Das Programm sieht die Ausarbeitung von Arbeitsmethoden zur Erfassung jener organischen Luftschadstoffe vor, die aus umwelthygienischen und umwelttoxikologischen Gesichtspunkten von besonderer Bedeutung sind. Die Arbeiten umfassen zunaechst eine hygienisch-medizinische Beurteilung der Schadstoffe und eine Literaturstudie ueber derzeit bekannte Messmethoden fuer diese Stoffe. Anschliessend werden Verfahren zur Herstellung und Pruefung von Eichgasgemischen erprobt bzw. erarbeitet. Die derzeit bekannten Probenahmeverfahren und Verfahren zur Gasprobeaufbereitung werden auf ihre Anwendbarkeit fuer die ausgewaehlten Schadstoffe untersucht. Abschliessend ist die praktische Anwendung der Arbeitsmethode im industriellen Bereich und eine Studie ueber moegliche Massnahmen zur Emissionsminderung vorgesehen.
Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 4 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Die Quantifizierung des Anteils klimaschädlicher Gase, die beim Förderprozess / Verarbeitungs- prozess von Erdgas und Erdöl mithilfe von Hydraulic Fracturing in den USA entweichen, ist all- gemein schwer zu beantworten. Die Messungen hängen von der Methodik und zahlreichen weite- ren Faktoren wie beispielsweise dem Wetter ab; beispielsweise fallen Wintermessungen allge- mein höher aus (vgl. hierzu Oltmans et al. 2014 ). Eine standardisierte unumstrittene Methodik 1 und Prozedur existiert nicht. Eine grundsätzliche Diskussion der Problematik findet sich in Allen 2014 , ferner Allen 2016 . 2 3 Abschätzungen sind Gegenstand der Publikationen Karion et al. 2015 und Karion et al. 2013 , 4 5 die Auswirkungen einer Panne werden in Conley et al. 2015 beschrieben. Aufgrund dessen, dass 6 - wie dargestellt - keine einheitlichen Messergebnisse angegeben werden können, ist auch ein quantitativer Vergleich mit dem Aufkommen von Schadstoffen durch andere Prozesse (Haushalt, 1 Oltmans, S., R. Schnell, B. Johnson, G. Pétron, T. Mefford, and R. Neely III. 2014. Anatomy of wintertime ozone associated with oil and natural gas extraction activity in Wyoming and Utah. Elem. Sci. Anthol. 2:000024. doi:10.12952/journal.elementa.000024. 2 Allen, D.T. 2014. Methane emissions from natural gas production and use: Reconciling bottom-up and top- down measurements. Curr. Opin. Chem. Eng. 5:78–83. doi:10.1016/j.coche.2014.05.004. 3 David T. Allen (2016) Emissions from oil and gas operations in the United States and their air quality implica- tions, Journal of the Air & Waste Management Association, 66:6, 549-575, doi:10.1080/10962247.2016.1171263. 4 Karion, A., C. Sweeney, E.A. Kort, J.B. Shepson, A. Brewer, M. Cambaliza, S.A. Conley, K. Davis, A. Deng, M. Hardesty, S.C. Herndon, T. Lauvaux, T. Lavoie, D. Lyon, T. Newberger, G. Pétron, C. Rella, M. Smith, S. Wolter, T. I. Yacovitch, and P. Tans. 2015. Aircraft-based estimate of total methane emissions from the Barnett Shale region. Environ. Sci. Technol. 49:8124–8131. doi:10.1021/acsest.5b00217. 5 Karion, A., C. Sweeney, G. Pétron, G. Frost, R.M. Hardesty, J. Kofler, B.R. Miller, T. Newberger, S. Wolter, R. Banta, A. Brewer, E. Dlugokencky, P. Lang, S.A. Montzka, R. Schnell, P. Tans, M. Trainer, R. Zamora, and S. Conley. 2013. Methane emissions estimate from airborne measurements over a western United States natural gas field. Geophys. Res. Lett. 40:1–5. doi:10.1002/grl.50811. 6 Conley, S., G. Franco, I. Faloona, D.R. Blake, J. Peischl, and T.B. Ryerson. 2016. Methane emissions from the 2015 Aliso Canyon blowout in Los Angeles, CA. Science 351:1317–1320. doi:10.1126/science.aaf2348. WD 8 - 3000 - 012/18 (1. Februar 2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Verkehr etc.) nicht möglich. Allerdings werden einzelne Aspekte des Schadstoffvergleichs in ver- schiedenen Publikationen andiskutiert: Kort et al. 2014 , Lamb et al. 2015 , Litovitz et al. 2013 , 7 8 9 McKain et al. 2015 , Zavala-Araiza et al. 2015 . 