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Liste deutscher Industrieanlagen mit Informationen zu Genehmigungen nach IE-RL und zu Ausnahmen gemäß Art. 15(4) IE-RL „EU Registry“ (Datensatz)

Die Liste deutscher Industrieanlagen umfasst sowohl administrative Stammdaten (Namen, Adressen, Koordinaten, zuständige Behörden) als auch Links zu Genehmigungsdokumenten, Ausnahmen, Vor-Ort-Besichtigungen. Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-RL) verpflichtet EU-Mitgliedstaaten der EU-Kommission (KOM) jährlich über die Umsetzung der IE-RL Bericht zu erstatten. Diese Berichte umfassen reprä-sentative Daten über Emissionen aus industriellen Tätigkeiten, über Emissi-onsgrenzwerte, über die Anwendung der besten verfügbaren Techniken (BVT), sowie über die Gewährung von Ausnahmen von den EU-weit gelten-den mit BVT assoziierten Emissionswerten. Gemäß Art. 24 IE-RL sind der Öffentlichkeit folgende Informationen zu Anlagen (gemäß Art. 3(3) IE-RL) auch über das Internet zugänglich zu ma-chen: der Inhalt der Genehmigungsentscheidung; die Gründe, auf denen diese Entscheidung beruht; sowie im Falle der Gewährung einer Ausnahme von mit BVT-assoziierten Emissionswerten gemäß Art. 15(4) IE-RL die ge-nauen Gründe für die Gewährung der Ausnahme.

Stand der Technik von Trocknungs- und Abgasreinigungsanlagen der deutschen Holzwerkstoffindustrie

Das Forschungsvorhaben erhob den Stand der Technik von Trocknungsanlagen und Abgasreinigungssystemen in der deutschen Holzwerkstoffindustrie und verglich diesen mit den Anforderungen der BVT-Schlussfolgerungen. Ergänzend wurden nationale und europäische gesetzliche sowie normative Vorgaben recherchiert. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden Emissionen bewertet und mögliche Hemmnisse für den Einsatz kontinuierlicher Messtechnik identifiziert. Die Analyse zeigte, dass die eingesetzten Technologien grundsätzlich den BVT-Anforderungen entsprechen, die Emissionsgrenzwerte jedoch nicht immer eingehalten wurden. Besondere Bedeutung hatten Holzsortiment, Restfeuchteanforderungen und die eingesetzte Technik. Zudem zeigte sich, dass die kontinuierliche Messung nur an einzelnen Standorten erfolgreich umgesetzt wurde. Veröffentlicht in Texte | 113/2026.

Stand der Technik der Abfallablagerung auf Deponien in Deutschland und deren Beitrag zum Klimaschutz zur Vorbereitung der Arbeiten für ein BVT-Merkblatt Deponien

Seit 2025 läuft der Erarbeitungsprozess eines europäischen Merkblattes zu den besten verfügbaren Techniken für Deponien (BVT-Merkblatt). Aus den BVT-Schlussfolgerungen werden sich künftig neue Anforderungen an Deponien ergeben. Im vorliegenden Bericht ist der Stand der Technik von Deponien in Deutschland zusammengefasst. Diese Bestandsaufnahme dient dem Umweltbundesamt zur Mitgestaltung des europäischen BVT-Prozesses.Im Arbeitspaket 4 werden darüber hinaus Hinweise zur Berechnung der Deponiegasemissionen gegeben. Derartige Berechnungen werden in Deutschland durch den Bundeseinheitlichen Qualitätsstandard „Deponiegas“ (BQS 10-1) gefordert. Ziel ist es, die methodischen Grundlagen hierfür zu vereinheitlichen.

Ressortforschungsplan 2023, Neukonzipierung einer für die Öffentlichkeit frei verfügbaren Internetplattform zur Darstellung von Daten aus der anlagen- und betriebsbezogenen Berichterstattung und diffusen Quellen und Integration mit anderen Datenportalen

