Untersuchungen zur Biomassedynamik, der Samenbank im Boden und der Keimungsoekologie von Ackerwildkraeutern unter dem Einfluss konventioneller und oekologisch orientierter Anbaumethoden, insbesondere im Zusammenhang mit Ackerrandstreifenprogrammen.
Ziel und Inhalt des Vorhabens ist es, vor allem in ausgewählten mittel-, ost- und südeuropäischen Ländern innovative Forschungsprogramme (und gegebenenfalls nicht in Programmen organisierte Forschungsfelder) aus dem Bereich nachhaltiges Bauen (im Sinne der drei Säulen ökologisch, ökonomisch und sozial) zu identifizieren und damit eine Wissensbasis für eine mögliche stärkere internationale Einbindung oder Kooperation mit diesen Ländern zu schaffen. Dabei geht es nicht um eine 'Katalogisierung' sämtlicher Forschungsaktivitäten in diese Richtung, sondern um die Darstellung von bestehenden Programmen, künftigen Forschungsförderinteressen und die geplante Weiterentwicklung, die aus der Perspektive des Programms 'Haus der Zukunft' als besonders innovativ und richtungweisend angesehen werden. Projektablauf: Literatur- und Internetrecherche zu mittel-, ost- und südeuropäischen Forschungsprogrammen und innovativen Forschungsfeldern zu Fragen nachhaltigen Bauens; telefonische und schriftliche Kontaktaufnahme mit einschlägigen Institutionen (v.a. Ministerien; öffentliche und halböffentliche Agenturen und Fördereinrichtungen, Programmmanagements); telefonische Befragung zu einschlägigen Programmen und Forschungsförderinteressen; Auswahl von 3-5 Länderschwerpunkten (bestehend aus Ministerien und Fördereinrichtungen); ausführliche qualitative Interviews mit relevanten Akteuren und Auswertung innovativer Programme und Forschungsstrategien; Übersichtsbericht zu innovativen Forschungs- und Förderaktivitäten in ausgewählten mittel-, ost-, und südeuropäischen Ländern sowie weiterführenden Forschungsfragestellungen.
Die Studie soll als Pilotprojekt: 1. eine Bestandsaufnahme von Populationen ausgewaehlter Wildpflanzenarten und deren genetischer Vielfalt liefern, 2. dazu beitragen, Naturschutzmassnahmen im Hinblick auf die In situ-Erhaltung von pflanzengenetischen Ressourcen zu ueberpruefen, 3. Zuechtern den Zugriff auf vegetationskundlich-floristisch und molekularbiologisch charakterisierte Populationen ermoeglichen. Folgende Arten wurden fuer die Studie ausgewaehlt (Name, Nutzung, Lebensform, Naturschutzprogramm); Camelina microcarpa (Kleinfruechtiger Leindotter, Oelpflanze, einjaehrig, krautig, Ackerrandstreifenprogramm); Carum carvi (Kuemmel, Gewuerzpflanze, zweijaehrig, krautig, Mittelgebirgsprogramm); Humulus lupulus (Hopfen, Aromastoffpflanze, ausdauernd, verholzt, Uferrandstreifenprogramm); Valerianella locusta (Feldsalat, Salatpflanze, einjaehrig, krautig, Ackerrandstreifenprogramm); Conringia orientalis (Ackerkohl, Oelpflanze, einjaehrig, krautig, Ackerrandstreifenprogramm). Der vegetationskundlich-floristische Teil des Arbeitsprogrammes umfasst: 1. die Uberpruefung und Ergaenzung der Rasterfeldkartierung und Auswahl fuer das Rheinland repraesentativer Populationen, 2. pflanzensoziologisch-standoertliche Dokumentation der ausgewaehlten Populationen nach BRAUN-BLANQUET mittels eines ausfuehrlichen Erhebungsbogens, 3. morphologisch-biometrische Charakterisierung der Freiland-Populationen anhand charakteristischer Merkmale. Der molekularbiologische Teil des Arbeitsprogrammes umfasst: 1. Entwicklung von DNAPraeparationstechniken fuer die jeweiligen Arten, 2. Durchfuehrung der RAPD-PCR mit verschiedenen Primern, 3. statistische Auswertung der Ergebnisse, Berechnung der genetischen Distanz.