10 11 Die vorrangig zu benennenden Quellen für die Freisetzung von Partikeln und flüchtige organi- sche Verbindungen (VOCs), insbesondere Methan, sind laut einer aktuellen Publikation zum „Schiefergas-Boom in den USA“ 12 • Dieselmotoren (LKWs und Stromerzeugungsprozess) • Lecks (in Verarbeitungs- und Transporteinrichtungen entweichen durch Lecks insbe- sondere Methan) • Verdunstung (Verdunstung von Flüssigkeiten, z.B. offene Lagerbecken) • Stützmittel (eventuell durch Kieselsandverwendung) • Abfackeln von Erdgas (Abfackeln von Erdgas aus der Flowbackphase, es entsteht ins- besondere CO2) • bodennahes Ozon (durch Reaktion von Luftschadstoffen). Eine übersichtliche kurze Einführung in die Problematik der Methanemissionen aus der Erdgas- lieferkette bietet das Kapitel „Methane Emissions from the Natural Gas Supply Chain“ in einem 2015 erschienenen Buch zu „Environmental and Health Issues in Unconventional Oil and Gas Development“ . 13 7 Kort, E.A., C. Frankenberg, K.R. Costigan, R. Lindenmaier, M.K. Dubey, and D. Wunch. 2014. Four corners: The largest US methane anomaly viewed from space. Geophys. Res. Lett. 41:6898–6903. doi:10.1002/2014GL061503. 8 Lamb, B.K., S.L. Edburg, T.W. Ferrara, T. Howard, M.R. Harrison, C.E. Kolb, A. Town-send-Small, W. Dyck, A. Possolo, and J.R. Whetstone. 2015. Direct measurements show decreasing methane emissions from natural gas local distribution systems in the United States. Environ. Sci. Technol. 49:5161−5169. doi:10.1021/es505116p. 9 Litovitz, A., A. Curtright, S. Abramzon, N. Burger, and C. Samaras. 2013. Estimation of regional air quality dam- ages from Marcellus Shale natural gas extraction in Pennsylva-nia. Environ. Res. Lett. 8:014017. doi:10.1088/1748-9326/8/1/014017. 10 McKain, K., A. Down, S.M. Raciti, J. Budney, L.R. Hutyra, C. Floerchinger, S.C. Herndon, T. Nehrkorn, M.S. Zahniser, R.B. Jackson, N. Phillips, and S.C. Wofsy. 2015. Methane emissions from natural gas infrastructure and use in the urban region of Boston, Massachusetts. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 112:1941–1946. doi:10.1073/pnas.1416261112. 11 Zavala-Araiza, D., D.T. Allen, M. Harrison, F.C. George, and G.R. Jersey. 2015. Allocating Methane emissions to natural gas and oil production from shale formations. ACS Sustain. Chem. Eng. 3:492–498. doi:10.1021/sc500730x. 12 Meyer-Renschhause, M.; Klippel, P.: Schiefergas-Boom in den USA, Metropolis-Verlag, Marburg 2017; ISBN: 978-3-7316-1258-2. 13 Kaden, Debra; Rose, Tracie: Environmental and Health Issues in Unconventional Oil and Gas Development; 7. Dezember 2015; ISBN: 9780128041116. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 3 Einzelfragen zu Hydraulic Fracturing in den USA Auf die Problematik der Lecks wird anhand spezifischer US-amerikanischer Beispiele in folgen- den Publikationen eingegangen: Brandt et al. 2014 , Peischl et al. 2015 , Subramanian et al. 14 15 2015 .16 Die Auswirkung von VOCs auf die Umwelt (und Treibhausbilanz) wird in verschiedenen Publi- kationen diskutiert. Ein Übersichtsartikel aus dem Jahr 2014 untersucht Emissionen und Auswir- kungen von Luftschadstoffen, die mit der Schiefergasproduktion und -nutzung verbunden sind. Emissionen und Auswirkungen von Treibhausgasen, photochemisch aktiven Luftschadstoffen und toxischen Luftschadstoffen werden beschrieben. Neben den direkten atmosphärischen Aus- wirkungen der erweiterten Erdgasförderung werden auch indirekte Effekte genannt. In einem 17 anderen Artikel aus dem Jahr 2015 geht der Autor auf die Klimawirksamkeit von Methan ein. 18 Hier werden unterschiedliche Größen (basierend auf unterschiedlichen Studien) der Methan- emissionen bei der Produktion von Schiefergas angegeben. Zusammenfassend konstatiert der Au- tor, dass die Schiefergasproduktion (im Zeitraum 2009-2011), wenn man sich den gesamten „life cycle“ ansehe (einschließlich Lagerung und Lieferung), zur Emission von durchschnittlich 12% des produzierten Methans geführt hat. Trendbetrachtungen