Other language confidence: 0.5921759891903433
Erweiterungsbau aus Holz an Freier Waldorfschule Kastellaun wird mit 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen gefördert „Rund die Hälfte des weltweiten Rohstoffverbrauchs und etwa 40 Prozent aller CO2-Emissionen fallen im Bausektor an. Es ist deshalb besonders wichtig, dass wir in diesem Bereich eine Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit und effizienterer Ressourcennutzung schaffen. Der neue dreigeschossige Erweiterungsbau der Freien Waldorfschule Kastellaun kombiniert den Anspruch, einer steigenden Anzahl an Schülerinnen und Schülern räumlich gerecht zu werden mit einer nachhaltigen Holzbauweise, die durch eine besonders angenehme Atmosphäre auch das Wohlbefinden und die Kreativität während des Unterrichts steigern soll. Als Referenzprojekt für zukünftige Vorhaben setzt das Gebäude neue Maßstäbe für nachhaltigen, wirtschaftlichen und kreislauffähigen Holzbau“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder anlässlich einer Förderung für das Projekt in Höhe von 100.000 Euro über das Klimabündnis Bauen. Das Erd- und Obergeschoss sowie die überdachten Bereiche des Gebäudes werden komplett in Vollholz gebaut. Zudem erhält das Gebäude ein begrüntes Flachdach. Im Erweiterungsbau entstehen neue moderne Klassenzimmer, ein Mehrzweckraum, eine großzügig überdachte Pausenhalle sowie ein Raum für bildende Kunst. Bianca Dörrheide, Geschäftsführerin der Freien Waldorfschule Kastellaun, sagte: „Mit unserem Erweiterungsbau setzen wir ein klares Zeichen: Modernes Bauen und kon-sequenter Klimaschutz gehören untrennbar zusammen. Durch die innovative, zirkulä-re Massivholzbauweise schaffen wir nicht nur ein ökologisches Vorbildprojekt, sondern vor allem dringend benötigten Raum für unsere Schulgemeinschaft. In den neuen, lichtdurchfluteten Räumen entsteht ein inspirierendes pädagogisches Umfeld, das Kreativität und Wohlbefinden fördert und in jeder Hinsicht den Werten von morgen entspricht.“ Für das Bauvorhaben werden insgesamt 2,1 Millionen Euro aufgewendet. Als sogenanntes „Nachhaltiges Gebäude Plus“ hat das Gebäude sehr geringe Treibhausgas-Emissionen und es werden schadstofffreie Materialien eingesetzt. Das Projekt ist das erste Schulgebäude in dieser Größenordnung, das ein zirkuläres Massivholzkonstruktionssystem einsetzt, das ganz ohne Metall und Kleber auskommt. Die Holzwände werden nur mit Holz-Holz-Verbindungen zusammengehalten. Geschossdecken und Dach bestehen aus einer einfachen, rückbaubaren Holzbalkenlage – die Dämmung des Gebäudes wird ausschließlich aus natürlichen, nachwachsenden und kompostierbaren Rohstoffen wie Holzfaser oder Zellulose hergestellt. Beim Bau kommen Hölzer verschiedener Baumarten zum Einsatz: Für die tragenden Konstruktionshölzer werden überwiegend Nadelhölzer wie Fichte und Tanne verwendet. Die Außenfassade wiederum wird aus Lärche gefertigt und die Holzfedern im Vollholzwandsystem aus Buche. Die insgesamt rund 550m3 Holz stammen allesamt aus der Region und sind FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert. Innerhalb der Holzwerk- und Dämmstoffe können mehr als 380 Tonnen CO2 gespeichert werden. „Besonders beeindruckend ist die Zirkularität des Gebäudes: Am Ende seiner Nutzungsdauer kann es fast vollständig zerlegt und die Materialien wiederverwendet oder natürlich abgebaut werden. Dadurch bleibt das Gebäude modular und langfristig erweiterbar“, zeigte sich Katrin Eder begeistert. Hintergrund zu Projekten des „Klimabündnis Bauen“ Seit der Beschlussfassung durch den Ministerrat am 24. Mai 2022 über das Konzept „Klimabündnis Bauen in Rheinland-Pfalz – nachwachsende und kreislaufeffiziente Rohstoffe stärken“ wurden nachstehende Projekte über dieses Programm durch das Klimaschutzministerium finanziell unterstützt (Stand 18. November 2025): Forschungsprojekte zur Stärkung der Verwendung nachwachsender Rohstoffe Im Bereich der Forschung wurden insgesamt sieben Forschungsprojekte finanziell mit über zwei Millionen Euro unterstützt: * „Erstellung eines Bauwerks mit einem neuartigen Tragsystem aus Eichenschwachholz“ (Hochschule Trier) * „HIVE HOME“ (Hochschule Koblenz) * „Kreislaufeffizientes Bauen mit Holz/Re-Use-Holzbauelemente“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * „Gewachsene Dorfstrukturen stärken – Aufwertung der Bausubstanz mit Methoden der seriellen Sanierung“ (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * „Reversibler Holzmodulbau in einer Bestandshalle“ – Landesgartenschau 2027 (Stadt Neustadt an der Weinstraße) * „PV-Parkplatzüberdachung aus acetylierter Buche“ – Landesgartenschau 2027 (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) * Bauen mit Lehm und Eichenholz (Fachwerk 2.0, „TiCO“) (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau) Machbarkeitsstudien Eine Machbarkeitsstudie ist eine systematische Voruntersuchung, die prüft, ob ein Sanierungsvorhaben technisch, wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch realisierbar ist. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für den Bauherren, bevor detaillierte Planungen beginnen: * „Machbarkeitsstudie über die energetische und serielle Sanierung der Skatehalle in Trier“ (Stadt Trier) * „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) * „Machbarkeitsstudie über die serielle Sanierung und evtl. Erweiterung der Kindertagesstätte in der Gemeinde Morscheid (Verbandsgemeinde Ruwer) „Leuchtturmprojekte“ des Holzbaus Ein weiterer Schwerpunkt vom Klimabündnis besteht in der Förderung von hoch innovativen und musterhaften Holzbauten, die Vorbildcharakter für den modernen Holzbau haben. Insgesamt wurden rund 2,55 Millionen Euro an Förderung an folgende Projekte ausgereicht: * „Neubau von drei Feuerwehrhäusern als Systembaukasten mit regionalem Holz in den Gemeinden Börrstadt, Breunigweiler und Steinbach“ (Verbandsgemeinde Winnweiler) * „Mörs:DORF - Neubau eines generationsübergreifenden Dorfzentrums in Holzbauweise als Begegnungs- und Lernort in der Gemeinde Mörsdorf“ (Verbandsgemeinde Kastellaun) * „Bau einer Wetterschutzhütte“ als Ergebnis eines Studierendenwettbewerbs im Forstamt Westrich“ * „Nachhaltige Sanierung der Dachlandschaft der Grundschule in der Gemeinde Essenheim” (Verbandsgemeinde Nieder-Olm) * „Neubau multifunktionaler Forsthof in Annweiler mit Kastanienhybridträgern“ (Trifels Natur GmbH) * „Neubau eines Gesundheitszentrums in Holz in Bad Kreuznach“ (Unternehmen Enk Verwaltung GmbH/Langenlonsheim) * „Bau von innovativen Fahrzeughallen in Holz-Beton-Hybridbauweise für die Betriebsfahrzeuge der Stadtwerke und der Stadt Trier im Energie- und Technikpark“ (Stadtwerke Trier) * „Neubau eines vierstöckigen energieeffizienten Verwaltungsgebäudes aus Holz in Ingelheim“ (Kreisverwaltung Mainz-Bingen) * „Neubau einer Interimsschule für das Regino-Gymnasium Prüm in demontierbarer Holz-Modulbauweise“ (Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm) * „Neubau eines Aussichtsturms auf dem Idarkopf bei Stipshausen“ (Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen) * „Sanierung der Fassade und energetische Komplettsanierung der Grundschulturnhalle in der Gemeinde Körperich“ (Verbandsgemeinde Südeifel) * „Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern in modularer Holzbauweise als Prototyp in den Gemeinden Palzem und Lampaden“ (Verbandsgemeinde Saarburg-Kell) * Neubau einer multifunktionalen Begegnungsstätte aus Holz in der Stadt Rheinböllen (Rhein-Hunsrück-Kreis) Öffentlichkeitsarbeit: Eine weitere wichtige Säule des Klimabündnisses ist die Vermittlung von Wissen an die verschiedenen Zielgruppen zur Steigerung des klimafreundlichen Bauens. Dafür wurde unter anderem eine eigene Homepage aufgebaut und verschiedene Veranstaltungen finanziell unterstützt: * „Westerwälder Holztage 2025“ in Oberhonnefeld-Gierend * Zweitägiges Fachsymposium zum Thema „Kommunales Bauen, Serielles Sanieren und kostengünstiges Bauen mit Holz“ in Saarburg und Konz * Preisverleihung „Holzbaupreis Rheinland-Pfalz 2024“ in Mainz * „7. Trierer Waldforum – Auf dem Holzweg!? Mit Holznutzung und verstärktem Holzbau unterwegs zu mehr Klimaschutz und gesunden Wäldern“ in Trier * Beteiligung am Forum Bois Construction 2025 und 2026 in Paris Außerdem setzt sich das Klimabündnis für die Umsetzung des eingeführten Umweltlabels „Holz von Hier®“ ein. Weitere Informationen zum Klimabündnis Bauen finden Sie unter klimabuendnis-bauen.rlp.de <https://klimabuendnis-bauen.rlp.de>
Das Standardkartenwerk Hydrologischer Atlas von Deutschland (HAD) wird herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Die Gesamtleitung des HAD-Projektes wurde vom BMU auf die BfG übertragen. Die interdisziplinäre Aufgabe wird als Gemeinschaftswerk verschiedener Bundesbehörden, Institute und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) verstanden. Der Atlas liefert kartographische Übersichten zu gewässerkundlichen Grunddaten sowie zu den Themenbereichen Hydrometeorologie, Oberirdische Gewässer, Bodenwasser, Grundwasser, Wasserhaushalt und dem Themenkomplex Hydrologie-Ökologie-Mensch.
<p> <p>Die Energiekrise 2026 wirkt anders als im Jahr 2022, aber nicht minder deutlich. Sie trifft besonders alle, die im Verkehr, beim Heizen, in Haushalten und Unternehmen auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. Um diese Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, müssen Politik, Unternehmen und Bürger*innen entschlossen für die Energiewende und einen sparsamen Umgang mit Energie eintreten.</p> </p><p>Die Energiekrise 2026 wirkt anders als im Jahr 2022, aber nicht minder deutlich. Sie trifft besonders alle, die im Verkehr, beim Heizen, in Haushalten und Unternehmen auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. Um diese Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, müssen Politik, Unternehmen und Bürger*innen entschlossen für die Energiewende und einen sparsamen Umgang mit Energie eintreten.</p><p> Hohe Abhängigkeit von fossilen Energien <p>Der aktuelle Krieg im Nahen Osten und die Unterbrechung von Handelswegen durch die Straße von Hormus zeigen erneut: Deutschland ist in hohem Maße abhängig von fossilen Energieträgern, speziell in Form von Importen. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/primaerenergieverbrauch">Primärenergieverbrauch</a> von Rohöl lag 2025 bei 964 Terawattstunden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/twh">TWh</a>) und machte ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs aus. Rund 98 Prozent des Rohöls wurden dabei importiert.