Die Rote Liste der gefährdeten Pflanzen Deutschlands weist die Gruppe der annuellen Arten der Segetalflora als die am stärksten gefährdete Artengruppe in Deutschland aus. Als Gefährdungsursache steht die moderne Landbewirtschaftung mit der Verwendung von Herbiziden und Mineraldünger, verbesserter Saatgutreinigung, Vereinfachung der Fruchtfolgen, frühem Stoppelumbruch und der Aufgabe von Grenzertragsstandorten im Mittelpunkt. Schutzbemühungen, wie Erhaltungskulturen in Botanischen Gärten und Feldflorareservaten haben eine Art musealen Charakter. Auch die Einrichtung eines bundesweiten Netzwerkes von Schutzäckern mit langfristigen Bewirtschaftungsverträgen trägt letztendlich nur punktuell zur Erhaltung der Segetalzönosen bei. Eine erfolgreich praktizierte Variante des flächendeckenden Ackerwildkrautschutzes stellen die Ackerrandstreifenprogramme der Bundesländer dar. Durch den Verzicht auf Herbizide und zum Teil auch auf mineralischen Dünger können sich hier die Segetal-Arten erhalten, die in der Samenbank vorhanden sind. Die aktuelle Entwicklung zeigt aber einen Rückgang der Ackerrandstreifenprogramme und eine zunehmende Popularität von Blühstreifen. Die primäre Absicht bei der Anlage von Blühstreifen ist jedoch der Schutz von Bienen und Niederwild. Werden die Blühstreifen auf Ackerflächen verwendet, so unterdrücken die Ansaatmischungen die Wildkrautflora und damit verschlechtert sich die Situation der ursprünglich in Ackerrandstreifen vorkommenden Ackerwildkräuter. Die sich durch den Menschen immer wieder verändernde Landnutzung ist von Beginn an mit einer Anpassung der Vegetation einhergegangen. Einen ähnlichen Anpassungsprozess werden die Veränderungen der klimatischen Verhältnisse in Mitteleuropa im Zuge der globalen Erwärmung mit sich bringen. Ziel des Projektes ist es daher die Anpassungsfähigkeit von Ackerwildkräutern an die durch Nutzungs- und Klimawandel herbeigerufenen Änderungen der vorherrschenden Standortbedingungen zu untersuchen. Darauf aufbauend sollen angepasste Schutz- und Wiederansiedlungskonzepte entwickelt werden.
Das Projekt hat das Ziel, die Erfahrungen der EU-Mitgliedsstaaten bei der Anwendung freiwilliger Vereinbarungen zwischen Industrie und Politik zu evaluieren und auf China zu übertragen. Der Fokus des Projektes liegt auf der Stadt Nanjing, in welcher die Schwerindustrie für 60 Prozent der regionalen Schadstoffverschmutzung verantwortlich ist. Es ist beabsichtigt, Nanjing zur Modellstadt für die nationale Umweltpolitik zu entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, sind diejenigen Unternehmen, die die höchsten Schadstoffmengen emittieren, in das Projekt eingebunden. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes sowohl positive als auch negative Faktoren einer Übertragung der freiwilligen Ansätze im Umweltmanagement auf China aufgezeigt. Die Studie umfasst drei Arbeitsbereiche: Zusammenstellung verschiedener europäischer Ansätze zu freiwilligem Umweltmanagement und systematische Analyse der Vor- und Nachteile der command-and-control Instrumente in China; Bewertung der Machbarkeit von freiwilligen Ansätzen zum Umweltmanagement unter chinesischen Rahmenbedingungen, Untersuchung zu den Erwartungen und der Teilnahmebereitschaft der lokalen Unternehmen; Entwicklung eines geeigneten Modells für freiwilliges Umweltmanagement in China. Innerhalb dieser Arbeitsmodule sind weitere Aktivitäten geplant: Neben drei Workshops wird eine Studienexkursion in Europa für Vertreter chinesischer Umweltbehörden und Unternehmen organisiert. Das Programm AsiaProEco der Europäischen Union soll den Umweltdialog zwischen Europa und Asien stärken. Die zentrale Aufgabe des Wuppertal Institutes im Rahmen des Projektes ist die Erstellung einer wissenschaftlichen Abhandlung zu freiwilligen Ansätzen in der Europäischen Union. Die Analysen konzentrieren sich auf Gründe einer Übertragbarkeit, kritische Erfolgsfaktoren, Effektivität und die potentielle Anwendbarkeit in China. Im zweiten Teil des Projektes wird die politische und praktische Beratung zur Entwicklung erster Modelle der freiwilligen Vereinbarungen vor Ort unterstützt.
Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 2/2007 Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz 20 Jahre Ackerwildkrautschutz in Niedersachsen Entstehung des Programms • Ergebnisse • Bäuerliche Sicht • Wernershöhe • Biodiversität • Wildäcker • Spannungsfeld • Rebhuhnschutzprojekt Niedersachsen , Beiträge SCHACHERER, A.: 20 Jahre Ackerwildkrautschutz in Niedersachsen – Entstehung eines Förderprogramms WICKE, G.: Ergebnisse von 20 Jahren Ackerwildkrautschutz in Niedersachsen und Förderung im Kooperations- programm Naturschutz ab 2007 SEEDORF, G.: Das Kooperationsprogramm Naturschutz aus bäuerlicher Sicht ABOLING, S.: Bedeutung von Wildäckern für den Artenschutz109 WALDHARDT, R.: Segetalvegetation in den Spannungsfeldern von intensiver Produktion und Nutzungsaufgabe, Agrarpolitik und Naturschutz sowie Forschung und Praxis114 79 86 BEEKE, W. & E. GOTTSCHALK: Das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen 121 94 HOFMEISTER, H.: 20 Jahre Ackerwildkrautschutz auf der Wernershöhe (Lkr. Hildesheim) 96 MEYER, S. & T. v. ELSEN: Biodiversität in der Agrarlandschaft – Aufbau eines Netzes von Schutzäckern für Ackerwildkräuter in Mitteldeutschland 103 Kurzmitteilungen 127 T Neue Naturschutzgebiete ausgewiesen T Preis für das schönste Grünland T Energiepflanzenanbau und Naturschutz T Integrierte Bewirtschaftungspläne Elbe, Weser und Ems T Naturschutzstation Dümmer: Neue Dauerausstellung ist eröffnet T Zusammenarbeit von Naturschutz und Wasserwirtschaft im NLWKN bei der Umsetzung von Natura 2000 und Wasserrahmenrichtlinie Zu diesem Heft Niedersachsen fördert seit 1987 den Erhalt seltener und gefährdeter Ackerwildkrautarten und -gesellschaften auf extensiv bewirtschafteten Äckern bzw. Ackerrän- dern. Beginnend mit dem Pilotprojekt Ackerwildkraut- programm (1987 bis 1992) wurde die Förderung mit dem Ackerrandstreifenprogramm (1992 bis 1997), den Artenschutzmaßnahmen für Ackerwildkräuter (1997 bis 2000) sowie über das PROLAND Kooperationspro- gramm – Erhaltung der biologischen Vielfalt, Teilbereich Ackerwildkrautschutz (2000 bis 2006) fortgesetzt. Von 2007 bis 2013 werden die Ackerwildkrautarten über das PROFIL Kooperationsprogramm Naturschutz gefördert. Im vorliegenden Heft wird über die Entstehung des Pro- gramms, Ergebnisse aus 20 Jahren Förderung und Erfah- rungen beteiligter Landwirte ebenso berichtet wie über die Bedeutung von Wildäckern und Schutzäckern für den Ackerwildkrautschutz. Beiträge über den Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter im Spannungsfeld zwi- schen Nutzungsaufgabe und -intensivierung sowie zum Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen durch Blühstreifen runden das Heft ab. Ein Teil der Beiträge wurde als Vortrag auf dem NNA-Seminar „20 Jahre Ackerwildkrautschutz mit der Landwirtschaft in Nieder- sachsen“ am 26.6.2007 in Schneverdingen vorgestellt. Die Schriftleitung 78 Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 2/2007 Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 27. Jg. Nr. 2 79 – 85 Hannover 2007 20 Jahre Ackerwildkrautschutz in Niedersachsen – Entstehung eines Förderprogramms von Annemarie Schacherer Inhalt 1 Einleitung 2 Die Vorgeschichte 3 Das Niedersächsische Ackerwildkrautprogramm (Pilotprojekt) 3.1 Programmstart 3.2 Kurzbeschreibung 3.3 Was war wichtig für die erfolgreiche Durchführung des Programms? 