einwirkenden Seegang zu ermitteln, die auf Rückschlüsse bzw. gekoppelte Effekte des Wellenauf- und -überlaufs an Ästuar- und Seedeichen hinweisen. Die Projektarbeiten teilen sich in 3 Teilprojekte: 1.Physikalisches Modellwesen: 1.1 Konzeption, Konstruktion; 1.2 Vorprogramm und Kalibrierung; 1.3 Reproduktion ausgewählter Versuchsreihen; 1.4 Aufbau konvexe/konkave Deichlinie; 1.5 Post-Processing; 1.6 Analyse und Korrelation, Interpretation; 2. Numerische Simulation: 2.1 Konzeption, Konstruktion; 2.2 Idealisierung, Annahmen; 2.3 Simulation Wellenauflauf konvexe/konkave Deichlinie; 2.4 Post-Processing; 2.5 Analyse, Korrelation, Interpretation; 3. Weitere Arbeiten: 3.1 Theoretische Arbeiten, Literaturstudie; 3.2 Zwischen-, Abschlussbericht.
Ziel des zu beantragenden Forschungsvorhabens ist die Ermittlung des Einflusses von Krümmungen in der Deichlängsachse auf Wellenauf- und überlauf an Ästuar- und Seedeichen auf Grundlage experimenteller und numerischer Untersuchungen. Hierfür soll im neuen Wellenbecken des Franzius-Instituts für Wasserbau und Küsteningenieurwesen ein 1:6 geneigter Deich mit Flexibler Krümmung aufgebaut werden, um sowohl den Einfluss konkaver wie konvexer Krümmungen durch multidirektionale Seegangsbelastungen zu untersuchen. Zudem werden die nichtlinearen Transformationsprozesse zwischen Deichfuß und Wellenauflauf erfasst und weitergehend untersucht, um ein grundlegendes Prozessverständnis der Wechselwirkungen zwischen dieser speziellen Bauwerkskonfiguration und dem einwirkenden Seegang zu ermitteln, die auf Rückschlüsse bzw. gekoppelte Effekte des Wellenauf- und -überlaufs an Ästuar- und Seedeichen hinweisen. Die Projektarbeiten teilen sich in 3 Teilprojekte: 1.Physikalisches Modellwesen: 1.1 Konzeption, Konstruktion; 1.2 Vorprogramm und Kalibrierung; 1.3 Reproduktion ausgewählter Versuchsreihen; 1.4 Aufbau konvexe/konkave Deichlinie; 1.5 Post-Processing; 1.6 Analyse und Korrelation, Interpretation; 2. Numerische Simulation: 2.1 Konzeption, Konstruktion; 2.2 Idealisierung, Annahmen; 2.3 Simulation Wellenauflauf konvexe/konkave Deichlinie; 2.4 Post-Processing; 2.5 Analyse, Korrelation, Interpretation; 3. Weitere Arbeiten: 3.1 Theoretische Arbeiten, Literaturstudie; 3.2 Zwischen-, Abschlussbericht.
Innerhalb des Projektes 'Optimierte Materialien und Verfahren zur Entnahme von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf' erfolgt die Entwicklung neuer Materialen und Verfahrenstechnik, die nur in abgestimmter Kombination zur erfolgreichen Lösung führt, um den Rückhalt von unterschiedlichen Mikroplastikpartikeln (Größe, Form, Material) aus verschiedenen Eintragspfaden der Siedlungswasserwirtschaft zu gewährleisten und damit eine nachhaltige Wasserwirtschaft umzusetzen. Darüber hinaus sollen auch einfache, natürliche Systeme (Bodenfilter) hinsichtlich ihrer Fähigkeit des Rückhaltes im Wasserkreislauf untersucht werden. 2. Arbeitsplanung Zur Validierung des Rückhalts von Mikroplastik durch die entwickelten Filtermaterialien sollen für drei Monate Pilotversuche unter realen Bedingungen auf einer Kläranlage durchgeführt werden (AP3.1). Im Fokus stehen dabei das Tuchgewebe der Firma Mecana sowie der Siebfilter der Firmen GKD/Invent. Ziel des Arbeitspaktes ist es den Rückhalt von Mikroplastik im Pilotmaßstab zu quantifizieren, den Einfluss von Betriebsbedingungen auf den MP-Rückhalt zu ermitteln und eine Optimierung des Betriebs durchzuführen. Neben dem Rückhalt von MP werden auch allgemeine abwasserchemische Parameter wie Suspendierte Stoffe oder Trübung bestimmt, um mögliche Korrelation herauszuarbeiten, die es Betreibern erleichtern eine Betriebskontrolle ohne aufwändige Analytik durchzuführen. In AP 6 wird daher am KWB aufgrund von existierenden und neuen Messungen ein Stoffstrommodell der urbanen Wasserströme Berlins für MP aufgebaut. Die bilanzierten Größen sollen analog zur Maßnahmenbewertung gewählt werden und können Stofffracht, Partikelanzahl, Partikelgröße oder ähnliche Größen umfassen. Ziel ist es die verschiedenen Eintragspfade - Klärwerksablauf, Mischwasserüberläufe und Niederschlagsabfluss - gegeneinander zu gewichten, um eine bessere Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Minimierung des MP-Eintrags zu haben.