</p> <p>Die Situation bei anderen fossilen Energieträgern ist nicht besser: Bei fossilem Gas, das etwa 27 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs ausmacht, beträgt der Importanteil 95 Prozent, bei Rohsteinkohle 100 Prozent. Lediglich die Abhängigkeit von Uranimporten wurde durch den Atomausstieg beendet.</p> <p>Energiesparen und der Wechsel hin zu in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern, wie Wind und Sonne, produziertem Strom mit gleichzeitiger Elektrifizierung etwa von Heizungen, Fahrzeugen oder der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/prozesswaerme">Prozesswärme</a>-Erzeugung in der Industrie, mindern also die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und erhöhen wegen der hohen fossilen Importquoten die Energiesicherheit in Deutschland.</p> Deutscher Endenergiemix unterstreicht Handlungsdruck <p>Auch der Blick in den aktuellen Endenergiemix zeigt: Die fossile Abhängigkeit in Deutschland ist im letzten Jahrzehnt trotz Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien nach wie vor zu hoch. Insbesondere der Mineralöl- und Gasverbrauch verzeichnete in den letzten Jahren kaum Veränderung. 2025 betrug der Anteil der Mineralöle am Endenergiemix gut 36 Prozent, der des fossilen Gases gut 24 Prozent, in Summe über 60 Prozent. </p> <p>Mit Blick auf die aktuelle geopolitische Situation fällt auf, dass der Ölverbrauch in Deutschland sogar größer ist als der Gasverbrauch. Der Verbrauch von Mineralölprodukten (Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl usw.) in den Endenergiesektoren betrug 2025 insgesamt 829 TWh. Beim Blick auf die Sektoren zeigt sich, dass Öl mit gut 13 Prozent einerseits stark von den privaten Haushalten nachgefragt wird, andererseits mit 78 Prozent ganz überwiegend aus dem Verkehr.</p> <p>Dagegen sind die Sektoren Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) mit sechs Prozent und Industrie mit drei Prozent in der Energieversorgung weniger direkt betroffen – anders als bei der Erdgaskrise 2022/2023. Das verarbeitende Gewerbe und auch der GHD-Sektor werden aber indirekt beispielsweise bei Transporten, Lieferketten oder dem nicht-energetischen Verbrauch (etwa Mineralölprodukte als Rohstoff in der Chemieindustrie für Schmierstoffe, Baumaterialien, Kosmetik oder Kunststoffe) beeinträchtigt. Letzterer entspricht in Deutschland dem Äquivalent von 175 TWh.</p> Privathaushalte immer noch stark abhängig von fossilem Heizöl und Erdgas <p>Die Mineralölprodukte nehmen mit einem Anteil von 17 Prozent (111 TWh) eine konstante und immer noch relevante Stellung im Endenergiemix der privaten Haushalte in Deutschland ein, wo sie als Heizöl fast ausschließlich für Heizen und Warmwasser eingesetzt werden. Der fossile Anteil im Endenergiemix liegt bei den Haushalten insgesamt bei über 50 Prozent.</p> <p>Im Jahr 2022 <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zensus2022-Pressemitteilungen/PM_zenus2022_45.html">betrug der Anteil der Wohnungen mit Ölheizung noch 19 Prozent</a>. Da der Bezug von Heizöl vom Verbrauch zeitlich entkoppelt ist, sind Preiskrisen nicht nur im Winter, sondern auch außerhalb der Heizperiode relevant. Ebenso bleibt der Anteil des Gasverbrauchs mit fast 37 Prozent im Jahr 2025 hoch und ist zuletzt sogar leicht gestiegen. Entsprechend bleiben neben kurzfristigen Maßnahmen zum Einsparen von Öl und Gas auch mittelfristig wirkende Maßnahmen für den Wechsel hin zu erneuerbaren Energieträgern sehr wichtig.