zu Treibhausgasemissionen mit und ohne Methangasemission werden ebenfalls untersucht und grafisch dargestellt. Zwei wesentliche Daten-Quellen für die Methangasemission-Berichterstattung in den USA sind zum einen das US Greenhouse Gas Inventory (GHGI). Hierbei handelt es sich um einen jährli- chen Bericht, der die Schätzwerte US-amerikanischer Treibhausgasemissionen nach Quell-Kate- gorien ab 1990 bis zwei Jahre vor Publikationsdatum angibt. Er wird in Erfüllung der Verpflich- tungen der United Nations Framework Convention on Climate Change publiziert. Es gab in den vergangenen Jahren eine Reihe methodischer Veränderungen. Das Greenhouse Gas Reporting Pro- gram (GHGRP) ist ein obligatorisches Berichterstattungsprogramm für US-amerikanische Einrich- tungen mit einer jährlichen Treibhausgasemission von mehr als 25.000 Tonnen Kohlendioxi- däquivalent. Die neuesten Daten stammen von 2016. 14 Brandt, A.R., G.A. Heath, E.A. Kort, F. O’Sullivan, G. Pétron, S.M. Jordaan, P. Tans, J. Wilcox, A.M. Gopstein, D. Arent, S. Wofsy, N.J. Brown, R. Bradley, G.D. Stucky, D. Eardley, and R. Harriss. 2014. Methane leaks from North American natural gas systems. Science 343:733–735. doi:10.1126/ science.1247045. 15 Peischl, J., T.B. Ryerson, K.C. Aikin, J.A. de Gouw, J.P. Gilman, J.S. Holloway, B.M. Lerner, R. Nadkarni, J.A. Neuman, J.B. Nowak, M. Trainer, C. Warneke, and D.D. Parrish. 2015. Quantifying atmospheric methane emis- sions from the Haynesville, Fayetteville, and northeastern Marcellus shale gas production regions. J. Geophys. Res. Atmos. doi:10.1002/2014JD022697. 16 Subramanian, R., L.L. Williams, T.L. Vaughn, D. Zimmerle, J. R. Roscioli, S.C. Herndon, T.I. Yacovitch, C. Floerchinger, D.S. Tkacik, A.L. Mitchell, M.R. Sullivan, T.R. Dallmann, and A.L. Robinson. 2015. Methane emissions from natural gas compressor stations in the transmission and storage sector: Measurements and com- parisons with the EPA Greenhouse Gas Reporting Program Protocol. Environ. Sci. Technol. 49:3252−3261 doi:10.1021/es5060258. 17 Allen, D.T. 2014. Atmospheric emissions and air quality impacts from natural gas production and use. Annu. Rev. Chem. Biomol. Eng. 5:55–75. doi:10.1146/annurev-chembioeng-060713-035938. 18 Howarth, Robert W.: Methane emissions and climatic warming risk from hydraulic fracturing and shale gas de- velopment: implications for policy; Energy and Emission Control Technologies 2015:3 45–54. Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird ein innovativer Recyclingprozess von WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment) entwickelt, der die Versorgung mit Technologiemetallen (TM) langfristig verbessert. Das Vorhaben fokussiert auf Leiterplatten, da diese strategisch wichtige TM enthalten. Ein anforderungsgerechter Prozess, von der Bereitstellung von Leiterplatten, staubarmer Zerkleinerung über eine innovative sensorgestützte Sortierung bis hin zur metallurgischen Verwertung, ist heute nicht Stand der Technik. 'MetalSens' hingegen berücksichtigt alle Prozessschritte sowie deren individuelle Anforderungen und optimiert die Sortierung durch den innovativen Einsatz von Sensorik. SICON entwickelt unter methodischer Leitung des Fraunhofer IPT statistische Versuchspläne für die Durchführung von Testreihen zur Ermittlung optimaler Parametereinstellungen zur staubarmen mechanischen Konditionierung zur Entstückung von Leiterplatten. Diese Parameter basieren auf der Identifikation von Zusammenhängen im Prozess zwischen dessen Parametern und der Entwicklung toxischer Stäube. Darauf aufbauend werden wiederum Stellhebel identifiziert, die den Versuchsreihen und Testplänen nach der Methode Design of Experiments (DoE) zugrundegelegt werden. Darüber hinaus beteiligt sich SICON intensiv an Workshops zur funktionsübergreifenden Anforderungsanalyse, da das Unternehmen als erster Prozessschritt in der Kette signifikanten Einfluss auf die nachfolgenden Prozessschritte nimmt.