Aktionspläne zur Reduktion von Emissionen, Automatisierung und Digitalisierung, die zunehmende Anwendung von besten verfügbaren Techniken usw. ziehen tiefgreifende Änderungen im Arbeits- und Lebensumfeld nach sich. Nur eine gut informierte Öffentlichkeit kann sich an solchen Transformationsprozesse aktiv beteiligen und diese mitgestalten. Die EU und Deutschland haben sich mit der Aarhus-Konvention und dem PRTR-Protokoll der UN-ECE als auch im 6. UAP verpflichtet, den Bürgern leicht zugängliche Informationen über den Zustand der Umwelt zur Verfügung zu stellen und auch die Industrie-Emissions-Richtlinie der EU setzt den Fokus auf die Information der Öffentlichkeit. Im Bereich der industriellen Emissionen sowie aus diffusen Quellen definieren internationale, europäische und nationale Vorgaben eine Reihe von Berichtsprozessen, die im Zuge der Novellierungen in europäisches Rechtauch besser miteinander verzahnt werden sollen. Die durch diese Vollzüge dem UBA verfügbaren anlagen- und betriebsbezogenen Daten (PRTR, LCP, EU Registry/IED, MCPD, Kommunalabwasserrichtlinie sollen unter Berücksichtigung weiterer Vorgaben zur Datennutzung des UBA in einer Internetplattform deutschlandweit, berichtsprozessübergreifend, für die Öffentlichkeit frei verfügbar und zielgruppenorientiert neu dargestellt werden. Dabei werden sie miteinander verzahnt, in interaktiven Karten visuell ansprechend dargestellt, in kombinierten Suchen zugänglich gemacht, ausgewertet und mit Hintergrundinformationen versehen. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens 'Analyse des Nutzens und der Wirkung des PRTRs als Instrumentarium zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung' werden einbezogen. Gleichzeitig soll die Vernetzung mit anderen bestehenden und im Aufbau begriffenen Umweltdatenportalen und Webseiten im Umweltressort geprüft und verbessert werden (bspw. hinsichtlich Verlinkung, Einbettung o.ä.; bspw. BMUV- und UBA-Webseiten, DzU, Data Cube, Umweltdatenzentrum).

REFOPLAN 2025 - Ressortforschungsplan 2025, Innovative/nachhaltige Techniken: Festlegung von besten verfügbaren Techniken für Deponien in Europa; Begleitvorhaben für die deutsche Beteiligung am Sevilla-Prozess

Das Vorhaben unterstützt die Erarbeitung des BVT-Merkblattes 'Deponie' (LAN BREF), welche durch die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Technical Working Group (TWG) erfolgt. Die daraus resultierenden BVT-Schlussfolgerungen enthalten verbindliche Anforderungen für die Genehmigung von Industrieanlagen. Die Mitarbeit des UBA als deutsche Delegationsleitung in der TWG ist wichtig, da Deutschland über einen hohen technischen Standard im Deponiebereich verfügt und durch strengere Annahmekriterien rund 93¿% der Methanemissionen seit 1990 reduzieren konnte. Der Erarbeitungsprozess des LAN BREF hat bereits begonnen. Durch gezielte Recherche, Aufbereitung und Zusammenfassung vorhandener Literatur soll das Vorhaben die Arbeit des UBA im Sevilla-Prozess unterstützen. Es ermöglicht eine fristgerechte, fachlich fundierte Datenerhebung und -auswertung für rund 550 Deponien in Deutschland. Zusätzlich sollen technische Papiere und Beispiele für eine ressourcenschonende, emissionsarme Abfallablagerung erarbeitet und in den Sevilla-Prozess eingebracht werden. Der Auftragnehmer übernimmt im Begleitvorhaben folgende Aufgaben: a) Zuarbeit zu UBA-Positionspapieren b) Recherche und Zusammenstellung von Informationen zu verschiedenen Themen c) Unterstützung bei der Datenerhebung und -auswertung im Rahmen des Sevilla Prozesses d) Organisation von Anlagenbesuchen in Deutschland e) Mitarbeit in der Technical Working Group (TWG) und den europäischen Unterarbeitsgruppen f) Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit d. nationalen und erweiterten nationalen Expertengruppe: Übernahme der organisatorischen Vorbereitung und Protokollierung von Sitzungen, Unterstützung bei der fachlichen Vor- und Nachbereitung von Sitzungen g) Koordinierung der Abstimmung von Stellungnahmen zu Entwürfen des Sevilla-Büros

Innovative/nachhaltige Techniken: Festlegung von besten verfügbaren Techniken in Europa: TV 1 Überarbeitung des BVT-Merkblattes Herstellung von anorganischen Grundchemikalien

