"Beste verfügbare Techniken (BVT)" kennzeichnen den effizientesten und fortschrittlichsten Entwicklungsstand der Tätigkeiten und entsprechenden Betriebsmethoden, der spezielle Techniken als praktisch geeignet erscheinen lässt, grundsätzlich als Grundlage für die Emissionsgrenzwerte zu dienen, um Emissionen in und Auswirkungen auf die gesamte Umwelt allgemein zu vermeiden oder, wenn dies nicht möglich ist, zu vermindern. "Techniken" sowohl die angewandte Technologie als auch die Art und Weise, wie die Anlage geplant, gebaut, gewartet, betrieben und stillgelegt wird; "verfügbar" die Techniken, die in einem Maßstab entwickelt sind, der unter Berücksichtigung des Kosten/Nutzen-Verhältnisses die Anwendung unter in dem betreffenden industriellen Sektor wirtschaftlich und technisch vertretbaren Verhältnissen ermöglicht, gleich, ob diese Techniken innerhalb des betreffenden Mitgliedstaats verwendet oder hergestellt werden, sofern sie zu vertretbaren Bedingungen für den Betreiber zugänglich sind; "beste" die Techniken, die am wirksamsten zur Erreichung eines allgemein hohen Schutzniveaus für die Umwelt insgesamt sind. Für Industrieanlagen, die dem Geltungsbereich der europäischen Industrieemissionsrichtlinie ( IE-Richtlinie 2010/75/EU unterliegen, werden im Rahmen eines Informationsaustausches (Sevilla-Prozess) BVT-Merkblätter erarbeitet. Eine Überarbeitung der Merkblätter erfolgt etwa alle zehn Jahre. Aus den branchenspezifischen BVT-Merkblättern werden BVT-Schlussfolgerungen abgeleitet, die durch einen Durchführungsbeschluss einen verbindlichen Status erlangen. Die in den BVT-Schlussfolgerungen enthaltenen Emissionsbandbreiten sowie die dazugehörigen Emissionsminderungstechniken sind verbindlich in allen EU-Mitgliedsstaaten anzuwenden. Für neue Anlagen gelten die Anforderungen unmittelbar nach Veröffentlichung im europäischen Amtsblatt, während bestehende Anlagen eine Frist von vier Jahren haben. Aktuelles und weitere Informationen Download der BVT Merkblätter
Der WFS Downloaddienst stellt die Geometrien zu den benthischen Lebensräumen für Nord- und Ostsee zur Verfügung, die Grundlage für die Bewertung des Meeresbodens im Rahmen der Zustandsbewertung nach Art. 8 und Art. 10 Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL, ) im Jahr 2018 gewesen sind (https://www.meeresschutz.info/berichte-art-8-10.html?file=files/meeresschutz/berichte/art8910/zyklus18/Zustandsbericht_Nordsee_2018.pdf ; https://www.meeresschutz.info/berichte-art-8-10.html?file=files/meeresschutz/berichte/art8910/zyklus18/Zustandsbericht_Ostsee_2018.pdf). In den beiden getrennt für Nord- und Ostsee vorliegenden Datensätzen sind die dafür miteinander verschnittenen Broad Habitat Types (BHT) und Other Habitat Types (OHT) enthalten. BHTs, in den Zustandsberichten 2018 als weitverbreitete benthische Lebensräume bezeichnet, entsprechen gemäß KOM-Beschluss 2017/848 benthischen Biotopklassen vom EUNIS Level 3. OHTs, in den Zustandsberichten 2018 als besonders geschützte benthische Lebensräume bezeichnet, entsprechen anderen benthischen Lebensraumtypen gemäß KOM-Beschluss 2017/848. Als solche hat Deutschland 2018 u. a. die beiden FFH-Lebensraumtypen Sandbänke (EU-Code 1110) und Riffe (EU-Code 1170) in die Datensätze aufgenommen und bewertet.
Der Dienst präsentiert verschiedene Standortsinformationen der Standortskarte des Landes Brandenburg.