</p> <p>Vor allem der Ausstieg aus fossilen Heizungen und der Ersatz durch effizientere und anteilig oder ganz mit erneuerbaren Energien betriebene Wärmepumpen muss beschleunigt werden.</p> Verkehrssektor massiv abhängig von fossilem Öl <p>Der Verkehrssektor ist der Sektor mit dem größten Ölverbrauch: Rohöl ist nicht direkt nutzbar, sondern wird in Raffinerien zu Diesel, Benzin, Kerosin oder Heizöl umgewandelt. Der gesamte <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/endenergieverbrauch">Endenergieverbrauch</a> von Mineralöl lag 2025 bei 829 TWh, wovon der deutliche Großteil von 78 Prozent auf den Verkehrssektor zurückzuführen ist. Dieser Anteil geht wiederum fast ausschließlich auf den Straßenverkehr (82 Prozent) und Luftverkehr (17 Prozent) zurück. Schienenverkehr und Schiffsverkehr fallen dagegen kaum ins Gewicht.</p> <p>Die massive Bedeutung und Abhängigkeit von Mineralölprodukten im Verkehr wird auch daran deutlich, dass der Mineralölverbrauch 92 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs des Sektors ausmacht. Erneuerbare Energien (vor allem als Beimischung zu fossilen Kraftstoffen), Gase und auch Strom spielen bisher nur eine untergeordnete Rolle. Entsprechend hoch ist die Betroffenheit durch die aktuelle Energiekrise und der Handlungsdruck.</p> <p>Relevant beim Verkehr ist zudem, dass ein Teil der Auswirkungen der Energiekrise aus dem Verkehrssektor mittelbar ebenfalls bei den privaten Haushalten, sowie im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen als auch in der Industrie ankommt, etwa durch höhere Transportkosten für Waren.</p> <p>Neben der Vermeidung von Verkehr kann vor allem die Verlagerung von Teilen des Verkehrs auf die Schiene dieser Abhängigkeit etwas entgegensetzen. Beispielsweise werden Güter mit der Bahn mit 29,0 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/tonnenkilometer">Tonnenkilometer</a> pro Kilowattstunde (tkm/kWh) aufgrund der geringen Reibungsverluste wesentlich energieeffizienter transportiert als auf der Straße (2,1 tkm/kWh).</p> <p>Außerdem wird der Endenergiemix der Bahn durch Strom dominiert, der durch den Ausbau der erneuerbaren Energien immer mehr auf heimischer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/primaerenergie">Primärenergie</a> (vor allem in Deutschland produzierter Wind- und Solarenergie) fußt. Dies gilt auch für den Personenverkehr auf der Straße. Die Elektromobilität reduziert neben der Importabhängigkeit auch den absoluten Verbrauch, da Pkw sowie Busse mit Elektromotoren mit einer endenergie-bezogenen spezifischen Transportleistung von 6,4 Personenkilometern pro Kilowattstunde (Pkm/kWh) dreimal mehr Reichweite besitzen als Autos und Busse mit Benzin- oder Dieselmotoren (2,1 Pkm/kWh).</p> „Energiekrisen“ als regelmäßig unregelmäßige Ereignisse im fossil dominierten Energiesystem <p>Erdöl wird global gehandelt und unterliegt einem weltweiten Markt. Die Erdölvorkommen sind aber regional konzentriert, unter anderem im Nahen Osten. So besitzen nach <a href="https://www.opec.org/assets/assetdb/asb-2025.pdf">Daten der OPEC</a> die Länder Saudi-Arabien (17 Prozent), Iran (13 Prozent), Irak (9 Prozent), Vereinigte Arabische Emirate (7 Prozent) und Kuwait (6 Prozent) zusammen rund 52 Prozent der weltweiten Ölreserven, Europa dagegen nur ein Prozent. </p> <p>Der Erdölpreis unterlag in der Vergangenheit wiederholt starken Schwankungen, die neben den Preisbildungsmechanismen insbesondere mit Krisen in den Förderregionen zusammenhingen. So wurde die erste „Ölpreiskrise“ durch den Jom-Kippur-Krieg 1973 ausgelöst. Die zweite Ölpreiskrise ist auf die Islamische Revolution 1979 im Iran zurückzuführen. Beide Ölpreiskrisen hatten insbesondere durch ihre lange Dauer weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen auch in Deutschland.