Im Rahmen des FuE-Vorhabens sollen durch wissenschaftlich fundierten Vergleich unterschiedlicher Staub-Probenahmetechniken und entsprechende Analytikverfahren in den Einflussbereichen unterschiedlicher Quellen untersucht werden, in wie weit die im Richtlinienentwurf vorgegebene PM10-Probenahme repräsentativ im Sinne eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes für die tatsächliche Aufnahmerate toxischer Stäube ist. Die vorgesehenen Probenahmegebiete mit entsprechenden Immissionssituationen liegen in bayerischen Fördergebieten des Ziel-2 Programms Bayern 2000-2006: Zusätzlich zu den Probennahmegebieten sollen Stäube aus Umlade- und Schrottschmelzvorgängen der Lokalität 'Hafengelände Nürnberg-Südstadt' zur Bestimmung von Ni, Cd und As entnommen und untersucht werden. Die Ergebnisse werden in Beziehung zu den anderen Probenahmestellen gesetzt und diskutiert; sie dienen einerseits der Verifizierung der gewonnenen Daten, andererseits können sie wichtige Hinweise zur Immissionssituation in den o.g. Probenahmegebieten liefern. Das Vorhaben entspricht den Bestimmungen der Europäischen Union zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt, so dass es im Rahmen des EFRE-Programms Bayern 2000-2006 (Maßnahme 3.1d 'Nachhaltige Maßnahmen im Technischen Umweltschutz') kofinanziert werden kann.
Gewaesserversauerung, neuartige Waldschaeden und Materialschaeden haben die umweltschaedigenden Wirkungen von fernverbreiteten grenzueberschreitenden Luftschadstoffe als gravierendes Umweltproblem ins allgemeine Bewusstsein gerueckt und 1979 zum UN/ECE-'Uebereinkommen ueber weitraeumige grenzueberschreitende Luftverunreinigung' (LRTAP-Konvention) gefuehrt. Als Methode zur Optimierung von wirkungsbasierten und zugleich kosteneffizienten Luftreinhaltestrategien ist der Critical Levels-/Loads-Ansatz entwickelt worden, bei dem auf der Grundlage einer flaechendeckenden Kartierung erkennbar wird, wo und in welchem Ausmass, die wissenschaftlich festgestellten unterschiedlichen Belastungsgrenzen (Wirkungsschwellen) der verschiedenen naturnahen Oekosysteme (Moore, Trockenrasen, Waelder) durch die jeweiligen aktuellen Schadstoffeintraege ueberschritten werden (je empfindlicher ein Oekosystem von Natur aus ist - wie z.B. ein Hochmoor - um so rascher wird seine spezifische Belastungsgrenze durch entsprechende Schadstoffeintraege ueberschritten). Die aktuelle Gesamtbelastung (Gesamtdeposition) ergibt sich in regional schwankenden Anteilen zum einen aus der Nassdeposition (Stoffeintraege mit Niederschlaegen) zum anderen aus der Trockendeposition (Eintraege von Gasen und Partikeln). Waehrend die Nassdeposition auf der Grundlage von interpolierbaren Messungen kartiert werden kann, ist die Trockendeposition nur mit Hilfe hochaufloesender Modelle bestimmbar. Als Grundlage fuer die kleinraeumige flaechendeckende Berechnung der Gesamtdeposition und der Ueberschreitung der oekosystemspezifischen Belastbarkeit (Critical Loads) soll in einem Teilvorhaben die Datenbasis zur Nassdeposition vervollstaendigt werden sowie um Eintragsdaten zu Schwermetallen und persistenten Organika ergaenzt werden. Fuer eine Beschreibung der langfristigen Situation sollen zudem Karten der Ueberschreitung von Critical Levels flaechendeckend fuer weitere Jahre bestimmt werden. In einem zweiten Teilvorhaben wird eine Kartierung der Trockendeposition auf der Basis einer flaechendeckenden Modellierung der Trockendeposition von versauernden, eutrophierenden und toxischen Luftschadstoffen in Deutschland erarbeitet. Die in diesem Teilvorhaben angewandten Modelle sollen durch exemplarische Gesamtdepositionsmessungen validiert werden. Gleichzeitig sollen im Rahmen dieses Vorhabens die angewandten Modelle mittels Gesamtdepositionsmessungen u.a. in Waeldern validiert werden.