Backgrond: The mild climate of north western Europe is, to a large extent, governed by the influx of warm Atlantic water to the Nordic Seas. Model simulations predict that this influx and the return of flow of cold deep water to the Atlantic may weaken as a consequence of global warming. MOEN will assess the effect of anthropogenic climate change on the Meridional Overturning Circulation by monitoring the flux exchanges between the North Atlantic and the Nordic Seas and by assessing its present and past variability in relation to the atmospheric and thermohaline forcing. This information will be used to improve predictions of regional and global climate changes. MOEN is a self-contained project of the intercontinental Arctic-Subarctic Ocean Flux (ASOF) Array for European Climate project, which aims at monitoring and understanding the oceanic fluxes of heat, salt and freshwater at high northern latitudes and their effect on global ocean circulation and climate. MOEN will contribute to a better long-term observing system to monitor the exchanges between the North Atlantic and the Nordic Seas from direct and continuous measurements in order to allow an assessment of the effect of anthropogenic climate change on the Meridional Overturning Circulation. This we will be done by measuring and modelling fluxes and characteristics of total Atlantic inflow to the Nordic Seas and of the Iceland-Scotland component of the overflow from the Nordic Seas to the Atlantic. General objectives: To contribute to a better long-term observing system to monitor the exchanges between the North Atlantic and the Nordic Seas. To assess the effect of anthropogenic climate change on the Meridional Overturning Circulation. Modelling objectives (WP4, IfM): To model the flow field, the temperature and salinity distribution and the heat fluxes for an area focused on the Iceland-Faroe Ridge, the Faroe Bank and Faroe-Shetland Channel and Wyville-Thomson Ridge. To model long term variations of the locally induced and far field circulation and T/S distribution in order to understand climate variations.
Die Ausscheidung von Gefahrenzonen und Verbauungsmaßnahmen auf von Überflutungen und Murgängen betroffenen Schwemmkegel erfordert möglichst genaues Wissen über Abflußtiefen, Geschwindigkeiten und Auslauflängen von Wildbachereignissen. In dieser Studie sollen anhand des sehr gut dokumentierten Murenereignisses im Moschergraben/Steiermark die Einsatzmöglichkeiten des an der Colorado State University entwickelten Programmes FLO-2D untersucht werden. Das Programm FLO-2D ermöglicht sowohl die zweidimensionale instationäre Berechnung des Gerinneabflusses, als auch die flächige Ausbreitung bei Überbordung. Dabei können alle Übergangsformen vom Reinwasserabfluss bis zu voll ausgebildeten Muren modelliert werden. Als Eingangsdaten werden ein digitales Höhenmodell zum Aufbau der Rasterelemente, Informationen über die Oberflächenbeschaffenheit des Geländes und die Materialeigenschaften des Feststoff-Wasser Gemisches benötigt. Zur Beschreibung des Fließverhaltens wird ein quadratisches rheologisches Modell verwendet. Bei den modellierten Murgängen war es möglich, unmittelbar nach den Ereignissen Proben des am Schwemmkegel abgelagerten Materials zu werben. Danach wurden die wichtigsten rheologischen Parameter, wie die Grenzschubspannung und die Viskosität im Labor mit Hilfe eines Rheometers und einer neuartigen, am Institut entwickelten Murrinne bestimmt.
In der Mischkanalisation von Siedlungen werden Schmutzwasser und Regenwasser in einem gemeinsamen Kanal gesammelt. Da die Kläranlagen, denen das Schmutzwasser zugeführt werden muss, nicht auf eine Behandlung des Regenwassers ausgelegt werden können, muss dieses an Trennbauwerken (sogenannten Regenüberläufen) abgeschlagen werden. Die Abtrennung erfolgt durch Drosselung des Kanalstrangs, der zur Kläranlage weiter geführt wird. Bei Überlastung durch Regen im Zulaufkanal staut das Wasser zurück und wird über eine Wehrschwelle in das Gewässer abgeführt. Dabei können Schwimmstoffe, die sich im Mischwasser befanden, über die Wehrschwelle in das Gewässer gelangen. Auch der Einsatz von sogenannten Tauchwänden vor der Wehrschwelle verhindert dies meist nur unzureichend. Die Schwimmstoffe stellen eine stoffliche und insbesondere auch ästhetische Verunreinigung der Gewässer dar. Für solche Problemstellungen kann ein Schwimmstoffabzug (HydroSpin® - patentierte Ausrüstungskomponente) eingesetzt werden. Mittels eines derartigen Schwimmstoffabzugs für Trennbauwerke im Kanalnetz wird ein gezielter Abzug von Schwimmstoffen aus dem Rückstaubereich vor der Drossel und deren Ableitung durch die Drossel in den Kanalstrang zur Kläranlage ermöglicht. Der HydroSpin Schwimmstoffabzug nutzt dazu einen durch eine Platte induzierten und verstärkten Einlauf-Wirbel. Die Trennbauwerke sind jedoch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich konstruiert, so dass die Bemessung des HydroSpin für jede Einbausituation individuell bemessen und konstruiert werden muss.
Die Vorsperren der Talsperre Pöhl, die Staumauern Neuensalz und Thoßfell, wurden zwischen 1958 und 1964 errichtet. Bei der Überprüfung der Unterlagen beider Vorsperren infolge der Hochwasserereignisse 2013 wurde festgestellt, dass es keine Wasserstands-Abfluss-Beziehungen der Anlagen gibt, so dass die TU Dresden beauftrag wurde, diese aufzustellen. Das IWD der TU Dresden wurde damit beauftragt, die hydraulischen Abflussprozesse unter Berücksichtigung der Überfallform und der Anströmung zu untersuchen. Die analytisch ermittelten Werte wurden mit Hilfe eines dreidimensionalen hydronumerischen Modells überprüft.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 39 |
| Europa | 3 |
| Land | 7 |
| Wirtschaft | 3 |
| Wissenschaft | 21 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 39 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 39 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 34 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 32 |
| Webseite | 7 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 31 |
| Lebewesen und Lebensräume | 38 |
| Luft | 28 |
| Mensch und Umwelt | 39 |
| Wasser | 37 |
| Weitere | 39 |