Das Vorhaben unterstützt die Überarbeitung des BVT-Merkblattes 'Large Volume Inorganic Chemicals (LVIC BREF)', welche unter der Industrieemissions-Richtlinie (IED) erfolgt. Gemäß Art. 13 der IED findet ein EU-weiter Informationsaustausch (Sevilla-Prozess) über die 'Besten verfügbaren Techniken' (BVT) statt. Die daraus resultierenden BVT-Schlussfolgerungen enthalten verbindliche Anforderungen für die Genehmigung von Industrieanlagen. Eine große Relevanz für eine intensive Mitarbeit am Sevilla Prozess besteht darin, dass Deutschland die größte Chemie-Nation in Europa darstellt. Der Beginn der Überarbeitung des BVT-Merkblattes 'Large Volume Inorganic Chemicals' (LVIC) ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Für die Revision des BVT-Merkblattes 'LVIC' sollen begleitend technische Papiere und Beispiele für ressourcenschonende und emissionsarme Herstellungsverfahren erstellt werden. Diese Zuarbeiten gilt es effektiv in den Sevilla-Prozess einzubringen. Zudem dient das vorliegende Vorhaben neben fachlichen Unterstützung des Umweltbundesamtes im Sevilla Prozess, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene.

Ressortforschungsplan 2024, Innovative/nachhaltige Techniken: Festlegung von besten verfügbaren Techniken in Europa: Teilvorhaben 2: Festlegung von besten verfügbaren Techniken in Europa bei der Tierhaltung

Gemäß Artikel 13 der Industrieemissions-Richtlinie (IE-RL) findet ein EU-weiter Informationsaustausch (Sevilla-Prozess) über die 'Besten verfügbaren Techniken' (BVT) statt. Die daraus resultierenden BVT-Schlussfolgerungen enthalten ambitionierte und verbindliche Anforderungen für die Genehmigung und den Betrieb von Industrieanlagen. Teil der BVT-Schlussfolgerungen sind Umweltleistungswerte zum Wasser- und Energieverbrauch sowie Abfallaufkommen und materiellem Ressourcenverbrauch. Das Umweltbundesamt entwickelt und vertritt die deutsche Position. Dieses Teilvorhaben soll die Revision der Anforderungen an Intensivtierhaltungsanlagen (kurz: IRPP) fachlich und organisatorisch begleiten sowie die Umsetzung der neuen IE-RL vorbereiten. Mit der neuen IE-RL wird es Anpassungen der Genehmigungsprozesse und der Betriebsvorschriften im neuen Geltungsbereich für Rinder, Schweine und Geflügel (engl. Uniform Conditions for Operating Rules in Livestock Rearing, kurz UCOL) geben.

Ressortforschungsplan 2023, Weiterentwicklung und Integration von Fledermaus-Monitoring-Methoden für die verbesserte Bewertung von Populationsentwicklungen