<p> Benzol <p><strong>Benzol und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Benzol ist eine klare, farblose, leicht flüchtige und leicht brennbare Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch und gehört der Klasse der aromatischen Kohlenwasserstoffe an.</p><p>Benzol wird Kraftstoffen beigemischt um die Klopffestigkeit zu erhöhen. Durch Verdunstung beim Betankungsvorgang kam in der Vergangenheit jeder mit dieser Substanz in Kontakt. Dieses Verdunstungsproblem wurde in den letzten Jahren durch die Einführung von Gasrückführungssystemen (Saugrüssel) gelöst.<br> Der Hauptanteil der Belastung geht jedoch auf den Straßenverkehr zurück. Benzol ist Bestandteil der entweichenden Abgase.</p><p>In hoher Konzentration führt Benzol zu Schädigungen der Leber, der Nieren und des Knochenmarkes. Aber auch geringe Konzentrationen sind nicht unbedenklich, da dieser Stoff auch Krebs erzeugen kann.</p> Feinstaub <p><strong>Feinstaub und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Als Schwebstaub oder englisch „Total Suspended Particles“ (TSP) bezeichnet man Partikel in der Luft, die eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Hierbei unterscheidet man primären und sekundären Feinstaub[1]. Unter Feinstaub („Paticulate Matter“; PM10) versteht man alle Partikel, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer ist.</p><p>Feistaub kann natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise Pollen, Vulkane) oder antropogen („vom Menschen verursacht“) erzeugt werden. Wichtige antropogene Feistaubquellen sind Kraftfahrzeuge, Hausbrand, Schüttgüterumschlag, Tierhaltung sowie Industrieprozesse.</p><p>Welche gesundheitlichen Auswirkungen Feinstaubpartikel auf Mensch und Umwelt haben hängt von folgenden Parametern ab:</p><p>• Konzentration<br> • Expositionszeit<br> • Partikelgröße<br> • morphologischen Struktur<br> • chemischen Zusammensetzung<br> • Beladung mit Radikalen, Gasen, Allergenen</p><p>Die Partikelgröße spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Aufgrund der verschieden Wirkungspotentiale auf die Gesundheit, werden folgende Feistaubfraktionen unterschieden:</p><p> </p><p><strong>Charakteristik</strong></p><p> </p><p><strong>Durchmesser</strong></p><p> </p><p><strong>Anthropogene Quellen</strong></p><p><strong> </strong></p><p><strong> </strong></p><p> </p><p><strong>Außenluft</strong></p><p> </p><p><strong>Luft in Innenräumen</strong></p><p> </p><p><strong>Gesamtschwebstaub (TSP)</strong></p><p> </p><p> </p><p>< 35 µm</p><p> </p><p>Aufwirbelungen</p><p>Industrieabgase</p><p>Hausbrand</p><p>Verkehr</p><p> </p><p>Aufwirbelungen</p><p>Kochen</p><p>Rauchen</p><p> </p><p><strong>Inhalierbarer Feinstaub (PM10)</strong></p><p> </p><p> </p><p>< 10 µm</p><p> </p><p>Aufwirbelungen</p><p>Industrieabgase</p><p>Hausbrand</p><p>Verkehr</p><p> </p><p>Aufwirbelungen</p><p>Kochen</p><p>Rauchen</p> <br> <br> <strong>Lungengängiger <br> Feinstaub (PM2.5)</strong><p> </p><p>< 2,5 µm</p><p> </p><p>Industrieabgase</p><p>Hausbrand</p><p>Verkehr</p><p> </p><p> </p><p>Aufwirbelungen</p><p>Kochen</p><p>Rauchen</p><p> </p><p><strong>Ultrafeine Partikel</strong></p><p> </p><p> </p><p>< 0,1 µm</p><p> </p><p>Industrieabgase</p><p>Hausbrand</p><p>Verkehr</p><p> </p><p>Kochen</p><p>Rauchen</p><p>________________<br> [1]</p><p><strong>Primärer Feinstaub</strong> wird direkt aus der Quelle emittiert (beispielsweise bei Verbrennungsprozessen).<br><strong>Sekundärer Feinstaub</strong> entsteht durch komplexe chemische Reaktionen in der Atmosphäre.</p><p>Je kleiner der Durchmesser der Partikel ist, desto weiter können diese in den Atemtrakt eindringen und schließlich sogar in den Blutkreislauf gelangen.