4 Fazit/Ausblick 5 Zusammenfassung 6 Summary 7 Literatur niedersächsischen Roten Liste der gefährdeten Pflan- zenarten (GARVE 1987). Grundlage des Programms war das Ackerrandstreifen-Modell von SCHUMACHER (1980). Wie das niedersächsische Programm zustande kam und was für den Erfolg wichtig war, soll im folgenden Rückblick aus der Sicht der Initiatorin des Programms dargestellt werden. 2 Die Vorgeschichte 1984 kam ich unmittelbar nach Studium und Doktoran- denzeit an die Norddeutsche Naturschutz-Akademie (NNA), um an deren Aufbau mitzuwirken. Dort hatte ich Gelegenheit, in Seminaren, Tagungen und Fachge- sprächen die damalige gesellschaftliche Diskussion zum 1 Einleitung Themenkreis Naturschutz und Landwirtschaft aus erster Hand mitzuerleben. Als Naturschützerin und Agrarbio- Seit dem Jahr 1987 fördert das Land Niedersachsen den login nahm ich mit Erstaunen und Unverständnis die Erhalt seltener und gefährdeter Ackerwildkrautarten starke Konfrontation zwischen Naturschutz und Land- und -gesellschaften auf extensiv bewirtschafteten wirtschaft wahr, die durch polemische Auseinanderset- Ackerrändern (SCHACHERER 1989, 1992, WICKE 2007 in zungen und mangelndes gegenseitiges Verständnis diesem Heft). Am 30.06 1987 wurde das „Pilotprojekt geprägt war. Die eine Extremposition wollte landwirt- Ackerwildkrautprogramm“ mit Runderlass des (damals schaftliche Nutzflächen allein als Produktionsfaktor für den Naturschutz zuständigen) Niedersächsischen sehen, die andere negierte weitgehend die Bedeutung Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Fors- einer landwirtschaftlichen Nutzung für den Arten- und ten aus der Taufe gehoben (ML 1987). Es war als Pilot- Biotopschutz. programm konzipiert, auf fünf Jahre befristet und wur- In der Landwirtschaft wurde Artenschutz auf land- de 1992 durch das „Niedersächsische Ackerrandstreifen- wirtschaftlichen Nutzflächen – insbesondere auf Äckern programm“ abgelöst. – im Jahr 1984 mit Ausnahme jagdlicher Aspekte noch Ziele des Pilotprogramms waren Erhaltung und Förde- kaum thematisiert. Pflanzensoziologen wie TÜXEN rung von gefährdeten Arten und Pflanzengesellschaf- (1962) hatten sich bereits 20 Jahre früher „Gedanken ten der Ackerbegleitflora. Von 262 niedersächsischen zur Zerstörung der mitteleuropäischen Ackerbiozöno- Ackerwildkrautarten standen damals 91 (35 %) auf der sen“ gemacht und Wissenschaft und Naturschutz hatten den Rückgang und die Gefährdung zahlreicher Acker- wildkrautarten in wissenschaftli- chen Fachbeiträgen und in Roten Listen dokumentiert (s. z. B. EGGERS 1979, HOFMEISTER & GARVE 2006). Zum Erhalt der gefährdeten Ackerbegleitflora wurden bereits seit 1970 Feldflora-Reser- vate sowie Erhaltungskulturen in Freilichtmuseen und botanischen Gärten eingerichtet (SCHLENKER & SCHILL 1979, ILLIG & KLÄGE 1985). Aber es gab auch bereits Handlungsansätze, die den Erhalt der gefährdeten Acker- wildkrautarten großräumig und „in situ“, also am natürlichen Wuchsort vorsahen, gemeinsam mit den Pflanzengesellschaften, deren Charakterarten die Abb. 1: Feldrittersporn und Klatsch-Mohn auf einem Ackerrandstreifen im Landkreis Helmstedt seltenen Arten oft sind, und 79 Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 2/2007 ,
Aufzeigen am Beispiel ausgewaehlter Arten, wie alle Veraenderungen des Ackerbaus waehrend der letzten hundert Jahre am Rueckgang bzw. an der Ausbreitung beteiligt sind und zusammenwirken. Die Schluesselfaktoren sollen herausgestellt und die Konsequenzen fuer Schutz- bzw. Bekaempfungskonzepte beschrieben werden.