Landesverwaltungsamt gibt grünes Licht für Investition in der Altmark

Das Landesverwaltungsamt hat grünes Licht für die Errichtung einer neuen Anlage im Zellstoffwerk der Mercer Stendal GmbH gegeben. Nach umfangreicher technischer und rechtlicher Prüfung konnte festgestellt werden, dass keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Umwelt oder Emissionsbilanz zu erwarten sind. Das Unternehmen investiert rund 12,1 Millionen Euro in eine neue Anlage zur Behandlung von Elektrofilterstaub aus dem Laugenregenerierungskessel. Mit dem Projekt wird der Chemikalienrückgewinnungskreislauf im Zellstoffwerk weiter optimiert, wertvolle Kochchemikalien können künftig noch effizienter zurückgewonnen und erneut im Produktionsprozess eingesetzt werden. Die neue Kristallisationsanlage behandelt den sogenannten Elektrofilterstaub (EFI-Staub), der bei der Rauchgasreinigung des Laugenregenerierungskessels anfällt. Dieser Staub enthält große Mengen wertvoller Kochchemikalien, die grundsätzlich für den Produktionsprozess genutzt werden können. Gleichzeitig enthält er jedoch unerwünschte Stoffe wie Chlorid und Kalium, die über Holz und Wasser in den Prozess gelangen und sich im Kreislauf anreichern. Diese können Ablagerungen, Anbackungen und Korrosion verursachen und damit die Effizienz und Verfügbarkeit von Anlagenteilen beeinträchtigen. Mit der neuen Technologie werden diese Störstoffe gezielt entfernt. Dazu wird der Elektrofilterstaub in mehreren Verfahrensschritten aufgelöst, erhitzt und kristallisiert. Anschließend trennt eine Zentrifuge die wertvollen Kochchemikalien von den unerwünschten Bestandteilen. Die gereinigten Chemikalien können danach wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Das Vorhaben entspricht den besten verfügbaren Techniken (BVT/BAT) der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie und trägt dazu bei, die Ressourceneffizienz des Werks weiter zu steigern. Zudem werden durch die Maßnahme weder die Produktionskapazität noch die Emissionen des Standorts erhöht. Mercer Stendal GmbH betreibt in Arneburg eines der größten Zellstoffwerke Europas. Das Unternehmen produziert gebleichten Nadelholz-Sulfatzellstoff (NBSK – Northern Bleached Softwood Kraft Pulp) aus Holz. Dieser Zellstoff wird anschließend von Papier-, Karton- und Hygienepapierherstellern weiterverarbeitet, beispielsweise für: In der Produktion werden Holzschnitzel mit Kochchemikalien aufgeschlossen, um die Zellulosefasern vom Lignin zu trennen. Die dabei eingesetzten Chemikalien werden in einem geschlossenen Rückgewinnungskreislauf weitgehend zurückgewonnen und wiederverwendet. Genau diesen Kreislauf verbessert die nun geplante Investition in die EFI-Staub-Kristallisation. Hintergrund: Industrieanlagen unterliegen in Deutschland dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Damit soll sichergestellt werden, dass Mensch und Umwelt vor möglichen Auswirkungen von Industrieanlagen geschützt werden. Bei Änderungen an bestehenden Anlagen müssen Unternehmen der zuständigen Behörde anzeigen, welche technischen Anpassungen geplant sind. Das Landesverwaltungsamt fungiert als unabhängige Kontroll- und Genehmigungsbehörde. Es stellt sicher, dass Investitionen technisch sinnvoll umgesetzt werden können, ohne die Umwelt oder die Nachbarschaft zu belasten. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Schwermetall-Emissionen