</p><p>Partikel < 0,1 µm werden teilweise vom Körper wieder ausgeschieden, können aber auch im Gewebe verbleiben oder in die Blutbahn gelangen und somit in alle Organe transportiert werden.<br> Gelangen die Partikel in den Blutkreislauf, können sie folgende Wirkungen verursachen:</p><p>1. Physikalische Wirkung<br> Partikel können zu einer erhöhten Blutviskosität beitragen und somit zu Bluthochdruck (Herz- /Kreislauferkrankungen) und Gefäßablagerungen führen.</p><p>2. Chemische Wirkung<br> Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung des Feinstaubs ist eine exakte Wirkungsabschätzung nur bedingt möglich. Durch bestimmte Staubinhaltsstoffe (Radikale) können Zellschädigungen hervorgerufen oder Enzyme, die für den Zellstoffwechsel verantwortlich sind in ihrer Wirkung gehemmt werden.</p> Kohlenmonoxid <p><strong>Kohlenmonoxid (CO) und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Steht bei Verbrennungsprozessen zu wenig Sauerstoff zur Verfügung, bildet sich Kohlenmonoxid durch unvollständige Verbrennung. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Es beisitzt auch keine reizende Wirkung und ist somit kaum wahrnehmbar. Daher überprüfen Schornsteinfeger bei Wohnraumheizungen in regelmäßigen Abständen die Zufuhr von Luft zur Verbrennung und die Abluftführung, denn immer wieder kommt es hier zu Unfällen. Auch Garagen müssen gut durchlüftet sein, da Kraftfahrzeuge Kohlenmonoxid emittieren, welches bei geschlossenen Räumen zu Problemen führen kann. Um Schädigungen zu vermeiden, sind auch für die Außenluft vorsorglich Grenzwerte für Kohlenmonoxid festgelegt worden, diese werden aber nirgendwo in Deutschland auch nur annähernd erreicht.<br> Eine negative Beeinflussung der Gesundheit ist auszuschließen.</p><p>In höheren Konzentrationen kann Kohlenmonoxid als starkes Atemgift wirken. Wenn es über die Lunge in den Blutkreislauf gelangt, kann es sich an das zentrale Eisenatom des Hämoglobins anlagern und behindert so den Sauerstofftransport im Blut, was zum Tod durch Erstickung führen kann.</p> Kohlenwasserstoffe <p><strong>Kohlenwasserstoffe und ihre Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Organische Verbindungen gelangen in kaum zu überschauender Zahl und Zusammensetzung in die Atmosphäre. Um sie messtechnisch in ihrer Gesamtheit zu erfassen, wird der Summenparameter "Kohlenwasserstoffe" mithilfe geeigneter Messeinrichtungen ermittelt.</p><p>Die Kohlenwasserstoff-Emissionen entstehen hauptsächlich bei der Lösemittelanwendung und bei unvollständig ablaufenden Verbrennungsvorgängen, insbesondere in Kraftfahrzeugen. Weitere Emissionsquellen sind die Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie chemische und petrochemische Produktionsanlagen. Nicht zuletzt entstehen Kohlenwasserstoffe auch aus natürlichen Quellen, wie Wäldern und Sümpfen.</p><p>Für die Kohlenwasserstoffe gibt es wegen des völlig unterschiedlichen Wirkpotentials der Einzelkomponenten keine vorgegebenen Grenz-, Richt- oder Zielwerte. Sie bilden den Hauptteil der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und werden als umweltschädlich eingestuft.</p> Ozon <p><strong>Ozon und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Ozon ist ein in der Atmosphäre natürlich vorkommendes Spurengas. Chemisch betrachtet handelt es sich um eine sehr reaktionsfreudige Form des Elements Sauerstoff, das sich in Unterschied zu diesem nicht aus zwei, sondern aus drei Sauerstoffatomen (daher O3) zusammensetzt.