Mit diesem Dienst werden waldbauliche Informationen wie die Bestandeszustandstypen des Landesbetriebes Forst Brandenburg veröffentlicht.
Gemäß Art. 13 der Industrieemissions-Richtlinie (IE-Richtlinie) findet ein EU-weiter Informationsaustausch (Sevilla-Prozess) über die 'Besten verfügbaren Techniken' (BVT) statt. Die daraus resultierenden BVT-Schlussfolgerungen enthalten verbindliche Anforderungen für die Genehmigung von Industrieanlagen und gleichen somit die Umweltstandards in Europa an. Das Umweltbundesamt entwickelt und vertritt die deutsche Position. Kontinuierlich werden die BVT-Merkblätter weiterentwickelt und nach 8-10 Jahre dauernden Zyklen revidiert. Für das Jahr 2022 sind Arbeiten an BVT-Merkblättern zur Grundstoffindustrie geplant, aber auch die Betrachtung von branchenübergreifenden Fragestellungen wie Energieeffizienz, industrielle Kühlsysteme und Dekarbonisierung. Der hier beschriebene Projektvorschlag soll als Globalvorhaben ein Teilvorhaben zur Grundstoffindustrie und ein Teilvorhaben zu branchenübergreifenden Fragestellungen insbesondere für das BVT-Merkblatt industrielle Kühlsysteme vereinen.
An 100 mittelgroßen Feuerungsanlagen mit 1 MW bis unter 10 MW Feuerungswärmeleistung wurden Emissionen von Stickstoffoxiden, Kohlenmonoxid, Staub, Gesamtkohlenstoff, Methan und (bei Ölfeuerung) der Rußzahl gemessen. Es wurden Emissionsfaktoren gebildet, Emissionen für Deutschland im Jahr 2020 berechnet und für das Jahr 2030 in zwei Szenarien abgeschätzt. Weiterhin wurden beste verfügbare Techniken zur Emissionsminderung ermittelt. Dabei wurden u. a. regulative Vorgaben für mittelgroße Öl- und Gasfeuerungsanlagen in sechs europäischen Ländern ausgewertet. Veröffentlicht in Texte | 97/2025.
Die Steinbeis Papier GmbH ist ein Unternehmen der Steinbeis Holding. Das Portfolio besteht dabei aus hochwertigen Druck-, Kopier- und Digitaldruckpapieren, sowie neuerdings auch aus nassfesten Etikettenpapieren auf 100 Prozent Recyclingbasis. Die verfügbaren Altpapiersorten, welche für die Herstellung hochweißer Recyclingpapiere geeignet sind, werden immer knapper, sodass, um auch langfristig den Einsatz von Frischfasern zu vermeiden, alternative Verfahrenskonzepte und neue Altpapierrohstoffquellen erforderlich werden. Gute Rohstoffquellen stellen hierfür Papiere mit einer Beschichtung, hochnassfeste Papiere, Getränkekartons, Affichen- bzw. Plakatpapiere, Etiketten, Banknoten und Fotopapiere dar, welche sich jedoch nicht oder nur sehr schwer in konventionellen Systemen auflösen lassen. Ziel des Projektes war die Errichtung einer Aufbereitungsanlage für bisher in konventionellen Anlagen nicht auflösbare Altpapiere für die Herstellung von hochweißen Papieren. Damit sollen 30.000 Tonnen Altpapier im grafischen Papierkreislauf gehalten werden. Es sollte ein System entwickelt werden, welches es ermöglicht, die Auflösebedingungen optimal an unterschiedlichste Rohstoffe anzupassen. Durch die individuelle Behandlung der Rohstoffe sollte gewährleistet werden, dass für jede der AP-Sorten der minimal notwendige Energie-, Wasser und Chemikalieneinsatz erfolgt. Für den Sondersortenaufbereitungsstrang wurde ein umfangreiches Kennzahlenerfassungssystem mit dazugehöriger Sensorik aufgebaut, das sowohl Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauch berücksichtigt. Zu nennen sei an dieser Stelle die Einbindung von zahlreichen Energie-, pH-, Stoffdichte-, Weißgrad- und Temperaturmessungen, um die Auflösevorgänge zu überwachen und optimal einstellen zu können. Der Energiebedarf und die Abwasserbelastung sind für die Aufbereitung von