<p> <p>Hochwirksame Staubminderungsmaßnahmen und die Stilllegung veralteter Produktionsstätten in den neuen Bundesländern führten seit 1990 zu einer erheblichen Minderung der verbrennungsbedingten Schwermetall-Emissionen.</p> </p><p>Hochwirksame Staubminderungsmaßnahmen und die Stilllegung veralteter Produktionsstätten in den neuen Bundesländern führten seit 1990 zu einer erheblichen Minderung der verbrennungsbedingten Schwermetall-Emissionen.</p><p> Entwicklung seit 1990 <p>Die Emissionen der wichtigsten Schwermetalle (Cadmium, Blei und Quecksilber) sanken seit 1990 deutlich. Die Werte zeigen überwiegend Reduktionen von ca. 70 bis über 90 %. Der Großteil der hier betrachteten Reduktion erfolgte dabei in den frühen 1990-er Jahren, wobei wesentliche Reduktionen auch schon vor 1990 stattfanden. Vor allem die dabei angewandten hochwirksamen Staub- und Schwefeldioxid (SO2) -Minderungsmaßnahmen führten zu einer erheblichen Verringerung der Schwermetallemissionen zunächst in den alten und, nach der Wiedervereinigung, auch in den neuen Ländern, einhergehend mit Stilllegungen veralteter Produktionsstätten.&nbsp;Im von Krisen geprägten Jahr 2020 war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Anschließend stiegen die Werte kurzfristig an; nach aktuellem Datenstand liegen sie jedoch weiterhin unter dem Niveau vor 2020 und weisen insgesamt einen rückläufigen Trend auf (siehe Abb. und Tab. „Entwicklung der Schwermetall-Emissionen“).</p> <p>Während die Blei-Emissionen bis zum endgültigen Verbot von verbleitem Benzin im Jahre 1997 rapide zurückgingen, folgten Zink, Kupfer und Selen im Wesentlichen der Entwicklung der Fahrleistungen im Verkehrssektor, die im langfristigen Trend seit 1990 anstieg.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Schwermetall-Emi_2026-06-09.png"> </a> <strong> Entwicklung der Schwermetall-Emissionen </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Schwermetall-Emi_2026-06-09.png">Bild herunterladen</a> (299,40 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Schwermetall-Emi_2026-06-09.pdf">Diagramm als PDF</a> (49,13 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_Schwermetall-Emi_2026-06-09.png"> </a> <strong> Tab: Entwicklung der Schwermetall-Emissionen </strong> Quelle: Umweltbundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_Schwermetall-Emi_2026-06-09.png">Bild herunterladen</a> (72,99 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_Schwermetall-Emi_2026-06-09.pdf">Tabelle als PDF zur vergrößerten Darstellung</a> (48,20 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> Herkunft der Schwermetall-Emissionen <p>Schwermetalle finden sich – in unterschiedlichem Umfang – in den staub- und gasförmigen Emissionen fast aller Verbrennungs- und vieler Produktionsprozesse. Die in den Einsatzstoffen teils als Spurenelemente, teils als Hauptbestandteile enthaltenen Schwermetalle werden staubförmig oder gasförmig emittiert. Die Gesamtstaubemissionen aus diesen Quellen bestehen zwar in der Regel überwiegend aus relativ ungefährlichen Oxiden, Sulfaten und Karbonaten von Aluminium, Eisen, Kalzium, Silizium und Magnesium; durch toxische Inhaltsstoffe wie Cadmium, Blei oder Quecksilber können diese Emissionen jedoch ein hohes Gefährdungspotenzial erreichen.</p> </p><p> Verursacher <p>Die wichtigste Quelle der meisten Schwermetalle ist der Brennstoffeinsatz im Energie-Bereich. Bei <em>Arsen, Quecksilber </em>und <em>Nickel</em> hat die Energiewirtschaft den größten Anteil, gefolgt von den prozessbedingten Emissionen der Industrie, vor allem aus der Herstellung von Metallen. <em>Cadmium</em> stammt sogar größtenteils aus der Metall-Herstellung. <em>Blei-, Chrom-, Kupfer- und Zink-</em>Emissionen werden überwiegend durch den Abrieb von Bremsen und Reifen im Verkehrsbereich beeinflusst: die Trends korrelieren hier direkt mit der jährlichen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/fahrleistung">Fahrleistung</a>. <em>Selen</em> hingegen stammt hauptsächlich aus der Mineralischen Industrie, gefolgt von den stationären und mobilen Quellen der Kategorie Energie. Andere Quellen müssen noch untersucht werden, es wird jedoch erwartet, dass sie die Gesamtentwicklung kaum beeinflussen.</p> </p><p> Verpflichtungen <p>Das 1998er <a href="http://www.unece.org/env/lrtap/hm_h1.html">Aarhus Protokoll über Schwermetalle</a> unter dem CLRTAP ist Ende 2003 in Kraft getreten. Es wurde im Dezember 2012 revidiert und an den Stand der Technik angepasst. Es zielt auf drei besonders schädliche Metalle ab: Cadmium, Blei und Quecksilber. Laut einer der grundlegenden Verpflichtungen muss Deutschland seine Emissionen für diese drei Metalle unter das Niveau von 1990 reduzieren. Das Protokoll betrachtet die Emissionen aus industriellen Quellen (zum Beispiel Eisen- und Stahlindustrie, NE-Metall-Industrie), Verbrennungsprozessen (Stromerzeugung, Straßenverkehr) und aus Müllverbrennungsanlagen. Es definiert Grenzwerte für Emissionen aus stationären Quellen (zum Beispiel Kraftwerken) und verlangt die besten verfügbaren Techniken (BVT) für diese Quellen zu nutzen, etwa spezielle Filter oder Wäscher für die stationäre Verbrennung oder Quecksilber-freie Herstellungsprozesse. Das Protokoll verpflichtet die Vertragsparteien weiterhin zur Abschaffung von verbleitem Benzin. Es führt auch Maßnahmen zur Senkung von Schwermetall-Emissionen aus Produkten auf (zum Beispiel Quecksilber in Batterien) und schlägt Management-Maßnahmen für andere quecksilberhaltige Produkte wie elektrische Komponenten (Thermostate, Schalter), Messgeräte (Thermometer, Manometer, Barometer), Leuchtstofflampen, Amalgam, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> und Farben vor.</p> <p>Viele dieser Maßnahmen wurden in Deutschland jedoch schon deutlich früher umgesetzt, so dass bereits in den frühen 90er Jahren deutliche Reduktionen der wichtigen Schwermetalle zu verzeichnen sind.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

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