</p><p>Ozon unterscheidet sich von den anderen Luftschadstoffen dadurch, dass es sich um einen so genannten Sekundärschadstoff handelt, der erst aus Vorläuferstoffen, wie Stickoxiden und Kohlenwasserstoffe in einem komplexen photochemischen Prozess unter Einwirkung des Sonnenlichts gebildet wird. Die Vorläuferstoffe stammen hauptsächlich aus dem Verkehrssektor, der Anwendung von Lösemitteln sowie aus Industrieprozessen.</p><p>Erhöhte Ozonkonzentrationen können beim Menschen Reizung der Atemwege, Husten, Kopfschmerzen und Atembeschwerden bis hin zu Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenkrankheiten hervorrufen. Ihr Ausmaß wird hauptsächlich durch die Aufenthaltsdauer in der ozonbelasteten Luft bestimmt. Befindlichkeitsstörungen wie Reizerscheinungen an Augen und Schleimhäuten werden vor allem durch Begleitstoffe des Ozons hervorgerufen. Jedoch schützt Ozon in den höheren Luftschichten der Atmosphäre (Stratosphäre, „Ozonschicht“) Lebewesen vor ultravioletter Strahlung.</p><p>Bei Pflanzen können erhöhte Ozonkonzentrationen Schäden an Blattorganen hervorrufen. Ozon kann bei den Pflanzen über die Spaltöffnungen ins Blattinnere gelangen und zu Störung der Photosynthese, Zerstörung von Zellstrukturen, Bleichung von Zellgewebe, Hemmung des Pflanzenwachstums und zu Einbußen in Ertrag und Qualität führen.</p><p>Weitere Informationen finden Sie auch unter <a href="https://luft.rlp.de/de/zentrales-immissionsmessnetz-zimen/hintergrundinformationen-zu-den-luftschadstoffen/">https://luft.rlp.de/de/zentrales-immissionsmessnetz-zimen/hintergrundinformationen-zu-den-luftschadstoffen/</a></p> Schwefeldioxid <p><strong>Schwefeldioxid (SO2) und seine Wirkungen auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Das besonders in den 80er und 90er Jahren bekanntgewordene Problem des „sauren Regen“ ist vor allem auf des emittieren von Schwefeldioxid (SO2), einem farblosem, leicht wasserlöslichem, stechend riechendem Gas zurückzuführen.</p><p>Schwefeldioxid natürlichen Ursprungs entsteht beispielsweise bei Vulkanausbrüchen. Anthropogen verursachte Emissionsquellen sind Verbrennungsprozesse, Kraftfahrzeuge, Industrieprozesse, Gewerbe und Haushalte.</p><p>Der tonnenweise Ausstoß von Schwefeldioxid führte in den 80er Jahren zu Atemwegserkrankungen, Bauwerke bröckelten und Sandsteinplastiken wurden zerstört. Durch die Schwefeldioxidemissionen trugen die Pflanzen nicht nur Schäden davon, sondern starben regelrecht ab.</p><p>Durch den Einsatz schwefelarmer beziehungsweise schwefelfreier Kraft- und Brennstoffe wurden die Schwefeldioxidemissionen in den letzten Jahren erheblich gesenkt, so dass Schwefeldioxid heutzutage keine Belastung für Mensch und Umwelt mehr darstellt.</p> Stickstoffdioxid <p><strong>Stickstoffdioxid (NO2) und seine Wirkung auf Mensch und Umwelt</strong></p><p>Als Stickstoffoxide (NOX) wird die Summe aus Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) bezeichnet.<br> Stickstoffdioxid ist ein rotbraunes, giftiges, stechend chlorähnlich riechendes Gas, das als Spurengas in der Atmosphäre vorkommt.<br> Wie andere Luftschadstoffe auch wirken Stickstoffoxide schädlich auf die Atemwege. Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Atemwegsinfektionen, chronische Bronchitis bei länger einwirkenden höheren Konzentrationen lassen sich nachweisen.</p><p>Stickstoffdioxid stammt insbesondere aus Abgasen von Industrieanlagen, Kraft- und Fernheizwerken, von Gebäudeheizungen und Verkehrsabgasen. Den größten Anteil an den Emissionen hat heute mit Abstand der Verkehr.</p></p>
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| Förderprogramm | 4 |
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