schwerauflösbaren Altpapieren durch die optimale Steuerung der Technik im Vergleich zu den Standardaltpapiersorten gleichgeblieben. Gegenüber dem Einsatz von Frischfasern kann durch die Verwertung von 30.000 Tonnen an Sonderaltpapiersorten eine Energieeinsparung in Höhe von 87.900 Megawattstunden, eine C0 2 -Einsparung von 4.470 Tonnen sowie eine Einsparung an Frischwasser in Höhe von 1.200.000 Kubikmetern und eine Verringerung der CSB-Fracht und damit der Abwasserbelastung um jährlich ca. 360 Tonnen im Jahr erzielt werden. Sehr positiv ist auch, dass durch den Einsatz des Sondersortenstrangs keine erhöhten Einträge an unerwünschten Stoffen in die Umwelt stattfinden werden, als es bei der Nutzung von konventionellem Altpapier der Fall ist. Das Vorhaben konnte verdeutlichen, dass bislang ungenutzte schwer auflösbare Altpapiere durch innovative Technik in Kombination mit einer neuen Prozessführung zu umweltfreundlichen hochweißen Papieren recycelt werden können. Die entwickelte Technologie ist nachrüstbar. Die Übertragbarkeit der Technik ist deshalb grundsätzlich gegeben. Die potenzielle Marktmenge in Deutschland beläuft sich auf ca. 160.000 Tonnen. Die Technik ist zudem geeignet in die Revision des BVT-Merkblattes für die Zellstoff- und Papierindustrie als eine neue beste verfügbare Technik (BVT) für die Altpapieraufbereitung für Recyclingpapierfabriken einzufließen und damit auch Europa- und weltweit wegweisend zu werden. Branche: Papier und Pappe Umweltbereich: Ressourcen Fördernehmer: Steinbeis Papier GmbH Bundesland: Schleswig-Holstein Laufzeit: 2022 - 2023 Status: Abgeschlossen
Aktionspläne zur Reduktion von Emissionen, Automatisierung und Digitalisierung, die zunehmende Anwendung von besten verfügbaren Techniken usw. ziehen tiefgreifende Änderungen im Arbeits- und Lebensumfeld nach sich. Nur eine gut informierte Öffentlichkeit kann sich an solchen Transformationsprozesse aktiv beteiligen und diese mitgestalten. Die EU und Deutschland haben sich mit der Aarhus-Konvention und dem PRTR-Protokoll der UN-ECE als auch im 6. UAP verpflichtet, den Bürgern leicht zugängliche Informationen über den Zustand der Umwelt zur Verfügung zu stellen und auch die Industrie-Emissions-Richtlinie der EU setzt den Fokus auf die Information der Öffentlichkeit. Im Bereich der industriellen Emissionen sowie aus diffusen Quellen definieren internationale, europäische und nationale Vorgaben eine Reihe von Berichtsprozessen, die im Zuge der Novellierungen in europäisches Rechtauch besser miteinander verzahnt werden sollen. Die durch diese Vollzüge dem UBA verfügbaren anlagen- und betriebsbezogenen Daten (PRTR, LCP, EU Registry/IED, MCPD, Kommunalabwasserrichtlinie sollen unter Berücksichtigung weiterer Vorgaben zur Datennutzung des UBA in einer Internetplattform deutschlandweit, berichtsprozessübergreifend, für die Öffentlichkeit frei verfügbar und zielgruppenorientiert neu dargestellt werden. Dabei werden sie miteinander verzahnt, in interaktiven Karten visuell ansprechend dargestellt, in kombinierten Suchen zugänglich gemacht, ausgewertet und mit Hintergrundinformationen versehen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens 'Analyse des Nutzens und der Wirkung des PRTRs als Instrumentarium zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung' werden einbezogen. Gleichzeitig soll die Vernetzung mit anderen bestehenden und im Aufbau begriffenen Umweltdatenportalen und Webseiten im Umweltressort geprüft und verbessert werden (bspw. hinsichtlich Verlinkung, Einbettung o.ä.; bspw. BMUV- und UBA-Webseiten, DzU, Data Cube, Umweltdatenzentrum).