</p> <p>Es folgte der Zweite Golfkrieg 1990 mit einem kurzzeitigen preissteigernden Effekt. In jüngster Zeit zeigen die Invasion Russlands in die Ukraine im Frühjahr 2022 und der Irankrieg 2026 erneut massive Preissteigerungen beim Rohölpreis in Folge kriegerischer Konflikte. </p> <p>Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass Verwerfungen an den fossilen Märkten und weltweite „Energiekrisen“ zwar unregelmäßig auftreten, aber im Grunde als wiederkehrende und erwartbare Ereignisse gewertet werden können – und müssen. Aufgrund der hohen Importabhängigkeit des deutschen Energieverbrauchs nehmen sie stark Einfluss auf die Preisentwicklung und damit auf die Versorgungslage von Rohöl und davon abhängigen Produkten. </p> Fazit: Lehren aus der Vergangenheit ziehen, fossile Abhängigkeit mindern, Energiesicherheit stärken <p>In der “Energiekrise” 2022/2023 ist es gelungen, in einem Mix aus individuellen Einsparbemühungen, gesellschaftlicher Stimmung zum Energiesparen, sowie rahmensetzenden politischen Kurz- und Mittelfrist-Maßnahmen die Energieverbräuche, insbesondere von fossilem Gas und Strom, schnell und substanziell zu mindern. Eine geringere Nachfrage bedeutet auch eine Entlastung bei den Preisen.</p> <p>Inzwischen liegen erste Untersuchungen zu den Energieverbräuchen vor, so auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/ex-post-evaluation-der-energieverbrauchsminderung">ein Gutachten des Umweltbundesamtes</a>. Demzufolge konnten die Kleinverbraucher im Untersuchungszeitraum durchschnittlich etwa zehn Prozent (und zeitweise noch mehr) Gas durch einen Verhaltens- und Kriseneffekt einsparen. Ähnliche Effekte gibt es bei den Großverbrauchern wie der Industrie. Ein Fazit aus der damaligen Energiekrise lautet also, dass politische Rahmensetzung und individuelle Einsparbeiträge den Verbrauch wirkungsvoll mindern können. </p> <p>Entsprechend gilt es, auch 2026 die fossile Abhängigkeit entschlossen weiter zu mindern und die Energieunabhängigkeit Deutschlands zu stärken. Dazu notwendig und geeignet sind einerseits kurzfristig wirkende Maßnahmen, wie verhaltensbedingte Einsparungen, die auch durch entsprechende Rahmensetzung unterstützt werden sollten (Knappheitspreissignale für fossile Energieträger nicht durch Subventionen unterminieren, Energiesparkampagnen, Einsparverordnungen u.ä.). </p> <p>Andererseits gilt es, mit mittelfristig wirkenden Maßnahmen die notwendigen Transformationen, wie die Energie-, Wärme- und Verkehrswende, zu unterstützen und langfristige Abhängigkeit von fossilen Energieträgern abzubauen. Hierzu eignen sich beispielsweise eine Wärmepumpen-Offensive zum Austausch von Öl- und Gasheizungen sowie die Elektrifizierung des Straßenverkehrs und von Prozesswärme in der Industrie. Viele effektive Maßnahmen- und Instrumentenvorschläge sind im <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/bis-2040-treibhausgase-um-mindestens-90-prozent">UBA-Positionspapier „Bis 2040 Treibhausgase um mindestens 90 Prozent mindern – So kann es gehen!“</a> aufgeführt.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Der Dienst präsentiert verschiedene Standortsinformationen der Standortskarte des Landes Brandenburg.