Ziele sind die Verbesserung der Lebensbedingungen fuer Wildkraeuter und Tierarten des Ackerlebensraumes sowie der oekologischen Situation angrenzender Biotope, die Begrenzung der Nitrat und Pflanzenschutzmittel-Eintraege in Boden und Gewaesser, die Entwicklung der Biotopvernetzung und die Bewahrung einer vielfaeltigen Kultur und Erholungslandschaft, die Foerderung einer umweltvertraeglichen Landwirtschaft und ihre Anpassung an die Entwicklung auf dem Agrarmarkt. Eine Weiterfuehrung ist mit den 'Artenschutzmassnahmen fuer Ackerwildkraeuter' ab 1997 gegeben. Die Ergebnisse des Projekts sind veroeffentlicht von der Alfred Toepfer Akademie fuer Naturschutz, NNA-Berichte, 9.Jahrgang, Heft 2, 1996 und im Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen, 17. Jahrgang, Nr. 6, Hannover, 1997.
Die EU und die meisten Mitgliedsstaaten haben über viele Jahre Regionen mit weniger günstigen Bedingungen oder geringerer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Europäischen Markt finanziell unterstützt. Die Entwicklungen hin zur Wirtschafts- und Währungsunion lassen die Bekämpfung regionaler Disparitäten umso dringlicher werden. Das übergeordnete Ziel liegt in der Beteiligung von Personen aus allen wirtschaftlichen Sektoren und in allen geographischen Gebieten an den Vorteilen eines vereinigten Europa. Spezifischere Ziele sind: die Stärkung und Reorganisation des Landwirtschaftssektors; die Diversifizierung des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges ländlicher Räume; die In-Wertsetzung natürlicher Ressourcen und der Umweltschutz. Typische geförderte Projekte sind die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung von Infrastruktur, Dienstleistungen für kleine Unternehmen, die Beförderung von Forschung und Entwicklung sowie Technologietransfer, Investitionsbeihilfen und Training für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs), verbesserte Qualifizierung, Erziehung und Gesundheit. In diesem Projekt wird die Frage gestellt, inwiefern die Erfahrungen aus der jüngeren EU-Regionalpolitik für Südafrika relevant sein könnten. Den besonderen Schwerpunkt bildet das LEADER-Programm, durch das Globalzuschüsse für die Umsetzung integrierter operativer Programme bereitgestellt werden können. Ziel ist es, einzelnen Regionen die Bewerbung um Globalzuschüsse zu ermöglichen, wodurch Graswurzel-Projekte unterstützt werden können. Die Unterstützung konzentriert sich auf beispielhafte lokale Entwicklungsinitiativen und Unternehmen, die sich durch Innovativität, Modellhaftigkeit und übertragbarkeit auszeichnen. Es werden auch überregionale (und internationale), von den lokalen Körperschaften in den ländlichen Regionen entwickelte Kooperationsprojekte gefördert. Dabei wird die Rolle der lokalen Regierung und Träger als Facilitator betont. Beide sollten marktgesteuerte Entwicklungsinitiativen durch passende Dienstleistungen unterstützen. Die konkreten Ziele dieser Facilitator-Rolle sind a) die Ermutigung der lokalen Bevölkerung und Unternehmer/Pioniere, b) die Förderung von Netzwerkarbeit und Austausch und c) die Herstellung von Synergien durch Koordinierung und Verankerung eines partnerschaftlichen Ansatzes. Es wird darauf hingewiesen, dass das gegenseitige Stimulationspotenzial zwischen der Entwicklung kleiner und mittelständischer Unternehmen, Dorferneuerung, marktorientierten Maßnahmen, weiterem Training etc. signifikant ist, was sich in der Tatsache widerspiegelt, dass die meisten der Projekte und Programme multidimensional sind.
Im Rahmen eines Kolloquiums sollen in Form von Vortraegen und Diskussionen die Erfahrungen mit Ackerrandstreifenprogrammen als Mittel zum Schutz der Segetalflora ausgetauscht werden. Ansaetze zur Verbesserung dieser Programme und Vorschlaege fuer weiterreichende Schutzmassnahmen sollen zusammengestellt und aus oekologischer Sicht bewertet werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 9 |
| Europa | 1 |
| Land | 4 |
| Wissenschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 9 |
| Text | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 9 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 13 |
| Englisch | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 3 |
| Dokument | 1 |
| Keine | 9 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 7 |
| Lebewesen und Lebensräume | 13 |
| Luft | 3 |
| Mensch und Umwelt | 13 |
| Wasser | 4 |
| Weitere | 12 |