The EU Climate Policy Tracker (EU CPT) presents up-to-date developments in climate and energy policies in the EU-27. Although government policy is the single most influential driver behind the fight against climate change, there is limited information about the status of the policies that influence increases or decreases in emissions. The EU Climate Policy Tracker (EU CPT) is intended to bridge this gap. The project holds two references in focus at the same time: a 2050 goal of near total decarbonisation, and our current policy trajectory. A uniquely developed scoring method, modelled on appliance efficiency labels (A-G), gives an indication of how Member States are doing compared to a low-carbon policy package. This results in aggregated scores, supported with a rich background of information, for all Member States, at EU level, and for different economic sectors. The project is intended to be a resource for those seeking information, a means of sharing best practice, and a way of holding policymakers to account. In 2011 we updated our initial rating from November 2010. The findings of 2010 showed that the average score across the EU was an E, indicating that the level of effort needed to treble to be on track to reach the 2050 vision. Looking at the developments in 2011, we can see that there has been considerable activity in many countries, though the overall scoring has generally remained constant: positive actions are counteracted by negative developments or budget cuts. The EU CPT is a joint project by Ecofys and WWF. The project is funded by the European Climate Foundation. Visit the EU Climate Policy Tracker on: www.climatepolicytracker.eu.
Die EU-Energieeffizienzrichtlinie sieht bis zum Jahr 2020 eine Verringerung des Energieverbrauchs um 20 Prozent vor. Bleibt es jedoch bei der aktuellen Entwicklung, wird Europa nur die Hälfte davon tatsächlich erreichen. Deshalb sind beste verfügbare Techniken, die zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs innerhalb der EU beitragen können, notwendiger denn je. Die technische Dämmung von Industrieanlagen ist eine solche beste und bereits seit Jahren verfügbare Technik. Eine von der European Industrial Insulation Foundation (EiiF) in Auftrag gegebene Ecofys-Studie belegt, dass eine bessere Dämmung von Industrieanlagen großes Potential für Energie- und CO2-Einsparungen birgt. Die dazu erforderlichen Maßnahmen könnten kosteneffizient umgesetzt werden. Der Studie zufolge sind mindestens 10 Prozent der Oberflächen in industriellen Anlagen ungedämmt oder weisen eine beschädigte Isolierung auf. Darüber hinaus sind die meisten existierenden Dämmsysteme auf Basis von allgemeinen und heute deutlich zu hohen Wärmeverlustraten oder Minimalstandards für Oberflächentemperaturen angelegt. Anforderungen wie Wirtschaftlichkeit oder maximale Energieeffizienz werden dabei in der Regel nicht berücksichtigt. Würde die Industrie in der EU auf kosteneffiziente Dämmsysteme umstellen, wären - so die Studie - jährliche Energieeinsparungen von 620 PJ und eine Reduktion der CO2-Emissionen um 49 Mt CO2 pro Jahr möglich. Die vollständige Studie kann beim EiiF angefordert werden: http://www.eiif.org/?Extra/50/14.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 466 |
| Europa | 27 |
| Kommune | 3 |
| Land | 27 |
| Weitere | 6 |
| Wirtschaft | 2 |
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| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
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| Förderprogramm | 192 |
| Gesetzestext | 6 |
| Hochwertiger Datensatz | 1 |
| Text | 216 |
| Umweltprüfung | 7 |
| unbekannt | 68 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 282 |
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| Language | Count |
|---|---|
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| Topic | Count |
|---|---|
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| Lebewesen und Lebensräume | 404 |
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| Weitere | 485 |