Staendig zunehmende Abfallmengen, die Veraenderung ihrer Zusammensetzung und die Groessenordnung des damit verbundenen Rohstoffverbrauchs erfordern verstaerkte Anstrengungen im Bereich der Abfallwirtschaft, zu deren Realisierung zuverlaessiges und fortgeschriebenes Datenmaterial erforderlich ist. In fuenf Dateien (Grundbausteinen) soll deshalb Informationsmaterial zu Abfallarten, Verwertungsfirmen fuer Sonder- und kommunale Abfaelle, Verwertungstechnologien, Abfallbeseitigungsanlagen und Abfallmengen in ihrer regionalen Verteilung gespeichert werden. Fuer die vier erstgenannten Bausteine ist bereits Datenmaterial vorhanden.
Am Oberstufenzentrum Gastgewerbe werden Projekte, Kurse und Workshops zum Klimaschutz klug in die Stundenpläne integriert, um die angehenden Köche, Hotelfachleute und anderen Fachkräfte schon während der Ausbildung für das Thema zu sensibilisieren. Klimaschonend kochen Das Bewusstsein für Klima- und Ressourcenschutz wird bei den künftigen Köchinnen und Köchen auf kreative Art und Weise geschult. Im Rahmen des Projekts “Klimafreundliche Speisen für ein Café” haben die Teilnehmer beispielsweise nicht nur die Gerichte zusammengestellt, sondern auch die Klimabilanz der Speisen berechnet, Anbieter regionaler Produkte recherchiert, die Gerichte beworben und sie selbst zubereitet. Das Projekt Schulgarten vermittelt den Anbau von Gemüse und Kräutern der Saison, für die ebenfalls Rezepte entwickelt und gekocht werden. Themen wie Lebensmittelverschwendung, fairer Handel und Klimagerechtigkeit werden immer wieder im Rahmen der Ausbildung angesprochen und mit konkreten Maßnahmen und der späteren beruflichen Tätigkeit verknüpft. Die Zukunft des Tourismus ist auf klima- und ressourcenschonende Maßnahmen angewiesen. Um die Fachkräfte von morgen auf ihre Verantwortung aufmerksam zu machen, setzen Workshops im beruflichen Umfeld an. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten zum Beispiel zielgruppengerechte Maßnahmen für den Klimaschutz in Hotellerie und Gastronomie: Wie lässt sich das Müllaufkommen im Hotel reduzieren? Wie kann man die Gäste möglichst klimaschonend verköstigen und den Einkauf ökologisch sinnvoll planen? Um zu verstehen, welche Effekte der Tourismus auf das Klima hat, sehen sich die Schülerinnen und Schüler Live-Satelliten-Bilder an, auf denen die globalen Auswirkungen von Energie- und Rohstoffverbrauch, Müllaufkommen, Umweltverschmutzung sowie Ernährungsverhalten sichtbar werden. Die Entwicklung von Informations- und Marketinginstrumenten für nachhaltigen Tourismus sind weitere Ansätze, um die Sinne der angehende Hotelfachkräfte für den Klimaschutz zu schärfen. Das OSZ Gastwirtschaft gehört zu den fleißigen Einrichtungen, die sich am von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie durchgeführte Projekt “Zero Waste an Schulen” beteiligt haben. Mitgemacht hat die ganze Schulgemeinschaft: Nicht nur die rund 4000 Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrenden, Sekretariat, Hausmeister und sonstiges Personal. Sie alle wurden in Workshops für die Themen Mülltrennung, Recycling, Abfallvermeidung und Ressourcenschutz sensibilisiert. Das aus dem Projekt resultierende Müllkonzept wird aktiv und erfolgreich an der Brillat-Savarin-Schule umgesetzt. Schulgarten | Schulprogramm | Projekte | Abfallvermeidung Mit ihren rund 4000 Schülerinnen und Schülern ist die Brillat-Savarin-Schule die größte gastgewerbliche Schule Deutschlands. Betreut werden die angehenden Fachkräfte von etwa 160 Lehrkräften, 12 Referendaren, einer Sozialarbeiterin, einem