Das Projekt "Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm (ICDP); International Continental Drilling Program (ICDP), Schwerpunktprogramm (SPP) 1006: Bereich Infrastruktur - Internationales Kontinentales Bohrprogramm (ICDP)" wird/wurde gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft. Es wird/wurde ausgeführt durch: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Institut für Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Marine Geophysik und Hydroakustik.Das internationale ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) ist das Programm zur Realisierung von wissenschaftlichen Bohrprojekten auf den Kontinenten. Zentrale Fragstellungen beinhalten i) aktive Störungen und Erdbeben, ii) globale Zyklen und Änderungen der Umweltbedingungen, iii) Wärme- und Masse-Transfer, iv) die tiefe Biosphäre, und v) katastrophale Ereignisse - Impakt Krater und Prozesse. Deutsche Wissenschaftler/innen sind an ca. 75% aller ICDP Bohrung als Pis oder Co-Pis beteiligt. Die Finanzierung im Rahmen des DFG Infrastrukturschwerpunktprogramms 'SPP 1006 - ICDP Deutschland' stellt die Grundlage für die zentrale Rolle von deutschen Wissenschaftlern/innen in diesen Bohrprojekten dar. Die Zielsetzung dieses Antrages ist die Fortsetzung der Arbeiten des nationalen ICDP Koordinationsbüros. Es sollen auf nationaler Ebene Initiativen und Projekte koordiniert, die Kommunikation auf nationaler und internationaler Ebene intensiviert (z.B. Bekanntmachung und Unterstützung von Workshops und wissenschaftlichen Treffen), sowie deutsche Wissenschaftler/innen bei der Erarbeitung neuer internationaler Initiativen unterstützt werden. Das Koordinationsbüro dokumentiert ebenfalls den Verlauf von laufenden nationalen und internationalen ICDP Aktivitäten mit deutscher Beteiligung. Die Zusammenarbeit mit dem IODP soll vertieft werden. Ein Schwerpunkt der Arbeiten in der kommenden Förderperiode wird die weitere Verbesserung eines informativen Web-basierten Informations-System für das deutsche ICDP sein. Dieses System ist die Basis für die Informationen, die über die ICDP Deutschland Webseite verteilt wird.
Das Projekt "Die versunkenen Römersteine von Szeged - Auffindung, Bergung und archäologische Bearbeitung" wird/wurde ausgeführt durch: Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Angewandte Geologie.Im Jahre 1723 versank ein Transportschiff, das mit römischen Inschriftensteinen beladen war und diese nach Wien transportieren sollte, bei Szeged in der Theiß. Eine darauf folgende Bergung misslang, so dass angenommen werden muss, dass sich das Schiff mit den Steinen und anderen archäologischen Wertgegenständen noch auf Grund befindet. Das Ziel des gegenständlichen Projektes besteht darin, das Schiff und die Steine mit geophysikalischen Methoden zu lokalisieren und mit Hilfe von Tauchern die genaue Situation zu erkunden. Die Bergung soll dann mit Kränen oder durch Umspundung und Auspumpen erfolgen. Diese Arbeiten haben bereits unter archäologischen Aspekten zu erfolgen, so dass die Position der Objekte entsprechend dokumentiert werden kann. Im Anschluss daran sollen die Fundgegenstände archäologisch ausgewertet werden und im Museum von Szeged ausgestellt werden.
Das Projekt "Petrographische und geochemische Untersuchungen von Marmoren aus antiken Steinbrüchen und entsprechenden Steindenkmälern der Römerzeit in Kärnten" wird/wurde gefördert durch: Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung. Es wird/wurde ausgeführt durch: Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Angewandte Geologie.Mit Hilfe von mineralogischen, petrographischen und geochemischen Untersuchungen von Marmoren aus antiken Steinbrüchen und archäologischen Steindenkmälern der Römerzeit in Kärnten soll die Herkunft dieser Objekte bestimmt werden. Die Charakterisierung der Marmore wird durch die Kombination von mehreren Analysenmethoden ermöglicht. Lichtmikroskopische Untersuchungen von Gesteinsdünnschliffen, Verhältnisse der Sauerstoff- und Kohlenstoffisotopen, geochemische Analysen und die Bestimmung des Verhältnisses von Kalzit und Dolomit werden durchgeführt. Aus den Ergebnissen werden sich die wichtigsten Stätten für die Steinbearbeitung, die Handelsbeziehungen unter den römischen Siedlungen in Kärnten, die zeitliche Verwendung einzelner Marmore und Qualitätsvorlieben sowie die finanziellen Verhältnisse ableiten lassen.