Piloten und FlugbegleiterInnen gehoeren zu den Personen, die einer hohen Strahlenbelastung am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Die kosmische Strahlung in Flughoehe besteht ausschliesslich aus Sekundaerstrahlung (hauptsaechlich Neutronen und Gammastrahlung), die in Wechselwirkung von primaeren Teilchen mit den Atomen der Lufthuelle erzeugt wird. Die Exposition des Flugpersonals ist zudem abhaengig von der Flughoehe, der geomagnetischen Breite und der solaren Aktivitaet. Aufgrund der Komplexitaet des kosmischen Strahlenfeldes ist allerdings der Umfang der Exposition schwer zu bestimmen, und physikalische Messungen geben keinerlei Hinweise auf die biologische Wirksamkeit dieser Strahlung. Ueber Chromosomenanalysen in den peripheren Lymphozyten des menschlichen Blutes konnte in einer Pilotstudie an Personal aus dem Interkontinentalverkehr eine hochsignifikant erhoehte Strahlenbelastung festgestellt werden. Die Chromosomenanalyse eines weiteren Untersuchungskollektivs, das aus einer Gruppe von Concordepiloten besteht, steht kurz vor dem Abschluss. Ergebnisse aus strahlenbiologischen Experimenten im CERN, Genf, belegten eine sehr hohe biologische Wirksamkeit der kosmischen Strahlung im Niederdosisbereich. Die Resultate dieser Versuchsreihe (in-vitro) sollen mit den Ergebnissen aus den in-vivo Ansaetzen verglichen und im Hinblick auf die biologisch Wirksamkeit kleiner Dosen von Neutronen bewertet werden. Die Ergebnisse sollen der Einfuehrung des Strahlenschutzes fuer das Flugpersonal dienen.
Untersuchung des Einflusses beruflicher Faktoren und des Passivrauchens auf das Lungenkrebsrisko in einer Fall-Kontroll-Studie mit 1004 Faellen und 1004 Kontrollen. Fortfuehrung der statistischen Auswertungen zu dieser 1987-1995 in Bremen durchgefuehrten Studie. Ergebnisse: vielfaeltig, siehe Bericht.
Ziel der Studie ist es, an Probanden nach inhalativer Exposition gegenueber Fein- und Ultrafeinpartikeln in Schweissrauchen das Auftreten entzuendlicher Reaktionen der oberen und unteren Atemwege zu untersuchen. Die Untersuchung soll an 40 gesunden Probanden erfolgen, die sich je zur Haelfte aus Berufsschweissern sowie Kontrollpersonen zusammensetzen. Auswertungen dieser Ergebnisse sollen Hinweise darueber liefern, inwiefern die in der Literatur beschriebenen und kausal mit Schweissrauchexposition in Zusammenhang gebrachten Krankheitsbilder des Atemtrakts mit entzuendlichen Reaktionen einhergehen.
Im Rahmen eines seit 1985 durchgefuehrten Langzeit- Forschungsvorhabens werden neben der fuer die medizinische Behandlung der Patienten wichtigen Bestimmung anorganischer und organischer Phasen auch umweltrelevante Spuren- und Ultraspurenelemente von Harnkonkrementen eines Patientenkollektivs (Stand August 1994: 840 Steine) aus der Urologischen Klinik Giessen untersucht und unter Zugrundelegung anamnestischer Daten ausgewertet. Zur Phasenanalyse werden die Harnsteine roentgendiffraktometrisch/infrarotspektroskopisch und polarisationsmikroskopisch untersucht. Mit der Zeeman AAS unter Beruecksichtigung aller STPF (Stabilized Temperature Platform Furnace) fuer die Bestimmungvon Spuren- und Ultraspurenelementen wieCadmium, Chrom, Blei, Kupfer, Nickel undZink sind Messbedingungen zur weitgehendstoerungsfreien Bestimmung erarbeitet worden. Die bisherigen Phasen- und Elementuntersuchungen an Harnsteinen unterschiedlicher Gruppen zeigen, dass partiell deutliche, in einigen Gruppen signifikantegeschlechts-, berufs-, gewohnheits-, phasen- und ernaehrungsspezifische Unterschiede in den umweltrelevanten Spuren- undUltraspurenelementgehalten von Cd, Cr, Pb, Cu, Ni, Zn und Hg bestehen. Auch gibtes Hinweise darauf, dass die Spurenelemente einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Phasenbildung haben.
a) Ziel des Vorhabens ist es, ein Konzept für die Identifizierung und Kommunikation von Best Practice-Beispielen von energetisch optimierten Gebäuden und Quartieren mit nachhaltigen Bauprodukten anhand wissenschaftlicher Kriterien zu entwickeln. Dabei sollen sowohl der Neubau als auch die energetische Sanierung betrachtet werden. Es sollen vorbildliche Maßnahmen identifiziert werden, die gleichzeitig ein hohes Maß an Energieeinsparung und nachhaltiger Energieversorgung ermöglichen, weitere ökologische Kriterien berücksichtigen (wie Recyclingfähigkeit oder geringe Toxizität und Emissionen) und im städtischen Umfeld ästhetisch ansprechend sind. Die ausgezeichneten Systeme sollen technisch gut und in einem umfassenden Sinn umweltverträglich gestaltet sein. Solche Best Practice-Beispiele ermöglichen es, den bei verschiedenen Akteuren (Bauherren, Planern, Handwerkern, Architekten) vorhandenen Vorbehalten und Unsicherheiten gegenüber Maßnahmen zur energetischen Optimierung fundiert zu begegnen und Perspektiven auf optisch ansprechende Gestaltungsmöglichkeiten zu öffnen. b) Output des Vorhabens soll ein Konzept sein, wie solche Best Practice-Beispiele bewertet und ausgezeichnet werden können. Dies könnte beispielsweise im Rahmen eines Wettbewerbs erfolgen. Auf jeden Fall sind geeignete Kategorien zu identifizieren, die an aktuelle Problemstellungen anknüpfen (beispielsweise für innovative Werkstoffe und herausragende Quartierskonzepte, für gelungene Sanierungsprojekte oder für Fortbildungsmaßnahmen im Handwerk). Innerhalb dieser Kategorien sind wissenschaftlich begründete Bewertungskriterien zu entwickeln und im Falle eines Wettbewerbs Vorschläge für die Besetzung der Jury und die Art der Preise zu machen. Darüber hinaus sind weitere Kommunikationsmaßnahmen zu entwickeln, mit den die ausgewählten Beispiele bekannt gemacht werden können, beispielsweise durch zielgruppengerechte Publikationen, Internetauftritte oder Fortbildungsangebote für die betroffenen Berufsgruppen.
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