Küchenmeister mit sieben Mitarbeitern und einer Laborantin. Das Motto der Brillat-Savarin-Schule lautet “kompetent, schülerorientiert, weltoffen”. Sie ist nach dem französischen Gastrosophen und Schriftsteller Jean Anthèlme Brillat-Savarin benannt, dessen Leidenschaft der Kochkunst galt. Das Oberstufenzentrum vereint Angebote von der Berufsausbildungsvorbereitung über die berufliche Erstausbildung bis zur beruflichen Weiterbildung und bildet in allen relevanten Bereichen des Gastgewerbes aus. Umweltschule in Europa Energiesparmeister Berliner Klimaschule Bild: anatoliy_gleb / Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Pankow Übersicht: Diese Pankower Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: halfpoint/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
Teil der Statistik "Materialeinsatz und -verbrauch" Erläuterung Die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder (UGRdL) beschreiben die Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Wirtschaft und privaten Haushalten und liefern Daten zu einer Vielfalt an Themen – wie Abfall, Energie, Fläche und Raum, Gase, Rohstoffe und Materialflüsse, Umweltschutz, Verkehr und Umwelt oder Wasser. Grundlage dafür ist das international vereinbarte System of Environmental-Economic Accounting (SEEA), welches einheitliche Konzepte, Definitionen und Klassifikationen verwendet. Damit werden wichtige statistische Informationen zur Umwelt und Nachhaltigkeit für die Gesellschaft, die politische Diskussion und das Monitoring von Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen geliefert. Die UGRdL zählt aus folgenden Gründen zum Zusatzangebot der Regionaldatenbank (Ergänzung des Regio-Stat-Angebots) und wird daher durch ein „Z“ im Tabellencode gekennzeichnet: 1. Die Ergebnisse liegen meistens nur bis zur Ebene der Bundesländer vor. 2. Aus methodischen Gründen (Nichtadditivität einiger Aggregate) werden Ergebnisse nicht nur für die einzelnen Bundesländer und Deutschland, sondern auch für die Stadtstaaten und alle Bundesländer zusammen (Summe der Länder) ausgewiesen. Methodische Erläuterungen und das Glossar finden Sie hier: https://www.statistikportal.de/de/ugrdl/glossar-und-methoden Mit dem Dashboard der UGRdL unter https://www.giscloud.nrw.de/ugrdl-dashboard.html können Sie ausgewählte Indikatoren und deren Entwicklung in den Bundesländern vergleichen. Mit der Status- und Trendanalyse unter https://www.statistikportal.de/de/ugrdl/ergebnisse/status-und-trendanalyse bieten die UGRdL darüber hinaus eine Methode für objektive und statistisch fundierte Aussagen zur Entwicklung von Umweltindikatoren. Weitere Informationen zu den UGRdL finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder unter https://www.statistikportal.de/de/ugrdl. Kontakt: ugrdl@it.nrw.de
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 259 |
| Land | 33 |
| Weitere | 18 |
| Wissenschaft | 18 |
| Zivilgesellschaft | 21 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 8 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 143 |
| Text | 136 |
| unbekannt | 14 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 142 |
| Offen | 159 |
| Unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 264 |
| Englisch | 65 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 14 |
| Bild | 18 |
| Datei | 12 |
| Dokument | 65 |
| Keine | 148 |
| Webseite | 136 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 291 |
| Lebewesen und Lebensräume | 248 |
| Luft | 177 |
| Mensch und Umwelt | 301 |
| Wasser | 152 |
| Weitere | 295 |